Quran translation in german language translated by bubenheim elyas

Chapter 1 (Sura 1)
1Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
2(Alles) Lob gehört Allah, dem Herrn der Welten,
3dem Allerbarmer, dem Barmherzigen,
4dem Herrscher am Tag des Gerichts.
5Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe.
6Leite uns den geraden Weg,
7den Weg derjenigen, denen Du Gunst erwiesen hast, nicht derjenigen, die (Deinen) Zorn erregt haben, und nicht der Irregehenden!
Chapter 2 (Sura 2)
1Alif-Lam-Mim
2Dieses Buch, an dem es keinen Zweifel gibt, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen,
3die an das Verborgene glauben, das Gebet verrichten und von dem, womit Wir sie versorgt haben, ausgeben
4und die an das glauben, was zu dir (an Offenbarung) herabgesandt worden ist, und was vor dir herabgesandt wurde, und die vom Jenseits überzeugt sind.
5Jene verfahren nach einer Rechtleitung von ihrem Herrn, und das sind diejenigen, denen es wohl ergeht.
6Gleich ist es in Bezug auf diejenigen, die ungläubig sind, ob du sie warnst oder nicht warnst; sie glauben nicht.
7Allah hat ihre Herzen und ihr Gehör versiegelt, über ihrem Augenlicht befindet sich eine Hülle. Für sie wird es gewaltige Strafe geben.
8Unter den Menschen gibt es manche, die sagen: "Wir glauben an Allah und an den Jüngsten Tag", doch sind sie nicht gläubig.
9Sie möchten Allah und diejenigen, die glauben, betrügen. Aber sie betrügen nur sich selbst, ohne zu merken.
10In ihren Herzen ist Krankheit, und da hat Allah ihnen die Krankheit noch gemehrt. Für sie wird es schmerzhafte Strafe dafür geben, daß sie zu lügen pflegten.
11Und wenn man zu ihnen sagt: "Stiftet nicht Unheil auf der Erde!" sagen sie: "Wir sind ja nur Heilstifter".
12Dabei sind doch eben sie die Unheilstifter, nur merken sie nicht.
13Und wenn man zu ihnen sagt: "Glaubt, wie die Menschen glauben!", so sagen sie: "Sollen wir glauben, wie die Toren glauben?" Dabei sind doch eben sie die Toren. Aber sie wissen nicht.
14Und wenn sie diejenigen treffen, die glauben, sagen sie: "Wir glauben." Wenn sie jedoch mit ihren Teufeln allein sind, so sagen sie: "Wir stehen zu euch. Wir machen uns ja nur lustig".
15Allah ist es, Der Sich über sie lustig macht. Und Er läßt sie in ihrer Auflehnung umherirren.
16Das sind diejenigen, die das Irregehen um die Rechtleitung erkauft haben, doch hat ihr Handel keinen Gewinn gebracht, und sie sind nicht rechtgeleitet.
17Ihr Gleichnis ist das jemandes, der ein Feuer anzündet. Nachdem es seine Umgebung erhellt hat, nimmt Allah ihr Licht weg und läßt sie in Finsternis zurück; sie sehen nicht.
18Taub, stumm und blind: So werden sie nicht umkehren.
19Oder es ist wie ein Gewitterregen, der vom Himmel niedergeht, voller Finsternis, Donner und Blitz. Sie stecken sich die Finger in die Ohren vor den Donnerschlägen, um dem Tod zu entfliehen, doch Allah umfaßt die Ungläubigen.
20Der Blitz reißt ihnen beinahe das Augenlicht fort. Jedesmal, wenn er ihnen Helligkeit verbreitet, gehen sie darin. Und wenn es finster um sie wird, bleiben sie stehen. Wenn Allah wollte, nähme Er ihnen wahrlich Gehör und Augenlicht. Allah hat zu allem die Macht.
21O ihr Menschen! Dient eurem Herrn, Der euch und diejenigen vor euch erschaffen hat, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget!
22Der euch die Erde zu einem Ruhebett und den Himmel zu einem Gebäude gemacht hat und vom Himmel Wasser herabkommen läßt, durch das Er dann für euch Früchte als Versorgung hervorbringt. So stellt Allah nicht andere als Seinesgleichen zur Seite, wo ihr (es) doch (besser) wißt.
23Und wenn ihr im Zweifel über das seid, was Wir Unserem Diener offenbart haben, dann bringt doch eine Sura gleicher Art bei und ruft eure Zeugen außer Allah an, wenn ihr wahrhaftig seid!
24Doch wenn ihr es nicht tut - und ihr werdet es nicht tun - dann hütet euch vor dem (Höllen)feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind. Es ist für die Ungläubigen bereitet.
25Und verkünde denen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, (die frohe Botschaft,) daß ihnen Gärten zuteil werden, durcheilt von Bächen. Jedesmal, wenn sie mit einer Frucht daraus versorgt werden, sagen sie: "Das ist ja das, womit wir zuvor versorgt wurden"; doch es ist ihnen eine ihr ähnliche gegeben worden. Und darin haben sie vollkommen gereinigte Gattinnen. Und ewig werden sie darin bleiben.
26Allah schämt Sich nicht, ein Gleichnis auch nur mit einer Mücke oder mit etwas darüber (hinaus) zu prägen. Was nun diejenigen angeht, die glauben, so wissen sie, daß es die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Was aber diejenigen angeht, die ungläubig sind, so sagen sie: "Was will denn Allah damit als Gleichnis?" Er läßt damit viele in die Irre gehen und leitet viele damit recht, doch läßt Er damit nur die Frevler in die Irre gehen,
27die Allahs Bund nach seiner Abmachung brechen und trennen, was Allah befohlen hat, daß es verbunden werden soll, und auf der Erde Unheil stiften - das sind die Verlierer.
28Wie könnt ihr Allah verleugnen, wo ihr doch tot wart und Er euch dann lebendig gemacht hat, euch hierauf sterben läßt und darauf wieder lebendig machen wird, worauf ihr zu Ihm zurückgebracht werdet?
29Er ist es, Der für euch alles, was auf der Erde ist, erschuf und Sich hierauf dem Himmel zuwandte und ihn dann zu sieben Himmeln formte. Er weiß über alles Bescheid.
30Und als dein Herr zu den Engeln sagte: "Ich bin dabei, auf der Erde einen Statthalter einzusetzen", da sagten sie: "Willst Du auf ihr etwa jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil stiftet und Blut vergießt, wo wir Dich doch lobpreisen und Deiner Heiligkeit lobsingen?" Er sagte: "Ich weiß, was ihr nicht wißt."
31Und Er lehrte Adam die Namen alle. Hierauf legte Er sie den Engeln vor und sagte: "Teilt Mir deren Namen mit, wenn ihr wahrhaftig seid!"
32Sie sagten: "Preis sei Dir! Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast. Du bist ja der Allwissende und Allweise."
33Er sagte: "O Adam, teile ihnen ihre Namen mit!" Als er ihnen ihre Namen mitgeteilt hatte, sagte Er: "Habe Ich euch nicht gesagt, Ich kenne das Verborgene der Himmel und der Erde, und Ich weiß auch, was ihr offenlegt und was ihr verborgen zu halten sucht?"
34Und als Wir zu den Engeln sagten: "Werft euch vor Adam nieder!" Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er weigerte sich und verhielt sich hochmütig und gehörte zu den Ungläubigen.
35Und Wir sagten: "O Adam, bewohne du und deine Gattin den (Paradies)garten, und eßt von ihm reichlich, wo immer ihr wollt! Aber naht euch nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu den Ungerechten!"
36Doch Satan entfernte sie davon, und da vertrieb er sie aus dem, worin sie (an Glückseligkeit) gewesen waren. Wir sagten: "Geht fort! Einige von euch seien der anderen Feind. Und auf der Erde sollt ihr Aufenthalt und Nießbrauch auf Zeit haben."
37Da empfing Adam von seinem Herrn Worte, und darauf nahm Er seine Reue an. Er ist ja der Reue-Annehmende und Barmherzige.
38Wir sagten: Geht alle fort von ihm (, dem Paradiesgarten). Wenn nun von Mir Rechtleitung zu euch kommt, dann soll über diejenigen, die Meiner Rechtleitung folgen, keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein.
39Diejenigen aber, die ungläubig sind und Unsere Zeichen für Lüge erklären, das sind Insassen des (Höllen)feuers. Ewig werden sie darin bleiben.
40O Kinder lsra´ils, gedenkt Meiner Gunst, die Ich euch erwiesen habe! Und haltet euren Bund Mir gegenüber, so will Ich Meinen Bund euch gegenüber halten! Und vor Mir (allein) sollt ihr Ehrfurcht haben.
41Und glaubt an das, was Ich (als Offenbarung) hinabgesandt habe, das zu bestätigen, was euch bereits vorliegt. Und seid nicht die ersten, die es verleugnen. Und verkauft Meine Zeichen nicht für einen geringen Preis. Und Mich allein sollt ihr fürchten.
42Und verdeckt nicht das Wahre durch das Falsche, und verschweigt nicht die Wahrheit, wo ihr doch wißt!
43Und verrichtet das Gebet, entrichtet die Abgabe und verbeugt euch (im Gebet) mit den sich Verbeugenden!
44Befehlt ihr denn den Menschen Güte, während ihr euch selbst vergeßt, wo ihr doch die Schrift lest? Begreift ihr denn nicht?
45Und sucht Hilfe in der Standhaftigkeit und im Gebet! Es ist freilich schwer, nur nicht für die Demütigen,
46die daran glauben, daß sie ihrem Herrn begegnen werden, und daß sie zu Ihm zurückkehren.
47O Kinder Israils, gedenkt Meiner Gunst, die Ich euch erwiesen habe, und daß Ich euch vor den (anderen) Weltenbewohnern bevorzugt habe.
48Und hütet euch vor einem Tag, an dem keine Seele etwas anstelle einer anderen übernehmen kann und von keiner Fürsprache noch Ersatz(leistung) angenommen wird und ihnen keine Hilfe zuteil wird!
49Und (gedenkt,) als Wir euch von den Leuten Fir´auns erretteten, die euch eine böse Qual auferlegten, indem sie eure Söhne allesamt abschlachteten und (nur) eure Frauen am Leben ließen. Darin war für euch eine gewaltige Prüfung von eurem Herrn.
50Und als Wir für euch das Meer teilten und euch so retteten und die Leute Fir´auns ertrinken ließen, während ihr zuschautet!
51Und als Wir Uns mit Musa auf vierzig Nächte verabredeten, da nahmt ihr dann nach ihm das Kalb an, womit ihr Unrecht tatet.
52Hierauf, nach alledem, verziehen Wir euch, auf daß ihr dankbar wäret.
53Und als Wir Musa die Schrift und die Unterscheidung gaben, auf daß ihr rechtgeleitet werdet.
54Und als Musa zu seinem Volk sagte: "O mein Volk, ihr habt euch selbst Unrecht zugefügt, indem ihr das Kalb (zum Gegenstand der Anbetung) genommen habt. Bereut nun vor eurem Erschaffer und tötet dann (die Schuldigen unter) euch selbst! Dies ist besser für euch vor eurem Erschaffer!" Und da nahm Er eure Reue an; Er ist ja der Reue-Annehmende und Barmherzige.
55Und als ihr sagtet: "O Musa, wir werden dir nicht eher glauben, bis wir Allah unverhüllt sehen!" Da überkam euch der Donnerschlag, während ihr zuschautet.
56Hierauf erweckten Wir euch nach eurem Tod, auf daß ihr dankbar wäret.
57Und Wir ließen die Wolken euch überschatten und sandten das Manna und die Wachteln auf euch hinab: "Eßt von den guten Dingen, mit denen Wir euch versorgt haben." Und sie fügten nicht Uns Unrecht zu, sondern sich selbst.
58Und als Wir sagten: "Tretet ein in diese Stadt und dann eßt, wo immer ihr wollt, reichlich von (dem, was in) ihr (ist). Und tretet, euch niederwerfend, durch das Tor ein und sagt: ,Vergebung, so vergeben Wir euch eure Verfehlungen. Und Wir werden den Gutes Tuenden noch mehr erweisen."
59Doch da tauschten diejenigen, die Unrecht taten, das Wort gegen ein anderes aus, das ihnen nicht gesagt worden war. Und da sandten Wir auf diejenigen, die Unrecht taten, eine unheilvolle Strafe vom Himmel hinab dafür, daß sie gefrevelt hatten.
60Und als Musa für sein Volk um Wasser bat, da sagten Wir: "Schlag mit deinem Stock auf den Felsen!" Da entsprangen ihm zwölf Quellen. Nun wußte jedermann, wo sein Platz zum Trinken war: "Eßt und trinkt von Allahs Versorgung und richtet auf der Erde nicht unheilstiftend Verderben an!"
61Und als ihr sagtet: "O Musa, wir halten eine Speise allein nicht aus. Bitte doch für uns deinen Herrn, Er soll für uns etwas hervorbringen von dem, was die Erde wachsen läßt an Grünzeug, Gurken, Getreide, Linsen und Zwiebeln!" Er sagte: "Wollt ihr das, was besser ist, eintauschen gegen das, was geringer (an Wert) ist? Geht fort in (irgendeine) Stadt! Dann werdet ihr bekommen, was ihr verlangt habt." Und es wurde ihnen Erniedrigung und Elend auferlegt, und sie zogen sich den Zorn von Allah zu. Dies, weil sie stets Allahs Zeichen verleugneten und die Propheten ohne Recht töteten; dies, weil sie sich widersetzten und stets übertraten.
62Gewiß, diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Christen und die Säbier - wer immer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt, - die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll sie überkommen, noch werden sie traurig sein.
63Und als Wir mit euch ein Abkommen trafen und den Berg über euch emporhoben (und zu euch sagten): "Haltet fest an dem, was Wir euch gegeben haben, und gedenkt dessen, was es enthält, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget!"
64Dann kehrtet ihr euch nach alledem ab. Aber wenn nicht Allahs Huld gegen euch und Sein Erbarmen gewesen wären, gehörtet ihr wahrlich zu den Verlierern.
65Und ihr kennt doch diejenigen von euch, die den Sabbat übertraten. Da sagten Wir zu ihnen: "Werdet verstoßene Affen!"
66Und so machten Wir dies für alle mit und nach euch zu einem warnenden Beispiel und zu einer Ermahnung für die Gottesfürchtigen.
67Und als Musa zu seinem Volk sagte: "Allah befiehlt euch, daß ihr eine Kuh schlachten sollt!" Sie sagten: "Machst du dich über uns lustig?" Er sagte: "Ich nehme Zuflucht bei Allah (davor), daß ich zu den Toren gehöre!"
68Sie sagten: "Bitte für uns deinen Herrn, uns Klarheit zu geben, wie sie sein soll!" Er sagte: "Er (Allah) sagt, es soll eine Kuh sein, die weder zu alt noch zu jung zum Kalben ist, sondern dazwischen, in mittlerem Alter. So tut nun, was euch befohlen wird!"
69Sie sagten. "Bitte für uns deinen Herrn, uns Klarheit zu geben, welche Farbe sie haben soll!" Er sagte: "Er (Allah) sagt, es soll eine gelbe Kuh sein, von lebhafter Farbe, die die Betrachter erfreut."
70Sie sagten: "Bitte für uns deinen Herrn, uns Klarheit zu geben, wie sie sein soll! Die Kühe erscheinen uns (alle) ähnlich. Doch wenn Allah will, so werden wir wahrlich rechtgeleitet sein."
71Er sagte: "Er (Allah) sagt, es soll eine Kuh sein, nicht fügsam gemacht durch Pflügen der Erde noch durch Bewässern von Saatfeld, fehlerfrei und makellos!" Sie sagten: "Jetzt bist du mit der Wahrheit gekommen." So schlachteten sie sie, doch beinahe hätten sie es nicht getan.
72Und (gedenkt,) als ihr jemanden getötet hattet und euch darüber strittet; und Allah wollte herausbringen, was ihr verborgen hieltet.
73Da sagten Wir: "Schlagt ihn mit einem Stück von ihr!" So macht Allah die Toten wieder lebendig und zeigt euch Seine Zeichen, auf daß ihr begreifen möget.
74Hierauf, nach alledem, verhärteten sich dann eure Herzen, so daß sie wie Steine waren oder noch härter. Und unter den Steinen gibt es wahrlich manche, denen Flüsse entspringen, und andere, die bersten, worauf Wasser aus ihnen herausfließt, und wieder andere, die herabstürzen aus Furcht vor Allah. Und Allah ist nicht unachtsam dessen, was ihr tut.
75Begehrt ihr (Muslime) denn, daß sie (die Juden) euch glauben, wo doch eine Gruppe von ihnen das Wort Allahs gehört und es dann, nachdem er es begriffen hatte, wissentlich verfälscht hat?
76Und wenn sie diejenigen treffen, die glauben, sagen sie: "Wir glauben." Wenn sie aber untereinander allein sind, sagen sie: "Wollt ihr ihnen erzählen, was Allah euch (Juden) enthüllt hat, damit sie es vor eurem Herrn als Beweis vorlegen? Begreift ihr denn nicht?"
77Wissen sie denn nicht, daß Allah weiß, was sie geheimhalten und was sie offen legen?
78Unter ihnen gibt es auch Schriftunkundige, die die Schrift nicht kennen, sondern nur Wunschvorstellungen hegen, und die doch nur Mutmaßungen anstellen.
79Doch wehe denjenigen, die die Schrift mit ihren (eigenen) Händen schreiben und hierauf sagen: "Das ist von Allah", um sie für einen geringen Preis zu verkaufen! Wehe ihnen wegen dessen, was ihre Hände geschrieben haben, und wehe ihnen wegen dessen, was sie verdienen.
80Und sie sagen: "Das (Höllen)feuer wird uns nur für gezählte Tage berühren." Sag: Habt ihr mit Allah einen Bund geschlossen? Dann wird Allah Seinen Bund nicht brechen. Oder wollt ihr von Allah etwas sagen, was ihr nicht wißt?
81Aber nein! Wer eine böse Tat begangen hat, und wen seine Verfehlung umfangen hält, das sind Insassen des (Höllen)feuers. Ewig werden sie darin bleiben.
82Diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun, das sind Insassen des (Paradies)gartens. Ewig werden sie darin bleiben.
83Und als Wir mit den Kindern Isra´ils ein Abkommen trafen: Dient keinem außer Allah! Und zu den Eltern sollt ihr gütig sein und zu den Verwandten, den Waisen und den Armen! Und sagt Gutes zu den Menschen, verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe. Danach kehrtet ihr euch - bis auf wenige von euch - ab; ihr seid ja Widerstrebende.
84Und als Wir mit euch ein Abkommen trafen: Vergießt nicht (gegenseitig) euer Blut und vertreibt euch nicht selbst aus euren Wohnstätten! Hierauf habt ihr euch dazu bekannt und ihr seid dafür Zeugen.
85Dennoch seid (gerade) ihr es, die ihr euch selbst (gegenseitig) tötet und eine Gruppe von euch aus seinen Wohnstätten vertreibt, indem ihr einander in Sünde und feindseligem Vorgehen gegen sie beisteht. Und wenn sie als Gefangene zu euch kommen, so kauft ihr sie los, wo euch doch ihre Vertreibung verboten worden ist. Glaubt ihr denn an einen Teil der Schrift und verleugnet einen anderen? Wer von euch aber solches tut, dessen Lohn ist nur Schande im diesseitigen Leben. Und am Tag der Auferstehung werden sie der schwersten Strafe zugeführt werden. Und Allah ist nicht unachtsam dessen, was ihr tut.
86Das sind diejenigen, die das diesseitige Leben für das Jenseits erkauft haben. Deshalb wird ihre Strafe nicht erleichtert werden, und ihnen wird keine Hilfe zuteil.
87Und Wir gaben bereits Musa die Schrift und ließen nach ihm die Gesandten folgen. Und Wir gaben ´Isa, dem Sohn Maryams, die klaren Beweise und stärkten ihn mit dem Heiligen Geist. War es nicht (so), daß jedesmal, wenn euch (Juden) ein Gesandter etwas überbrachte, was euren Neigungen nicht entsprach, ihr euch hochmütig verhieltet, indem ihr eine Gruppe (der Gesandten) der Lüge bezichtigtet und eine (andere) Gruppe tötetet?
88Und sie sagen: "Unsere Herzen sind verhüllt." Nein! Vielmehr hat Allah sie für ihren Unglauben verflucht. Wie wenig sie glauben!
89Und als von Allah ein Buch zu ihnen kam, das bestätigend, was ihnen bereits vorlag - und zuvor hatten sie um einen entscheidenden Sieg über diejenigen, die ungläubig waren, angerufen -, als nun das zu ihnen kam, was sie kannten, verleugneten sie es. Darum Allahs Fluch über die Ungläubigen!
90Wie schlimm ist das, wofür sie ihre Seelen verkauft haben: daß sie das verleugnen, was Allah herabgesandt hat, aus Mißgunst (darüber), daß Allah etwas von Seiner Huld offenbart, wem von Seinen Dienern Er will! So haben sie sich Zorn über Zorn zugezogen. Und für die Ungläubigen gibt es schmachvolle Strafe.
91Und wenn man zu ihnen sagt: "Glaubt an das, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat", sagen sie: "Wir glauben an das, was zu uns (schon zuvor) herabgesandt worden ist", verleugnen aber das, was später (offenbart worden) ist, wo es doch die Wahrheit ist, das zu bestätigen, was ihnen (bereits) vorliegt. Sag: Warum habt ihr denn zuvor Allahs Propheten getötet, wenn ihr gläubig seid?
92Und Musa war doch zu euch gekommen mit den klaren Beweisen. Aber dann nahmt ihr das Kalb an nach ihm, womit ihr Unrecht tatet.
93Und als Wir mit euch ein Abkommen trafen und den Berg über euch emporhoben (und zu euch sagten): "Haltet fest an dem, was Wir euch gegeben haben und hört." Sie sagten: "Wir hören, doch wir widersetzen uns." Und es geschah ihnen durch ihren Unglauben, daß (die Liebe für) das Kalb in ihre Herzen eindrang. Sag: Wie schlimm ist das, was euch euer Glaube gebietet, wenn ihr gläubig seid!
94Sag: Wenn die jenseitige Wohnstätte bei Allah euch (Juden) vorbehalten ist unter Ausschluß der (anderen) Menschen, dann wünscht (euch) den Tod, wenn ihr wahrhaftig seid!
95Aber sie werden ihn sich niemals wünschen wegen dessen, was ihre Hände (an Taten) vorausgeschickt haben. Und Allah weiß über die Ungerechten Bescheid.
96Und ganz gewiß wirst du sie als die gierigsten Menschen nach Leben finden, sogar mehr (noch) als diejenigen, die (Allah etwas) beigesellen. (Manch) einer von ihnen möchte gern tausend Jahre am Leben bleiben, aber selbst daß er am Leben bliebe, würde ihn nicht das der Strafe entrücken. Allah sieht wohl, was sie tun.
97Sag: Wer (auch immer) Gibril feind ist, so hat er ihn doch (den Qur´an) mit Allahs Erlaubnis in dein Herz offenbart, das zu bestätigen, was vor ihm (offenbart) war, und als Rechtleitung und frohe Botschaft für die Gläubigen.
98Wer Allah und Seinen Engeln und Seinen Gesandten und Gibril und Mikal feind ist, so ist Allah den Ungläubigen feind.
99Und Wir haben zu dir ja (im Qur´an) klare Zeichen hinabgesandt. Doch nur die Frevler verleugnen sie.
100Ist es nicht (so), daß jedesmal, wenn sie eine Verpflichtung eingingen, sie eine Gruppe von ihnen verworfen hat? - Nein! Vielmehr glauben die meisten von ihnen (doch) nicht.
101Und als (nun) zu ihnen ein Gesandter von Allah gekommen ist, das bestätigend, was ihnen (an Offenbarungen) bereits vorlag, da hat eine Gruppe von denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde, das Buch Allahs hinter ihren Rücken geworfen, als ob sie nicht Bescheid wüßten.
102Und sie folgten dem, was die Teufel unter der Herrschaft Sulaimans (den Menschen) verlasen. Nicht Sulaiman war ungläubig, sondern die Teufel waren es, indem sie die Menschen in der Zauberei unterwiesen und in dem, was auf die (beiden) engelhaften Männer) in Babel, Harut und Marut, herabgesandt worden war. Und sie (beide) unterwiesen niemanden (in der Zauberei), ohne zu sagen: "Wir sind nur eine Versuchung; so werde (darum) nicht ungläubig." Und so lernten sie von ihnen (beiden) das (Zaubermittel), womit man Zwietracht zwischen den Ehegatten stiftet. Doch können sie damit niemandem schaden, außer mit Allahs Erlaubnis. Und sie erlernten, was ihnen schadet und nicht nützt. Und sie wußten doch, daß, wer es erkaufte, am Jenseits wahrlich keinen Anteil hätte. Fürwahr, wie schlimm ist das, wofür sie ihre Seelen verkauft haben, wenn sie (es) nur wußten!
103Und wenn sie geglaubt hätten und gottesfürchtig gewesen wären, dann wäre eine Belohnung von Allah dafür wahrlich besser (als das, was sie erkauft haben), wenn sie (es) nur wüßten.
104O die ihr glaubt, sagt nicht (zum Propheten): "ra´ina" sondern sagt: "unzurna" Und hört (auf den Propheten)! Und für die Ungläubigen wird es schmerzhafte Strafe geben.
105Weder diejenigen unter den Leuten der Schrift, die ungläubig sind, noch die Götzendiener möchten, daß euch etwas Gutes von eurem Herrn offenbart wird. Aber Allah zeichnet mit Seinem Erbarmen aus, wen Er will, denn Allah besitzt große Huld.
106Was Wir an Versen aufheben oder in Vergessenheit geraten lassen - Wir bringen bessere oder gleichwertige dafür. Weißt du denn nicht, daß Allah zu allem die Macht hat?
107Weißt du denn nicht, daß Allah es ist, Der die Herrschaft über die Himmel und die Erde hat, und daß ihr außer Allah weder Schutzherrn noch Helfer habt?
108Oder wollt ihr vielmehr euren Gesandten bitten, so wie zuvor schon Musa gebeten worden war. Wer den Glauben mit dem Unglauben vertauscht, der ist fürwahr vom rechten Weg abgeirrt.
109Viele von den Leuten der Schrift möchten euch, nachdem ihr den Glauben (angenommen) habt, wieder zu Ungläubigen machen, aus Mißgunst von sich selbst aus, nachdem ihnen die Wahrheit klargeworden ist. Doch verzeiht und seid nachsichtig, bis Allah mit Seiner Anordnung kommt! Allah hat zu allem die Macht.
110Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe. Und was ihr für euch selbst an Gutem vorausschickt, werdet ihr bei Allah finden. Was ihr tut, sieht Allah wohl.
111Und sie sagen: "Niemand wird in den (Paradies)garten eingehen außer, wer Jude oder Christ ist." Das sind ihre Wünsche. Sag: "Bringt euren Beweis vor, wenn ihr wahrhaftig seid!"
112Aber nein! Wer sich Allah völlig hingibt und dabei Gutes tut, dessen Lohn steht für ihn bei seinem Herrn. Und sie soll keine Furcht überkommen, noch sollen sie traurig sein.
113Die Juden sagen: "Auf nichts fußen die Christen"; und die Christen sagen: "Auf nichts fußen die Juden", obwohl sie doch (beide) die Schrift lesen. Dergleichen Worte führten schon diejenigen, die nicht Bescheid wissen. Aber Allah wird zwischen ihnen am Tag der Auferstehung über das richten, worüber sie uneinig sind.
114Und wer ist ungerechter, als wer verhindert, daß an Allahs Gebetsstätten Sein Name genannt wird, und sich bemüht, sie zu zerstören? Jene sollen sie nur in Furcht betreten. Für sie gibt es im Diesseits Schande und im Jenseits gewaltige Strafe.
115Allah gehört der Osten und der Westen; wohin ihr euch auch immer wendet, dort ist Allahs Angesicht. Allah ist Allumfassend und Allwissend.
116Und sie sagen: "Allah hat Sich Kinder genommen." Preis sei Ihm! Nein! Vielmehr gehört Ihm (alles), was in den Himmeln und auf der Erde ist. Alle sind Ihm demütig ergeben.
117(Er ist) der Schöpfer der Himmel und der Erde in ihrer schönsten Form. Und wenn Er eine Angelegenheit bestimmt, so sagt Er zu ihr nur: "Sei!" und so ist sie.
118Und diejenigen, die nicht Bescheid wissen, sagen: "O würde Allah doch zu uns sprechen oder käme zu uns ein Zeichen!" Dergleichen Worte führten schon diejenigen, die vor ihnen waren. Ihre Herzen sind einander ähnlich. Wir haben die Zeichen klargemacht für Leute, die überzeugt sind.
119Gewiß, Wir haben dich mit der Wahrheit gesandt als Frohboten und als Warner. Und du wirst nicht nach den (Taten der) Insassen des Höllenbrandes gefragt werden.
120Weder die Juden noch die Christen werden mit dir zufrieden sein, bis du ihrem Glaubensbekenntnis folgst. Sag: Gewiß, Allahs Rechtleitung ist die (wahre) Rechtleitung. Wenn du jedoch ihren Neigungen folgst nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, so wirst du vor Allah weder Schutzherrn noch Helfer haben.
121Diejenigen, denen Wir die Schrift gegeben haben, lesen sie, wie es ihr zusteht; sie glauben daran. Wer sie jedoch verleugnet, das sind die Verlierer.
122O Kinder Isra´ils, gedenkt Meiner Gunst, die Ich euch erwiesen, und daß Ich euch vor den (anderen) Weltenbewohnern bevorzugt habe.
123Und hütet euch vor einem Tag, an dem keine Seele etwas anstelle einer anderen leisten kann und von ihr keine Ersatz(leistung) angenommen wird, noch Fürsprache ihr nützt; und (an dem) ihnen keine Hilfe zuteil wird.
124Und (gedenkt,) als Ibrahim von seinem Herrn mit Worten geprüft wurde, da befolgte er sie. Er (Allah) sagte: "Ich will dich zu einem Vorbild für die Menschen machen." Er (Ibrahim) sagte: "Und von meiner Nachkommenschaft?" Er sagte: "Mein Bund erstreckt sich nicht auf die Ungerechten."
125Und als Wir das Haus zu einem Ort der Einkehr für die Menschen und zu einer Stätte der Sicherheit machten und (sagten): "Nehmt Ibrahims Standort als Gebetsplatz!" Und Wir verpflichteten Ibrahim und Isma´il: "Reinigt Mein Haus für diejenigen, die den Umlauf vollziehen und die sich (dort) zur Andacht zurückziehen und die sich (vor Allah) verbeugen und niederwerfen."
126Und (gedenkt,) als Ibrahim sagte: "Mein Herr, mache dies zu einer sicheren Ortschaft und versorge ihre Bewohner mit Früchten, wer von ihnen an Allah und den Jüngsten Tag glaubt!" Er (Allah) sagte: "Wer aber ungläubig ist, den lasse Ich ein wenig genießen, hierauf zwinge Ich ihn in die Strafe des (Höllen)feuers - ein schlimmer Ausgang!"
127Und (gedenkt,) als Ibrahim die Grundmauern des Hauses errichtete, zusammen mit Isma´il, (da beteten sie): "Unser Herr, nimm (es) von uns an. Du bist ja der Allhörende und Allwissende.
128Unser Herr, mache uns Dir ergeben und von unserer Nachkommenschaft eine Dir ergebene Gemeinschaft. Und zeige uns unsere Riten, und nimm unsere Reue an. Du bist ja der Reue-Annehmende und Barmherzige.
129Unser Herr, schicke zu ihnen einen Gesandten von ihnen, der ihnen Deine Worte verliest und sie das Buch und die Weisheit lehrt und sie läutert. Du bist ja der Allmächtige und Allweise."
130Wer wird das Glaubensbekenntnis Ibrahims wohl verschmähen außer dem, der selbst betört ist? Wir haben ihn (Ibrahim) ja bereits im Diesseits auserwählt, und im Jenseits gehört er wahrlich zu den Rechtschaffenen.
131(Damals,) als sein Herr zu ihm sagte: "Werde Muslim!" Ich habe mich dem Herrn der Weltenbewohner ergeben."
132Und Ibrahim befahl es seinen Söhnen an - (er) und Ya´qub: "O meine Kinder, Allah hat euch die Religion auserwählt; so sterbt denn nicht, außer (Ihm) ergeben zu sein!"
133Oder wart ihr etwa Zeugen, als Ya´qub der Tod nahte? Als er zu seinen Söhnen sagte: "Wem werdet ihr nach mir dienen?" Sie sagten: "Wir werden deinem Gott und dem Gott deiner Vorväter Ibrahim, lsma´il und Ishaq dienen, als dem Einen Gott, und Ihm sind wir ergeben.
134Das ist eine Gemeinschaft, die schon vergangen ist; ihr kommt zu, was sie verdient hat, und euch, was ihr verdient habt. Und ihr werdet nicht danach befragt werden, was jene zu tun pflegten.
135Sie sagen: "Werdet Juden oder Christen, so seid ihr rechtgeleitet." Sag: Nein! Vielmehr das Glaubensbekenntnis Ibrahims, Anhängers des rechten Glaubens, und er gehörte nicht zu den Götzendienern.
136Sagt: Wir glauben an Allah und an das, was zu uns (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, und an das, was zu Ibrahim, Isma´il, lshaq, Ya`qub und den Stämmen herabgesandt wurde, und (an das,) was Musa und ´Isa gegeben wurde, und (an das,) was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied bei jemandem von ihnen, und wir sind Ihm ergeben.
137Wenn sie an das gleiche glauben, woran ihr glaubt, dann sind sie somit rechtgeleitet. Wenn sie sich jedoch abkehren, dann befinden sie sich in Widerstreit. Aber gegen sie wird Allah dir genügen. Er ist der Allhörende und Allwissende.
138Allahs Farbgebung - und wessen Farbgebung ist besser als diejenige Allahs! Und Ihm dienen wir.
139Sag: Wollt ihr mit uns über Allah streiten, wo Er doch unser und euer Herr ist? Für uns sind unsere Werke und für euch eure Werke. Und wir sind Ihm aufrichtig zugetan.
140Oder wollt ihr etwa sagen, Ibrahim, Isma´il, lshaq, Ya´qub und die Stämme seien Juden oder Christen gewesen? - Sag: Wißt ihr es besser oder Allah? - Wer ist ungerechter, als wer ein Zeugnis von Allah bei sich verheimlicht? Und Allah ist nicht unachtsam dessen, was ihr tut.
141Das ist eine Gemeinschaft, die schon vergangen ist; ihr kommt zu, was sie verdient hat und euch, was ihr verdient habt. Und ihr werdet nicht danach befragt werden, was jene zu tun pflegten.
142Die Toren unter den Menschen werden sagen: "Was hat sie von der Gebetsrichtung, die sie (bisher) einhielten, abgebracht?" Sag: Allah gehört der Osten und der Westen. Er leitet, wen Er will, auf einen geraden Weg.
143Und so haben Wir euch zu einer Gemeinschaft der Mitte gemacht, damit ihr Zeugen über die (anderen) Menschen seiet und damit der Gesandte über euch Zeuge sei. Wir hatten die Gebetsrichtung, die du einhieltest, nur bestimmt, um zu wissen, wer dem Gesandten folgt und wer sich auf den Fersen umkehrt. Und es ist wahrlich schwer außer für diejenigen, die Allah rechtgeleitet hat. Aber Allah läßt nicht zu, daß euer Glaube verloren geht. Allah ist zu den Menschen wahrlich Gnädig, Barmherzig.
144Wir sehen ja dein Gesicht sich (suchend) zum Himmel wenden. Nun wollen Wir dir ganz gewiß eine Gebetsrichtung zuweisen, mit der du zufrieden bist. So wende dein Gesicht in Richtung der geschützten Gebetsstätte! Und wo immer ihr seid, wendet eure Gesichter in ihrer Richtung! Diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde, wissen sehr wohl, daß dies die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Und Allah ist nicht unachtsam dessen, was sie tun.
145Selbst wenn du zu denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde, mit jeglichen Zeichen kämest, würden sie doch nicht deiner Gebetsrichtung folgen; noch folgst du ihrer Gebetsrichtung. Und auch untereinander folgen sie nicht der Gebetsrichtung der anderen. Würdest du aber ihren Neigungen folgen, nach all dem, was dir an Wissen zugekommen ist, dann gehörtest du wahrlich zu den Ungerechten.
146Diejenigen, denen Wir die Schrift gegeben haben, kennen es, wie sie ihre Söhne kennen. Aber ein Teil von ihnen verheimlicht wahrlich die Wahrheit, obwohl sie (sie) wissen.
147(Es ist) die Wahrheit von deinem Herrn, gehöre daher nicht zu den Zweiflern!
148Jeder hat eine Zielrichtung, zu der er sich hinwendet. So wetteifert nach den guten Dingen! Wo immer ihr auch sein werdet, Allah wird euch alle herbeibringen. Allah hat zu allem die Macht.
149Und woher du immer heraustrittst, da wende dein Gesicht in Richtung der geschützten Gebetsstätte. Es ist wirklich die Wahrheit von deinem Herrn. Und Allah ist nicht unachtsam dessen, was ihr tut.
150Und woher du immer heraustrittst, da wende dein Gesicht in Richtung der geschützten Gebetsstätte. Und wo immer ihr seid, da wendet eure Gesichter in ihrer Richtung, damit die Menschen kein Beweismittel gegen euch haben, außer denjenigen von ihnen, die Unrecht tun. - So fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich! - Und damit Ich Meine Gunst an euch vollende, auf daß ihr rechtgeleitet werden möget.
151So, wie Wir zu euch einen Gesandten von euch geschickt haben, der euch Unsere Worte verliest und euch läutert und euch die Schrift und die Wahrheit lehrt und euch lehrt, was ihr nicht wußtet.
152Gedenkt Meiner, so gedenke Ich eurer. Seid Mir dankbar und seid nicht undankbar gegen Mich.
153O die ihr glaubt, sucht Hilfe in der Standhaftigkeit und im Gebet! Allah ist mit den Standhaften.
154Und sagt nicht von denen, die auf Allahs Weg getötet werden, sie seien tot! Nein! Vielmehr sind sie lebendig; aber ihr nehmt es nicht wahr.
155Und Wir werden euch ganz gewiß mit ein wenig Furcht und Hunger und Mangel an Besitz, Seelen und Früchten prüfen. Doch verkünde frohe Botschaft den Standhaften,
156die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: "Wir gehören Allah, und zu Ihm kehren wir zurück."
157Sie sind es, denen Segnungen von ihrem Herrn und Erbarmen zuteil werden, und sie sind die Rechtgeleiteten.
158Gewiß, as-Safa und al-Marwa gehören zu den (Orten der) Kulthandlungen Allahs. Wenn einer die Pilgerfahrt zum Hause oder die Besuchsfahrt vollzieht, so ist es keine Sünde für ihn, wenn er zwischen ihnen (beiden) den Umgang macht. Und wer (von sich aus) freiwillig Gutes tut, so ist Allah Dankbar und Allwissend.
159Diejenigen, die verheimlichen, was Wir an klaren Beweisen und Rechtleitung hinabgesandt haben, nachdem Wir es den Menschen in der Schrift klar gemacht haben, sie werden von Allah verflucht und auch von den Fluchenden,
160außer denjenigen, die bereuen und verbessern und klar machen. Ihre Reue nehme Ich an, Ich bin ja der Reue-Annehmende und Barmherzige.
161Diejenigen aber, die ungläubig sind und als Ungläubige sterben, auf ihnen liegt der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt,
162ewig darin zu bleiben. Die Strafe soll ihnen nicht erleichtert noch soll ihnen Aufschub gewährt werden.
163Euer Gott ist ein Einziger Gott. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen.
164In der Schöpfung der Himmel und der Erde; im Unterschied von Nacht und Tag; in den Schiffen, die das Meer befahren mit dem, was den Menschen nützt; darin, daß Allah Wasser vom Himmel herabkommen läßt, und damit dann die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig macht und auf ihr allerlei Tiere sich ausbreiten läßt; und im Wechsel der Winde und der Wolken, die zwischen Himmel und Erde dienstbar gemacht sind, sind wahrlich Zeichen für Leute, die begreifen.
165Und doch gibt es unter den Menschen manche, die außer Allah andere als Seinesgleichen annehmen und ihnen dieselbe Liebe schenken wie Allah. Aber die Gläubigen sind stärker in ihrer Liebe zu Allah. Und wenn doch diejenigen, die Unrecht tun, wenn sie der Strafe angesichtig werden, erkennen würden, daß alle Stärke Allah gehört und daß Allah streng im Strafen ist.
166Wenn diejenigen, denen Gefolgschaft geleistet worden ist, sich von denen lossagen, die Gefolgschaft geleistet haben, und sie die Strafe sehen und die Verbindungsstricke zu ihnen abgeschnitten sind!
167Und diejenigen, die Gefolgschaft geleistet haben, sagen: "Hätten wir doch eine (Möglichkeit zur) Wiederholung, dann würden wir uns von ihnen lossagen, so wie sie sich von uns losgesagt haben." So wird Allah ihnen ihre Werke zeigen, als gramvolle Reue für sie. Und sie werden aus dem (Höllen)feuer nicht herauskommen.
168O ihr Menschen! Eßt von dem, was es auf der Erde gibt, als etwas Erlaubtem und Gutem, und folgt nicht den Fußstapfen des Satans! Er ist euch ein deutlicher Feind.
169Er befiehlt euch nur Böses und Schändliches, und daß ihr gegen Allah aussagen sollt, was ihr nicht wißt.
170Und wenn man zu ihnen sagt: "Folgt dem, was Allah herabgesandt hat", sagen sie: "Nein! Vielmehr folgen wir dem, worin wir unsere Väter vorgefunden haben." Was denn, auch wenn ihre Väter nichts begriffen und nicht rechtgeleitet waren?
171Das Gleichnis derjenigen, die ungläubig sind, ist wie jemand, der etwas nachschreit, was nichts hört außer Stimmen und Zurufen. Taub, stumm, blind; so begreifen sie nicht.
172O die ihr glaubt, eßt von den guten Dingen, mit denen Wir euch versorgt haben, und seid Allah dankbar, wenn ihr Ihm (allein) dient!
173Verboten hat Er euch nur (den Genuß von) Verendetem, Blut, Schweinefleisch und dem, worüber ein anderer (Name) als Allah(s) angerufen worden ist. Wer sich aber in einer Zwangslage befindet, ohne zu begehren oder das Maß zu überschreiten, für den ist es keine Sünde. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
174Diejenigen, die verheimlichen, was Allah von der Schrift herabgesandt hat, und es für einen geringen Preis verkaufen, sie verzehren in ihren Bäuchen nichts als Feuer. Und Allah wird zu ihnen am Tag der Auferstehung weder sprechen noch sie läutern. Für sie wird es schmerzhafte Strafe geben.
175Das sind diejenigen, die das Irregehen für die Rechtleitung erkauft haben und die Strafe für die Vergebung. Wie beharrlich sind sie gegenüber dem (Höllen)feuer!
176Dies, weil Allah die Schrift mit der Wahrheit offenbart hat. Und diejenigen, die über die Schrift uneinig sind, befinden sich wahrlich in tiefem Widerstreit.
177Nicht darin besteht die Güte, daß ihr eure Gesichter gegen Osten oder Westen wendet. Güte ist vielmehr, daß man an Allah, den Jüngsten Tag, die Engel, die Bücher und die Propheten glaubt und vom Besitz - obwohl man ihn liebt - der Verwandtschaft, den Waisen, den Armen, dem Sohn des Weges, den Bettlern und für (den Loskauf von) Sklaven hergibt, das Gebet verrichtet und die Abgabe entrichtet; und diejenigen, die ihre Verpflichtung einhalten, wenn sie eine eingegangen sind, und diejenigen, die standhaft bleiben in Not, Leid und in Kriegszeiten, das sind diejenigen, die wahrhaftig sind, und das sind die Gottesfürchtigen.
178O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch Wiedervergeltung für die Getöteten: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven und das Weib für das Weib. Doch wenn einem von seinem Bruder etwas erlassen wird, so soll die Verfolgung (der Ansprüche) in rechtlicher Weise und die Zahlungsleistung an ihn auf ordentliche Weise geschehen. Das ist eine Erleichterung von eurem Herrn und Erbarmung. Wer aber nach diesem eine Übertretung begeht, für den gibt es schmerzhafte Strafe.
179In der Wiedervergeltung liegt Leben für euch, o die ihr Verstand besitzt, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget!
180Vorgeschrieben ist euch, wenn sich einem von euch der Tod naht, sofern er Gut hinterläßt, ein Vermächtnis zugunsten der Eltern und nächsten Verwandten in rechtlicher Weise zu treffen, als eine Pflicht für die Gottesfürchtigen.
181Wer es aber abändert - nachdem er es gehört hat-, so liegt dessen Sünde nur bei demjenigen, der es abändert. Allah ist Allhörend und Allwissend.
182Wer aber von Seiten eines Erblassers Abweichung oder Sünde befürchtet und zwischen ihnen schlichtet, den trifft keine Sünde. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
183O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget.
184(Vorgeschrieben ist es euch) an bestimmten Tagen. Wer von euch jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, der soll eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Und denjenigen, die es zu leisten vermögen, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. Wer aber freiwillig Gutes tut, für den ist es besser. Und daß ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wißt!
185Der Monat Ramadan (ist es), in dem der Qur´an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch während dieses Monats anwesend ist, der soll ihn fasten, wer jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis, - damit ihr die Anzahl vollendet und Allah als den Größten preist, dafür, daß Er euch rechtgeleitet hat, auf daß ihr dankbar sein möget.
186Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich nahe; Ich erhöre den Ruf des Bittenden, wenn er Mich anruft. So sollen sie nun auf Mich hören und an Mich glauben, auf daß sie besonnen handeln mögen.
187Erlaubt ist euch, in der Nacht des Fastens mit euren Frauen Beischlaf auszuüben; sie sind euch ein Kleid, und ihr seid ihnen ein Kleid. Allah weiß, daß ihr euch selbst (immer wieder) betrogt, und da hat Er eure Reue angenommen und euch verziehen. Von jetzt an verkehrt mit ihnen und trachtet nach dem, was Allah für euch bestimmt hat, und eßt und trinkt, bis sich für euch der weiße vom schwarzen Faden der Morgendämmerung klar unterscheidet! Hierauf vollzieht das Fasten bis zur Nacht! Und verkehrt nicht mit ihnen, während ihr euch (zur Andacht) in die Gebetsstätten zurückgezogen habt! Dies sind Allahs Grenzen, so kommt ihnen nicht zu nahe! So macht Allah den Menschen Seine Zeichen klar, auf daß sie gottesfürchtig werden mögen.
188Und zehrt nicht euren Besitz untereinander auf nichtige Weise auf und bestecht nicht damit die Richter, um einen Teil des Besitzes der Menschen in sündhafter Weise zu verzehren, wo ihr (es) doch wißt.
189Sie fragen dich nach den Jungmonden. Sag: Sie sind festgesetzte Zeiten für die Menschen und für die Pilgerfahrt. Und nicht darin besteht die Frömmigkeit, daß ihr von der Rückseite in die Häuser kommt. Frömmigkeit besteht vielmehr darin, daß man gottesfürchtig ist. So kommt durch die Türen in die Häuser und fürchtet Allah, auf daß es euch wohl ergehen möge!
190Und kämpft auf Allahs Weg gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht! Allah liebt nicht die Übertreter.
191Und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben, denn Verfolgung ist schlimmer als Töten! Kämpft jedoch nicht gegen sie bei der geschützten Gebetsstätte, bis sie dort (zuerst) gegen euch kämpfen. Wenn sie aber (dort) gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen.
192Wenn sie jedoch aufhören, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig.
193Und kämpft gegen sie, bis es keine Verfolgung mehr gibt und die Religion (allein) Allahs ist. Wenn sie jedoch aufhören, dann darf es kein feindseliges Vorgehen geben außer gegen die Ungerechten.
194Der Schutzmonat ist für den Schutzmonat, und (für) die unantastbaren Dinge ist Wiedervergeltung. Wenn jemand gegen euch übertritt, dann geht (auch ihr) in gleichem Maß gegen ihn vor, wie er gegen euch übertreten hat. Und fürchtet Allah und wißt, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist.
195Und gebt auf Allahs Weg aus und stürzt euch nicht mit eigener Hand ins Verderben. Und tut Gutes. Allah liebt die Gutes Tuenden.
196Vollzieht die Pilgerfahrt und die Besuchsfahrt für Allah. Wenn ihr jedoch (daran) gehindert werdet, dann (bringt) an Opfertieren (dar), was euch leichtfällt. Und schert euch nicht die Köpfe, bevor die Opfertiere ihren Schlachtort erreicht haben! Wer von euch krank ist oder ein Leiden an seinem Kopf hat, der soll Ersatz leisten mit Fasten, Almosen oder Opferung eines Schlachttieres. - Wenn ihr aber in Sicherheit seid, dann soll derjenige, der die Besuchsfahrt mit der Pilgerfahrt durchführen möchte, an Opfertieren (darbringen), was ihm leichtfällt. Wer jedoch nicht(s) finden kann, der soll drei Tage während der Pilgerfahrt fasten und sieben, wenn ihr zurückgekehrt seid; das sind im ganzen zehn. Dies (gilt nur) für den, dessen Angehörige nicht in der geschützten Gebetsstätte wohnhaft sind. Und fürchtet Allah und wißt, daß Allah streng im Bestrafen ist!
197Die (Zeit der) Pilgerfahrt (sind) bekannte Monate. Wer in ihnen die (Durchführung der) Pilgerfahrt beschlossen hat, der darf keinen Beischlaf ausüben, keinen Frevel begehen und nicht Streit führen während der Pilgerfahrt. Und was ihr an Gutem tut, Allah weiß es. Und versorgt euch mit Reisevorrat, doch der beste Vorrat ist die Gottesfurcht. Und fürchtet Mich, o die ihr Verstand besitzt!
198Es ist keine Sünde für euch, daß ihr nach Huld von eurem Herrn trachtet. Doch wenn ihr von ´Arafat hergeströmt seid, dann gedenkt Allahs bei der geschützten Kultstätte. Und gedenkt Seiner, wie Er euch rechtgeleitet hat, obwohl ihr vordem wahrlich zu den Irregehenden gehörtet.
199Hierauf strömt weiter, woher die (anderen) Menschen weiterströmen, und bittet Allah um Vergebung. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
200Wenn ihr dann eure Riten vollzogen habt, dann gedenkt Allahs, wie ihr eurer Väter gedenkt, oder mit noch innigerem Gedenken. Unter den Menschen gibt es manch einen, der sagt: "Unser Herr, gib uns im Diesseits!" Doch hat er am Jenseits keinen Anteil.
201Unter ihnen gibt es aber auch solche, die sagen: "Unser Herr, gib uns im Diesseits Gutes und im Jenseits Gutes, und bewahre uns vor der Strafe des (Höllen)feuers!
202Für jene gibt es einen Anteil an dem, was sie verdient haben. Und Allah ist schnell im Abrechnen.
203Und gedenkt Allahs während einer bestimmten Anzahl von Tagen. Wer sich jedoch in zwei Tagen (mit dem Aufbruch) beeilt, den trifft keine Sünde, und wer länger bleibt, den trifft keine Sünde; (das gilt) für den, der gottesfürchtig ist. Fürchtet Allah und wißt, daß ihr zu Ihm versammelt werdet!
204Unter den Menschen gibt es manch einen, dessen Worte über das diesseitige Leben dir gefallen, und der Allah zum Zeugen nimmt für das, was in seinem Herzen ist. Dabei ist er der hartnäckigste Widersacher.
205Wenn er sich abkehrt, bemüht er sich eifrig darum, auf der Erde Unheil zu stiften und Saatfelder und Nachkommenschaft zu vernichten. Aber Allah liebt nicht das Unheil.
206Und wenn man zu ihm sagt: "Fürchte Allah", reißt ihn der Stolz zur Sünde hin. Die Hölle soll seine Genüge sein - wahrlich eine schlimme Lagerstatt!
207Unter den Menschen gibt es (auch) manchen, der sich selbst im Trachten nach Allahs Zufriedenheit verkauft. Und Allah ist zu den Menschen Gnädig.
208O die ihr glaubt, tretet allesamt in den Islam ein und folgt nicht den Fußstapfen des Satans! Er ist euch ja ein deutlicher Feind.
209Wenn ihr aber strauchelt, nachdem die klaren Beweise zu euch gekommen sind, so wißt, daß Allah Allmächtig und Allweise ist.
210Erwarten sie (etwas anderes), als daß Allah in Schattendächern aus Wolken zu ihnen kommt und die Engel? Doch dann wird die Angelegenheit entschieden sein. Und zu Allah werden (all) die Angelegenheiten zurückgebracht.
211Frage die Kinder Isra´ils, wie viele klare Beweise Wir ihnen gegeben haben. Wenn aber einer die Gunst Allahs abändert, nachdem sie ihm zuteil geworden ist -, dann ist Allah streng im Bestrafen.
212Ausgeschmückt ist denen, die ungläubig sind, das diesseitige Leben, und sie spotten über diejenigen, die glauben. Aber diejenigen, die gottesfürchtig sind, werden am Tag der Auferstehung über ihnen stehen. Und Allah versorgt, wen Er will, ohne zu berechnen.
213Die Menschen waren eine einzige Gemeinschaft. Dann schickte Allah die Propheten als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen und sandte mit ihnen die Bücher mit der Wahrheit herab, um zwischen den Menschen über das zu richten, worüber sie uneinig waren. Doch nur diejenigen waren - aus Mißgunst untereinander - darüber uneinig, denen sie gegeben wurden, nachdem die klaren Beweise zu ihnen gekommen waren. Und so hat Allah mit Seiner Erlaubnis diejenigen, die glauben, zu der Wahrheit geleitet, über die sie uneinig waren. Und Allah leitet, wen Er will, auf einen geraden Weg.
214Oder meint ihr etwa, daß ihr in den (Paradies)garten eingehen werdet, noch bevor Gleiches über euch gekommen ist, wie über diejenigen, die vor euch dahingegangen sind? Not und Leid widerfuhr ihnen, und sie wurden erschüttert, bis daß der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glaubten, sagten: "Wann kommt Allahs Sieg?" Aber wahrlich, Allahs Sieg ist nahe.
215Sie fragen dich, was sie ausgeben sollen. Sag: Was immer ihr an Gutem ausgebt, soll den Eltern, den nächsten Verwandten, den Waisen, den Armen und dem Sohn des Weges zukommen. Und was immer ihr an Gutem tut, so weiß Allah darüber Bescheid.
216Vorgeschrieben ist euch zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht ist euch etwas lieb, während es schlecht für euch ist. Allah weiß, ihr aber wißt nicht.
217Sie fragen dich nach dem Schutzmonat, danach, in ihm zu kämpfen. Sag: In ihm zu kämpfen ist schwerwiegend. Aber von Allahs Weg abzuhalten - und Ihn zu verleugnen -, und von der geschützten Gebetsstätte (abzuhalten) und deren Anwohner von ihr vertreiben, ist (noch) schwerwiegender bei Allah. Und Verfolgung ist schwerwiegender als Töten. Und sie werden nicht eher aufhören, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurer Religion abgekehrt haben - wenn sie (es) können. Wer aber unter euch sich von seiner Religion abkehrt und dann als Ungläubiger stirbt -, das sind diejenigen, deren Werke im Diesseits und im Jenseits hinfällig werden. Das sind Insassen des (Höllen)feuers. Ewig werden sie darin bleiben.
218Diejenigen (aber), die glauben, und diejenigen, die auswandern und sich auf Allahs Weg abmühen, sie hoffen auf Allahs Erbarmen. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
219Sie fragen dich nach berauschendem Trunk und Glücksspiel. Sag: In ihnen (beiden) liegt große Sünde und Nutzen für die Menschen. Aber die Sünde in ihnen (beiden) ist größer als ihr Nutzen. Und sie fragen dich, was sie ausgeben sollen. Sag: Den Überschuss. So macht Allah euch die Zeichen klar, auf daß ihr nachdenken möget,
220über das Diesseits und das Jenseits. Und sie fragen dich nach den Waisen. Sag: Ihre Lage zu verbessern ist besser. Und wenn ihr euch mit ihnen zusammentut, so sind sie eure Brüder. Allah weiß den Unheilstifter vom Heilstifter (zu unterscheiden). Und wenn Allah gewollt hätte, hätte Er euch wahrlich in Bedrängnis gebracht. Allah ist Allmächtig und Allweise.
221Und heiratet Götzendienerinnen nicht, bevor sie glauben. Und eine gläubige Sklavin ist fürwahr besser als eine Götzendienerin, auch wenn diese euch gefallen sollte. Und verheiratet nicht (gläubige Frauen) mit Götzendienern, bevor sie glauben. Und ein gläubiger Sklave ist fürwahr besser als ein Götzendiener, auch wenn dieser euch gefallen sollte. Jene laden zum (Höllen)feuer ein. Allah aber lädt zum (Paradies)garten und zur Vergebung ein, mit Seiner Erlaubnis, und macht den Menschen Seine Zeichen klar, auf daß sie bedenken mögen.
222Sie fragen dich nach der Monatsblutung. Sag: Sie ist ein Leiden. So haltet euch von den Frauen während der Monatsblutung fern, und kommt ihnen nicht nahe, bis sie rein sind. Wenn sie sich dann gereinigt haben, so kommt zu ihnen, wie Allah es euch geboten hat. Allah liebt die Reumütigen, und Er liebt die, die sich rein halten.
223Eure Frauen sind euch ein Saatfeld. So kommt zu eurem Saatfeld, wann und wie ihr wollt. Doch schickt (Gutes) für euch selbst voraus. Und fürchtet Allah und wißt, daß ihr Ihm begegnen werdet. Und verkünde den Gläubigen frohe Botschaft.
224Und macht nicht Allah mit euren Eiden zu einem Hinderungsgrund, gütig und gottesfürchtig zu sein und zwischen den Menschen Frieden zu stiften. Allah ist Allhörend und Allwissend.
225Allah wird euch nicht für etwas Unbedachtes in euren Eiden belangen. Jedoch wird Er euch für das belangen, was eure Herzen erworben haben. Allah ist Allvergebend und Nachsichtig.
226Diejenigen, die schwören, sich ihrer Frauen zu enthalten, haben eine Wartezeit von vier Monaten. Wenn sie dann (von ihrem Schwur) zurücktreten, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig.
227Wenn sie aber zur Scheidung entschlossen sind, so ist Allah Allhörend und Allwissend.
228Geschiedene Frauen sollen (mit sich) selbst drei Zeitabschnitte abwarten. Und es ist ihnen nicht erlaubt, zu verheimlichen, was Allah in ihrem Mutterleib erschaffen hat, wenn sie an Allah und den Jüngsten Tag glauben. Und ihre Ehemänner haben ein größeres Anrecht, sie zurückzunehmen, wenn sie eine Aussöhnung wollen. Und ihnen (den Frauen) steht in rechtlicher Weise (gegenüber den Männern) das gleiche zu, wie (den Männern) gegenüber ihnen. Doch die Männer haben ihnen gegenüber einen gewissen Vorzug. Und Allah ist Allmächtig und Allweise.
229Die (widerrufliche) Scheidung ist zweimal (erlaubt). Dann (sollen die Frauen) in rechtlicher Weise behalten oder in ordentlicher Weise freigegeben (werden). Und es ist euch nicht erlaubt, etwas von dem, was ihr ihnen gegeben habt, (wieder) zu nehmen, außer wenn die beiden fürchten, daß sie Allahs Grenzen nicht einhalten werden. Wenn ihr aber befürchtet, daß die beiden Allahs Grenzen nicht einhalten werden, dann ist für die beiden keine Sünde in dem, womit (an Geld) sie sich löst. Dies sind Allahs Grenzen, so übertretet sie nicht! Wer aber Allahs Grenzen übertritt, diejenigen sind die Ungerechten.
230Wenn er sich (ein drittes, unwiderrufliches Mal) von ihr scheidet, dann ist sie ihm nicht mehr (als Gattin) erlaubt, bevor sie nicht einen anderen Mann geheiratet hat. Wenn dieser sich von ihr scheidet, so ist es keine Sünde für die beiden, zu einander zurückzukehren, wenn sie (dabei) glauben, Allahs Grenzen einhalten zu können. Dies sind Allahs Grenzen, die Er Leuten klar macht, die Bescheid wissen.
231Und wenn ihr euch von Frauen scheidet und sie dann ihre festgesetzte Zeit erreichen, so behaltet sie in rechtlicher Weise oder gebt sie in rechtlicher Weise frei. Doch behaltet sie nicht mit der Absicht der Schädigung, so daß ihr übertretet. Wer dies tut, der fügt sich ja selbst Unrecht zu. Und macht euch nicht über Allahs Zeichen lustig. Und gedenkt Allahs Gunst an euch und dessen, was Er von dem Buch und an Weisheit auf euch herabgesandt hat, um euch damit zu ermahnen. Und fürchtet Allah und wißt, daß Allah über alles Bescheid weiß.
232Und wenn ihr euch von Frauen scheidet und sie dann ihre festgesetzte Zeit erreicht haben, so haltet sie nicht davon ab, ihre Gatten zu heiraten, wenn sie sich in rechtlicher Weise miteinander geeinigt haben. Damit wird von euch ermahnt, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt. Das ist lauterer für euch und reiner. Allah weiß, ihr aber wißt nicht.
233Und die Mütter stillen ihre Kinder zwei volle Jahre. (Das gilt) für jemanden, der das Stillen zu Ende führen will. Und demjenigen, dem das Kind geboren wurde, obliegt es, für ihre Versorgung und Kleidung in rechtlicher Weise aufzukommen. Keiner Seele wird mehr auferlegt, als sie zu leisten vermag. Keine Mutter soll wegen ihres Kindes zu Schaden kommen, noch einer, dem das Kind geboren wurde, wegen seines Kindes. Und dem Erben obliegt das gleiche. Wenn sie beide jedoch in gegenseitigem Einvernehmen und gemeinsamer Beratung (das Kind vorzeitig) entwöhnen wollen, so ist darin keine Sünde für sie (beide). Und wenn ihr eure Kinder (von einer Amme) stillen lassen wollt, so ist darin keine Sünde für euch, sofern ihr das, was ihr geben wollt, in rechtlicher Weise aushändigt. Und fürchtet Allah und wißt, daß Allah das, was ihr tut, wohl sieht!
234Und diejenigen von euch, die abberufen werden und Gattinnen hinterlassen - so sollen diese (mit sich) selbst vier Monate und zehn (Tage) abwarten. Wenn sie dann ihre festgesetzte Zeit erreicht haben, so ist für euch keine Sünde in dem, was sie in rechtlicher Weise mit sich selbst unternehmen. Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.
235Und es ist für euch keine Sünde darin, daß ihr den Frauen Andeutungen auf einen Heiratsantrag macht, oder daß ihr etwas (derartiges) in euch hegt. Allah weiß, daß ihr an sie denken werdet. Aber trefft nicht heimlich eine Abmachung mit ihnen, außer ihr sagt geziemende Worte. Und schließt nicht den Ehebund, bevor die vorgeschriebene Frist ihre festgesetzte Zeit erreicht hat. Wißt, daß Allah weiß, was in eurem Innersten ist. So seht euch vor Ihm vor! Und wißt, daß Allah Allvergebend und Nachsichtig ist.
236Es ist für euch keine Sünde darin, wenn ihr euch von Frauen scheidet, solange ihr sie noch nicht berührt oder euch ihnen gegenüber (zu einer Morgengabe) verpflichtet habt. Doch gewährt ihnen eine Abfindung - der Wohlhabende entsprechend seinen Verhältnissen und der Geringbemittelte entsprechend seinen Verhältnissen -, eine Abfindung in rechtlicher Weise. (Dies ist) eine Pflicht für die Gutes Tuenden.
237Aber wenn ihr euch von ihnen scheidet, bevor ihr sie berührt und euch ihnen gegenüber schon (zu einer Morgengabe) verpflichtet habt, dann (händigt) die Hälfte dessen (aus), wozu ihr euch verpflichtet habt, es sei denn, daß sie (es) erlassen oder der, in dessen Hand der Ehebund ist. Und wenn ihr (es) erlaßt, kommt das der Gottesfurcht näher. Und versäumt es nicht, gut zueinander zu sein . Was ihr tut, sieht Allah wohl.
238Haltet die Gebete ein, und (besonders) das mittlere Gebet, und steht demütig ergeben vor Allah.
239Wenn ihr in Furcht seid, dann (verrichtet das Gebet) zu Fuß oder im Reiten. Wenn ihr aber (wieder) in Sicherheit seid, dann gedenkt Allahs, wie Er euch gelehrt hat, was ihr nicht wußtet.
240Diejenigen von euch, die abberufen werden und Gattinnen hinterlassen, sollen ihren Gattinnen eine Abfindung für ein Jahr vermachen, ohne daß sie aus (dem Haus) gewiesen werden. Wenn sie aber ausziehen, so liegt für euch keine Sünde in dem, was sie mit sich selbst an Geziemendem unternehmen. Allah ist Allmächtig und Allweise.
241Und den geschiedenen Frauen steht eine Abfindung in rechtlicher Weise zu - eine Pflicht für die Gottesfürchtigen.
242So macht Allah euch Seine Zeichen klar, auf daß ihr begreifen möget.
243Siehst du nicht jene, die, um dem Tod zu entfliehen, zu Tausenden aus ihren Wohnstätten hinauszogen? Da sagte Allah zu ihnen: "Sterbt!" Hierauf machte Er sie wieder lebendig. Allah ist wahrlich voll Huld gegen die Menschen. Aber die meisten Menschen sind nicht dankbar.
244Und kämpft auf Allahs Weg und wißt, daß Allah Allhörend und Allwissend ist.
245Wer ist es denn, der Allah ein schönes Darlehen gibt? So vermehrt Er es ihm um ein Vielfaches. Allah hält zurück und gewährt, und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht.
246Siehst du nicht die führende Schar von den Kindern Isra´ils nach Musa, als sie zu einem ihrer Propheten sagten: "Setze einen König für uns ein, damit wir auf Allahs Weg kämpfen."? Er sagte: "Werdet ihr vielleicht, wenn euch zu kämpfen vorgeschrieben ist, doch nicht kämpfen?" Sie sagten: "Warum sollten wir nicht auf Allahs Weg kämpfen, wo wir doch aus unseren Wohnstätten und von unseren Söhnen vertrieben worden sind?" Doch als ihnen vorgeschrieben wurde zu kämpfen, kehrten sie sich - bis auf wenige von ihnen - ab. Und Allah weiß über die Ungerechten Bescheid.
247Und ihr Prophet sagte zu ihnen: "Allah hat euch (hiermit) Talut als König geschickt." Sie sagten: "Wie sollte er die Herrschaft über uns haben, wo wir doch ein größeres Anrecht auf die Herrschaft haben, und ihm nicht Wohlstand gegeben ist?" Er sagte: "Allah hat ihn vor euch auserwählt und ihm ein Übermaß an Wissen und körperlichen Vorzügen verliehen. Und Allah gibt Seine Herrschaft, wem Er will. Allah ist Allumfassend und Allwissend.."
248Und ihr Prophet sagte zu ihnen: "Das Zeichen seiner Herrschaft ist, daß die Bundeslade zu euch kommen wird; in ihr ist innere Ruhe von eurem Herrn und ein Rest von dem, was die Sippe Musas und die Sippe Haruns hinterließen, getragen von Engeln. Darin soll wahrlich ein Zeichen für euch sein, wenn ihr gläubig seid."
249Und als nun Talut mit den Heerscharen aufgebrochen war, sagte er: "Allah wird euch mit einem Fluß prüfen. Wer davon trinkt, gehört nicht zu mir. Und wer nicht davon kostet, der gehört zu mir, außer demjenigen, der (nur) eine Handvoll schöpft." Da tranken sie davon - bis auf wenige von ihnen. Und als er ihn überschritten hatte, er und diejenigen, mit ihm glaubten, sagten sie: "Wir haben heute keine Kraft gegen Galut und seine Heerscharen." Diejenigen aber, die glaubten, daß sie Allah begegnen würden, sagten: "Wie so manch eine geringe Schar hat schon mit Allahs Erlaubnis eine große Schar besiegt! Allah ist mit den Standhaften."
250Und als sie gegen Galut und seine Heerscharen auf dem Plan erschienen, sagten sie: "Unser Herr, überschütte uns mit Standhaftigkeit, festige unsere Füße und verhilf uns zum Sieg über das ungläubige Volk!"
251Und so schlugen sie sie mit Allahs Erlaubnis, und Dawud tötete Galut. Und Allah gab ihm die Herrschaft und die Weisheit und lehrte ihn von dem, was Er wollte. Und wenn nicht Allah die einen Menschen durch die anderen zurückweisen würde, geriete die Erde wahrlich ins Verderben. Aber Allah ist voll Huld gegen die Weltenbewohner.
252Dies sind Allahs Zeichen, die Wir dir der Wahrheit entsprechend verlesen. Und du bist wahrlich einer der Gesandten.
253Dies sind die Gesandten; einige von ihnen haben Wir vor anderen bevorzugt. Unter ihnen gibt es manche, zu denen Allah gesprochen hat, und einige, die Er um Rangstufen erhöht hat. Und ´Isa, dem Sohn Maryams, gaben Wir die klaren Beweise und stärkten ihn mit dem Heiligen Geist. Und wenn Allah gewollt hätte, hätten diejenigen nach ihnen nicht miteinander gekämpft, nachdem die klaren Beweise zu ihnen gekommen waren. Aber sie waren uneinig: Unter ihnen gab es manche, die glaubten und andere, die ungläubig waren. Und wenn Allah gewollt hätte, hätten sie nicht miteinander gekämpft. Doch Allah tut, was Er will.
254O die ihr glaubt, gebt aus von dem, womit Wir euch versorgt haben, bevor ein Tag kommt, an dem es keinen Verkauf, keine Freundschaft und keine Fürsprache gibt! Die Ungläubigen sind die Ungerechten.
255Allah - es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen und Beständigen. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es denn, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte - außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, sie aber umfassen nichts von Seinem Wissen - außer, was Er will. Sein Thronschemel umfaßt die Himmel und die Erde, und ihre Behütung beschwert Ihn nicht. Er ist der Erhabene und Allgewaltige.
256Es gibt keinen Zwang im Glauben. (Der Weg der) Besonnenheit ist nunmehr klar unterschieden von (dem der) Verirrung. Wer also falsche Götter verleugnet, jedoch an Allah glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend und Allwissend.
257Allah ist der Schutzherr derjenigen, die glauben. Er bringt sie aus den Finsternissen heraus ins Licht. Diejenigen aber, die ungläubig sind, deren Schutzherren sind die falschen Götter. Sie bringen sie aus dem Licht hinaus in die Finsternisse. Das sind Insassen des (Höllen)feuers. Ewig werden sie darin bleiben.
258Siehst du nicht jenen, der mit Ibrahim über seinen Herrn stritt, weil Allah ihm die Herrschaft gegeben hatte? (Damals) als Ibrahim sagte: "Mein Herr ist Derjenige, Der lebendig macht und sterben läßt." Er sagte: "Ich mache lebendig und lasse sterben." Ibrahim sagte: "Allah bringt ja die Sonne vom Osten her; so bringe du sie vom Westen her!" Da war derjenige, der ungläubig war, verblüfft. Und Allah leitet nicht das ungerechte Volk recht.
259Oder (kennst du nicht) einen ähnlichen, denjenigen, der an einer Stadt vorbeikam, die wüst in Trümmern lag? Er sagte: "Wie sollte Allah diese (Stadt) wieder lebendig machen, nachdem sie ausgestorben ist?" Da ließ Allah ihn (für) hundert Jahre tot sein. Hierauf erweckte Er ihn und sagte: "Wie lange hast du verweilt?" Er sagte: "Ich verweilte einen Tag oder den Teil eines Tages." Er sagte: "Nein! Vielmehr verweiltest du hundert Jahre. Nun schau deine Speise und dein Getränk an! Sie sind nicht verfault. Und schau deinen Esel an! - Und damit Wir dich zu einem Zeichen machen für die Menschen. Und schau die Knochen an, wie Wir sie zusammensetzen und sie hierauf mit Fleisch bekleiden!" Nachdem es ihm klar geworden war, sagte er: "Ich weiß (jetzt), daß Allah zu allem die Macht hat."
260Und als Ibrahim sagte: "Mein Herr, zeige mir, wie Du die Toten lebendig machst!" Er sagte: "Glaubst du immer noch nicht?" Er sagte: "Doch, aber (ich frage,) damit mein Herz Ruhe findet." Er (Allah) sagte: "So nimm vier von den Vögeln und zieh sie dann her zu dir. Hierauf setze auf jeden Berg einen Teil von ihnen. Hierauf rufe sie, so werden sie zu dir herbeigeeilt kommen. Und wisse, daß Allah Allmächtig und Allweise ist."
261Das Gleichnis derjenigen, die ihren Besitz auf Allahs Weg ausgeben, ist das eines Saatkorns, das sieben Ähren wachsen läßt, (und) in jeder Ähre hundert Körner. Allah vervielfacht, wem Er will. Und Allah ist Allumfassend und Allwissend.
262Diejenigen, die ihren Besitz auf Allahs Weg ausgeben und hierauf dem, was sie ausgegeben haben, weder Vorhaltungen noch Beleidigungen nachfolgen lassen, die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie traurig sein.
263Freundliche Worte und Vergebung sind besser als ein Almosen, dem Beleidigungen nachfolgen. Allah ist Unbedürftig und Nachsichtig.
264O die ihr glaubt, macht nicht eure Almosen durch Vorhaltungen und Beleidigungen zunichte, wie derjenige, der seinen Besitz aus Augendienerei vor den Menschen ausgibt und nicht an Allah und den Jüngsten Tag glaubt! So ist sein Gleichnis das eines glatten Steins mit Erdreich darüber: Ein heftiger Regenguß trifft ihn und läßt ihn nackt. Sie haben keine Macht über etwas von dem, was sie erworben haben. Allah leitet das ungläubige Volk nicht recht.
265Das Gleichnis jener aber, die ihren Besitz im Trachten nach Allahs Zufriedenheit und aus ihrer Gewißheit ausgeben, ist das eines Gartens auf einer Anhöhe, den ein heftiger Regenguß trifft, und da bringt er seinen Ernteertrag zweifach (hervor). Und wenn ihn kein heftiger Regenguß trifft, so doch Sprühregen. Und was ihr tut, sieht Allah wohl.
266Möchte einer von euch gern, daß er einen Garten habe mit Palmen und Rebstöcken, durcheilt von Bächen, in dem er von allen Früchten hat, während ihn (schon) hohes Alter getroffen hat und er (noch) schwache Nachkommenschaft hat, und daß ihn (den Garten) dann ein glühend heißer Wirbelwind treffe und er hierauf verbrenne? So macht Allah euch die Zeichen klar, auf daß ihr nachdenken möget!
267O die ihr glaubt, gebt aus von den guten Dingen aus eurem Erworbenen und von dem, was Wir für euch aus der Erde hervorgebracht haben. Und sucht nicht zum Ausgeben das Schlechte davon aus, während ihr (selbst) es nicht nehmen würdet, ohne dabei ein Auge zuzudrücken. Und wißt, daß Allah Unbedürftig und Lobenswürdig ist.
268Der Satan verspricht euch Armut und befiehlt euch Schändliches. Allah aber verspricht euch Vergebung von Sich aus und Huld. Allah ist Allumfassend und Allwissend.
269Er gibt Weisheit, wem Er will; und wem Weisheit gegeben wurde, dem wurde da viel Gutes gegeben. Aber nur diejenigen bedenken, die Verstand besitzen.
270Und was immer ihr an Spenden ausgebt oder als Gelübde gelobt, Allah weiß es. Und die Ungerechten werden keine Helfer haben.
271Wenn ihr Almosen offen zeigt, so ist es trefflich. Wenn ihr sie aber verbergt und den Armen gebt, so ist es besser für euch, und Er (Allah) wird etwas von euren bösen Taten tilgen. Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.
272Nicht dir obliegt ihre Rechtleitung, sondern Allah leitet recht, wen Er will. Was immer ihr an Gutem ausgebt, (das) ist für euch selbst. Und ihr gebt nur im Trachten nach Allahs Angesicht aus. Und was immer ihr an Gutem ausgebt, wird euch in vollem Maß zukommen, und es wird euch kein Unrecht zugefügt.
273(Gebt am besten aus) für die Armen, die auf Allahs Weg daran gehindert werden, im Lande umherreisen zu können. Der Unwissende hält sie wegen ihrer Zurückhaltung für unbedürftig. Du erkennst sie an ihrem Merkmal: Sie betteln die Menschen nicht aufdringlich an. Und was immer ihr an Gutem ausgebt, so weiß Allah darüber Bescheid.
274Diejenigen, die ihren Besitz bei Nacht und Tag, heimlich oder öffentlich ausgeben, haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll sie überkommen, noch werden sie traurig sein.
275Diejenigen, die Zins verschlingen, werden nicht anders aufstehen als jemand, den der Satan durch Wahnsinn hin und her schlägt. Dies (wird sein), weil sie sagten: "Verkaufen ist das gleiche wie Zinsnehmen." Doch hat Allah Verkaufen erlaubt und Zinsnehmen verboten. Zu wem nun eine Ermahnung von seinem Herrn kommt, und der dann aufhört, dem soll gehören, was vergangen ist, und seine Angelegenheit steht bei Allah. Wer aber rückfällig wird, jene sind Insassen des (Höllen)feuers. Ewig werden sie darin bleiben.
276Dahinschwinden lassen wird Allah den Zins und vermehren die Almosen. Allah liebt niemanden, der ein beharrlicher Ungläubiger und Sünder ist.
277Gewiß, diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, die haben ihren Lohn bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll sie überkommen, noch werden sie traurig sein.
278O die ihr glaubt, fürchtet Allah und laßt das sein, was an Zins(geschäften) noch übrig ist, wenn ihr gläubig seid.
279Wenn ihr es aber nicht tut, dann laßt euch Krieg von Allah und Seinem Gesandten ansagen! Doch wenn ihr bereut, dann steht euch euer (ausgeliehenes) Grundvermögen zu; (so) tut weder ihr Unrecht, noch wird euch Unrecht zugefügt.
280Und wenn er (der Schuldner) in Schwierigkeiten ist, dann sei (ihm) Aufschub (gewährt,) bis eine Erleichterung (eintritt). Und daß ihr (es) als Almosen erlaßt, ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wißt.
281Und hütet euch vor einem Tag, an dem ihr zu Allah zurückgebracht werdet. Dann wird jeder Seele in vollem Maß zukommen, was sie verdient hat, und es wird ihnen kein Unrecht zugefügt.
282O die ihr glaubt, wenn ihr auf eine festgesetzte Frist, einer vom anderen, eine Geldschuld aufnehmt, dann schreibt es auf. Und ein Schreiber soll (es) für euch gerecht aufschreiben. Und kein Schreiber soll sich weigern zu schreiben, so wie Allah (es) ihn gelehrt hat. So soll er denn schreiben, und diktieren soll der Schuldner, und er soll Allah, seinen Herrn, fürchten und nichts davon schmälem. Wenn aber der Schuldner töricht oder schwach ist oder unfähig, selbst zu diktieren, so soll sein Sachwalter (es) gerecht diktieren. Und bringt zwei Männer von euch als Zeugen. Wenn es keine zwei Männer sein (können), dann sollen es ein Mann und zwei Frauen sein, mit denen als Zeugen ihr zufrieden seid, - damit, wenn eine von beiden sich irrt, eine die andere erinnere. Und die Zeugen sollen sich nicht weigern, wenn sie aufgefordert werden. Und seid nicht abgeneigt, es - (seien es) klein(e) oder groß(e Beträge) - mit seiner (vereinbarten) Frist aufzuschreiben! Das ist gerechter vor Allah und richtiger für das Zeugnis und eher geeignet, daß ihr nicht zweifelt; es sei denn, es ist ein sofortiger Handel, den ihr unter euch tätigt. Dann ist es keine Sünde für euch, wenn ihr es nicht aufschreibt. Und nehmt Zeugen, wenn ihr untereinander einen Verkauf abschließt. Und kein Schreiber oder Zeuge soll zu Schaden kommen. Wenn ihr (es) aber (dennoch) tut, so ist es ein Frevel von euch. Und fürchtet Allah! Und Allah lehrt euch. Allah weiß über alles Bescheid.
283Und wenn ihr auf einer Reise seid und keinen Schreiber findet, dann sollen Pfänder in Empfang genommen werden. Und wenn dann einer von euch dem anderen (etwas) anvertraut, so soll derjenige, dem (es) anvertraut wurde, das ihm anvertraute Pfand (wieder) aushändigen, und er soll Allah, seinen Herrn, fürchten. Und verheimlicht kein Zeugnis. Wer es aber verheimlicht, dessen Herz ist gewiß sündhaft. Und Allah weiß über das, was ihr tut, Bescheid.
284Allah gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und ob ihr offenlegt, was in euch selbst ist, oder es verbergt, Allah wird euch dafür zur Rechenschaft ziehen. Dann vergibt Er, wem Er will, und straft, wen Er will. Und Allah hat zu allem die Macht.
285Der Gesandte (Allahs) glaubt an das, was zu ihm von seinem Herrn (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, und ebenso die Gläubigen; alle glauben an Allah, Seine Engel, Seine Bücher und Seine Gesandten - Wir machen keinen Unterschied bei jemandem von Seinen Gesandten. Und sie sagen: "Wir hören und gehorchen. (Gewähre uns) Deine Vergebung, unser Herr! Und zu Dir ist der Ausgang."
286Allah erlegt keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag. Ihr kommt (nur) zu, was sie verdient hat, und angelastet wird ihr (nur), was sie verdient hat. "Unser Herr, belange uns nicht, wenn wir (etwas) vergessen oder einen Fehler begehen. Unser Herr, lege uns keine Bürde auf, wie Du sie denjenigen vor uns auferlegt hast. Unser Herr, bürde uns nichts auf, wozu wir keine Kraft haben. Verzeihe uns, vergib uns und erbarme Dich unser! Du bist unser Schutzherr. So verhilf uns zum Sieg über das ungläubige Volk!
Chapter 3 (Sura 3)
1Alif-Lam-Mim
2Allah - es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen und Beständigen.
3Er hat dir das Buch mit der Wahrheit offenbart, das zu bestätigen, was vor ihm (offenbart) war. Und Er hat (auch) die Tora und das Evangelium (als Offenbarung) herabgesandt,
4zuvor, als Rechtleitung für die Menschen. Und Er hat die Unterscheidung herabgesandt. Gewiß, diejenigen, die Allahs Zeichen verleugnen, für sie wird es strenge Strafe geben. Allah ist Allmächtig und Besitzer von Vergeltungsgewalt.
5Vor Allah ist nichts verborgen, weder auf der Erde noch im Himmel.
6Er ist es, Der euch im Mutterleib gestaltet, wie Er will. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allmächtigen und Allweisen.
7Er ist es, Der das Buch (als Offenbarung) auf dich herabgesandt hat. Dazu gehören eindeutige Verse - sie sind der Kern des Buches - und andere, mehrdeutige. Was aber diejenigen angeht, in deren Herzen (Neigung zum) Abschweifen ist, so folgen sie dem, was davon mehrdeutig ist, im Trachten nach Irreführung und im Trachten nach ihrer Mißdeutung. Aber niemand weiß ihre Deutung außer Allah. Und diejenigen, die im Wissen fest gegründet sind, sagen: "Wir glauben daran; alles ist von unserem Herrn." Aber nur diejenigen bedenken, die Verstand besitzen.
8Unser Herr, lasse unsere Herzen nicht abschweifen, nachdem Du uns rechtgeleitet hast, und schenke uns Erbarmen von Dir aus. Du bist ja der unablässig Schenkende.
9Unser Herr, Du wirst die Menschen gewiß zu einem Tag versammeln, an dem es keinen Zweifel gibt. Allah bricht nicht, was Er versprochen hat.
10Gewiß, denjenigen, die ungläubig sind, werden weder ihr Besitz noch ihre Kinder vor Allah etwas nützen. Sie sind es, die Brennstoff des (Höllen)feuers sein werden.
11Nach der Art der Leute Fir´auns und derjenigen vor ihnen: Sie erklärten Unsere Zeichen für Lüge, und da ergriff sie Allah für ihre Sünden. Und Allah ist streng im Bestrafen.
12Sag zu denjenigen, die ungläubig sind: Ihr werdet besiegt und zur Hölle zusammengetrieben werden - eine schlimme Lagerstatt!
13Ihr hattet ja ein Zeichen in zwei Scharen, die aufeinandertrafen: Die eine kämpfte auf Allahs Weg und eine andere, ungläubige. Sie sahen sie dem Augenschein nach zweimal so viel, wie sie (selbst waren). Und Allah stärkt mit Seiner Hilfe, wen Er will. Darin ist wahrlich eine Lehre für diejenigen, die Einsicht besitzen.
14Ausgeschmückt ist den Menschen die Liebe zu den Begierden, nach Frauen, Söhnen, aufgehäuften Mengen von Gold und Silber, Rassepferden, Vieh und Saatfeldern. Das ist der Genuß im diesseitigen Leben. Doch bei Allah ist die schöne Heimstatt.
15Sag: Soll ich euch von etwas Besserem als diesem Kunde geben? Für diejenigen, die gottesfürchtig sind, werden bei ihrem Herrn Gärten sein, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben, und vollkommen gereinigte Gattinnen und Wohlgefallen von Allah. Allah sieht die Menschen wohl,
16die sagen: "Unser Herr, gewiß, wir glauben. Darum vergib uns unsere Sünden und bewahre uns vor der Strafe des (Höllen)feuers."
17Die Standhaften und die Wahrhaftigen, die demütig Ergebenen und diejenigen, die ausgeben, und die im letzten Teil der Nacht um Vergebung Bittenden.
18Allah bezeugt, daß es keinen Gott gibt außer Ihm; und (ebenso bezeugen) die Engel und diejenigen, die Wissen besitzen; der Wahrer der Gerechtigkeit. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allmächtigen und Allweisen.
19Gewiß, die Religion ist bei Allah der Islam. Doch diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde, wurden erst uneinig, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war - aus Mißgunst untereinander, Doch wer Allahs Zeichen verleugnet -, so ist Allah schnell im Abrechnen.
20Und wenn sie mit dir streiten (wollen), dann sag: "Ich habe mein Gesicht Allah ergeben, und (ebenso,) wer mir folgt!" Und sag zu jenen, denen die Schrift gegeben wurde, und den Schriftunkundigen: "Seid ihr (Allah) ergeben?" Wenn sie (Ihm) ergeben sind, dann sind sie rechtgeleitet. Kehren sie sich aber ab, so obliegt dir nur die Übermittelung (der Botschaft). Allah sieht die Menschen wohl.
21Diejenigen, die Allahs Zeichen verleugnen, die Propheten zu Unrecht töten und diejenigen unter den Menschen töten, die Gerechtigkeit befehlen, denen verkünde schmerzhafte Strafe.
22Das sind diejenigen, deren Werke im Diesseits und Jenseits hinfällig werden. Und sie haben keine Helfer.
23Siehst du nicht jene, denen ein Teil der Schrift gegeben wurde? Sie werden zum Buch Allahs aufgefordert, damit es zwischen ihnen richte. Hierauf kehrt sich eine Gruppe von ihnen ab, und sie sind Widerstrebende.
24Dies, weil sie sagen: "Das (Höllen)feuer wird uns nur für eine bestimmte Anzahl von Tagen berühren." Was sie (an Lügen) zu ersinnen pflegten, hat sie über ihre Religion getäuscht.
25Aber wie (wird es sein), wenn Wir sie zu einem Tag versammeln, an dem es keinen Zweifel gibt, und jeder Seele in vollem Maß zukommt, was sie verdient hat, und ihnen kein Unrecht zugefügt wird?
26Sag: O Allah, Herr der Herrschaft, Du gibst die Herrschaft, wem Du willst, und Du entziehst die Herrschaft, wem Du willst. Du machst mächtig, wen Du willst, und Du erniedrigst, wen Du willst. In Deiner Hand ist (all) das Gute. Gewiß, Du hast zu allem die Macht.
27Du läßt die Nacht in den Tag eindringen und läßt den Tag eindringen in die Nacht. Und Du läßt das Lebendige aus dem Toten hervorgehen und läßt hervorgehen das Tote aus dem Lebendigen. Und Du versorgst, wen Du willst, ohne zu berechnen.
28Die Gläubigen sollen nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren nehmen. Wer das tut, hat überhaupt nichts mit Allah (gemeinsam) -, es sei denn, daß ihr euch (durch dieses Verhalten) vor ihnen wirklich schützt. Allah mahnt euch zur Vorsicht vor Sich selbst. Und zu Allah ist der Ausgang.
29Sag: Ob ihr verbergt, was in euren Brüsten ist oder es offenlegt, Allah weiß es; Er weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Allah hat zu allem die Macht.
30An dem Tag wird jede Seele das, was sie an Gutem getan hat, bereit finden. Und von dem, was sie an Bösem getan hat, hätte sie gern, wenn zwischen ihr und ihm ein weiter Abstand wäre. Und Allah mahnt euch zur Vorsicht vor Sich selbst. Allah ist Gnädig zu den Menschen.
31Sag: Wenn ihr Allah liebt, dann folgt mir. So liebt euch Allah und vergibt euch eure Sünden. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
32Sag: Gehorcht Allah und dem Gesandten. Doch wenn sie sich abkehren, so liebt Allah die Ungläubigen nicht.
33Gewiß, Allah hat Adam und Nuh und die Sippe Ibrahims und die Sippe ´Imrans vor den (anderen) Weltenbewohnern auserwählt,
34eine der anderen Nachkommenschaft. Und Allah ist Allhörend und Allwissend.
35Als ´Imrans Frau sagte: "Mein Herr, ich gelobe Dir, was in meinem Mutterleib ist, für Deinen Dienst freigestellt. So nimm (es) von mir an! Du bist ja der Allhörende und Allwissende."
36Als sie sie dann zur Welt gebracht hatte, sagte sie: "Mein Herr, ich habe ein Mädchen zur Welt gebracht." Und Allah wußte sehr wohl, was sie zur Welt gebracht hatte, und der Knabe ist nicht wie das Mädchen. "Ich habe sie Maryam genannt, und ich stelle sie und ihre Nachkommenschaft unter Deinen Schutz vor dem gesteinigten Satan."
37Da nahm ihr Herr sie auf gütigste Art an und ließ sie auf schöne Weise heranwachsen und gab sie Zakariyya zur Betreuung. Jedesmal, wenn Zakariyya zu ihr in die Zelle trat, fand er bei ihr Versorgung. Er sagte: "O Maryam, woher hast du das?" Sie sagte: "Es kommt von Allah; Allah versorgt, wen Er will, ohne zu berechnen."
38Da rief Zakariyya seinen Herrn an und sagte: "Mein Herr, schenke mir von Dir aus gute Nachkommenschaft! Du bist ja der Gebetserhörer.
39Und da riefen ihm die Engel zu, während er betend in der Zelle stand: "Allah verkündet dir Yahya, ein Wort von Allah zu bestätigen, einen Herrn, einen Keuschen und Propheten von den Rechtschaffenen."
40Er sagte: "Mein Herr, wie soll ich einen Jungen bekommen, wo mich schon hohes Alter überkommen hat und meine Frau unfruchtbar ist?" Er (, der Engel,) sagte: "So (wird es sein); Allah tut, was Er will."
41Er (Zakariyya) sagte: "Mein Herr, setze mir ein Zeichen." Er sagte: "Dein Zeichen ist, daß du drei Tage lang nicht zu den Menschen sprechen wirst außer durch Gebärden. Und gedenke deines Herrn häufig und preise (Ihn) am Abend und am frühen Morgen!"
42Und als die Engel sagten: "O Maryam, Allah hat dich auserwählt und dich rein gemacht und dich auserwählt vor den Frauen der (anderen) Weltenbewohner!
43O Maryam, sei deinem Herrn demütig ergeben, wirf dich nieder und verbeuge dich zusammen mit den sich Verbeugenden."
44Dies gehört zu den Nachrichten vom Verborgenen, das Wir dir (als Offenbarung) eingeben. Denn du warst nicht bei ihnen, als sie ihre Rohre warfen (, um durch das Los zu bestimmen), wer von ihnen Maryam betreuen sollte. Und du warst nicht bei ihnen, als sie miteinander stritten.
45Als die Engel sagten: "O Maryam, Allah verkündet dir ein Wort von Ihm, dessen Name al-Masih ´Isa, der Sohn Maryams ist, angesehen im Diesseits und Jenseits und einer der (Allah) Nahegestellten.
46Und er wird in der Wiege zu den Menschen sprechen und im Mannesalter und einer der Rechtschaffenen sein."
47Sie sagte: "Mein Herr, wie sollte ich ein Kind haben, wo mich (doch) kein menschliches Wesen berührt hat?" Er (, der Engel,) sagte: "So (wird es sein); Allah erschafft, was Er will. Wenn Er eine Angelegenheit bestimmt, so sagt Er zu ihr nur: ,Sei! und so ist sie.
48Und Er wird ihn die Schrift, die Weisheit, die Tora und das Evangelium lehren.
49Und (Er wird ihn schicken) als einen Gesandten zu den Kindern Isra´ils (, zu denen er sagen wird): ,Gewiß, ich bin ja mit einem Zeichen von eurem Herrn zu euch gekommen: daß ich euch aus Lehm (etwas) schaffe, (was so aussieht) wie die Gestalt eines Vogels, und dann werde ich ihm einhauchen, und da wird es ein (wirklicher) Vogel sein. Und ich werde mit Allahs Erlaubnis den Blindgeborenen und den Weißgefleckten heilen und werde Tote mit Allahs Erlaubnis wieder lebendig machen. Und ich werde euch kundtun, was ihr eßt und was ihr in euren Häusern aufspeichert. Darin ist wahrlich ein Zeichen für euch, wenn ihr gläubig seid.
50Und das zu bestätigen, was von der Tora vor mir (offenbart) war, und um euch einiges von dem zu erlauben, was euch verboten war. Und ich bin mit einem Zeichen von eurem Herrn zu euch gekommen; so fürchtet Allah und gehorcht mir!
51Gewiß, Allah ist mein Herr und euer Herr; so dient Ihm. Das ist ein gerader Weg."
52Als ´Isa aber ihren Unglauben wahrnahm, sagte er: "Wer sind meine Helfer (auf dem Weg hin) zu Allah?" Die Jünger sagten: "Wir sind Allahs Helfer. Wir glauben an Allah, und bezeuge, daß wir (Ihm) ergeben sind!
53Unser Herr, wir glauben an das, was Du (als Offenbarung) herabgesandt hast, und folgen dem Gesandten. So schreibe uns auf unter die Zeugnis Ablegenden!"
54Und sie schmiedeten Ränke, und (auch) Allah schmiedete Ränke; und Allah ist der beste Ränkeschmied.
55Als Allah sagte: "O ´Isa, Ich werde dich (nunmehr) abberufen und dich zu mir emporheben und dich von denen, die ungläubig sind, reinigen und diejenigen, die dir folgen, bis zum Tag der Auferstehung über diejenigen stellen, die ungläubig sind. Hierauf wird eure Rückkehr zu Mir sein, und dann werde Ich zwischen euch richten über das, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet.
56Was nun diejenigen angeht, die ungläubig sind, so werde Ich sie im Diesseits und im Jenseits mit strenger Strafe strafen; und sie werden keine Helfer haben.
57Was aber jene angeht, die glauben und rechtschaffene Werke tun, so wird Er ihnen ihren Lohn in vollem Maß zukommen lassen. Und Allah liebt nicht die Ungerechten."
58Dies verlesen Wir dir von den Zeichen und den weisen Sprüchen.
59Gewiß, das Gleichnis ´Isas ist bei Allah wie das Gleichnis Adams. Er erschuf ihn aus Erde. Hierauf sagte Er zu ihm: "Sei!" und da war er.
60(Das ist) die Wahrheit von deinem Herrn; gehöre daher nicht zu den Zweiflern!
61Wer nun mit dir darüber streitet, nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, so sag (zu denen): "Kommt her! Laßt uns unsere Söhne und eure Söhne, unsere Frauen und eure Frauen, uns selbst und euch selbst zusammenrufen und hierauf flehen und so den Fluch Allahs über die Lügner kommen lassen!"
62Gewiß, dies sind die wahren Geschichten. Und keinen Gott gibt es außer Allah. Allah - Er ist wahrlich der Allmächtige und Allweise.
63Doch wenn sie sich abkehren, so weiß Allah sehr wohl über die Unheilstifter Bescheid.
64Sag: O Leute der Schrift, kommt her zu einem zwischen uns und euch gleichen Wort: daß wir niemandem dienen außer Allah und Ihm nichts beigesellen und sich nicht die einen von uns die anderen zu Herren außer Allah nehmen. Doch wenn sie sich abkehren, dann sagt: Bezeugt, daß wir (Allah) ergeben sind.
65O Leute der Schrift, warum streitet ihr über Ibrahim, wo die Tora und das Evangelium erst nach ihm (als Offenbarung) herabgesandt worden sind? Begreift ihr denn nicht?
66Ihr da seid es doch, die ihr über etwas gestritten habt, wovon ihr Wissen habt; warum streitet ihr nun aber über etwas, wovon ihr kein Wissen habt? Allah weiß, ihr aber wißt nicht.
67Ibrahim war weder ein Jude noch ein Christ, sondern er war Anhänger des rechten Glaubens, einer, der sich Allah ergeben hat, und er gehörte nicht zu den Götzendienern.
68Die Menschen, die Ibrahim am nächsten stehen, sind wahrlich diejenigen, die ihm folgten, sowie dieser Prophet und die, die (mit ihm) glauben. Und Allah ist der Schutzherr der Gläubigen.
69Gern möchte euch ein Teil von den Leuten der Schrift in die Irre führen. Aber sie führen nur sich selbst in die Irre, ohne (es) zu merken.
70O Leute der Schrift! Warum verleugnet ihr Allahs Zeichen, wo ihr doch (selbst) Zeugen seid?
71O Leute der Schrift, warum verdeckt ihr das Wahre durch das Falsche und verbergt wissentlich die Wahrheit?
72Und ein Teil von den Leuten der Schrift sagt: "Glaubt an das, was auf diejenigen, die glauben, (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, am Anfang des Tages und verleugnet es (wieder) an seinem Ende, auf daß sie umkehren mögen!
73Und glaubt nur jemandem, der eurer Religion folgt. Sag: Gewiß, die (wahre) Rechtleitung ist Allahs Rechtleitung. (Und glaubt nicht,) daß (auch) jemandem (anderen) das gleiche gegeben werde, was euch gegeben wurde, oder daß man mit euch (zu Recht) vor eurem Herrn streite. Sag: Gewiß, die Huld liegt in Allahs Hand. Er gewährt sie, wem Er will. Und Allah ist Allumfassend und Allwissend.
74Er zeichnet mit Seinem Erbarmen aus, wen Er will, und Allah besitzt große Huld.
75Unter den Leuten der Schrift gibt es manche, die, wenn du ihnen einen Qintar anvertraust, ihn dir (wieder) aushändigen. Es gibt unter ihnen aber auch manche, die, wenn du ihnen (nur) einen Dinar anvertraust, ihn dir nicht (wieder) aushändigen, es sei denn, du bist ständig hinter ihnen her. Dies, weil sie sagen: "Gegen uns kann man der Schriftunkundigen wegen nicht vorgehen". Und sie sprechen (damit) wissentlich eine Lüge gegen Allah aus.
76Aber nein! Wer seinen Bund hält und gottesfürchtig ist, - gewiß, Allah liebt die Gottes fürchtigen.
77Diejenigen, die ihren Bund mit Allah und ihre Eide für einen geringen Preis verkaufen, haben am Jenseits keinen Anteil. Und Allah wird am Tag der Auferstehung weder zu ihnen sprechen noch sie anschauen noch sie läutern. Für sie wird es schmerzhafte Strafe geben.
78Und wahrlich, eine Gruppe von ihnen verdreht mit seinen Zungen die Schrift, damit ihr es für zur Schrift gehörig haltet, während es nicht zur Schrift gehört. Und sie sagen: "Es ist von Allah", während es nicht von Allah ist. Und sie sprechen (damit) wissentlich eine Lüge gegen Allah aus.
79Es steht einem menschlichen Wesen nicht zu, daß ihm Allah die Schrift, das Urteil und das Prophetentum gibt, und er hierauf zu den Menschen sagt: "Seid Diener von mir anstatt Allahs!", sondern: "Seid Leute des Herrn, da ihr das Buch zu lehren und da ihr (es) zu erlernen pflegtet."
80Und (es steht ihm nicht zu,) euch zu befehlen, die Engel und die Propheten zu Herren nehmen. Sollte er euch den Unglauben befehlen, nachdem ihr (Allah) Ergebene seid?
81Und als Allah mit den Propheten ein Abkommen traf: Was immer Ich euch an Büchern und Weisheit gebracht habe -, und danach ist zu euch ein Gesandter gekommen, das bestätigend, was euch (bereits) vorliegt, an den müßt ihr ganz gewiß glauben und dem müßt ihr ganz gewiß helfen. Er sagte: "Erklärt ihr euch einverstanden und nehmt ihr unter dieser (Bedingung) Meine Bürde an?" Sie sagten: "Wir erklären uns einverstanden." Er sagte: "So bezeugt es, und Ich gehöre mit euch zu den Zeugnis Ablegenden."
82Wer sich aber nach diesem abkehrt, so sind jene die Frevler.
83Begehren sie denn eine andere als Allahs Religion, wo sich Ihm doch (jeder) ergeben hat, der in den Himmeln und auf der Erde ist, freiwillig oder widerwillig? Und zu Ihm werden sie zurückgebracht.
84Sag: Wir glauben an Allah und (an das,) was auf uns und was auf Ibrahim, Isma´il, Ishaq, Ya´qub und die Stämme (als Offenbarung) herabgesandt wurde und was Musa, "Isa und den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied bei jemandem von Ihnen, und wir sind Ihm ergeben.
85Wer aber als Religion etwas anderes als den Islam begehrt, so wird es von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehören.
86Wie sollte Allah ein Volk rechtleiten, das (wieder) ungläubig wurde, nachdem es den Glauben (angenommen) hatte und (nachdem) es bezeugt hatte, daß der Gesandte wahrhaft ist, und (nachdem) zu ihm die klaren Beweise gekommen waren! Und Allah leitet nicht das ungerechte Volk recht.
87Der Lohn jener ist, daß auf ihnen der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen allesamt liegt,
88ewig darin zu bleiben. Die Strafe soll ihnen nicht erleichtert noch soll ihnen Aufschub gewährt werden,
89außer denjenigen, die nach alledem bereuen und verbessern, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig.
90Jene (aber), die ungläubig werden, nachdem sie den Glauben (angenommen) haben, und hierauf an Unglauben zunehmen, deren Reue wird nicht angenommen werden, und jene sind die Irregehenden.
91Gewiß, diejenigen, die ungläubig geworden sind und als Ungläubige sterben, - von keinem von ihnen würde die (ganze) Erde voll Gold angenommen werden, auch wenn er sich damit loskaufen wollte. Für jene wird es schmerzhafte Strafe geben; und sie werden keine Helfer haben.
92Ihr werdet die Güte nicht erreichen, bevor ihr nicht von dem ausgebt, was euch lieb ist. Und was immer ihr ausgebt, so weiß Allah darüber Bescheid.
93Alle Speisen waren den Kindern Isra´ils erlaubt außer dem, was Isra´il sich selbst verbot, bevor die Tora offenbart wurde. Sag: Bringt doch die Tora bei und verlest sie dann, wenn ihr wahrhaftig seid.
94Wer also nach alledem gegen Allah (noch) Lügen ersinnt, jene sind die Ungerechten.
95Sag: Allah hat die Wahrheit gesprochen. So folgt dem Glaubensbekenntnis Ibrahims, (als) Anhänger des rechten Glaubens, und er gehörte nicht zu den Götzendienern.
96Das erste (Gottes)haus, das für die Menschen gegründet wurde, ist wahrlich dasjenige in Bakka, als ein gesegnetes (Haus) und eine Rechtleitung für die Weltenbewohner.
97Darin liegen klare Zeichen. (Es ist) der Standort Ibrahims. Und wer es betritt, ist sicher. Und Allah steht es den Menschen gegenüber zu, daß sie die Pilgerfahrt zum Hause unternehmen - (diejenigen,) die dazu die Möglichkeit haben. Wer aber ungläubig ist, so ist Allah der Weltenbewohner Unbedürftig.
98Sag: O Leute der Schrift, warum verleugnet ihr Allahs Zeichen, wo doch Allah Zeuge dessen ist, was ihr tut?
99Sag: O Leute der Schrift, warum haltet ihr die, die glauben, von Allahs Weg ab, indem ihr danach trachtet, ihn krumm zu machen, wo ihr doch Zeugen seid? Doch Allah ist nicht unachtsam dessen, was ihr tut.
100O die ihr glaubt, wenn ihr einer Gruppe von denen gehorcht, denen die Schrift gegeben wurde, werden sie euch, nachdem ihr den Glauben (angenommen) habt, wieder zu Ungläubigen machen.
101Wie aber könnt ihr (wieder) ungläubig werden, wo euch doch Allahs Zeichen verlesen werden und unter euch Sein Gesandter ist? Doch wer an Allah festhält, der wird gewiß auf einen geraden Weg geleitet.
102O die ihr glaubt, fürchtet Allah in gebührender Furcht und sterbt ja nicht anders denn als (Allah) Ergebene!
103Und haltet alle fest am Seil Allahs und geht nicht auseinander! Und gedenkt Allahs Gunst an euch, als ihr Feinde wart und Er dann eure Herzen zusammenführte, worauf ihr durch Seine Gunst Brüder wurdet. Und (als) ihr am Rand einer Feuergrube wart und Er euch dann davor errettete. So macht Allah euch Seine Zeichen klar, auf daß ihr rechtgeleitet werden möget!
104Und es soll aus euch eine Gemeinschaft werden, die zum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Verwerfliche verbietet. Jene sind es, denen es wohl ergeht.
105Und seid nicht wie jene, die auseinander gingen und uneinig wurden, nachdem die klaren Beweise zu ihnen gekommen waren. Für jene gibt es gewaltige Strafe.
106An dem Tag, da (die einen) Gesichter weiß und (die anderen) Gesichter schwarz sein werden. Was nun diejenigen angeht, deren Gesichter schwarz sein werden (, so wird zu ihnen gesagt werden): "Seid ihr ungläubig geworden, nachdem ihr den Glauben (angenommen) hattet? So kostet die Strafe dafür, daß ihr wieder ungläubig geworden seid."
107Was aber diejenigen angeht, deren Gesichter weiß sein werden, so werden sie sich in Allahs Erbarmen befinden. Ewig werden sie darin bleiben.
108Dies sind die Zeichen Allahs, die Wir der Wahrheit entsprechend verlesen. Und Allah will keine Ungerechtigkeit für die Weltenbewohner
109Allah gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und zu Allah werden (all) die Angelegenheiten zurückgebracht.
110Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Allah. Und wenn die Leute der Schrift glauben würden, wäre es wahrlich besser für sie. Unter ihnen gibt es Gläubige, aber die meisten von ihnen sind Frevler.
111Sie werden euch keinen Schaden zufügen, außer Beleidigungen. Und wenn sie gegen euch kämpfen, werden sie euch den Rücken kehren, und hierauf wird ihnen keine Hilfe zuteil werden.
112Auferlegt ist ihnen Erniedrigung, wo immer sie angetroffen werden-, außer mit einem Seil von Allah und einem Seil von den Menschen -, und sie haben sich Zorn von Allah zugezogen, und Elend ist ihnen auferlegt. Dies, weil sie stets Allahs Zeichen verleugneten und die Propheten zu Unrecht töteten, weil sie sich widersetzten und stets übertraten.
113Sie sind nicht (alle) gleich. Unter den Leuten der Schrift ist eine standhafte Gemeinschaft, die Allahs Zeichen zu Stunden der Nacht verliest und sich (im Gebet) niederwirft.
114Sie glauben an Allah und den Jüngsten Tag und gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche und beeilen sich mit den guten Dingen. Jene gehören zu den Rechtschaffenen.
115Und was sie an Gutem tun, das wird ihnen nicht ungedankt bleiben. Und Allah weiß über die Gottesfürchtigen Bescheid.
116Gewiß, denjenigen, die ungläubig sind, werden weder ihr Besitz noch ihre Kinder vor Allah etwas nützen. Das sind Insassen des (Höllen)feuers. Ewig werden sie darin bleiben.
117Das Gleichnis dessen, was sie in diesem irdischen Leben ausgeben, ist das eines eisigen Windes, der die Saatfelder von Leuten trifft, die sich selbst Unrecht zugefügt haben; und so vernichtet er sie. Allah hat ihnen kein Unrecht zugefügt, sondern sie selbst fügen sich Unrecht zu.
118O die ihr glaubt, nehmt keine Vertrauten außer von euch. Sie scheuen keine Mühe, euch zu verwirren, und möchten gern, daß ihr in Bedrängnis geratet. Schon wurde aus ihren Mündern Haß offenkundig, aber was ihre Brüste verborgen halten, ist (noch) schwerwiegender. Wir haben euch die Zeichen bereits klargemacht, wenn ihr begreifen wollt.
119Da habt ihr sie doch geliebt, während sie euch nicht lieben, und ihr glaubt an das gesamte Buch. Wenn sie euch treffen, sagen sie: "Wir glauben." Wenn sie jedoch allein sind, beißen sie sich in die Fingerspitzen vor Grimm gegen euch. Sag: Sterbt an eurem Grimm! Gewiß, Allah weiß über das Innerste der Brüste Bescheid.
120Wenn euch etwas Gutes widerfährt, tut es ihnen leid. Wenn euch jedoch etwas Böses trifft, sind sie froh darüber. Wenn ihr aber geduldig seid und gottesfürchtig, wird euch ihre Arglist keinen Schaden zufügen. Allah umfaßt, was sie tun.
121Und als du von deinen Angehörigen frühmorgens weggingst, um den Gläubigen Stellungen für den Kampf zuzuweisen. Und Allah ist Allhörend und Allwissend.
122Als zwei Teil(gruppen) von euch vorhatten, aufzugeben, wo doch Allah ihr Schutzherr ist. Und auf Allah sollen sich die Gläubigen verlassen.
123Allah hat euch doch schon in Badr geholfen, als ihr verächtlich erschient. Darum fürchtet Allah, auf daß ihr dankbar sein möget!
124Als du zu den Gläubigen sagtest: "Genügt es euch denn nicht, daß euch euer Herr mit dreitausend herabgesandten Engeln unterstützt?
125Ja doch! Wenn ihr standhaft seid und gottesfürchtig und sie unverzüglich über euch kommen, unterstützt euch euer Herr mit fünftausend gekennzeichneten Engeln."
126Allah machte es nur zu einer frohen Botschaft für euch, und damit eure Herzen dadurch Ruhe finden -, denn der Sieg kommt nur von Allah, dem Allmächtigen, dem Allweisen -,
127damit Er einen Teil derjenigen, die ungläubig waren, abtrennte oder sie niederwarf, so daß sie enttäuscht umkehrten.
128Es ist gar nicht deine Angelegenheit, ob Er ihre Reue annimmt oder sie straft, denn sie sind ja Ungerechte.
129Und Allah gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Er vergibt, wem Er will, und Er straft, wen Er will. Und Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
130O die ihr glaubt, verschlingt nicht den Zins um ein Vielfaches vermehrt, sondern fürchtet Allah, auf daß es euch wohl ergehen möge!
131Und hütet euch vor dem (Höllen)feuer, das für die Ungläubigen bereitet ist!
132Und gehorcht Allah und dem Gesandten, auf daß ihr Erbarmen finden möget!
133Und beeilt euch um Vergebung von eurem Herrn und (um) einen (Paradies)garten, dessen Breite (wie) die Himmel und die Erde ist. Er ist für die Gottesfürchtigen bereitet,
134die in Freude und Leid ausgeben und ihren Grimm zurückhalten und den Menschen verzeihen. Und Allah liebt die Gutes Tuenden
135und diejenigen, die, wenn sie eine Abscheulichkeit begangen oder sich selbst Unrecht zugefügt haben, Allahs gedenken und dann für ihre Sünden um Vergebung bitten - und wer sollte die Sünden vergeben außer Allah? - und (die) nicht auf dem beharren, was sie getan haben, wo sie doch wissen.
136Der Lohn jener ist Vergebung von ihrem Herrn und Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben. Und wie trefflich ist der Lohn derjenigen, die (gut) handeln!
137Schon vor euch sind Gesetzmäßigkeiten ergangen. So reist doch auf der Erde umher und schaut, wie das Ende der Leugner war.
138Dies ist eine klare Darlegung für die Menschen und eine Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.
139Und werdet nicht schwach noch seid traurig, wo ihr doch die Oberhand haben werdet, wenn ihr gläubig seid.
140Wenn euch eine Wunde zugefügt worden ist, so ist dem (ungläubigen) Volk schon eine gleiche Wunde zugefügt worden. Und diese Tage (des Kriegsglücks) lassen Wir unter den Menschen wechseln, - damit Allah diejenigen, die glauben, kennt und (damit) Er Sich von euch (Blut)zeugen nimmt. Und Allah liebt nicht die Ungerechten.
141Und damit Allah diejenigen, die glauben, herausstellt und die Ungläubigen dahinschwinden läßt.
142Oder meint ihr etwa, daß ihr in den (Paradies)garten eingehen werdet, noch ehe Allah diejenigen von euch kennt, die unter euch sich (für Seine Sache) abmühen, und die Standhaften kennt?
143Und ihr habt euch ja wiederholt den Tod gewünscht, bevor ihr ihm begegnet seid. Nun habt ihr ihn mit eigenen Augen geschaut.
144Und Muhammad ist doch nur ein Gesandter, vor dem schon Gesandte vorübergegangen sind. Wenn er nun stirbt oder getötet wird, werdet ihr euch (dann) auf den Fersen umkehren? Und wer sich auf den Fersen umkehrt, wird Allah keinerlei Schaden zufügen. Aber Allah wird (es) den Dankbaren vergelten.
145Keiner Seele ist es möglich zu sterben, außer mit Allahs Erlaubnis (und) nach einer befristeten Vorbestimmung. Wer die Belohnung des Diesseits will, dem geben Wir (etwas) von ihm; und wer die Belohnung des Jenseits will, dem geben Wir (etwas) von ihm. Und Wir werden (es) den Dankbaren vergelten.
146Und mit wie vielen Propheten zusammen kämpften zahlreiche Bekenner des Herrn! Doch sie gaben nicht auf ob dessen, was sie auf Allahs Weg traf, noch wurden sie schwach, noch unterwarfen sie sich. Und Allah liebt die Standhaften.
147Ihre Worte waren nichts anderes, als daß sie sagten: "Unser Herr, vergib uns unsere Sünden und die Maßlosigkeit in unserer Angelegenheit, festige unsere Füße und hilf uns gegen das ungläubige Volk!"
148Da gab Allah ihnen die Belohnung des Diesseits und die schöne Belohnung des Jenseits. Und Allah liebt die Gutes Tuenden.
149O die ihr glaubt, wenn ihr denen, die ungläubig sind, gehorcht, lassen sie euch auf den Fersen kehrtmachen, und dann werdet ihr als Verlierer zurückkehren.
150Nein! Vielmehr ist Allah euer Schutzherr; und Er ist der beste Helfer.
151Wir werden in die Herzen derjenigen, die ungläubig sind, Schrecken einjagen dafür, daß sie Allah (andere Götter) beigesellt haben, wozu Er keine Ermächtigung offenbart hat. Ihr Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein - ein schlimmer Aufenthaltsort für die Ungerechten!
152Allah hat ja Sein Versprechen euch gegenüber gehalten, als ihr sie mit Seiner Erlaubnis vernichtetet, bis daß ihr den Mut verlort und über die Angelegenheit miteinander strittet und euch widersetztet, nachdem Er euch gezeigt hatte, was euch lieb ist. - Unter euch gibt es manche, die das Diesseits wollen; unter euch gibt es aber auch manche, die das Jenseits wollen. - Hierauf wandte Er euch von ihnen ab, um euch zu prüfen. Nun hat Er euch wahrlich schon verziehen, denn Allah ist voll Huld gegen die Gläubigen.
153Als ihr fortlieft und euch nach niemandem umdrehtet, während der Gesandte euch von hinten her rief. Da belohnte Er euch mit Kummer für (den) Kummer (des Propheten), damit ihr weder traurig wäret über das, was euch entgangen war, noch über das, was euch getroffen hatte. Und Allah ist Kundig dessen, was ihr tut.
154Dann sandte Er nach dem Kummer Sicherheit auf euch herab, Schläfrigkeit, die einen Teil von euch überkam, während ein (anderer) Teil um sich selbst besorgt war, indem sie von Allah in Gedanken der Unwissenheit dachte, was dem Wahren nicht entspricht. Sie sagten: "Haben wir denn irgend etwas in der Angelegenheit (zu entscheiden gehabt)?" Sag: Die Angelegenheit ist ganz und gar (in) Allahs (Entscheidung). Sie halten in ihrem Innersten verborgen, was sie dir nicht offenlegen; sie sagen: "Wenn wir etwas von der Angelegenheit (zu entscheiden) hätten, würden wir hier nicht getötet." Sag: Wenn ihr auch in euren Häusern gewesen wäret, wären diejenigen, denen der Tod vorgezeichnet war, an den Stellen erschienen, wo sie (als Gefallene) liegen sollten, - damit Allah prüfe, was in euren Brüsten und herausstellt, was in euren Herzen ist. Und Allah weiß über das Innerste der Brüste Bescheid.
155Gewiß, diejenigen von euch, die sich an dem Tag, da die beiden Heere aufeinandertrafen, abkehrten, ließ nur der Satan straucheln durch etwas von dem, was sie begangen hatten. Aber wahrlich, nun hat Allah ihnen verziehen. Allah ist Allvergebend und Nachsichtig.
156O die ihr glaubt, seid nicht wie diejenigen, die ungläubig sind und von ihren Brüdern, wenn sie im Lande umhergereist sind oder sich auf einem Kriegszug befunden haben, sagen: "Wenn sie bei uns geblieben wären, wären sie nicht gestorben und nicht getötet worden", damit Allah dies zu einer gramvollen Reue in ihren Herzen mache. Allah macht lebendig und läßt sterben. Und was ihr tut, sieht Allah wohl.
157Und wenn ihr auf Allahs Weg getötet werdet oder sterbt, so sind Vergebung von Allah und Erbarmen fürwahr besser als (all) das, was sie zusammentragen.
158Und wenn ihr sterbt oder getötet werdet, so werdet ihr fürwahr zu Allah versammelt werden.
159Durch Erbarmen von Allah bist du mild zu ihnen gewesen; wärst du aber schroff und hartherzig, so würden sie wahrlich rings um dich auseinandergelaufen. So verzeihe ihnen, bitte für sie um Vergebung und ziehe sie in den Angelegenheiten zu Rate. Und wenn du dich entschlossen hast, dann verlasse dich auf Allah! Gewiß, Allah liebt die sich (auf Ihn) Verlassenden.
160Wenn Allah euch zum Sieg verhilft, so kann euch keiner besiegen. Doch wenn Er euch im Stich läßt, wer ist es denn, der euch dann, nach Ihm, noch helfen könnte? Und auf Allah sollen sich die Gläubigen verlassen.
161Es steht keinem Propheten zu, (etwas) zu veruntreuen. Und wer (etwas) veruntreut, wird das, was er veruntreut hat, am Tag der Auferstehung bringen. Dann wird jeder Seele in vollem Maß zukommen, was sie verdient hat, und es wird ihnen kein Unrecht zugefügt.
162Ist denn jemand, der Allahs Wohlgefallen folgt, wie einer, der sich Allahs Mißfallen zuzieht und dessen Zufluchtsort die Hölle ist? - Ein schlimmer Ausgang!
163Sie nehmen (unterschiedliche) Rangstufen bei Allah ein. Und Allah sieht wohl, was sie tun.
164Allah hat den Gläubigen wirklich eine Wohltat erwiesen, als Er unter ihnen einen Gesandten von ihnen selbst geschickt hat, der ihnen Seine Zeichen verliest, und sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, obgleich sie sich zuvor wahrlich in deutlichem Irrtum befanden.
165Ist es nicht (so), daß, als euch ein Unglück traf, obwohl ihr (den Feind) mit einem zweimal so großen getroffen hattet, ihr sagtet: "Woher kommt das?" Sag: Es kommt von euch selbst. Gewiß, Allah hat zu allem die Macht.
166Und was euch an dem Tag traf, da die beiden Heere aufeinandertrafen, so (geschah) das mit Allahs Erlaubnis, - damit Er die Gläubigen kennt
167und damit Er diejenigen kennt, die heucheln, zu denen gesagt wurde: "Kommt her und kämpft auf Allahs Weg oder wehrt ab", worauf sie sagten: "Wenn wir zu kämpfen wüßten, würden wir euch wahrlich folgen." Sie waren an jenem Tag dem Unglauben näher als dem Glauben. Sie sagen mit ihren Mündern, was nicht in ihren Herzen ist. Doch Allah weiß sehr wohl, was sie verbergen.
168Diejenigen, die von ihren Brüdern sagten, während sie (selbst daheim) sitzen blieben: "Wenn sie uns gehorcht hätten, wären sie nicht getötet worden". Sag: So wehrt den Tod von euch selbst ab, wenn ihr wahrhaftig seid!
169Und meine ja nicht, diejenigen, die auf Allahs Weg getötet worden sind, seien (wirklich) tot. Nein! Vielmehr sind sie lebendig bei ihrem Herrn und werden versorgt
170und sind froh über das, was Allah ihnen von Seiner Huld gewährt hat, und sind glückselig über diejenigen, die sich nach ihnen noch nicht angeschlossen haben, daß keine Furcht über sie kommen soll, noch sie traurig sein sollen.
171Sie sind glückselig über eine Gunst von Allah und eine Huld und (darüber), daß Allah den Lohn der Gläubigen nicht verlorengehen läßt.
172Diejenigen, die auf Allah und den Gesandten hörten, nachdem ihnen eine Wunde zugefügt worden war - für diejenigen unter ihnen, die Gutes tun und gottesfürchtig sind, wird es großartigen Lohn geben.
173Diejenigen, zu denen die Menschen sagten: "Die Menschen haben (sich) bereits gegen euch versammelt; darum fürchtet sie!" - Doch da mehrte das (nur) ihren Glauben, und sie sagten: "Unsere Genüge ist Allah, und wie trefflich ist der Sachwalter!"
174So kehrten sie mit einer Gunst von Allah und einer Huld zurück, ohne daß ihnen etwas Böses widerfahren war. Sie folgten Allahs Wohlgefallen, und Allah ist voll großer Huld.
175Dies ist nur der Satan, der (euch) mit seinen Gefolgsleuten Furcht einzuflößen sucht. Fürchtet sie aber nicht, sondern fürchtet Mich, wenn ihr gläubig seid!
176Und lasse dich nicht durch jene traurig machen, die im Unglauben dahineilen! Sie werden Allah gewiß keinerlei Schaden zufügen. Allah will, daß ihnen im Jenseits kein Anteil zugewiesen wird. Für sie wird es gewaltige Strafe geben.
177Diejenigen, die den Unglauben für den Glauben erkauft haben, werden Allah keinerlei Schaden zufügen, und für sie wird es schmerzhafte Strafe geben.
178Und diejenigen, die ungläubig sind, sollen ja nicht meinen, daß das, was Wir ihnen an Aufschub gewähren, gut für sich selbst sei. Wir gewähren ihnen nur Aufschub, damit sie an Sünde zunehmen, und für sie gibt es schmachvolle Strafe.
179Nimmer wird Allah die Gläubigen in dem (Zustand) belassen, in dem ihr euch befindet, bis Er das Schlechte vom Guten gesondert hat. Und nimmer wird Allah euch Einblick in das Verborgene gewähren, doch Allah erwählt von Seinen Gesandten, wen Er will. So glaubt an Allah und Seine Gesandten! Und wenn ihr glaubt und gottesfürchtig seid, dann wird es für euch großartigen Lohn geben.
180Und diejenigen, die mit dem geizen, was Allah ihnen von Seiner Huld gewährt hat, sollen ja nicht meinen, das sei (so) besser für sie. Nein! Vielmehr ist es schlecht für sie. Mit dem, womit sie gegeizt haben, werden sie am Tag der Auferstehung umschlungen werden. Und Allah gehört das Erbe der Himmel und der Erde, und Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.
181Allah hat ja die Worte derjenigen gehört, die sagten: "Allah ist gewiß arm, und wir sind reich." Wir werden aufschreiben, was sie sagten, und daß sie die Propheten zu Unrecht töteten; und Wir werden zu ihnen sagen "Kostet die Strafe des Brennens!
182Dies (geschieht) wegen dessen, was eure Hände vorausgeschickt haben, und deshalb, weil Allah keiner ist, der den Menschen Unrecht zufügt."
183(Es sind) diejenigen, die sagten: "Allah hat uns verpflichtet, keinem Gesandten zu glauben, bis er uns ein Opfer bringt, das vom Feuer verzehrt wird." Sag: Schon vor mir sind Gesandte mit klaren Beweisen zu euch gekommen und mit dem, wovon ihr spracht. Warum habt ihr sie dann getötet, wenn ihr wahrhaftig seid?"
184Wenn sie dich der Lüge bezichtigen, so sind bereits Gesandte vor dir der Lüge bezichtigt worden, die mit den klaren Beweisen, den Büchern der Weisheit und den erleuchtenden Büchern kamen.
185Jede Seele wird den Tod kosten. Und erst am Tag der Auferstehung wird euch euer Lohn in vollem Maß zukommen. Wer dann dem (Höllen)feuer entrückt und in den (Paradies)garten eingelassen wird, der hat fürwahr einen Erfolg erzielt. Und das diesseitige Leben ist nur trügerischer Genuß.
186Ihr werdet ganz gewiß in eurem Besitz und in eurer eigenen Person geprüft werden, und ihr werdet ganz gewiß von denjenigen, denen die Schrift vor euch gegeben wurde, und denen, die (Allah etwas) beigesellen, viel Beleidigendes zu hören bekommen. Doch wenn ihr standhaft und gottesfürchtig seid, so gehört dies gewiß zur Entschlossenheit (in der Handhabung) der Angelegenheiten.
187Und (gedenkt,) als Allah mit denjenigen, denen die Schrift gegeben worden war, ein Abkommen traf: "Ihr sollt sie den Menschen ganz gewiß klar machen und sie nicht verborgen halten!" Da warfen sie sie hinter ihren Rücken und verkauften sie für einen geringen Preis; wie schlimm ist das, was sie erkaufen!
188Und meine ja nicht, daß diejenigen, die froh sind über das, was sie begangen haben, und denen es lieb ist, für etwas gelobt zu werden, was sie nicht getan haben, - meine ja nicht, sie seien der Strafe entronnen! Für sie wird es schmerzhafte Strafe geben.
189Allah gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde. Allah hat zu allem die Macht.
190In der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Unterschied von Nacht und Tag liegen wahrlich Zeichen für diejenigen, die Verstand besitzen,
191die Allahs stehend, sitzend und auf der Seite (liegend) gedenken und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken: "Unser Herr, Du hast (all) dies nicht umsonst erschaffen. Preis sei Dir! Bewahre uns vor der Strafe des (Höllen)feuers.
192Unser Herr, gewiß, wen Du ins (Höllen)feuer eingehen läßt, den hast Du (damit) in Schande gestürzt. Und die Ungerechten werden keine Helfer haben.
193Unser Herr, gewiß, wir hörten einen Rufer, der zum Glauben aufrief: .Glaubt an euren Herrn. Da glaubten wir. Unser Herr, vergib uns unsere Sünden, tilge unsere bösen Taten und berufe uns ab unter den Gütigen.
194Unser Herr, und gib uns, was Du uns durch Deine Gesandten versprochen hast, und stürze uns nicht in Schande am Tag der Auferstehung. Gewiß, Du brichst nicht, was Du versprochen hast."
195Da erhörte sie ihr Herr: "Ich lasse kein Werk eines (Gutes) Tuenden von euch verlorengehen, sei es von Mann oder Frau; die einen von euch sind von den anderen. Denen also, die ausgewandert und aus ihren Wohnstätten vertrieben worden sind und denen auf Meinem Weg Leid zugefügt worden ist, und die gekämpft haben und getötet worden sind, werde Ich ganz gewiß ihre bösen Taten tilgen und sie ganz gewiß in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen, als Belohnung von Allah." Und Allah - bei Ihm ist die schöne Belohnung.
196Lasse dich ja nicht durch den Wandel derer in den Landstrichen täuschen, die ungläubig sind.
197(Es ist nur) ein geringer Genuß, daraufhin wird die Hölle ihr Zufluchtsort sein. Und wie schlimm ist die Lagerstatt!
198Aber für diejenigen, die ihren Herrn fürchten, sind Gärten, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben; eine gastliche Aufnahme von Allah. Was bei Allah ist, ist besser für die Gütigen.
199Und unter den Leuten der Schrift gibt es wahrlich manche, die an Allah glauben und (an) das, was zu euch (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, und was zu ihnen (selbst) herabgesandt worden ist. Dabei sind sie demütig vor Allah und verkaufen nicht die Zeichen Allahs für einen geringen Preis. Jene haben ihren Lohn bei ihrem Herrn. Gewiß, Allah ist schnell im Abrechnen.
200O die ihr glaubt, geduldet euch, haltet standhaft aus, seid kampfbereit und fürchtet Allah, auf daß es euch wohl ergehen möge!
Chapter 4 (Sura 4)
1O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen schuf, und aus ihm schuf Er seine Gattin und ließ aus beiden viele Männer und Frauen sich ausbreiten. Und fürchtet Allah, in Dessen (Namen) ihr einander bittet, und die Verwandtschaftsbande. Gewiß, Allah ist Wächter über euch.
2Und gebt den Waisen ihren Besitz und tauscht nicht Schlechtes mit Gutem aus und zehrt nicht ihren Besitz zu eurem Besitz hinzu. Das ist gewiß ein schweres Vergehen.
3Und wenn ihr befürchtet, nicht gerecht hinsichtlich der Waisen zu handeln, dann heiratet, was euch an Frauen gut scheint, zwei, drei oder vier. Wenn ihr aber befürchtet, nicht gerecht zu handeln, dann (nur) eine oder was eure rechte Hand besitzt. Das ist eher geeignet, daß ihr nicht ungerecht seid.
4Und gebt den Frauen ihre Morgengabe als Geschenk. Wenn sie für euch aber freiwillig auf etwas davon verzichten, dann verzehrt es als wohlbekömmlich und zuträglich.
5Und gebt nicht den Toren euren Besitz, den Allah euch zum Unterhalt bestimmt hat, sondern versorgt sie davon und kleidet sie und sagt zu ihnen geziemende Worte.
6Und prüft die Waisen, bis daß sie das Heiratsalter erreicht haben. Und wenn ihr dann an ihnen Besonnenheit feststellt, so händigt ihnen ihren Besitz aus. Und verzehrt ihn nicht maßlos und ihrem Erwachsenwerden zuvorkommend. Wer reich ist, der soll sich enthalten; und wer arm ist, der soll in rechtlicher Weise (davon) zehren. Und wenn ihr ihnen dann ihren Besitz aushändigt, so nehmt Zeugen vor ihnen. Doch Allah genügt als Abrechner.
7Den Männern steht ein Anteil von dem zu, was die Eltern und nächsten Verwandten hinterlassen, und den Frauen steht ein Anteil von dem zu, was die Eltern und nächsten Verwandten hinterlassen, sei es wenig oder viel - ein festgesetzter Anteil.
8Und wenn bei der Verteilung Verwandte, Waisen und Arme zugegen sind, dann versorgt sie davon und sagt zu ihnen geziemende Worte.
9Und diejenigen sollen sich fürchten, die, wenn sie schwache Nachkommenschaft hinterließen, um sie bangen würden; darum sollen sie sich vor Allah hüten und treffende Worte sagen.
10Diejenigen, die den Besitz der Waisen ungerechterweise verschlingen, verzehren in ihren Bäuchen nur Feuer; und sie werden der Feuerglut ausgesetzt sein.
11Allah empfiehlt euch hinsichtlich eurer Kinder: Einem männlichen Geschlechts kommt ebensoviel zu wie der Anteil von zwei weiblichen Geschlechts. Wenn es aber (ausschließlich) Frauen sind, mehr als zwei, dann stehen ihnen zwei Drittel dessen zu, was er hinterläßt; wenn es (nur) eine ist, dann die Hälfte. Und den Eltern steht jedem ein Sechstel von dem zu, was er hinterläßt, wenn er Kinder hat. Wenn er jedoch keine Kinder hat und seine Eltern ihn beerben, dann steht seiner Mutter ein Drittel zu. Wenn er Brüder hat, dann steht seiner Mutter (in diesem Fall) ein Sechstel zu. (Das alles) nach (Abzug) eines (etwaigen) Vermächtnisses, das er festgesetzt hat, oder einer Schuld. Eure Väter und eure Söhne - ihr wißt nicht, wer von ihnen euch an Nutzen näher steht. (Das alles gilt für euch) als Verpflichtung von Allah. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allweise.
12Und euch steht die Hälfte vom dem zu, was eure Gattinnen hinterlassen, wenn sie keine Kinder haben. Wenn sie jedoch Kinder haben, dann steht euch ein Viertel von dem zu, was sie hinterlassen. (Das alles) nach (Abzug) eines (etwaigen) Vermächtnisses, das sie festgesetzt haben, oder einer Schuld. Und ihnen steht ein Viertel von dem zu, was ihr hinterlaßt, wenn ihr keine Kinder habt. Wenn ihr jedoch Kinder habt, dann steht ihnen ein Achtel von dem zu, was ihr hinterlaßt. (Das alles) nach (Abzug) eines (etwaigen) Vermächtnisses, das ihr festgesetzt habt, oder einer Schuld. Und wenn ein Mann oder eine Frau ohne Eltern oder Kinder beerbt wird und er (bzw. sie) einen (Halb)bruder oder eine (Halb)schwester (mütterlicherseits) hat, dann steht jedem von beiden ein Sechstel zu. Wenn es jedoch mehr als dies sind, dann sollen sie Teilhaber an einem Drittel sein. (Das alles) nach (Abzug) eines (etwaigen) Vermächtnisses, das festgesetzt worden ist, oder einer Schuld, ohne Schädigung. (Das alles ist euch) anbefohlen von Allah. Allah ist Allwissend und Nachsichtig.
13Dies sind Allahs Grenzen. Wer nun Allah und Seinem Gesandten gehorcht, den wird Er in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben; und das ist ein großartiger Erfolg.
14Wer sich aber Allah und Seinem Gesandten widersetzt und Seine Grenzen überschreitet, den läßt Er in ein Feuer eingehen, ewig darin zu bleiben; und für ihn gibt es schmachvolle Strafe.
15Und diejenigen von euren Frauen, die das Abscheuliche begehen, - bringt vier Zeugen von euch gegen sie. Wenn sie (es) bezeugen, dann haltet sie im Haus fest, bis der Tod sie abberuft oder Allah ihnen einen (Aus)weg schafft.
16Und die beiden von euch, die es begehen, - züchtigt sie. Wenn sie dann bereuen und sich bessern, so laßt von ihnen ab. Gewiß, Allah ist Reue-Annehmend und Barmherzig.
17Die Annahme der Reue obliegt Allah nur für diejenigen, die in Unwissenheit Böses tun und hierauf beizeiten bereuen. Deren Reue nimmt Allah an. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
18Nicht aber ist die Annahme der Reue für diejenigen, die böse Taten begehen, bis daß, wenn sich bei einem von ihnen der Tod einstellt, er sagt: "Jetzt bereue ich", und auch nicht für diejenigen, die als Ungläubige sterben. Für jene haben Wir schmerzhafte Strafe bereitet.
19O die ihr glaubt, es ist euch nicht erlaubt, Frauen wider (ihren) Willen zu erben. Und drangsaliert sie nicht, um (ihnen) einen Teil von dem, was ihr ihnen gegeben habt, zu nehmen, außer sie begehen etwas klar Abscheuliches. Und geht in rechtlicher Weise mit ihnen um. Wenn sie euch zuwider sind, so ist euch vielleicht etwas zuwider, während Allah viel Gutes in es hineinlegt.
20Und wenn ihr eine Gattin anstelle einer anderen eintauschen wollt und ihr der einen von ihnen einen Qintar gegeben habt, dann nehmt nichts davon (zurück). Wollt ihres (etwa) durch Verleumdung und deutliche Sünde (zurück)nehmen?
21Wie könnt ihr es (zurück)nehmen, wo ihr doch zueinander eingegangen seid und sie mit euch ein festes Abkommen getroffen haben?
22Und heiratet nicht Frauen, die (vorher) eure Väter geheiratet haben, außer dem, was bereits geschehen ist. Gewiß, das ist eine Abscheulichkeit und etwas Hassenswertes und ein böser Weg.
23Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits, eure Tanten mütterlicherseits, die Nichten, eure Nährmütter, die euch gestillt haben, eure Milchschwestem, die Mütter eurer Frauen, eure Stieftöchter, die sich im Schoß eurer Familie befinden von euren Frauen, zu denen ihr eingegangen seid, - wenn ihr jedoch nicht zu ihnen eingegangen seid, so ist es keine Sünde für euch (, deren Töchter zu heiraten) - und (verboten zu heiraten sind euch) die Ehefrauen eurer Söhne, die aus euren Lenden (hervorgegangen) sind, und (verboten ist es euch,) daß ihr zwei Schwestern zusammen (zur Frau) nehmt, außer dem, was bereits geschehen ist. Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
24Und (verboten sind euch) von den Frauen die verheirateten, außer denjenigen, die eure rechte Hand besitzt. (Dies gilt) als Allahs Vorschrift für euch. Erlaubt ist euch, was darüber hinausgeht, (nämlich) daß ihr mit eurem Besitz (Frauen) begehrt zur Ehe und nicht zur Hurerei (Frauen). Welche von ihnen ihr dann genossen habt, denen gebt ihren Lohn als Pflichtteil. Es liegt aber keine Sünde für euch darin, daß ihr, nachdem der Pflichtteil (festgelegt) ist, (darüberhinausgehend) euch miteinander einigt. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allweise.
25Und wer von euch nicht so bemittelt ist, daß er ehrbare, gläubige Frauen zu heiraten vermag, der (soll) von den gläubigen Mädchen (heiraten), die eure rechte Hand besitzt. Und Allah weiß sehr wohl über euren Glauben Bescheid; die einen von euch sind von den anderen. So heiratet sie mit der Erlaubnis ihrer Angehörigen und gebt ihnen ihren Lohn in rechtlicher Weise, wenn sie ehrbar sind, nicht solche, die Hurerei treiben und sich Liebhaber halten! Und wenn sie (durch Heirat) ehrbare Frauen geworden sind und dann eine Abscheulichkeit begehen, soll ihnen (nur) die Hälfte der Strafe zukommen, die ehrbaren Frauen zukommt. Dies gilt für denjenigen von euch, der (in) Bedrängnis (zu kommen) fürchtet. Doch daß ihr Geduld übt, ist besser für euch. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
26Allah will euch Klarheit geben und euch rechtleiten nach den Gesetzmäßigkeiten derer, die vor euch waren, und eure Reue annehmen. Allah ist Allwissend und Allweise.
27Und Allah will eure Reue annehmen; diejenigen aber, die den Begierden folgen, wollen, daß ihr (vom rechten Weg) völlig abweicht.
28Allah will es euch leicht machen, denn der Mensch ist (ja) schwach erschaffen.
29O die ihr glaubt, zehrt nicht euren Besitz untereinander auf nichtige Weise auf, es sei denn, daß es sich um einen Handel in gegenseitigem Einvernehmen handelt. Und tötet euch nicht selbst (gegenseitig). Allah ist gewiß Barmherzig gegen euch.
30Und wer dies in feindseligem Vorgehen und ungerechterweise tut, den werden Wir einem Feuer aussetzen. Und dies ist Allah ein leichtes.
31Wenn ihr die schwerwiegenden (Dinge) meidet, die euch verboten sind, tilgen Wir euch eure bösen Taten und gewähren euch auf eine ehrenvolle Weise Eingang (in den Paradiesgarten).
32Und wünscht euch nicht das, womit Allah die einen von euch vor den anderen bevorzugt hat. Den Männern kommt ein Anteil von dem zu, was sie verdient haben, und den Frauen kommt ein Anteil von dem zu, was sie verdient haben. Und bittet Allah (um etwas) von Seiner Huld. Allah weiß über alles Bescheid.
33Einem jeden haben Wir Erbberechtigte bestimmt für das, was die Eltern und nächsten Verwandten hinterlassen. Denjenigen, mit denen eure rechte Hand eine Abmachung getroffen hat, gebt ihnen ihren Anteil. Allah ist über alles Zeuge.
34Die Männer stehen in Verantwortung für die Frauen wegen dessen, womit Allah die einen von ihnen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Besitz (für sie) ausgeben. Darum sind die rechtschaffenen Frauen (Allah) demütig ergeben und hüten das zu Verbergende, weil Allah (es) hütet. Und diejenigen, deren Widersetzlichkeit ihr befürchtet, - ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie. Wenn sie euch aber gehorchen, dann sucht kein Mittel gegen sie. Allah ist Erhaben und Groß.
35Und wenn ihr Widerstreit zwischen den beiden befürchtet, dann setzt einen Schiedsrichter aus seiner Familie und einen Schiedsrichter aus ihrer Familie ein. Wenn sie (beide) eine Aussöhnung wollen, wird Allah sie (beide) in Einklang bringen. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig.
36Und dient Allah und gesellt Ihm nichts bei. Und zu den Eltern sollt ihr gütig sein und zu den Verwandten, den Waisen, den Armen, dem verwandten Nachbarn, dem fremden Nachbarn, dem Gefährten zur Seite, dem Sohn des Weges und denen, die eure rechte Hand besitzt. Allah liebt nicht, wer eingebildet und prahlerisch ist,
37diejenigen, die geizen und den Menschen befehlen, geizig zu sein, und verbergen, was Allah ihnen von Seiner Huld gewährt hat, - für die Ungläubigen haben Wir schmachvolle Strafe bereitet -
38und diejenigen, die ihren Besitz ausgeben, um von den Menschen gesehen zu werden, und nicht an Allah und (auch) nicht an den Jüngsten Tag glauben; wer den Satan zum Gesellen hat, der hat da einen bösen Gesellen.
39Was würde es ihnen denn ausmachen, wenn sie an Allah und den Jüngsten Tag glaubten und von dem, womit Allah sie versorgt hat, ausgäben? Aber Allah weiß über sie wohl Bescheid.
40Allah tut gewiß nicht im Gewicht eines Stäubchens Unrecht. Und wenn es eine gute Tat ist, vervielfacht Er sie und gibt von Sich aus großartigen Lohn.
41Aber wie (wird es sein), wenn Wir von jeder Gemeinschaft einen Zeugen bringen und dich über diese da als Zeugen bringen?
42An jenem Tag hätten es diejenigen gern, die ungläubig waren und sich dem Gesandten widersetzten, wenn sie gleich der Erde wären. Und sie werden vor Allah keine Aussage verheimlichen.
43O die ihr glaubt, nähert euch nicht dem Gebet, während ihr trunken seid, bis ihr wißt, was ihr sagt, noch im Zustand der Unreinheit - es sei denn, ihr geht bloß vorbei -, bis ihr den ganzen (Körper) gewaschen habt. Und wenn ihr krank seid oder auf einer Reise oder jemand von euch vom Abort kommt oder ihr Frauen berührt habt und dann kein Wasser findet, so wendet euch dem guten Erdboden zu und streicht euch über das Gesicht und die Hände. Allah ist Allverzeihend und Allvergebend.
44Siehst du nicht jene, denen ein Teil der Schrift gegeben wurde? Sie erkaufen das Irregehen und wollen, daß (auch) ihr vom Weg abirrt.
45Allah weiß sehr wohl über eure Feinde Bescheid, und Allah genügt als Schutzherr, und Allah genügt als Helfer.
46Unter denjenigen, die dem Judentum angehören, verdrehen manche den Sinn der Worte und sagen: "Wir hören, doch wir widersetzen uns" und: "Höre!", als ob du nicht hörtest "raina", wobei sie mit ihren Zungen verdrehen und die Religion schmähen. Wenn sie gesagt hätten: "Wir hören und gehorchen" und: "Höre!" und: "unzurna", wäre es wahrlich besser und richtiger für sie. Aber Allah hat sie für ihren Unglauben verflucht. Darum glauben sie nur wenig.
47O ihr, denen die Schrift gegeben wurde, glaubt an das, was Wir offenbart haben, das zu bestätigen, was euch (bereits) vorliegt, bevor Wir Gesichter auslöschen und nach hinten versetzen oder sie verfluchen, wie Wir die Sabbatleute verfluchten. Allahs Anordnung wird (stets) ausgeführt.
48Allah vergibt gewiß nicht, daß man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will. Wer Allah (etwas) beigesellt, der hat fürwahr eine gewaltige Sünde ersonnen.
49Siehst du nicht jene, die sich selbst für lauter erklären? Nein! Vielmehr läutert Allah, wen Er will. Und ihnen wird nicht um ein Fädchen Unrecht zugefügt.
50Schau, wie sie gegen Allah Lügen ersinnen! Das (allein schon) genügt als deutliche Sünde.
51Siehst du nicht jene, denen ein Teil der Schrift gegeben wurde? Sie glauben an Zauberei und falsche Götter und sagen von denen, die ungläubig sind: "Diese da sind eher auf dem rechten Weg geleitet als die Gläubigen."
52Das sind diejenigen, die Allah verflucht hat; und wen Allah verflucht, für den wirst du keinen Helfer finden.
53Oder haben sie (etwa) einen Anteil an der Herrschaft? Dann würden sie den Menschen nicht ein Dattelkerngrübchen (ab)geben.
54Oder beneiden sie die Menschen um das, was Allah ihnen von Seiner Huld gegeben hat? Nun, Wir gaben der Sippe Ibrahims die Schrift und die Weisheit und gaben ihnen gewaltige Herrschaft.
55Unter ihnen gab es manche, die daran glaubten, und manche, die davon abhielten. Und die Hölle genügt als Feuerglut.
56Diejenigen, die Unsere Zeichen verleugnen, werden Wir gewiß einem Feuer aussetzen. Jedesmal, wenn ihre Haut verbrannt ist, tauschen Wir sie ihnen gegen eine andere Haut aus, damit sie die Strafe kosten. Allah ist Allmächtig und Allweise.
57Diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun, werden Wir in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen, ewig und auf immer darin zu bleiben. Darin haben sie vollkommen gereinigte Gattinnen; und Wir lassen sie in vollkommenen Schatten eingehen.
58Allah befiehlt euch, anvertraute Güter ihren Eigentümern (wieder) auszuhändigen und, wenn ihr zwischen den Menschen richtet, in Gerechtigkeit zu richten. Wie trefflich ist das, womit Allah euch ermahnt! Gewiß, Allah ist Allhörend und Allsehend.
59O die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und den Befehlshabern unter euch! Wenn ihr miteinander über etwas streitet, dann bringt es vor Allah und den Gesandten, wenn ihr wirklich an Allah und den Jüngsten Tag glaubt. Das ist am besten und am ehesten ein guter Ausgang.
60Siehst du nicht jene, die behaupten, an das zu glauben, was zu dir (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, und was vor dir herabgesandt wurde, während sie sich in Entscheidungsfragen an falsche Götter wenden wollen, wo ihnen doch befohlen worden ist, es zu verleugnen´? Aber der Satan will sie weit in die Irre führen.
61Und wenn man zu ihnen sagt: "Kommt her zu dem, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, und zum Gesandten", siehst du die Heuchler sich nachdrücklich abwenden.
62Aber wie (ist es), wenn sie ein Unglück trifft für das, was ihre Hände vorausgeschickt haben, und sie hierauf zu dir kommen und bei Allah schwören: "Wir wollten (es) ja nur gut machen und Einklang herstellen"?
63Das sind diejenigen, von denen Allah weiß, was in ihren Herzen ist. So wende dich von ihnen ab, ermahne sie und sag zu ihnen über sie selbst eindringliche Worte.
64Und Wir haben keinen Gesandten gesandt, ohne daß ihm - mit Allahs Erlaubnis gehorcht werde. Und wenn sie, wo sie sich selbst Unrecht zugefügt haben, zu dir kämen und dann Allah um Vergebung bäten, und der Gesandte für sie um Vergebung bäte, würden sie wahrlich Allah Reue-Annehmend und Barmherzig finden.
65Aber nein, bei deinem Herrn! Sie glauben nicht eher, bis sie dich über das richten lassen, was zwischen ihnen umstritten ist, und hierauf in sich selbst keine Bedrängnis finden durch das, was du entschieden hast, und sich in voller Ergebung fügen.
66Wenn Wir ihnen vorschreiben würden: "Tötet euch selbst oder zieht aus euren Wohnstätten aus", so täten sie es nicht, außer wenigen von ihnen. Wenn sie aber tun würden, wozu sie ermahnt werden, wäre es wahrlich besser für sie und eine größere Stärkung (im Glauben).
67Dann würden Wir ihnen wahrlich von Uns aus großartigen Lohn geben
68und würden sie wahrlich (auf) einen geraden Weg leiten.
69Wer Allah und dem Gesandten gehorcht, die werden mit denjenigen von den Propheten, den Wahrheitsliebenden, den Märtyrern und den Rechtschaffenen Zusammensein, denen Allah Gunst erwiesen hat. Welch gute Gefährten jene sind!
70Das ist die Huld von Allah, und Allah genügt als Allwissender.
71O die ihr glaubt, seid auf eurer Hut. Und rückt dann in Trupps aus oder rückt alle aus.
72Unter euch gibt es sehr wohl manch einen, der ganz langsam tut. Wenn euch dann ein Unglück trifft, sagt er: "Allah hat mir fürwahr eine Gunst erwiesen, da ich nicht mit ihnen zugegen war."
73Wenn euch aber Huld von Allah zuteil wird, sagt er ganz gewiß, als ob zwischen euch und ihm keine Freundschaft bestanden hätte: "O wäre ich doch mit ihnen zugegen gewesen! Dann hätte ich einen großartigen Erfolg erzielt."
74So sollen denn diejenigen auf Allahs Weg kämpfen, die das diesseitige Leben für das Jenseits verkaufen. Und wer auf Allahs Weg kämpft und dann getötet wird oder siegt, dem werden Wir großartigen Lohn geben.
75Was ist mit euch, daß ihr nicht auf Allahs Weg, und (zwar) für die Unterdrückten unter den Männern, Frauen und Kindern kämpft, die sagen: "Unser Herr, bringe uns aus dieser Stadt heraus, deren Bewohner ungerecht sind, und schaffe uns von Dir aus einen Schutzherrn, und schaffe uns von Dir aus einen Helfer."
76Diejenigen, die glauben, kämpfen auf Allahs Weg, und diejenigen, die ungläubig sind, kämpfen auf dem Weg der falschen Götter. So kämpft gegen die Gefolgsleute des Satans! Gewiß, die List des Satans ist schwach.
77Siehst du nicht jene, zu denen gesagt wurde: "Haltet eure Hände zurück und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe." Als ihnen dann aber vorgeschrieben wurde zu kämpfen, fürchtete auf einmal eine Gruppe von ihnen die Menschen wie (sie) Furcht vor Allah (haben) oder mit noch größerer Furcht, und sagten: "Unser Herr, warum hast Du uns vorgeschrieben zu kämpfen? O würdest Du uns doch auf eine kurze Frist zurückstellen!" Sag: Der Genuß des Diesseits ist gering. Und das Jenseits ist besser für jemanden, der gottesfürchtig ist. Und euch wird nicht um ein Fädchen Unrecht zugefügt.
78Wo immer ihr auch seid, wird euch der Tod erfassen, und wäret ihr in hochgebauten Türmen. Und wenn sie etwas Gutes trifft, sagen sie: "Das ist von Allah." Und wenn sie etwas Böses trifft, sagen sie: "Das ist von dir." Sag: Alles ist von Allah. Was ist mit diesem Volk, daß sie beinahe keine Aussage verstehen?
79Was dich an Gutem trifft, ist von Allah, und was dich an Bösem trifft, ist von dir selbst. Und Wir haben dich als Gesandten für die Menschen gesandt. Und Allah genügt als Zeuge.
80Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Allah, und wer sich abkehrt, - so haben Wir dich nicht als Hüter über sie entsandt.
81Und sie sagen: "Gehorsam." Wenn sie aber von dir weggehen, heckt ein Teil von ihnen etwas anderes aus, als was du sagst. Aber Allah schreibt auf, was sie aushecken. So wende dich von ihnen ab und verlasse dich auf Allah. Allah genügt als Sachwalter.
82Denken sie denn nicht sorgfältig über den Qur´an nach? Wenn er von jemand anderem wäre als von Allah, würden sie in ihm wahrlich viel Widerspruch finden.
83Und wenn ihnen eine Angelegenheit zu (Ohren) kommt, die Sicherheit oder Furcht betrifft, machen sie es bekannt. Wenn sie es jedoch vor den Gesandten und den Befehlshabern unter ihnen brächten, würden es wahrlich diejenigen unter ihnen wissen, die es herausfinden können. Und wenn nicht Allahs Huld und Erbarmen gewesen wären, wäret ihr fürwahr außer wenigen dem Satan gefolgt.
84So kämpfe auf Allahs Weg - du wirst nur für dich selbst verantwortlich gemacht und sporne die Gläubigen an. Vielleicht wird Allah die Gewalt derjenigen, die ungläubig sind, zurückhalten. Allah ist stärker an Gewalt und an Bestrafung.
85Wer (in) eine(r) gute(n Sache) Fürsprache einlegt, für den wird es einen Anteil daran geben, und wer (in) eine(r) schlechte(n Sache) Fürsprache einlegt, für den wird es ein gleiches davon geben. Und Allah ist zu allem Fähig.
86Und wenn euch ein Gruß entboten wird, dann grüßt mit einem schöneren (zurück) oder erwidert ihn. Gewiß, Allah ist über alles ein Abrechner.
87Allah - es gibt keinen Gott außer Ihm. Er wird euch ganz gewiß zum Tag der Auferstehung versammeln, an dem es keinen Zweifel gibt. Und wer ist wahrhaftiger als Allah in der Aussage?
88Was ist mit euch, daß ihr hinsichtlich der Heuchler (in) zwei Scharen (gespalten) seid, wo doch Allah sie wegen dessen, was sie verdient haben, umgekehrt hat? Wollt ihr denn rechtleiten, wen Allah in die Irre gehen läßt? Wen aber Allah in die Irre gehen läßt, für den wirst du keinen Weg finden.
89Sie möchten gern, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so daß ihr (alle) gleich seiet. Nehmt euch daher von ihnen keine Vertrauten, bevor sie nicht auf Allahs Weg auswandern! Kehren sie sich jedoch ab, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch von ihnen weder Schutzherrn noch Helfer,
90außer denjenigen, die sich einem Volk anschließen, zwischen dem und euch ein Abkommen besteht, oder die zu euch gekommen sind, weil ihre Brüste beklommen sind, gegen euch zu kämpfen oder gegen ihr (eigenes) Volk zu kämpfen. Und wenn Allah gewollt hätte, hätte Er ihnen wahrlich Gewalt über euch gegeben, und dann hätten sie gegen euch wahrlich gekämpft. Wenn sie sich jedoch von euch fernhalten und dann nicht gegen euch kämpfen, sondern Frieden anbieten, so hat euch Allah keine Veranlassung gegeben, gegen sie (vorzugehen).
91Ihr werdet andere finden, die vor euch Sicherheit und vor ihrem (eigenen) Volk Sicherheit wollen. Jedesmal, wenn sie wieder der Versuchung ausgesetzt sind, werden sie in ihr zu Fall gebracht. Wenn sie sich nicht von euch fernhalten und euch nicht Frieden anbieten und nicht ihre Hände zurückhalten, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft. Über jene haben Wir euch deutliche Gewalt verliehen.
92Es steht keinem Gläubigen zu, einen (anderen) Gläubigen zu töten, es sei denn aus Versehen´. Und wer einen Gläubigen aus Versehen tötet, (der hat) einen gläubigen Sklaven (zu) befreien und ein Blutgeld an seine Angehörigen aus(zu)händigen, es sei denn, sie erlassen (es ihm) als Almosen. Wenn er (der Getötete) zu einem euch feindlichen Volk gehörte und gläubig war, dann (gilt es,) einen gläubigen Sklaven (zu) befreien. Und wenn er zu einem Volk gehörte, zwischen dem und euch ein Abkommen besteht, dann (gilt es,) ein Blutgeld an seine Angehörigen aus(zu)händigen und einen gläubigen Sklaven (zu) befreien. Wer aber keine (Möglichkeit) findet, (der hat) zwei aufeinanderfolgende Monate (zu) fasten - als eine Reueannahme von Allah. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
93Und wer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, dessen Lohn ist die Hölle, ewig darin zu bleiben. Und Allah zürnt ihm und verflucht ihn und bereitet ihm gewaltige Strafe.
94O die ihr glaubt, wenn ihr auf Allahs Weg umherreist, dann unterscheidet klar und sagt nicht zu einem, der euch Frieden anbietet: "Du bist nicht gläubig", wobei ihr nach den Glücksgütern des diesseitigen Lebens trachtet. Doch bei Allah ist Gutes in Fülle. So wart ihr zuvor. Aber dann hat Allah euch eine Wohltat erwiesen. Unterscheidet also klar. Gewiß, Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.
95Nicht gleich sind diejenigen unter den Gläubigen, die sitzen bleiben - außer denjenigen, die eine Schädigung haben -, den sich auf Allahs Weg mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person Abmühenden. Allah hat den sich mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person Abmühenden einen Vorzug gegeben vor denen, die sitzen bleiben. Aber allen hat Allah das Beste versprochen. Doch hat Allah die sich Abmühenden vor denen, die sitzen bleiben, mit großartigem Lohn bevorzugt,
96mit Rangstufen von Ihm und Vergebung und Erbarmen. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
97Diejenigen, die die Engel abberufen, während sie sich selbst Unrecht tun, (zu jenen) sagen sie: "Worin habt ihr euch befunden?" Sie sagen: "Wir waren Unterdrückte im Lande." Sie (die Engel) sagen: "War Allahs Erde nicht weit, so daß ihr darauf hättet auswandern können?" Jene aber, - ihr Zufluchtsort wird die Hölle sein, und (wie) böse ist der Ausgang!
98Ausgenommen die Unterdrückten unter den Männern, Frauen und Kindern, die keine Möglichkeit haben auszuwandern und auf dem Weg nicht rechtgeleitet sind.
99Jenen wird Allah vielleicht verzeihen. Allah ist Allverzeihend und Allvergebend.
100Wer auf Allahs Weg auswandert, wird auf der Erde viele Zufluchtsstätten und Wohlstand finden. Und wer sein Haus auswandernd zu Allah und Seinem Gesandten verläßt, und den hierauf der Tod erfaßt, so fällt es Allah zu, ihm seinen Lohn (zu geben). Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
101Und wenn ihr im Land umherreist, so ist es keine Sünde für euch, das Gebet abzukürzen, wenn ihr befürchtet, diejenigen, die ungläubig sind, könnten euch überfallen. Die Ungläubigen sind euch ja ein deutlicher Feind.
102Und wenn du unter ihnen bist und nun für sie das Gebet anfuhrst, dann soll sich ein Teil von ihnen mit dir aufstellen, doch sollen sie ihre Waffen nehmen. Wenn sie (die Betenden) sich dann niedergeworfen haben, sollen sie hinter euch treten´, und ein anderer Teil, die noch nicht gebetet hat, soll (nach vorne) kommen. Und sie sollen dann (auch) mit dir beten; doch sollen sie auf ihrer Hut sein und ihre Waffen nehmen. Diejenigen, die ungläubig sind, möchten, daß ihr eure Waffen und eure Sachen außer acht laßt, so daß sie auf einmal über euch herfallen (können). Es ist keine Sünde für euch, wenn ihr unter Regen zu leiden habt oder krank seid, eure Waffen abzulegen. Aber seid auf eurer Hut. Gewiß, Allah bereitet für die Ungläubigen schmachvolle Strafe.
103Wenn ihr das Gebet vollzogen habt, dann gedenkt Allahs stehend, sitzend und auf der Seite (liegend). Wenn ihr in Ruhe seid, dann verrichtet das Gebet (wie üblich). Das Gebet ist den Gläubigen zu bestimmten Zeiten vorgeschrieben.
104Und laßt nicht nach, das Volk (der feindlichen Ungläubigen) zu suchen. Wenn ihr zu leiden habt, so haben sie zu leiden wie ihr. Ihr aber habt von Allah zu erhoffen, was sie nicht zu erhoffen haben. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
105Gewiß, Wir haben dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, damit du zwischen den Menschen richtest auf Grund dessen, was Allah dir gezeigt hat. Sei kein Verfechter für die Verräter!
106Und bitte Allah um Vergebung. Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
107Und streite nicht zur Verteidigung derer, die sich selbst betrügen. Allah liebt nicht, wer ein Verräter und Sünder ist.
108Sie verbergen sich vor den Menschen; verbergen sich jedoch nicht vor Allah, wo Er doch bei ihnen ist, wenn sie an Worten aushecken, womit Er nicht zufrieden ist. Allah umfaßt, was sie tun.
109Ihr da seid es doch, die ihr im diesseitigen Leben zu ihrer Verteidigung gestritten habt. Aber wer wird am Tag der Auferstehung mit Allah zu ihrer Verteidigung streiten, oder wer wird (dann) ihr Sachwalter sein?
110Und wer etwas Böses tut oder sich selbst Unrecht zufügt und hierauf Allah um Vergebung bittet, wird Allah Allvergebend und Barmherzig finden.
111Und wer eine Sünde begeht´, begeht sie nur gegen sich selbst. Allah ist Allwissend und Allweise.
112Und wer eine Verfehlung oder eine Sünde begeht und sie hierauf einem Unschuldigen vorwirft, der lädt damit Verleumdung und deutliche Sünde auf sich.
113Und wenn nicht Allahs Huld gegen dich und Sein Erbarmen gewesen wären, hätte ein Teil von ihnen wahrlich vorgehabt, dich in die Irre zu führen. Aber sie führen nur sich selbst in die Irre und fügen dir keinerlei Schaden zu. Allah hat auf dich das Buch und die Weisheit herabgesandt und dich gelehrt, was du (vorher) nicht wußtest. Und Allahs Huld gegen dich ist groß.
114Nichts Gutes ist in vielen ihrer vertraulichen Gespräche, außer derer, die Almosen, Rechtes oder Aussöhnung unter den Menschen befehlen. Und wer dies im Trachten nach Allahs Zufriedenheit tut, dem werden Wir großartigen Lohn geben.
115Wer aber dem Gesandten entgegenwirkt, nachdem ihm die Rechtleitung klargeworden ist, und einem, anderen Weg als dem der Gläubigen folgt, werden Wir dem zukehren, dem er sich zugekehrt hat, und ihn der Hölle aussetzen, und (wie) böse ist der Ausgang!
116Allah vergibt gewiß nicht, daß man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will. Wer Allah (etwas) beigesellt, der ist fürwahr weit abgeirrt.
117Sie rufen außer Ihm nur weibliche (Gottheiten) an, und sie rufen nur einen rebellischen Satan an.
118Allah verfluchte ihn. Und er sagte: "Ich werde von Deinen Dienern ganz gewiß einen festgesetzten Anteil nehmen,
119und ich werde sie ganz gewiß in die Irre führen und ganz gewiß in ihnen Wünsche erwecken und ihnen ganz gewiß befehlen, und da werden sie ganz gewiß die Ohren des Viehs abschneiden; wahrlich, ich werde ihnen befehlen, und da werden sie ganz gewiß Allahs Schöpfung ändern." Wer sich den Satan außer Allah zum Schutzherrn nimmt, der hat fürwahr einen offenkundigen Verlust erlitten.
120Er macht ihnen Versprechungen und erweckt in ihnen Wünsche; aber der Satan macht ihnen nur Versprechungen in Trug.
121Jene - ihr Zufluchtsort wird die Hölle sein, und sie werden aus ihr kein Entrinnen finden.
122Diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun, die werden Wir in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen, ewig und auf immer darin zu bleiben - Allahs Versprechen in Wahrheit. Und wer ist wahrhaftiger als Allah in Seinen Worten?
123Es geht weder nach euren Wünschen noch nach den Wünschen der Leute der Schrift. Wer Böses tut, dem wird es vergolten, und der findet für sich außer Allah weder Schutzherrn noch Helfer.
124Wer aber, sei es Mann oder Frau, etwas an rechtschaffenen Werken tut, und dabei gläubig ist, jene werden in den (Paradies)garten eingehen, und es wird ihnen nicht ein Dattelkerngrübchen Unrecht zugefügt.
125Wer hätte eine bessere Religion, als wer sein Gesicht Allah hingibt und dabei Gutes tut und dem Glaubensbekenntnis Ibrahims folgt, (als) Anhänger des rechten Glaubens? Und Allah nahm sich Ibrahim zum Freund.
126Und Allah gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist; Allah umfaßt alles.
127Sie fragen dich um Belehrung über die Frauen. Sag: "Allah belehrt euch über sie, und (weiter lehrt,) was euch im Buch verlesen wird über die weiblichen Waisen, denen ihr nicht gebt, was ihnen vorgeschrieben ist, und die ihr zu heiraten begehrt, und die schwachen unter den Kindern, und daß ihr gegenüber den Waisen Gerechtigkeit wahrt. Und was immer ihr an Gutem tut, so weiß Allah darüber Bescheid.
128Und wenn eine Frau von ihrem Ehemann Widersetzlichkeit oder Meidung befürchtet, so ist es keine Sünde für sie (beide), sich in Frieden zu einigen; denn friedliche Einigung ist besser. Und die Seelen sind der Habsucht zugänglich. Doch wenn ihr wohltätig seid und gottesfürchtig, so ist Allah dessen, was ihr tut, gewiß Kundig.
129Und ihr werdet zwischen den Frauen nicht gerecht handeln können, auch wenn ihr danach trachtet. Aber neigt nicht gänzlich (von einer weg zu der anderen), so daß ihr sie gleichsam in der Schwebe laßt. Und wenn ihr (es) wiedergutmacht und gottesfürchtig seid, gewiß, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig.
130Und wenn die beiden sich trennen, wird Allah jeden aus Seiner Fülle bereichern. Allah ist Allumfassend und Allweise.
131Allah gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Wir haben bereits denjenigen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, und euch anbefohlen: Fürchtet Allah! Wenn ihr aber ungläubig seid, gewiß, so gehört Allah (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Allah ist Unbedürftig und Lobens würdig.
132Allah gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Allah genügt als Sachwalter.
133Wenn Er will, läßt Er euch vergehen, ihr Menschen, und bringt andere. Allah hat dazu die Macht.
134Wer immer die Belohnung des Diesseits will, so ist bei Allah die Belohnung des Diesseits und des Jenseits. Allah ist Allhörend und Allsehend.
135O die ihr glaubt, seid Wahrer der Gerechtigkeit, Zeugen für Allah, auch wenn es gegen euch selbst oder die Eltern und nächsten Verwandten sein sollte! Ob er (der Betreffende) reich oder arm ist, so steht Allah beiden näher. Darum folgt nicht der Neigung, daß ihr nicht gerecht handelt! Wenn ihr (die Wahrheit) verdreht oder euch (davon) abwendet, gewiß, so ist Allah dessen, was ihr tut, Kundig.
136O die ihr glaubt, glaubt an Allah und Seinen Gesandten und das Buch, das Er Seinem Gesandten offenbart und die Schrift, die Er zuvor herabgesandt hat. Wer Allah, Seine Engel, Seine Schriften, Seine Gesandten und den Jüngsten Tag verleugnet, der ist fürwahr weit abgeirrt.
137Gewiß, diejenigen, die gläubig sind, hierauf ungläubig werden, hierauf (wieder) gläubig werden, hierauf (wieder) ungläubig werden und dann an Unglauben zunehmen - es ist nicht Allahs (Wille), ihnen zu vergeben noch sie einen (rechten) Weg zu leiten.
138Verkünde den Heuchlern, daß es für sie schmerzhafte Strafe geben wird,
139(sie,) die die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren nehmen. Begehren sie (etwa) Macht bei ihnen (zu finden)? Gewiß, alle Macht gehört Allah.
140Er hat euch (doch) bereits im Buch offenbart: Wenn ihr hört, daß man Allahs Zeichen verleugnet und sich über sie lustig macht, dann sitzt nicht mit ihnen (zusammen), bis sie auf ein anderes Gespräch eingehen. Sonst seid ihr ihnen gleich. Gewiß, Allah wird die Heuchler und die Ungläubigen alle in der Hölle versammeln,
141die euch gegenüber abwarten. Wenn euch ein entscheidender Sieg von Allah beschieden ist, sagen sie: "Sind wir nicht mit euch gewesen?" Und wenn den Ungläubigen ein Sieg beschieden ist, sagen sie: "Haben wir uns nicht eurer (Angelegenheiten) bemächtigt gehabt und die Gläubigen von euch abgehalten?" Aber Allah wird zwischen euch am Tag der Auferstehung richten. Und Allah wird den Ungläubigen keine Möglichkeit geben(,) gegen die Gläubigen (vorzugehen).
142Gewiß, die Heuchler möchten Allah betrügen, doch ist Er es, der sie betrügt. Und wenn sie sich zum Gebet hinstellen, stellen sie sich schwerfällig hin, wobei sie von den Menschen gesehen werden wollen, und gedenken Allahs nur wenig;
143dazwischen hin und her schwankend - weder zu diesen noch zu jenen (gehörend). Und wen Allah in die Irre gehen läßt, für den wirst du keinen Weg finden.
144O die ihr glaubt, nehmt nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Schutzherren! Wollt ihr denn Allah eine offenkundige Handhabe gegen euch liefern?
145Gewiß, die Heuchler werden sich auf dem untersten Grund des (Höllen)feuers befinden, und du wirst für sie keinen Helfer finden,
146- ausgenommen diejenigen, die bereuen und verbessern und an Allah festhalten und ihre Religion aufrichtig für Allah ausüben; jene werden mit den Gläubigen sein. Und Allah wird den Gläubigen großartigen Lohn geben.
147Warum sollte Allah euch strafen, wenn ihr dankbar und gläubig seid? Allah ist Dankbar und Allwissend.
148Allah liebt nicht den laut vernehmbaren Gebrauch von bösen Worten, außer durch jemanden, dem Unrecht zugefügt worden ist. Allah ist Allhörend und Allwissend.
149Ob ihr etwas Gutes offenlegt, oder es verbergt, oder etwas Böses verzeiht - gewiß, Allah ist Allverzeihend und Allmächtig.
150Diejenigen, die Allah und Seine Gesandten verleugnen und zwischen Allah und Seinen Gesandten einen Unterschied machen wollen und sagen: "Wir glauben an die einen und verleugnen die anderen", und einen Weg dazwischen einschlagen wollen,
151das sind die wahren Ungläubigen. Und für die Ungläubigen haben Wir schmachvolle Strafe bereitet.
152Denjenigen aber, die an Allah und Seine Gesandten glauben und keinen Unterschied zwischen jemandem von ihnen machen, denen wird Er ihren Lohn geben. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
153Die Leute der Schrift verlangen von dir, daß du ihnen vom Himmel ein Buch offenbaren läßt. Sie haben von Musa bereits etwas noch Größeres als dies verlangt, denn sie sagten: "Zeige uns Allah unverhüllt!" Da ergriff sie der Donnerschlag wegen ihrer Ungerechtigkeit. Hierauf nahmen sie das Kalb an, nachdem die klaren Beweise zu ihnen gekommen waren. Aber Wir verziehen es und gaben Musa offen kundige Gewalt.
154Und Wir hoben den Berg über sie bei (der Entgegennahme von) ihrem Abkommen empor. Und Wir sagten zu ihnen: "Tretet, euch niederwerfend, durch das Tor ein!" Und Wir sagten zu ihnen: "Übertretet nicht den Sabbat!" Und Wir trafen mit ihnen ein festes Abkommen.
155(Verflucht sind sie) dafür, daß sie ihr Abkommen brachen und Allahs Zeichen verleugneten und (daß sie) die Propheten zu Unrecht töteten und (daß sie) sagten: "Unsere Herzen sind verhüllt." - Nein! Vielmehr hat Allah sie für ihren Unglauben versiegelt; darum glauben sie nur wenig,
156und daß sie ungläubig waren und gegen Maryam gewaltige Verleumdung aussprachen,
157und dafür, daß sie sagten: "Gewiß, wir haben al-Masih ´Isa, den Sohn Maryams, den Gesandten Allahs getötet." - Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber. Sie haben kein Wissen darüber, außer daß sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewißheit nicht getötet.
158Nein! Vielmehr hat Allah ihn zu Sich erhoben. Allah ist Allmächtig und Allweise.
159Es gibt keinen unter den Leuten der Schrift, der nicht noch vor dessen Tod ganz gewiß an ihn glauben wird. Und am Tag der Auferstehung wird er über sie Zeuge sein.
160Wegen Ungerechtigkeit derer, die dem Judentum angehören, hatten Wir ihnen gute Dinge verboten, die ihnen erlaubt gewesen waren, und weil sie viel von Allahs Weg abhielten,
161und (weil sie) Zins nahmen, wo es ihnen doch verboten worden war, und den Besitz der Menschen in unrechter Weise aufzehrten. Und Wir haben den Ungläubigen unter ihnen schmerzhafte Strafe bereitet.
162Aber diejenigen unter ihnen, die im Wissen fest gegründet sind, und die Gläubigen glauben an das, was zu dir (an Offenbarung) herabgesandt worden ist, und was vor dir herabgesandt wurde, und diejenigen, die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten und an Allah und den Jüngsten Tag glauben. Ihnen werden Wir großartigen Lohn geben.
163Gewiß, Wir haben dir (Offenbarung) eingegeben, wie Wir Nuh und den Propheten nach ihm (Offenbarung) eingegeben haben. Und Wir haben Ibrahim, Isma´il, Ishaq, Ya´qub, den Stämmen, "Isa, Ayyub, Yunus, Harun und Sulaiman (Offenbarung) eingegeben, und Dawud haben Wir ein Buch der Weisheit gegeben.
164Und (Wir sandten) Gesandte, über die Wir dir schon zuvor berichtet haben, und andere, über die Wir dir nicht berichtet haben, und zu Musa hat Allah unmittelbar gesprochen -,
165Gesandte als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen, damit die Menschen nach den Gesandten kein Beweismittel gegen Allah haben. Und Allah ist Allmächtig und Allweise.
166Aber Allah bezeugt, was Er zu dir (als Offenbarung) herabgesandt hat; Er hat es mit Seinem Wissen herabgesandt. Und (auch) die Engel bezeugen es. Und Allah genügt als Zeuge.
167Diejenigen, die ungläubig sind und von Allahs Weg abhalten, sind fürwahr weit abgeirrt.
168Für diejenigen, die ungläubig sind und Unrecht tun, ist es nicht Allahs (Wille), ihnen zu vergeben noch sie einen (rechten) Weg zu leiten,
169außer den Weg zur Hölle, ewig und auf immer darin zu bleiben. Und dies ist Allah ein leichtes.
170O ihr Menschen, der Gesandte ist nunmehr mit der Wahrheit von eurem Herrn zu euch gekommen, darum glaubt (an ihn), das ist besser für euch. Wenn ihr aber ungläubig seid, gewiß, so gehört Allah (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
171O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt gegen Allah nur die Wahrheit aus! al-Masih ´Isa, der Sohn Maryams, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Maryam entbot, und Geist von Ihm. Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten und sagt nicht "Drei". Hört auf (damit), das ist besser für euch! Allah ist nur ein Einziger Gott. Preis sei Ihm (, und Erhaben ist Er darüber), daß Er ein Kind haben sollte! Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Allah genügt als Sachwalter.
172Al-Masih wird es nicht verschmähen, ein Diener Allahs zu sein, auch nicht die (Allah) nahegestellten Engel. Wer es aber verschmäht, Ihm zu dienen, und sich hochmütig verhält -, so wird Er sie alle zu Sich versammeln.
173Was nun diejenigen angeht, die glauben und rechtschaffene Werke tun, so wird Er ihnen ihren Lohn in vollem Maß zukommen lassen und ihnen von Seiner Huld noch mehr erweisen. Was aber diejenigen angeht, die es verschmähen und sich hochmütig verhalten, so wird Er sie mit schmerzhafter Strafe strafen. Und sie werden für sich außer Allah weder Schutzherrn noch Helfer finden.
174O ihr Menschen, zu euch ist nunmehr ein Beweis von eurem Herrn gekommen, und Wir haben zu euch ein deutliches Licht hinabgesandt.
175Was nun diejenigen angeht, die an Allah glauben und an Ihm festhalten, so wird Er sie in Barmherzigkeit von Ihm und Huld eingehen lassen und sie zu Sich auf einem geraden Weg leiten.
176Sie fragen dich um Belehrung. Sag: "Allah belehrt euch über den Erbanteil seitlicher Verwandtschaft. Wenn ein Mann umkommt, der keine Kinder hat, aber eine Schwester, dann steht ihr die Hälfte dessen zu, was er hinterläßt. Und er beerbt sie, wenn sie keine Kinder hat. Und wenn es zwei (Schwestern) sind, stehen ihnen (beiden) zwei Drittel dessen zu, was er hinterläßt. Und wenn es Geschwister sind, Männer und Frauen, dann kommt einem männlichen Geschlechts ebensoviel zu wie der Anteil von zwei weiblichen Geschlechts. Allah gibt euch Klarheit, damit ihr (nicht) in die Irre geht. Allah weiß über alles Bescheid.
Chapter 5 (Sura 5)
1O die ihr glaubt, haltet die Abmachungen! Erlaubt (zu essen) sind euch die Vierfüßler unter dem Vieh, außer dem, was euch verlesen wird, ohne daß ihr jedoch das Jagdwild als erlaubt betrachtet, während ihr im Zustand der Pilgerweihe seid. Allah ordnet an, was Er will.
2O die ihr glaubt, entweiht nicht die Kultzeichen Allahs, noch den Schutzmonat, noch die Opfertiere, noch die Halsgehänge, noch die, die das geschützte Haus aufsuchen, indem sie nach Huld von ihrem Herrn trachten und nach Wohlgefallen. - Wenn ihr den Weihezustand abgelegt habt, dann dürft ihr jagen. - Und der Haß, den ihr gegen (bestimmte) Leute hegt, weil sie euch von der geschützten Gebetsstätte abgehalten haben, soll euch ja nicht dazu bringen zu übertreten. Helft einander zur Güte und Gottesfurcht, aber helft einander nicht zur Sünde und feindseligem Vorgehen, und fürchtet Allah! Allah ist streng im Bestrafen.
3Verboten ist euch (der Genuß von) Verendetem, Blut, Schweinefleisch und dem, worüber ein anderer (Name) als Allah(s) angerufen worden ist, und (der Genuß von) Ersticktem, Erschlagenem, zu Tode Gestürztem oder Gestoßenem, und was von einem wilden Tier gerissen worden ist - außer dem, was ihr schlachtet - und (verboten ist euch,) was auf einem Opferstein geschlachtet worden ist, und mit Pfeilen zu losen. Das ist Frevel. - Heute haben diejenigen, die ungläubig sind, hinsichtlich eurer Religion die Hoffnung aufgegeben. So fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich! Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden. - Und wer sich aus Hunger in einer Zwangslage befindet, ohne zu einer Sünde hinzuneigen, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig.
4Sie fragen dich, was ihnen erlaubt ist. Sag: Erlaubt sind euch die guten Dinge. Und wenn ihr beutegreifende Tiere durch Abrichtung von dem gelehrt habt, was Allah euch gelehrt hat, dann eßt von dem, was sie für euch fassen, und sprecht den Namen Allahs darüber aus. Und fürchtet Allah. Allah ist schnell im Abrechnen.
5Heute sind euch die guten Dinge erlaubt. Und die Speise derjenigen, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, und eure Speise ist ihnen erlaubt. Und die Ehrbaren von den gläubigen Frauen und die ehrbaren Frauen von denjenigen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, wenn ihr ihnen ihren Lohn gebt, als ehrbare Ehemänner, nicht als solche, die Hurerei treiben und sich Liebschaften halten. Wer den Glauben verleugnet, dessen Werk wird hinfällig, und im Jenseits gehört er zu den Verlierern.
6O die ihr glaubt, wenn ihr euch zum Gebet aufstellt, dann wascht euch das Gesicht und die Hände bis zu den Ellbogen und streicht euch über den Kopf und (wascht euch) die Füße bis zu den Knöcheln. Und wenn ihr im Zustand der Unreinheit seid, dann reinigt euch. Und wenn ihr krank seid oder auf einer Reise oder jemand von euch vom Abort kommt oder ihr Frauen berührt habt und dann kein Wasser findet, so wendet euch dem guten Erdboden zu und streicht euch damit über das Gesicht und die Hände. Allah will euch keine Bedrängnis auferlegen, sondern Er will euch reinigen und Seine Gunst an euch vollenden, auf daß ihr dankbar sein möget.
7Und gedenkt Allahs Gunst an euch und des Abkommens, das Er mit euch getroffen hat, als ihr sagtet: "Wir hören und gehorchen!" Und fürchtet Allah. Gewiß, Allah weiß über das Innerste der Brüste Bescheid.
8O die ihr glaubt, seid Wahrer (der Sache) Allahs als Zeugen für die Gerechtigkeit. Und der Haß, den ihr gegen (bestimmte) Leute hegt, soll euch ja nicht dazu bringen, daß ihr nicht gerecht handelt. Handelt gerecht. Das kommt der Gottesfurcht näher. Und fürchtet Allah. Gewiß, Allah ist Kundig dessen, was ihr tut.
9Allah hat denen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, versprochen, daß es für sie Vergebung und großartigen Lohn geben wird.
10Diejenigen aber, die ungläubig sind und Unsere Zeichen für Lüge erklären, das sind Insassen des Höllenbrandes.
11O ihr, die ihr glaubt, gedenkt Allahs Gunst an euch, (damals) als (gewisse) Leute vorhatten, ihre Hände nach euch auszustrecken, worauf Er ihre Hände von euch zurückhielt. Und fürchtet Allah. Und auf Allah sollen sich die Gläubigen verlassen.
12Allah hatte ja mit den Kinder Isra´ils ein Abkommen getroffen. Und Wir beriefen von ihnen zwölf Obmänner. Und Allah sagte: "Ich bin mit euch. Wenn ihr das Gebet verrichtet, die Abgabe entrichtet, an Meine Gesandten glaubt und ihnen beisteht und Allah ein gutes Darlehen gebt, werde Ich euch ganz gewiß eure bösen Taten tilgen und euch ganz gewiß in Gärten eingehen lassen, durcheilt von Bächen. Wer aber von euch danach ungläubig wird, der ist wirklich vom rechten Weg abgeirrt."
13Dafür, daß sie ihr Abkommen brachen, haben Wir sie verflucht und ihre Herzen hart gemacht. Sie verdrehen den Sinn der Worte, und sie haben einen Teil von dem vergessen, womit sie ermahnt worden waren. Und du wirst immer wieder Verrat von ihnen erfahren - bis auf wenige von ihnen. Aber verzeihe ihnen und übe Nachsicht. Gewiß, Allah liebt die Gutes Tuenden.
14Und (auch) mit denen, die sagen: "Wir sind Christen´" haben Wir ihr Abkommen getroffen. Aber dann vergaßen sie einen Teil von dem, womit sie ermahnt worden waren. So erregten Wir unter ihnen Feindschaft und Haß bis zum Tag der Auferstehung. Und Allah wird ihnen kundtun, was sie zu machen pflegten.
15O Leute der Schrift, Unser Gesandter ist nunmehr zu euch gekommen, um euch vieles von dem klarzumachen, was ihr von der Schrift verborgengehalten habt, und er vieles verzeiht. Gekommen ist, nunmehr zu euch von Allah ein Licht und ein deutliches Buch,
16mit dem Allah diejenigen, die Seinem Wohlgefallen folgen, die Wege des Heils leitet und sie aus den Finsternissen hinaus mit Seiner Erlaubnis ins Licht bringt und sie zu einem geraden Weg leitet.
17Ungläubig sind ja diejenigen, die sagen: "Allah ist ja al-Masih, der Sohn Maryams". Sag: Wer vermag denn gegen Allah etwas (auszurichten), wenn Er alMasih, den Sohn Maryams, seine Mutter und all diejenigen, die auf der Erde sind, vernichten will? Allah gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist. Er erschafft, was Er will. Und Allah hat zu allem die Macht.
18Die Juden und Christen sagen: "Wir sind Allahs Söhne und Seine Lieblinge." Sag: Warum bestraft Er euch dann für eure Sünden? Nein! Vielmehr seid ihr menschliche Wesen von denen, die Er erschaffen hat. Er vergibt, wem Er will, und Er straft, wen Er will. Und Allah gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, und zu Ihm ist der Ausgang.
19O Leute der Schrift, Unser Gesandter ist nunmehr zu euch gekommen, um euch nach einer Unterbrechungszeit (in der Reihe) der Gesandten Klarheit zu geben, damit ihr (nicht etwa) sagt: "Zu uns ist kein Frohbote und kein Warner gekommen." Nun ist ja ein Frohbote und ein Warner zu euch gekommen. Und Allah hat zu allem die Macht.
20Und als Musa zu seinem Volk sagte: "O mein Volk, gedenkt der Gunst Allahs an euch, als Er unter euch Propheten einsetzte und euch zu Königen machte und euch gab, was Er niemandem (anderen) der Weltenbewohner gegeben hat.
21O mein Volk, tretet in das geheiligte Land ein, das Allah für euch bestimmt hat, und kehrt nicht den Rücken, denn dann werdet ihr als Verlierer zurückkehren."
22Sie sagten: "O Musa, in ihm ist ein übermächtiges Volk. Wir werden es gewiß nicht betreten, bis sie aus ihm herausgehen. Wenn sie aus ihm herausgehen, dann wollen wir (es) gewiß betreten."
23Zwei Männer von denen, die (Allah) fürchteten und denen Allah Gunst erwiesen hatte, sagten: "Tretet gegen sie durch das Tor ein; wenn ihr dadurch eintretet, dann werdet ihr Sieger sein. Und verlaßt euch auf Allah, wenn ihr gläubig seid."
24Sie (, die anderen,) sagten: "O Musa, gewiß werden wir es niemals betreten, solange sie darin sind. Geh doch du und dein Herr hin und kämpft! Wir werden hier sitzen bleiben."
25Er sagte: "Mein Herr, ich habe ja nur Macht über mich selbst und meinen Bruder. Darum (unter)scheide uns von dem Volk der Frevler."
26Er (Allah) sagte: "Gewiß, so soll es ihnen denn für vierzig Jahre verwehrt sein, (während derer) sie auf der Erde umherirren. So sei nicht betrübt über das Volk der Frevler!"
27Und verlies ihnen die Kunde von den beiden Söhnen Adams, der Wahrheit entsprechend, als sie ein Opfer darbrachten. Da wurde es von dem einen von ihnen angenommen, während es vom anderen nicht angenommen wurde. Der sagte: "Ich werde dich ganz gewiß töten." Der andere sagte: "Allah nimmt nur von den Gottesfürchtigen an.
28Wenn du deine Hand nach mir ausstreckst, um mich zu töten, so werde ich meine Hand nicht nach dir ausstrecken, um dich zu töten. Ich fürchte Allah, den Herrn der Weltenbwohner.
29Ich will, daß du meine und deine Sünde auf dich lädst und so einer von den Insassen des (Höllen)feuers sein wirst. Das ist der Lohn der Ungerechten."
30Doch machte ihn seine Seele willig, seinen Bruder zu töten. Und so tötete er ihn. Und er wurde einer von den Verlierern.
31Da schickte Allah einen Raben, der in der Erde scharrte, um ihm zu zeigen, wie er die böse Tat an seinem Bruder verbergen könne. Er sagte: "O wehe mir! War ich unfähig, zu sein wie dieser Rabe und die böse Tat an meinem Bruder zu verbergen?" So wurde er von denjenigen, die bereuen.
32Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isra´ils vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es´, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.
33Der Lohn derjenigen, die Krieg führen gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bemühen, auf der Erde Unheil zu stiften, ist indessen (der), daß sie allesamt getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen Hände und Füße wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist für sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe,
34- außer denjenigen, die bereuen, bevor ihr Macht über sie habt. So wisset, daß Allah Allvergebend und Barmherzig ist.
35O die ihr glaubt, fürchtet Allah und trachtet nach einem Mittel zu Ihm und müht euch auf Seinem Weg ab, auf daß es euch wohl ergehen möge!
36Gewiß, wenn diejenigen, die ungläubig sind, alles hätten, was auf der Erde ist, und noch einmal das Gleiche dazu, um sich damit von der Strafe des Tages der Auferstehung loszukaufen, würde es nicht von ihnen angenommen werden, und für sie gibt es schmerzhafte Strafe.
37Sie wollen aus dem (Höllen)feuer herauskommen, aber sie werden nicht aus ihm herauskommen, und für sie gibt es beständige Strafe.
38Der Dieb und die Diebin: trennt ihnen ihre Hände ab als Lohn für das, was sie begangen haben, und als ein warnendes Beispiel von Allah. Allah ist Allmächtig und Allweise.
39Wer aber bereut, nachdem er Unrecht getan hat, und es wieder gutmacht, so nimmt Allah seine Reue gewiß an. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
40Weißt du nicht, daß Allah die Herrschaft über die Himmel und die Erde gehört? Er straft, wen Er will, und vergibt, wem Er will. Und Allah hat zu allem die Macht.
41O du Gesandter, lasse dich nicht durch jene traurig machen, die im Unglauben dahineilen, unter denen, die mit ihren Mündern sagen: "Wir glauben", während ihre Herzen nicht glauben, Und unter denjenigen, die dem Judentum angehören, unter ihnen gibt es manche, die auf Lügen horchen, die auf andere Leute horchen, die nicht zu dir gekommen sind. Sie verdrehen den Sinn der Worte, nach(dem sie an) ihrer (richtigen) Stelle (waren), und sagen: "Wenn euch dies gegeben wird, dann nehmt es an. Wenn euch dies aber nicht gegeben wird, dann seht euch vor." Wen Allah der Versuchung aussetzen will, für den wirst du gegen Allah nichts (auszurichten) vermögen. Das sind diejenigen, deren Herzen Allah nicht rein machen wollte. Schande gibt es für sie im Diesseits, und im Jenseits gibt es für sie gewaltige Strafe;
42(sie), die auf Lügen horchen, und die darauf aus sind, unrechtmäßig Erworbenes zu verschlingen. Wenn sie zu dir kommen, so richte zwischen ihnen oder wende dich von ihnen ab! Wenn du dich von ihnen abwendest, werden sie dir keinen Schaden zufügen, wenn du aber richtest, dann richte zwischen ihnen in Gerechtigkeit. Gewiß, Allah liebt die Gerechten.
43Wie aber können sie dich richten lassen, während sie doch die Tora haben, in der das Urteil Allahs (enthalten) ist, und sich hierauf, nach alledem, abkehren? Diese sind doch keine Gläubigen.
44Gewiß, Wir haben die Tora hinabgesandt, in der Rechtleitung und Licht sind, womit die Propheten, die sich (Allah) ergeben hatten, für diejenigen, die dem Judentum angehören, walten, und so auch die Leute des Herrn und die Gelehrten, nach dem, was ihnen von der Schrift Allahs anvertraut worden war und worüber sie Zeugen waren. So fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich. Und verkauft Meine Zeichen nicht für einen geringen Preis! Wer nicht nach dem waltet, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen.
45Und Wir haben ihnen darin vorgeschrieben: Leben um Leben, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr, Zahn um Zahn; und (auch) für Verwundungen Wiedervergeltung. Wer es aber als Almosen erläßt, für den ist es eine Sühne. Wer nicht nach dem waltet, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, das sind die Ungerechten.
46Und Wir ließen auf ihren Spuren ´Isa, den Sohn Maryams, folgen, das zu bestätigen, was von der Tora vor ihm (offenbart) war; und Wir gaben ihm das Evangelium, in dem Rechtleitung und Licht sind, und das zu bestätigen, was von der Tora vor ihm (offenbart) war, und als Rechtleitung und Ermahnung für die Gottesfürchtigen.
47Und so sollen die Leute des Evangeliums nach dem walten, was Allah darin herabgesandt hat. Wer nicht nach dem waltet, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, das sind die Frevler.
48Und Wir haben zu dir das Buch mit der Wahrheit hinabgesandt, das zu bestätigen, was von dem Buch vor ihm (offenbart) war, und als Wächter darüber. So richte zwischen ihnen nach dem, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen entgegen dem, was dir von der Wahrheit zugekommen ist. Für jeden von euch haben Wir ein Gesetz und einen deutlichen Weg festgelegt. Und wenn Allah wollte, hätte Er euch wahrlich zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Aber (es ist so,) damit Er euch in dem, was Er euch gegeben hat? prüfe. So wetteifert nach den guten Dingen! Zu Allah wird euer aller Rückkehr sein, und dann wird Er euch kundtun, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet.
49Und so richte zwischen ihnen nach dem, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, und folge nicht ihren Neigungen, sondern sieh dich vor ihnen vor, daß sie dich nicht der Versuchung aussetzen (abzuweichen) von einem Teil dessen, was Allah zu dir (als Offenbarung) herabgesandt hat! Doch wenn sie sich abkehren, so wisse, daß Allah sie für einen Teil ihrer Sünden treffen will. Viele von den Menschen sind fürwahr Frevler.
50Begehren sie etwa das Urteil der Unwissenheit? Wer kann denn besser walten als Allah für Leute, die (in ihrem Glauben) überzeugt sind?
51O die ihr glaubt, nehmt nicht die Juden und die Christen zu Schutzherren! Sie sind einer des anderen Schutzherren. Und wer von euch sie zu Schutzherren nimmt, der gehört zu ihnen. Gewiß, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.
52Und so siehst du diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, sich ihretwegen beeilen; sie sagen: "Wir fürchten, daß uns eine Schicksalswendung treffen wird." Aber vielleicht wird Allah den entscheidenden Sieg oder eine Anordnung von Ihm herbeibringen. Dann werden sie über das, was sie in ihrem Innersten geheimgehalten haben, Reue empfinden.
53Und diejenigen, die glauben, werden sagen: "Sind dies diejenigen, die bei Allah ihren kräftigsten Eid schworen, daß sie wahrlich mit euch seien?" Ihre Werke sind hinfallig, so daß sie (nun) Verlierer geworden sind.
54O die ihr glaubt, wer von euch sich von seiner Religion abkehrt -, so wird Allah Leute bringen, die Er liebt und die Ihn lieben, bescheiden gegenüber den Gläubigen, mächtig (auftretend) gegenüber den Ungläubigen, und die sich auf Allahs Weg abmühen und nicht den Tadel des Tadlers fürchten. Das ist Allahs Huld, die Er gewährt, wem Er will. Allah ist Allumfassend und Allwissend.
55Euer Schutzherr ist (allein) Allah und (auch) Sein Gesandter und diejenigen, die glauben, die das Gebet verrichten, die Abgabe entrichten und zu den sich Verbeugenden gehören.
56Wer sich Allah zum Schutzherrn nimmt und (auch) Seinen Gesandten und diejenigen, die glauben, - gewiß, die Anhängerschaft Allahs wird der Sieger sein.
57O die ihr glaubt, nehmt nicht diejenigen, die sich über eure Religion lustig machen und sie zum Gegenstand des Spiels nehmen, von denjenigen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, und die Ungläubigen zu Schutzherren. Und fürchtet Allah, wenn ihr gläubig seid!
58Wenn ihr zum Gebet ruft, machen sie sich darüber lustig und nehmen es zum Gegenstand des Spiels. Dies, weil sie Leute sind, die nicht begreifen.
59Sag: O Leute der Schrift, grollt ihr uns nur (darum), daß wir an Allah glauben und an das, was zu uns (als Offenbarung) herabgesandt worden ist und was zuvor herabgesandt wurde, und daß die meisten von euch Frevler sind?
60Sag: Soll ich euch kundtun, was als Belohnung bei Allah (noch) schlechter ist? Diejenigen, die Allah verflucht hat und denen Er zürnt und aus denen Er Affen und Schweine gemacht hat und die falschen Göttern dienen. Diese befinden sich in einer (noch) schlechteren Lage und sind (noch) weiter vom rechten Weg abgeirrt.
61Wenn sie zu euch kommen, sagen sie: "Wir glauben", wo sie schon mit Unglauben (behaftet) eintreten und auch noch mit ihm (behaftet wieder) herausgehen. Doch Allah weiß sehr wohl, was sie verbergen.
62Und du siehst viele von ihnen in Sünde, feindseligem Vorgehen und dem Verschlingen von unrechtmäßig Erworbenem dahineilen. Fürwahr, wie schlimm ist, was sie tun!
63Warum verbieten ihnen nicht die Leute des Herrn und die Gelehrten die sündhaften Worte und das Verschlingen von unrechtmäßig Erworbenem? Fürwahr, wie schlimm ist, was sie machen!
64Und die Juden sagen: "Allahs Hand ist gefesselt." Ihre (eigenen) Hände seien gefesselt und sie seien verflucht für das, was sie sagen. Nein! Vielmehr sind Seine Hände (weit) ausgestreckt; Er gibt aus, wie Er will. Was zu dir (als Offenbarung) von deinem Herrn herabgesandt worden ist, wird sicherlich bei vielen von ihnen die Auflehnung und den Unglauben noch mehren. Und Wir haben unter ihnen Feindschaft und Haß erregt bis zum Tag der Auferstehung. Jedesmal, wenn sie ein Feuer zum Krieg anzünden, löscht Allah es aus. Und sie bemühen sich, auf der Erde Unheil zu stiften. Aber Allah liebt nicht die Unheilstifter.
65Wenn die Leute der Schrift nur glaubten und gottesfürchtig wären, würden Wir ihnen wahrlich ihre bösen Taten tilgen und sie wahrlich in die Gärten der Wonne eingehen lassen.
66Wenn sie nur die Tora und das Evangelium und das befolgten, was zu ihnen (als Offenbarung) von ihrem Herrn herabgesandt wurde, würden sie fürwahr von (den guten Dingen) über ihnen und unter ihren Füßen essen. Unter ihnen ist eine gemäßigte Gemeinschaft; aber wie böse ist bei vielen von ihnen, was sie tun.
67O du Gesandter, übermittele, was zu dir (als Offenbarung) von deinem Herrn herabgesandt worden ist! Wenn du es nicht tust, so hast du Seine Botschaft nicht übermittelt. Allah wird dich vor den Menschen schützen. Gewiß, Allah leitet das ungläubige Volk nicht recht.
68Sag: O Leute der Schrift, ihr fußt auf nichts, bis ihr die Tora und das Evangelium und das befolgt, was zu euch (als Offenbarung) von eurem Herrn herabgesandt worden ist. Was zu dir (als Offenbarung) von deinem Herrn herabgesandt worden ist, wird ganz gewiß bei vielen von ihnen die Auflehnung und den Unglauben noch mehren. So sei nicht betrübt über das ungläubige Volk!
69Gewiß, diejenigen, die glauben´, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Säbier und die Christen, - wer (immer) an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt, - über die soll keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein.
70Und Wir trafen doch schon mit den Kindern Isra´ils ein Abkommen und sandten zu ihnen Gesandte. Jedesmal, wenn ein Gesandter zu ihnen kam mit etwas, wozu sie selbst nicht neigten, bezichtigten sie einen Teil (der Gesandten) der Lüge und töteten einen (anderen) Teil.
71Und sie meinten, daß es keine Versuchung gäbe. Sie waren blind und taub. Hierauf nahm Allah ihre Reue an. Dann aber wurden (wieder) viele von ihnen blind und taub. Und Allah sieht wohl, was sie tun.
72Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: "Gewiß, Allah ist al-Masih, der Sohn Maryams", wo doch al-Masih (selbst) gesagt hat: "O Kinder Isra´ils, dient Allah, meinem Herrn und eurem Herrn!" Wer Allah (etwas) beigesellt, dem verbietet fürwahr Allah das Paradies, und dessen Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein. Die Ungerechten werden keine Helfer haben.
73Fürwahr, ungläubig sind diejenigen, die sagen: "Gewiß, Allah ist einer von dreien." Es gibt aber keinen Gott außer dem Einen Einzigen. Wenn sie mit dem, was sie sagen, nicht aufhören, so wird denjenigen von ihnen, die ungläubig sind, ganz gewiß schmerzhafte Strafe widerfahren.
74Wenden sie sich denn nicht in Reue zu Allah und bitten Ihn um Vergebung? Allah ist All vergebend und Barmherzig.
75Al-Masih, der Sohn Maryams, war doch nur ein Gesandter, vor dem bereits Gesandte vorübergegangen waren. Und seine Mutter war sehr wahrheitsliebend; sie (beide) pflegten Speise zu essen. Schau, wie Wir ihnen die Zeichen klar machen, und schau, wie sie sich abwendig machen lassen!
76Sag: Wollt ihr außer Allah dem dienen, was euch weder Schaden noch Nutzen zu bringen vermag? Und Allah ist es (doch), der Allhörend und Allwissend ist.
77Sag: O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion außer in (dem Rahmen) der Wahrheit und folgt nicht den Neigungen von Leuten, die schon zuvor irregegangen sind und viele (andere mit ihnen) in die Irre geführt haben und vom rechten Weg abgeirrt sind.
78Verflucht wurden diejenigen von den Kindern Isra´ils, die ungläubig waren, durch den Mund Dawuds und ´Isas, des Sohnes Maryams. Dies dafür, daß sie sich widersetzten und stets übertraten.
79Sie pflegten einander nichts Verwerfliches, das sie taten, zu verbieten. Fürwahr, wie schlimm ist, was sie zu tun pflegten!
80Du siehst viele von ihnen diejenigen, die ungläubig sind, zu Vertrauten nehmen. Fürwahr, wie schlimm ist, was sie sich selbst vorausgeschickt haben; (es ist,) daß Allah ihnen gegenüber Sein Mißfallen zeigt; und ewig werden sie in der Strafe bleiben.
81Wenn sie an Allah und den Propheten und das, was zu ihm (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, glauben würden, hätten sie sie nicht zu Schutzherren genommen. Aber viele von ihnen sind Frevler.
82Du wirst ganz gewiß finden, daß diejenigen Menschen, die den Gläubigen am heftigsten Feindschaft zeigen, die Juden und diejenigen sind, die (Allah etwas) beigesellen. Und du wirst ganz gewiß finden, daß diejenigen, die den Gläubigen in Freundschaft am nächsten stehen, die sind, die sagen: "Wir sind Christen." Dies, weil es unter ihnen Priester und Mönche gibt und weil sie sich nicht hochmütig verhalten.
83Wenn sie hören, was zum Gesandten (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, siehst du ihre Augen von Tränen überfließen wegen dessen, was sie (darin) als Wahrheit erkannt haben. Sie sagen: "Unser Herr, wir glauben. Schreibe uns unter den Zeugnis Ablegenden auf.
84Warum sollten wir nicht an Allah glauben und an das, was von der Wahrheit zu uns gekommen ist, und begehren, daß uns unser Herr zusammen mit dem rechtschaffenen Volk (in den Paradiesgarten) eingehen lasse?"
85So wird Allah sie für das, was sie gesagt haben, mit Gärten belohnen, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben. Das ist der Lohn der Gutes Tuenden.
86Diejenigen aber, die ungläubig sind und Unsere Zeichen für Lüge erklären, das sind die Insassen des Höllenbrandes.
87O die ihr glaubt, verbietet nicht die guten Dinge, die Allah euch erlaubt hat. und übertretet nicht! Allah liebt nicht die Übertreter.
88Und eßt von dem, womit Allah euch versorgt hat, als etwas Erlaubtem und Gutem, und fürchtet Allah, an Den ihr glaubt!
89Allah wird euch nicht für etwas Unbedachtes in euren Eiden belangen. Jedoch wird Er euch für das belangen, was ihr mit euren Eiden fest abmacht (und dieses dann nicht einhaltet). Die Sühne dafür besteht in der Speisung von zehn Armen in dem Maß, wie ihr eure Angehörigen im Durchschnitt speist, oder ihrer Bekleidung oder der Befreiung eines Sklaven. Wer aber keine (Möglichkeit) findet, (der hat) drei Tage (zu) fasten. Das ist die Sühne für eure Eide, wenn ihr schwört. Und erfüllt eure Eide. So macht Allah euch Seine Zeichen klar, auf daß ihr dankbar sein möget!
90O die ihr glaubt, berauschender Trank, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind nur ein Greuel vom Werk des Satans. So meidet ihn, auf daß es euch wohl ergehen möge!
91Der Satan will (ja) zwischen euch nur Feindschaft und Haß säen durch berauschenden Trank und Glücksspiel und euch vom Gedenken Allahs und vom Gebet abhalten. Werdet ihr (damit) nun wohl aufhören?
92Und gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und seht euch vor! Doch wenn ihr euch abkehrt, so wißt, daß Unserem Gesandten nur die deutliche Übermittelung (der Botschaft) obliegt.
93Es lastet keine Sünde auf denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, hinsichtlich dessen, was sie (bisher) verzehrt haben, wenn sie (fortan) gottesfürchtig sind und glauben und rechtschaffene Werke tun und wiederum gottesfürchtig sind und glauben und wiederum gottesfürchtig sind und Gutes tun. Allah liebt die Gutes Tuenden.
94O die ihr glaubt, Allah wird euch ganz gewiß mit etwas von dem Jagdwild prüfen, das eure Hände und Lanzen erreichen (können), damit Allah denjenigen kenne, der Ihn im Verborgenen fürchtet. Wer nun danach eine Übertretung begeht, für den gibt es schmerzhafte Strafe.
95O die ihr glaubt, tötet nicht das Jagdwild, während ihr im Zustand der Pilgerweihe seid! Wer von euch es vorsätzlich tötet, (für den gilt es,) eine Ersatzleistung (zu zahlen), ein Gleiches, wie das, was er getötet hat, an Stück Vieh - darüber sollen zwei gerechte Personen von euch richten - (eine Ersatzleistung, die) als Opfertier die Ka´ba erreichen soll. Oder (er leistet als) eine Sühne die Speisung von Armen oder die (entsprechende) Ersatzleistung an Fasten, damit er die schlimmen Folgen seines Verhaltens koste. Allah verzeiht, was (vorher) geschehen ist. Wer aber rückfällig wird, den wird Allah der Vergeltung aussetzen. Allah ist Allmächtig und Besitzer von Vergeltungsgewalt.
96Erlaubt sind euch die Jagdtiere des Meeres und (all) das Eßbare aus ihm als Nießbrauch für euch und für die Reisenden; doch verboten ist euch die Jagd auf die Landtiere, solange ihr im Zustand der Pilgerweihe seid. Und fürchtet Allah, zu Dem ihr versammelt werdet.
97Allah hat die Ka´ba, das geschützte Haus, zu einer Stätte des Gottesdienstes für die Menschen gemacht, und (ebenso) den Schutzmonat, die Opfertiere und die (Opfertiere mit den) Halsgehänge(n). Dies, damit ihr wisset, daß Allah weiß, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und daß Allah über alles Bescheid weiß.
98Wisset, daß Allah streng im Bestrafen, daß Allah (aber auch) Allvergebend und Barmherzig ist.
99Dem Gesandten obliegt nur die Übermittelung (der Botschaft). Und Allah weiß, was ihr offenlegt und was ihr verbergt.
100Sag: Nicht gleich sind das Schlechte und das Gute, auch wenn die Menge des Schlechten dir gefallen sollte. Darum fürchtet Allah, o die ihr Verstand besitzt, auf daß es euch wohl ergehen möge!
101O die ihr glaubt, fragt nicht nach Dingen, die, wenn sie euch offengelegt werden, euch leid tun, wenn ihr nach ihnen fragt zu der Zeit, da der Qur´an offenbart wird, sie euch (gewiß) offengelegt werden, wo Allah sie übergangen hat. Und Allah ist Allvergebend und Nachsichtig.
102Leute vor euch haben schon danach gefragt, doch dann wurden sie ihretwegen ungläubig.
103Allah hat keine Bahira, keine Sa´iba, keine Wasila und keine Ham bestimmt, sondern diejenigen, die ungläubig sind, ersinnen gegen Allah Lügen, und die meisten von ihnen begreifen nicht.
104Und wenn man zu ihnen sagt: "Kommt her zu dem, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, und zum Gesandten", sagen sie: "Unsere Genüge ist das, worin wir unsere Väter (vor)gefunden haben." Was denn, auch wenn ihre Väter nichts begriffen und nicht rechtgeleitet waren?
105O die ihr glaubt, wacht über euch selbst! Wer abirrt, kann euch keinen Schaden zufügen, wenn ihr rechtgeleitet seid. Zu Allah wird eure aller Rückkehr sein, und dann wird Er kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
106O die ihr glaubt, wenn einem von euch der Tod naht zu der Zeit, da (er sein) Vermächtnis (macht), (soll) das Zeugnis unter euch (erfolgen) durch zwei gerechte Personen von euch, oder durch zwei andere, (die) nicht von euch (sind), wenn ihr im Land umherreist und euch dann das Unglück des Todes trifft. Ihr sollt sie nach dem Gebet festhalten, und sie sollen dann, wenn ihr zweifelt, bei Allah schwören: "Wir verkaufen es für keinen Preis, auch wenn es sich um einen Verwandten handelt, und verheimlichen das Zeugnis Allahs nicht; wir gehörten sonst wahrlich zu den Sündhaften."
107Wenn man danach aber entdeckt, daß sie (beide) sich einer Sünde schuldig gemacht haben, dann (sollen) zwei andere an ihre Stelle treten von denen, zu deren Nachteil die beiden sich (einer Sünde) schuldig gemacht haben, und (sie) (beide sollen) bei Allah schwören: "Unser Zeugnis ist wahrlich berechtigter als deren Zeugnis. Und wir haben nicht übertreten; wir gehörten sonst wahrlich zu den Ungerechten."
108Das ist eher geeignet, daß sie das Zeugnis, wie es sein soll, ablegen oder sie befürchten (müssen), daß nach ihren Eiden wieder (andere) Eide (geschworen) werden. Und fürchtet Allah und hört! Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.
109An dem Tag, da Allah die Gesandten versammelt und dann sagt: "Was wurde euch geantwortet?´", werden sie sagen: "Wir haben kein Wissen (darüber). Du bist ja der Allwisser der verborgenen Dinge."
110Wenn Allah sagt: "O ´Isa, Sohn Maryams, gedenke Meiner Gunst an dir und an deiner Mutter, als Ich dich mit dem Heiligen Geist stärkte, so daß du in der Wiege zu den Menschen sprachst und im Mannesalter; und als Ich dich die Schrift, die Weisheit, die Tora und das Evangelium lehrte; und als du aus Lehm mit Meiner Erlaubnis (etwas) schufst, (was so aussah) wie die Gestalt eines Vogels, und ihr dann einhauchtest, und sie da ein (wirklicher) Vogel wurde mit Meiner Erlaubnis; und (als) du den Blindgeborenen und den Weißgefleckten mit Meiner Erlaubnis heiltest und Tote mit Meiner Erlaubnis (aus den Gräbern) herauskommen ließest; und als Ich die Kinder Isra´ils von dir zurückhielt, als du mit den klaren Beweisen zu ihnen kamst, worauf diejenigen von ihnen, die ungläubig waren, sagten: ,Das ist nichts als deutliche Zauberei´."
111Und als Ich den Jüngern eingab: "Glaubt an Mich und an Meinen Gesandten!" Sie sagten: "Wir glauben. Bezeuge, daß wir Dir ergeben sind!"
112Als die Jünger sagten: "O ´Isa, Sohn Maryams, kann dein Herr zu uns einen Tisch (mit Speisen) vom Himmel herabsenden?" Er sagte: "Fürchtet Allah, wenn ihr gläubig seid!"
113Sie sagten: "Wir wollen von ihm essen und, daß unsere Herzen Ruhe finden und, daß wir wissen, daß du zu uns tatsächlich die Wahrheit gesprochen hast und, daß wir zu denen gehören, die darüber Zeugnis ablegen (können)."
114´Isa, der Sohn Maryams, sagte: "O Allah, unser Herr, sende zu uns einen Tisch (mit Speisen) vom Himmel herab, der für uns, für den ersten von uns und den letzten von uns, ein Fest sein soll und ein Zeichen von Dir. Und versorge uns. Du bist ja der beste Versorger."
115Allah sagte: "Ich werde ihn gewiß zu euch hinabsenden. Wer von euch aber danach ungläubig ist, den werde Ich mit einer Strafe strafen, mit der Ich (sonst) niemanden (anderen) der Weltenbewohner strafe."
116Und wenn Allah sagt: "O ´Isa, Sohn Maryams, bist du es, der zu den Menschen gesagt hat: ,Nehmt mich und meine Mutter außer Allah zu Göttern!´?", wird er sagen: "Preis sei Dir! Es steht mir nicht zu, etwas zu sagen, wozu ich kein Recht habe. Wenn ich es (tatsächlich doch) gesagt hätte, dann wüßtest Du es bestimmt. Du weißt, was in mir vorgeht, aber ich weiß nicht, was in Dir vorgeht. Du bist ja der Allwisser der verborgenen Dinge.
117Ich habe ihnen nur gesagt, was Du mir befohlen hast (, nämlich): ,Dient Allah, meinem und eurem Herrn! Und ich war über sie Zeuge, solange ich unter ihnen weilte. Seitdem Du mich abberufen hast, bist Du der Wächter über sie. Du bist über alles Zeuge.
118Wenn Du sie strafst, so sind sie Deine Diener, und wenn Du ihnen vergibst, so bist Du ja der Allmächtige und Allweise."
119Allah wird sagen: "Dies ist der Tag, an dem den Wahrhaftigen ihre Wahrhaftigkeit nützt." Für sie sind Gärten, durcheilt von Bächen, ewig und auf immer darin zu bleiben. Allah hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Das ist der großartige Erfolg.
120Allah gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde und das, was in ihnen ist. Und Er hat zu allem die Macht.
Chapter 6 (Sura 6)
1(Alles) Lob gehört Allah, Der die Himmel und die Erde erschaffen und die Finsternisse und das Licht gemacht hat; dennoch setzen diejenigen, die ungläubig sind, ihrem Herrn (andere) gleich.
2Er ist es, Der euch aus Lehm erschaffen und hierauf eine Frist bestimmt hat. Und (es gibt) eine (andere) festgesetzte Frist bei Ihm; dennoch zweifelt ihr.
3Er ist Allah in den Himmeln und auf der Erde. Er kennt euer Geheimes und euer Verlautbartes und weiß, was ihr verdient.
4Kein Zeichen von den Zeichen ihres Herrn kam zu ihnen, ohne daß sie sich von ihm abzuwenden pflegten.
5So erklärten sie die Wahrheit für Lüge, als sie zu ihnen kam. Aber zu ihnen werden die Nachrichten kommen von dem, worüber sie sich lustig zu machen pflegten.
6Haben sie nicht gesehen, wie viele Geschlechter Wir vor ihnen vernichteten, denen Wir auf der Erde eine feste Stellung verliehen hatten, wie Wir sie euch nicht verliehen haben, und auf die Wir den Regen ergiebig (hinab)sandten, und unterhalb derer Wir Flüsse strömen ließen? Und da haben Wir sie für ihre Sünden vernichtet und nach ihnen ein anderes Geschlecht entstehen lassen.
7Wenn Wir auf dich ein Buch aus (beschriebenen) Blättern hinabgesandt hätten, so daß sie es mit ihren Händen befühlen (könnten), würden diejenigen, die ungläubig sind, dennoch sagen: "Das ist ja nur deutliche Zauberei."
8Und sie sagen: "Warum ist kein Engel zu ihm herabgesandt worden?" Wenn Wir aber einen Engel herabsenden würden, dann wäre die Angelegenheit wahrlich entschieden, und ihnen würde dann kein Aufschub gewährt.
9Und wenn Wir ihn (den Gesandten auch) zu einem Engel gemacht hätten, so hätten Wir ihn (doch) wahrlich zu einem Mann gemacht, und Wir hätten ihnen wahrlich verdeckt, was sie zu verdecken suchten.
10Man machte sich ja schon vor dir über Gesandte lustig. Da umschloß diejenigen, die über sie spotteten, das, worüber sie sich lustig zu machen pflegten.
11Sag: Reist auf der Erde umher und schaut, wie das Ende der Leugner war.
12Sag: Wem gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist? Sag: Allah. Er hat Sich Selbst Barmherzigkeit vorgeschrieben. Er wird euch ganz gewiß zum Tag der Auferstehung versammeln, an dem es keinen Zweifel gibt. (Schaut; wie das Ende) derjenigen (war), die ihre Seelen verloren haben, denn sie glaubten nicht.
13Ihm gehört (alles), was in der Nacht und am Tag ruht. Und Er ist der Allhörende und Allwissende.
14Sag: Sollte ich einen anderen zum Schutzherren nehmen als Allah, den Erschaffer der Himmel und der Erde, Der Speise gibt, während Ihm (selbst) keine Speise gegeben wird? Sag: Mir ist befohlen worden, der erste zu sein, der sich (Allah) ergibt, und: "Gehöre ja nicht zu den Götzendienern!"
15Sag: Gewiß, ich fürchte, wenn ich mich meinem Herrn widersetze, die Strafe eines gewaltigen Tages.
16Von wem sie an jenem Tag abgewendet wird, dessen hat Er sich wirklich erbarmt; und das ist der deutliche Erfolg.
17Wenn Allah dir Unheil widerfahren läßt, so kann es keiner hinwegnehmen außer Ihm. Und wenn Er dir (etwas) Gutes widerfahren läßt, - so hat Er zu allem die Macht.
18Er ist der Bezwinger über Seinen Dienern, und Er ist der Allweise und Allkundige.
19Sag: Welches ist das größte Zeugnis? Sag: Allah (, Er) ist Zeuge zwischen mir und euch. Und dieser Qur´an ist mir eingegeben worden, damit ich euch und (jeden), den er erreicht, mit ihm warne. Wollt ihr denn wahrlich bezeugen, daß es neben Allah andere Götter gibt? Sag: Ich bezeuge (es) nicht. Sag: Er ist nur ein Einziger Gott, und ich sage mich von dem los, was ihr (Ihm) beigesellt.
20Diejenigen, denen Wir die Schrift gegeben haben, kennen ihn, wie sie ihre Söhne kennen. (Es sind) diejenigen, die sich selbst verloren haben, denn sie glauben nicht.
21Und wer ist ungerechter, als wer gegen Allah eine Lüge ersinnt oder Seine Zeichen für Lüge erklärt? Gewiß, den Ungerechten wird es nicht wohl ergehen.
22Und an dem Tag, da Wir sie alle versammeln, und dann werden Wir zu denen, die (Allah etwas) beigesellt hatten, sagen: "Wo sind (nun) eure Teilhaber, die ihr stets angegeben habt?"
23Dann wird ihre Ausrede nur sein, daß sie sagen: "Bei Allah, unserem Herrn! Wir waren keine Götzendiener."
24Schau, wie sie gegen sich selbst lügen und (wie) ihnen das entschwunden ist, was sie zu ersinnen pflegten!
25Und unter ihnen gibt es manche, die dir zuhören. Aber Wir haben auf ihre Herzen Hüllen gelegt, so daß sie ihn nicht verstehen, und in ihre Ohren Schwerhörigkeit. Auch wenn sie jedes Zeichen sähen, glaubten sie nicht daran. Wenn sie zu dir kommen, um mit dir zu streiten, sagen diejenigen, die ungläubig sind: "Das sind nur Fabeln der Früheren."
26Sie verbieten es (anderen) und halten sich (selbst) davon fern. Sie vernichten nur sich selbst, ohne zu merken.
27Und wenn du sehen würdest, wenn sie vor das (Höllen)feuer gestellt werden! Dann werden sie sagen: "O würden wir doch zurückgebracht werden! Wir würden (dann) nicht die Zeichen unseres Herrn für Lüge erklären, sondern würden zu den Gläubigen gehören."
28Nein! Vielmehr hat sich ihnen offenkundig gezeigt, was sie zuvor zu verbergen pflegten. Und wenn sie zurückgebracht würden, würden sie doch wieder zu dem zurückkehren, was ihnen verboten wurde. Sie sind wahrlich Lügner.
29Und sie sagen: "Es gibt nur unser diesseitiges Leben, und wir werden nicht auferweckt."
30Und wenn du sehen würdest, wenn sie vor ihren Herrn gestellt werden! Er wird sagen: "Ist dies nicht die Wahrheit?" Sie sagen: "Ja doch, bei unserem Herrn!" Er wird sagen: "Kostet nun die Strafe dafür, daß ihr stets ungläubig wart."
31Verloren sind diejenigen, die die Begegnung mit Allah für Lüge erklären, so daß, wenn die Stunde plötzlich über sie kommt, sie sagen: "O welch gramvolle Reue für uns, wegen dessen, was wir hinsichtlich ihrer vernachlässigt haben!" Sie tragen ihre Lasten auf ihren Rücken. Wie übel ist das, was sie an Last auf sich nehmen!
32Das diesseitige Leben ist nur Spiel und Zerstreuung. Die jenseitige Wohnstätte ist für diejenigen, die gottesfürchtig sind, wahrlich besser. Begreift ihr denn nicht?
33Wir wissen wohl, daß dich das, was sie sagen, in der Tat traurig macht. Aber nicht dich bezichtigen sie (in Wirklichkeit) der Lüge, sondern die Zeichen Allahs verleugnen die(se) Ungerechten.
34Ja, bereits vor dir wurden Gesandte der Lüge bezichtigt. Und da ertrugen sie standhaft, daß sie der Lüge bezichtigt wurden und daß ihnen Leid zugefügt wurde, bis Unsere Hilfe zu ihnen kam. Es gibt nichts, was Allahs Worte abändern könnte. Dir ist ja bereits Kunde von den Gesandten zugekommen.
35Und wenn dir ihre Ablehnung schwer zusetzt, dann, (selbst) wenn du einen Gang in die Erde oder eine Leiter in den Himmel ausfindig machen kannst, und ihnen dann ein Zeichen bringen kannst, ... Und wenn Allah gewollt hätte, hätte Er sie wahrlich unter der Rechtleitung zusammengeführt. Gehöre also ja nicht zu den Toren!
36Nur diejenigen können Folge leisten, die (zu)hören. Die Toten aber wird Allah auferwecken. Hierauf werden sie zu Ihm zurückgebracht.
37Und sie sagen: "Wenn ihm doch ein Zeichen von seinem Herrn offenbart worden wäre!" Sag: Gewiß, Allah hat die Macht, ein Zeichen zu offenbaren. Aber die meisten von ihnen wissen nicht.
38Es gibt kein Tier auf der Erde und keinen Vogel, der mit seinen Flügeln fliegt, die nicht Gemeinschaften wären gleich euch. Wir haben im Buch nichts vernachlässigt. Hierauf werden sie zu ihrem Herrn versammelt.
39Und diejenigen, die Unsere Zeichen für Lüge erklären, sind taub und stumm in Finsternissen. Wen Allah will, den läßt Er in die Irre gehen, und wen Er will, den bringt Er auf einen geraden Weg.
40Sag: Was meint ihr wohl? Wenn die Strafe Allahs (über) euch kommt oder die Stunde (über) euch kommt, werdet ihr (dann) einen anderen anrufen als Allah? (So antwortet,) wenn ihr wahrhaftig seid.
41Nein! Vielmehr Ihn werdet ihr anrufen. Dann wird Er das hinwegnehmen, weswegen ihr (Ihn) anruft, wenn Er will, und ihr werdet vergessen, was ihr (Ihm) beigesellt.
42Wir haben ja schon zu Gemeinschaften vor dir (Gesandte) gesandt und über sie Not und Leid kommen lassen, auf daß sie unterwürfig flehen mögen.
43Wenn sie doch nur, als Unsere Gewalt über sie kam, unterwürfig gefleht hätten! Aber ihre Herzen verhärteten sich, und der Satan schmückte ihnen aus, was sie zu tun pflegten.
44Als sie dann vergaßen, womit sie ermahnt worden waren, öffneten Wir ihnen die Tore zu allen Dingen. Als sie dann froh waren über das, was ihnen gegeben worden war, ergriffen Wir sie plötzlich. Da waren sie sogleich verzweifelt.
45So soll die Rückkehr der Leute, die Unrecht taten, abgeschnitten sein. (Alles) Lob gehört Allah, dem Herrn der Weltenbewohner!
46Sag: Was meint ihr, wenn Allah euer Gehör und euer Augenlicht (weg)nähme und eure Herzen versiegelte, wer ist der Gott außer Allah, der es euch zurückgeben könnte? Schau, wie Wir die Zeichen verschiedenartig darlegen! Dennoch wenden sie sich hierauf ab.
47Sag: Was meint ihr wohl? Wenn Allahs Strafe plötzlich oder offen (über) euch kommt, wer wird (dann) vernichtet außer dem ungerechten Volk?
48Wir senden die Gesandten nur als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen. Wer also glaubt und Besserung bringt, über die soll keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein.
49Denjenigen aber, die Unsere Zeichen für Lüge erklären, wird die Strafe widerfahren dafür, daß sie zu freveln pflegten.
50Sag: Ich sage nicht zu euch, ich besäße die Schatzkammern Allahs, und ich weiß auch nicht das Verborgene; und ich sage nicht zu euch, ich sei ein Engel. Ich folge nur dem, was mir eingegeben wird. Sag: Sind (etwa) der Blinde und der Sehende gleich? Denkt ihr denn nicht nach?
51Und warne damit diejenigen, die befürchten, daß sie zu ihrem Herrn versammelt werden - sie haben außer Ihm weder Schutzherrn noch Fürsprecher -, auf daß sie gottesfürchtig werden mögen!
52Und weise nicht diejenigen ab, die morgens und abends ihren Herrn anrufen im Begehren nach Seinem Angesicht! Dir obliegt in keiner Weise, sie zur Rechenschaft zu ziehen, und ihnen obliegt in keiner Weise, dich zur Rechenschaft zu ziehen. Wenn du sie abwiesest, dann würdest du zu den Ungerechten gehören.
53Und so haben Wir die einen von ihnen durch die anderen einer Prüfung unterzogen, so daß sie sagen: "Hat Allah diesen da aus unserer Mitte eine Wohltat erwiesen?" Weiß nicht Allah am besten über die Dankbaren Bescheid?
54Und wenn diejenigen, die an Unsere Zeichen glauben, zu dir kommen, dann sag: Friede sei auf euch! Euer Herr hat Sich Selbst Barmherzigkeit vorgeschrieben: Wer von euch in Unwissenheit Böses tut, aber danach dann bereut und (es) wieder gutmacht, so ist Er Allvergebend und Barmherzig.
55So legen Wir die Zeichen ausführlich dar, - damit sich der Weg der Übeltäter klar zeigt.
56Sag: Mir ist verboten worden, denjenigen zu dienen, die ihr anstatt Allahs anruft. Sag: Ich folge nicht euren Neigungen; ich würde sonst nämlich fürwahr abirren und würde nicht zu den Rechtgeleiteten gehören.
57Sag: Ich halte mich an einen klaren Beweis von meinem Herrn, während ihr Ihn der Lüge bezichtigt. Ich verfüge nicht über das, was ihr zu beschleunigen wünscht. Das Urteil gehört allein Allah. Er berichtet die Wahrheit, und Er ist der Beste derer, die entscheiden.
58Sag: Wenn ich über das verfügen würde, was ihr zu beschleunigen wünscht, wäre die Angelegenheit zwischen mir und euch wahrlich schon entschieden. Allah weiß am besten über die Ungerechten Bescheid.
59Er verfugt über die Schlüssel des Verborgenen; niemand kennt sie außer Ihm. Und Er weiß, was auf dem Festland und im Meer ist. Kein Blatt fällt, ohne daß Er es weiß; und (es gibt) kein Korn in den Finsternissen der Erde und nichts Feuchtes und nichts Trockenes, das nicht in einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre.
60Er ist es, Der euch bei Nacht abberuft und weiß, was ihr bei Tag begangen habt, und euch hierauf an ihm auferweckt, damit eine festgesetzte Frist erfüllt wird. Hierauf wird eure Rückkehr zu Ihm sein, und hierauf wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
61Er ist der Bezwinger über Seinen Dienern. Und Er sendet Hüter über euch, bis, wenn dann zu einem von euch der Tod kommt, ihn Unsere Gesandten abberufen, und sie vernachlässigen nichts.
62Hierauf werden sie zu Allah, ihrem wahren Schutzherrn, zurückgebracht. Sicherlich, Sein ist das Urteil, und Er ist der schnellste Berechner.
63Sag: Wer errettet euch von den Finsternissen des Festlandes und des Meeres, (wenn) ihr Ihn in Unterwürfigkeit und im Verborgenen flehend anruft: "Wenn Er uns nur hieraus rettet, werden wir ganz gewiß zu den Dankbaren gehören"?
64Sag: Allah errettet euch davon und von jeder Trübsal, hierauf gesellt ihr (Ihm) dennoch (andere Götter) bei.
65Sag: Er hat die Macht dazu, euch eine Strafe von oben oder unter euren Füßen zu schicken oder euch in (gespaltene) Lager durcheinanderzubringen und die einen von euch die Gewalt der anderen kosten zu lassen! Schau, wie Wir die Zeichen verschiedenartig darlegen, auf daß sie verstehen mögen!
66Aber dein Volk erklärt es für Lüge, obwohl es die Wahrheit ist. Sag: Ich bin nicht als Sachwalter über euch (eingesetzt).
67Jede Vorankündigung hat ihre festgesetzte Zeit, und ihr werdet (es noch) erfahren.
68Und wenn du diejenigen siehst, die auf Unsere Zeichen (spottend) eingehen, so wende dich von ihnen ab, bis sie auf ein anderes Gespräch eingehen. Und wenn dich der Satan nun vergessen läßt, dann sitze nicht, nachdem du dich (daran) erinnert hast, mit dem ungerechten Volk zusammen.
69Denjenigen, die gottesfürchtig sind, obliegt in keiner Weise, sie zur Rechenschaft zu ziehen, sondern nur die Ermahnung, auf daß sie gottesfürchtig werden mögen.
70Und lasse diejenigen allein, die ihre Religion zum Gegenstand des Spiels und der Zerstreuung nehmen und die das diesseitige Leben täuscht! Und ermahne durch ihn, damit sich keine Seele für das, was sie verdient hat, dem Verderben ausliefert. Sie hat (dann) außer Allah weder Schutzherrn noch Fürsprecher. Und wenn sie auch (als Lösegeld) jede Ersatzleistung anbietet, wird sie von ihr doch nicht angenommen. Das sind diejenigen, die dem Verderben ausgeliefert werden für das, was sie verdient haben. Für sie wird es ein Getränk aus heißem Wasser und schmerzhafte Strafe geben dafür, daß sie ungläubig gewesen sind.
71Sag: Sollen wir anstatt Allahs anrufen, was uns nicht nützt und nicht schadet, und auf unseren Fersen kehrtmachen, nachdem Allah uns rechtgeleitet hat, wie derjenige, den die Teufel auf der Erde verführt haben, so daß er verwirrt ist? Er hat Gefährten, die ihn zur Rechtleitung einladen: "Komm zu uns!" Sag: Gewiß, Allahs Rechtleitung ist die (wahre) Rechtleitung. Und uns wurde befohlen, uns dem Herrn der Weltenbewohner zu ergeben,
72und verrichtet das Gebet und fürchtet Ihn! Er ist es, zu Dem ihr versammelt werdet.
73Und Er ist es, Der die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen hat. Und an dem Tag, da Er sagt: "Sei!" da wird es sein. Sein Wort ist die Wahrheit. Und Er hat die Herrschaft an dem Tag, da ins Horn geblasen wird. (Er ist) der Kenner des Verborgenen und des Offenbaren, und Er ist der Allweise und Allkundige.
74Und als Ibrahim zu seinem Vater Azar sagte: "Nimmst du (denn) Götzenbilder zu Göttern? Gewiß, ich sehe dich und dein Volk in deutlichem Irrtum."
75Und so zeigten Wir Ibrahim das Reich der Himmel und der Erde, - und damit er zu den Überzeugten gehöre.
76Als die Nacht über ihn hereinbrach, sah er einen Himmelskörper. Er sagte: "Das ist mein Herr." Als er aber unterging, sagte er: "Ich liebe nicht diejenigen, die untergehen´."
77Als er dann den Mond aufgehen sah, sagte er: "Das ist mein Herr." Als er aber unterging, sagte er: "Wenn mein Herr mich nicht rechtleitet, werde ich ganz gewiß zum irregehenden Volk gehören."
78Als er dann die Sonne aufgehen sah, sagte er: "Das ist mein Herr. Das ist größer." Als sie aber unterging, sagte er: "O mein Volk, ich sage mich ja von dem los, was ihr (Ihm) beigesellt.
79Ich wende mein Gesicht Dem zu, Der die Himmel und die Erde erschaffen hat, als Anhänger des rechten Glaubens, und ich gehöre nicht zu den Götzendienern.
80Sein Volk stritt mit ihm. Er sagte: "Wollt ihr mit mir über Allah streiten, wo Er mich doch schon rechtgeleitet hat? Ich fürchte nicht, was ihr Ihm beigesellt, außer daß mein Herr will (, daß ich) es (fürchte). Mein Herr umfaßt alles mit (Seinem) Wissen. Bedenkt ihr denn nicht?
81Wie sollte ich fürchten, was ihr (Ihm) beigesellt, wo ihr euch nicht fürchtet, Allah beizugesellen, wozu Er euch keine Ermächtigung offenbart hat? Welche der beiden Gruppen hat also ein größeres Anrecht auf Sicherheit, wenn ihr wißt?"
82Diejenigen, die glauben und ihren Glauben nicht mit Ungerechtigkeit verdecken, die haben (das Recht auf) Sicherheit, und sie sind rechtgeleitet.
83Das ist unser Beweismittel, das Wir Ibrahim gegen sein Volk gaben. Wir erhöhen, wen Wir wollen, um Rangstufen. Gewiß, dein Herr ist Allweise und Allwissend.
84Und Wir schenkten ihm Ishaq und Ya´qub; jeden (von ihnen) haben Wir rechtgeleitet. Und (auch) Nuh haben Wir zuvor rechtgeleitet, und aus seiner Nachkommenschaft Dawud, Sulaiman, Ayyub, Yusuf, Musa und Harun - so vergelten Wir (es) den Gutes Tuenden -;
85und Zakariyya, Yahya, ´Isa und Ilyas: jeder (von ihnen) gehört zu den Rechtschaffenen;
86und lsma´il, Alyasa´, Yunus und Lut: jeden (von ihnen) haben Wir vor den (anderen) Weltenbewohnern bevorzugt;
87und (auch manche) von ihren (Vor)Vätern, ihren Nachkommen und ihren Brüdern; Wir haben sie erwählt und zu einem geraden Weg geleitet.
88Das ist Allahs Rechtleitung. Er leitet damit recht, wen von Seinen Dienern Er will. Wenn sie (Ihm) aber (andere) beigesellt hätten, wäre für sie wahrlich hinfällig geworden, was sie zu tun pflegten.
89Das sind diejenigen, denen Wir die Schrift, das Urteil und das Prophetentum gegeben haben. Wenn aber diese es verleugnen, so haben Wir damit schon (andere) Leute betraut, die dem gegenüber nicht ungläubig sind.
90Das sind diejenigen, die Allah rechtgeleitet hat. So nimm ihre Rechtleitung zum Vorbild! Sag: Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Es ist nur eine Ermahnung für die Weltenbewohner.
91Sie schätzen Allah nicht ein, wie es Ihm gebührt´, wenn sie sagen: "Allah hat nichts auf ein menschliches Wesen (als Offenbarung) herabgesandt." Sag: Wer sandte (denn) die Schrift herab, die Musa als Licht und Rechtleitung für die Menschen brachte, die ihr zu (beschriebenen) Blättern macht, die ihr offen (vor)zeigt, während ihr vieles verbergt, und (sag: von wem) wurde euch gelehrt, was ihr nicht wußtet, weder ihr noch eure Väter? Sag: (Von) Allah. Sodann lasse sie mit ihren schweifenden Gesprächen ihr Spiel treiben.
92Und dies ist ein Buch, das Wir hinabgesandt haben, ein gesegnetes, das bestätigend, was vor ihm war, und damit du die Mutter der Städte und diejenigen rings umher (Wohnenden) warnst. Diejenigen, die an das Jenseits glauben, glauben (auch) daran, und sie halten ihr Gebet ein.
93Und wer ist ungerechter, als wer gegen Allah eine Lüge ersinnt oder sagt: "Mir ist (Offenbarung) eingegeben worden", während ihm überhaupt nichts eingegeben worden ist, und wer sagt: "Ich werde hinabsenden, gleich dem, was Allah hinabgesandt hat"? Und wenn du sehen würdest, wie sich die Ungerechten in den Fluten des Todes befinden und die Engel ihre Hände ausstrecken: "Gebt eure Seelen heraus! Heute wird euch mit der schmählichen Strafe vergolten, daß ihr stets über Allah die Unwahrheit gesagt habt und euch gegenüber Seinen Zeichen hochmütig zu verhalten pflegtet".
94Nun seid ihr einzeln zu Uns gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben, und ihr habt hinter euch zurückgelassen, was Wir euch übertragen hatten. Und Wir sehen eure Fürsprecher nicht bei euch, von denen ihr behauptet habt, daß sie Teilhaber an euch waren. Nun ist (das Band) zwischen euch abgeschnitten, und entschwunden ist euch, was ihr zu behaupten pflegtet.
95Allah ist es, Der die Körner und die Kerne spaltet und das Lebendige aus dem Toten hervorbringt. Und (Er ist es,) Der das Tote aus dem Lebendigen hervorbringt. Dies ist doch Allah - wie laßt ihr euch also abwendig machen? -,
96Er, Der den Morgen anbrechen läßt´. Er hat die Nacht zur Ruhe(zeit) und die Sonne und den Mond als (Mittel der) Berechnung gemacht. Das ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden.
97Und Er ist es, Der euch die Sterne gemacht hat, damit ihr euch durch sie rechtleiten laßt in den Finsternissen des Festlandes und des Meeres. Wir haben ja die Zeichen ausführlich dargelegt für Leute, die Bescheid wissen.
98Und Er ist es, Der euch aus einem einzigen Wesen hat entstehen lassen. Dann gibt es einen Aufenthaltsort und einen Aufbewahrungsort. Wir haben die Zeichen ausführlich dargelegt für Leute, die verstehen.
99Und Er ist es, Der vom Himmel Wasser herabkommen läßt. Damit bringen Wir den Wuchs aller Arten hervor; aus ihnen bringen Wir dann Grün hervor, aus dem Wir übereinandergeschichtete Körner hervorbringen - und aus den Palmen, aus ihren Blütenscheiden (entstehen) herabhängende Dattelbüschel -, und (auch) Gärten mit Rebstöcken und die Öl- und die Granatapfelbäume, die einander ähnlich und unähnlich sind. Schaut ihre Früchte an, wenn sie Früchte tragen, und (schaut) auf deren Reife! Seht, darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die glauben.
100Und sie haben Teilhaber Allah gegeben: die Ginn, wo Er sie doch erschaffen hat. Und sie haben Ihm Söhne und Töchter angedichtet, ohne Wissen. Preis sei Ihm! Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) zuschreiben.
101(Er ist) der Schöpfer der Himmel und der Erde in ihrer schönsten Form. Wie soll Er Kinder haben, wo Er doch keine Gefährtin hat und Er (sonst) alles erschaffen hat? Und Er weiß über alles Bescheid.
102Dies ist doch Allah, euer Herr. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer von allem. So dient Ihm! Er ist Sachwalter über alles.
103Die Blicke erfassen Ihn nicht, Er aber erfaßt die Blicke. Und Er ist der Feinfühlige und Allkundige.
104Zu euch sind nunmehr einsicht bringende Zeichen von eurem Herrn gekommen. Wer einsichtig wird, der ist es zu seinem eigenen Vorteil, und wer blind ist, der ist es zu seinem eigenen Nachteil. Und ich bin nicht Hüter über euch.
105So legen Wir die Zeichen verschiedenartig dar, - und damit sie sagen können: "Du hast (es) erlernt" und damit Wir ihn Leuten klar machen, die Bescheid wissen.
106Folge dem, was dir von deinem Herrn (als Offenbarung) eingegeben worden ist! Es gibt keinen Gott außer Ihm. Und wende dich von den Götzendienern ab!
107Wenn Allah gewollt hätte, hätten sie (Ihm) nicht(s) beigesellt. Und Wir haben dich nicht zum Hüter über sie gemacht, noch bist du (als) Sachwalter über sie (eingesetzt).
108Und schmäht nicht diejenigen, die sie außer Allah anrufen, damit sie nicht in Übertretung ohne Wissen Allah schmähen! So haben Wir jeder Gemeinschaft ihr Tun ausgeschmückt erscheinen lassen. Hierauf wird ihre Rückkehr zu ihrem Herrn sein, und Er wird ihnen kundtun, was sie zu tun pflegten.
109Und sie haben bei Allah ihren kräftigsten Eid geschworen, sie würden, wenn nur ein Zeichen zu ihnen käme, ganz gewiß daran glauben. Sag: Nur bei Allah sind die Zeichen. Was sollte euch auch merken lassen, daß, wenn es tatsächlich käme, sie doch nicht glauben?
110Und Wir kehren ihre Herzen und ihr Augenlicht um, so wie sie das erste Mal nicht daran geglaubt haben. Und Wir lassen sie in ihrer Auflehnung umherirren.
111Wenn Wir auch zu ihnen die Engel hinabsendeten, die Toten zu ihnen sprächen und Wir alle Dinge vor ihren Augen versammelten, sie würden unmöglich glauben, es sei denn, Allah wollte es. Aber die meisten von ihnen wissen nicht.
112Und so haben Wir jedem Propheten Feinde bestimmt: die Satane der Menschen und der Ginn, von denen die einen den anderen prunkende Worte eingeben in Trug und wenn dein Herr gewollt hätte, hätten sie es nicht getan; so lasse sie (stehen) mit dem, was sie an Lügen ersinnen -,
113und damit die Herzen derjenigen, die an das Jenseits nicht glauben, dem zuneigen, und damit sie damit zufrieden sind und begehen, was sie begehen.
114Soll ich denn einen anderen Schiedsrichter als Allah begehren, wo Er es doch ist, der das Buch, ausführlich dargelegt, zu euch herabgesandt hat? Diejenigen, denen Wir die Schrift gaben, wissen, daß es von deinem Herrn mit der Wahrheit herabgesandt wurde. So gehöre ja nicht zu den Zweiflern.
115Vollkommen ist das Wort deines Herrn in Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Es gibt niemanden, der Seine Worte abändern könnte. Und Er ist der Allhörende und Allwissende.
116Wenn du den meisten von denen, die auf der Erde sind, gehorchst, werden sie dich von Allahs Weg ab in die Irre führen. Sie folgen nur Mutmaßungen, und sie stellen nur Schätzungen an.
117Gewiß, dein Herr kennt sehr wohl, wer von Seinem Weg abirrt, und Er kennt sehr wohl die Rechtgeleiteten.
118Eßt von dem, worüber Allahs Name ausgesprochen worden ist, wenn ihr an Seine Zeichen glaubt.
119Was ist mit euch, daß ihr nicht von dem eßt, worüber Allahs Name ausgesprochen worden ist, wo Er euch doch ausführlich dargelegt hat, was Er euch verboten hat, außer dem, wozu ihr gezwungen werdet? Viele führen wahrlich (andere) durch ihre Neigungen ohne Wissen in die Irre. Aber dein Herr weiß sehr wohl über die Übertreter Bescheid.
120Unterlaßt das Offenkundige an Sünde und das Verborgene! Gewiß, denen, die Sünde erwerben, wird das vergolten, was sie zu begehen pflegten.
121Und eßt nicht von dem, worüber der Name Allahs nicht ausgesprochen worden ist. Das ist wahrlich Frevel. Die Satane geben ihren Schützlingen in der Tat ein, mit euch zu streiten. Wenn ihr ihnen gehorcht, seid ihr fürwahr Götzendiener.
122Ist denn der, der tot war, und den Wir dann lebendig gemacht und dem Wir ein Licht gegeben haben, worin er unter den Menschen geht, wie einer, dessen Gleichnis das jemandes ist, der sich in Finsternissen befindet, aus denen er nicht herauskommen kann? So ist den Ungläubigen ausgeschmückt, was sie zu tun pflegten.
123Und so haben Wir in jeder Stadt ihre größten Übeltäter bestimmt, damit sie darin Ränke schmieden. Sie schmieden aber Ränke nur gegen sich selbst, ohne zu merken.
124Und wenn ein Zeichen zu ihnen kommt, sagen sie: "Wir werden nicht glauben, bevor uns nicht gegeben wird, was den Gesandten Allahs gegeben wurde." Allah weiß sehr wohl, wo Er Seine Botschaft anbringt. Diejenigen, die Übeltaten begehen, werden bei Allah Erniedrigung und strenge Strafe treffen dafür, daß sie Ränke zu schmieden pflegten.
125Wen Allah rechtleiten will, dem tut Er die Brust auf für den Islam. Und wen Er in die Irre gehen lassen will, dem macht Er die Brust eng und bedrängt, so als ob er in den Himmel hochsteigen sollte. So legt Allah den Greuel auf diejenigen, die nicht glauben.
126Und dies ist der Weg deines Herrn, ein gerader. Nunmehr haben Wir die Zeichen ausführlich dargelegt für Leute, die bedenken.
127Für sie gibt es die Wohnstätte des Friedens bei ihrem Herrn. Er ist ihr Schutzherr, für das, was sie zu tun pflegten.
128Und an dem Tag, da Er sie alle versammelt (wird Er sagen): "O Gesellschaft der Ginn! Viele Menschen habt ihr (verführt)." Und ihre Schützlinge unter den Menschen sagen: "Unser Herr, wir haben voneinander (den Vorteil) genossen und haben (nun) unsere Frist erreicht, die Du uns gesetzt hast." Er wird sagen: "Das (Höllen)feuer ist euer Aufenthalt, ewig darin zu bleiben, außer Allah will es (anders)." Gewiß, dein Herr ist Allweise und Allwissend.
129So machen Wir die einen Ungerechten zu Beschützern der anderen für das, was sie erworben haben.
130"O Gesellschaft der Ginn und der Menschen, sind nicht zu euch Gesandte von euch (selbst) gekommen, die euch Meine Zeichen berichtet und euch vor dem Eintreffen dieses euren Tages gewarnt haben?" Sie werden sagen: "Wir zeugen gegen uns selbst." Das diesseitige Leben hat sie getäuscht, und sie zeugen gegen sich selbst, daß sie ungläubig waren.
131Das (ist so), weil dein Herr die Städte nicht zu Unrecht vernichtet´, während ihre Bewohner unachtsam sind.
132Für alle wird es Rangstufen geben je nach dem, was sie getan haben. Und dein Herr ist nicht unachtsam dessen, was sie tun.
133Und dein Herr ist der Unbedürftige, voll der Barmherzigkeit. Wenn Er will, läßt Er euch vergehen und nach euch folgen, was Er will, so wie Er euch aus der Nachkommenschaft anderer Leute entstehen ließ.
134Gewiß, was euch versprochen wird, wird sicher eintreffen. Und ihr werdet euch (Ihm) nicht entziehen können.
135Sag: O mein Volk, handelt nach eurer Stellung! Ich werde ebenfalls (so) handeln. Dann werdet ihr (noch) erfahren, wem die letztendliche Wohnstätte gehören wird. Gewiß, den Ungerechten wird es nicht wohl ergehen.
136Und sie haben Allah mit dem, was Er an (Früchten auf den) Saatfeldern und Vieh wachsen läßt, einen Anteil bestimmt. Und sie sagen: "Dies ist für Allah" - so behaupten sie -, "Und dies ist für unsere Teilhaber." Was nun für ihre Teilhaber (bestimmt) ist, gelangt nicht zu Allah, was aber für Allah (bestimmt) ist, gelangt zu ihren Teilhabern. Wie böse ist, was sie urteilen!
137Und ebenso haben vielen der Götzendiener ihre Teilhaber wohlgefällig erscheinen lassen, ihre Kinder zu töten, um sie ins Verderben zu stürzen und um ihnen ihre Religion zu verdecken. Wenn Allah wollte, hätten sie es nicht getan. So lasse sie (allein) mit dem, was sie an Lügen ersinnen!
138Und sie sagen: "Dies sind verwehrtes Vieh und verwehrte (Früchte auf den) Saatfelder(n). Niemand kostet davon außer, wen wir (essen lassen) wollen." - So behaupten sie. - Und (es gibt nach ihrer Behauptung) Vieh, dessen Rücken (zum Tragen von Lasten) verboten ist, und Vieh, über das sie den Namen Allahs nicht aussprechen, womit sie Lügen gegen Ihn ersinnen. Er wird ihnen vergelten, was sie stets an Lügen ersinnen.
139Und sie sagen: "Was in den Leibern dieses Viehs ist, ist unseren Männern vorbehalten, unseren Gattinnen aber verboten." Wenn es aber tot (geboren) ist, so haben sie (alle) daran teil. Er wird ihnen ihre (ersonnene) Zuschreibung vergelten. Er ist ja Allweise und Allwissend.
140Verloren sind diejenigen, die ihre Kinder in Torheit und ohne Wissen töten und verbieten, womit Allah sie versorgt hat, indem sie Lügen gegen Allah ersinnen. Sie sind fürwahr irregegangen und nicht rechtgeleitet gewesen.
141Und Er ist es, Der Gärten mit Spalieren und ohne Spaliere entstehen läßt, sowie Palmen und (sonstige) Pflanzen mit unterschiedlichen Erntesorten und Öl- und Granatapfelbäume, die einander ähnlich und unähnlich sind. Eßt von ihren Früchten´, wenn sie Früchte tragen, und entrichtet am Tag ihrer Ernte ihre(n) Pflicht(anteil, der darauf steht), doch seid nicht maßlos! - Er liebt nicht die Maßlosen.
142Und an Vieh (läßt Allah entstehen) Lasttiere und Kleintiere. Eßt von dem, womit Allah euch versorgt hat, und folgt nicht den Fußstapfen des Satans! Er ist euch ein deutlicher Feind.
143Acht (Tiere) zu Paaren (hat Er euch erschaffen): von den Schafen zwei und von den Ziegen zwei. - Sag: Sind es die (beiden) Männchen, die Er verboten hat, oder die (beiden) Weibchen, oder was der Mutterleib der (beiden) Weibchen umschließt? Tut (es) mir kund auf Grund von (wirklichem) Wissen, wenn ihr wahrhaftig seid!
144Und (auch) von den Kamelen zwei und von den Rindern zwei. - Sag: Sind es die (beiden) Männchen, die Er verboten hat, oder die (beiden) Weibchen, oder was der Mutterleib der (beiden) Weibchen umschließt? Oder wart ihr Zeugen, als Allah euch dies anbefahl? Wer ist denn ungerechter, als wer gegen Allah eine Lüge ersinnt, um die Menschen ohne Wissen in die Irre zu führen? Gewiß, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.
145Sag: Ich finde in dem, was mir (als Offenbarung) eingegeben wurde, nichts, das für den Essenden zu essen verboten wäre, außer es ist Verendetes oder ausgeflossenes Blut oder Schweinefleisch - denn das ist ein Greuel - oder ein Frevel, worüber ein anderer (Name) als Allah(s) angerufen worden ist. Wer sich aber in einer Zwangslage befindet, ohne zu begehren oder das Maß zu überschreiten, - so ist dein Herr Allvergebend und Barmherzig.
146Und denen, die dem Judentum angehören, haben Wir alles verboten, was Klauen besitzt; und von den Rindern und dem Kleinvieh haben Wir ihnen das Fett verboten, außer dem, was ihre Rücken und ihre Eingeweide tragen, oder was mit Knochen verwachsen ist. Damit haben Wir ihnen ihre Übertretung vergolten. Und Wir sagen ganz gewiß die Wahrheit.
147Wenn sie dich nun der Lüge bezichtigen, dann sag: Euer Herr ist voll umfassender Barmherzigkeit, aber vom übeltätigen Volk wird Seine Gewalt nicht abgewandt.
148Diejenigen, die (Ihm) beigesellen, werden sagen: "Wenn Allah gewollt hätte, hätten wir (Ihm) nichts beigesellt, und (auch) nicht unsere Väter, und wir hätten nichts verboten." Ebenso haben diejenigen vor ihnen (ihre Gesandten) der Lüge bezichtigt, bis sie Unsere Gewalt kosteten. Sag: Habt ihr (irgendein) Wissen, das ihr uns vorbringen könnt? Ihr folgt ja nur Mutmaßungen, und ihr stellt nur Schätzungen an.
149Sag: Allah hat das überzeugende Beweismittel. Wenn Er gewollt hätte, hätte Er euch fürwahr allesamt rechtgeleitet.
150Sag: Bringt eure Zeugen her, die bezeugen, daß Allah dies verboten hat! Wenn sie (es) dann bezeugen, so bezeuge (es) nicht mit ihnen. Und folge nicht den Neigungen derjenigen, die Unsere Zeichen für Lüge erklären und die nicht an das Jenseits glauben und ihrem Herrn (andere) gleichsetzen.
151Sag: Kommt her! Ich will euch verlesen, was euer Herr euch verboten hat: Ihr sollt Ihm nichts beigesellen, und zu den Eltern gütig sein; und tötet nicht eure Kinder aus Armut - Wir versorgen euch und auch sie; und nähert euch nicht den Abscheulichkeiten, was von ihnen offen und was verborgen ist; und tötet nicht die Seele, die Allah verboten hat (zu töten), außer aus einem rechtmäßigen Grund! Dies hat Er euch anbefohlen, auf daß ihr begreifen möget.
152Und nähert euch nicht dem Besitz des Waisenkindes, außer auf die beste Art, bis es seine Vollreife erlangt hat. Und gebt volles Maß und Gewicht in Gerechtigkeit. Wir erlegen keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag. Und wenn ihr euer Wort gebt, dann seid gerecht, auch wenn es um einen Verwandten geht. Und haltet euren Bund gegenüber Allah. Dies hat Er euch anbefohlen, auf daß ihr (es) bedenken möget!
153Und (Er hat euch anbefohlen:) Dies ist Mein Weg, ein gerader. So folgt ihm! Und folgt nicht den (anderen) Wegen, damit sie euch nicht von Seinem Weg auseinanderführen! Dies hat Er euch anbefohlen, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget!
154Hierauf gaben Wir Musa die Schrift als Vollendung (und Belohnung) für das, was er an Gutem getan hatte´, als eine ausführliche Darlegung für alles und als Rechtleitung und Barmherzigkeit, auf daß sie an die Begegnung mit ihrem Herrn glauben mögen!
155Und dies ist ein Buch, das Wir (als Offenbarung) hinabgesandt haben, ein gesegnetes (Buch). So folgt ihm und seid gottesfürchtig, auf daß ihr Erbarmen finden möget!
156Damit ihr (nicht) sagt: "Die Schrift wurde nur auf zwei Gruppen vor uns herabgesandt, und wir waren gegenüber dem, was sie erlernt haben, wahrlich unachtsam."
157Oder damit ihr (nicht) sagt: "Wenn die Schrift auf uns herabgesandt worden wäre, wären wir wahrlich eher rechtgeleitet als sie." Aber nun ist ein klarer Beweis von eurem Herrn und Rechtleitung und Barmherzigkeit zu euch gekommen. Wer ist denn ungerechter, als wer Allahs Zeichen für Lüge erklärt und sich von ihnen abwendet? Wir werden denjenigen, die sich von Unseren Zeichen abwenden, mit einer bösen Strafe vergelten, daß sie sich stets abwandten.
158Erwarten sie (etwas anderes), als daß die Engel zu ihnen kommen oder daß dein Herr kommt oder daß etwas von den Zeichen deines Herrn kommt? An dem Tag, da etwas von den Zeichen deines Herrn kommt, nützt einer Seele ihr Glaube nicht, wenn sie nicht schon zuvor geglaubt oder in ihrem Glauben Gutes erworben hat. Sag: Wartet ab! Wir warten ebenfalls ab.
159Gewiß, mit denjenigen, die ihre Religion spalteten und zu Lagern geworden sind, hast du nichts gemein. Ihre Angelegenheit steht (allein) bei Allah. Hierauf wird Er ihnen kundtun, was sie zu tun pflegten.
160Wer mit (etwas) Gutem kommt, erhält zehnmal soviel. Und Wer mit einer bösen Tat kommt, dem wird nur gleichviel vergolten, und es wird ihnen kein Unrecht zugefügt.
161Sag: Gewiß, mich hat mein Herr zu einem geraden Weg geleitet, einer richtigen Religion, dem Glaubensbekenntnis Ibrahims, als Anhänger des rechten Glaubens, und er war keiner der Götzendiener.
162Sag: Gewiß, mein Gebet und mein (Schlacht)opfer, mein Leben und mein Sterben gehören Allah, dem Herrn der Weltenbewohner.
163Er hat keinen Teilhaber. Dies ist mir befohlen worden, und ich bin der erste der (Ihm) Ergebenen.
164Sag: Soll ich einen anderen Herrn als Allah begehren, wo Er doch der Herr von allem ist? Jede Seele erwirbt nur gegen sich selbst. Und keine lasttragende (Seele) nimmt die Last einer anderen auf sich. Hierauf wird eure Rückkehr zu eurem Herrn sein, und Er wird kundtun, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet.
165Er ist es, Der euch zu Nachfolgern (auf) der Erde gemacht und die einen von euch über die anderen um Rangstufen erhöht hat, damit Er euch mit dem, was Er euch gegeben hat, prüfe. Gewiß, dein Herr ist schnell im Bestrafen, aber Er ist auch wahrlich Allvergebend und Barmherzig.
Chapter 7 (Sura 7)
1Alif-Lam-Mim-Sad
2(Dies ist) ein Buch, das zu dir (als Offenbarung) herabgesandt worden ist - es soll seinetwegen in deiner Brust keine Bedrängnis sein -, damit du mit ihm warnst, und als Ermahnung für die Gläubigen.
3Folgt dem, was zu euch von eurem Herrn herabgesandt worden ist, und folgt außer Ihm keinen (anderen) Schutzherren! Wie wenig ihr bedenkt!
4Wie viele Städte haben Wir vernichtet! Da kam Unsere Gewalt über sie bei Nacht, oder während sie zu Mittag ruhten.
5So war ihr Ausruf, als Unsere Gewalt über sie kam, nur, daß sie sagten: "Wir haben gewiß Unrecht getan."
6Ganz gewiß werden Wir diejenigen, zu denen Gesandte gesandt worden sind, fragen, und ganz gewiß werden Wir die Gesandten fragen.
7Dann werden Wir ihnen ganz gewiß aus (vollem) Wissen berichten, denn Wir waren ja nicht abwesend.
8Das Wägen erfolgt an jenem Tag der Wahrheit (entsprechend). Wessen Waagschalen schwer sein werden, jene sind es, denen es wohl ergeht.
9Wessen Waagschalen aber leicht sein werden, das sind diejenigen, die ihre Seelen verloren haben dafür, daß sie an Unseren Zeichen unrecht zu handeln pflegten.
10Und Wir haben euch ja auf der Erde eine feste Stellung verliehen, und Wir haben für euch auf ihr (Möglichkeiten für den) Lebensunterhalt geschaffen. Wie wenig ihr dankbar seid!
11Und Wir haben euch ja erschaffen. Hierauf haben Wir euch gestaltet. Hierauf haben Wir zu den Engeln gesagt: "Werft euch vor Adam nieder!" Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er gehörte nicht zu denjenigen, die sich niederwerfen.
12Er (Allah) sagte: "Was hat dich davon abgehalten, dich niederzuwerfen, als Ich (es) dir befahl?" Er sagte: "Ich bin besser als er. Du hast mich aus Feuer erschaffen, ihn aber hast Du aus Lehm erschaffen."
13Er (Allah) sagte: "So geh fort von ihm! Es steht dir nicht zu, darin hochmütig zu sein. So geh hinaus! Gewiß, du gehörst zu den Geringgeachteten."
14Er sagte: "Gewähre mir Aufschub bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden."
15Er (Allah) sagte: "Du sollst gewiß zu denjenigen gehören, denen Aufschub gewährt wird."
16Er sagte: "Darum, daß Du mich in Verirrung hast fallen lassen, werde ich ihnen ganz gewiß auf Deinem geraden Weg auflauern.
17Hierauf werde ich ganz gewiß von vorn und von hinten, von ihrer Rechten und von ihrer Linken über sie kommen. Und Du wirst die meisten von ihnen nicht dankbar finden."
18Er (Allah) sagte: "Geh hinaus aus ihm, verachtet und verstoßen! Wer auch immer von ihnen dir folgt, Ich werde die Hölle ganz gewiß mit euch allesamt füllen.
19- Und (du,) o Adam, bewohne du und deine Gattin den (Paradies)garten, und dann eßt, wo immer ihr wollt. Aber naht euch nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu den Ungerechten!"
20Da flüsterte ihnen der Satan ein, um ihnen offen zu zeigen, was ihnen von ihrer Blöße verborgen war. Und er sagte: "Unser Herr hat euch diesen Baum nur verboten, damit ihr nicht Engel werdet oder zu den Ewiglebenden gehört."
21Und er schwor ihnen: "Ich gehöre wahrlich zu denjenigen, die euch guten Rat geben."
22So verführte er sie trügerisch. Als sie dann von dem Baum gekostet hatten, zeigte sich ihnen ihre Blöße offenkundig, und sie begannen, Blätter des (Paradies)gartens auf sich zusammenzuheften. Und ihr Herr rief ihnen zu: "Habe Ich euch nicht jenen Baum verboten und euch gesagt: Der Satan ist euch ein deutlicher Feind?"
23Sie sagten: "Unser Herr, wir haben uns selbst Unrecht zugefügt. Wenn Du uns nicht vergibst und Dich unser erbarmst, werden wir ganz gewiß zu den Verlorenen gehören."
24Er (Allah) sagte: "Geht fort! Einer sei des anderen Feind. Und auf der Erde sollt ihr Aufenthalt und Nießbrauch auf Zeit haben."
25Er (Allah) sagte: "Auf ihr werdet ihr leben, und auf ihr werdet ihr sterben, und aus ihr werdet ihr hervorgebracht werden."
26O Kinder Adams, Wir haben auf euch Kleidung hinabgesandt, die eure Blöße verbirgt, und Gefieder. Aber die Kleidung der Gottesfurcht, die ist besser. Das ist (eines) von Allahs Zeichen, auf daß sie bedenken mögen.
27O Kinder Adams, der Satan soll euch ja nicht der Versuchung aussetzen, wie er eure (Stamm)eltern aus dem (Paradies)garten vertrieben hat, indem er ihnen ihre Kleidung wegnahm, um ihnen ihre Blöße zu zeigen. Gewiß, er sieht euch, er und sein Stamm, von wo ihr sie nicht seht. Gewiß, Wir haben die Satane zu Schutzherren für diejenigen gemacht, die nicht glauben.
28Und wenn sie eine Abscheulichkeit begehen, sagen sie: "Wir haben unsere Väter darin (vorgefunden, und Allah hat es uns geboten." Sag: Allah gebietet nicht Schändliches. Wollt ihr (denn) über Allah sagen, was ihr nicht wißt?
29Sag: Mein Herr hat Gerechtigkeit geboten, und ihr sollt euer Gesicht bei jeder Gebetsstätte aufrichten und Ihn anrufen, (wobei ihr) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (sein sollt). So wie Er euch anfangs gebracht hat, werdet ihr zurückkehren.
30Einen Teil hat Er rechtgeleitet, an einem (anderen) Teil aber hat sich das Irregehen bewahrheitet, denn sie haben sich die Satane anstatt Allahs zu Schutzherren genommen und meinen, sie seien rechtgeleitet.
31O Kinder Adams, legt euren Schmuck bei jeder Gebetsstätte an und eßt und trinkt, aber seid nicht maßlos! - Er (Allah) liebt nicht die Maßlosen.
32Sag: Wer hat den Schmuck Allahs verboten, den Er für Seine Diener hervorgebracht hat, und (auch) die guten Dinge (aus) der Versorgung (Allahs)? Sag: Sie sind im diesseitigen Leben für diejenigen (bestimmt), die glauben, und am Tag der Auferstehung (ihnen) vorbehalten. So legen Wir die Zeichen ausführlich dar für Leute, die Bescheid wissen.
33Sag: Mein Herr hat nur die Abscheulichkeiten verboten, was von ihnen offen und was verborgen ist; und (auch) die Sünde und die Gewalttätigkeit ohne Recht, und, daß ihr Allah (etwas) beigesellt, wofür Er keine Ermächtigung herabgesandt hat, und daß ihr über Allah (etwas) sagt, was ihr nicht wißt.
34Jede Gemeinschaft hat eine (festgesetzte) Frist. Und wenn nun ihre Frist kommt, können sie (sie) weder um eine Stunde hinausschieben noch sie vorverlegen.
35O Kinder Adams, wenn immer Gesandte von euch (selbst) zu euch kommen, die euch Meine Zeichen berichten - wer dann gottesfürchtig ist und Besserung bringt, über die soll keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein.
36Diejenigen aber, die Unsere Zeichen für Lüge erklären und sich ihnen gegenüber hochmütig verhalten, das sind Insassen des (Höllen)feuers. Ewig werden sie darin bleiben.
37Wer ist denn ungerechter, als wer gegen Allah eine Lüge ersinnt oder Seine Zeichen für Lüge erklärt? Jene wird ihr Anteil vom Buch erreichen, bis daß, wenn Unsere Gesandten dann zu ihnen kommen, um sie abzuberufen, sie sagen: "Wo ist das, was ihr außer Allah anzurufen pflegtet?" Sie werden sagen: "Sie sind uns entschwunden." Und sie zeugen gegen sich selbst, daß sie ungläubig waren.
38Er (Allah) sagt: "Tretet ein unter Gemeinschaften von den Ginn und den Menschen, die schon vor euch dahingegangen sind, ins (Höllen)feuer." Jedesmal, wenn eine Gemeinschaft eintritt, verflucht sie die vorhergehende´. Wenn sie dann alle darin eingeholt werden, sagt die letzte von ihnen in Bezug auf die erste: "Unser Herr, diese da haben uns in die Irre geführt. So gib ihnen eine mehrfache Strafe vom (Höllen)feuer!" Er sagt: "Jeder bekommt das Mehrfache, aber ihr wißt (es) nicht."
39Und die erste von ihnen sagt zu der letzten: "Ihr habt doch keinen Vorzug gegenüber uns. So kostet die Strafe für das, was ihr verdient habt."
40Gewiß, denjenigen, die Unsere Zeichen für Lüge erklären und sich ihnen gegenüber hochmütig verhalten, werden die Tore des Himmels nicht geöffnet, und sie werden nicht in den (Paradies)garten eingehen, bis ein Kamel durch ein Nadelöhr geht. So vergelten Wir den Übeltätern.
41Für sie wird die Hölle eine Lagerstatt sein, und über ihnen werden Decken (aus Höllenfeuer) sein. So vergelten Wir den Ungerechten.
42Diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun - Wir erlegen keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag -, jene sind Insassen des (Paradies)gartens. Ewig werden sie darin bleiben.
43Und Wir nehmen weg, was in ihren Brüsten an Groll ist. Unter ihnen strömen Flüsse. Und sie sagen: "(Alles) Lob gehört Allah, Der uns hierher geleitet hat! Wir hätten unmöglich die Rechtleitung gefunden, wenn uns Allah nicht rechtgeleitet hätte. Die Gesandten unseres Herrn sind wirklich mit der Wahrheit gekommen." Und es wird ihnen zugerufen: "Siehe, das ist der (Paradies)garten. Er ist euch zum Erbe gegeben worden für das, was ihr zu tun pflegtet."
44Die Insassen des (Paradies)gartens rufen den Insassen des (Höllen)feuers zu: "Wir haben gefunden, daß das, was uns unser Herr versprochen hat, wahr ist. Habt (auch) ihr gefunden, daß das, was euer Herr versprochen hat, wahr ist?" Sie sagen: "Ja!" Und dann ruft ein Rufer unter ihnen aus: "Allahs Fluch (kommt) über die Ungerechten,
45die von Allahs Weg abhalten und danach trachten, ihn krumm zu machen, und die das Jenseits verleugnen."
46Und zwischen ihnen ist ein Vorhang. Und auf den Höhen sind Männer, die jeden an seinem Merkmal erkennen. Sie rufen den Insassen des (Paradies)gartens zu: "Friede sei auf euch!" Sie sind aber in ihn nicht eingetreten, und sie begehren (es) doch.
47Und wenn ihre Blicke den Insassen des (Höllen)feuers zugewendet werden, sagen sie: "Unser Herr, lasse uns nicht mit dem ungerechten Volk sein!"
48Und die Leute der Höhen rufen Männern, die sie an ihren Merkmalen erkennen, zu. Sie sagen: "Es hat euch eure Ansammlung, und daß ihr euch hochmütig zu verhalten pflegtet, nicht genützt.
49Sind das diejenigen, von denen ihr geschworen habt, Allah werde ihnen keine Barmherzigkeit erweisen? - Geht in den (Paradies)garten ein! Über euch soll keine Furcht kommen, noch sollt ihr traurig sein."
50Und die Insassen des (Höllen)feuers rufen den Insassen des (Paradies)gartens zu: "Schüttet auf uns etwas Wasser aus oder etwas von dem, womit Allah euch versorgt hat!" Sie sagen: "Gewiß, Allah hat beides für die Ungläubigen verboten,
51die ihre Religion zum Gegenstand der Zerstreuung und des Spiels genommen haben und die das diesseitige Leben getäuscht hat." Heute werden Wir sie vergessen, so wie sie die Begegnung mit diesem ihrem Tag vergaßen und wie sie Unsere Zeichen zu verleugnen pflegten.
52Wir haben ihnen ja ein Buch gebracht, das Wir mit Wissen ausführlich dargelegt haben, als Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.
53Erwarten sie (etwas anderes) als seine Deutung? An dem Tag, da seine Deutung eintrifft, werden diejenigen, die es zuvor vergessen haben, sagen: "Die Gesandten unseres Herrn sind wirklich mit der Wahrheit gekommen! Haben wir denn Fürsprecher, die für uns Fürsprache einlegen? Oder können wir zurückgebracht werden, daß wir anders handeln, als wir zu handeln pflegten?" Sie haben wirklich ihre Seelen verloren, und ihnen ist entschwunden, was sie zu ersinnen pflegten.
54Gewiß, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob. Er läßt die Nacht den Tag überdecken, wobei sie ihn eilig einzuholen sucht. Und (Er schuf auch) die Sonne, den Mond und die Sterne, durch Seinen Befehl dienstbar gemacht. Sicherlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl. Segensreich ist Allah, der Herr der Weltenbewohner.
55Ruft euren Herrn in Unterwürfigkeit flehend und im Verborgenen an. Gewiß, Er liebt nicht die Übertreter.
56Und stiftet auf der Erde nicht Unheil, nachdem sie in Ordnung gebracht worden ist! Und ruft Ihn in Furcht und Begehren an. Gewiß, die Barmherzigkeit Allahs ist den Gutes Tuenden nahe.
57Und Er ist es, Der die Winde als Frohboten Seiner Barmherzigkeit (voraus)sendet, bis daß, wenn sie dann schwere Wolken herbeitragen, Wir sie zu einem toten Land treiben, dadurch Wasser hinabsenden und dann dadurch bedenken möget! alle Früchte hervorbringen. Ebenso bringen Wir (dereinst) die Toten hervor, auf daß ihr
58Und aus dem guten Land kommt sein Pflanzenwuchs mit Allahs Erlaubnis hervor, aus dem schlechten (Land) jedoch kommt (nur) Kümmerliches hervor. So legen Wir die Zeichen verschiedenartig dar für Leute, die dankbar sind.
59Wir sandten doch bereits Nuh zu seinem Volk, und da sagte er: "O mein Volk, dient Allah! Keinen Gott habt ihr außer Ihm. Gewiß, ich fürchte für euch die Strafe eines gewaltigen Tages."
60Die führende Schar aus seinem Volk sagte: "Wir sehen dich wahrlich in deutlichem Irrtum."
61Er sagte: "O mein Volk, bei mir befindet sich kein Irrtum, sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Weltenbewohner.
62Ich übermittele euch die Botschaften meines Herrn und rate euch gut. Und ich weiß von Allah her, was ihr nicht wißt.
63Wundert ihr euch etwa (darüber), daß eine Erinnerung von eurem Herrn zu euch gekommen ist durch einen Mann von euch, damit er euch warne und damit ihr gottesfürchtig werdet, auf daß ihr Erbarmen finden möget?"
64Sie aber bezichtigten ihn der Lüge. Da retteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm waren, im Schiff und ließen diejenigen ertrinken, die Unsere Zeichen für Lüge erklärten. Sie waren gewiß blinde Leute.
65Und (Wir sandten) zu "Ad ihren Bruder Hud. Er sagte: "O mein Volk, dient Allah! Keinen Gott habt ihr außer Ihm. Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein?"
66Die führende Schar aus seinem Volk, die ungläubig war, sagte: "Wir sehen dich wahrlich in Torheit (befangen), und wir meinen wahrlich, daß du zu den Lügnern gehörst."
67Er sagte: "O mein Volk, bei mir befindet sich keine Torheit, sondern ich bin ein Gesandter vom Herrn der Weltenbewohner.
68Ich übermittele euch die Botschaften meines Herrn, und ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Ratgeber.
69Wundert ihr euch etwa (darüber), daß eine Erinnerung von eurem Herrn zu euch gekommen ist durch einen Mann von euch, damit er euch warne? Gedenkt, als Er euch zu Nachfolgern nach dem Volk Nuhs machte und euch ein Übermaß an körperlichen Vorzügen gab! Gedenkt also der Wohltaten Allahs, auf daß es euch wohl ergehen möge!"
70Sie sagten: "Bist du zu uns gekommen, damit wir Allah allein dienen und das verlassen, dem unsere Väter immer gedient haben? Bring uns doch her, was du uns androhst, wenn du zu den Wahrhaftigen gehören solltest!"
71Er sagte: "Greuel und Zorn von eurem Herrn überfallen euch nunmehr. (Wollt) ihr denn mit mir über Namen streiten, die ihr genannt habt, ihr und eure Väter, für die Allah (aber) keine Ermächtigung offenbart hat? So wartet ab! Ich gehöre mit euch zu den Abwartenden."
72Da retteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm waren, durch Barmherzigkeit von Uns. Aber Wir schnitten die Rückkehr derer, die Unsere Zeichen für Lüge erklärten, ab, und sie waren nicht gläubig."
73Und (Wir sandten) zu Tamud ihren Bruder Salih. Er sagte: "O mein Volk, dient Allah! Keinen Gott habt ihr außer Ihm. Nun ist ein klarer Beweis von eurem Herrn zu euch gekommen: Dies ist die Kamelstute Allahs, euch zum Zeichen. So laßt sie auf Allahs Erde fressen und fügt ihr nichts Böses zu, sonst überkommt euch schmerzhafte Strafe.
74Und gedenkt, als Er euch zu Nachfolgern nach den ´Ad machte und euch auf der Erde (Stätten) zuwies, so daß ihr euch in ihrem Flachland Schlösser nahmt und die Berge zu Häusern aushautet. Gedenkt also der Wohltaten Allahs und richtet auf der Erde nicht unheilstiftend Verderben an!"
75Die führende Schar, die sich hochmütig verhielt, aus seinem Volk, sagte zu denjenigen, die unterdrückt waren, (und zwar) zu denen von ihnen, die gläubig waren: "Wißt ihr (sicher), daß Salih von seinem Herrn gesandt ist?" Sie sagten: "Wir glauben gewiß an das, womit er gesandt worden ist."
76Diejenigen, die sich hochmütig verhielten, sagten: "Wir verleugnen ja das, woran ihr glaubt."
77Dann schnitten sie der Kamelstute die Sehnen durch und lehnten sich gegen den Befehl ihres Herrn auf. Und sie sagten: "O Salih, bringe uns doch her, was du uns angedroht hast, wenn du zu den Gesandten gehörst!"
78Da ergriff sie das Zittern, und am Morgen lagen sie in ihrer Wohnstätte auf den Brüsten da.
79So kehrte er sich von ihnen ab und sagte: "O mein Volk, ich habe euch doch die Botschaft meines Herrn ausgerichtet und euch gut geraten. Aber ihr liebt nicht die guten Ratgeber."
80Und (Wir sandten) Lut, als er zu seinem Volk sagte: "Wollt ihr denn das Abscheuliche begehen, wie es vor euch niemand von den Weltenbewohnern begangen hat?
81Ihr laßt euch doch wahrlich in Begierde mit den Männern ein anstatt mit den Frauen. Aber nein! Ihr seid maßlose Leute.
82Die Antwort seines Volkes war nur, daß sie sagten: "Vertreibt sie aus eurer Stadt! Das sind Menschen, die sich rein halten."
83Da retteten Wir ihn und seine Angehörigen, außer seiner Frau; Sie gehörte zu denjenigen, die zurückblieben.
84Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen. So schau, wie das Ende der Übeltäter war!
85Und (Wir sandten) zu Madyan ihren Bruder Su´aib. Er sagte: "O mein Volk, dient Allah! Keinen Gott habt ihr außer Ihm. Nun ist ein klarer Beweis von eurem Herrn zu euch gekommen; so gebt volles Maß und Gewicht und schmälert den Menschen nicht ihre Sachen und stiftet auf der Erde nicht Unheil, nachdem sie in Ordnung gebracht worden ist! Das ist besser für euch, wenn ihr gläubig seid.
86Und lauert nicht auf jedem Weg, indem ihr droht und von Allahs Weg denjenigen abhaltet, der an Ihn glaubt, und danach trachtet, ihn krumm zu machen. Und gedenkt (der Zeit), als ihr (nur) wenige wart und Er euch dann zu vielen machte. Und schaut, wie das Ende der Unheilstifter war!
87Und wenn ein Teil von euch an das glauben sollte, womit ich gesandt worden bin, ein anderer Teil aber nicht glauben sollte, so geduldet euch, bis Allah zwischen uns richtet. Er ist der Beste derer, die richten."
88Die führende Schar, die sich hochmütig verhielt, aus seinem Volk, sagte: "Wir werden dich, o Su´aib, und diejenigen, die mit dir glauben, ganz gewiß aus unserer Stadt vertreiben, oder aber ihr kehrt zu unserem Glaubensbekenntnis zurück!" Er sagte: "Was denn, auch wenn es uns zuwider ist?
89Wir würden ja gegen Allah eine Lüge ersinnen, wenn wir zu eurem Glaubensbekenntnis zurückkehrten, nachdem Allah uns vor ihr errettet hat. Es steht uns nicht zu, zu ihr zurückzukehren, außer daß Allah, unser Herr, (es) wollte. Unser Herr umfaßt alles mit (Seinem) Wissen. Auf Allah verlassen wir uns. Unser Herr, entscheide zwischen uns und unserem Volk der Wahrheit entsprechend! Du bist ja der beste Entscheider."
90Aber die führende Schar aus seinem Volk, die ungläubig war, sagte: "Wenn ihr Su´aib folgt, dann werdet ihr fürwahr Verlierer sein."
91Da ergriff sie das Zittern, und am Morgen lagen sie in ihrer Wohnstätte auf den Brüsten da.
92Diejenigen, die Su´aib der Lüge bezichtigen, waren, als hätten sie (überhaupt) nicht darin gewohnt. Diejenigen, die Su´aib der Lüge bezichtigten, waren (nun) selbst die Verlierer.
93So kehrte er sich von ihnen ab und sagte: "O mein Volk, ich habe euch doch die Botschaften meines Herrn ausgerichtet und euch gut geraten. Wie sollte ich betrübt sein über ungläubige Leute?"
94Und Wir haben in keine Stadt Propheten gesandt, ohne daß Wir über ihre Bewohner Not und Leid hätten kommen lassen, auf daß sie in Unterwürfigkeit flehen mögen.
95Hierauf tauschten Wir anstelle des Bösen Gutes ein, bis sie (sich und ihren Besitz) vermehrten und sagten: "Schon unseren Vätern ist Leid und (auch) Freude widerfahren." Da ergriffen Wir sie plötzlich, ohne daß sie merkten.
96Hätten aber die Bewohner der Städte geglaubt und wären sie gottesfürchtig gewesen, hätten Wir ihnen bestimmt Segnungen von dem Himmel und der Erde aufgetan. Aber sie erklärten (die Botschaft) für Lüge, und so ergriffen Wir sie für das, was sie erworben hatten.
97Glauben denn die Bewohner der Städte, sicher davor zu sein, daß Unsere Gewalt bei Nacht über sie kommt, während sie schlafen?
98Oder glauben die Bewohner der Städte, sicher davor zu sein, daß Unsere Gewalt am hellen Morgen über sie kommt, während sie spielen?
99Glauben sie denn, sicher vor Allahs Ränken zu sein? Aber vor Allahs Ränken sicher zu sein, glaubt nur das Volk derjenigen, die Verlierer sind.
100Ist denjenigen, die die Erde nach ihren (vorherigen) Bewohnern erben, nicht deutlich geworden, daß, wenn Wir wollten, Wir sie für ihre Sünden treffen würden? Und Wir versiegeln ihre Herzen, so daß sie nicht hören.
101Das sind die Städte. Über sie erzählen Wir dir (einiges) von ihren Berichten. Ihre Gesandten kamen ja zu ihnen mit den klaren Beweisen, aber sie konnten nicht an das glauben, was sie zuvor für Lüge erklärt hatten. So versiegelt Allah die Herzen der Ungläubigen.
102Und Wir fanden bei den meisten von ihnen keine Vertragstreue, sondern Wir fanden (, daß) die meisten von ihnen fürwahr Frevler (waren).
103Hierauf schickten Wir nach ihnen Musa mit Unseren Zeichen zu Fir´aun und seiner führenden Schar, doch sie handelten unrecht an ihnen. Schau nur, wie das Ende der Unheilstifter war!
104Musa sagte: "O Fir´aun, gewiß, ich bin ein Gesandter vom Herrn der Weltenbewohner,
105bestrebt´, über Allah nur die Wahrheit zu sagen. Ich bin doch mit einem klaren Beweis von eurem Herrn zu euch gekommen. So lasse die Kinder Isra´ils mit mir gehen!"
106Er sagte: "Wenn du mit einem Zeichen gekommen bist, dann bringe es her, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst."
107Er warf seinen Stock hin, und sogleich war er eine deutliche Schlange.
108Und er zog seine Hand heraus, da war sie weiß für die Betrachter.
109Die führende Schar aus dem Volk Fir´auns sagte: "Dieser ist fürwahr ein kenntnisreicher Zauberer,
110der euch aus eurem Land vertreiben will. Was befehlt ihr nun?"
111Sie sagten: "Stelle ihn und seinen Bruder zurück, und sende in die Städte (Boten), die (die Leute) versammeln,
112damit sie dir jeden kenntnisreichen Zauberer herbeibringen."
113Und die Zauberer kamen zu Fir´aun. Sie sagten: "Wir bekommen doch sicher Lohn, wenn wir es sind, die siegen?"
114Er sagte: "Ja. Und ihr werdet fürwahr zu den Nahegestellten gehören."
115Sie sagten: "O Musa, entweder wirfst du oder wir sind es, die (zuerst) werfen."
116Er sagte: "Werft (ihr zuerst)!" Als sie nun warfen, bezauberten sie die Augen der Menschen und flößten ihnen Furcht ein, und sie brachten einen gewaltigen Zauber vor.
117Und Wir gaben Musa ein: "Wirf deinen Stock hin!" Da verschlang er sogleich, was sie vortäuschten.
118So bestätigte sich die Wahrheit, und zunichte wurde das, was sie taten.
119Sie wurden dort besiegt und kehrten gering geachtet zurück.
120Und die Zauberer warfen sich ehrerbietig nieder.
121Sie sagten: "Wir glauben an den Herrn der Weltenbewohner,
122den Herrn von Musa und Harun."
123Fir´aun sagte: "Ihr glaubt an Ihn, bevor ich es euch erlaube? Das sind wahrlich Ränke, die ihr in der Stadt geschmiedet habt, um ihre Bewohner daraus zu vertreiben. Aber ihr werdet (es noch) erfahren.
124Ich werde ganz gewiß eure Hände und eure Füße wechselseitig abhacken und euch hierauf ganz gewiß allesamt kreuzigen (lassen)."
125Sie sagten: "Wir werden gewiß zu unserem Herrn zurückkehren!
126Du grollst uns ja nur (darum), daß wir an die Zeichen unseres Herrn glaubten, als sie zu uns kamen. Unser Herr, überschütte uns mit Standhaftigkeit und berufe uns ab als (Dir) Ergebene!"
127Die führende Schar aus dem Volk Fir´auns sagte: "Willst du zulassen, daß Musa und sein Volk auf der Erde Unheil stiften und daß er dich und deine Götter verläßt?" Er sagte: "Wir werden ihre Söhne allesamt töten und (nur) ihre Frauen am Leben lassen. Wir sind ja Bezwinger über sie."
128Musa sagte zu seinem Volk: "Sucht Hilfe bei Allah, und seid standhaft! Gewiß, die Erde gehört Allah; Er gibt sie zum Erbe, wem von Seinen Dienern Er will. Und das (gute) Ende gehört den Gottesfürchtigen."
129Sie sagten: "Uns ist Leid zugefügt worden, bevor du zu uns kamst und nachdem du zu uns gekommen bist." Er sagte: "Vielleicht wird euer Herr euren Feind vernichten und euch zu Nachfolgern auf der Erde machen und dann schauen, wie ihr handelt."
130Und Wir ergriffen ja schon die Leute Fir´auns mit Dürrejahren und Mangel an Früchten, auf daß sie bedenken mögen.
131Aber wenn dann etwas Gutes zu ihnen kam, sagten sie: "Dies gehört uns." und wenn sie etwas Böses traf, sahen sie ein (böses) Vorzeichen in Musa und denjenigen, die mit ihm waren. Aber ihr Vorzeichen ist sicherlich bei Allah, jedoch wissen die meisten von ihnen nicht.
132Und sie sagten: "Welches Zeichen du uns auch vorbringen magst, um uns damit zu bezaubern, so werden wir dir nicht glauben."
133Da sandten Wir über sie die Überschwemmung, die Heuschrecken, die Zecken, die Frösche und das Blut als einzeln vorgebrachte Zeichen. Aber sie verhielten sich hochmütig und waren ein Volk von Übeltätern.
134Als nun die unheilvolle Strafe sie überfiel, sagten sie: "O Musa, rufe für uns deinen Herrn an auf Grund Seines Bundes mit dir. Wenn du die unheilvolle Strafe hinwegnimmst, werden wir dir ganz gewiß glauben und die Kinder Isra´ils ganz gewiß mit dir wegschicken."
135Als Wir dann die unheilvolle Strafe von ihnen hinwegnahmen auf eine Frist, die sie erreichen sollten, brachen sie sogleich (ihr Wort).
136Da übten Wir an ihnen Vergeltung und ließen sie im großen Gewässer ertrinken, dafür, daß sie Unsere Zeichen für Lüge erklärten und ihnen gegenüber unachtsam waren.
137Und Wir gaben dem Volk, das unterdrückt worden war, zum Erbe die östlichen und die westlichen (Gegenden) des Landes, das Wir gesegnet haben. Und das schönste Wort deines Herrn erfüllte sich an den Kindern Isra´ils dafür, daß sie standhaft waren. Und Wir zerstörten, was Fir´aun und sein Volk zu machen und was sie zu errichten pflegten.
138Und Wir ließen die Kinder lsra´ils das Meer durchschreiten. Sie kamen zu Leuten, die sich zur Andacht an ihren Götzen zurückzogen. Sie sagten: "O Musa, mache uns einen Gott, so wie sie Götter haben!" Er sagte: "Ihr seid ja Leute, die töricht sind.
139Gewiß, was diese da betreiben, wird zerstört, und zunichte wird, was sie zu tun pflegten."
140Er sagte: "Sollte ich für euch einen anderen Gott begehren als Allah, wo Er euch vor den (anderen) Weltenbewohnern bevorzugt hat?"
141Und (gedenkt,) als Wir euch vor den Leuten Fir´auns retteten, als sie euch eine böse Qual auferlegten, indem sie eure Söhne allesamt töteten und (nur) eure Frauen am Leben ließen. Darin war für euch eine gewaltige Prüfung von eurem Herrn.
142Und Wir gaben Musa eine Verabredung auf dreißig Nächte und machten sie mit (weiteren) zehn voll. So vervollständigte sich die festgesetzte Zahl seines Herrn auf vierzig Nächte. Und Musa sagte zu seinem Bruder Harun: "Nimm meine Stelle bei meinem Volk ein, sorge für Ordnung und folge nicht dem Weg der Unheilstifter!"
143Als nun Musa zu Unserer festgesetzten Zeit kam und sein Herr zu ihm sprach, sagte er: "Mein Herr, zeige (Dich) mir, daß ich Dich anschaue!" Er sagte: "Du wirst Mich nicht sehen. Aber schau den Berg an! Wenn er fest an seiner Stelle bleibt, dann wirst du Mich sehen." Als nun sein Herr dem Berg offenbar erschien, ließ Er ihn in sich zusammensinken, und Musa fiel bewußtlos nieder´. Als er dann (wieder) zu sich kam, sagte er: "Preis sei Dir! Ich wende mich in Reue Dir zu, und ich bin der erste der Gläubigen."
144Er sagte: "O Musa, Ich habe dich durch Meine Botschaften und Mein Gespräch (mit dir) vor den Menschen auserwählt! So nimm, was Ich dir gegeben habe, und gehöre zu den Dankbaren!"
145Und Wir schrieben ihm auf den Tafeln von allem eine Ermahnung und eine ausführliche Darlegung von allem. "So halte sie fest und befiel deinem Volk, sich an das Schönste in ihnen zu halten! Ich werde euch die Wohnstätte der Frevler zeigen."
146Ich werde von meinen Zeichen diejenigen abwenden, die auf der Erde ohne Recht hochmütig sind. Wenn sie auch jedes Zeichen sehen, glauben sie nicht daran. Und wenn sie den Weg der Besonnenheit sehen, nehmen sie ihn sich nicht zum Weg. Wenn sie aber den Weg der Verirrung sehen, nehmen sie ihn sich zum Weg. Dies, weil sie Unsere Zeichen für Lüge erklären und ihnen gegenüber unachtsam sind.
147Diejenigen, die Unsere Zeichen und die Begegnung mit dem Jenseits für Lüge erklären, deren Werke werden hinfällig. Wird ihnen (denn) etwas anderes vergolten als das, was sie zu tun pflegten?
148Und das Volk Musas nahm sich, nachdem er (weggegangen) war, aus ihren Schmucksachen (verfertigt) ein Kalb als Leib, der blökte. Sahen sie denn nicht, daß es nicht zu ihnen spricht und sie nicht den rechten Weg leitet? Sie nahmen es sich (als Götzen) und waren ungerecht.
149Und als sich bei ihnen die Reue einstellte und sie sahen, daß sie bereits irregegangen waren, sagten sie: "Wenn sich unser Herr nicht unser erbarmt und uns vergibt, werden wir ganz gewiß zu den Verlierern gehören!"
150Als Musa zu seinem Volk zornig und bekümmert zurückkam, sagte er: "Wie schlimm ist das, was ihr nach mir an meiner Stelle begangen habt! Wollt ihr den Befehl eures Herrn beschleunigen?" Er warf die Tafeln hin und ergriff seinen Bruder beim Kopf, indem er ihn an sich zog. (Dieser) sagte: "Sohn meiner Mutter, das Volk unterdrückte mich und hätte mich beinahe getötet! So lasse nicht die Feinde über mich Schadenfreude empfinden und stelle mich nicht zum ungerechten Volk!"
151Er (Musa) sagte: "Mein Herr, vergib mir und meinem Bruder, und lasse uns in Deine Barmherzigkeit eingehen. Du bist ja der Barmherzigste der Barmherzigen."
152Gewiß, diejenigen, die sich das Kalb nahmen, wird Zorn von ihrem Herrn und Erniedrigung im diesseitigen Leben ereilen. So vergelten Wir denen, die Lügen ersinnen.
153Aber diejenigen, die böse Taten begehen und danach bereuen und glauben-, gewiß, dein Herr ist danach wahrlich Allvergebend und Barmherzig.
154Und als sich in Musa der Zorn beruhigt hatte, nahm er die Tafeln. In ihrer Schrift ist Rechtleitung und Barmherzigkeit für die, die vor ihrem Herrn Ehrfurcht haben.
155Und Musa wählte aus seinem Volk siebzig Männer zu Unserer festgesetzten Zeit. Als sie nun das Zittern ergriff, sagte er: "Mein Herr, wenn Du gewollt hättest, hättest Du sie schon zuvor vernichtet, und auch mich. Willst Du uns vernichten für das, was die Toren von uns getan haben? Es ist doch nur Deine Versuchung, mit der Du in die Irre gehen läßt, wen Du willst, und rechtleitest, wen Du willst. Du bist unser Schutzherr, so vergib uns und erbarme Dich unser! Du bist der Beste derer, die vergeben.
156Und bestimme für uns in diesem Diesseits Gutes und auch im Jenseits! Gewiß, wir haben zu Dir zurückgefunden." Er sagte: "Mit Meiner Strafe treffe Ich, wen Ich will, aber Meine Barmherzigkeit umfaßt alles. Ich werde sie für die bestimmen, die gottesfürchtig sind und die Abgabe entrichten und die an Unsere Zeichen glauben,
157die dem Gesandten, dem schriftunkundigen Propheten, folgen, den sie bei sich in der Tora und im Evangelium aufgeschrieben finden. Er gebietet ihnen das Rechte und verbietet ihnen das Verwerfliche, er erlaubt ihnen die guten Dinge und verbietet ihnen die schlechten, und er nimmt ihnen ihre Bürde und die Fesseln ab, die auf ihnen lagen. Diejenigen nun, die an ihn glauben, ihm beistehen, ihm helfen und dem Licht, das mit ihm herabgesandt worden ist, folgen, das sind diejenigen, denen es wohl ergeht."
158Sag: O ihr Menschen, ich bin der Gesandte Allahs an euch alle, Dem die Herrschaft der Himmel und der Erde gehört. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Er macht lebendig und läßt sterben. So glaubt an Allah und Seinen Gesandten, den schriftunkundigen Propheten, der an Allah und Seine Worte glaubt, und folgt ihm, auf daß ihr rechtgeleitet sein möget!
159Und unter dem Volk Musas ist eine Gemeinschaft, die mit der Wahrheit rechtleitet und nach ihr gerecht handelt.
160Und Wir zerteilten sie in zwölf Stämme, in Gemeinschaften. Und Wir gaben Musa ein, als sein Volk ihn um Wasser bat: "Schlage mit deinem Stock auf den Felsen!" Da brachen aus ihm zwölf Quellen hervor. Nun wußte jedermann, wo sein Platz zum Trinken war. Und Wir ließen die Wolken sie überschatten und sandten das Manna und die Wachteln auf sie herab: "Eßt von den guten Dingen, mit denen Wir euch versorgt haben!" Und sie fügten nicht Uns Unrecht zu, sondern sich selbst fügten sie Unrecht zu.
161Und als zu ihnen gesagt wurde: "Bewohnt diese Stadt und eßt von (dem, was in) ihr (ist), wo immer ihr wollt! und sagt: "Vergebung!" und tretet, euch niederwerfend, durch das Tor ein, so vergeben Wir euch eure Verfehlungen. Und Wir werden den Gutes Tuenden noch mehr erweisen.
162Doch da tauschten diejenigen von ihnen, die Unrecht taten, das Wort gegen ein anderes aus, das ihnen nicht gesagt worden war. Und da sandten Wir auf sie eine unheilvolle Strafe vom Himmel hinab dafür, daß sie Unrecht zu tun pflegten.
163Und frag sie nach der Stadt, die am Meer lag, als sie den Sabbat übertraten, als ihre Fische zu ihnen an ihrem Sabbat sichtbar (geschwommen) kamen, aber an dem Tag, an dem sie nicht Sabbat hielten, nicht zu ihnen kamen. So prüfen Wir sie dafür, daß sie zu freveln pflegten.
164Und als eine Gemeinschaft von ihnen sagte: "Warum ermahnt ihr Leute, die Allah vernichten oder mit strenger Strafe strafen wird?", sagten sie: "Als eine Entschuldigung bei eurem Herrn und auf daß sie gottesfürchtig werden mögen."
165Und als sie vergessen hatten, womit sie ermahnt worden waren, retteten Wir diejenigen, die das Böse verboten, und ergriffen diejenigen, die Unrecht taten, mit schlimmer Strafe dafür, daß sie zu freveln pflegten.
166Als sie dann das mißachteten, was ihnen verboten war, sagten Wir zu ihnen: "Werdet verstoßene Affen!"
167Und als dein Herr ankündigte, Er werde ganz gewiß gegen sie bis zum Tag der Auferstehung jemanden schicken, der ihnen eine böse Qual auferlegt. Dein Herr ist fürwahr schnell im Bestrafen, aber Er ist auch wahrlich Allvergebend und Barmherzig.
168Und Wir zerteilten sie auf der Erde in Gemeinschaften. Unter ihnen gab es Rechtschaffene und solche, die dies nicht waren. Und Wir prüften sie mit Gutem und Bösem, auf daß sie umkehren mögen.
169Dann folgten nach ihnen Nachfolger, die die Schrift erbten. Sie greifen nach den Glücksgütern des Diesseitigen und sagen: "Es wird uns vergeben werden." Und wenn sich ihnen gleiche Glücksgüter bieten, greifen sie danach. Wurde nicht mit ihnen das Abkommen der Schrift getroffen, sie sollen über Allah nur die Wahrheit sagen? Sie haben doch das, was darin steht, erlernt. Und die jenseitige Wohnstätte ist besser für diejenigen, die gottesfürchtig sind. Begreift ihr denn nicht?
170Und diejenigen, die an der Schrift festhalten und das Gebet verrichten - gewiß, Wir lassen den Lohn der Heilstifter nicht verlorengehen.
171Und als Wir den Berg über sie heraushoben, als wäre er ein Schattendach, und sie glaubten, er würde auf sie fallen: "Haltet fest an dem, was Wir euch gegeben haben, und gedenkt dessen, was es enthält, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget!"
172Und als dein Herr aus den Kindern Adams, aus ihren Rücken, ihre Nachkommenschaft nahm und sie gegen sich selbst zeugen ließ: "Bin Ich nicht euer Herr?" Sie sagten: "Doch, wir bezeugen (es)!" (Dies,) damit ihr nicht am Tag der Auferstehung sagt: "Wir waren dessen unachtsam",
173oder (auch) nicht sagt: "Unsere Väter gesellten doch zuvor (Allah) Teilhaber zu, und wir sind (nur) eine Nachkommenschaft nach ihnen. Willst du uns vernichten für das, was diejenigen getan haben, die Nichtiges tun?"
174So legen Wir die Zeichen ausführlich dar, - auf daß sie umkehren mögen.
175Und verlies ihnen die Kunde von dem, dem Wir Unsere Zeichen gaben und der sich dann ihrer entledigte. Da verfolgte ihn der Satan, und so wurde er einer der Verirrten.
176Und wenn Wir gewollt hätten, hätten Wir ihn durch sie fürwahr erhöht. Aber er neigte zur Erde hin und folgte seiner Neigung. So ist sein Gleichnis das eines Hundes: Wenn du auf ihn losgehst, hechelt er; läßt du ihn (in Ruhe), hechelt er (auch). So ist das Gleichnis der Leute, die Unsere Zeichen für Lüge erklärten. Berichte die Geschichte, auf daß sie nachdenken mögen.
177Wie böse ist das Gleichnis der Leute, die Unsere Zeichen für Lüge erklärten und sich selbst Unrecht zu tun pflegten!
178Wen Allah rechtleitet, der ist (in Wahrheit) rechtgeleitet. Wen Er aber in die Irre gehen läßt, das sind die Verlierer.
179Wir haben ja schon viele von den Ginn und den Menschen für die Hölle erschaffen. Sie haben Herzen, mit denen sie nicht verstehen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen; und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören. Jene sind wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter ab. Jene sind (überhaupt) die Unachtsamen.
180Allahs sind die schönsten Namen; so ruft Ihn damit an und laßt diejenigen, die mit Seinen Namen abwegig umgehen. Ihnen wird das vergolten, was sie zu tun pflegten.
181Und unter denjenigen, die Wir erschaffen haben, gibt es eine Gemeinschaft, die mit der Wahrheit rechtleitet und nach ihr gerecht handelt.
182Diejenigen aber, die Unsere Zeichen für Lüge erklären, werden Wir stufenweise (dem Verderben) näherbringen, von wo sie nicht wissen.
183Und Ich gewähre ihnen Aufschub. Gewiß, Meine List ist fest.
184Denken sie denn nicht (darüber) nach? Ihr Gefährte leidet nicht an Besessenheit; er ist nur ein deutlicher Warner.
185Haben sie sich denn nicht im Reich der Himmel und der Erde umgeschaut und was Allah an Dingen erschaffen hat und, daß ihre Frist vielleicht nahegerückt ist? An welche Aussage nach dieser wollen sie denn (sonst) glauben?
186Wen Allah in die Irre gehen läßt, der hat keinen, der ihn rechtleiten könnte; Er läßt sie in ihrer Auflehnung umherirren.
187Sie fragen dich nach der Stunde, für wann sie feststeht. Sag: Das Wissen darüber ist nur bei meinem Herrn. Nur Er wird sie zu ihrer Zeit erscheinen lassen. Schwer lastet sie in den Himmeln und auf der Erde. Sie wird nur plötzlich über euch kommen. Sie fragen dich, als ob du gut unterrichtet über sie seiest. Sag: Das Wissen darüber ist nur bei Allah. Aber die meisten Menschen wissen nicht.
188Sag: Ich vermag mir selbst weder Nutzen noch Schaden (zu bringen), außer was Allah will. Wenn ich das Verborgene wüßte, würde ich mir wahrlich viel Gutes verschaffen, und Böses würde mir nicht widerfahren. Ich bin nur ein Warner und ein Frohbote für Leute, die glauben.
189Er ist es, Der euch aus einem einzigen Wesen schuf, und Er hat aus ihm seine Gattin gemacht, damit er (der Mann) bei ihr Ruhe finde. Und als er über sie kam´, trug sie an einer leichten Schwangerschaft und verbrachte damit (eine Zeit). Als sie dann schwer zu tragen hatte, riefen die beiden Allah, ihren Herrn, an: "Wenn Du uns einen Rechtschaffenen gibst, werden wir ganz gewiß zu den Dankbaren gehören."
190Als Er ihnen dann einen Rechtschaffenen gegeben hatte, gaben sie Ihm Teilhaber an dem, was Er ihnen gegeben hatte. Aber Allah ist Erhaben über das, was sie (Ihm) beigesellen.
191Wollen sie (Ihm etwas) beigesellen, was nichts erschafft, während sie selbst erschaffen wurden,
192und die ihnen keine Hilfe leisten, noch sich selbst helfen können?
193Und wenn ihr sie zur Rechtleitung aufruft, folgen sie euch nicht. Gleich ist es in Bezug auf euch, ob ihr sie aufruft oder ob ihr schweigt.
194Gewiß, diejenigen, die ihr anstatt Allahs anruft, sind (nur) Diener gleich euch. So ruft sie (doch) an, und so sollen sie euch doch erhören, wenn ihr wahrhaftig seid!
195Haben sie (etwa) Füße, mit denen sie gehen, oder haben sie Hände, mit denen sie zupacken, oder haben sie Augen, mit denen sie sehen, oder haben sie Ohren, mit denen sie hören? Sag: Ruft eure Teilhaber an, und hierauf schmiedet eure List gegen mich an und gewährt mir keinen Aufschub.
196Mein Schutzherr ist Allah, Der das Buch offenbart hat, und Er macht Sich zum Schutzherrn der Rechtschaffenen.
197Diejenigen, die ihr außer Ihm anruft, können euch keine Hilfe leisten, noch sich selbst helfen.
198Und wenn ihr sie zur Rechtleitung aufruft, hören sie nicht; du siehst sie dich anschauen, doch sie sehen nicht.
199Nimm den Überschuß, gebiete das allgemein Gute und wende dich von den Toren ab!
200Und wenn dich vom Satan eine Eingebung aufstachelt, dann suche Schutz bei Allah, denn Er ist ja Allhörend und Allwissend.
201Diejenigen, die gottesfürchtig sind, - wenn ihnen eine Anwandlung vom Satan widerfährt, bedenken sie, und da werden sie sogleich einsichtig.
202Aber ihre Brüder lassen sie in ihrer Verirrung gewähren, und dann lassen sie (daran) nicht nach.
203Und wenn du ihnen kein Zeichen bringst, sagen sie: "Hättest du es dir doch (selbst) ausgesucht!" Sag: Ich folge nur dem, was mir von meinem Herrn (als Offenbarung) eingegeben wird. Dies sind einsichtbringende Zeichen von eurem Herrn und Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.
204Und wenn der Qur´an vorgetragen wird, dann hört ihm zu und horcht hin, auf daß ihr Erbarmen finden möget!
205Und gedenke deines Herrn in deiner Seele in Unterwürfigkeit flehend und in Furcht und mit leiser Stimme, am Morgen und am Abend. Und gehöre nicht zu den Unachtsamen!
206Diejenigen, die bei deinem Herrn sind, sind nicht zu hochmütig dazu, Ihm zu dienen; sie preisen Ihn und werfen sich vor Ihm nieder.
Chapter 8 (Sura 8)
1Sie fragen dich nach der (zugedachten) Beute. Sag: Die (zugedachte) Beute gehört Allah und dem Gesandten. So fürchtet Allah und stiftet Frieden untereinander, und gehorcht Allah und Seinem Gesandten, wenn ihr gläubig seid!
2Die (wahren) Gläubigen sind ja diejenigen, deren Herzen sich vor Ehrfurcht regen, wenn Allahs gedacht wird, und die, wenn ihnen Seine Zeichen verlesen werden, es ihren Glauben mehrt, und die sich auf ihren Herrn verlassen,
3die das Gebet verrichten und von dem, womit Wir sie versorgt haben, ausgeben.
4Das sind die wahren Gläubigen. Für sie gibt es bei ihrem Herrn Rangstufen und Vergebung und ehrenvolle Versorgung.
5So wie dein Herr dich aus deinem Haus hinausziehen ließ mit der Wahrheit, während es einer Gruppe der Gläubigen wahrlich zuwider war,
6und sie mit dir über die Wahrheit stritten, nachdem (es) klargeworden war, als ob sie in den Tod getrieben würden, während sie zuschauten.
7Und als Allah euch versprach, daß die eine der beiden Gruppen euch gehören sollte, und ihr (es) lieber gehabt hättet, daß diejenige ohne Kampfkraft euer sein sollte! Aber Allah will mit Seinen Worten die Wahrheit bestätigen und die Rückkehr der Ungläubigen abschneiden,
8um die Wahrheit zu bestätigen und das Falsche zunichte zu machen, auch wenn es den Übeltätern zuwider ist.
9(Gedenke) als ihr euren Herrn um Hilfe anrieft. Da erhörte Er euch: "Ich werde euch mit Tausend von den Engeln unterstützen, hintereinander reitend."
10Allah machte es nur zu einer frohen Botschaft und damit eure Herzen dadurch Ruhe fänden. Der Sieg kommt ja nur von Allah. Gewiß, Allah ist Allmächtig und Allweise.
11Als Er Schläfrigkeit euch überkommen ließ als (Gefühl der) Sicherheit von Ihm und Wasser vom Himmel auf euch herabsandte, um euch damit zu reinigen und das Unheil des Satans von euch zu entfernen und um eure Herzen zu stärken und (eure) Füße damit zu festigen.
12Als dein Herr den Engeln eingab: "Gewiß, Ich bin mit euch. So festigt diejenigen, die glauben! Ich werde in die Herzen derer, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. So schlagt oberhalb der Nacken und schlagt von ihnen jeden Finger!"
13Dies dafür, daß sie Allah und Seinem Gesandten entgegenwirkten. Wer Allah und Seinem Gesandten entgegenwirkt, - gewiß, Allah ist streng im Bestrafen.
14Das (ist eure Strafe dafür), so kostet sie! Und (wisset,) daß es für die Ungläubigen die Strafe des (Höllen)feuers geben wird.
15O die ihr glaubt, wenn ihr auf die, die ungläubig sind, trefft, während sie (zur Schlacht) anrücken, dann kehrt ihnen nicht den Rücken.
16Wer ihnen an jenem Tag den Rücken kehrt - außer, er setzt sich ab zum Kampf, oder er schließt sich einer (anderen) Schar an -, zieht sich fürwahr Zorn von Allah zu, und sein Zufluchtsort ist die Hölle - ein schlimmer Ausgang!
17Nicht ihr habt sie getötet, sondern Allah hat sie getötet. Und nicht du hast geworfen, als du geworfen hast, sondern Allah hat geworfen, und damit Er die Gläubigen einer schönen Prüfung von Ihm unterziehe. Gewiß, Allah ist Allhörend und Allwissend.
18Das (ist eure Prüfung), und (wisset), daß Allah die List der Ungläubigen abschwächt!
19Wenn ihr nach einer Entscheidung sucht, so ist nunmehr die Entscheidung zu euch gekommen. Und wenn ihr aufhört, so ist es besser für euch. Aber wenn ihr (dazu) zurückkehrt, kehren Wir (auch) zurück. Und eure Schar wird euch nichts nützen, auch wenn sie zahlreich sein sollte. Und (wisset,) daß Allah mit den Gläubigen ist!
20O die ihr glaubt, gehorcht Allah und Seinem Gesandten, und kehrt euch nicht von ihm ab, wo ihr doch hört!
21Und seid nicht wie diejenigen, die sagen: "Wir hören", wo sie doch nicht hören!
22Gewiß, die schlimmsten Tiere bei Allah sind die tauben und stummen, die nicht begreifen´.
23Wenn Allah von ihnen etwas Gutes gewußt hätte, hätte Er sie wahrlich hören lassen. Und wenn Er sie hätte hören lassen, so hätten sie sich dennoch widerstrebend abgekehrt.
24O die ihr glaubt, leistet Allah und dem Gesandten Folge, wenn er euch zu dem aufruft, was euch Leben gibt. Und wisset, daß Allah zwischen dem Menschen und seinem Herzen trennt und daß ihr zu Ihm versammelt werdet!
25Und hütet euch vor einer Versuchung, die nicht nur besonders diejenigen von euch treffen wird, die Unrecht taten. Und wisset, daß Allah streng im Bestrafen ist!
26Und gedenkt, als ihr wenige wart und auf der Erde unterdrückt wurdet und fürchtetet, daß euch die Menschen wegschnappen würden! Da hat Er euch Zuflucht gewährt, euch mit Seiner Hilfe gestärkt und euch mit (einigen von) den guten Dingen versorgt, auf daß ihr dankbar sein möget.
27O die ihr glaubt, verratet nicht Allah und den Gesandten, und handelt nicht verräterisch in Bezug auf die euch anvertrauten Güter, wo ihr wisset!
28Und wißt, daß euer Besitz und eure Kinder eine Versuchung sind und daß es bei Allah großartigen Lohn gibt!
29O die ihr glaubt, wenn ihr Allah fürchtet, bestimmt Er euch eine
30Und als diejenigen, die ungläubig sind, gegen dich Ränke schmiedeten, um dich festzusetzen oder zu töten oder zu vertreiben. Sie schmiedeten Ränke, und (auch) Allah schmiedete Ränke. Aber Allah ist der beste Ränkeschmied.
31Und wenn ihnen Unsere Zeichen verlesen werden, sagen sie: "Wir haben es bereits gehört. Wenn wir wollten, könnten wir fürwahr etwas Gleichartiges sagen. Das sind nur Fabeln der Früheren."
32Und als sie sagten: "O Allah, wenn dies tatsächlich die Wahrheit von Dir ist, dann lasse auf uns Steine vom Himmel regnen, oder bringe schmerzhafte Strafe über uns!"
33Aber Allah würde sie nimmer strafen, solange du unter ihnen bist; und Allah würde sie nimmer strafen, solange sie um Vergebung bitten.
34Und was haben sie nun, daß Allah sie nicht strafen sollte, wo sie (euch) von der geschützten Gebetsstätte abhalten? Und sie waren nicht ihre Beschützer. Ihre Beschützer sind ja nur die Gottesfürchtigen´! Aber die meisten von ihnen wissen nicht.
35Und ihr Gebet beim Haus ist nur Pfeifen und Klatschen. Kostet nun die Strafe dafür, daß ihr stets ungläubig wart.
36Diejenigen, die ungläubig sind, geben ihren Besitz aus, um von Allahs Weg abzuhalten. Sie werden ihn ausgeben, und hierauf wird es eine gramvolle Reue für sie sein. Hierauf werden sie besiegt werden. Und diejenigen, die ungläubig sind, werden zur Hölle versammelt werden,
37damit Allah das Schlechte vom Guten sondere und das Schlechte übereinander tue, es alles zusammenhäufe und in die Hölle bringe. Das sind die Verlierer.
38Sag zu denen, die ungläubig sind: Wenn sie aufhören, wird ihnen vergeben, was bereits vergangen ist. Wenn sie aber (dazu) zurückkehren, - so hat sich schon die Gesetzmäßigkeit an den Früheren vollzogen.
39Und kämpft gegen sie, bis es keine Verfolgung mehr gibt und (bis) die Religion gänzlich Allahs ist. Wenn sie jedoch aufhören, so sieht Allah wohl, was sie tun.
40Und wenn sie sich abkehren, so wisset, daß Allah euer Schutzherr ist. Wie trefflich ist der Schutzherr, und wie trefflich ist der Helfer!
41Und wisset: Was immer ihr erbeutet, so gehört Allah ein Fünftel davon und dem Gesandten, und den Verwandten, den Waisen, den Armen und dem Sohn des Weges, wenn ihr an Allah glaubt und an das, was Wir auf Unseren Diener am Tag der Unterscheidung (als Offenbarung) hinabgesandt haben, an dem Tag, da die beiden Heere aufeinandertrafen. Und Allah hat zu allem die Macht.
42Als ihr auf der näheren Talseite wart, sie auf der ferneren Talseite und die Karawane unterhalb von euch. Und wenn ihr euch verabredet hättet, wäret ihr über die Verabredung fürwahr uneinig gewesen, aber (es geschah so), damit Allah eine Angelegenheit entscheide, die ausgeführt werden sollte, damit, wer umkam, auf Grund eines klaren Beweises umkäme, und wer am Leben bliebe, auf Grund eines klaren Beweises am Leben bliebe. Allah ist wahrlich Allhörend und Allwissend.
43Als Allah sie dir in deinem Schlaf als wenige zeigte -, und wenn Er sie dir als viele gezeigt hätte, hättet ihr wahrlich den Mut verloren und über die Angelegenheit miteinander gestritten. Aber Allah hat (euch) bewahrt. Gewiß, Er weiß über das Innerste der Brüste Bescheid.
44Und als Er sie euch, als ihr aufeinandertraft, in euren Augen als wenige erscheinen ließ, und (auch) euch in ihren Augen weniger machte, damit Allah eine Angelegenheit entscheide, die ausgeführt werden sollte. Und zu Allah werden (all) die Angelegenheiten zurückgebracht.
45O die ihr glaubt, wenn ihr auf eine Schar trefft, so steht fest und gedenkt Allahs häufig, auf daß es euch wohl ergehen möge!
46Und gehorcht Allah und Seinem Gesandten, und streitet nicht miteinander, sonst würdet ihr den Mut verlieren, und eure Kraft würde vergehen! Und seid standhaft! Gewiß, Allah ist mit den Standhaften.
47Und seid nicht wie diejenigen, die aus ihren Wohnstätten hinauszogen, in Übermut und aus Augendienerei vor den Menschen, und die von Allahs Weg abhalten. Allah umfaßt, was sie tun.
48Und als der Satan ihnen ihre Werke ausschmückte und sagte: "Es gibt heute keinen unter den Menschen, der euch besiegen könnte. Und ich bin euch ein Beschützer. Als aber die beiden Scharen einander sahen, machte er auf seinen Fersen kehrt und sagte: "Gewiß, ich sage mich von euch los. Ich sehe, was ihr nicht seht. Ich fürchte Allah. Und Allah ist streng im Bestrafen."
49Als die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, sagten: "Getäuscht hat diese da ihre Religion!" Wer sich aber auf Allah verläßt, - so ist Allah Allmächtig und Allwissend.
50Und wenn du sehen würdest, wenn die Engel diejenigen abberufen, die ungläubig sind, wobei sie sie ins Gesicht und auf den Rücken schlagen und (sagen): "Kostet die Strafe des Brennens!
51Dies (geschieht) wegen dessen, was eure Hände vorausgeschickt haben, und deshalb, weil Allah keiner ist, der den Menschen Unrecht zufügt."
52Nach der Art der Leute Fir´auns und derjenigen vor ihnen: Sie verleugneten Allahs Zeichen, und da ergriff Allah sie für ihre Sünden. Gewiß, Allah ist Stark und streng im Bestrafen.
53Dies, weil Allah nimmer eine Gunst, die Er einem Volk erwiesen hat, ändert, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist, und weil Allah Allhörend und Allwissend ist.
54Nach der Art der Leute Fir´auns und derjenigen vor ihnen: Sie erklärten die Zeichen ihres Herrn für Lüge, und da vernichteten Wir sie für ihre Sünden, und Wir ließen die Leute Fir´auns ertrinken. Sie alle waren ungerecht.
55Gewiß, die schlimmsten Tiere bei Allah sind die, die ungläubig sind und (auch) weiterhin nicht glauben,
56mit denen du eine Verpflichtung eingegangen bist, die aber dann ihre Verpflichtung jedesmal brechen und nicht gottesfürchtig sind.
57Wenn du nun auf sie im Krieg triffst, dann verscheuche mit ihnen diejenigen, die hinter ihnen stehen, auf daß sie bedenken mögen.
58Und wenn du dann von irgendwelchen Leuten Verrat befürchtest, so verwirf ihnen (die Verpflichtung) in gleicher Weise. Gewiß, Allah liebt nicht die Verräter.
59Und diejenigen, die ungläubig sind, sollen ja nicht meinen, sie könnten zuvorkommen. Sie werden sich (Mir) gewiß nicht entziehen.
60Und haltet für sie bereit, was ihr an Kraft und an kampfbereiten Pferden (haben) könnt, um damit den Feinden Allahs und euren Feinden Angst zu machen, sowie anderen außer ihnen, die ihr nicht kennt; Allah aber kennt sie! Und was immer ihr auf Allahs Weg ausgebt, wird euch in vollem Maß zukommen, und es wird euch kein Unrecht zugefügt.
61Und wenn sie sich dem Frieden zuneigen, dann neige auch du dich ihm zu und verlasse dich auf Allah! Gewiß, Er ist ja der Allhörende und Allwissende.
62Und wenn sie dich betrügen wollen - gewiß, so ist deine Genüge Allah. Er ist es, Der dich mit Seiner Hilfe und mit den Gläubigen gestärkt hat.
63Und Er hat ihre Herzen zusammengefügt. Wenn du alles, was auf der Erde ist, (dafür) ausgegeben hättest, hättest du ihre Herzen nicht zusammenfügen können. Aber Allah hat sie zusammengefügt. Gewiß, Er ist Allmächtig und Allweise.
64O Prophet, deine Genüge ist Allah und (auch) derer von den Gläubigen, die dir folgen.
65O Prophet, sporne die Gläubigen zum Kampf an! Wenn es unter euch zwanzig Standhafte gibt, werden sie zweihundert besiegen. Und wenn es unter euch hundert gibt, werden sie Tausend von denen, die ungläubig sind, besiegen, weil sie Leute sind, die nicht verstehen.
66Jetzt (aber) hat Allah es euch leicht gemacht. Er weiß ja, daß in euch Schwaches (angelegt) ist. Wenn es nun unter euch hundert Standhafte gibt, werden sie zweihundert besiegen, und wenn es unter euch Tausend gibt, werden sie Zweitausend besiegen, mit Allahs Erlaubnis. Allah ist mit den Standhaften.
67Es steht keinem Propheten zu, Gefangene zu haben, bis er (den Feind überall) im Land schwer niedergekämpft hat. Ihr wollt Glücksgüter des Diesseitigen, aber Allah will das Jenseits. Allah ist Allmächtig und Allweise.
68Wenn nicht von Allah eine früher ergangene Bestimmung wäre, würde euch für das, was ihr genommen habt, wahrlich gewaltige Strafe widerfahren.
69Eßt nun von dem, was ihr erbeutet habt, als etwas Erlaubtes und Gutes, und fürchtet Allah! Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
70O Prophet, sag zu denen von den Gefangenen (, die sich) in euren Händen (befinden): "Wenn Allah in euren Herzen etwas Gutes weiß, wird Er euch etwas Besseres geben als das, was euch genommen worden ist, und wird euch vergeben. Allah ist Allvergebend und Barmherzig."
71Und wenn sie dich verraten wollen, so haben sie schon zuvor Allah verraten, und dann hat Er (euch) Macht über sie gegeben. Allah ist Allwissend und Allweise.
72Gewiß, diejenigen, die glauben und ausgewandert sind und sich mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person auf Allahs Weg abgemüht haben, und diejenigen, die (jenen) Zuflucht gewährt und (ihnen) geholfen haben, sie sind einer des anderen Schutzherren. Zu denjenigen aber, die glauben und nicht ausgewandert sind, habt ihr kein Schutzverhältnis, bis sie auswandern. Wenn sie euch jedoch um der (euch gemeinsamen) Religion willen um Hilfe bitten, dann obliegt euch die Hilfe, außer gegen Leute, zwischen euch und denen ein Abkommen besteht. Und was ihr tut, sieht Allah wohl.
73Und diejenigen, die ungläubig sind, sind einer des anderen Schutzherren. - Wenn ihr es nicht tut, wird es im Land Aufruhr und großes Unheil geben.
74Und diejenigen, die glauben und ausgewandert sind und sich auf Allahs Weg abgemüht haben, und diejenigen, die (jenen) Zuflucht gewährt und geholfen haben, das sind die wahren Gläubigen. Für sie gibt es Vergebung und ehrenvolle Versorgung.
75Und diejenigen, die danach geglaubt haben und ausgewandert sind und sich mit euch abgemüht haben, sie gehören zu euch. Aber die Blutsverwandten stehen einander am nächsten; (dies steht) im Buch Allahs. Gewiß, Allah weiß über alles Bescheid.
Chapter 9 (Sura 9)
1Eine Lossagung von Seiten Allahs und Seines Gesandten an diejenigen unter den Götzendienern, mit denen ihr einen Vertrag abgeschlossen habt.
2Nun zieht im Land vier Monate umher und wißt, daß ihr euch Allah nicht entziehen könnt, und daß Allah die Ungläubigen in Schande stürzt!
3Und eine Bekanntmachung von Seiten Allahs und Seines Gesandten an die Menschen am Tag der großen Pilgerfahrt, daß Allah der (Verpflichtung gegenüber den) Götzendiener(n) ledig ist, und auch Sein Gesandter. Wenn ihr nun bereut, so ist es besser für euch. Wenn ihr euch jedoch abkehrt, so wißt, daß ihr euch Allah nicht entziehen könnt! Und verkünde denen, die ungläubig sind, schmerzhafte Strafe!
4Mit Ausnahme derer von den Götzendienern, mit denen ihr einen Vertrag abgeschlossen habt und die (es) euch (in) nichts haben fehlen lassen und niemandem gegen euch beigestanden haben. So erfüllt ihnen gegenüber ihren Vertrag bis zu der ihnen eingeräumten Frist! Gottesfürchtigen.
5Wenn nun die Schutzmonate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf! Wenn sie aber bereuen, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann laßt sie ihres Weges ziehen! Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
6Und wenn jemand von den Götzendienern dich um Schutz bittet, dann gewähre ihm Schutz, bis er das Wort Allahs hört. Hierauf lasse ihn den Ort erreichen, wo er in Sicherheit ist. Dies, weil sie Leute sind, die nicht Bescheid wissen. Gewiß, Allah liebt die
7Wie sollte es denn für die Götzendiener bei Allah und bei Seinem Gesandten einen Vertrag geben, außer (für) diejenigen, mit denen ihr bei der geschützten Gebetsstätte einen Vertrag abgeschlossen habt? Solange sie sich euch gegenüber recht verhalten, verhaltet (auch) ihr euch ihnen gegenüber recht. Gewiß, Allah liebt die Gottesfürchtigen.
8Wie (sollte es einen Vertrag geben), wo sie doch, wenn sie die Oberhand über euch bekommen, euch gegenüber weder Verwandtschaftsbande noch (Schutz)vertrag beachten? Sie stellen euch mit ihren Mündern zufrieden, aber ihre Herzen weigern sich. Und die meisten von ihnen sind Frevler.
9Sie haben die Zeichen Allahs für einen geringen Preis verkauft und damit von Seinem Weg abgehalten. Gewiß, wie böse ist, was sie zu tun pflegten.
10Sie beachten gegenüber einem Gläubigen weder Verwandtschaftsbande noch (Schutz)vertrag. Das sind die Übertreter.
11Wenn sie aber bereuen, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann sind sie eure Brüder in der Religion. Wir legen die Zeichen ausführlich dar für Leute, die Bescheid wissen.
12Wenn sie ihre Eide aber nach Vertragsabschluß brechen und eure Religion schmähen, dann kämpft gegen die Anführer des Unglaubens - für sie gibt es ja keine Eide -, auf daß sie aufhören mögen.
13Wollt ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen haben und vorhatten, den Gesandten zu vertreiben, wobei sie zuerst gegen euch (mit Feindseligkeiten) anfingen? Fürchtet ihr sie? Aber Allah hat ein größeres Anrecht darauf, daß ihr Ihn fürchtet, wenn ihr gläubig seid.
14Kämpft gegen sie! Allah wird sie durch eure Hände strafen, sie in Schande stürzen, euch zum Sieg über sie verhelfen und die Brüste von gläubigen Leuten heilen´
15und den Grimm in ihren Herzen vergehen lassen. Allah nimmt die Reue an, von wem Er will. Allah ist Allwissend und Allweise.
16Oder meint ihr etwa, daß ihr (in Ruhe) gelassen werdet, ohne daß Allah zuvor diejenigen kenne, die von euch sich abgemüht und außer Allah, Seinem Gesandten und den Gläubigen keinen Vertrauten genommen haben? Und Allah ist Kundig dessen, was ihr tut.
17Es steht den Götzendienern nicht zu, Allahs Gebetsstätten zu bevölkern, wo sie gegen sich selbst Zeugnis ablegen durch den Unglauben. Deren Werke werden hinfällig, und im (Höllen)feuer werden sie ewig bleiben.
18Gewiß, Allahs Gebetsstätten bevölkert nur, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, das Gebet verrichtet, die Abgabe entrichtet und niemanden außer Allah fürchtet. Diese aber werden vielleicht zu den Rechtgeleiteten gehören.
19Stellt ihr etwa die Tränkung der Pilger und das Bevölkern der geschützten Gebetsstätte (den Werken) dessen gleich, der an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und sich auf Allahs Weg abmüht? Sie sind nicht gleich bei Allah. Und Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.
20Diejenigen, die glauben und ausgewandert sind und sich auf Allahs Weg mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person abgemüht haben, haben einen größeren Vorzug bei Allah. Das sind die Erfolgreichen.
21Ihr Herr verkündet ihnen Barmherzigkeit von sich und Wohlgefallen und Gärten, in denen sie beständige Wonne haben,
22ewig und auf immer darin zu bleiben. Gewiß, bei Allah gibt es großartigen Lohn.
23O die ihr glaubt, nehmt nicht eure Väter und eure Brüder zu Schutzherren´, wenn sie den Unglauben mehr lieben als den Glauben! Wer von euch sie zu Vertrauten nimmt, das sind die Ungerechten.
24Sag: Wenn eure Väter, eure Söhne, eure Brüder, eure Gattinnen und eure Sippemitglieder, Besitz, den ihr erworben habt, Handel, dessen Niedergang ihr fürchtet, und Wohnungen, an denen ihr Gefallen findet, euch lieber sind als Allah und Sein Gesandter und das Abmühen auf Seinem Weg, dann wartet ab, bis Allah mit Seiner Anordnung kommt! Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.
25Allah hat euch doch an vielen Orten zum Sieg verholfen, und auch am Tag von Hunain, als eure große Zahl euch gefiel, euch aber nichts nutzte. Die Erde wurde euch eng bei all ihrer Weite. Hierauf kehrtet ihr den Rücken (zur Flucht).
26Daraufhin sandte Allah Seine innere Ruhe auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen herab, und Er sandte Heerscharen, die ihr nicht saht, herab und strafte diejenigen, die ungläubig waren. Das war der Lohn der Ungläubigen.
27Hierauf nimmt Allah nach alledem die Reue an, von wem Er will. Und Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
28O die ihr glaubt, die Götzendiener sind fürwahr unrein, so sollen sie sich der geschützten Gebetsstätte nach diesem, ihrem Jahr nicht mehr nähern! Und wenn ihr (deshalb) Armut befürchtet, so wird Allah euch durch Seine Huld reich machen, wenn Er will. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allweise.
29Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und nicht an den Jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und nicht die Religion der Wahrheit befolgen - von denjenigen, denen die Schrift gegeben wurde -, bis sie den Tribut aus der Hand entrichten und gefügig sind!
30Die Juden sagen: "´Uzair ist Allahs Sohn", und die Christen sagen: "Al-Masih ist Allahs Sohn." Das sind ihre Worte aus ihren (eigenen) Mündern. Sie führen ähnliche Worte wie diejenigen, die zuvor ungläubig waren. Allah bekämpfe sie! Wie sie sich (doch) abwendig machen lassen!
31Sie haben ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren genommen außer Allah, sowie al-Masih ibn Maryam, wo ihnen doch nur befohlen worden ist, einem einzigen Gott zu dienen. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Preis sei Ihm! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) beigesellen.
32Sie wollen Allahs Licht mit ihren Mündern auslöschen. Aber Allah besteht darauf, Sein Licht doch zu vollenden, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.
33Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand über alle Religion zu geben´, auch wenn es den Götzendienern zuwider ist.
34O die ihr glaubt, viele von den Gelehrten und den Mönchen verschlingen fürwahr den Besitz der Menschen auf nichtige Weise und halten von Allahs Weg ab. Diejenigen, die Gold und Silber horten und es nicht auf Allahs Weg ausgeben, denen verkünde schmerzhafte Strafe,
35am Tag, da im Feuer der Hölle darüber heiß gemacht wird und damit ihre Stirnen, ihre Seiten und ihre Rücken gebrandmarkt werden: Dies ist, was ihr für euch selbst gehortet habt. Nun kostet, was ihr zu horten pflegtet!
36Gewiß, die Anzahl der Monate bei Allah ist zwölf Monate, im Buch Allahs (festgelegt) am Tag, da Er die Himmel und die Erde schuf. Davon sind vier geschützt, Das ist die richtige Religion. So fügt euch selbst in ihnen kein Unrecht zu. Und kämpft gegen die Götzendiener allesamt wie sie gegen euch allesamt kämpfen! Und wißt, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist!
37Das Verschieben eines Monats ist nur eine Mehrung des Unglaubens. Damit werden diejenigen, die ungläubig sind, in die Irre geführt; sie erklären ihn in einem Jahr für ungeschützt und in einem (anderen) Jahr für geschützt, um der Anzahl dessen gleichzukommen, was Allah für geschützt erklärt hat; so erklären sie für ungeschützt, was Allah für geschützt erklärt hat. Ihre bösen Taten sind ihnen ausgeschmückt worden. Allah leitet das ungläubige Volk nicht recht.
38O die ihr glaubt, was ist mit euch, daß, wenn zu euch gesagt wird: "Rückt aus auf Allahs Weg!", ihr euch schwer zur Erde sinken laßt? Seid ihr mit dem diesseitigen Leben mehr zufrieden als mit dem Jenseits? Aber der Genuß des diesseitigen Lebens wird im Jenseits nur gering (erscheinen).
39Wenn ihr nicht ausrückt, wird Er euch mit schmerzhafter Strafe strafen und euch durch ein anderes Volk ersetzen, und ihr (könnt) Ihm keinerlei Schaden zufügen. Allah hat zu allem die Macht.
40Wenn ihr ihm nicht helft, so hat Allah ihm (schon damals) geholfen, als diejenigen, die ungläubig waren, ihn als einen von Zweien vertrieben; als sie beide in der Höhle waren und als er zu seinem Gefährten sagte: "Sei nicht traurig! Gewiß, Allah ist mit uns!" Da sandte Allah Seine innere Ruhe auf ihn herab und stärkte ihn mit Heerscharen, die ihr nicht saht, und erniedrigte das Wort derjenigen, die ungläubig waren, während Allahs Wort (doch) das hohe ist. Allah ist Allmächtig und Allweise.
41Rückt aus, leicht oder schwer, und müht euch mit eurem Besitz und eurer eigenen Person auf Allahs Weg ab. Das ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wißt.
42Wenn es um nahe Glücksgüter und eine mäßige Reise ginge, würden sie dir wahrlich folgen. Aber die Entfernung ist ihnen zu weit. Und dennoch werden sie bei Allah schwören: "Wenn wir (es) könnten, würden wir fürwahr mit euch hinausziehen." Dabei vernichteten sie sich selbst. Doch Allah weiß, daß sie wahrlich lügen.
43Allah verzeihe dir! Warum hast du ihnen erlaubt (, zurückzubleiben), bevor sich dir diejenigen klar gezeigt haben, die wahrhaftig sind, und du die Lügner kennst?
44Diejenigen, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben, bitten dich nicht um Erlaubnis, sich mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person nicht abzumühen. Und Allah weiß über die Gottesfürchtigen Bescheid.
45Um Erlaubnis bitten dich nur diejenigen, die an Allah und den Jüngsten Tag nicht glauben und deren Herzen zweifeln; so zaudern sie in ihrem Zweifel.
46Wenn sie (wirklich) hätten hinausziehen wollen, hätten sie fürwahr Vorbereitungen dazu getroffen. Aber Allah war ihr Ausziehen zuwider, und so hielt Er sie zurück. Und es wurde gesagt: "So bleibt (daheim) mit denjenigen, die (daheim) sitzen bleiben!"
47Wenn sie mit euch hinausgezogen wären, hätten sie euch nur Verwirrung gebracht und wären unter euch fürwahr umhergelaufen im Trachten danach, euch der Versuchung auszusetzen. Und unter euch gibt es manche, die immer (wieder) auf sie horchen. Und Allah weiß über die Ungerechten Bescheid.
48Sie haben bereits zuvor danach getrachtet, euch der Versuchung auszusetzen, und haben dir die Angelegenheiten umgekehrt´, bis die Wahrheit kam und die Anordnung Allahs erschien, obwohl es ihnen zuwider war.
49Unter ihnen gibt es manche, die sagen: "Erlaube mir (, zurückzubleiben) und setze mich nicht der Versuchung aus!" Dabei sind sie doch in Versuchung gefallen. Und wahrlich, die Hölle umfaßt die Ungläubigen.
50Wenn dich etwas Gutes trifft, tut es ihnen leid. Wenn dich jedoch ein Unglück trifft, sagen sie: "Wir haben unsere Angelegenheit schon zuvor selbst übernommen" und kehren sich froh ab.
51Sag: Uns wird nur das treffen, was Allah für uns bestimmt hat. Er ist unser Schutzherr. Auf Allah sollen sich die Gläubigen verlassen.
52Sag: Erwartet ihr für uns etwas (anderes) als eines der beiden schönsten Dinge? Wir erwarten für euch, daß Allah euch mit einer Strafe von Ihm oder durch unsere Hände trifft. So wartet nur ab! Gewiß, Wir warten mit euch ab.
53Sag: Gebt freiwillig oder widerwillig aus, es wird von euch (doch) nicht angenommen werden! Ihr seid ja frevlerische Leute.
54Und nichts (anderes) verhindert, daß ihre Ausgaben von ihnen angenommen werden, als daß sie Allah und Seinen Gesandten verleugnen, sich nur schwerfällig zum Gebet begeben und nur widerwillig ausgeben.
55So sollen dir weder ihr Besitz noch ihre Kinder gefallen. Allah will sie damit ja nur im diesseitigen Leben strafen, und (daß) ihre Seelen (im Tod) dahingehen, während sie ungläubig sind.
56Und sie schwören bei Allah, daß sie fürwahr zu euch gehören, während sie nicht zu euch gehören, sondern sie sind Leute, die ängstlich sind.
57Wenn sie einen Zufluchtsort oder Höhlen oder (sonst) ein Schlupfloch fänden, würden sie sich wahrlich dorthin wenden, und zwar fluchtartig.
58Und unter ihnen gibt es manche, die gegen dich wegen der Almosen nörgeln. Wenn ihnen davon gegeben wird, zeigen sie Wohlgefallen. Wenn ihnen davon aber nichts gegeben wird, zeigen sie sogleich Mißfallen.
59Wenn sie doch mit dem zufrieden wären, was Allah und Sein Gesandter ihnen gewährten, und sagten: "Unsere Genüge ist Allah. Allah wird uns (etwas) von Seiner Huld gewähren und auch Sein Gesandter. Gewiß, nach Allah steht unser Begehren".
60Die Almosen sind nur für die Armen, die Bedürftigen, diejenigen, die damit beschäftigt sind, diejenigen, deren Herzen vertraut gemacht werden sollen, (den Loskauf von) Sklaven, die Verschuldeten, auf Allahs Weg und (für) den Sohn des Weges, als Verpflichtung von Allah. Allah ist Allwissend und Allweise.
61Unter ihnen gibt es diejenigen, die dem Propheten Leid zufügen und sagen: "Er ist ein Ohr." Sag: (Er ist) ein Ohr des Guten für euch. Er glaubt an Allah und glaubt den Gläubigen, und (er ist) eine Barmherzigkeit für diejenigen von euch, die glauben. Für diejenigen aber, die Allahs Gesandtem Leid zufügen, wird es schmerzhafte Strafe geben.
62Sie schwören euch bei Allah, um euch zufriedenzustellen. Aber Allah - und (auch) Sein Gesandter - hat ein größeres Anrecht darauf, daß sie Ihn zufriedenstellen, wenn sie gläubig sind.
63Wissen sie denn nicht, daß es für denjenigen, der Allah und Seinem Gesandten zuwiderhandelt -, daß es für ihn das Feuer der Hölle gibt, ewig darin zu bleiben? Das ist die gewaltige Schande.
64Die Heuchler fürchten, daß eine Sura über sie offenbart werden könnte´, die ihnen kundtut, was in ihren Herzen ist. Sag: Macht euch (nur) lustig! Allah wird herausbringen, was ihr fürchtet.
65Und wenn du sie fragst, werden sie ganz gewiß sagen: "Wir haben nur (schweifende) Gespräche geführt und gescherzt." Sag: Habt ihr euch denn über Allah und Seine Zeichen und Seinen Gesandten lustig gemacht?
66Entschuldigt euch nicht! Ihr seid ja ungläubig geworden, nachdem ihr den Glauben (angenommen) hattet. Wenn Wir (auch) einem Teil von euch verzeihen, so strafen Wir einen (anderen) Teil (dafür), daß sie Übeltäter waren.
67Die Heuchler und die Heuchlerinnen stammen voneinander. Sie gebieten das Verwerfliche und verbieten das Rechte und halten ihre Hände geschlossen. Sie haben Allah vergessen, und so hat Er sie vergessen. Gewiß, die Heuchler sind die (wahren) Frevler.
68Allah hat den Heuchlern und den Heuchlerinnen und den Ungläubigen das Feuer der Hölle versprochen, ewig darin zu bleiben. Es ist ihre Genüge. Und Allah hat sie verflucht, und für sie gibt es beständige Strafe.
69(Es ist) wie mit denen, die vor euch waren. Sie hatten stärkere Kraft als ihr und mehr Besitz und Kinder. Sie genossen ihren Anteil, und dann habt ihr euren Anteil genossen, wie diejenigen, die vor euch waren, ihren Anteil genossen haben. Und ihr habt (schweifende) Gespräche geführt wie die Gespräche, die sie führten. Deren Werke werden im Diesseits und im Jenseits hinfällig. Das sind die Verlierer.
70Ist ihnen nicht die Kunde von denjenigen zugekommen, die vor ihnen waren, des Volkes Nuhs, der ´Ad und der Tamud, des Volkes Ibrahims, der Bewohner von Madyan und der umgestürzten Städte? Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den klaren Beweisen. Nimmer ist es Allah, der ihnen Unrecht getan hat, sondern sie selbst haben sich Unrecht zugefügt.
71Die gläubigen Männer und Frauen sind einer des anderen Beschützer. Sie gebieten das Rechte und verbieten das Verwerfliche, verrichten das Gebet und entrichten die Abgabe und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie sind es, derer Allah Sich erbarmen wird. Gewiß, Allah ist Allmächtig und Allweise.
72Allah hat den gläubigen Männern und Frauen Gärten versprochen, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben, und gute Wohnungen in den Gärten Edens. Wohlgefallen von Allah ist aber (noch) größer. Das ist der großartige Erfolg.
73O Prophet, mühe dich gegen die Ungläubigen und Heuchler ab und sei hart gegen sie! Ihr Zufluchtsort wird die Hölle sein - ein schlimmer Ausgang!
74Sie schwören bei Allah, sie hätten (es) nicht gesagt. Aber sie haben ja das Wort des Unglaubens gesagt und sind, nachdem sie den Islam (angenommen) hatten, ungläubig geworden. Sie hatten vor (, das auszuführen), was sie (doch) nicht erreicht haben´. Und sie grollten darüber nur, daß Allah - und (auch) Sein Gesandter - sie von Seiner Huld reich gemacht hat. Wenn sie nun bereuen, ist es besser für sie. Wenn sie sich aber abkehren, wird Allah sie mit einer schmerzhaften Strafe im Diesseits und Jenseits strafen, und sie werden auf der Erde weder Schutzherrn noch Helfer haben.
75Unter ihnen gibt es manche, die gegenüber Allah eine Verpflichtung eingegangen sind: Wenn Er uns etwas von Seiner Huld gewährt, werden wir ganz gewiß Almosen geben und ganz gewiß zu den Rechtschaffenen gehören.
76Als Er ihnen aber von Seiner Huld gewährt hatte, geizten sie damit, und sie kehrten sich widerstrebend ab.
77So setzte Er als Folge davon in ihre Herzen Heuchelei bis zum Tag, an dem sie Ihm begegnen werden, dafür, daß sie gegenüber Allah brachen, was sie Ihm versprochen hatten, und daß sie zu lügen pflegten.
78Wissen sie denn nicht, daß Allah ihr Geheimes und ihre vertraulichen Gespräche kennt und daß Allah der Allwisser der verborgenen Dinge ist?
79Diejenigen, die gegen die Freiwilligen unter den Gläubigen wegen der Almosen verhöhnen und (auch) gegen diejenigen, die nichts als ihre Mühe (als Leistung zu erbringen) finden, und dann über sie spotten - Allah spottet über sie, und für sie wird es schmerzhafte Strafe geben.
80Bitte um Vergebung für sie, oder bitte nicht um Vergebung für sie; wenn du (auch) siebzigmal um Vergebung für sie bittest, so wird Allah ihnen doch nicht vergeben. Dies (geschieht deshalb), weil sie Allah und Seinen Gesandten verleugnet haben. Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.
81Die Zurückgelassenen waren froh darüber, daß sie hinter Allahs Gesandtem (daheim) sitzen geblieben sind, und es war ihnen zuwider, sich mit ihrem Besitz und mit ihrer eigenen Person auf Allahs Weg abzumühen. Und sie sagten: "Rückt nicht in der Hitze aus!" Sag: Das Feuer der Hölle ist noch heißer; wenn sie (es doch) verstehen würden!
82So sollen sie ein wenig lachen und sollen häufig weinen als Lohn für das, was sie erworben haben.
83Wenn Allah dich zu einem Teil von ihnen zurückkehren läßt und sie dich um Erlaubnis bitten, hinauszuziehen, dann sag: Ihr werdet niemals mit mir hinausziehen, und ihr werdet mit mir gegen keinen Feind kämpfen. Ihr seid (ja) das erste Mal damit zufrieden gewesen, (daheim) sitzen zu bleiben. Bleibt nun (daheim) sitzen mit denen, die zurückbleiben!
84Und bete niemals über jemandem von ihnen, der gestorben ist, und stehe nicht an seinem Grab! Sie verleugneten ja Allah und Seinen Gesandten, und sie starben als Frevler.
85Ihr Besitz und ihre Kinder sollen dir nicht gefallen. Allah will sie ja nur im Diesseits damit strafen, und (daß) ihre Seelen (im Tod) dahingehen, während sie ungläubig sind.
86Und wenn eine Sura (als Offenbarung) hinabgesandt wird: "Glaubt an Allah und müht euch (zusammen) mit Seinem Gesandten ab", (dann) bitten dich die Bemittelten unter ihnen um Erlaubnis und sagen: "Lasse uns mit denen (zusammen) sein, die (daheim) sitzen bleiben!"
87Sie waren damit zufrieden, (zusammen) mit den zurückbleibenden Frauen zu sein, und ihre Herzen wurden versiegelt; so verstehen sie nicht.
88Aber der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glaubten, mühten sich mit ihrem Besitz und ihrer eigenen Person ab. Das sind die, für die es die guten Dinge geben wird, und das sind diejenigen, denen es wohl ergeht.
89Allah hat für sie Gärten bereitet, durcheilt von Bächen´, ewig darin zu bleiben; das ist der großartige Erfolg.
90Und diejenigen von den Wüstenarabern, die sich entschuldigen wollten, kamen (her), um Erlaubnis zu erhalten. Und (daheim) blieben diejenigen sitzen, die Allah und Seinen Gesandten belogen. Treffen wird diejenigen von ihnen, die ungläubig sind, schmerzhafte Strafe.
91Kein Grund zur Bedrängnis (wegen des Daheimbleibens) ist es für die Schwachen, für die Kranken und für diejenigen, die nichts finden, was sie ausgeben (können), wenn sie sich gegenüber Allah und Seinem Gesandten aufrichtig verhalten. Gegen die Gutes Tuenden gibt es keine Möglichkeit (, sie zu belangen) - Allah ist Allvergebend und Barmherzig -,
92und (auch) nicht gegen diejenigen, die, als sie zu dir kamen, damit du ihnen gäbest, (worauf) sie mitreiten (könnten), und du sagtest: "Ich finde nichts, worauf ich euch mitreiten lassen kann", sich abkehrten, während ihre Augen von Tränen überflossen aus Traurigkeit darüber, daß sie nichts fanden, was sie ausgeben (konnten).
93Eine Möglichkeit (zu belangen) gibt es nur gegen diejenigen, die dich um Erlaubnis bitten, obwohl sie reich sind. Sie waren damit zufrieden, (zusammen) mit den zurückbleibenden Frauen zu sein. Allah hat ihre Herzen versiegelt, so daß sie nicht Bescheid wissen.
94Sie werden sich bei euch entschuldigen, wenn ihr zu ihnen zurückkehrt. Sag: Entschuldigt euch nicht! Wir werden euch (doch) nicht glauben. Allah hat uns ja von den Nachrichten über euch kundgetan. Allah wird euer Tun sehen und (auch) Sein Gesandter. Hierauf werdet ihr zum Kenner des Verborgenen und des Offenbaren zurückgebracht werden, und dann wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
95Sie werden euch bei Allah schwören, wenn ihr zu ihnen zurückgekehrt seid, damit ihr von ihnen ablaßt. So laßt von ihnen ab, denn sie sind ein Greuel! Ihr Zufluchtsort ist die Hölle als Lohn für das, was sie erworben haben.
96Sie schwören euch, damit ihr mit ihnen zufrieden seid. Und wenn ihr auch mit ihnen zufrieden seid, so ist Allah doch nicht zufrieden mit dem Volk der Frevler.
97Die Wüstenaraber sind mehr ungläubig und heuchlerischer, und es paßt eher zu ihnen, daß sie die Grenzen dessen, was Allah auf Seinen Gesandten (als Offenbarung) herabgesandt hat, nicht kennen. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
98Unter den Wüstenarabern gibt es (auch) manche, die das, was sie (als Spende) ausgeben, als erzwungene Zahlung ansehen und für euch die Schicksalswendungen abwarten. Gegen sie wird die böse Schicksalswendung sein. Allah ist Allhörend und Allwissend.
99Und unter den Wüstenarabern gibt es (aber auch) manche, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben und das, was sie (als Spende) ausgeben, als Mittel der Annäherung zu Allah ansehen, und (auch) die Gebete des Gesandten. Es ist sicherlich für sie ein Mittel der Annäherung (zu Allah). Allah wird sie in Seine Barmherzigkeit eingehen lassen. Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
100Die vorausgeeilten Ersten von den Auswanderern und den Helfern und diejenigen, die ihnen auf beste Weise gefolgt sind - Allah hat Wohlgefallen an ihnen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm. Und Er hat für sie Gärten bereitet, durcheilt von Bächen, ewig und auf immer darin zu bleiben; das ist der großartige Erfolg.
101Unter den Wüstenarabern in eurer Umgebung gibt es Heuchler und (auch) unter den Bewohnern von al-Madina, die in der Heuchelei geübt sind. Du kennst sie nicht, aber Wir kennen sie. Wir werden sie zweimal strafen, und hierauf werden sie einer gewaltigen Strafe zugeführt werden.
102Und (es gibt) andere, die ihre Sünden bekennen. Sie haben eine rechtschaffene Tat mit einer anderen bösen vermischt. Vielleicht wird Allah ihre Reue annehmen. Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
103Nimm von ihrem Besitz ein Almosen, mit dem du sie rein machst und läuterst, und bete für sie, denn dein Gebet ist für sie eine Beruhigung! Allah ist Allhörend und Allwissend.
104Wissen sie denn nicht, daß Allah es ist, Der die Reue von Seinen Dienern annimmt und die Almosen nimmt, und daß Allah der Reue-Annehmende und Barmherzige ist?
105Und sag: Wirkt! Allah wird euer Tun sehen, und (auch) Sein Gesandter und die Gläubigen. Und ihr werdet zum Kenner des Verborgenen und des Offenbaren zurückgebracht werden, und dann wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
106Und (wieder) andere werden zurückgestellt, bis die Anordnung Allahs (ergeht). Entweder straft Er sie, oder Er nimmt ihre Reue an. Allah ist Allwissend und Allweise.
107Und (es) gibt (auch) diejenigen, die sich eine Gebetsstätte genommen haben in der Absicht der Schädigung und aus Unglauben und zur Spaltung der Gläubigen und zur Beobachtung für denjenigen, der zuvor gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg geführt hat. Sie werden ganz gewiß schwören: "Wir haben nur das Beste gewollt." Doch Allah bezeugt, daß sie fürwahr Lügner sind.
108Stell dich niemals in ihr (zum Gebet) hin! Eine Gebetsstätte, die vom ersten Tag an auf die Gottesfurcht gegründet worden ist, hat wahrlich ein größeres Anrecht darauf, daß du dich in ihr hinstellst. In ihr sind Männer, die es lieben, sich zu reinigen. Und Allah liebt die sich Reinigenden.
109Ist derjenige, der seinen Bau auf Furcht vor Allah und (Sein) Wohlgefallen gegründet hat, besser oder der, der seinen Bau auf den Rand eines abstürzenden Hanges gegründet hat, so daß er mit ihm ins Feuer der Hölle abstürzt? Und Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.
110Ihr Bau, den sie errichtet haben, wird nicht aufhören, Zweifel (hervorzurufen), bis ihre Herzen in Stücke gerissen sind. Allah ist Allwissend und Allweise.
111Allah hat von den Gläubigen ihre eigene Person und ihren Besitz dafür erkauft, daß ihnen der (Paradies)garten gehört: Sie kämpfen auf Allahs Weg, und so töten sie und werden getötet. (Das ist) ein für Ihn bindendes Versprechen in Wahrheit in der Tora, dem Evangelium und dem Qur´an. Und wer ist treuer in (der Einhaltung) seiner Abmachung als Allah? So freut euch über das Kaufgeschäft, das ihr abgeschlossen habt, denn das ist der großartige Erfolg!
112(... für die Gläubigen,) die in Reue Umkehrenden, die (Allah) Dienenden, die Lobenden, die (auf Allahs Weg) Umherziehenden, die sich Verbeugenden, die sich Niederwerfenden, die das Rechte Gebietenden und das Verwerfliche Verbietenden, die Allahs Grenzen Beachtenden ... und verkünde den Gläubigen frohe Botschaft.
113Dem Propheten und denjenigen, die glauben, steht es nicht zu, für die Götzendiener um Vergebung zu bitten, auch wenn es Verwandte wären, nachdem es ihnen klargeworden ist, daß sie Insassen des Höllenbrandes sein werden.
114Und die Bitte Ibrahims um Vergebung für seinen Vater war nur wegen eines Versprechens, das er ihm gegeben hatte. Als es ihm aber klarwurde, daß er ein Feind Allahs war, sagte er sich von ihm los. Ibrahim war fürwahr weichherzig und nachsichtig.
115Nimmer wird Allah Leute in die Irre gehen lassen, nachdem Er sie rechtgeleitet hat, bis Er ihnen darüber Klarheit gegeben hat, wovor sie sich hüten sollen. Gewiß, Allah weiß über alles Bescheid.
116Allah hat die Herrschaft über die Himmel und die Erde. Er macht lebendig und läßt sterben. Ihr habt außer Allah weder Schutzherrn noch Helfer.
117Allah hat die Reue des Propheten, der Auswanderer und der Helfer angenommen, die ihm in der Stunde der Bedrängnis folgten, nachdem die Herzen einer Gruppe von ihnen beinahe abgeschweift wären. Hierauf hat Er ihre Reue angenommen gewiß, Er ist zu ihnen Gnädig und Barmherzig -,
118und (die Reue) der Dreien, die zurückgelassen wurden, bis die Erde ihnen eng wurde bei all ihrer Weite und ihre Seelen ihnen eng wurden und sie wußten, daß es vor Allah keine (andere) Zuflucht gibt als zu Ihm. Hierauf wandte Er Sich ihnen verzeihend zu, damit sie bereuen. Gewiß, Allah ist der Reue-Annehmende und Barmherzige.
119O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und seid mit den Wahrhaftigen!
120Es steht den Bewohnern von al-Madina und den Wüstenarabern in ihrer Umgebung nicht zu, hinter dem Gesandten Allahs zurückzubleiben und sich selbst (und ihr Leben) ihm vorzuziehen. Dies (ist), weil sie weder Durst noch Mühsal noch Hunger auf Allahs Weg trifft, noch sie einen Schritt unternehmen, der die Ungläubigen ergrimmen läßt, noch einem Feind etwas Schlimmes zufügen, ohne daß ihnen dafür eine rechtschaffene Tat aufgeschrieben würde. Gewiß, Allah läßt den Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen.
121Auch geben sie keine Spende aus, ob klein oder groß, noch durchqueren sie ein Tal, ohne daß es ihnen (als gute Tat) aufgeschrieben würde, damit Allah ihnen das Beste vergelte von dem, was sie getan haben.
122Es steht den Gläubigen nicht zu, allesamt auszurücken. Wenn doch von jeder Gruppe von ihnen ein Teil ausrücken würde, um (mehr) von der Religion zu erlernen und um ihre Leute zu warnen, wenn sie zu ihnen zurückkehren, auf daß sie sich vorsehen mögen.
123O die ihr glaubt, kämpft gegen diejenigen, die in eurer Nähe sind von den Ungläubigen! Sie sollen in euch Härte vorfinden. Und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist!
124Wenn eine Sura (als Offenbarung) herabgesandt wird, dann gibt es unter ihnen manche, die sagen: "Wem von euch hat dies(e Sura) seinen Glauben vermehrt?" Was nun diejenigen angeht, die glauben, so hat sie ihren Glauben vermehrt, und sie freuen sich über die frohe Botschaft.
125Was aber diejenigen angeht, in deren Herzen Krankheit ist, so fügt sie ihrem Greuel noch (weiteren) Greuel hinzu, und sie sterben als Ungläubige.
126Sehen sie denn nicht, daß sie in jedem Jahr einmal oder zweimal einer Prüfung unterzogen werden? Aber hierauf bereuen sie nicht, und sie bedenken nicht.
127Wenn eine Sura (als Offenbarung) herabgesandt wird, schauen sie einander an: "Sieht euch irgend jemand?" Hierauf wenden sie sich ab. Allah hat ihre Herzen abgewendet, weil sie Leute sind, die nicht verstehen.
128Zu euch ist nunmehr ein Gesandter aus euren eigenen Reihen gekommen. Bedrückend ist es für ihn, wenn ihr in Bedrängnis seid, (er ist) eifrig um euch bestrebt, zu den Gläubigen gnadenvoll und barmherzig.
129Wenn sie sich aber abkehren, dann sag: Meine Genüge ist Allah. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Auf Ihn verlasse ich mich, und Er ist der Herr des gewaltigen Thrones.
Chapter 10 (Sura 10)
1Alif-Lam-Ra. Dies sind die Zeichen des weisen Buches.
2Ist es denn für die Menschen verwunderlich, daß Wir einem Mann von ihnen (als Offenbarung) eingegeben haben: "Warne die Menschen und verkünde denen, die glauben, die frohe Botschaft, daß sie bei ihrem Herrn einen wahrhaftigen Stand haben"? Die Ungläubigen sagen: "Das ist wahrlich ein deutlicher Zauberer.3"
3Gewiß, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob. Er regelt die Angelegenheit. Es gibt keinen Fürsprecher außer nach Seiner Erlaubnis. Dies ist doch Allah, euer Herr, so dient Ihm! Bedenkt ihr denn nicht?
4Zu Ihm wird eure aller Rückkehr sein. (Das ist) Allahs Versprechen in Wahrheit. Er macht die Schöpfung am Anfang und wiederholt sie hierauf, um (es) denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, in Gerechtigkeit zu vergelten. Für diejenigen, die ungläubig sind, wird es ein Getränk aus heißem Wasser und schmerzhafte Strafe geben dafür, daß sie ungläubig gewesen sind.
5Er ist es, Der die Sonne zu einer Leuchte und den Mond zu einem Licht gemacht und ihm Himmelspunkte zugemessen hat, damit ihr die Zahl der Jahre und die (Zeit)rechnung wißt. Allah hat dies ja nur in Wahrheit erschaffen. Er legt die Zeichen ausführlich dar für Leute, die Bescheid wissen.
6Gewiß, in dem Unterschied von Nacht und Tag und in dem, was Allah in den Himmeln und auf der Erde erschaffen hat, sind wahrlich Zeichen für Leute, die gottesfürchtig sind.
7Diejenigen nun, die nicht die Begegnung mit Uns erwarten und mit dem diesseitigen Leben zufrieden sind und darin Ruhe finden, und die gegenüber Unseren Zeichen unachtsam sind,
8deren Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein für das, was sie erworben haben.
9Diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun, leitet ihr Herr wegen ihres Glaubens recht. Unter ihnen werden Flüsse strömen in den Gärten der Wonne.
10Ihr Ausruf darin wird sein: "Preis sei Dir, o Allah!" und ihr Gruß darin: "Friede!" und ihr abschließender Ausruf: "(Alles) Lob gehört Allah, dem Herrn der Weltenbewohner!"
11Wenn Allah den Menschen das Schlechte so beschleunigen würde, wie sie das Gute zu beschleunigen wünschen, wäre ihre Frist für sie bereits bestimmt. Aber Wir lassen diejenigen, die nicht die Begegnung mit Uns erwarten, in ihrer Auflehnung umherirren.
12Und wenn dem Menschen Unheil widerfährt, ruft er Uns auf der Seite (liegend), im Sitzen oder Stehen an. Wenn Wir ihm aber sein Unheil hinweggenommen haben, geht er vorbei, als hätte er Uns nicht wegen eines Unheils, das ihm widerfahren ist, angerufen. So ist den Maßlosen ausgeschmückt, was sie tun.
13Wir haben bereits die Geschlechter vor euch vernichtet, als sie Unrecht taten, als ihre Gesandten mit den klaren Beweisen zu ihnen kamen, und sie nicht glauben mochten. So vergelten Wir dem übeltätigen Volk.
14Hierauf haben Wir euch nach ihnen zu Nachfolgern (auf) der Erde gemacht, um zu schauen, wie ihr handeln würdet.
15Wenn ihnen Unsere Zeichen als klare Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die nicht die Begegnung mit Uns erwarten: "Bringe einen anderen Qur´an als diesen oder ändere ihn ab." Sag: Es steht mir nicht zu, ihn von mir selbst aus abzuändern. Ich folge nur dem, was mir (als Offenbarung) eingegeben wird. Gewiß, ich fürchte, wenn ich mich meinem Herrn widersetze, die Strafe eines gewaltigen Tages.
16Sag: Wenn Allah wollte, würde ich ihn euch nicht verlesen, und Er würde euch nicht davon Kenntnis geben. Ich habe doch vordem ein Leben lang unter euch verweilt. Begreift ihr denn nicht?
17Wer ist ungerechter, als wer gegen Allah eine Lüge ersinnt oder Seine Zeichen für Lüge erklärt? Gewiß, den Übeltätern wird es nicht wohl ergehen.
18Sie dienen anstatt Allahs, was ihnen weder schadet noch nützt, und sagen: "Das sind unsere Fürsprecher bei Allah." Sag: Wollt ihr denn Allah kundtun, was Er nicht kennt, weder in den Himmeln noch auf der Erde? Preis sei Ihm! Erhaben ist Er über das, was sie (ihm) beigesellen.
19Die Menschen waren nur eine einzige Gemeinschaft. Dann wurden sie uneinig. Wenn es nicht ein früher ergangenes Wort von deinem Herrn gäbe, so wäre zwischen ihnen wahrlich entschieden worden über das, worüber sie uneinig sind.
20Und sie sagen: "Wenn doch ein Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt würde!" Sag: Das Verborgene ist nur Allahs. So wartet ab! Ich gehöre mit euch zu denjenigen, die abwarten.
21Wenn Wir die Menschen Barmherzigkeit kosten lassen nach Leid, das ihnen widerfuhr, schmieden sie gleich Ränke gegen Unsere Zeichen. Sag: Allah schmiedet noch schneller Ränke. Gewiß, Unsere Gesandten schreiben auf, was ihr an Ränken schmiedet.
22Er ist es, Der euch auf dem Festland und dem Meer reisen läßt. Wenn ihr dann auf den Schiffen seid und diese mit ihnen bei einem guten Wind dahinfahren und sie froh darüber sind, ein stürmischer Wind darüber kommt, die Wogen von überall über sie kommen, und sie meinen, daß sie rings umgeben werden, (dann) rufen sie Allah an, (wobei sie) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (sind): "Wenn Du uns nur hieraus rettest, werden wir ganz gewiß zu den Dankbaren gehören!"
23Aber wenn Er sie gerettet hat, fangen sie sogleich an, ohne Recht auf der Erde gewalttätig zu handeln. O ihr Menschen, eure Gewalttätigkeit richtet sich doch nur gegen euch selbst. (Es ist doch nur) der Genuß des diesseitigen Lebens. Hierauf wird eure Rückkehr zu Uns sein, und Wir werden euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
24Das Gleichnis des diesseitigen Lebens ist nur wie Wasser, das Wir vom Himmel hinabsenden, worauf das Gewächs der Erde, von dem die Menschen und das Vieh verzehren, sich damit vermischt, bis dann, wenn die Erde ihren Prunk angenommen hat und sich geschmückt hat und ihre Bewohner meinen, daß sie Macht über sie hätten, kommt Unser Befehl über sie" bei Nacht oder bei Tag, und da lassen Wir sie abgemäht sein, als ob sie am Tag zuvor nicht in Blüte gestanden hätte. So legen Wir die Zeichen ausführlich dar für Leute, die nachdenken.
25Allah lädt zur Wohnstätte des Friedens ein und leitet, wen Er will, zu einem geraden Weg.
26Für diejenigen, die Gutes tun, gibt es das Beste (an Lohn) und noch mehr. Ihre Gesichter werden weder von Dunkelheit noch Erniedrigung bedeckt. Das sind die Insassen des (Paradies)gartens; ewig werden sie darin bleiben.
27Für diejenigen aber, die böse Taten erwerben, ist der Lohn einer bösen Tat ein Gleiches, und Erniedrigung wird sie bedecken - sie haben vor Allah nichts, das sie schützen könnte -, als ob ihre Gesichter von Stücken finsterer Nacht überdeckt wären. Das sind die Insassen des (Höllen)feuers; ewig werden sie darin bleiben.
28Und am Tag, da Wir sie alle versammeln, und dann werden Wir zu denen, die (Allah etwas) beigesellt haben, sagen: "(Bleibt) an eurem Platz, ihr und eure Teilhaber!" Wir trennen sie dann voneinander. Ihre Teilhaber sagen: "Nicht uns habt ihr gedient.
29Allah genügt als Zeuge zwischen uns und euch. Wir waren gegenüber eurem Dienst (an uns) fürwahr unachtsam."
30Dort wird jede Seele über das, was sie früher getan hat, nachgeprüft. Und sie werden zu Allah, ihrem wahren Schutzherrn, zurückgebracht, und entschwunden ist ihnen (dann), was sie zu ersinnen pflegten.
31Sag: Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde, oder wer verfügt über Gehör und Augenlicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten und bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor? Und wer regelt die Angelegenheit? Sie werden sagen: "Allah." Sag: Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein?
32Dies ist doch Allah, euer wahrer Herr. Was gibt es denn über die Wahrheit hinaus außer dem Irrtum? Wie laßt ihr euch also abwenden?
33So hat sich das Wort deines Herrn bewahrheitet gegen die, die freveln, weil sie nicht glauben.
34Sag: Ist unter euren Teilhabern jemand, der die Schöpfung am Anfang macht und sie hierauf wiederholt? Sag: Allah macht die Schöpfung am Anfang und wiederholt sie hierauf. Wie laßt ihr euch also abwendig machen?
35Sag: Ist unter euren Teilhabern jemand, der zur Wahrheit leitet? Sag: Allah leitet zur Wahrheit. Hat jemand, der zur Wahrheit leitet, ein größeres Anrecht darauf, daß man ihm folgt, oder jemand, der nur (dann) die Rechtleitung findet, wenn er (selbst) rechtgeleitet wird? Was ist denn mit euch? Wie urteilt ihr?
36Und die meisten von ihnen folgen nur Mutmaßungen. Aber Mutmaßungen nützen nichts gegenüber der Wahrheit. Gewiß, Allah weiß Bescheid über das, was sie tun.
37Dieser Qur´an kann unmöglich ohne Allah ersonnen werden. Sondern (er ist) die Bestätigung dessen, was vor ihm war, und die ausführliche Darlegung des Buches, an dem es keinen Zweifel gibt, vom Herrn der Weltenbewohner.
38Oder sagen sie: "Er hat ihn ersonnen" Sag: Dann bringt eine Sura bei, die ihm gleich ist, und ruft an, wen ihr könnt, anstatt Allahs, wenn ihr wahrhaftig seid.
39"Nein! Vielmehr erklären sie das für Lüge, wovon sie kein umfassendes Wissen haben, und schon bevor seine Deutung zu ihnen gekommen ist. So haben es auch diejenigen, die vor ihnen waren, für Lüge erklärt. Schau, wie das Ende der Ungerechten war!
40Und unter ihnen gibt es manche, die an ihn glauben, und unter ihnen gibt es manche, die nicht an ihn glauben. Dein Herr weiß sehr wohl über die Unheilstifter Bescheid.
41Und wenn sie dich der Lüge bezichtigen, dann sag: Für mich ist mein Tun, und für euch ist euer Tun. Ihr seid unschuldig an dem, was ich tue; und ich bin unschuldig an dem, was ihr tut.
42Und unter ihnen gibt manche, die dir zuhören. Kannst du aber die Tauben hören lassen, auch wenn sie nicht begreifen (wollen)?
43Und unter ihnen gibt es manche, die auf dich schauen. Kannst du aber die Blinden rechtleiten, auch wenn sie nicht sehen?
44Gewiß, Allah fügt den Menschen kein Unrecht zu, sondern die Menschen fügen sich selbst Unrecht zu.
45Und an dem Tag, da Er sie versammelt´, wird (ihnen) sein, als ob sie nur eine Stunde vom Tag verweilt hätten, und sie erkennen einander wieder. Verloren sind dann diejenigen, die die Begegnung mit Allah für Lüge erklärten und nicht rechtgeleitet waren.
46Ob Wir dich nun einen Teil dessen, was Wir ihnen androhen, sehen lassen oder dich (vorher) abberufen, zu Uns wird (auf jeden Fall) ihre Rückkehr sein. Hierauf ist Allah Zeuge über das, was sie tun.
47Jede Gemeinschaft hat einen Gesandten. Wenn nun ihr Gesandter kommt, wird zwischen ihnen in Gerechtigkeit entschieden, und es wird ihnen kein Unrecht zugefügt.
48Und sie sagen: "Wann wird dieses Versprechen eintreten, wenn ihr wahrhaftig seid?"
49Sag: Ich vermag mir selbst weder Schaden noch Nutzen (zu bringen), außer was Allah will. Jede Gemeinschaft hat eine (festgesetzte) Frist. Und wenn ihre Frist kommt, können sie (sie) weder um eine Stunde hinausschieben noch vorverlegen.
50Sag: Was meint ihr, wenn Seine Strafe bei Nacht oder bei Tag (über) euch kommt, was werden die Übeltäter davon vorzuverlegen wünschen?
51Werdet ihr dann, wenn sie hereinbricht, daran glauben? Wie, erst jetzt, und dabei habt ihr sie doch vorzuverlegen gewünscht?
52Dann wird zu denen, die Unrecht getan haben, gesagt werden: "Kostet die ewige Strafe! Wird euch denn etwas anderes vergolten als das, was ihr verdient habt?"
53Und sie erkundigen sich bei dir: "Ist es wahr?" Sag: Ja, bei meinem Herrn! Es ist bestimmt wahr, und ihr werdet euch (Ihm) nicht entziehen können.
54Und wenn jede Seele, die Unrecht getan hat, das besäße, was auf der Erde ist, würde sie sich wahrlich damit loskaufen. Sie halten Reue geheim, wenn sie die Strafe sehen. Und es wird in Gerechtigkeit zwischen ihnen entschieden, und es wird ihnen kein Unrecht zugefügt.
55Sicherlich, Allah gehört (alles), was in den Himmeln und auf der Erde ist. Sicherlich, Allahs Versprechen ist wahr. Aber die meisten von ihnen wissen nicht.
56Er macht lebendig und läßt sterben. Und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht.
57O ihr Menschen, zu euch ist nunmehr eine Ermahnung von eurem Herrn gekommen und eine Heilung für das, was in den Brüsten ist, eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Gläubigen.
58Sag: Über die Huld Allahs und über Seine Barmherzigkeit, ja darüber sollen sie froh sein. Das ist besser als das, was sie zusammentragen.
59Sag: Was meint ihr zu dem, was Allah für euch an Versorgung herabgesandt hat und was ihr dann als Verbotenes und Erlaubtes festgelegt habt, - sag: Hat Allah es euch tatsächlich erlaubt, oder ersinnt ihr etwas gegen Allah?
60Was wird die Meinung derer, die gegen Allah Lügen ersinnen, am Tag der Auferstehung sein? Allah ist wahrlich voll Huld gegen die Menschen. Aber die meisten von ihnen sind nicht dankbar.
61Und mit keiner Angelegenheit befaßt Du dich, und nichts verliest du davon an Qur´an, und keine Tat vollbringt ihr, ohne daß Wir über euch Zeugen sind, wenn ihr euch (ausgiebig) darüber auslaßt. Und es entgeht deinem Herrn nicht das Gewicht eines Stäubchens, weder auf der Erde noch im Himmel, und nichts Kleineres als dies oder Größeres; (es gibt) nichts, das nicht in einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre.
62Sicherlich, über Allahs Gefolgsleute soll keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein,
63diejenigen, die glauben und gottesfürchtig sind.
64Für sie ist die frohe Botschaft im diesseitigen Leben und im Jenseits. Keine Abänderung gibt es für die Worte Allahs. Das ist der großartige Erfolg.
65Ihre Worte sollen dich nicht traurig machen. Gewiß, alle Macht gehört Allah. Er ist der Allhörende und Allwissende.
66Sicherlich, Allah gehört, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist. Es folgen diejenigen, die anstatt Allahs Teilhaber anrufen (ihren falschen Göttern); sie folgen nur Mutmaßungen, und sie stellen nur Schätzungen an.
67Er ist es, Der euch die Nacht gemacht hat, damit ihr in ihr ruht, und den Tag hell´. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die hören.
68Sie sagen: "Allah hat Sich Kinder genommen." Preis sei Ihm! Er ist der Unbedürftige. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Keine Ermächtigung habt ihr dafür. Wollt ihr über Allah etwas sagen, was ihr nicht wißt?
69Sag: Gewiß, denjenigen, die gegen Allah Lügen ersinnen, wird es nicht wohl ergehen.
70(Für sie ist) im Diesseits Nießbrauch, hierauf wird ihre Rückkehr zu Uns sein. Hierauf lassen Wir sie die strenge Strafe kosten dafür, daß sie ungläubig waren.
71Und verlies ihnen die Kunde von Nuh, als er zu seinem Volk sagte: "O mein Volk, wenn euch mein Stand (unter euch) und meine Ermahnung mit Allahs Zeichen schwer ankommt, so verlasse ich mich auf Allah. So einigt euch über eure Angelegenheit, ihr und eure Teilhaber, und (der Entschluß in) eure(r) Angelegenheit soll für euch nicht unklar sein; hierauf führt (ihn) an mir aus und gewährt mir keinen Aufschub.
72Doch wenn ihr euch abkehrt, so habe ich von euch keinen Lohn verlangt. Mein Lohn obliegt nur Allah. Und mir ist befohlen worden, einer der (Allah) Ergebenen zu sein ."
73Sie bezichtigten ihn aber der Lüge. Da erretteten Wir ihn und diejenigen, die mit ihm waren, im Schiff. Und Wir machten sie zu Nachfolgern und ließen diejenigen ertrinken, die Unsere Zeichen für Lüge erklärten. So schau, wie das Ende der Gewarnten war!
74Hierauf schickten Wir nach ihm Gesandte zu ihrem (jeweiligen) Volk; sie kamen mit den klaren Beweisen zu ihnen. Aber sie waren nicht bereit, an das zu glauben, was sie zuvor für Lüge erklärt hatten. So versiegeln Wir die Herzen der Übertreter.
75Hierauf schickten Wir nach ihnen Musa und Harun mit Unseren Zeichen zu Fir´aun und seiner führenden Schar, aber sie verhielten sich hochmütig und waren ein Volk von Übeltätern.
76Als nun die Wahrheit von Uns zu ihnen kam, sagten sie: "Das ist wahrlich deutliche Zauberei."
77Musa sagte: "Sagt ihr denn von der Wahrheit, nachdem sie zu euch gekommen ist: ,Ist das etwa Zauberei? Aber den Zauberern wird es nicht wohl ergehen."
78Sie sagten: "Bist du zu uns gekommen, um uns von dem abzubringen, worin wir unsere Väter (vor)gefunden haben, und damit euch beiden die Oberhoheit im Land werde? Wir werden euretwegen nicht gläubig werden.
79Und Fir´aun sagte: "Bringt mir jeden kenntnisreichen Zauberer herbei!"
80Als die Zauberer kamen, sagte Musa zu ihnen: "Werft hin, was ihr zu werfen habt."
81Als sie geworfen hatten, sagte Musa: "Was ihr vorgebracht habt, ist Zauberei. Allah wird sie zunichte machen. Gewiß, Allah läßt das Tun der Unheilstifter nicht als gut gelten.
82Allah bestätigt die Wahrheit mit Seinen Worten, auch wenn es den Übeltätern zuwider ist."
83Aber es glaubten Musa nur junge Leute aus seinem Volk, trotz ihrer Furcht vor Fir´aun und ihrer führenden Schar, davor, daß er sie verfolgen würde. Fir´aun war ja überheblich im Land und gehörte wahrlich zu den Maßlosen.
84Und Musa sagte: "O mein Volk, wenn ihr wirklich an Allah glaubt, dann verlaßt euch auf Ihn, wenn ihr (Ihm) Ergebene seid."
85Sie sagten: "Auf Allah verlassen wir uns. Unser Herr, mache uns nicht zu einer Versuchung für das ungerechte Volk,
86und errette uns durch Deine Barmherzigkeit von dem ungläubigen Volk!"
87Und Wir gaben Musa und seinem Bruder ein: "Weiset eurem Volk in Ägypten Häuser zu und macht eure Häuser zu Gebetsstätten und verrichtet das Gebet. Und verkünde den Gläubigen frohe Botschaft."
88Und Musa sagte: "Unser Herr, Du hast ja Fir´aun und seiner führenden Schar im diesseitigen Leben Pracht und Besitz gegeben, unser Herr, damit sie (andere) von Deinem Weg in die Irre fuhren. Unser Herr, lösche ihren Besitz aus und schnüre ihre Herzen fest, so daß sie nicht glauben, bis sie die schmerzhafte Strafe sehen!"
89Er sagte: "Eure beider Anrufung ist erhört. So verhaltet euch recht und folgt ja nicht dem Weg derjenigen, die nicht Bescheid wissen."
90Und Wir ließen die Kinder Isra´ils das Meer durchschreiten. Da verfolgten sie Fir´aun und seine Heerscharen in Auflehnung und Übertretung, bis daß, als er vom Ertrinken erfaßt wurde, er sagte: "Ich glaube, daß es keinen Gott gibt außer dem, an den die Kinder Isra´ils glauben. Und ich gehöre (nun) zu den (Allah) Ergebenen."
91"Aber jetzt erst! Wo du dich doch zuvor widersetztest und zu den Unheilstiftern gehörtest?
92Heute wollen Wir dich mit deinem Leib erretten´, damit du für diejenigen, die nach dir kommen, ein Zeichen seiest." Und viele von den Menschen sind gegenüber Unseren Zeichen wahrlich unachtsam.
93Und Wir wiesen den Kindern Isra´ils einen wahrhaftigen Aufenthaltsort zu und versorgten sie von den guten Dingen. Sie wurden aber nicht (eher) uneinig, bis das Wissen zu ihnen gekommen war. Gewiß, dein Herr wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das entscheiden, worüber sie uneinig zu sein pflegten.
94Wenn du über das, was Wir zu dir (als Offenbarung) hinabgesandt haben, im Zweifel bist, dann frag diejenigen, die vor dir die Schrift lesen. Dir ist ja die Wahrheit von deinem Herrn zugekommen, so gehöre nun nicht zu den Zweiflern,
95und gehöre auch nicht zu denen, die Allahs Zeichen für Lüge erklären, sonst wirst du zu den Verlierern gehören.
96Diejenigen,gegen die sich das Wort deines Herrn bewahrheitet hat, glauben nicht -,
97auch wenn jedes Zeichen zu ihnen käme -, bis sie die schmerzhafte Strafe sehen.
98Wenn doch (irgend)eine Stadt geglaubt hätte, so daß ihr Glaube ihr genützt hätte! (Keine tat es), außer dem Volk des Yunus. Als diese glaubten, hoben Wir die schändliche Strafe im diesseitigen Leben von ihnen auf und gewährten ihnen Nießbrauch auf Zeit.
99Und wenn dein Herr wollte, würden fürwahr alle auf der Erde zusammen gläubig werden. Willst du etwa die Menschen dazu zwingen, gläubig zu werden?
100Keiner Seele ist es möglich zu glauben, außer mit Allahs Erlaubnis. Und Er legt den Greuel auf diejenigen, die nicht begreifen.
101Sag: Schaut, was in den Himmeln und auf der Erde ist! Aber die Zeichen und die Warnungen werden den Leuten, die nicht glauben, nicht nützen.
102Haben sie denn etwas anderes zu erwarten, als was den Tagen derer gleicht, die vor ihnen dahingegangen sind? Sag: So wartet ab! Ich bin mit euch einer von denen, die abwarten.
103Dann werden Wir Unsere Gesandten und diejenigen, die glauben, erretten. So ist es Uns eine Pflicht: Wir retten die Gläubigen.
104Sag: O ihr Menschen, wenn ihr über meine Religion im Zweifel seid, so diene ich nicht denjenigen, denen ihr anstatt Allahs dient, sondern ich diene Allah, Der euch abberuft. Und mir ist befohlen worden, einer der Gläubigen zu sein.
105Und: Richte dein Gesicht aufrichtig zur Religion hin als Anhänger des rechten Glaubens, und gehöre ja nicht zu den Götzendienern!
106Und rufe nicht außer Allah an, was dir weder nützt noch schadet! Wenn du es tust, dann gehörst du folglich zu den Ungerechten.
107Wenn Allah dir Unheil widerfahren läßt, so kann es keiner hinwegnehmen außer Ihm. Und wenn Er für dich etwas Gutes will, so kann keiner Seine Huld zurückweisen. Er trifft damit, wen Er will von Seinen Dienern. Er ist der Allvergebende und Barmherzige.
108Sag: O ihr Menschen! Zu euch ist nunmehr die Wahrheit von eurem Herrn gekommen. Wer sich rechtleiten läßt, der ist nur zu seinem eigenen Vorteil rechtgeleitet. Und wer irregeht, der geht nur zu seinem Nachteil irre. Und ich bin nicht euer Sachwalter.
109Und folge dem, was dir (als Offenbarung) eingegeben wird, und gedulde dich, bis Allah richtet! Er ist der Beste derer, die richten.
Chapter 11 (Sura 11)
1Alif-Lam-Ra. (Dies ist) ein Buch, dessen Zeichen eindeutig festgefügt und hierauf ausführlich dargelegt sind von Seiten eines Allweisen und Allkundigen:
2"Ihr sollt nur Allah dienen". Gewiß, ich bin euch von Ihm (aus) ein Warner und Frohbote -,
3und: "Bittet euren Herrn um Vergebung, hierauf wendet euch Ihm in Reue zu, so wird Er euch einen schönen Nießbrauch auf eine festgesetzte Frist gewähren, und Er wird jedem, der voll Huld ist, Seine Huld gewähren." Wenn sie sich jedoch abkehren, (so sag:) Gewiß, ich fürchte für euch die Strafe eines schweren Tages.
4Zu Allah ist eure Rückkehr, und Er hat zu allem die Macht.
5Sicherlich, sie krümmen ihre Brüste zusammen, um sich vor Ihm zu verbergen. Sicherlich, wenn sie sich (auch) mit ihren Gewändern überdecken, Er weiß doch, was sie geheimhalten und was sie offenlegen. Gewiß, Er weiß über das Innerste der Brüste Bescheid.
6Und es gibt kein Tier auf der Erde, ohne daß Allah sein Unterhalt obläge´. Und Er kennt seinen Aufenthaltsort und seinen Aufbewahrungsort. Alles ist in einem deutlichen Buch (verzeichnet).
7Er ist es, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf, und Sein Thron war auf dem Wasser, damit Er euch prüfe (und feststelle), wer von euch die besten Taten begeht. Und wenn du sagst: "Ihr werdet nach dem Tod auferweckt werden", sagen diejenigen, die ungläubig sind, ganz gewiß: "Das ist ja nur deutliche Zauberei."
8Und wenn Wir ihnen die Strafe für einen bestimmten Zeitraum zurückstellen, sagen sie ganz gewiß: "Was hält sie zurück?" Wahrlich, am Tag, an dem sie über sie kommt, kann sie nicht von ihnen abgewendet werden, und es wird sie das umschließen, worüber sie sich lustig zu machen pflegten.
9Und wenn Wir den Menschen von Uns (aus) Barmherzigkeit kosten lassen und sie ihm hierauf entziehen, ist er fürwahr sehr verzweifelt und sehr undankbar.
10Und wenn Wir ihn Angenehmes kosten lassen nach Leid, das ihm widerfuhr, sagt er ganz gewiß: "Das Übel ist von mir gewichen." Und er ist fürwahr froh und prahlerisch,
11außer denjenigen, die standhaft sind und rechtschaffene Werke tun; für sie gibt es Vergebung und großen Lohn.
12Vielleicht möchtest du einen Teil von dem, was dir (als Offenbarung) eingegeben wird, auslassen und deine Brust ist dadurch beklommen, und dies, weil sie sagen: "Wäre doch ein Schatz auf ihn herabgesandt worden oder ein Engel mit ihm gekommen!" Du aber bist nur ein Warner. Und Allah ist Sachwalter über alles.
13Oder sagen sie: "Er hat ihn ersonnen" Sag: Dann bringt doch zehn ersonnene Suren bei, die ihm gleich sind, und ruft an, wen ihr könnt, außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid.
14Und wenn sie euch nicht erhören, dann wisset, daß er nur mit Allahs Wissen herabgesandt worden ist und daß es keinen Gott gibt außer Ihm? Werdet ihr nun (Allah) ergeben sein?
15Wer immer das diesseitige Leben und seinen Schmuck will, dem lassen wir in ihm (den Lohn für) seine Werke in vollem Maß zukommen, und ihm wird darin nichts geschmälert.
16Das sind diejenigen, für die es im Jenseits nur das (Höllen)feuer gibt. Nutzlos ist, was sie in ihm gemacht haben, und hinfallig wird, was sie zu tun pflegten.
17Ist denn einer (den anderen gleich), der sich auf einen klaren Beweis von seinem Herrn stützt, und auf den ein Zeuge von Ihm folgt, dem die Schrift Musas vorausging als Vorbild und Barmherzigkeit? Diese glauben daran. Wer aber von den Gruppierungen ihn verleugnet, dessen Verabredung(sort) ist das (Höllen)feuer. So sei nicht über ihn im Zweifel, er ist die Wahrheit von deinem Herrn. Aber die meisten Menschen glauben nicht.
18Und wer ist ungerechter, als wer gegen Allah eine Lüge ersinnt? Jene werden ihrem Herrn vorgeführt, und die Zeugen werden sagen: "Das sind diejenigen, die gegen ihren Herrn gelogen haben." Aber wahrlich, Allahs Fluch (kommt) über die Ungerechten,
19die von Allahs Weg abhalten und danach trachten, ihn krumm zu machen, und sie, die sie das Jenseits verleugnen.
20Jene werden sich (Allah) auf der Erde nicht entziehen können, und sie werden außer Allah keine Schutzherren haben. Die Strafe wird ihnen vervielfacht. Sie konnten nicht hören, und sie pflegten nicht zu sehen.
21Das sind diejenigen, die ihre Seelen verloren haben, und es ist ihnen entschwunden, was sie zu ersinnen pflegten.
22Zweifellos sind sie im Jenseits die größten Verlierer.
23Gewiß, diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun und sich vor ihrem Herrn demütigen, das sind die Insassen des (Paradies)gartens. Ewig werden sie darin bleiben.
24Das Gleichnis der beiden Gruppen ist wie der Blinde und der Taube und der Sehende und der Hörende. Sind die beiden (etwa) einander gleich? Bedenkt ihr denn nicht?
25Und Wir sandten ja bereits Nuh zu seinem Volk: "Ich bin euch ja ein deutlicher Warner:
26Ihr sollt keinem außer Allah dienen. Gewiß, ich fürchte für euch die Strafe eines schmerzhaften Tages."
27Da sagte die führende Schar aus seinem Volk, die ungläubig war: "Wir sehen in dir nur einen Menschen unseresgleichen. Und wir sehen, daß nur die dir folgen, die unsere Niedrigsten sind, und zwar ohne reifliche Überlegung. Und wir sehen bei euch keinen Vorzug gegenüber uns. Vielmehr meinen wir, daß ihr Lügner seid."
28Er sagte: "O mein Volk, was meint ihr, wenn ich mich auf einen klaren Beweis von meinem Herrn stütze und Er mir eine Barmherzigkeit von Sich hat zukommen lassen, die aber eurem Blick entzogen wurde, sollen wir sie euch da aufzwingen, wo sie euch zuwider ist?
29Und, o mein Volk, ich verlange von euch keinen Besitz dafür. Mein Lohn obliegt nur Allah. Und ich werde nicht diejenigen, die glauben, abweisen; sie werden ihrem Herrn begegnen. Aber ich sehe, ihr seid Leute, die töricht sind.
30Und, o mein Volk, wer wird mir gegen Allah helfen, wenn ich sie abweise? Bedenkt ihr denn nicht?
31Und ich sage nicht zu euch, ich besäße die Schatzkammern Allahs, und ich weiß auch nicht das Verborgene; und ich sage nicht, ich sei ein Engel. Noch sage ich von denen, die eure Augen verachten, Allah werde ihnen niemals etwas Gutes zukommen lassen - Allah weiß am besten, was in ihrem Innersten ist -, sonst gehörte ich wahrlich zu den Ungerechten."
32Sie sagten: "O Nuh, du hast bereits mit uns gestritten und dabei den Streit mit uns übertrieben´. Bring uns doch her, was du uns androhst, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst!"
33Er sagte: "Nur Allah (allein) wird es euch bringen, wenn Er will, und ihr werdet euch (Ihm) nicht entziehen können.
34Und mein guter Rat wird, wenn ich euch gut raten will, euch nicht nützen, wenn Allah euch in Verirrung fallen lassen will. Er ist euer Herr, und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht."
35Oder sagen sie: "Er hat ihn ersonnen" Sag: Wenn ich ihn ersonnen habe, so lastet meine Übeltat auf mir, und ich bin unschuldig an dem, was ihr an Übeltaten begeht.
36Und Nuh wurde (als Offenbarung) eingegeben: "Niemand aus deinem Volk wird glauben außer denen, die bereits geglaubt haben. So sei nicht bekümmert wegen dessen, was sie getan haben.
37Und verfertige das Schiff vor Unseren Augen und nach Unserer Eingebung. Und sprich Mich nicht an zugunsten derer, die Unrecht getan haben; sie werden ertränkt werden."
38Er verfertigte das Schiff, wobei jedesmal, wenn eine führende Schar aus seinem Volk an ihm vorbeikam, sie über ihn spotteten. Er sagte: "Wenn ihr über uns spottet, werden auch wir über euch spotten, so wie ihr (jetzt über uns) spottet.
39Dann werdet ihr (noch) erfahren, über wen eine Strafe kommen, die ihn in Schande stürzt, und (über wen) eine beständige Strafe hereinbrechen wird."
40(So ging es,) bis nun Unser Befehl kam und der Ofen brodelte; Wir sagten: "Lade darin von jeder (Art) zwei, ein Paar, und deine Angehörigen außer demjenigen, gegen den das Wort vorher ergangen ist, und diejenigen, die glauben!" Mit ihm glaubten aber nur wenige.
41Und er sagte: "Steigt hinein! Im Namen Allahs erfolge seine Fahrt und seine Landung. Mein Herr ist fürwahr Allvergebend und Barmherzig."
42Es fuhr mit ihnen dahin inmitten von Wogen wie Berge. Nuh rief seinem Sohn zu, der sich abseits hielt: "O mein lieber Sohn, steig mit uns ein und sei nicht mit den Ungläubigen!"
43Er sagte: "Ich werde auf einem Berg Zuflucht suchen, der mich vor dem Wasser schützt." Er sagte: "Es gibt heute nichts, das vor dem Befehl Allahs schützen könnte, außer für den, dessen Er Sich erbarmt." Die Wogen trennten sie beide, und so gehörte er zu denjenigen, die ertränkt wurden.
44Und es wurde gesagt: "O Erde, schlucke dein Wasser! O Himmel, halt ein!" Das Wasser nahm ab, und die Angelegenheit war entschieden. Es saß auf dem (Berg) Gudi auf. Und es wurde gesagt: "Weg mit dem ungerechten Volk!"
45Und Nuh rief zu seinem Herrn. Er sagte: "Mein Herr, mein Sohn gehört zu meinen Angehörigen, und Dein Versprechen ist die Wahrheit, und Du bist der Weiseste derer, die richten."
46Er sagte: "O Nuh, er gehört nicht zu deinen Angehörigen. Er ist eine Tat, die nicht rechtschaffen ist. So bitte Mich nicht um etwas, wovon du kein Wissen hast! Ich ermahne dich, nicht zu den Toren zu gehören."
47Er sagte: "Mein Herr, ich suche Schutz bei Dir (davor), daß ich Dich um etwas bitte, wovon ich kein Wissen habe! Wenn Du mir nicht vergibst und Dich meiner nicht erbarmst, werde ich zu den Verlierern gehören."
48Es wurde gesagt: "O Nuh, steige hinunter in Frieden von Uns und mit Segnungen über dich und über Gemeinschaften von denen, die mit dir sind. Es gibt (aber auch) Gemeinschaften, denen Wir einen Nießbrauch geben werden, hierauf wird ihnen schmerzhafte Strafe von Uns widerfahren."
49Diese (Nachrichten) gehören zu den Nachrichten vom Verborgenen, die Wir dir (als Offenbarung) eingeben. Du wußtest sie zuvor nicht, weder du noch dein Volk. Sei nun standhaft! Das (gute) Ende gehört den Gottesfürchtigen.
50Und (Wir sandten) zu ´Ad ihren Bruder Hud. Er sagte: "O mein Volk, dient Allah! Keinen Gott habt ihr außer Ihm. Ihr ersinnt ja nur Lügen.
51O mein Volk, ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn obliegt nur demjenigen, Der mich erschaffen hat. Begreift ihr denn nicht?
52Und, o mein Volk, bittet euren Herrn um Vergebung, hierauf bereut vor Ihm, so wird Er den Regen auf euch ergiebig (herab)senden und euch (noch mehr) Kraft zu eurer Kraft hinzufügen. Und kehrt euch nicht als Übeltäter ab!"
53Sie sagten: "O Hud, du hast uns keinen klaren Beweis gebracht. Wir wollen nicht unsere Götter auf dein Wort hin verlassen, und wir werden deinetwegen nicht gläubig werden.
54Wir können nur sagen, daß einige unserer Götter dich mit etwas Bösem heimgesucht haben." Er sagte: "Ich nehme Allah zum Zeugen, und bezeugt auch ihr, daß ich mich lossage von dem, was ihr (Ihm) beigesellt
55außer Ihm. So schmiedet alle gegen mich eure List und gewährt mir hierauf keinen Aufschub!
56Ich verlasse mich auf Allah, meinen Herrn und euren Herrn. Es gibt kein Tier, das Er nicht an seiner Stirnlocke hielte. Gewiß, mein Herr befindet sich auf einem geraden Weg.
57Wenn ihr euch abkehrt, so habe ich euch ja das (von der Botschaft) ausgerichtet, womit ich zu euch gesandt wurde. Mein Herr wird ein anderes Volk nach euch folgen lassen, und ihr könnt Ihm keinerlei Schaden zufügen. Gewiß, mein Herr ist Hüter über alles."
58Als nun Unser Befehl kam, erretteten Wir Hud und diejenigen, die mit ihm glaubten, durch Barmherzigkeit von Uns; und Wir erretteten sie vor harter Strafe.
59Das waren die ´Ad. Sie verleugneten die Zeichen ihres Herrn und widersetzten sich Seinen Gesandten und folgten dem Befehl eines jeden trotzigen Gewalthabers.
60Aber ein Fluch folgte ihnen im Diesseits nach und (wird ihnen) am Tag der Auferstehung (nachfolgen). Sicherlich, die l ´Ad verleugneten ihren Herrn. Aber ja, weg mit ´Ad, dem Volk von Hud!
61Und (Wir sandten) zu Tamud ihren Bruder Salih. Er sagte: "O mein Volk, dient Allah! Keinen Gott habt ihr außer Ihm. Er hat euch aus der Erde entstehen lassen und sie euch zu besiedeln gegeben. So bittet Ihn um Vergebung, hierauf bereut vor Ihm. Mein Herr ist nahe und erhört (die Gebete)."
62Sie sagten: "O Salih, du warst zuvor unter uns einer, auf den man Hoffnung setzte. Willst du uns denn verbieten, dem zu dienen, dem unsere Väter dienen? Wir sind fürwahr über das, wozu du uns aufrufst, in einem starken Zweifel."
63Er sagte: "O mein Volk, was meint ihr, wenn ich mich auf einen klaren Beweis von meinem Herrn stütze und Er mir Barmherzigkeit von Sich hat zukommen lassen, wer wird mir gegen Allah helfen, wenn ich mich Ihm widersetze? Ihr würdet mir nur (meinen) Verlust mehren.
64Und, o mein Volk, dies ist die Kamelstute Allahs, euch zum Zeichen. Laßt sie auf Allahs Erde weiden und fügt ihr nichts Böses zu, sonst überkommt euch eine baldige Strafe."
65Aber sie schnitten ihr die Sehnen durch. Da sagte er: "Genießt (euer Leben) in eurer Wohnstätte noch drei Tage lang. Dies ist ein Versprechen, das nicht erlogen ist."
66Als nun Unser Befehl kam, erretteten Wir Salih und diejenigen, die mit ihm glaubten, durch Barmherzigkeit von Uns, auch vor der Schande jenes Tages. Gewiß, dein Herr ist ja der Starke und Allmächtige.
67Und es ergriff diejenigen, die Unrecht taten, der Schrei, und so lagen sie morgens in ihren Wohnstätten auf den Brüsten da,
68als hätten sie (überhaupt) nicht darin gewohnt. Sicherlich, die Tamud verleugneten ihren Herrn. Aber ja, weg mit Tamud!
69Unsere Gesandten kamen bereits zu Ibrahim mit der frohen Botschaft. Sie sagten: "Frieden!" Er sagte: "Friede!" Er verweilte nicht lange, da brachte er ein gebratenes Kalb herbei.
70Als er aber sah, daß ihre Hände nicht danach hinlangten, fand er es von ihnen befremdlich, und er empfand Furcht vor ihnen. Sie sagten: "Fürchte dich nicht! Wir sind zu dem Volk Luts gesandt."
71Seine Frau stand dabei. Sie lachte, und da verkündeten Wir ihr Ishaq, und nach Ishaq Ya´qub.
72Sie sagte: "O wehe mir, soll ich noch gebären, wo ich doch alt bin, und dies ist doch mein Ehemann, schon ein Greis? Das ist fürwahr eine verwunderliche Sache."
73Sie sagten: "Wunderst du dich über den Befehl Allahs? Die Barmherzigkeit Allahs und Seine Segnungen seien auf euch, Angehörige des Hauses! Er ist Lobenswürdig und Ruhmvoll."
74Als die Angst von Ibrahim gewichen und die frohe Botschaft zu ihm gekommen war, begann er mit Uns über das Volk Luts zu streiten.
75Ibrahim war wahrlich nachsichtig, weichherzig und reuig.
76"O Ibrahim, lasse davon ab! Der Befehl deines Herrn ist nun gekommen. Über sie kommt eine Strafe, die unwiderruflich ist."
77Und als Unsere Gesandten zu Lut kamen, geriet er ihretwegen in eine böse Lage und war durch ihre Anwesenheit beklommen. Er sagte: "Das ist ein drangsalvoller Tag."
78Seine Leute kamen eilig zu ihm getrieben. Zuvor pflegten sie böse Taten zu begehen. Er sagte: "O mein Volk, dies hier sind meine Töchter, sie sind reiner für euch. So fürchtet Allah und stürzt mich nicht um meiner Gäste willen in Schande! Gibt es denn unter euch keinen besonnenen Mann?"
79Sie sagten: "Du weißt sehr wohl, daß wir kein Recht auf deine Töchter haben, und du weißt fürwahr, was wir wollen."
80Er sagte: "Hätte ich doch Kraft (genug), um euch zu widerstehen, oder könnte ich nur bei einer starken Stütze Zuflucht finden!"
81Sie sagten: "O Lut, wir sind die Gesandten deines Herrn. Sie werden nicht zu dir gelangen. So zieh mit deinen Angehörigen in einem Teil der Nacht fort, und niemand von euch soll sich umwenden - außer deiner Frau! Gewiß, es wird sie treffen, was jene trifft. Der ihnen versprochene Zeitpunkt ist der Tagesanbruch. Ist nicht der Tagesanbruch schon nahe?"
82Als nun Unser Befehl kam, kehrten Wir das Oberste von ihr zuunterst und ließen auf sie Steine aus vorbereitetem gebrannten Lehm regnen,
83bei deinem Herrn gekennzeichnete (Steine). Und sie liegt den Ungerechten nicht fern.
84Und (Wir sandten) zu Madyan ihren Bruder Su´aib. Er sagte: "O mein Volk, dient Allah! Keinen Gott habt ihr außer Ihm. Laßt an Maß und Gewicht nichts fehlen! Ich sehe, es geht euch gut. Aber ich fürchte für euch die Strafe eines umfassenden Tages.
85Und, o mein Volk, gebt volles Maß und Gewicht in Gerechtigkeit und schmälert den Menschen nicht ihre Sachen und richtet auf der Erde nicht unheilstiftend Verderben an!
86Das Bleibende (an Lohn) von Allah ist besser für euch, wenn ihr gläubig seid. Und ich bin nicht Hüter über euch."
87Sie sagten: "O Su´aib, befiehlt dir denn dein Gebet, daß wir das verlassen, dem unsere Väter dienen, oder (davon absehen), mit unserem Besitz zu tun, was wir wollen? Du bist fürwahr der Nachsichtige und Besonnene!"
88Er sagte: "O mein Volk, was meint ihr, wenn ich mich auf einen klaren Beweis von meinem Herrn stütze und Er mir eine schöne Versorgung gewährt hat? Und ich will mich (dann in meinem Vorhaben) von euch nicht unterscheiden, indem ich das tue, was ich euch verbiete. Ich will nur Besserung, soweit ich (sie erreichen) kann. Das Gelingen wird mir nur durch Allah (allein) beschieden. Auf Ihn verlasse ich mich, und Ihm wende ich mich reuig zu.
89Und, o mein Volk, meine Feindseligkeit soll euch ja nicht dazu bringen, daß euch das Gleiche trifft, was das Volk Nuhs oder das Volk Huds oder das Volk Salihs traf. Und das Volk Luts liegt euch nicht fern.
90Und bittet euren Herrn um Vergebung und hierauf bereut vor Ihm! Gewiß, mein Herr ist Barmherzig und Liebevoll."
91Sie sagten: "O Su´aib, wir verstehen nicht viel von dem, was du sagst. Und wir sehen wahrlich, daß du unter uns nicht wehrhaft bist. Wenn deine Sippschaft nicht wäre, hätten wir dich fürwahr gesteinigt. Du hast ja bei uns kein Ansehen."
92Er sagte: "O mein Volk, hat meine Sippschaft bei euch mehr Ansehen als Allah, und habt ihr Ihn hinter eurem Rücken gelassen? Gewiß, mein Herr umfaßt, was ihr tut.
93Und, o mein Volk, handelt nach eurer Stellung! Ich werde (ebenfalls so) handeln. Ihr werdet (noch) erfahren, über wen eine Strafe kommen wird, die ihn in Schande stürzt, und wer ein Lügner ist. Und wartet (es) ab! Ich bin mit euch ein Beobachter."
94Als nun Unser Befehl kam, erretteten Wir Su´aib und diejenigen, die mit ihm glaubten, durch Barmherzigkeit von Uns. Da ergriff diejenigen, die Unrecht taten, der Schrei, und so lagen sie morgens in ihren Wohnstätten auf den Brüsten da,
95als hätten sie (überhaupt) nicht darin gewohnt. Aber ja, weg mit Madyan, wie auch die Tamud entfernt wurden!
96Und Wir sandten ja bereits Musa mit Unseren Zeichen und deutlicher Gewalt
97zu Fir´aun und seiner führenden Schar. Diese folgten dem Befehl Fir´auns; der Befehl Fir´auns aber war nicht rechtweisend.
98Er wird seinem Volk am Tag der Auferstehung vorangehen. Er führt sie wie zur Tränke ins (Höllen)feuer hinab - eine schlimme Tränke, zu der sie hinabgeführt werden!
99Und ein Fluch folgte ihnen im Diesseits nach und (wird ihnen) am Tag der Auferstehung (nachfolgen) - eine schlimme Beigabe, die (ihnen) gegeben wird!
100Dies gehört zu den Nachrichten von den Städten; Wir erzählen es dir. Einige von ihnen stehen noch, andere sind abgemäht.
101Nicht Wir haben ihnen Unrecht getan, sondern sie selbst haben sich Unrecht zugefügt. Ihre Götter, die sie anstatt Allahs anrufen, haben ihnen nichts genützt, als der Befehl deines Herrn kam, und sie richteten sie nur noch mehr zugrunde.
102So ist der Griff deines Herrn, wenn Er die Städte ergreift, während sie Unrecht tun. Gewiß, Sein Griff ist schmerzhaft und hart.
103Darin ist wahrlich ein Zeichen für jemanden, der die Strafe des Jenseits fürchtet. Das ist ein Tag, zu dem die Menschen versammelt werden, und das ist ein Tag, an dem sie (alle) anwesend sein werden´.
104Und Wir stellen ihn nur auf eine bestimmte Frist zurück.
105An dem Tag, da er eintrifft, wird keine Seele sprechen, außer mit Seiner Erlaubnis. Dann werden einige von ihnen unglücklich und andere glückselig sein.
106Was nun diejenigen angeht, die unglücklich sind, so werden sie dann im (Höllen)feuer sein; darin werden sie seufzen und schluchzen,
107ewig darin zu bleiben, solange die Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr will. Dein Herr tut immer, was Er will.
108Was aber diejenigen angeht, die glückselig sind, so werden sie im (Paradies)garten sein, ewig darin zu bleiben, solange die Himmel und die Erde währen, außer was dein Herr will, als eine unverkürzte Gabe.
109So sei nicht im Zweifel über das, dem diese dienen. Sie dienen nur, wie ihre Väter zuvor gedient haben. Und Wir werden ihnen ihren Anteil fürwahr unverringert zukommen lassen.
110Und Wir gaben ja bereits Musa die Schrift, doch wurde man darüber uneinig. Und wenn es nicht ein früher ergangenes Wort von deinem Herrn gäbe, so wäre zwischen ihnen wahrlich entschieden worden. Und sie sind darüber fürwahr in einem starken Zweifel.
111Und allen wird dein Herr ihre Werke in vollem Maß ganz sicher erstatten. Gewiß, Er ist dessen, was sie tun, Kundig.
112So verhalte dich recht, wie dir befohlen wurde, (du) und diejenigen, die mit dir bereuen, und lehnt euch nicht auf. Gewiß, was ihr tut, sieht Er wohl.
113Und sucht nicht eine Stütze bei denen, die Unrecht tun, sonst berührt euch das (Höllen)feuer; ihr habt außer Allah keine Schutzherren. Dann wird euch keine Hilfe zuteil werden.
114Und verrichte das Gebet an beiden Enden des Tages und in Stunden der Nacht. Die guten Taten lassen die bösen Taten vergehen. Das ist eine Ermahnung für diejenigen, die (Allahs) gedenken.
115Und sei standhaft; denn Allah läßt den Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen.
116Wenn es unter den Geschlechtern vor euch doch nur Leute mit einem Rest (von Tugend) gegeben hätte, die verbieten, auf der Erde Unheil zu stiften - bis auf wenige unter denen, die Wir von ihnen retteten! Diejenigen, die Unrecht taten, folgten dem ihnen verliehenen üppigen Leben und wurden Übeltäter.
117Und dein Herr hätte die Städte nimmer zu Unrecht vernichtet, während ihre Bewohner Heilstifter waren.
118Und wenn dein Herr wollte, hätte Er die Menschen wahrlich zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Aber sie bleiben doch uneinig,
119außer denen, derer Sich dein Herr erbarmt hat. Dazu hat Er sie erschaffen. Und so erfüllt sich das Wort deines Herrn: "Ich werde die Hölle ganz gewiß mit den Ginn und den Menschen allesamt füllen."
120Alles berichten Wir dir von den Nachrichten über die Gesandten, womit Wir dein Herz festigen. Darin ist dir die Wahrheit zugekommen, und eine Ermahnung und Erinnerung für die Gläubigen.
121Und sag zu denen, die nicht glauben: Handelt nach eurer Stellung, wir werden (ebenfalls so) handeln.
122Und wartet ab, wir warten ebenfalls ab.
123Und Allahs ist das Verborgene der Himmel und der Erde, und zu Ihm wird die ganze Angelegenheit zurückgebracht. So diene Ihm und verlasse dich auf Ihn. Und dein Herr ist nicht unachtsam dessen, was ihr tut.
Chapter 12 (Sura 12)
1Alif-Lam-Ra. Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches.
2Wir haben es als einen arabischen Qur´an hinabgesandt, auf daß ihr begreifen möget.
3Wir berichten dir die schönsten Geschichten dadurch, daß Wir dir diesen Qur´an (als Offenbarung) eingegeben haben, obgleich du zuvor wahrlich zu den Unachtsamen gehörtest.
4Als Yusuf zu seinem Vater sagte: "O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, ich sah sie sich vor mir niederwerfen."
5Er sagt: "O mein lieber Sohn, erzähle dein (Traum)gesicht nicht deinen Brüdern, sonst werden sie eine List gegen dich schmieden. Gewiß, der Satan ist dem Menschen ein deutlicher Feind.
6Und so wird dein Herr dich erwählen und dich etwas von der Deutung der Geschichten lehren und Seine Gunst an dir und an der Sippe Ya´qubs vollenden, wie Er sie zuvor an deinen beiden Vätern Ibrahim und lshaq vollendet hat. Gewiß, dein Herr ist Allwissend und Allweise."
7Wahrlich, in Yusuf und seinen Brüdern sind Zeichen für diejenigen, die (nach der Wahrheit) fragen.
8Als sie sagten: "Wahrlich, Yusuf und sein Bruder sind unserem Vater lieber als wir, obwohl wir eine (ansehnliche) Schar sind. Unser Vater befindet sich fürwahr in deutlichem Irrtum.
9Tötet Yusuf oder werft ihn ins Land hinaus, so wird das Gesicht eures Vaters sich nur noch euch zuwenden, und danach werdet ihr rechtschaffene Leute sein."
10Einer von ihnen sagte: "Tötet Yusuf nicht, sondern werft ihn in die verborgene Tiefe des Brunnenlochs, so werden ihn schon einige der Reisenden auflesen, wenn ihr doch etwas tun wollt."
11Sie sagten: "O unser Vater, warum vertraust du uns Yusuf nicht an? Wir werden ihm wahrlich aufrichtig zugetan sein.
12Sende ihn morgen mit uns, daß er Spaß und Spiel finde; wir werden ihn fürwahr behüten."
13Er sagte: "Es macht mich fürwahr traurig, daß ihr ihn mitnehmt. Und ich fürchte, daß ihn der Wolf frißt, während ihr seiner unachtsam seid."
14Sie sagten: "Wenn ihn der Wolf fressen sollte, wo wir doch eine (ansehnliche) Schar sind, dann wären wir fürwahr Verlierer."
15Als sie ihn mitnahmen und sich geeinigt hatten, ihn in die verborgene Tiefe des Brunnenlochs zu stecken, gaben Wir ihm ein: "Du wirst ihnen ganz gewiß noch diese ihre Tat kundtun, ohne daß sie merken."
16Und am Abend kamen sie weinend zu ihrem Vater.
17Sie sagten: "O unser Vater, wir gingen, um einen Wettlauf zu machen, und ließen Yusuf bei unseren Sachen zurück. Da fraß ihn der Wolf. Aber du glaubst uns wohl nicht, auch wenn wir die Wahrheit sagen."
18Sie brachten falsches Blut auf seinem Hemd. Er sagte: "Nein! Vielmehr habt ihr selbst euch etwas eingeredet. (So gilt es,) schöne Geduld (zu üben). Allah ist Derjenige, bei Dem Hilfe zu suchen ist gegen das, was ihr beschreibt."
19Reisende kamen vorbei. Sie sandten ihren Wasserschöpfer, und er ließ seinen Eimer hinunter. Er sagte: "O frohe Botschaft! Da ist ein Junge." Sie verbargen ihn als Ware. Und Allah wußte wohl, was sie taten.
20Und sie verkauften ihn für einen zu niedrigen Preis, einige gezählte Dirhams. Und sie übten Verzicht in Bezug auf ihn.
21Und derjenige aus Ägypten, der ihn gekauft hatte, sagte zu seiner Frau: "Bereite ihm einen gastfreundlichen Aufenthalt. Vielleicht wird er uns nützlich sein, oder nehmen wir ihn als Kind an." So verliehen Wir Yusuf eine feste Stellung im Land. Und Wir wollten ihn etwas von der Deutung der Geschichten lehren. Und Allah ist in Seiner Angelegenheit überlegen. Aber die meisten Menschen wissen nicht.
22Als er seine Vollreife erlangt hatte, gaben Wir ihm Urteil(skraft) und Wissen. So vergelten Wir den Gutes Tuenden.
23Und diejenige, in deren Haus er war, versuchte, ihn zu verführen´. Sie schloß die Türen ab und sagte: "Da bin ich für dich!" Er sagte: "Allah schütze mich (davor)! Er, mein Herr, hat mir einen schönen Aufenthalt bereitet. Gewiß, den Ungerechten wird es nicht wohl ergehen."
24Es verlangte sie nach ihm, und es hätte ihn nach ihr verlangt, wenn er nicht den Beweis seines Herrn gesehen hätte. Dies (geschah), damit Wir das Böse und das Schändliche von ihm abwendeten. Er gehört ja zu Unseren auserlesenen Dienern.
25Sie versuchten beide als erster zur Tür zu gelangen. Sie zerriß ihm von hinten das Hemd. Und sie fanden ihren Herrn bei der Tür vor. Sie sagte: "Der Lohn dessen, der deiner Familie Böses (antun) wollte, ist nur, daß er ins Gefängnis gesteckt wird, oder schmerzhafte Strafe."
26Er sagte: "Sie war es, die versucht hat, mich zu verführen." Und ein Zeuge aus ihrer Familie bezeugte: "Wenn sein Hemd vorn zerrissen ist, dann hat sie die Wahrheit gesprochen, und er gehört zu den Lügnern.
27Wenn sein Hemd aber hinten zerrissen ist, dann hat sie gelogen, und er gehört zu den Wahrhaftigen."
28Als er nun sah, daß sein Hemd hinten zerrissen war, sagte er: "Das gehört zu euren Listen. Eure List ist gewaltig.
29Yusuf, lasse davon ab! Und (du, jene,) bitte um Vergebung für deine Sünde! Du gehörst ja zu denjenigen, die Verfehlungen begangen haben."
30(Einige) Frauen in der Stadt sagten: "Die Frau des hohen Herrn versucht, ihren Burschen zu verführen. Er hat sie in leidenschaftliche Liebe versetzt. Wir sehen wahrlich, sie befindet sich in deutlichem Irrtum."
31Als sie nun von ihren Ränken hörte, sandte sie zu ihnen und bereitete ihnen ein Gastmahl´. Sie gab einer jeden von ihnen ein Messer und sagte (zu Yusuf): "Komm zu ihnen heraus." Als sie ihn sahen, fanden sie ihn groß(artig), und sie zerschnitten sich ihre Hände und sagten: "Allah behüte! Das ist kein Mensch, das ist nur ein ehrenvoller Engel."
32Sie sagte: "Seht, das ist der, dessentwegen ihr mich getadelt habt. Ich habe allerdings versucht, ihn zu verführen, doch er widerstand. Und wenn er nicht tut, was ich ihm befehle, wird er ganz gewiß ins Gefängnis gesteckt werden, und er wird gewiß zu den Geringgeachteten gehören."
33Er sagte: "Mein Herr, das Gefängnis ist mir lieber als das, wozu sie mich auffordern. Und wenn Du ihre List von mir nicht abwendest, werde ich mich zu ihnen hingezogen fühlen und zu den Toren gehören."
34Da erhörte ihn sein Herr und wendete ihre List von ihm ab. Er ist ja der Allhörende und Allwissende.
35Hierauf schien es ihnen angebracht, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen hatten, ihn für eine gewisse Zeit ins Gefängnis zu stecken.
36Mit ihm kamen zwei Burschen ins Gefängnis. Der eine von ihnen sagte: "Ich sah mich Wein auspressen." Der andere sagte: "Ich sah mich auf dem Kopf Brot tragen, von dem die Vögel fraßen. Tue uns die Deutung hiervon kund. Wir sehen, daß du zu den Gutes Tuenden gehörst."
37Er sagte: "Es wird euch kein Essen gebracht, mit dem ihr versorgt werdet, ohne daß ich euch die Deutung davon kundgetan habe, bevor es euch gebracht wird. Seht, das ist etwas von dem, was mich mein Herr gelehrt hat. Verlassen habe ich das Glaubensbekenntnis von Leuten, die nicht an Allah glauben, und (verlassen habe, ich) sie, die sie das Jenseits verleugnen,
38und ich bin dem Glaubensbekenntnis meiner Väter Ibrahim, Ishaq und Ya´qub gefolgt. Es steht uns nicht zu, Allah etwas beizugesellen. Das ist etwas von Allahs Huld gegen uns und gegen die Menschen. Aber die meisten Menschen sind nicht dankbar.
39O meine beiden Gefängnisgefährten! Sind verschiedene Herren besser oder Allah, der Eine, der Allbezwinger?
40Ihr dient außer Ihm nur Namen, die ihr genannt habt, ihr und eure Väter, für die Allah (jedoch) keine Ermächtigung herabgesandt hat. Das Urteil ist allein Allahs. Er hat befohlen, daß ihr nur Ihm dienen sollt. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht.
41O meine beiden Gefangnisgefährten! Was den einen von euch angeht, so wird er seinem Herrn Wein zu trinken geben. Was aber den anderen angeht, so wird er gekreuzigt, und die Vögel werden von seinem Kopf fressen. Entschieden ist die Angelegenheit, über die ihr um Auskunft fragt."
42Und er sagte zu dem von beiden, von dem er glaubte, daß er entkommen werde: "Erwähne mich bei deinem Herrn." Aber der Satan ließ ihn vergessen, ihn bei seinem Herrn zu erwähnen, (und) so blieb er noch einige Jahre im Gefängnis.
43Und der König sagte: "Ich sah sieben fette Kühe, die von sieben mageren gefressen wurden, und sieben grüne Ähren und (sieben) andere dürre. O ihr führende Schar, gebt mir Auskunft über mein (Traum)gesicht, wenn ihr ein (Traum)gesicht auslegen könnt."
44Sie sagten: "(Das ist) ein Bündel von wirren Träumen. Wir wissen über die Deutung der Träume nicht Bescheid."
45Derjenige von beiden, der entkommen war und sich nach einiger Zeit erinnerte, sagte: "Ich werde euch seine Deutung kundtun. Darum entsendet mich."
46"Yusuf, du Wahrhaftiger, gib uns Auskunft über sieben fette Kühe, die von sieben mageren gefressen werden, und über sieben grüne Ähren und (sieben) andere dürre, auf daß ich zu den Leuten zurückkehre, auf daß sie wissen mögen."
47Er sagte: "Ihr werdet unablässig sieben Jahre wie gewohnt säen. Was ihr erntet, das laßt in seinen Ähren, bis auf ein weniges, wovon ihr eßt.
48Hierauf werden nach alledem sieben harte (Jahre) kommen, die das aufzehren werden, was ihr für sie vorbereitet habt, bis auf ein weniges von dem, was ihr aufbewahrt.
49Hierauf wird nach alledem ein Jahr kommen, in dem die Menschen Regen haben und in dem sie (Früchte) auspressen werden."
50Der König sagte: "Bringt ihn zu mir." Als der Bote zu ihm kam, sagte er: "Kehr zu deinem Herrn zurück und frag ihn, wie es mit den Frauen steht, die sich ihre Hände zerschnitten. Mein Herr weiß doch über ihre List Bescheid."
51Er sagte: "Was war da mit euch, als ihr versuchtet, Yusuf zu verführen?" Sie sagten: "Allah behüte! Wir wissen nichts Böses gegen ihn (anzugeben)." Die Frau des hohen Herrn sagte: "Jetzt ist die Wahrheil ans Licht gekommen. Ich habe versucht, ihn zu verführen. Und er gehört fürwahr zu den Wahrhaftigen.
52Dies ist, damit er weiß, daß ich ihn nicht in seiner Abwesenheit verraten habe und daß Allah die List der Verräter nicht gelingen läßt.
53Und ich spreche mich nicht selbst frei. Die Seele gebietet fürwahr mit Nachdruck das Böse, außer daß mein Herr Sich erbarmt. Mein Herr ist Allvergebend und Barmherzig."
54Und der König sagte: "Bringt ihn zu mir. Ich will ihn mir selbst vorbehalten." Als er mit ihm sprach, sagte er: "Du bist (von) heute (an) bei uns in fester Stellung und vertrauenswürdig."
55Er sagte: "Setze mich über die Vorratskammern des Landes ein; ich bin ein kenntnisreicher Hüter."
56So verliehen Wir Yusuf eine feste Stellung im Land, so daß er sich darin aufhalten konnte, wo immer er wollte. Wir treffen mit Unserer Barmherzigkeit, wen Wir wollen, und Wir lassen den Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorengehen.
57Aber der Lohn des Jenseits ist wahrlich besser für diejenigen, die glauben und gottesfürchtig sind.
58Und da kamen Yusufs Brüder und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn nicht erkannten.
59Als er sie nun mit ihrem Bedarf ausgestattet hatte, sagte er: "Bringt mir einen (Halb)bruder von euch väterlicherseits. Seht ihr denn nicht, daß ich volles Maß gebe und daß ich der beste Obdachgeber bin?
60Wenn ihr ihn mir nicht bringt, so bekommt ihr bei mir kein Maß mehr, und ihr sollt nicht in meine Nähe kommen."
61Sie sagten: "Wir werden versuchen, seinen Vater in Bezug auf ihn zu bewegen, und wir werden es bestimmt tun."
62Und er sagte zu seinen Burschen: "Steckt ihre (Tausch)ware (zurück) in ihr Gepäck, so daß sie sie (wieder)erkennen, wenn sie zu ihren Angehörigen zurückgekehrt sind, auf daß sie wiederkommen mögen."
63Als sie zu ihrem Vater zurückkamen, sagten sie: "O unser Vater, ein (weiteres) Maß ist uns verweigert worden. Darum lasse unseren Bruder mit uns gehen, so bekommen wir ein (weiteres) Maß zugeteilt; wir werden ihn fürwahr behüten."
64Er sagte: "Kann ich ihn euch etwa anders anvertrauen, als ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe? Allah ist besser als Behütender, und Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen."
65Und als sie ihre Sachen öffneten, fanden sie, daß ihre Ware ihnen zurückgegeben worden war. Sie sagten: "O unser Vater, was begehren wir (mehr)? Das ist unsere Ware, sie ist uns zurückgegeben worden. Wir werden Vorrat für unsere Angehörigen bringen, unseren Bruder behüten und das Maß (der Last) eines Kamels mehr haben. Das ist ein leicht(erhältlich)es Maß."
66Er sagte: "Ich werde ihn nicht mit euch senden, bis ihr mir ein verbindliches Versprechen vor Allah gebt, daß ihr ihn mir ganz gewiß wiederbringt, es sei denn, ihr werdet umringt." Als sie ihm ihr verbindliches Versprechen gegeben hatten, sagte er: "Allah ist Sachwalter über das, was wir (hier) sagen."
67Und er sagte: "O meine Kinder, geht nicht (alle) durch ein einziges Tor hinein, sondern geht durch verschiedene Tore hinein. Ich kann euch gegen Allah nichts nützen. Das Urteil ist allein Allahs. Auf Ihn verlasse ich mich; und auf Ihn sollen sich diejenigen verlassen, die sich (überhaupt auf jemanden) verlassen (wollen)."
68Als sie hineingingen, wie ihr Vater ihnen befohlen hatte, konnte es ihnen vor Allah nichts nützen. (Es war) nur ein Bedürfnis in der Seele Ya´qubs, das er (damit) erfüllte. Und er besaß fürwahr Wissen, weil Wir es ihn gelehrt hatten. Aber die meisten Menschen wissen nicht.
69Als sie bei Yusuf eintraten, zog er seinen Bruder zu sich. Er sagte: "Gewiß, ich bin dein Bruder. So sei nicht bekümmert wegen dessen, was sie getan haben."
70Als er sie nun mit ihrem Bedarf ausgestattet hatte, steckte er das Trinkgefäß in das Gepäck seines Bruders. Hierauf rief ein Rufer aus: "Ihr (da, von der) Karawane, ihr seid fürwahr Diebe."
71Sie sagten, indem sie sich ihnen zuwandten: "Was vermißt ihr?"
72Sie sagten: "Wir vermissen den Kelch des Königs. Wer ihn wiederbringt, erhält die Last eines Kamels, und dafür bin ich Bürge."
73Sie sagten: "Bei Allah, ihr wißt doch, wir sind nicht gekommen, um im Land Unheil zu stiften, und wir sind keine Diebe."
74Sie sagten: "Was soll dann die Vergeltung dafür sein, wenn ihr Lügner seid?"
75Sie (die Brüder) sagten: "Die Vergeltung dafür soll sein, daß derjenige, in dessen Gepäck er gefunden wird, selbst das Entgelt dafür sein soll. So vergelten wir den Ungerechten."
76Er begann (zu suchen) in ihren Behältern vor dem Behälter seines Bruders. Hierauf holte er es aus dem Behälter seines Bruders hervor. So führten Wir für Yusuf eine List aus. Nach dem Gesetz des Königs hätte es ihm nicht zugestanden, seinen Bruder (als Sklaven) zu nehmen, außer daß Allah es wollte. Wir erhöhen, wen Wir wollen, um Rangstufen. Und über jedem, der Wissen besitzt, steht einer, der (noch mehr) weiß.
77Sie sagten: "Wenn er stiehlt, so hat ein Bruder von ihm schon zuvor gestohlen." Aber Yusuf hielt es in seinem Innersten geheim und legte es ihnen nicht offen. Er sagte: "Ihr befindet euch in einer (noch) schlechteren Lage. Und Allah weiß sehr wohl, was ihr beschreibt."
78Sie sagten: "O hoher Herr, er hat einen Vater, einen hochbetagten Greis. So nimm einen von uns an seiner Stelle. Wir sehen, daß du zu den Gutes Tuenden gehörst."
79Er sagte: "Allah schütze uns (davor), daß wir einen anderen nehmen als denjenigen, bei dem wir unsere Sachen gefunden haben! Wir würden sonst wahrlich zu den Ungerechten gehören."
80Als sie die Hoffnung an ihm aufgegeben hatten, zogen sie sich zurück zu einem vertraulichen Gespräch. Der Älteste von ihnen sagte: "Wißt ihr (denn) nicht, daß euer Vater von euch ein verbindliches Versprechen vor Allah entgegengenommen hat und daß ihr zuvor (eure Pflicht) gegenüber Yusuf vernachlässigt habt? Ich werde das Land nicht verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Allah ein Urteil für mich fällt. Er ist der Beste derer, die Urteile fällen.
81Kehrt zu eurem Vater zurück und sagt: ,O unser Vater, dein Sohn hat gestohlen, und wir bezeugen nur das, was wir wissen, und wir sind nicht Hüter über das Verborgene.
82Frag die Stadt, in der wir waren, und die Karawane, mit der wir angekommen sind. Wir sagen gewiß die Wahrheit´."
83Er sagte: "Nein! Vielmehr habt ihr selbst euch etwas eingeredet. (Es gilt) schöne Geduld (zu üben). Aber vielleicht wird Allah sie mir alle wiederbringen. Er ist ja der Allwissende und Allweise."
84Und er kehrte sich von ihnen ab und sagte: "O mein Kummer um Yusuf!" Und seine Augen wurden weiß vor Trauer, und so hielt er (seinen Kummer) zurück.
85Sie sagten: "Bei Allah, du hörst nicht auf, Yusufs zu gedenken, bis du hinfällig geworden bist oder zu denen gehörst, die umkommen."
86Er sagte: "Ich klage meinen unerträglichen Kummer und meine Trauer nur Allah (allein), und ich weiß von Allah her, was ihr nicht wißt.
87O meine Kinder, geht und erkundigt euch über Yusuf und seinen Bruder. Und gebt nicht die Hoffnung auf das Erbarmen Allahs auf. Es gibt die Hoffnung auf das Erbarmen Allahs nur das ungläubige Volk auf."
88Als sie (wieder) bei ihm eintraten, sagten sie: "O hoher Herr, Unheil ist uns und unseren Angehörigen widerfahren. Und wir haben (nur) Ware von geringem Wert gebracht. So gib uns (dennoch) volles Maß und gib (es) uns als Almosen. Allah vergilt denjenigen, die Almosen geben."
89Er sagte: "Wißt ihr (noch), was ihr Yusuf und seinem Bruder damals in eurer Torheit antatet?"
90Sie sagten: "Bist du denn wirklich Yusuf?" Er sagte: "Ich bin Yusuf, und das ist mein Bruder. Allah hat uns eine Wohltat erwiesen. Gewiß, wer gottesfürchtig und standhaft ist -- gewiß, Allah läßt den Lohn der Gutes Tuenden nicht verlorenge hen."
91Sie sagten: "Bei Allah, Allah hat dich uns vorgezogen. Und wir haben wahrlich Verfehlungen begangen."
92Er sagte: "Keine Schelte soll heute über euch kommen. Allah vergibt euch, Er ist ja der Barmherzigste der Barmherzigen.
93Geht mit diesem meinem Hemd und legt es auf das Gesicht meines Vaters, so wird er sein Augenlicht (wieder)erlangen. Und bringt eure Angehörigen allesamt zu mir."
94Als nun die Karawane aufgebrochen war, sagte ihr Vater: "Wahrlich, ich nehme Yusufs Geruch war. Wenn ihr mich nur nicht bezichtigen würdet, Unsinn zu reden!"
95Sie sagten: "Bei Allah, du befindest dich fürwahr in deinem alten Irrtum."
96Als nun der Frohbote kam, legte er es auf sein Gesicht, und da hatte er sein Augenlicht wiedererlangt. Er sagte: "Habe ich euch nicht gesagt, daß ich von Allah her weiß, was ihr nicht wißt?"
97Sie sagten: "O unser Vater, bitte für uns um Vergebung unserer Sünden, denn wir haben gewiß Verfehlungen begangen."
98Er sagte: "Ich werde meinen Herrn um Vergebung für euch bitten. Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige."
99Als sie nun bei Yusuf eintraten, zog er seine Eltern an sich und sagte: "Betretet Ägypten, wenn Allah will, in Sicherheit."
100Und er hob seine Eltern auf den Thron empor. Und sie fielen vor ihm ehrerbietig nieder. Er sagte: "O mein lieber Vater, das ist die Deutung meines (Traum)gesichts von zuvor. Mein Herr hat es wahrgemacht. Und Er hat mir Gutes erwiesen, als Er mich aus dem Gefängnis herauskommen ließ und euch aus dem nomadischen Leben hierherbrachte, nachdem der Satan zwischen mir und meinen Brüdern (zu Zwietracht) aufgestachelt hatte. Gewiß, mein Herr ist feinfühlig (in der Durchführung dessen), was Er will. Er ist ja der Allwissende und Allweise.
101Mein Herr, Du hast mir etwas von der Herrschaft gegeben und mich etwas von der Deutung der Sprüche gelehrt. (O Du) Erschaffer der Himmel und der Erde, Du bist mein Schutzherr im Diesseits und Jenseits. Berufe mich als (Dir) ergeben ab und nimm mich unter die Rechtschaffenen auf."
102Dies gehört zu den Nachrichten vom Verborgenen, das Wir dir (als Offenbarung) eingeben. Denn du warst nicht bei ihnen, als sie sich einigten, indem sie Ränke schmiedeten.
103Aber die meisten Menschen werden, auch wenn du noch so sehr (danach) trachtest, nicht gläubig sein.
104Und du verlangst von ihnen keinen Lohn dafür. Es ist nur eine Ermahnung für die Weltenbewohner.
105Wie viele Zeichen gibt es in den Himmeln und auf der Erde, an denen sie vorbeigehen, wobei sie sie unbeachtet lassen!
106Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne (Ihm andere) beizugesellen.
107Glauben sie denn, sicher zu sein davor, daß eine überdeckende Strafe von Allah über sie kommt oder daß plötzlich die Stunde über sie kommt, ohne daß sie merken?
108Sag: Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allah aufgrund eines sichtbaren Hinweises, ich und diejenigen, die mir folgen. Preis sei Allah! Und ich gehöre nicht zu den Götzendienern.
109Und Wir haben vor dir nur Männer gesandt von den Bewohnern der Städte, denen Wir (Offenbarungen) eingaben. Sind sie denn nicht auf der Erde umhergereist, so daß sie schauen (konnten), wie das Ende derjenigen war, die vor ihnen waren? Die Wohnstätte des Jenseits ist wahrlich besser für diejenigen, die gottesfürchtig sind. Begreift ihr denn nicht?
110Erst dann, als die Gesandten die Hoffnung aufgegeben hatten und sie meinten, daß sie belogen worden seien, kam Unsere Hilfe zu ihnen. Und so wird errettet, wen Wir wollen. Aber vom übeltätigen Volk wird Unsere Gewalt nicht abgewandt.
111In ihren Geschichten ist wahrlich eine Lehre für diejenigen, die Verstand besitzen. Es ist keine Aussage, die ersonnen wird, sondern die Bestätigung dessen, was vor ihm war, und die ausführliche Darlegung aller Dinge und eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.
Chapter 13 (Sura 13)
1Alif-Lam-Mim-Ra. Dies sind die Zeichen des Buches. Was zu dir von deinem Herrn herabgesandt worden ist, ist die Wahrheit. Aber die meisten Menschen glauben nicht.
2Allah ist es, Der die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen könnt, emporgehoben und Sich hierauf über den Thron erhoben hat. Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht - jedes läuft auf eine festgesetzte Frist zu. Er regelt die Angelegenheit, er legt die Zeichen ausführlich dar, auf daß ihr von der Begegnung mit eurem Herrn überzeugt seiet.
3Und Er ist es, Der die Erde gedehnt und auf ihr festgegründete Berge und Flüsse gemacht hat. Und von allen Früchten hat Er auf ihr zwei, ein Paar, gemacht. Er läßt die Nacht den Tag überdecken. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.
4Und auf der Erde sind nebeneinanderliegende Landstriche und Gärten mit Rebstöcken und (sonstige) Pflanzen und Palmen, mehrstämmig und einzelstämmig, die (alle) mit demselben Wasser bewässert werden. Wir zeichnen die einen von ihnen vor den anderen im Ernteertrag aus. Darin sind wahrlich Zei chen für Leute, die begreifen.
5Und wenn du dich (schon) wunderst, so sind ihre Worte wunderlich: "Sollen wir etwa, wenn wir zu Erde geworden sind, denn wirklich in neuer Schöpfung (erstehen)?" Das sind diejenigen, die ihren Herrn verleugnen; das sind diejenigen, die Fesseln um ihre Hälse haben; das sind die Insassen des (Höllen)feuers. Ewig werden sie darin bleiben.
6Sie wünschen von dir, ihnen das Schlechte vor dem Guten zu beschleunigen, obwohl doch vor ihnen beispielgebende Strafen ergangen sind. Dein Herr ist gegen die Menschen wahrlich voll der Vergebung, trotz ihres Unrechts. Aber dein Herr ist wahrlich (auch) streng im Bestrafen.
7Diejenigen, die ungläubig sind, sagen: "Wenn doch ein Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt würde!" Du bist aber nur ein Überbringer von Warnungen. Und jedes Volk hat einen, der es rechtleitet.
8Allah weiß, womit jedes weibliche Wesen schwanger ist und wie der Mutterleib abnimmt und wie er zunimmt. Und alles hat bei Ihm ein Maß.
9(Er ist) der Kenner des Verborgenen und des Offenbaren, der Große und hoch Erhabene.
10Es ist gleich, ob jemand von euch seine Worte geheimhält oder sie laut vernehmbar äußert und ob jemand sich bei Nacht verbirgt oder bei Tag offen hervortritt.
11Er hat vor sich und hinter sich Begleiter, die ihn auf Allahs Befehl beschützen. Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist. Und wenn Allah einem Volk Böses will, so kann es nicht zurückgewiesen werden. Und sie haben außer Ihm keinen Schutzherrn.
12Er ist es, Der euch den Blitz (als Grund) zur Angst und zum Begehren sehen und die schweren Wolken entstehen läßt.
13Und der Donner lobpreist Ihn und (desgleichen) die Engel aus Furcht vor Ihm. Und Er sendet die Donnerschläge und trifft damit, wen Er will. Dabei streiten sie über Allah, wo Er doch stark im Streiten ist.
14Ihm gebührt die wahre Anrufung. Diejenigen, die sie außer Ihm anrufen, erhören sie in nichts. Sie sind nur wie einer, der seine Hände nach Wasser ausstreckt, damit es seinen Mund erreiche, aber es erreicht ihn nicht. Aber das Bittgebet der Ungläubigen geht nur ins Leere.
15Und vor Allah wirft sich nieder, wer in den Himmeln und auf der Erde ist, ob freiwillig oder widerwillig, und (auch) ihre Schatten, am Morgen und am Abend.
16Sag: Wer ist der Herr der Himmel und der Erde? Sag: Allah. Sag: Nehmt ihr euch denn außer Ihm Schutzherren, die sich selbst weder Nutzen noch Schaden zu bringen vermögen? Sag: Sind (etwa) der Blinde und der Sehende gleich? Oder sind (etwa) die Finsternisse und das Licht gleich? Oder haben sie Allah (solche) Teilhaber gegeben, die eine Schöpfung wie die Seinige schufen, so daß ihnen die Schöpfung ähnlich erscheint? Sag: Allah ist der Schöpfer von allem, und Er ist der Eine, der Allbezwinger.
17Er läßt vom Himmel Wasser herabkommen, und dann fließen Täler entsprechend ihrem Maß, daraufhin trägt die Flut aufschwellenden Schaum. Und aus dem, worüber man das Feuer anzündet, im Trachten (da)nach(,) Schmuck oder Gerät (anzufertigen, entsteht) ein ähnlicher Schaum. So prägt Allah (im Gleichnis) das Wahre und das Falsche. Was nun den Schaum angeht, so vergeht er nutzlos. Was aber den Menschen nützt, das bleibt in der Erde. So prägt Allah die Gleichnisse.
18Für diejenigen, die auf ihren Herrn hören, ist das Beste. Diejenigen aber, die nicht auf Ihn hören, wenn sie alles hätten, was auf der Erde ist, und noch einmal das Gleiche dazu, würden sie sich sicherlich damit loskaufen. Für sie wird es eine böse Abrechnung geben, und ihr Zufluchtsort ist die Hölle - eine schlimme Lagerstatt!
19Ist etwa jemand, der weiß, daß das, was zu dir von deinem Herrn (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, die Wahrheit ist, wie jemand, der blind ist? Jedoch bedenken nur diejenigen, die Verstand besitzen.
20Diejenigen, die Allahs Bund halten und das Abkommen nicht brechen
21und die verbinden, was Allah befohlen hat zu verbinden, ihren Herrn fürchten und Angst vor einer bösen Abrechnung haben
22und die geduldig sind im Trachten nach dem Angesicht ihres Herrn, das Gebet verrichten und von dem, womit Wir sie versorgt haben, heimlich und öffentlich ausgeben und mit dem Guten das Böse abwehren, für sie gibt es letztendlich die Wohnstätte,
23die Gärten Edens, in die sie eingehen werden, (sie) und diejenigen, die rechtschaffen waren von ihren Vätern, ihren Gattinnen und ihren Nachkommenschaften. Und die Engel treten zu ihnen ein durch alle Tore:
24"Friede sei auf euch dafür, daß ihr geduldig wart!" Wie trefflich ist die endgültige Wohnstätte!
25Diejenigen, die den Bund Allahs nach seiner Abmachung brechen und das trennen, was Allah befohlen hat, daß (es) verbunden werden soll, und auf der Erde Unheil stiften, für sie gibt es den Fluch und eine schlimme Wohnstätte.
26Allah gewährt die Versorgung großzügig, wem Er will, und bemißt auch. Und sie sind froh über das diesseitige Leben; aber das diesseitige Leben (zählt) im Jenseits nur als (vergänglicher) Nießbrauch.
27Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen: "Wenn doch ein Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt würde!" Sag: Allah läßt in die Irre gehen, wen Er will, und leitet zu Sich, wer sich Ihm reuig zuwendet.
28(Es sind) diejenigen, die glauben und deren Herzen im Gedenken Allahs Ruhe finden. Sicherlich, im Gedenken Allahs finden die Herzen Ruhe!
29Diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun - für sie wird es Tuba geben, und für sie wird eine schöne Heimstatt (da)sein.
30So haben Wir dich in eine Gemeinschaft gesandt, vor der Gemeinschaften dahingegangen sind, damit du ihnen verliest, was Wir dir (als Offenbarung) eingegeben haben; und doch verleugnen sie den Allerbarmer. Sag: Er ist mein Herr. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Auf Ihn verlasse ich mich, und zu Ihm bereue ich.
31Wenn es auch einen Qur´an gäbe, mit dem die Berge versetzt oder die Erde in Stücke gerissen oder zu den Toten gesprochen werden könnte ... (würden sie doch nicht glauben). Nein! Vielmehr steht die Angelegenheit ganz bei Allah. Wissen denn nicht diejenigen, die glauben, daß wenn Allah wollte, Er die Menschen wahrlich alle rechtleiten würde? Diejenigen, die ungläubig sind, wird immer wieder ein Verhängnis treffen für das, was sie gemacht haben, oder es wird in der Nähe ihrer Wohnstätten geschehen, bis Allahs Versprechen eintrifft. Gewiß, Allah bricht nicht, was Er versprochen hat.
32Man machte sich ja bereits über Gesandte vor dir lustig. Da gewährte Ich denen, die ungläubig waren, Aufschub; hierauf ergriff Ich sie. Wie war da Meine Bestrafung!
33Ist denn Derjenige, Der über jeder Seele steht, (um ihr zu vergelten) für das, was sie verdient hat, (den Götzen gleich)? Und dennoch geben sie Allah Teilhaber. Sag: Nennt sie. Oder wollt ihr Ihm etwas kundtun, das Er auf der Erde nicht kennt, oder über offenkundige Worte? Nein! Vielmehr sind denjenigen, die ungläubig sind, ihre Ränke ausgeschmückt worden, und sie sind vom (rechten) Weg abgehalten worden. Wen Allah in die Irre gehen läßt, der hat niemanden, der ihn rechtleitet.
34Für sie gibt es Strafe im diesseitigen Leben; aber die Strafe des Jenseits ist wahrlich härter. Und sie werden vor Allah keinen Behüter haben.
35(Dies ist) das Gleichnis des (Paradies)gartens, der den Gottesfürchtigen versprochen ist: Er ist durcheilt von Bächen´; sein Ernteertrag ist immerwährend und (auch) sein Schatten. Das ist das ist die letztendliche (Taten)folge derjenigen, die gottesfürchtig sind, während das endgültige Ziel der Ungläubigen das (Höllen)feuer ist.
36Diejenigen, denen Wir die Schrift gegeben haben, sind froh über das, was (als Offenbarung) zu dir herabgesandt worden ist. Unter den Gruppierungen gibt es manche, die einen Teil davon nicht anerkennen. Sag: Mir ist befohlen worden, Allah zu dienen und Ihm nicht(s) beizugesellen. Zu Ihm rufe ich, und zu Ihm ist meine Heimkehr.
37Und so haben Wir ihn als ein Urteil auf arabisch hinabgesandt. Wenn du ihren Neigungen folgst nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, wirst du vor Allah weder Schutzherrn noch Behüter haben.
38Und Wir haben ja bereits Gesandte vor dir gesandt und ihnen Gattinnen und Nachkommenschaft gegeben. Kein Gesandter kann ein Zeichen bringen außer mit Allahs Erlaubnis. Jede Frist hat eine Vorbestimmung.
39Allah löscht aus, was Er will, und läßt bestehen; und bei Ihm ist der Kern des Buches.
40Ob Wir dich nun einen Teil dessen, was Wir ihnen androhen, sehen lassen oder dich nun (zuvor) abberufen, so obliegt dir nur die Übermittlung (der Botschaft), und Uns obliegt die Abrechnung.
41Sehen sie denn nicht, daß Wir über das Land kommen und es an seinen Enden kürzen? Allah (allein) richtet, und es gibt niemanden, der letztendlich Sein Urteil rückgängig machen kann. Und Er ist schnell im Abrechnen.
42Ränke haben bereits diejenigen vor ihnen geschmiedet. Aber alles an Ränken ist Allahs. Er weiß, was jede Seele erwirbt. Und die Ungläubigen werden zu wissen bekommen, für wen die letztendliche Wohnstätte sein wird.
43Diejenigen, die ungläubig sind, sagen: "Du bist nicht gesandt." Sag: Allah genügt als Zeuge zwischen mir und euch und derjenige, der das Wissen der Schrift hat´.
Chapter 14 (Sura 14)
1Alif-Lam-Ra. Dies ist ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus den Finsternissen hinaus ins Licht bringst, auf den Weg des Allmächtigen und Lobenswürdigen,
2(den Weg) Allahs, Dessen ist, was in den Himmeln und was auf der Erde. Und wehe den Ungläubigen vor einer strengen Strafe!
3Diejenigen, die das diesseitige Leben mehr lieben als das Jenseits und von Allahs Weg abhalten und danach trachten, ihn krumm zu machen; sie befinden sich in weit(reichend)em Irrtum.
4Und Wir haben keinen Gesandten gesandt, außer in der Sprache seines Volkes, damit er ihnen (die Botschaft) klar macht. Allah läßt dann in die Irre gehen, wen Er will, und leitet recht, wen Er will. Und Er ist der Allmächtige und Allweise.
5Und Wir sandten ja bereits Musa mit Unseren Zeichen: "Bringe dein Volk aus den Finsternissen hinaus ins Licht, und erinnere sie an die Tage Allahs." Darin sind wahrlich Zeichen für jeden sehr Standhaften und sehr Dankbaren.
6Und als Musa zu seinem Volk sagte: "Gedenkt der Gunst Allahs an euch, als Er euch vor den Leuten Fir´auns rettete, die euch eine böse Qual auferlegten, eure Söhne abschlachteten und (nur) eure Frauen am Leben ließen. Seht, darin war für euch eine gewaltige Prüfung von eurem Herrn.
7Und als euer Herr ankündigte: ,Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiß noch mehr (Gunst) erweisen. Wenn ihr jedoch undankbar seid, dann ist meine Strafe fürwahr streng´."
8Und Musa sagte: "Wenn ihr undankbar seid, ihr und alle, die auf der Erde sind, so ist Allah wahrlich Unbedürftig und Lobenswürdig."
9Ist zu euch nicht die Kunde von denjenigen vor euch gekommen, des Volkes Nuhs, der ´Ad und der Tamud und derjenigen nach ihnen? Nur Allah kennt sie. Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den klaren Beweisen; sie aber steckten (vor Grimm) ihre Hände in den Mund und sagten: "Wir verleugnen das, womit ihr gesandt seid, und wir sind über das, wozu ihr uns aufruft, fürwahr in einem starken Zweifel."
10Ihre Gesandten sagten: "Gibt es denn einen Zweifel über Allah, den Erschaffer der Himmel und der Erde, Der euch ruft, um euch (etwas) von euren Sünden zu vergeben und euch auf eine festgesetzte Frist zurückzustellen?" Sie sagten: "Ihr seid nur menschliche Wesen wie wir. Ihr wollt uns von dem abhalten, dem unsere Väter dienten. So bringt uns eine deutliche Ermächtigung."
11Ihre Gesandten sagten zu ihnen: "Wir sind (zwar) nur menschliche Wesen wie ihr, aber Allah erweist Wohltaten, wem von Seinen Dienern Er will. Es steht uns nicht zu, eine Ermächtigung zu bringen - außer mit der Erlaubnis Allahs. Und auf Allah sollen sich die Gläubigen verlassen.
12Warum sollten wir uns nicht auf Allah verlassen, wo Er uns doch unsere Wege geleitet hat? Wir werden das, was ihr uns an Leid zufügt, ganz gewiß geduldig ertragen, und auf Allah sollen sich diejenigen verlassen, die sich (überhaupt auf jemanden) verlassen (wollen)."
13Diejenigen, die ungläubig waren, sagten zu ihren Gesandten: "Wir werden euch ganz gewiß aus unserem Land vertreiben, oder aber ihr kehrt zu unserem Glaubensbekenntnis zurück!" Da gab ihnen ihr Herr (als Offenbarung) ein: "Ganz gewiß werden Wir die Ungerechten vernichten.
14Und Wir werden euch ganz gewiß nach ihnen das Land bewohnen lassen. Dies (gilt) für denjenigen, der Meinen Stand fürchtet und Meine Androhung fürchtet."
15Und sie riefen (Allah) um Sieg (über die Ungläubigen) an. Und enttäuscht wurde jeder widerspenstige Gewalthaber.
16Hinterdrein kommt für ihn die Hölle, und er bekommt eitriges Wasser zu trinken,
17das er schluckt, aber beinahe nicht hinunterbringt. Und der Tod kommt zu ihm von überall her, doch kann er nicht sterben. Und hinterdrein kommt harte Strafe.
18(Dies ist) das Gleichnis derjenigen, die ihren Herrn verleugnen: Ihre Werke sind wie Asche, auf die der Wind an einem stürmischen Tag heftig bläst. Sie haben keine Macht über etwas von dem, was sie erworben haben. Das ist wirklich der tiefe Irrtum.
19Siehst du nicht, daß Allah die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen hat? Wenn Er will, läßt Er euch vergehen und bringt eine neue Schöpfung.
20Und dies ist für Allah keineswegs schwer.
21Und sie erscheinen alle vor Allah. Dann sagen die Schwachen zu denjenigen, die sich hochmütig verhielten: "Wir waren doch eure Gefolgsleute; könnt ihr uns nun vor Allahs Strafe etwas nützen?" Sie sagen: "Wenn Allah uns rechtgeleitet hätte, fürwahr, hätten (auch) wir euch rechtgeleitet. Gleich ist es in Bezug auf uns, ob wir ängstlich sind oder standhaft bleiben; es gibt für uns kein Entrinnen."
22Und der Satan sagt, nachdem die Angelegenheit entschieden ist: "Gewiß, Allah hat euch ein wahres Versprechen gegeben, und ich habe euch (etwas) versprochen, es aber dann gebrochen. Und ich hatte keine Macht über euch, außer daß ich euch gerufen habe und ihr auf mich gehört habt. So tadelt mich nicht, sondern tadelt euch selbst. Ich kann euch nicht zu Hilfe kommen, und ihr könnt mir nicht zu Hilfe kommen. Ich weise es ja von mir, daß ihr mich zuvor (Allah) beigesellt habt." Gewiß, für die Ungerechten gibt es schmerzhafte Strafe.
23Aber diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, werden in Gärten eingelassen, durcheilt von Bächen, ewig darin zu bleiben, mit der Erlaubnis ihres Herrn. Ihr Gruß darin wird sein: "Friede!"
24Siehst du nicht, wie Allah ein Gleichnis von einem guten Wort geprägt hat? (Es ist) wie ein guter Baum, dessen Wurzeln fest sitzen und dessen Zweige in den Himmel (reichen).
25Er bringt seinen Ernteertrag zu jeder Zeit (hervor) - mit der Erlaubnis seines Herrn. Und Allah prägt für die Menschen Gleichnisse, auf daß sie bedenken mögen.
26Und das Gleichnis eines schlechten Wortes ist wie ein schlechter Baum, der aus der Erde herausgerissen worden ist und keinen festen Grund (mehr) hat.
27Allah festigt diejenigen, die glauben, durch das beständige Wort im diesseitigen Leben und im Jenseits. Doch Allah läßt die Ungerechten in die Irre gehen. Allah tut, was Er will.
28Siehst du nicht jene, die Allahs Gunst gegen Undankbarkeit eingetauscht und ihr Volk in die Wohnstätte des Niedergangs versetzt haben,
29in die Hölle, der sie ausgesetzt sind? - Ein schlimmer Aufenthalt!
30Und sie haben Allah andere als Seinesgleichen zur Seite gestellt, um (die Menschen) von Seinem Weg abirren zu lassen. Sag: Genießt nur, euer Ausgang wird ja in das (Höllen)feuer sein.
31Sag zu Meinen Dienern, die glauben, sie sollen das Gebet verrichten und von dem, womit Wir sie versorgt haben, heimlich und öffentlich (als Spende) ausgeben, bevor ein Tag kommt, an dem es weder Verkaufen noch Freundschaften gibt.
32Allah ist es, Der die Himmel und die Erde erschaffen hat und vom Himmel Wasser herabkommen läßt, durch das Er dann für euch Früchte als Versorgung hervorbringt. Und Er hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, damit sie auf dem Meer auf Seinen Befehl fahren, und Er hat euch die Flüsse dienstbar gemacht.
33Er hat euch die Sonne und den Mond in ihrem unablässigen Lauf dienstbar gemacht, und Er hat euch die Nacht und den Tag dienstbar gemacht.
34Und Er gewährte euch von allem, worum ihr batet. Wenn ihr die Gunst(erweise) Allahs aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht erfassen. Gewiß, der Mensch ist wahrlich sehr oft ungerecht und sehr oft undankbar.
35Und als Ibrahim sagte: "Mein Herr, mache diese Ortschaft sicher, und lasse mich und meine Kinder es meiden, Götzen zu dienen.
36Mein Herr, sie haben viele von den Menschen in die Irre geführt. Wer mir nun folgt, der gehört zu mir; und wer sich mir widersetzt, so bist Du ja Allvergebend und Barmherzig.
37Unser Herr, ich habe (einige) aus meiner Nachkommenschaft in einem Tal ohne Pflanzungen bei Deinem geschützten Haus wohnen lassen, unser Herr, damit sie das Gebet verrichten. So lasse die Herzen einiger Menschen sich ihnen zuneigen und versorge sie mit Früchten, auf daß sie dankbar sein mögen.
38Unser Herr, Du weißt ja, was wir verbergen und was wir offenlegen; vor Allah ist nichts verborgen, weder auf der Erde noch im Himmel.
39(Alles) Lob gehört Allah, Der mir trotz meines hohen Alters Ismail und Ishaq geschenkt hat! Gewiß, mein Herr ist wahrlich der Erhörer des Gebets.
40Mein Herr, mach, daß ich das Gebet verrichte, (ich) und (auch einige) aus meiner Nachkommenschaft. Unser Herr, und nimm mein Gebet an.
41Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und den Gläubigen an dem Tag, da die Abrechnung stattfinden wird."
42Und meine ja nicht, Allah sei unachtsam dessen, was die Ungerechten tun. Er stellt sie nur zurück bis zu einem Tag, an dem die Blicke starr werden,
43(sie kommen) hastend, die Köpfe hochhebend; ihr Blick kehrt nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer.
44Und warne die Menschen vor dem Tag, an dem die Strafe über sie kommt. Da werden diejenigen sagen, die Unrecht taten: "Unser Herr, stelle uns auf eine kurze Frist zurück, so werden wir Deinen Ruf erhören und den Gesandten folgen." "Hattet ihr denn nicht zuvor geschworen, es würde für euch keinen Untergang geben?
45Ihr habt noch in den Wohnorten derer gewohnt, die sich selbst Unrecht zugefügt haben, und es ist euch klargeworden, wie Wir an ihnen gehandelt haben. Wir haben euch doch Beispiele geprägt."
46Und sie haben bereits ihre Ränke geschmiedet, aber ihre Ränke sind bei Allah, auch wenn ihre Ränke derart sind, daß davor die Berge vergehen.
47So meine ja nicht, Allah würde Sein Versprechen gegenüber Seinen Gesandten brechen. Gewiß, Allah ist Allmächtig und Besitzer von Vergeltungsgewalt.
48An dem Tag, da die Erde zu einer anderen Erde verändert werden wird, und (ebenso) die Himmel, und da sie vor Allah erscheinen werden, dem Einen, dem Allbezwinger.
49An jenem Tag wirst du die Übeltäter in Ketten zusammengebunden sehen.
50Ihre Kleider werden aus Pech sein, und das Feuer wird ihre Gesichter überdecken,
51damit Allah jeder Seele vergelte, was sie erworben hat. Gewiß, Allah ist schnell im Abrechnen.
52Dies ist eine Botschaft an die Menschen, damit sie dadurch gewarnt werden und damit sie wissen, daß Er nur ein Einziger Gott ist, und damit diejenigen bedenken, die Verstand besitzen.
Chapter 15 (Sura 15)
1Alif-Lam-Ra. Dies sind die Zeichen des Buches und eines deutlichen Qur´ans.
2Vielleicht werden diejenigen, die ungläubig sind, wünschen, Muslime gewesen zu sein.
3Lasse sie nur essen und genießen und sich durch (falsche) Hoffnung ablenken lassen. Sie werden (es noch) erfahren.
4Und wir haben keine Stadt vernichtet, ohne daß sie eine festgelegte Frist gehabt hätte.
5Keine Gemeinschaft kann ihrer Frist vorausgehen, noch sie hinausschieben.
6Und sie sagen: "O du, dem (angeblich) die Ermahnung offenbart worden ist, du bist ja fürwahr besessen.
7Warum bringst du uns nicht die Engel, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst?"
8Wir senden die Engel nur mit der Wahrheit hinab. Dann wird ihnen kein Aufschub gewährt.
9Gewiß, Wir sind es, die Wir die Ermahnung offenbart haben, und Wir werden wahrlich ihr Hüter sein.
10Wir haben ja bereits vor dir unter den Lagern der Früheren entsandt.
11Und kein Gesandter kam zu ihnen, ohne daß sie sich über ihn lustig gemacht hätten.
12So lassen Wir ihn in die Herzen der Übeltäter einziehen.
13Sie glauben nicht daran, obwohl bereits die Gesetzmäßigkeit an den Früheren ergangen ist.
14Selbst wenn Wir ihnen ein Tor vom Himmel öffneten und sie dauernd dadurch hinaufstiegen,
15würden sie dennoch sagen: "Unsere Blicke sind verschlossen. Nein! Vielmehr sind wir Leute, die einem Zauber verfallen sind."
16Und Wir haben ja im Himmel Türme gesetzt und ihn für die Betrachter ausgeschmückt,
17und Wir haben ihn vor jedem gesteinigten Satan behütet,
18außer demjenigen, der verstohlen zuhört, worauf ihn ein deutlich erkennbarer Leuchtkörper verfolgt.
19Und die Erde haben Wir gedehnt und darauf festgegründete Berge gesetzt und auf ihr von allen zu wiegenden Dingen wachsen lassen.
20Und Wir haben auf ihr für euch (Möglichkeiten für den) Lebensunterhalt geschaffen und (auch) für diejenigen, die ihr nicht versorgt.
21Und es gibt nichts, dessen Schatzkammern nicht bei Uns wären. Und Wir senden es nur in bestimmtem Maß hinab.
22Und Wir senden die Winde zur Befruchtung. Und Wir lassen dann vom Himmel Wasser hinabkommen und geben es euch zu trinken, doch ihr könnt es nicht (alles davon) als Vorrat lagern.
23Und fürwahr, Wir sind es, die lebendig machen und sterben lassen, und Wir sind die (alles) Erbenden.
24Und Wir kennen ja diejenigen unter euch, die vorausgehen, und Wir kennen ja (auch) diejenigen, die zurückbleiben.
25Und gewiß, dein Herr wird sie versammeln. Er ist Allweise und Allwissend.
26Und Wir haben ja den Menschen aus trockenem Ton, aus fauligem schwarzen Schlamm erschaffen.
27Und die Ginn haben Wir zuvor aus dem Feuer des Glutwindes erschaffen.
28Und als dein Herr zu den Engeln sagte: "Ich bin dabei, ein menschliches Wesen aus trockenem Ton, aus fauligem schwarzen Schlamm zu erschaffen.
29Wenn Ich es zurechtgeformt und ihm von Meinem Geist eingehaucht habe, dann fallt und werft euch vor ihm nieder."
30Da warfen sich die Engel alle zusammen nieder,
31außer Iblis; er weigerte sich, mit denen zu sein, die sich niederwerfen.
32Er sagte: "O lblis, was ist mit dir, daß du nicht mit denen bist, die sich niederwerfen?"
33Er sagte: "Ich kann mich unmöglich vor einem menschlichen Wesen niederwerfen, das Du aus trockenem Ton, aus fauligem schwarzen Schlamm erschaffen hast."
34Er sagte: "Dann geh aus ihm hinaus, denn du bist der Steinigung würdig.
35Und auf dir liegt der Fluch bis zum Tag des Gerichts."
36Er sagte: "Mein Herr, so gewähre mir Aufschub bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden."
37Er sagte: "Gewiß, du gehörst zu denjenigen, denen Aufschub gewährt wird
38bis zum Tag der (wohl)bekannten Zeit."
39Er sagte: "Mein Herr, darum, daß Du mich in Verirrung hast fallen lassen, werde ich ihnen ganz gewiß auf der Erde (das Böse) ausschmücken und sie ganz gewiß allesamt in Verirrung fallen lassen,
40außer Deinen Dienern, den auserlesenen unter ihnen."
41Er sagte: "Das ist ein gerader Weg, der (einzuhalten) Mir obliegt.
42Gewiß, über Meine Diener hast du keine Macht, außer wer dir von den Verirrten folgt."
43Und die Hölle ist wahrlich ihrer aller Verabredung(sort).
44Sie hat sieben Tore, und jedem Tor wird ein Teil von ihnen zugewiesen.
45Die Gottesfürchtigen aber werden in Gärten und an Quellen sein:
46"Betretet sie in Frieden und in Sicherheit."
47Und Wir nehmen weg, was in ihren Brüsten an Groll ist, als Brüder auf Liegen (ruhend), einander gegenüber.
48Darin widerfährt ihnen weder Mühsal, noch werden sie daraus vertrieben.
49Tue Meinen Dienern kund, daß Ich es bin, der Allvergebend und Barmherzig ist,
50und daß Meine Strafe die schmerzhafte Strafe ist.
51Und gib ihnen Kunde über die Gäste Ibrahims.
52Als sie bei ihm eintraten und sagten: "Frieden!", sagte er: "Wir ängstigen uns vor euch."
53Sie sagten: "Ängstige dich nicht. Wir verkünden dir einen kenntnisreichen Jungen."
54Er sagte: "Ihr verkündet (es) mir, obwohl mir das hohe Alter widerfahren ist! Was verkündet ihr mir denn da?"
55Sie sagten: "Wir verkünden (es) dir der Wahrheit entsprechend. So gehöre nicht zu denen, die die Hoffnung verlieren."
56Er sagte: "Wer verliert die Hoffnung auf die Barmherzigkeit seines Herrn außer den Irregehenden?"
57Er sagte: "Was ist nun euer Auftrag, ihr Boten?"
58Sie sagten: "Wir sind zu einem Volk von Übeltätern gesandt,
59ausgenommen die Sippe Luts. Diese werden Wir wahrlich allesamt erretten,
60außer seiner Frau." Wir haben (es so) bestimmt, sie gehörte fürwahr zu denen, die zurückbleiben.
61Als nun die Gesandten zu der Sippe Luts kamen,
62sagte er: "Ihr seid ja fremde Leute."
63Sie sagten: "Nein! Vielmehr kommen wir zu dir mit dem, woran sie zu zweifeln pflegten.
64Und wir kommen zu dir mit der Gewißheit, und wir sagen gewiß Wahrheit.
65So zieh mit deinen Angehörigen in einem Teil der Nacht fort, und folge du hinterdrein. Und niemand von euch soll sich umwenden, geht weiter, wohin euch befohlen wird."
66Und Wir haben ihm diese Angelegenheit mitgeteilt, daß der letzte Rest dieser Leute bei Tagesanbruch ausgetilgt werde.
67Und die Bewohner der Stadt kamen voller Freude.
68Er sagte: "Das sind meine Gäste, so stellt mich nicht bloß.
69Und fürchtet Allah und stürzt mich nicht in Schande."
70Sie sagten: "Haben wir dir nicht die Weltenbewohner verboten (als Gäste aufzunehmen)?4"
71Er sagte: "Hier sind meine Töchter, wenn ihr etwas tun wollt."
72Bei deinem Leben, sie irrten wahrlich in ihrer Trunkenheit umher.
73Da ergriff sie der Schrei bei Sonnenaufgang,
74und Wir kehrten das Oberste von ihr zuunterst und ließen auf sie Steine aus gebranntem Lehm regnen.
75Darin sind wahrlich Zeichen für die Betrachtenden.
76Und sie liegt fürwahr an einem noch bestehenden Weg.
77Darin ist wahrlich ein Zeichen für die Gläubigen.
78Und die Bewohner des Dickichts taten fürwahr Unrecht,
79so übten Wir an ihnen Vergeltung. Beide liegen fürwahr an einem deutlichen Weg.
80Und die Bewohner von al-Higr bezichtigten die Gesandten der Lüge.
81Wir ließen ihnen Unsere Zeichen zukommen, aber sie wandten sich von ihnen ab.
82Und sie hauten aus den Bergen Häuser aus, im Trachten nach Sicherheit.
83Da ergriff sie der Schrei bei Tagesanbruch;
84so nützte ihnen nicht, was sie erworben hatten.
85Wir haben die Himmel und die Erde und was dazwischen ist nur in Wahrheit erschaffen. Gewiß, die Stunde wird sicher eintreffen. So übe schöne Nachsicht.
86Dein Herr ist der Allerschaffer und der Allwissende.
87Und Wir haben dir doch sieben von den sich wiederholenden Versen gegeben, und (auch) den großartigen Qur´an.
88Richte ja nicht deine Augen auf das, was Wir manchen von ihnen paarweise als Nießbrauch gewähren. Und sei nicht traurig über sie. Und senke deinen Flügel für die Gläubigen,
89und sag: Ich bin ja der deutliche Warner.
90Wie Wir (die Strafe) auf diejenigen hinabgesandt haben, die aufteilten,
91die den Qur´an (in einzelne Teile) zergliedert haben.
92Ja, bei deinem Herrn! Wir werden sie allesamt ganz gewiß befragen
93über das, was sie zu tun pflegten.
94So verkünde denn laut, was dir befohlen wird, und wende dich von den Götzendienern ab.
95Wir genügen dir (als Schutz) vor den Spöttern,
96die neben Allah einen anderen Gott setzen. Aber sie werden (es noch) erfahren.
97Wir wissen ja, daß deine Brust beklommen ist wegen dessen, was sie sagen.
98Aber lobpreise deinen Herrn und gehöre zu denen, die sich niederwerfen,
99und diene deinem Herrn, bis die Gewißheit zu dir kommt.
Chapter 16 (Sura 16)
1Der Befehl Allahs ist (so gut wie) eingetroffen, so wünscht nicht, ihn zu beschleunigen. Preis sei Ihm! Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.
2Er sendet die Engel mit dem Geist von Seinem Befehl herab, auf wen von Seinen Dienern Er will: "Warnt (und verkündet), daß es keinen Gott gibt außer Mir; darum fürchtet Mich (allein)."
3Er hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen. Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.
4Er hat den Menschen aus einem Samentropfen erschaffen, und doch ist er sogleich ein deutlicher Widersacher.
5Und (auch) das Vieh hat Er erschaffen. An ihm habt ihr Wärme und (allerlei anderen) Nutzen; und davon eßt ihr.
6Und ihr habt an ihnen Schönes, wenn ihr (sie abends) eintreibt und wenn ihr (sie) morgens austreibt.
7Und sie tragen eure Lasten in ein Land, das ihr (sonst) nur mit größter Mühe hättet erreichen können. Euer Herr ist wahrlich Gnädig und Barmherzig.
8Und (erschaffen hat Er) die Pferde, die Maultiere und die Esel, damit ihr auf ihnen reitet, und (auch) als Schmuck. Und Er erschafft, was ihr nicht wißt.
9Allah obliegt es, (euch) auf dem richtigen Weg zu halten. Es gibt ja (auch) manche, die abweichen. Wenn Er gewollt hätte, hätte Er euch fürwahr allesamt rechtgeleitet.
10Er ist es, Der vom Himmel Wasser herabkommen läßt; davon habt ihr zu trinken, und davon (wachsen) Bäume, unter denen ihr (euer Vieh) frei weiden laßt.
11Er läßt euch damit Getreide wachsen, und Ölbäume, Palmen, Rebstöcke und von allen Früchten. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die nachdenken.
12Und Er hat euch die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond dienstbar gemacht; und (auch) die Sterne sind durch Seinen Befehl dienstbar gemacht worden. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die begreifen.
13Und (dienstbar gemacht ist auch,) was Er euch auf der Erde in unterschiedlichen Farben hat wachsen lassen. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die bedenken.
14Und Er ist es, Der euch das Meer dienstbar gemacht hat, damit ihr frisches Fleisch daraus eßt und Schmuck aus ihm hervorholt, den ihr anlegt. Und du siehst die Schiffe es durchpflügen, damit ihr nach etwas von Seiner Huld trachtet und auf daß ihr dankbar sein möget!
15Und Er hat auf der Erde festgegründete Berge gesetzt, daß sie nicht mit euch wanke, und Flüsse und Wege (geschaffen) - auf daß ihr rechtgeleitet werden möget
16und als (Weg)zeichen. Und mit Hilfe der Sterne werden sie geleitet.
17Ist denn Derjenige, Der erschafft, wie derjenige, der nicht erschafft? Bedenkt ihr denn nicht?
18Und wenn ihr die Gunst(erweise) Allahs aufzählen wolltet, könntet ihr sie nicht erfassen. Allah ist wahrlich Allvergebend und Barmherzig.
19Und Allah weiß, was ihr geheimhaltet und was ihr offenlegt.
20Und diejenigen, die sie anstatt Allahs anrufen, erschaffen nichts, während sie selbst erschaffen werden.
21Tot (sind sie), nicht lebendig; und sie merken nicht, wann sie auferweckt werden.
22Euer Gott ist ein Einziger Gott. Diejenigen aber, die nicht an das Jenseits glauben, deren Herzen weisen (es) ab, und sie verhalten sich hochmütig.
23Zweifellos weiß Allah, was sie geheimhalten und was sie offenlegen. Gewiß, Er liebt nicht die Hochmütigen.
24Und wenn zu ihnen gesagt wird: "Was hat euer Herr (als Offenbarung) herabgesandt?", sagen sie: "(Es sind) Fabeln der Früheren."
25Deshalb sollen sie am Tag der Auferstehung ihre Lasten vollständig tragen, und (auch etwas) von den Lasten derjenigen, die sie ohne (richtiges) Wissen in die Irre führten. Wie böse ist das, was sie an Last auf sich nehmen!
26Ränke schmiedeten bereits diejenigen, die vor ihnen waren. Da ging Allah ihren Bau an den Grundmauern an, so daß das Dach über ihnen auf sie herabfiel, und die Strafe über sie kam, von wo sie nicht merkten.
27Hierauf, am Tag der Auferstehung, wird Er sie in Schande stürzen und sagen: "Wo sind Meine Teilhaber, derentwegen ihr (Mir) entgegenwirktet?" Diejenigen, denen das Wissen gegeben wurde, sagen: "Schande kommt heute und Böses über die Ungläubigen",
28die die Engel abberufen, während sie sich selbst Unrecht zugefügt haben. Sie werden Frieden anbieten: "Wir pflegten nichts Böses zu tun." - "Doch, Allah weiß Bescheid über das, was ihr zu tun pflegtet.
29So betretet die Tore der Hölle, ewig darin zu bleiben. Schlimm ist fürwahr der Aufenthaltsort der Hochmütigen."
30Zu denjenigen, die gottesfürchtig sind, wird gesagt: "Was hat euer Herr herabgesandt?" Sie sagen: "Gutes." Für diejenigen, die Gutes tun, gibt es hier im Diesseits Gutes; aber die Wohnstätte des Jenseits ist wahrlich besser. Wie trefflich ist fürwahr die Wohnstätte der Gottesfürchtigen:
31die Gärten Edens´, in die sie eingehen, durcheilt von Bächen, und in denen sie (alles) haben, was sie wollen. So vergilt (es) Allah den Gottesfürchtigen,
32die die Engel abberufen, während sie gute (Menschen) gewesen sind. Sie sagen: "Friede sei auf euch! Geht in den (Paradies)garten ein für das, was ihr zu tun pflegtet."
33Erwarten sie denn (etwas anderes), als daß die Engel zu ihnen kommen oder daß der Befehl deines Herrn eintrifft? So handelten (auch) diejenigen, die vor ihnen waren. Allah fügte ihnen kein Unrecht zu, sondern sie selbst fügten sich Unrecht zu.
34So trafen sie (schließlich) die bösen Taten, die sie begangen hatten, und es umschloß sie das, worüber sie sich lustig zu machen pflegten.
35Diejenigen, die (Allah etwas) beigesellen, sagen: "Wenn Allah gewollt hätte, hätten wir nichts anstatt Seiner gedient, weder wir noch unsere Vater, und wir (selbst) hätten anstatt Seiner nichts verboten." So handelten (auch) diejenigen, die vor ihnen waren. Obliegt denn den Gesandten etwas anderes als die deutliche Übermittlung (der Botschaft)?
36Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt: "Dient Allah und meidet die falschen Götter." Unter ihnen gibt es manche, die Allah rechtgeleitet hat, und unter ihnen gibt es manche, an denen sich das Irregehen bewahrheitet hat. So reist auf der Erde umher und schaut, wie das Ende der Leugner war.
37Selbst wenn du noch so (danach) trachtest, sie rechtzuleiten, so leitet Allah nicht recht, wen Er (nun einmal) in die Irre gehen läßt; und sie werden keine Helfer haben.
38Und sie schwören bei Allah ihren kräftigsten Eid, Allah werde denjenigen nicht auferwecken, der stirbt. Doch (das ist) ein für Ihn bindendes Versprechen in Wahrheit - aber die meisten Menschen wissen nicht -,
39damit Er ihnen das klar macht, worüber sie uneinig sind, und damit diejenigen, die ungläubig sind, wissen, daß sie Lügner waren.
40Unser Wort zu etwas, wenn Wir es wollen, ist, dazu nur zu sagen: "Sei!", und so ist es.
41Und diejenigen, die um Allahs willen ausgewandert sind, nachdem ihnen Unrecht zugefügt wurde, denen werden Wir ganz gewiß im Diesseits Gutes zuweisen. Aber der Lohn des Jenseits ist wahrlich (noch) größer, wenn sie (es) nur wüßten!
42(Sie), die standhaft sind und sich auf ihren Herrn verlassen.
43Und Wir haben vor dir nur Männer gesandt, denen Wir (Offenbarungen) eingegeben haben. So fragt die Leute der Ermahnung, wenn ihr (etwas) nicht wißt.
44(Wir haben sie gesandt) mit den klaren Beweisen und den Büchern der Weisheit. Und Wir haben zu dir die Ermahnung hinabgesandt, damit du den Menschen klar machst, was ihnen offenbart worden ist, und auf daß sie nachdenken mögen.
45Glauben denn diejenigen, die böse Ränke schmieden, sicher davor zu sein, daß Allah mit ihnen die Erde versinken läßt oder (daß) die Strafe über sie kommt, von wo sie nicht merken,
46oder daß Er sie in ihrem Umherziehen ergreift, ohne daß sie sich (Ihm) entziehen können,
47oder daß Er sie in Verängstigung ergreift? Euer Herr ist wahrlich Gnädig und Barmherzig.
48Haben sie nicht auf (all) die Dinge gesehen, die Allah erschaffen hat, wie sich ihre Schatten nach rechts und links wenden, indem sie sich demütigend vor Allah niederwerfen?
49Vor Allah wirft sich (alles) nieder, was in den Himmeln und was auf der Erde an Tieren ist, und (auch) die Engel, und sie verhalten sich nicht hochmütig.
50Sie fürchten ihren Herrn über sich und tun, was ihnen befohlen wird.
51Allah hat gesagt: Nehmt euch nicht zwei Götter. Er ist nur ein Einziger Gott. Vor Mir (allein) sollt ihr Ehrfurcht haben.
52Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und auf der Erde ist, und Sein ist immerwährend die Religion. Wollt ihr denn einen anderen als Allah fürchten?
53Was ihr an Gunst erfahrt, ist von Allah. Wenn euch hierauf ein Unheil widerfährt, so fleht ihr Ihn laut um Hilfe an.
54Doch wenn Er hierauf das Unheil von euch hinweggenommen hat, ist da gleich eine Gruppe von euch dabei, ihrem Herrn (andere) beizugesellen,
55um undankbar zu sein für das, was Wir ihnen gaben. So genießt nur; ihr werdet (es noch) erfahren.
56Und sie bestimmen für das, was sie nicht kennen´, einen Anteil von dem, womit Wir sie versorgt haben. Bei Allah, ihr werdet ganz gewiß danach befragt werden, was ihr zu ersinnen pflegtet.
57Und sie bestimmen für Allah die Töchter - Preis sei Ihm! - und für sich (selbst), was sie begehren.
58Wenn einem von ihnen die frohe Botschaft (von der Geburt) eines Mädchens verkündet wird, bleibt sein Gesicht finster, und er hält (seinen Grimm) zurück.
59Er verbirgt sich vor den Leuten wegen der schlimmen Nachricht, die ihm verkündet worden ist. Soll er es trotz der Schmach behalten oder es in die Erde stecken? Wie böse ist, was sie urteilen!
60Diejenigen, die an das Jenseits nicht glauben, haben die Eigenschaft des Bösen. Allah aber hat die höchste Eigenschaft, und Er ist der Allmächtige und Allweise.
61Wenn Allah die Menschen für ihre Ungerechtigkeit belangen wollte, würde Er auf ihr kein Tier übriglassen. Aber Er stellt sie auf eine festgesetzte Frist zurück. Und wenn dann ihre Frist kommt, können sie (sie) weder um eine Stunde hinausschieben noch vorverlegen.
62Und sie geben Allah, was ihnen (selbst) zuwider ist, und ihre Zungen behaupten die Lüge, daß für sie (nur) das Beste ist. Zweifellos ist für sie das (Höllen)feuer und daß sie vernachlässigt werden.
63Bei Allah, Wir haben bereits (Propheten) zu Gemeinschaften vor dir gesandt. Da schmückte ihnen der Satan ihre Taten aus. So ist er heute ihr Schutzherr, und für sie wird es schmerzhafte Strafe geben.
64Und Wir haben auf dich das Buch nur hinabgesandt, damit du ihnen das klar machst, worüber sie uneinig gewesen sind, und als Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben.
65Und Allah läßt vom Himmel Wasser herabkommen und macht dann damit die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die hören (können).
66Gewiß, auch im Vieh habt ihr wahrlich eine Lehre. Wir geben euch von dem, was in ihren Leibern zwischen Kot und Blut ist, zu trinken, reine Milch, angenehm für diejenigen, die (sie) trinken.
67Und (Wir geben euch) von den Früchten der Palmen und der Rebstöcke (zu trinken), woraus ihr euch Rauschgetränk und eine schöne Versorgung nehmt. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die begreifen.
68Und dein Herr hat der Biene eingegeben: "Nimm dir in den Bergen Häuser, in den Bäumen und in dem, was sie an Spalieren errichten.
69Hierauf iß von allen Früchten, ziehe auf den Wegen deines Herrn dahin, die (dir) geebnet sind." Aus ihren Leibern kommt ein Getränk von unterschiedlichen Farben, in dem Heilung für die Menschen ist. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die nachdenken.
70Und Allah hat euch erschaffen, hierauf beruft Er euch ab. Und manch einer von euch wird in das niedrigste (Greisen)alter zurückgebracht, so daß er nach (vorherigem) Wissen nichts (mehr) weiß. Gewiß, Allah ist Allwissend und hat Macht.
71Und Allah hat die einen von euch vor den anderen in der Versorgung bevorzugt. Doch geben diejenigen, die bevorzugt werden, ihre Versorgung nicht an diejenigen zurück, die ihre rechte Hand besitzt, so daß sie darin gleich wären. Wollen sie denn die Gunst Allahs verleugnen?
72Und Allah hat euch aus euch selbst Gattinnen gemacht und von euren Gattinnen Söhne und Enkel gemacht und euch von den guten Dingen versorgt. Wollen sie denn an das Falsche glauben und Allahs Gunst verleugnen,
73und (wollen sie) anstatt Allahs dienen, was ihnen keine Versorgung in den Himmeln und auf der Erde (zu geben) vermag und (auch) nicht (dazu) in der Lage sein wird?
74So prägt Allah keine Gleichnisse! Allah weiß, ihr aber wißt nicht.
75Allah prägt das Gleichnis eines leibeigenen Dieners, der über nichts Macht hat, und jemandes, dem Wir von Uns her eine schöne Versorgung gewährt haben, so daß er davon heimlich und offen ausgibt. Sind sie (etwa) gleich? (Alles) Lob gehört Allah! Nein! Vielmehr wissen die meisten von ihnen nicht.
76Und Allah prägt das Gleichnis zweier Männer. Der eine von beiden ist stumm und hat über nichts Macht; er ist seinem Herrn eine Last; wo auch immer er ihn hinschickt, bringt er nichts Gutes. Ist er etwa jemandem gleich, der Gerechtigkeit gebietet und sich auf einem geraden Weg befindet?
77Und Allahs ist das Verborgene der Himmel und der Erde. Und die Angelegenheit der Stunde ist nur wie ein Augenblick, oder sie ist noch näher. Gewiß, Allah hat zu allem die Macht.
78Und Allah hat euch aus den Leibern eurer Mütter hervorgebracht, während ihr nichts wußtet. Und Er hat euch Gehör, Augenlicht und Herzen gegeben, auf daß ihr dankbar sein möget.
79Haben sie nicht auf die Vögel gesehen, die im Luftraum des Himmels dienstbar gemacht worden sind? Nur Allah hält sie (oben). Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die glauben.
80Und Allah hat euch aus euren Häusern eine Ruhestätte gemacht, und Er hat euch aus den Häuten des Viehs Behausungen gemacht, die ihr am Tag eures Aufbrechens und am Tag eures Aufenthaltes leicht benutzen könnt, und aus ihrer Wolle, ihren Fellhärchen und ihrem Haar Ausstattung und Nießbrauch auf Zeit.
81Und Allah hat euch aus dem, was Er erschaffen hat, Schattenspender gemacht. Und Er hat euch in den Bergen Deckung gegeben. Und Er hat euch Kleider gemacht, die euch vor der Hitze schützen, und Kleider, die euch vor eurer Gewalt (gegeneinander) schützen. So vollendet Er Seine Gunst an euch, auf daß ihr (Ihm) ergeben sein möget.
82Wenn sie sich abkehren, so obliegt dir nur die deutliche Übermittlung (der Botschaft).
83Sie erkennen die Gunst Allahs, und sie erkennen sie hierauf nicht an. Die meisten von ihnen sind undankbar.
84Und (gedenke) des Tages, da Wir von jeder Gemeinschaft einen Zeugen erwecken. Dann wird denjenigen, die ungläubig sind, keine Erlaubnis gegeben (, sich zu entschuldigen), und es wird ihnen keine Gnade gewährt.
85Und wenn diejenigen, die Unrecht taten, die Strafe sehen, dann wird sie ihnen weder erleichtert noch wird ihnen Aufschub gewährt.
86Und wenn diejenigen, die (Allah andere) beigesellten, ihre Teilhaber sehen, sagen sie: "Unser Herr, das sind unsere Teilhaber, die wir anstatt Deiner anzurufen pflegten." Sie aber richteten an sie das Wort: "Ihr seid fürwahr Lügner."
87Sie bieten Allah an jenem Tag Ergebenheit an, und es ist ihnen entschwunden, was sie zu ersinnen pflegten.
88Denjenigen, die ungläubig sind und von Allahs Weg abhalten, fügen Wir noch Strafe zu über ihre Strafe hinaus dafür, daß sie Unheil zu stiften pflegten.
89Und (gedenke) des Tages, da Wir in jeder Gemeinschaft einen Zeugen über sie aus ihren eigenen Reihen erwecken. Dich bringen Wir als Zeugen über diese da herbei. Und Wir haben dir das Buch offenbart als klare Darlegung von allem und als Rechtleitung, Barmherzigkeit und frohe Botschaft für die (Allah) Ergebenen´.
90Allah gebietet Gerechtigkeit, gütig zu sein und den Verwandten zu geben; Er verbietet das Schändliche, das Verwerfliche und die Gewalttätigkeit. Er ermahnt euch, auf daß ihr bedenken möget.
91Und haltet den Bund Allahs, wenn ihr einen Bund geschlossen habt, und brecht nicht die Eide nach ihrer Bekräftigung, wo ihr doch Allah zum Bürgen über euch gemacht habt. Gewiß, Allah weiß, was ihr tut.
92Und seid nicht wie jene, die ihr Garn, nachdem es fest gesponnen war, wieder in aufgelöste Strähnen bricht, indem ihr eure Eide untereinander als Mittel des Betrugs nehmt, weil eine Gemeinschaft zahlreicher ist als eine andere Gemeinschaft. Allah prüft euch damit nur, und Er wird euch am Tag der Auferstehung ganz gewiß über das Klarheit geben, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet.
93Und wenn Allah gewollt hätte, hätte Er euch wahrlich zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Aber Er läßt in die Irre gehen, wen Er will, und Er leitet recht, wen Er will, und ihr werdet ganz gewiß danach befragt werden, was ihr zu tun pflegtet.
94Und nehmt euch nicht eure Eide als Mittel des Betrugs untereinander; sonst würde ein Fuß straucheln, nachdem er fest gestanden hat, und ihr würdet Böses erleiden dafür, daß ihr von Allahs Weg abgehalten habt, und für euch wird es gewaltige Strafe geben.
95Und verkauft den Bund Allahs nicht für einen geringen Preis. Gewiß, was bei Allah ist, ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wißt.
96Was bei euch ist, geht zu Ende; was aber bei Allah ist, ist bleibend. Wir werden denjenigen, die standhaft sind, ganz gewiß mit ihrem Lohn das Beste vergelten von dem, was sie taten.
97Wer rechtschaffen handelt, sei es Mann oder Frau, und dabei gläubig ist, den werden Wir ganz gewiß ein gutes Leben leben lassen. Und Wir werden ihnen ganz gewiß mit ihrem Lohn das Beste von dem vergelten, was sie taten.
98Wenn du nun den Qur´an vorträgst, so suche Schutz bei Allah vor dem gesteinigten Satan.
99Er hat gewiß keine Macht über diejenigen, die glauben und sich auf ihren Herrn verlassen.
100Seine Macht erstreckt sich nur über diejenigen, die ihn zum Schutzherrn nehmen und die ihn (Allah) beigesellen.
101Und wenn Wir einen Vers anstelle eines (anderen) Verses austauschen - und Allah weiß sehr wohl, was Er offenbart -, sagen sie: "Du ersinnst nur Lügen." Aber nein! Die meisten von ihnen wissen nicht.
102Sag: Offenbart hat ihn der Heilige Geist von deinem Herrn mit der Wahrheit, um diejenigen, die glauben, zu festigen, und als Rechtleitung und frohe Botschaft für die (Allah) Ergebenen.
103Und Wir wissen sehr wohl, daß sie sagen: "Es lehrt ihn nur ein menschliches Wesen." Die Sprache dessen, auf den sie hinweisen, ist eine fremde, während dies hier deutliche arabische Sprache ist.
104Diejenigen, die nicht an Allahs Zeichen glauben, leitet Allah nicht recht, und für sie wird es schmerzhafte Strafe geben.
105Lügen ersinnen ja nur diejenigen, die nicht an Allahs Zeichen glauben. Das sind die (wahren) Lügner.
106Wer Allah verleugnet, nachdem er den Glauben (angenommen) hatte - außer demjenigen, der gezwungen wird, während sein Herz im Glauben Ruhe gefunden hat -, doch wer aber seine Brust dem Unglauben auftut, über diejenigen kommt Zorn von Allah, und für sie wird es gewaltige Strafe geben.
107Dies (wird sein), weil sie das diesseitige Leben mehr lieben als das Jenseits und weil Allah das ungläubige Volk nicht rechtleitet.
108Das sind diejenigen, deren Herzen, Gehör und Augenlicht Allah versiegelt hat; und das sind (überhaupt) die Unachtsamen.
109Zweifellos sind sie im Jenseits die Verlierer.
110Hierauf wird dein Herr zu denjenigen, die ausgewandert sind, nachdem sie der Versuchung ausgesetzt wurden, und sich hierauf abgemüht haben und standhaft gewesen sind - gewiß, dein Herr wird nach (all) diesem (zu ihnen) wahrlich Allvergebend und Barmherzig sein.
111Am Tag, da jede Seele kommt und für sich selbst streitet, und jeder Seele in vollem Maß zukommen wird, was sie getan hat. Und es wird ihnen kein Unrecht zugefügt.
112Allah prägt das Gleichnis einer Stadt, die Sicherheit und Ruhe genoß; ihre Versorgung kam zu ihr reichlich von überall her. Da wurde sie gegenüber den Gnaden Allahs undankbar. So ließ sie Allah das Kleid des Hungers und der Angst erleiden für das, was sie machten.
113Ein Gesandter von ihnen kam doch zu ihnen, sie bezichtigten ihn aber der Lüge; so ergriff sie die Strafe, während sie Unrecht taten.
114So eßt von dem, womit Allah euch versorgt hat, als etwas Erlaubtes und Gutes, und seid dankbar für die Gunst Allahs, wenn ihr Ihm allein dient.
115Verboten hat Er euch nur (den Genuß von) Verendetem, Blut, Schweinefleisch und dem, worüber ein anderer (Name) als Allah(s) angerufen worden ist. Wer sich aber in einer Zwangslage befindet, ohne zu begehren oder das Maß zu überschreiten, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig.
116Und sagt nicht von dem, was eure Zungen als Lüge behaupten: "Das ist erlaubt, und das ist verboten", um gegen Allah eine Lüge zu ersinnen. Gewiß, denjenigen, die gegen Allah eine Lüge ersinnen, wird es nicht wohl ergehen.
117(Es ist nur) ein geringer Genuß, und für sie wird es schmerzhafte Strafe geben.
118Und denjenigen, die dem Judentum angehören, haben Wir das verboten, worüber Wir dir zuvor berichtet haben. Und nicht Wir haben ihnen Unrecht getan, sondern sie haben sich selbst Unrecht zugefügt.
119Hierauf wird dein Herr zu denjenigen, die in Unwissenheit Böses tun, aber nach alledem bereuen und (es) wieder gutmachen - gewiß, dein Herr wird danach (zu ihnen) wahrlich Allvergebend und Barmherzig sein.
120Ibrahim war eine Gemeinschaft, Allah demütig ergeben und einer, der Anhänger des rechten Glaubens war, und er gehörte nicht zu den Götzendienern;
121dankbar (war er) für Seine Gnaden. Er hatte ihn erwählt und zu einem geraden Weg geleitet.
122Und Wir hatten ihm im Diesseits Gutes gegeben, und im Jenseits gehört er fürwahr zu den Rechtschaffenen.
123Und hierauf haben Wir dir (als Offenbarung) eingegeben: "Folge dem Glaubensbekenntnis Ibrahims, (als) Anhänger des rechten Glaubens, und er gehörte nicht zu den Götzendienern."
124Der Sabbat ist nur denjenigen auferlegt worden, die über ihn uneinig waren. Und dein Herr wird wahrlich am Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das richten, worüber sie uneinig zu sein pflegten.
125Rufe zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und streite mit ihnen in bester Weise. Gewiß, dein Herr kennt sehr wohl, wer von Seinem Weg abirrt, und Er kennt sehr wohl die Rechtgeleiteten.
126Und wenn ihr bestraft, so bestraft im gleichen Maß, wie ihr bestraft wurdet. Wenn ihr aber geduldig seid, so ist das wahrlich besser für die Geduldigen.
127Sei standhaft; deine Standhaftigkeit ist nur durch Allah (möglich). Sei nicht traurig über sie, und sei nicht in Beklommenheit wegen der Ränke, die sie schmieden.
128Gewiß, Allah ist mit denjenigen, die gottesfürchtig sind und Gutes tun.
Chapter 17 (Sura 17)
1Preis sei Dem, Der Seinen Diener bei Nacht von der geschützten Gebetsstätte zur fernsten Gebetsstätte, deren Umgebung Wir gesegnet haben, reisen ließ, damit Wir ihm (etwas) von Unseren Zeichen zeigen. Er ist ja der Allhörende, der Allsehende.
2Und Wir gaben Musa die Schrift und machten sie zu einer Rechtleitung für die Kinder Isra´ils: "Nehmt euch außer Mir keinen Sachwalter,
3(o ihr,) die Nachkommenschaft derer, die Wir mit Nuh trugen. Gewiß, er war ein dankbarer Diener."
4Und Wir haben für die Kinder Isra´ils im Buch entschieden: "Ihr werdet ganz gewiß zweimal auf der Erde Unheil stiften, und ihr werdet ganz gewiß mächtige Überheblichkeit erlangen.
5Wenn nun das Versprechen vom ersten der beiden (Male) eintrifft, schicken Wir gegen euch Diener von Uns, die eine starke Gewalt besitzen. Sie dringen zwischen den Wohnstätten hindurch ein, und das ist ein Versprechen, das sicher ausgeführt wird.
6Hierauf geben Wir euch wiederum die Oberhand über sie, und Wir unterstützen euch mit Besitz und Söhnen und machen euch zahlreicher.
7"Wenn ihr Gutes tut, tut ihr Gutes für euch selbst; und wenn ihr Böses tut, ist es (auch) für euch selbst." - Wenn nun das Versprechen vom letzten (Mal) eintrifft, so sollen sie eure Gesichter entstellen und die Gebetsstätte betreten, wie sie diese das erste Mal betraten, und das, worüber sie Macht erlangt haben, völlig zerstören.
8Vielleicht erbarmt euer Herr Sich eurer; doch wenn ihr (dazu) zurückkehrt, kehren (auch) Wir zurück. Und Wir haben die Hölle für die Ungläubigen zum Gefängnis gemacht."
9Gewiß, dieser Qur´an leitet zu dem, was richtiger ist, und verkündet den Gläubigen, die rechtschaffene Werke tun, daß es für sie großen Lohn geben wird
10und daß Wir denjenigen, die an das Jenseits nicht glauben, schmerzhafte Strafe bereitet haben.
11Der Mensch ruft (zu Allah) um das Schlechte, wie er um das Gute ruft; der Mensch ist ja stets voreilig.
12Und Wir haben die Nacht und den Tag zu zwei Zeichen gemacht. Dann haben Wir das Zeichen der Nacht ausgelöscht und das Zeichen des Tages hell gemacht, damit ihr nach Huld von eurem Herrn trachtet und damit ihr die Zahl der Jahre und die (Zeit)rechnung wißt. Und alles haben Wir ganz ausführlich dargelegt.
13Jedem Menschen haben Wir sein Vorzeichen an seinem Hals befestigt. Und am Tag der Auferstehung bringen Wir ihm ein Buch heraus, das er aufgeschlagen vorfinden wird:
14"Lies dein Buch! Du selbst genügst heute als Abrechner über dich."
15Wer der Rechtleitung folgt, der ist nur zu seinem eigenen Vorteil rechtgeleitet. Und wer irregeht, der geht nur zu seinem Nachteil irre. Und keine lasttragende (Seele) nimmt die Last einer anderen auf sich. Wir strafen nicht eher, bis Wir einen Gesandten geschickt haben.
16Und wenn Wir eine Stadt vernichten wollen, befehlen Wir denjenigen, die in ihr üppig leben (, zu freveln), und dann freveln sie in ihr. So bewahrheitet sich das Wort gegen sie, und dann zerstören Wir sie vollständig.
17Wie viele Geschlechter nach Nuh haben Wir vernichtet! Und es genügt, daß dein Herr die Sünden Seiner Diener wohl kennt und sieht.
18Wer immer das schnell Eintreffende will, dem gewähren Wir darin schnell, was Wir wollen - demjenigen, den Wir wollen; hierauf haben Wir für ihn die Hölle bestimmt, der er ausgesetzt sein wird, mit Vorwürfen behaftet und verstoßen.
19Wer das Jenseits will und sich darum bemüht, wie es ihm zusteht, wobei er gläubig ist, - denen wird für ihr Bemühen gedankt.
20Sie alle, diese und jene, unterstützen Wir mit etwas von der Gabe deines Herrn. Und die Gabe deines Herrn wird nicht verwehrt.
21Schau, wie Wir die einen von ihnen vor den anderen auszeichnen; aber das Jenseits ist wahrlich größer an Rangstufen und größer an Auszeichnungen.
22Setze neben Allah keinen anderen Gott, sonst wirst du gescholten und im Stich gelassen dasitzen.
23Und dein Herr hat bestimmt, daß ihr nur Ihm dienen und zu den Eltern gütig sein sollt. Wenn nun einer von ihnen oder beide bei dir ein hohes Alter erreichen, so sag nicht zu ihnen: "Pfui!" und fahre sie nicht an, sondern sag zu ihnen ehrerbietige Worte.
24Und senke für sie aus Barmherzigkeit den Flügel der Demut und sag: "Mein Herr, erbarme Dich ihrer, wie sie mich aufgezogen haben, als ich klein war."
25Euer Herr weiß sehr wohl, was in eurem Innersten ist. Wenn ihr rechtschaffen seid, so ist Er gewiß für die sich (zu Ihm) stets Bekehrenden Allvergebend.
26Und gib dem Verwandten sein Recht, ebenso dem Armen und dem Sohn des Weges. Und handle nicht ganz verschwenderisch.
27Gewiß, die Verschwender sind die Brüder der Satane; und der Satan ist gegenüber seinem Herrn sehr undankbar.
28Doch wenn du dich nun von ihnen abwendest - im Trachten nach einer Barmherzigkeit von deinem Herrn, die du dir erhoffst -, so sag zu ihnen milde Worte.
29Und lasse deine Hand nicht an deinem Hals gefesselt sein, strecke sie aber auch nicht vollständig aus, sonst würdest du getadelt und (aller Mittel) entblößt dasitzen.
30Gewiß, dein Herr gewährt die Versorgung großzügig, wem Er will, und bemißt auch. Gewiß, Er kennt und sieht Seine Diener wohl.
31Und tötet nicht eure Kinder aus Furcht vor Verarmung; Wir versorgen sie und auch euch. Gewiß, sie zu töten ist ein großes Vergehen.
32Und nähert euch nicht der Unzucht. Gewiß, sie ist etwas Abscheuliches - und wie böse ist der Weg.
33Und tötet nicht die Seele, die Allah verboten hat (zu töten), außer aus einem rechtmäßigen Grund. Wer ungerechterweise getötet wird, dessen nächstem Verwandten haben Wir Ermächtigung erteilt (, Recht einzufordern); doch soll er nicht maßlos im Töten sein, denn ihm wird gewiß geholfen.
34Und nähert euch nicht dem Besitz des Waisenkindes, außer auf die beste Art, bis es seine Vollreife erlangt hat. Und erfüllt die (eingegangene) Verpflichtung. Gewiß, nach der (Erfüllung der) Verpflichtung wird gefragt werden.
35Und gebt volles Maß, wenn ihr meßt, und wägt mit der richtigen Waage; das ist besser und eher ein guter Ausgang.
36Und verfolge nicht das, wovon du kein Wissen hast. Gewiß, Gehör, Augenlicht und Herz, - all diese -, danach wird gefragt werden.
37Und gehe nicht übermütig auf der Erde einher. Du wirst ja die Erde nicht aufreißen noch die Berge an Höhe erreichen (können).
38Das schlechte (Verhalten) in alledem ist bei deinem Herrn verabscheut.
39Das ist etwas von dem, was dir dein Herr an Weisheit (als Offenbarung) eingegeben hat. Und setze neben Allah keinen anderen Gott, sonst wirst du in die Hölle geworfen, getadelt und verstoßen.
40Hat denn euer Herr für euch die Söhne erwählt und Sich selbst unter den Engeln Töchter genommen? Ihr sagt da fürwahr ein gewaltiges Wort.
41Wir haben doch in diesem Qur´an (die Botschaft) verschiedenartig dargelegt, damit sie bedenken, doch mehrt dies ihnen nur die Abneigung.
42Sag: Wenn es neben Ihm noch (andere) Götter gäbe, wie sie sagen, dann würden sie wahrlich nach einem Weg zum Besitzer des Thrones trachten.
43Preis sei Ihm! Überaus hoch Erhaben ist Er über das, was sie sagen.
44Ihn preisen die sieben Himmel und die Erde, und wer in ihnen ist. Es gibt nichts, was Ihn nicht lobpreist; ihr aber versteht ihr Preisen nicht. Gewiß, Er ist Nachsichtig und Allvergebend.
45Wenn du den Qur´an vorträgst, machen Wir zwischen dir und denjenigen, die an das Jenseits nicht glauben, einen unsichtbaren Vorhang.
46Und Wir legen auf ihre Herzen Hüllen, so daß sie ihn nicht verstehen, und in ihre Ohren Schwerhörigkeit. Und wenn du im Qur´an deinen Herrn allein (ohne ihre Götter) erwähnst, kehren sie aus Abneigung den Rücken.
47Wir wissen sehr wohl, worauf sie hören, wenn sie dir zuhören und (auch) wenn sie sich in vertraulichen Gesprächen befinden, wenn die Ungerechten sagen: "Ihr folgt doch nur einem Mann, der einem Zauber verfallen ist."
48Schau, wie sie dir Gleichnisse prägen, und so sind sie abgeirrt, daß sie keinen Weg (mehr) finden können.
49Und sie sagen: "Sollen wir etwa, wenn wir (bereits) Knochen und Überreste geworden sind, denn wirklich als neue Schöpfung auferweckt werden?"
50Sag: "Seid Steine oder Eisen
51oder etwas Erschaffenes von der Art, die in eurer Vorstellung noch schwerwiegender wäre." Dann werden sie sagen: "Wer wird uns (ins Leben) zurückbringen?" Sag: "Derjenige, Der euch das erste Mal erschaffen hat." Dann werden sie vor dir die Köpfe schütteln und sagen: "Wann wird das sein?" Sag: "Vielleicht wird es bald sein.
52Am Tag, da Er euch rufen wird und da ihr mit Seinem Lob antworten und meinen werdet, ihr hättet nur ein wenig verweilt."
53Und sag Meinen Dienern, sie sollen das, was am besten ist, sagen. Gewiß, der Satan stachelt zwischen ihnen (zu Zwietracht) auf. Der Satan ist ja dem Menschen ein deutlicher Feind.
54Euer Herr kennt euch sehr wohl; wenn Er will, erbarmt Er Sich eurer, oder wenn Er will, straft Er euch. Und Wir haben dich nicht als Sachwalter über sie gesandt.
55Und dein Herr kennt diejenigen sehr wohl, die in den Himmeln und auf der Erde sind. Und Wir haben ja einige der Propheten vor anderen bevorzugt. Und Dawud haben Wir ein Buch der Weisheit gegeben.
56Sag: Ruft diejenigen an, die ihr außer Ihm angebt; sie vermögen doch von euch das Unheil weder hinwegzunehmen noch abzuwenden.
57Diejenigen, die sie anrufen, trachten nach einem Mittel zu ihrem Herrn (und wetteifern), wer von ihnen (Ihm) am nächsten sei, und hoffen auf Seine Barmherzigkeit und fürchten Seine Strafe. Gewiß, die Strafe deines Herrn ist furchtbar.
58Und es gibt keine Stadt, die Wir nicht vor dem Tag der Auferstehung vernichten oder mit strenger Strafe strafen werden. Dies steht im Buch (der Vorsehung) verzeichnet.
59Und nichts (anderes) hat Uns davon abgehalten, die Zeichen (mit den Propheten) zu senden, als daß die Früheren sie für Lüge erklärten. Und Wir gaben den Tamud die deutlich sichtbare Kamelstute, sie aber taten an ihr Unrecht. Und Wir senden die Zeichen (mit den Propheten) nur, um Furcht einzuflößen.
60Und als Wir zu dir sagten: "Gewiß, dein Herr umfaßt die Menschen." Und Wir haben das Gesicht, das Wir dich sehen ließen, nur zu einer Versuchung für die Menschen gemacht, und (ebenso) den verfluchten Baum im Qur´an. Wir flößen ihnen Furcht ein, doch mehrt ihnen dies nur das Übermaß an Auflehnung.
61Und als Wir zu den Engeln sagten: "Werft euch vor Adam nieder." Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er sagte: "Soll ich mich vor jemandem niederwerfen, den Du aus Lehm erschaffen hast?"
62Er sagte: "Was meinst Du wohl von diesem, den Du höher geehrt hast als mich? Wenn Du mich bis zum Tag der Auferstehung zurückstellst, werde ich seiner Nachkommenschaft bis auf wenige ganz gewiß die Zügel anlegen."
63Er sagte: "Geh (deines Weges)! Wer von ihnen dir folgt, gewiß, so ist die Hölle euer Lohn, ein reichlicher Lohn.
64Und errege, wen von ihnen du (erregen) kannst, mit deiner Stimme, und biete gegen sie deine Reiterei und dein Fußvolk auf, und habe Anteil an ihrem Besitz und ihren Kindern, und mache ihnen Versprechungen." - Aber der Satan macht ihnen nur Versprechungen in Trug.
65"Gewiß, über Meine Diener hast du keine Macht." Und dein Herr genügt als Sachwalter.
66Euer Herr ist es, der für euch die Schiffe auf dem Meer sanft bewegt, damit ihr nach etwas von Seiner Huld trachtet. Gewiß, Er ist zu euch Barmherzig.
67Und wenn euch auf dem Meer ein Unheil widerfährt, entschwinden (euch) diejenigen, die ihr außer Ihm anruft. Aber nachdem Er euch ans (Fest)land errettet hat, wendet ihr euch (von Ihm) ab; der Mensch ist eben sehr undankbar.
68Glaubt ihr denn in Sicherheit davor zu sein, daß Er die Seiten des Festlandes mit euch versinken läßt oder einen Sturm von Steinchen gegen euch sendet und (daß) ihr dann für euch keinen Sachwalter findet?
69Oder glaubt ihr in Sicherheit davor zu sein, daß Er euch ein anderes Mal aufs Meer zurückbringt und einen verheerenden Wind gegen euch sendet und euch ertrinken läßt, weil ihr ungläubig seid, und (daß) ihr dann für euch keinen Gefolgsmann findet, der Uns deswegen belangen könnte?
70Und Wir haben ja die Kinder Adams geehrt; Wir haben sie auf dem Festland und auf dem Meer getragen und sie von den guten Dingen versorgt, und Wir haben sie vor vielen von denen, die Wir erschaffen haben, eindeutig bevorzugt.
71(Gedenke) des Tages, da Wir alle Menschen mit ihrem (jeweiligen) Anführer rufen werden. Wem dann sein Buch in seine rechte Hand gegeben wird, jene wer den ihr Buch (ohne weiteres) lesen, und ihnen wird nicht um ein Fädchen Unrecht zugefügt.
72Und wer in diesem (Leben) blind ist, der wird (auch) im Jenseits blind und noch weiter vom Weg abgeirrt sein.
73Beinahe hätten sie dich fürwahr verfuhrt (und) von dem (abgebracht), was Wir dir (als Offenbarung) eingegeben haben, damit du gegen Uns etwas anderes ersinnst, und dann hätten sie dich wahrlich zum Freund genommen.
74Wenn Wir dich nicht gefestigt hätten, hättest du wohl beinahe bei ihnen ein wenig Stütze gesucht.
75Dann hätten Wir dich fürwahr ein Mehrfaches (an Strafe) im Leben und ein Mehrfaches (an Strafe) im Tod kosten lassen, und hierauf würdest du für dich keinen Helfer gegen Uns finden.
76Und beinahe hätten sie dich fürwahr aus dem Land aufgestört, um dich daraus zu vertreiben; aber dann würden sie nach dir nur ein wenig verweilen.
77(Das ist) die Gesetzmäßigkeit (, mit der) an denjenigen von Unseren Gesandten (verfahren wurde), die Wir bereits vor dir sandten. Und du wirst bei Unserer Gesetzmäßigkeit keine Abwandlung finden.
78Verrichte das Gebet beim Neigen der Sonne bis zum Dunkel der Nacht, und (auch) die (Qur´an-)Lesung (in) der Morgendämmerung. Gewiß, die (Qur´an-)Lesung (in) der Morgendämmerung wird (von den Engeln) bezeugt.
79Und (einen Teil) der Nacht, verbringe ihn damit, zusätzlich für dich. Vielleicht wird dich dein Herr zu einer lobenswerten (Rang)stellung erwecken.
80Und sag: Mein Herr, gewähre mir einen wahrhaftigen Eingang, und gewähre mir einen wahrhaftigen Ausgang, und schaffe mir von Dir aus eine hilfreiche Macht.
81Und sag: Die Wahrheit ist gekommen, und das Falsche geht dahin; das Falsche ist ja dazu bestimmt, dahinzugehen.
82Und Wir offenbaren vom Qur´an, was für die Gläubigen Heilung und Barmherzigkeit ist; den Ungerechten aber mehrt es nur den Verlust.
83Wenn Wir dem Menschen Gunst erweisen, wendet er sich ab und entfernt sich zur Seite. Wenn ihm aber Schlechtes widerfährt, ist er sehr verzweifelt.
84Sag: Jeder handelt nach seiner Weise. Euer Herr weiß sehr wohl, wessen Weg der Rechtleitung eher entspricht.
85Sie fragen dich nach dem Geist. Sag: Der Geist ist vom Befehl meines Herrn, euch aber ist vom Wissen gewiß nur wenig gegeben.
86Und wenn Wir wollten, würden Wir ganz gewiß wegnehmen, was Wir dir (als Offenbarung) eingegeben haben. Hierauf würdest du für dich in dieser (Sache) keinen Sachwalter gegen Uns finden,
87außer Barmherzigkeit von deinem Herrn. Gewiß, Seine Huld zu dir ist ja groß.
88Sag: Wenn sich die Menschen und die Ginn zusammentäten, um etwas beizubringen, was diesem Qur´an gleich wäre, sie brächten nicht seinesgleichen bei, auch wenn sie einander Beistand leisten würden.
89Wir haben ja den Menschen in diesem Qur´an ein jedes Gleichnis verschiedenartig dargelegt, doch die meisten Menschen weigern sich (und wollen nichts) außer dem Unglauben.
90Und sie sagen: "Wir werden dir nicht glauben, bis du uns aus der Erde eine Quelle hervorströmen läßt
91oder (bis) du einen Garten mit Palmen und Rebstöcken hast, in dem du dazwischen Flüsse ausgiebig hervorströmen läßt
92oder (bis) du den Himmel, wie du behauptet hast, auf uns in Stücken herabfallen läßt oder Allah und die Engel vor unsere Augen bringst
93oder (bis) du ein Haus aus Gold hast oder in den Himmel aufsteigst. Und wir werden nicht an deinen Aufstieg glauben, bis du auf uns ein Buch herabsendest, das wir (selbst) lesen (können).." Sag: Preis sei meinem Herrn! Bin ich etwas anderes als ein menschliches Wesen und ein Gesandter?
94Und nichts anderes hielt die Menschen davon ab zu glauben, als die Rechtleitung zu ihnen kam, außer daß sie sagten: "Hat denn Allah ein menschliches Wesen als Gesandten geschickt?"
95Sag: Wenn es auf der Erde Engel gäbe, die (da) in Ruhe umhergingen, hätten Wir ihnen vom Himmel wahrlich einen Engel als Gesandten hinabgesandt.
96Sag: Allah genügt als Zeuge zwischen mir und euch. Gewiß, Er kennt und sieht Seine Diener wohl.
97Wen Allah rechtleitet, der ist (in Wahrheit) rechtgeleitet; wen Er aber in die Irre gehen läßt, für diejenigen wirst du außer Ihm keine Schutzherren finden. Und Wir werden sie am Tag der Auferstehung auf ihren Gesichtern versammeln, (sie wandeln) vor sich hin, blind, stumm, taub. Ihr Zufluchtsort ist die Hölle. Jedesmal, wenn sie schwächer wird, mehren Wir ihnen die Feuerglut.
98Das ist ihr Lohn dafür, daß sie Unsere Zeichen verleugnet und gesagt haben: "Sollen wir denn, wenn wir (bereits) Knochen und Überreste geworden sind, fürwahr wieder als neue Schöpfung auferweckt werden?"
99Sehen sie denn nicht, daß Allah, Der die Himmel und die Erde erschaffen hat, (auch) die Macht hat, ihresgleichen zu erschaffen? Und Er hat ihnen eine Frist gesetzt, an der es keinen Zweifel gibt, doch die Ungerechten weigern sich (und wollen nichts) außer dem Unglauben.
100Sag: Wenn ihr über die Schatzkammern der Barmherzigkeit meines Herrn verfügtet, dann würdet ihr aus Furcht vor dem Ausgeben wahrlich zurückhaltend sein, denn der Mensch ist knauserig.
101Und Wir gaben Musa ja neun klare Zeichen. So frage die Kinder Isra´ils (danach). Als er zu ihnen kam, da sagte Fir´aun zu ihm: "Ich glaube fürwahr, o Musa, daß du einem Zauber verfallen bist."
102Er sagte: "Du weißt ja, niemand außer dem Herrn der Himmel und der Erde hat diese als einsichtbringende Zeichen herabgesandt. Und ich glaube fürwahr, o Fir´aun, daß du der Vernichtung verfallen bist."
103Da wollte er sie aus dem Land aufstören. Wir aber ließen ihn ertrinken, und (auch) alle, die mit ihm waren.
104Und Wir sagten nach seiner Vernichtung zu den Kindern Isra´ils: "Bewohnt das Land. Wenn dann das Versprechen vom letzten Mal eintrifft, bringen Wir euch in buntgemischten Gruppen herbei.
105Mit der Wahrheit haben Wir ihn (als Offenbarung) hinabgesandt, und mit der Wahrheit ist er hinabgekommen. Und Wir haben dich nur als Verkünder froher Botschaft und Warner gesandt.
106Einen Qur´an haben Wir (offenbart, den Wir in Abschnitte) unterteilt (haben), damit du ihn den Menschen in Abständen vorträgst; und Wir haben ihn wahrlich nach und nach offenbart.
107Sag: Glaubt daran oder glaubt (eben) nicht. Diejenigen, denen vor ihm das Wissen gegeben wurde, fallen, wenn er ihnen verlesen wird, ehrerbietig auf das Kinn nieder
108und sagen: "Preis sei unserem Herrn! Das Versprechen unseres Herrn ist wahrlich ausgeführt."
109Und sie fallen auf das Kinn weinend nieder, und es mehrt ihnen die Demut.
110Sag: Ruft Allah oder ruft den Allerbarmer an; welchen ihr auch ruft, Sein sind die schönsten Namen. Und sei nicht zu laut beim Gebet, und sie auch nicht zu leise da bei, sondern suche einen Weg dazwischen.
111Und sag: (Alles) Lob gehört Allah, Der Sich keine Kinder genommen hat, und es gibt weder einen Teilhaber an Seiner Herrschaft, noch benötigt Er einen Beschützer vor Demütigung. Und verherrliche Ihn doch als den Größten!
Chapter 18 (Sura 18)
1(Alles) Lob gehört Allah, Der das Buch (als Offenbarung) auf Seinen Diener herabgesandt und daran nichts Krummes gemacht hat,
2(ein Buch,) das richtig ist, damit er vor harter Gewalt von Ihm aus warne und den Gläubigen, die rechtschaffene Werke tun, verkünde, daß es für sie schönen Lohn geben wird -,
3auf immer darin zu verbleiben -,
4und (damit er) diejenigen warne, die sagen: "Allah hat Sich Kinder genommen."
5Sie haben kein Wissen davon, und auch nicht ihre Väter. Welch schwerwiegendes Wort kommt aus ihren Mündern heraus. Sie sagen nichts als Lüge.
6Vielleicht magst du (aus Gram) noch dich selbst umbringen, wenn sie an diese Botschaft nicht glauben, nachdem sie sich abgewandt haben.
7Gewiß, Wir haben (alles), was auf der Erde ist, zu einem Schmuck für sie gemacht, um sie zu prüfen (und festzustellen), wer von ihnen die besten Taten begeht.
8Und Wir werden das, was auf ihr ist, wahrlich zu unfruchtbarem Erdboden machen.
9Oder meinst du etwa, daß die Leute der Höhle und der Inschrift ein (besonders) verwunderliches unter Unseren Zeichen sind?
10Als die Jünglinge in der Höhle Zuflucht suchten und sagten: "Unser Herr, gib uns Barmherzigkeit von Dir aus, und bereite uns in unserer Angelegenheit einen rechten (Aus)weg."
11Da ließen Wir sie in der Höhle für eine Anzahl von Jahren in Dauerschlaf fallen.
12Hierauf erweckten Wir sie auf, um zu wissen, welche der beiden Gruppierungen am richtigsten die Dauer ihres Verweilens erfaßt hat.
13Wir berichten dir ihre Geschichte der Wahrheit entsprechend. Sie waren Jünglinge, die an ihren Herrn glaubten und denen Wir ihre Rechtleitung mehrten.
14Und Wir stärkten ihre Herzen, als sie aufstanden und sagten: "Unser Herr ist der Herr der Himmel und der Erde. Wir werden außer Ihm keinen (anderen) Gott anrufen, sonst würden wir ja etwas Unrechtes sagen.
15Dieses, unser Volk hat sich außer Ihm (andere) Götter genommen. Wenn sie doch für sie eine deutliche Ermächtigung bringen würden! Wer ist denn ungerechter, als wer gegen Allah eine Lüge ersinnt?
16Und da ihr euch nun von ihnen und von demjenigen, dem sie außer Allah dienen, fernhaltet, so sucht Zuflucht in der Höhle; euer Herr wird über euch (einiges) von Seiner Barmherzigkeit ausbreiten und euch in eurer Angelegenheit eine milde Behandlung bereiten."
17Und du siehst die Sonne, wenn sie aufgeht, sich von ihrer Höhle zur Rechten wegneigen, und wenn sie untergeht, an ihnen zur Linken vorbeigehen, während sie sich darin in einem Raum befinden. Das gehört zu Allahs Zeichen. Wen Allah rechtleitet, der ist (in Wahrheit) rechtgeleitet; wen Er aber in die Irre gehen läßt, für den wirst du keinen Schutzherrn finden, der ihn den rechten Weg führt.
18Du meinst, sie seien wach, obwohl sie schlafen. Und Wir drehen sie nach rechts und nach links um, während ihr Hund seine Vorderbeine im Vorraum ausstreckt. Wenn du sie erblicktest, würdest du dich vor ihnen fürwahr zur Flucht kehren und vor ihnen fürwahr mit Schrecken erfüllt sein.
19Und so erweckten Wir sie auf, damit sie sich gegenseitig fragten. Einer von ihnen sagte: "Wie lange habt ihr verweilt?" Sie sagten: "Verweilt haben wir einen Tag oder den Teil eines Tages." Sie sagten: "Euer Herr weiß am besten, wie (lange) ihr verweilt habt. So schickt einen von euch mit diesen euren Silbermünzen in die Stadt; er soll sehen, welche ihre reinste Speise ist, und euch davon eine Versorgung bringen. Er soll behutsam sein und ja niemanden etwas von euch merken lassen.
20Denn wenn sie von euch erfahren´, werden sie euch steinigen oder euch (zwangsweise) zu ihrer Glaubensrichtung zurückbringen; dann wird es euch niemals mehr wohl ergehen."
21So ließen Wir (die Menschen) sie doch entdecken, damit sie wissen, daß Allahs Versprechen wahr ist und daß es an der Stunde keinen Zweifel gibt. Als sie untereinander über ihre Angelegenheit stritten, da sagten sie: "Errichtet über ihnen einen Bau. Ihr Herr weiß am besten über sie Bescheid." Diejenigen, die in ihrer Angelegenheit siegten, sagten: "Wir werden uns über ihnen ganz gewiß eine Gebetsstätte einrichten."
22(Manche) werden sagen: "(Es waren ihrer) drei, ihr Hund war der vierte von ihnen." Und (manche) sagen: "(Es waren ihrer) fünf, der sechste von ihnen war ihr Hund." - Ein Herumraten über das Verborgene. Und (manche) sagen: "(Es waren ihrer) sieben, und der achte von ihnen war ihr Hund." Sag: Mein Herr kennt ihre Zahl am besten; nur wenige kennen sie. Darum streite über sie nur in offensichtlichem Streit, und frage niemanden von ihnen um Auskunft über sie.
23Und sag ja nur nicht von einer Sache: "Ich werde dies morgen tun",
24außer (du fügst hinzu): "Wenn Allah will." Und gedenke deines Herrn, wenn du (etwas) vergessen hast, und sag: "Vielleicht leitet mich mein Herr zu etwas, was dem rechten Ausweg näher kommt als dies."
25Und sie verweilten in ihrer Höhle dreihundert Jahre und noch neun dazu.
26Sag: Allah weiß am besten, wie (lange) sie verweilten. Sein ist das Verborgene der Himmel und der Erde. Wie vorzüglich ist Er als Allsehender, und wie vorzüglich ist Er als Allhörender! Sie haben außer Ihm keinen Schutzherrn, und Er beteiligt an Seiner Urteilsgewalt niemanden.
27Und verlies, was dir vom Buch deines Herrn (als Offenbarung) eingegeben worden ist. Es gibt niemanden, der Seine Worte abändern könnte, und du wirst außer (bei) Ihm keine Zuflucht finden.
28Halte dich geduldig zurück zusammen mit denen, die ihren Herrn morgens und abends anrufen, im Begehren nach Seinem Angesicht. Und deine Augen sollen nicht über sie hinwegsehen, indem du den Schmuck des diesseitigen Lebens begehrst´. Und gehorche nicht jemandem, dessen Herz Wir Unserem Gedenken gegenüber unachtsam gemacht haben, der seiner Neigung folgt und dessen Angelegenheit (durch) Maßlosigkeit (ausgezeichnet) ist.
29Und sag: (Es ist) die Wahrheit von eurem Herrn. Wer nun will, der soll glauben, und wer will, der soll ungläubig sein. Gewiß, Wir haben den Ungerechten ein Feuer bereitet, dessen Zeltdecke sie umfangen hält. Und wenn sie um Hilfe rufen, wird ihnen mit Wasser wie geschmolzenem Erz geholfen, das die Gesichter versengt - ein schlimmes Getränk und ein böser Rastplatz!
30Diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun - gewiß, Wir lassen den Lohn derer nicht verlorengehen, die die besten Taten begehen.
31Für jene wird es die Gärten Edens geben, wo unterhalb von) ihnen Flüsse strömen. Geschmückt sind sie darin mit Armreifen aus Gold, und sie tragen grüne Gewänder aus Seidenbrokat und schwerem Brokat, indem sie sich darin auf überdachten Liegen lehnen. Wie trefflich ist die Belohnung und wie schön der Rastplatz!
32Und präge ihnen das Gleichnis von zwei Männern. Dem einen der beiden gaben Wir zwei Gärten mit Rebstöcken, und Wir umgaben sie mit Palmen und legten dazwischen (sonstige) Pflanzungen an.
33Beide Gärten brachten ihren Ernteertrag hervor und ließen es in nichts davon fehlen. Und Wir ließen dazwischen einen Fluß hervorströmen.
34Er hatte (daraus reichlich) Früchte. Da sagte er zu seinem Gefährten, während er mit ihm einen Wortwechsel führte: "Ich habe mehr Besitz als du und auch eine mächtigere Schar."
35Und er betrat seinen Garten, während er sich selbst Unrecht tat. Er sagte: "Ich glaube nicht, daß dieser (Garten) jemals zugrunde gehen wird,
36und ich glaube nicht, daß die Stunde (des Gerichts) sich einstellen wird. Und wenn ich zu meinem Herrn zurückgebracht werde, werde ich ganz gewiß etwas Besseres als ihn als Rückzugsort finden."
37Sein Gefährte sagte zu ihm, während er sich mit ihm unterhielt: "Verleugnest du denn Denjenigen, Der dich aus Erde, hierauf aus einem Samentropfen erschaffen und hierauf dich zu einem Mann geformt hat?
38Aber, was mich betrifft: Er, Allah, ist mein Herr, und ich geselle meinem Herrn niemanden bei.
39Würdest du doch, wenn du deinen Garten betrittst, sagen: ,(Es sei,) was Allah will; es gibt keine Kraft außer durch Allah´! Wenn du auch siehst, daß ich weniger Besitz und Kinder habe als du,
40so wird mein Herr mir vielleicht etwas Besseres als deinen Garten geben und über ihn aufeinanderfolgende Strafe vom Himmel senden, so daß er zu schlüpfrigem Erdboden wird,
41oder daß sein Wasser versickert sein wird, so daß du es nicht mehr wirst ausfindig machen können."
42Seine Früchte wurden ringsum erfaßt. Da begann er, seine Handflächen umzudrehen wegen dessen, was er für ihn ausgegeben hatte, während er wüst in Trümmern lag, und zu sagen: "O hätte ich doch meinem Herrn niemanden beigesellt!"
43Und er hatte weder eine Schar, die ihm anstatt Allahs half, noch konnte er sich selbst helfen.
44In dem Fall gehört (all) die Schutzherrschaft Allah, dem Wahren. Er ist der Beste im Belohnen, und Er verschafft den besten Ausgang.
45Und präge ihnen das Gleichnis vom diesseitigen Leben. (Es ist) wie Wasser, das Wir vom Himmel hinabkommen lassen, worauf sich damit das Gewächs der Erde vermischt. Dann wird es zu vertrocknetem Zeug, das die Winde verwehen. Und Allah hat ja zu allem völlig die Macht.
46Der Besitz und die Söhne sind der Schmuck des diesseitigen Lebens. Das Bleibende aber, die rechtschaffenen Werke -, sie sind bei deinem Herrn besser hinsichtlich der Belohnung und besser hinsichtlich der Hoffnung.
47Und (gedenke) des Tages, da Wir die Berge versetzen und du die Erde (kahl) hervortreten siehst und Wir sie versammeln, ohne jemanden von ihnen auszulassen,
48und (da) sie deinem Herrn in Reihen vorgeführt werden: "Nun seid ihr zu Uns gekommen, so wie Wir euch das erste Mal erschaffen haben. Ihr aber habt behauptet, Wir würden für euch keine (letzte) Verabredung festlegen."
49Und das Buch wird hingelegt. Dann siehst du die Übeltäter besorgt wegen dessen, was darin steht. Sie sagen: "O wehe uns! Was ist mit diesem Buch? Es läßt nichts aus, weder klein noch groß, ohne es zu erfassen." Sie finden (alles), was sie taten, gegenwärtig, und dein Herr tut niemandem Unrecht.
50Und als Wir zu den Engeln sagten: "Werft euch vor Adam nieder." Da warfen sie sich nieder, außer Iblis; er gehörte zu den Ginn. So frevelte er gegen den Befehl seines Herrn. Wollt ihr euch denn ihn und seine Nachkommenschaft zu Schutzherren anstatt Meiner nehmen, wo sie euch doch feind sind? - Ein schlimmer Tausch für die Ungerechten!
51Ich habe sie weder bei der Erschaffung der Himmel und der Erde noch bei ihrer eigenen Erschaffung zu Zeugen genommen. Ich nehme Mir niemals die Irre führenden als Beistand.
52Und an dem Tag, da Er sagen wird: "Ruft Meine Teilhaber, die ihr angegeben habt!", werden sie sie anrufen, aber sie werden ihnen nicht antworten. Und Wir werden zwischen ihnen einen Ort der Vernichtung einrichten´.
53Und die Übeltäter werden das (Höllen)feuer sehen und überzeugt sein, daß sie hineinfallen, und kein Mittel finden, es abzuwenden.
54Und Wir haben ja in diesem Qur´an den Menschen ein jedes Gleichnis verschiedenartig dargelegt; aber der Mensch ist von allen Wesen am streitsüchtigsten.
55Und nichts anderes hielt die Menschen davon ab, zu glauben, als die Rechtleitung zu ihnen kam, und ihren Herrn um Vergebung zu bitten, außer (ihrer Forderung), daß an ihnen nach der Gesetzmäßigkeit der Früheren verfahren werde oder daß die Strafe vor ihren Augen über sie komme.
56Wir senden die Gesandten nur als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen. Aber diejenigen, die ungläubig sind, streiten mit dem Falschen, um damit die Wahrheit zu widerlegen. Und sie machen sich über Meine Zeichen und das, womit sie gewarnt wurden, lustig.
57Wer ist denn ungerechter als jemand, der mit den Zeichen seines Herrn ermahnt wird und sich dann von ihnen abwendet und vergißt, was seine Hände vorausgeschickt haben. Gewiß, Wir haben auf ihre Herzen Hüllen gelegt, so daß sie ihn nicht verstehen, und in ihre Ohren Schwerhörigkeit; und wenn du sie zur Rechtleitung rufst, dann werden sie sich also niemals rechtleiten lassen.
58Und dein Herr ist der Allvergebende, voll der Barmherzigkeit. Wenn Er sie für das belangen würde, was sie erworben haben, würde Er für sie die Strafe wahrlich beschleunigen. Aber sie haben eine Verabredung, vor der sie keine Zuflucht finden werden.
59Und diese Städte da vernichteten Wir, als sie Unrecht taten. Und Wir haben für ihre Vernichtung eine Verabredung festgelegt.
60Und als Musa zu seinem Burschen sagte: "Ich lasse nicht ab, bis ich die Stelle erreicht habe, an der die Meere zusammenkommen, und sollte ich lange Zeit weiter gehen."
61Als sie die Stelle erreicht hatten, an der sie zusammenkommen, vergaßen sie ihren Fisch, so nahm er seinen Weg im Meer, (auf und davon) schwimmend.
62Als sie vorbeigegangen waren, sagte er zu seinem Burschen: "Bringe uns unser Mittagessen. Wir haben ja durch diese unsere Reise (viel) Mühsal erlitten."
63Er sagte: "Siehst du! Als wir beim Felsen Rast gemacht haben, gewiß, da habe ich den Fisch vergessen. Und es ließ mich ihn nur der Satan vergessen, ihn (dir) zu erwähnen. Und er nahm seinen Weg im Meer auf wunderliche Weise."
64Er sagte: "Das ist es, was wir suchten." Da kehrten sie beide zurück, indem sie ihren eigenen Spuren folgten.
65Sie trafen einen von Unseren Dienern, dem Wir Barmherzigkeit von Uns aus hatten zukommen lassen und den Wir Wissen von Uns her gelehrt hatten.
66Musa sagte zu ihm: "Darf ich dir folgen, auf daß du mich von dem lehrst, was dir an Besonnenheit gelehrt worden ist?"
67Er sagte: "Du wirst (es) bei mir nicht aushalten können.
68Wie willst du das auch aushalten, wovon du keine umfassende Kenntnis hast?"
69Er sagte: "Du wirst mich, wenn Allah will, standhaft finden, und ich werde mich keinem Befehl von dir widersetzen."
70Er sagte: "Wenn du mir denn folg(en will)st, dann frage mich nach nichts, bis ich selbst es dir gegenüber zuerst erwähne."
71Da zogen sie beide los, bis, als sie ein Schiff bestiegen, er darin ein Loch machte. Er (Musa) sagte: "Hast du ein Loch darin gemacht, um seine Besatzung ertrinken zu lassen? Du hast da ja eine grauenhafte Sache begangen."
72Er sagte: "Habe ich nicht gesagt, daß du (es) bei mir nicht wirst aushalten können?"
73Er (Musa) sagte: "Belange mich nicht dafür, daß ich vergessen habe, und bedrücke mich in meiner Angelegenheit nicht mit einer Erschwernis."
74Da zogen sie beide weiter, bis, als sie dann einen Jungen trafen, er ihn tötete. Er (Musa) sagte: "Hast du eine unschuldige Seele getötet (und zwar) nicht (als Wiedervergeltung) für eine (andere) Seele? Du hast da ja eine verwerfliche Sache begangen."
75Er sagte: "Habe ich dir nicht gesagt, daß du (es) bei mir nicht wirst aushalten können?"
76Er (Musa) sagte: "Wenn ich dich danach (noch einmal) nach irgend etwas frage, dann lasse mich dich nicht mehr begleiten. Dich trifft in Bezug auf mich kein Tadel.1"
77Da zogen sie beide weiter, bis, als sie dann zu den Bewohnern einer Stadt kamen, sie ihre Bewohner um etwas zu essen baten; diese aber weigerten sich, sie gastlich aufzunehmen. Da fanden sie in ihr eine Mauer, die einzustürzen drohte, und so richtete er sie auf. Er (Musa) sagte: "Wenn du wolltest, hättest du dafür wahrlich Lohn nehmen können."
78Er sagte: "Das ist die Trennung zwischen mir und dir. Ich werde dir jetzt die Deutung dessen kundtun, was du nicht aushalten konntest.
79Was das Schiff angeht, so gehörte es Armen, die auf dem Meer arbeiteten. Ich wollte es schadhaft machen, denn ein König war hinter ihnen her, der jedes Schiff mit Gewalt wegnahm.
80Was den Jungen angeht, so waren seine Eltern gläubige (Menschen). Da fürchteten wir, daß er sie durch (seine) Auflehnung und durch (seinen) Unglauben bedrücken würde.
81So wollten wir, daß ihr Herr ihnen zum Tausch einen gebe, - besser als er an Lauterkeit und näher kommend an Güte.
82Was aber die Mauer angeht, so gehörte sie zwei Waisenjungen in der Stadt, und unter ihr befand sich ein für sie bestimmter Schatz. Ihr Vater war rechtschaffen, und da wollte dein Herr, daß sie (erst) ihre Vollreife erlangen und (dann) ihren Schatz hervorholen - aus Barmherzigkeit von deinem Herrn. Ich tat es ja nicht aus eigenem Ermessen. Das ist die Deutung dessen, was du nicht aushalten konntest."
83Und sie fragen dich nach Du ´l-Qarnain. Sag: Ich werde euch über ihn eine Geschichte verlesen.
84Wir verliehen ihm auf der Erde eine feste Stellung und eröffneten ihm zu allem einen Weg.
85Da verfolgte er einen Weg,
86bis, als er den Ort des Sonnenuntergangs erreichte, er fand, daß sie in einer schlammigen Quelle unterging, und er fand bei ihr ein Volk. Wir sagten: "O Du ´1Qarnain, entweder strafst du (sie), oder du behandelst sie mit Güte."
87Er sagte: "Was nun jemanden angeht, der Unrecht tut, so werden wir ihn strafen; hierauf wird er zu seinem Herrn zurückgebracht, und Er straft ihn dann mit entsetzlicher Strafe.
88Was aber jemanden angeht, der glaubt und rechtschaffen handelt, für den wird es als Lohn das Beste geben, und Wir werden ihm von unserem Befehl etwas sagen, was Erleichterung bringt."
89Hierauf verfolgte er einen Weg,
90bis, als er den Ort des Sonnenaufgangs erreichte, er fand, daß sie über einem Volk aufgeht, denen Wir keine Deckung vor ihr gegeben hatten.
91So war es. Und Wir haben ja umfassende Kenntnis von dem, was ihn betrifft.
92Hierauf verfolgte er einen Weg,
93bis, als er den Ort zwischen den beiden Bergen erreichte, er diesseits von ihnen ein Volk fand, das beinahe kein Wort verstand.
94Sie sagten: "O Du ´1-Qarnain, Ya´gug und Ma´gug stiften Unheil auf der Erde. Sollen wir dir eine Gebühr dafür aussetzen, daß du zwischen uns und ihnen eine Sperrmauer errichtest?"
95Er sagte: "Was mir mein Herr an fester Stellung verliehen hat, ist besser (als eure Gebühr). Doch helft mir mit (eurer Arbeitskraft, damit ich zwischen euch und ihnen einen aufgeschütteten Wall errichte.
96Bringt mir die Eisenstücke." Als er nun zwischen den beiden Berghängen gleich hoch (aufgeschüttet) hatte, sagte er: "Blast (jetzt)." Als er es zum Glühen gebracht hatte, sagte er: "Bringt mir, damit ich (es) darüber gieße, geschmolzenes Kupfer."
97So konnten sie ihn weder überwinden, noch konnten sie ihn durchbrechen.
98Er sagte: "Das ist eine Barmherzigkeit von meinem Herrn. Wenn dann das Versprechen meines Herrn eintrifft, läßt Er ihn in sich zusammensinken; und das Versprechen meines Herrn ist wahr."
99Wir lassen die einen von ihnen an jenem Tag wie Wogen unter die anderen geraten, und es wird ins Horn geblasen. Dann versammeln Wir sie vollständig.
100Und Wir führen die Hölle den Ungläubigen an jenem Tag in aller Deutlichkeit vor,
101(ihnen,) deren Augen vor Meiner Mahnung (wie) unter einer Decke lagen und die (auch) nicht hören konnten.
102Meinen denn diejenigen, die ungläubig sind, daß sie sich Meine Diener anstatt Meiner zu Schutzherren nehmen (können)? Gewiß, Wir haben die Hölle den Ungläubigen zur gastlichen Aufnahme bereitet.
103Sag: Sollen Wir euch Kunde geben von denjenigen, die an ihren Werken am meisten verlieren,
104deren Bemühen im diesseitigen Leben fehlgeht, während sie meinen, daß sie gut handeln würden?
105Das sind diejenigen, die die Zeichen ihres Herrn und die Begegnung mit Ihm leugnen. So werden ihre Werke hinfällig, und so werden Wir ihnen am Tag der Auferstehung kein Gewicht beimessen.
106Das ist ihr Lohn - die Hölle - dafür, daß sie ungläubig waren und sich über Meine Zeichen und Meine Gesandten lustig machten.
107Gewiß, für diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, wird es die Gärten des Paradieses zur gastlichen Aufnahme geben,
108ewig darin zu bleiben, und sie werden nicht begehren, davon wegzugehen´.
109Sag: Wenn das Meer Tinte für die Worte meines Herrn wäre, würde das Meer wahrlich zu Ende gehen, bevor die Worte meines Herrn zu Ende gingen, auch wenn Wir als Nachschub noch einmal seinesgleichen hinzubrächten.
110Sag: Gewiß, ich bin ja nur ein menschliches Wesen gleich euch; mir wird (als Offenbarung) eingegeben, daß euer Gott ein Einziger Gott ist. Wer nun auf die Begegnung mit seinem Herrn hofft, der soll rechtschaffen handeln und beim Dienst an seinem Herrn (Ihm) niemanden beigesellen.
Chapter 19 (Sura 19)
1Kaf-Ha-Ya-´Ayn-Sad.
2(Diese Verse sind) zum Gedenken an die Barmherzigkeit deines Herrn zu Seinem Diener Zakariyya.
3Als er zu seinem Herrn im Verborgenen rief
4(und) sagte: "Mein Herr, schwach sind mir die Knochen geworden, und in Altersgrauheit entfacht ist der Kopf. Und ich war im Bittgebet zu Dir, mein Herr, (noch) nie unglücklich.
5Gewiß, ich fürchte die Verwandten nach mir, und meine Frau ist unfruchtbar. So schenke mir von Dir aus einen nahen Verwandten,
6der mich beerbt und von der Sippe Ya´qubs erbt, und mach ihn, mein Herr, (Dir) wohlgefällig."
7"O Zakariyya, Wir verkünden dir einen Jungen, dessen Name Yahya ist, wie Wir zuvor noch niemandem Kennzeichen gleich den seinen gegeben haben."
8Er sagte: "Mein Herr, wie soll ich einen Jungen haben, wo meine Frau unfruchtbar ist und ich vom hohen Alter bereits einen Dürrezustand erreicht habe?"
9Er sagte: "So wird es sein. Dein Herr sagt: ,Das ist Mir ein leichtes; und auch dich habe Ich ja zuvor erschaffen, als du noch nichts warst´."
10Er sagte: "Mein Herr, setze mir ein Zeichen." Er sagte: "Dein Zeichen ist, daß du drei Nächte lang, obwohl gesund, nicht zu den Menschen sprechen wirst."
11So kam er zu seinem Volk aus dem Gebetsraum heraus und gab ihnen dann zu verstehen: "Preist morgens und abends."
12"O Yahya, nimm die Schrift mit (aller) Kraft." Und Wir gaben ihm schon als Kind die Urteilskraft
13und Mitgefühl von Uns aus und Lauterkeit. Er war gottesfürchtig
14und gütig gegen seine Eltern, und er war weder gewalttätig noch widerspenstig.
15Und Friede sei auf ihm am Tag, da er geboren wurde, und am Tag, da er stirbt, und am Tag, da er wieder zum Leben auferweckt wird.
16Und gedenke im Buch Maryams, als sie sich von ihren Angehörigen an einen östlichen Ort zurückzog.
17Sie nahm sich einen Vorhang vor ihnen. Da sandten Wir Unseren Geist zu ihr. Er stellte sich ihr als wohlgestaltetes menschliches Wesen dar.
18Sie sagte: "Ich suche beim Allerbarmer Schutz vor dir, wenn du gottesfürchtig bist."
19Er sagte: "Ich bin nur der Gesandte deines Herrn, um dir einen lauteren Jungen zu schenken."
20Sie sagte: "Wie soll mir ein Junge gegeben werden, wo mich doch kein menschliches Wesen berührt hat und ich keine Hure bin."
21Er sagte: "So wird es sein. Dein Herr sagt: ,Das ist Mir ein leichtes, und damit Wir ihn zu einem Zeichen für die Menschen und zu einer Barmherzigkeit von Uns machen´. Und es ist eine beschlossene Angelegenheit."
22So empfing sie ihn und zog sich mit ihm zu einem fernen Ort zurück.
23Die Wehen ließen sie zum Palmenstamm gehen. Sie sagte: "O wäre ich doch zuvor gestorben und ganz und gar in Vergessenheit geraten!"
24Da rief er ihr von unten her zu: "Sei nicht traurig; dein Herr hat ja unter dir ein Bächlein geschaffen.
25Und schüttle zu dir den Palmenstamm, so läßt er frische, reife Datteln auf dich herabfallen.
26So iß und trink und sei frohen Mutes´. Und wenn du nun jemanden von den Menschen sehen solltest, dann sag: Ich habe dem Allerbarmer Fasten gelobt, so werde ich heute mit keinem Menschenwesen sprechen."
27Dann kam sie mit ihm zu ihrem Volk, ihn (mit sich) tragend. Sie sagten: "O Maryam, du hast da ja etwas Unerhörtes begangen.
28O Schwester Haruns, dein Vater war doch kein sündiger Mann, noch war deine Mutter eine Hure."
29Da zeigte sie auf ihn. Sie sagten: "Wie können wir mit jemandem sprechen, der noch ein Kind in der Wiege ist?"
30Er sagte: "Ich bin wahrlich Allahs Diener; Er hat mir die Schrift gegeben und mich zu einem Propheten gemacht.
31Und gesegnet hat Er mich gemacht, wo immer ich bin, und angeordnet hat Er mir, das Gebet (zu verrichten) und die Abgabe (zu entrichten), solange ich lebe,
32und gütig gegen meine Mutter zu sein. Und Er hat mich weder gewalttätig noch unglücklich gemacht.
33Und der Friede sei auf mir am Tag, da ich geboren wurde, und am Tag, da ich sterbe, und am Tag da ich wieder zum Leben auferweckt werde."
34Das ist ´Isa, der Sohn Maryams: (Es ist) das Wort der Wahrheit, woran sie zweifeln.
35Es steht Allah nicht an, Sich ein Kind zu nehmen. Preis sei Ihm! Wenn Er eine Angelegenheit bestimmt, so sagt Er dazu nur: ,Sei!´, und so ist es.
36(´Isa sagte:) "Und gewiß, Allah ist mein Herr und euer Herr; so dient Ihm. Das ist ein gerader Weg."
37Doch die Gruppierungen wurden uneinig untereinander; dann wehe denjenigen, die ungläubig sind, vor dem Erleben eines gewaltigen Tages!
38Wie vorzüglich werden sie hören und sehen am Tag, da sie zu Uns kommen werden! Aber die Ungerechten befinden sich heute in einem deutlichen Irrtum.
39Warne sie vor dem Tag der gramvollen Reue, wenn die Angelegenheit entschieden sein wird, während sie (all dessen) unachtsam sind, und während sie (noch) nicht glauben.
40Gewiß, Wir sind es, die Wir die Erde und (all die,) die auf ihr sind, erben werden. Und zu Uns werden sie zurückgebracht.
41Und gedenke im Buch Ibrahims. Er war ein Wahrhaftiger und Prophet.
42Als er zu seinem Vater sagte: "O mein lieber Vater, warum dienst du dem, was nicht hört und nicht sieht und dir nichts nützt?
43O mein lieber Vater, gewiß, zu mir ist vom Wissen gekommen, was nicht zu dir gekommen ist. So folge mir, dann leite ich dich einen ebenen Weg.
44O mein lieber Vater, diene nicht dem Satan. Gewiß, der Satan ist gegen den Allerbarmer widerspenstig.
45O mein lieber Vater, ich fürchte, daß dir Strafe vom Allerbarmer widerfährt, so daß du zu einem Gefolgsmann des Satans wirst."
46Er sagte: "Verschmähst du meine Götter, o Ibrahim? Wenn du nicht aufhörst, werde ich dich ganz gewiß steinigen. Und meide mich eine Zeitlang."
47Er sagte: "Friede sei auf dir! Ich werde meinen Herrn für dich um Vergebung bitten; gewiß, Er ist zu mir sehr entgegenkommend.
48Ich werde mich von euch und von dem, was ihr anstatt Allahs anruft, fernhalten und nur meinen Herrn anrufen. Vielleicht werde ich im Bittgebet zu meinem Herrn nicht unglücklich sein."
49Als er sich nun von ihnen und von dem, dem sie anstatt Allahs dienten, fernhielt, schenkten Wir ihm Ishaq und Ya´qub; und alle (beide) machten Wir zu Propheten.
50Und Wir schenkten ihnen (etwas) von Unserer Barmherzigkeit, und Wir verliehen ihnen einen hohen Ruf an Wahrhaftigkeit.
51Und gedenke im Buch Musas. Gewiß, er war auserlesen, und er war ein Gesandter und Prophet.
52Wir riefen ihn von der rechten Seite des Berges und ließen ihn zu vertraulichem Gespräch näherkommen.
53Und Wir schenkten ihm aus Unserer Barmherzigkeit seinen Bruder Harun als Propheten.
54Und gedenke im Buch Isma´ils. Gewiß, er war wahrhaftig in seinem Versprechen, und er war ein Gesandter und Prophet.
55Und er pflegte seinen Angehörigen das Gebet und die Abgabe zu befehlen, und er war seinem Herrn wohlgefällig.
56Und gedenke im Buch Idris´. Er war ein Wahrhaftiger und Prophet.
57Und Wir hoben ihn zu einem hohen Ort empor.
58Das sind diejenigen, denen Allah Gunst erwiesen hat, unter den Propheten aus der Nachkommenschaft Adams und von denjenigen, die Wir mit Nuh trugen, und aus der Nachkommenschaft Ibrahims und Isra´ils, und von denjenigen, die Wir rechtgeleitet und erwählt haben. Als ihnen die Zeichen des Allerbarmers verlesen wurden, fielen sie ehrerbietig und weinend nieder.
59Dann folgten nach ihnen Nachfolger, die das Gebet vernachlässigten und den Begierden folgten. So werden sie (den Lohn für ihre) Verirrung vorfinden,
60außer demjenigen, der bereut und glaubt und rechtschaffen handelt. Jene werden in den (Paradies)garten eingehen und ihnen wird in nichts Unrecht zugefügt
61in die Gärten Edens, die der Allerbarmer Seinen Dienern im Verborgenen versprochen hat. Sein Versprechen wird bestimmt erfüllt.
62Sie hören darin keine unbedachte Rede, sondern nur: "Frieden!" Und sie haben darin ihre Versorgung morgens und abends.
63Das ist der (Paradies)garten, den Wir denjenigen von Unseren Dienern zum Erbe geben, die gottesfürchtig sind.
64(Und die Engel sagen:) "Wir kommen nur auf Befehl deines Herrn herab. Ihm gehört (alles), was vor uns und was hinter uns und was dazwischen ist; und dein Herr ist gewiß nicht vergeßlich,´
65(Er), der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist. So diene Ihm und sei beharrlich in Seinem Dienst. Weißt du (etwa) einen, der Kennzeichen gleich den Seinen besäße?1"
66Der Mensch sagt: "Werde ich, wenn ich erst einmal gestorben bin, wirklich wieder lebendig hervorgebracht werden?"
67Gedenkt der Mensch denn nicht, daß Wir ihn zuvor erschaffen haben, da er (noch) nichts war?
68Bei deinem Herrn, Wir werden sie ganz gewiß versammeln, (sie) und die Satane. Hierauf werden Wir sie ganz gewiß rings um die Hölle herum auf den Knien herbeibringen.
69Hierauf werden Wir aus jedem Lager ganz gewiß denjenigen herausnehmen, der sich dem Allerbarmer am heftigsten widersetzt hat.
70Dann wissen Wir wahrlich am besten über diejenigen Bescheid, die es am ehesten verdienen, ihr ausgesetzt zu sein.
71Und es gibt keinen unter euch, der nicht daran vorbeigehen würde. Dies obliegt deinem Herrn unabänderlich beschlossen.
72Hierauf erretten Wir diejenigen, die gottesfürchtig waren, und lassen die Ungerechten in ihr auf den Knien zurück.
73Und wenn ihnen Unsere Zeichen als klare Beweise verlesen werden, sagen diejenigen, die ungläubig sind, zu denjenigen, die glauben: "Welcher der beiden Gruppen hat nun eine bessere Stellung und eine schönere Gesellschaft?"
74Aber wie viele Geschlechter vernichteten Wir vor ihnen, die besser an Ausstattung und Aussehen waren!
75Sag: Wer sich im Irrtum befindet, den möge der Allerbarmer lange darin gewähren lassen. Wenn sie dann sehen, was ihnen angedroht ist, entweder die Strafe oder die Stunde, da werden sie wissen, wer sich in einer (noch) schlechteren Lage befindet und die schwächere Heerschar hat.
76Und Allah mehrt denjenigen, die rechtgeleitet sind, ihre Rechtleitung. Das Bleibende aber, die rechtschaffenen Werke - sie sind bei deinem Herrn besser in der Belohnung und besser als Rückkehr.
77Was meinst du wohl zu demjenigen, der Unsere Zeichen verleugnet und sagt: "Mir werden ganz gewiß Besitz und Kinder gegeben"?
78Hat er etwa Einblick in das Verborgene gewonnen, oder hat er vom Allerbarmer eine Verpflichtung entgegengenommen?
79Keineswegs! Wir werden aufschreiben, was er sagt, und ihm die Strafe noch verlängern.
80Und Wir erben von ihm das, was er sagt, während er einzeln zu Uns kommt.
81Und sie haben sich anstatt Allahs Götter genommen, damit sie ihnen zu Macht gereichen.
82Keineswegs! Sie werden den von ihnen (empfangenen) Dienst verleugnen und werden ihnen Gegner sein.
83Siehst du nicht, daß Wir die Satane gegen die Ungläubigen gesandt haben, damit sie sie heftig aufreizen?
84So wünsche nichts gegen sie zu beschleunigen; Wir zählen ihnen schon (die Tage) ab.
85An einem Tag, da Wir die Gottesfürchtigen als eine (geehrte) Abordnung zum Allerbarmer versammeln
86und die Übeltäter, wie eine durstige Herde zur Tränke zur Hölle treiben,
87verfugen sie nicht über die Fürsprache, außer demjenigen, der vom Allerbarmer eine (diesbezügliche) Verpflichtung entgegengenommen hat.
88Und sie sagen: "Der Allerbarmer hat Sich Kinder genommen."
89Ihr habt ja eine abscheuliche Sache begangen.
90Beinahe brechen davon die Himmel auseinander, und (beinahe) spaltet sich die Erde, und (beinahe) stürzen die Berge in Trümmern zusammen,
91daß sie dem Allerbarmer Kinder zuschreiben.
92Es ziemt dem Allerbarmer nicht, Sich Kinder zu nehmen.
93Niemand in den Himmeln und auf der Erde wird zum Allerbarmer anders denn als Diener kommen (können).
94Er hat sie erfaßt und sie genau gezählt.
95Und sie alle werden zu Ihm am Tag der Auferstehung einzeln kommen.
96Gewiß, denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, wird der Allerbarmer Liebe bereiten.
97Wir haben ihn eigens leicht gemacht in deiner Sprache, damit du durch ihn den Gottesfürchtigen frohe Botschaft verkündest und durch ihn hartnäckige Leute warnst.
98Und wie viele Geschlechter haben Wir vor ihnen vernichtet! Nimmst du noch irgend jemanden von ihnen wahr, oder hörst du von ihnen noch den geringsten Laut?
Chapter 20 (Sura 20)
1Ta-Ha.
2Wir haben den Qur´an nicht auf dich (als Offenbarung) hinabgesandt, damit du unglücklich bist,
3sondern als Erinnerung für denjenigen, der gottesfürchtig ist,
4eine Offenbarung von Demjenigen, Der die Erde und die hohen Himmel erschaffen hat.
5Der Allerbarmer ist über dem Thron erhaben.
6Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist und was dazwischen und was unter dem (feuchten) Erdreich ist.
7Und wenn du deine Worte laut vernehmbar äußerst, gewiß so weiß Er ja das Geheime und was noch verborgener ist.
8Allah - es gibt keinen Gott außer Ihm. Sein sind die schönsten Namen.
9Ist zu dir die Geschichte Musas gekommen?
10Als er ein Feuer sah und zu seinen Angehörigen sagte: "Bleibt hier. Ich habe ein Feuer wahrgenommen; vielleicht kann ich euch davon ein brennendes Stück Holz bringen oder am Feuer eine Wegweisung finden."
11Als er dort hinkam, wurde ihm zugerufen: "O Musa!
12Gewiß, Ich bin dein Herr, so ziehe deine Schuhe aus. Du befindest dich im geheiligten Tal Tuwa.
13Und Ich habe dich erwählt. So höre auf das, was (als Offenbarung) eingegeben wird.
14Gewiß, Ich bin Allah. Es gibt keinen Gott außer Mir. So diene Mir und verrichte das Gebet zu Meinem Gedenken.
15Gewiß, die Stunde kommt - Ich hielte sie beinahe (ganz) verborgen -, damit jeder Seele das vergolten wird, worum sie sich bemüht.
16So lasse denn nicht denjenigen dich von ihr abhalten, der nicht an sie glaubt und seiner Neigung folgt, sonst würdest du dich ins Verderben stürzen.
17Und was ist das da in deiner Rechten, o Musa?"
18Er sagte: "Es ist mein Stock, auf den ich mich stütze und mit dem ich für meine Schafe Blätter abschlage; und ich gebrauche ihn auch noch zu anderen Zwecken."
19Er sagte: "Wirf ihn hin, o Musa!"
20Er warf ihn hin, und sogleich war er eine Schlange, die sich rasch bewegte.
21Er sagte: "Nimm sie, und fürchte dich nicht. Wir werden sie in ihren früheren Zustand zurückbringen.
22Und lege deine Hand dicht an deine Seite (, unter dem Oberarm), so kommt sie weiß heraus, jedoch nicht von Übel befallen. (Nimm dies) als weiteres Zeichen,
23auf daß Wir dich etwas von Unseren größten Zeichen sehen lassen.
24Geh zu Fir´aun, denn gewiß, er überschreitet das Maß (an Frevel)."
25Er sagte: "Mein Herr, weite mir meine Brust,
26und mache mir meine Angelegenheit leicht.
27Und löse den Knoten in meiner Zunge,
28so daß sie meine Worte verstehen.
29Und bestelle mir von meinen Angehörigen einen, der (die Last) mitträgt,
30Harun, meinen Bruder.
31Festige durch ihn meine Stärke,
32und lasse ihn an meiner Angelegenheit teilhaben,
33damit wir Dich häufig preisen
34und Deiner häufig gedenken.
35Gewiß, Du siehst uns wohl."
36Er sagte: "Deine Bitte ist dir ja gewährt, o Musa!
37Und Wir erwiesen dir bereits ein anderes Mal eine Wohltat,
38als Wir deiner Mutter eingaben, was (als Weisung) eingegeben werden sollte:
39,Wirf ihn in den Kasten und wirf ihn ins Wasser´, und das Wasser soll ihn ans Ufer setzen, so daß ihn ein Feind von Mir und ein Feind von ihm aufnimmt. Und Ich habe auf dich Liebe von Mir gelegt - und damit du vor Meinem Auge aufgezogen würdest.
40Als deine Schwester hinging und sagte: .Soll ich euch auf jemanden hinweisen, der ihn betreuen würde? So gaben Wir dich deiner Mutter wieder, damit sie frohen Mutes und nicht traurig sei. Und du tötetest eine Seele, und da erretteten Wir dich aus dem Kummer, und Wir unterzogen dich einer harten Prüfung. So verweiltest du jahrelang unter den Leuten von Madyan. Hierauf kamst du zu einer vorausbe stimmten Zeit, o Musa.
41Und Ich habe dich für Mich auserwählt.
42Geh, du und dein Bruder, mit Meinen Zeichen, und laßt nicht nach in Meinem Gedenken.
43Geht zu Fir´aun, denn er lehnt sich auf.
44Und so redet mit ihm in sanften Worten, auf daß er bedenken oder sich fürchten möge."
45Sie sagten: "Unser Herr, gewiß, wir fürchten, daß er übereilig gegen uns vorgeht oder daß er das Maß überschreitet."
46Er sagte: "Fürchtet euch nicht. Ich bin gewiß mit euch, Ich höre und Ich sehe (, was geschieht).
47So kommt denn zu ihm und sagt: ,Wir beide sind Gesandte deines Herrn. Lasse die Kinder Isra´ils mit uns gehen, und strafe sie nicht. Wir sind ja mit einem Zeichen von deinem Herrn zu dir gekommen. Und Friede sei auf demjenigen, der der Rechtleitung folgt.
48Uns ist ja (als Offenbarung) eingegeben worden, daß die Strafe denjenigen überkommt, der (die Botschaft) für Lüge erklärt und sich abkehrt´."
49Er sagte: "Wer ist denn euer beider Herr, o Musa?"
50Er sagte: "Unser Herr ist derjenige, der allem seine Natur gegeben und (es) hierauf rechtgeleitet hat."
51Er sagte: "Wie steht es denn mit den früheren Geschlechtern?"
52Er sagte: "Das Wissen um sie ist bei meinem Herrn in .einem Buch. Mein Herr im nicht, noch vergißt Er."
53(Er ist es,) Der euch die Erde zu einer Lagerstatt gemacht und für euch auf ihr Wege sich hinziehen und vom Himmel Wasser herabkommen läßt, womit Wir dann Arten verschiedener Gewächse hervorbringen.
54Eßt und weidet euer Vieh. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute von Verstand.
55Aus ihr haben Wir euch erschaffen, und in sie bringen Wir euch zurück, und aus ihr bringen Wir euch ein anderes Mal hervor.
56Und Wir zeigten ihm ja Unsere Zeichen alle, aber er erklärte (sie) für Lüge und weigerte sich.
57Er sagte: "Bist du zu uns gekommen, um uns aus unserem Land mit deiner Zauberei zu vertreiben, o Musa?
58Aber wir werden dir ganz gewiß Zauberei gleicher Art bringen. So setze zwischen uns und dir eine Verabredung(szeit) fest, die weder wir noch du verfehlen werden, an einem Ort, der (uns allen) gleichermaßen recht ist."
59Er sagte: "Eure Verabredung(szeit) soll der Tag des Schmuckfestes sein, und die Menschen sollen am hellen Morgen versammelt werden."
60Und so kehrte sich Fir´aun ab, und dann nahm er seine ganze List zusammen. Hierauf kam er.
61Musa sagte zu ihnen: "Wehe euch! Ersinnt gegen Allah keine Lüge, sonst vertilgt Er euch durch eine Strafe. Enttäuscht wird ja, wer Lügen ersinnt."
62Da stritten sie untereinander über ihre Angelegenheit und führten insgeheim vertrauliche Gespräche.
63Sie sagten: "Diese beiden sind wahrlich nur Zauberer, die euch aus eurem Land mit ihrem Zauber vertreiben und eure vorbildliche Lebensweise beseitigen wollen.
64So einigt euch auf eure List, hierauf kommt in Reihen. Und wohl ergehen wird es ja heute demjenigen, der die Oberhand gewinnt."
65Sie sagten: "O Musa, entweder wirfst du, oder wir werden es sein, die zuerst werfen."
66Er sagte: "Nein! Vielmehr werft ihr (zuerst)." Und sogleich kamen ihm ihre Stricke und Stöcke durch ihre Zauberei so vor, als ob sie sich rasch bewegten.
67Und er, Musa, empfand Furcht in seiner Seele.
68Wir sagten: "Fürchte dich nicht; du, ja gewiß du, wirst die Oberhand gewinnen.
69Wirf hin, was in deiner Rechten ist, so verschlingt es das, was sie gemacht haben. Was sie gemacht haben, ist nur die List eines Zauberers, und dem Zauberer wird es nicht wohl ergehen, wohin er auch kommen mag ."
70Da warfen sich die Zauberer ehrerbietig nieder. Sie sagten: "Wir glauben an den Herrn Haruns und Musas."
71Er (Fir´aun) sagte: "Ihr glaubt an ihn, bevor ich es euch erlaube? Er ist wahrlich euer Ältester, der euch die Zauberei gelehrt hat. So werde ich ganz gewiß eure Hände und eure Füße wechselseitig abhacken und euch ganz gewiß an Palmstämmen kreuzigen (lassen). Und ihr werdet ganz gewiß erfahren, wer von uns strenger im Strafen und beständiger ist."
72Sie sagten: "Wir werden dich nicht dem vorziehen, was an klaren Beweisen zu uns gekommen ist, und (vor) Demjenigen, Der uns erschaffen hat. So entscheide, was du entscheiden magst; du entscheidest nur über dieses irdische Leben.
73Wir glauben an unseren Herrn, damit Er uns unsere Verfehlungen vergebe und (auch) die Zauberei, zu der du uns gezwungen hast. Allah ist besser und be ständiger."
74Gewiß, wer zu seinem Herrn als Übeltäter kommt, für den gibt es die Hölle; darin wird er weder sterben noch leben.
75Wer zu Ihm als Gläubiger kommt, der rechtschaffene Werke getan hat, für jene gibt es die höchsten Rangstufen,
76die Gärten Edens, durcheilt von Bächen; ewig darin zu bleiben. Das ist der Lohn desjenigen, der sich läutert.
77Und Wir gaben Musa ja (als Offenbarung) ein: "Zieh bei Nacht mit Meinen Dienern fort und schlage ihnen einen trockenen Weg durch das Meer; du befürch test weder, eingeholt zu werden, noch hast du Angst´."
78Da verfolgte sie Fir´aun mit seinen Heerscharen, und es überdeckte sie vom Meer, was sie überdeckte.
79Fir´aun hatte sein Volk in die Irre geführt und nicht rechtgeleitet.
80O Kinder Isra´ils, Wir retteten euch ja vor eurem Feind, verabredeten Uns mit euch auf der rechten Seite des Berges und sandten das Manna und die Wachteln auf euch hinab:
81"Eßt von den guten Dingen, mit denen Wir euch versorgt haben, und lehnt euch dabei nicht (durch Undankbarkeit) auf, sonst bricht Mein Zorn über euch herein; denn derjenige, über den Mein Zorn hereinbricht, wird sicherlich stürzen.
82Und Ich bin wahrlich Allvergebend für denjenigen, der bereut und glaubt und rechtschaffen handelt und sich hierauf rechtleiten läßt."
83"Und was hat dich veranlaßt, von deinem Volk fortzueilen, o Musa?"
84Er sagte: "Sie folgen mir doch auf der Spur. Und ich bin zu Dir geeilt, mein Herr, damit Du (mit mir) zufrieden seiest."
85Er sagte: "Wir haben dein Volk der Versuchung ausgesetzt, nachdem du (weggegangen) warst, und der Samiri hat sie in die Irre geführt."
86Da kam Musa zu seinem Volk zornig und bekümmert zurück. Er sagte: "O mein Volk, hat euch euer Herr nicht ein schönes Versprechen gegeben? Dauerte es euch mit dem Bund zu lange, oder wolltet ihr, daß Zorn von eurem Herrn über euch hereinbricht, so daß ihr die Vereinbarung mit mir gebrochen habt?"
87Sie sagten: "Wir haben die Vereinbarung mit dir nicht aus unserem (eigenen) Willen gebrochen, sondern wir trugen (ganze) Lasten von den Schmucksachen des Volkes, und dann haben wir sie geworfen, und ebenso hat der Samiri (welche) hineingelegt.
88So brachte er ihnen ein Kalb hervor als Leib, das blökte. Sie sagten: ,Das ist euer Gott und der Gott Musas, aber er hat (es) vergessen´."
89Sehen sie denn nicht, daß er ihnen kein Wort erwidert und ihnen weder Schaden noch Nutzen zu bringen vermag?
90Harun hatte ihnen ja bereits zuvor gesagt: "O mein Volk, ihr seid damit nur der Versuchung ausgesetzt worden. Gewiß, euer Herr ist der Allerbarmer; so folgt mir und gehorcht meinem Befehl."
91Sie sagten: "Wir werden nicht davon ablassen, uns seiner Andacht hinzugeben, bis Musa zu uns zurückkehrt."
92Er (Musa) sagte: "O Harun, was hat dich, als du sie irregehen sahst, davon abgehalten,
93mir zu folgen? Hast du dich denn meinem Befehl widersetzt? "
94Er sagte: "O Sohn meiner Mutter, pack mich nicht am Bart und nicht am Kopf. Ich fürchtete, du würdest sagen: ,Du hast unter den Kindern Isra´ils Zwietracht gestiftet und mein Wort nicht beachtet´."
95Er sagte: "Doch was ist mit dir, o Samiri?"
96Er sagte: "Ich gewahrte, was sie nicht gewahrten, und so faßte ich eine Handvoll (Erde) von der Spur des Gesandten und warf sie dann hin (ins Feuer). So habe ich es mir selbst eingeredet."
97Er sagte: "Geh weg! Es ist dir im Leben beschieden, zu sagen: .Berührt mich nicht! Und du hast eine Verabredung, die dir nicht gebrochen wird. Und schau auf deinen Gott, dessen Andacht du dich dauernd hingegeben hast. Wir werden ihn ganz gewiß verbrennen, und hierauf werden wir ihn ganz gewiß in das große Gewässer streuen.
98Euer Gott ist allein Allah, außer Dem es keinen Gott gibt. Er umfaßt alles mit (Seinem) Wissen."
99Auf diese Weise erzählen Wir dir (einiges) von den Berichten dessen, was früher geschah. Und Wir haben dir ja von Uns aus eine Ermahnung gegeben.
100Wer sich davon abwendet, der wird am Tag der Auferstehung eine (drückende) Last tragen,
101ewig darin zu bleiben. Wie böse wird (dies) für sie am Tag der Auferstehung als Last sein!
102Am Tag, da ins Horn geblasen wird und Wir die Übeltäter als Leute mit blauen Augen versammeln.
103Sie flüstern einander zu: "Ihr habt nur zehn (Nächte) verweilt."
104Wir wissen sehr wohl, was sie sagen, wenn der Vorbildlichste von ihnen in seinem Verhalten sagen wird: "Ihr habt nur einen Tag verweilt."
105Sie fragen dich nach den Bergen. Sag: Mein Herr wird sie wie Staub zerstreuen
106und sie dann als leere Ebene zurücklassen,
107worauf du weder eine Vertiefung noch Erhebung siehst.
108An jenem Tag folgen sie dem Rufer, bei dem es nichts Krummes gibt; die Stimmen senken sich in Demut vor dem Allerbarmer, so daß du nichts hörst außer Flüstern.
109An jenem Tag nützt die Fürsprache nicht, außer durch denjenigen, dem es der Allerbarmer erlaubt und mit dessen Worten Er zufrieden ist.
110Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, sie aber umfassen es nicht mit (ihrem) Wissen.
111Demütig werden sich die Gesichter vor dem Lebendigen und Beständigen senken. Und wirklich enttäuscht wird, wer (als Last begangenes) Unrecht trägt.
112Wer aber etwas an rechtschaffenen Werken tut und dabei gläubig ist, der wird kein Unrecht und keine (Lohn)minderung befürchten.
113Und so haben Wir ihn als einen arabischen Qur´an hinabgesandt. Und Wir haben darin verschiedene Androhungen dargelegt, auf daß sie gottesfürchtig werden mögen oder er bei ihnen Gedenken (Allahs) hervorrufe.
114Erhaben ist Allah, der König, der Wahre! Und übereile dich nicht mit dem Qur´an, bevor dir seine Offenbarung vollständig eingegeben worden ist. Und sag: Mein Herr, lasse mich an Wissen zunehmen.
115Und Wir hatten bereits zuvor Adam eine Verpflichtung auferlegt. Aber er vergaß (sie), und Wir fanden bei ihm keine Entschlossenheit.
116Und als Wir zu den Engeln sagten: "Werft euch vor Adam nieder." Da warfen sie sich nieder, außer Iblis. Er weigerte sich.
117Da sagten Wir: "O Adam, dieser (da) ist dir und deiner Gattin gewiß ein Feind. Daß er euch beide ja nicht aus dem (Paradies)garten vertreibt! Sonst wirst du unglücklich sein.
118Gewiß, es ist dir gewährt, daß du darin weder hungerst noch nackt bist,
119und daß du darin weder dürstest noch Sonnenhitze erleidest."
120Aber da flüsterte ihm der Satan ein und sagte: "O Adam, soll ich dich auf den Baum der Ewigkeit hinweisen und auf eine Herrschaft, die nicht vergeht?"
121So aßen sie beide davon, und da zeigte sich ihnen ihre Blöße offenkundig, und sie begannen, Blätter des (Paradies)gartens auf sich zusammenzuheften. So widersetzte Adam sich seinem Herrn, und da fiel er in Verirrung.
122Hierauf erwählte ihn sein Herr, und so wandte Er Sich ihm Reue-Annehmend zu und leitete (ihn) recht.
123Er sagte: "Geht alle fort von ihm. Einige von euch seien des anderen Feind. Doch wenn dann von Mir Rechtleitung zu euch kommt, dann wird derjenige, der Meiner Rechtleitung folgt, nicht irregehen und nicht unglücklich sein.
124Wer sich aber von Meiner Ermahnung abwendet, der wird ein beengtes Leben fuhren, und Wir werden ihn am Tag der Auferstehung blind (zu den anderen) versammeln.
125Er wird sagen: "Mein Herr, warum hast Du mich blind (zu den anderen) versammelt, wo ich doch sehen konnte?"
126Er sagt: "So sind auch zu dir Unsere Zeichen gekommen, und doch hast du sie vergessen. Ebenso wirst du heute vergessen."
127So vergelten Wir demjenigen, der maßlos ist und nicht an die Zeichen seines Herrn glaubt. Die Strafe des Jenseits ist wahrlich strenger und nachhaltiger.
128Ist ihnen denn nicht deutlich geworden, wie viele Geschlechter Wir vor ihnen vernichtet haben, in deren Wohnorten sie (nun) umhergehen? Darin sind wahrlich Zeichen für Leute von Verstand.
129Wenn es nicht ein schon früher ergangenes Wort von deinem Herrn und eine festgesetzte Frist gäbe, wäre (die sofortige Strafe) fürwahr unabwendbar.
130So ertrage standhaft, was sie sagen, und lobpreise deinen Herrn vor dem Aufgang der Sonne und vor ihrem Untergang, und zu (verschiedenen) Stunden der Nacht preise (Ihn) und (ebenso) an den Enden des Tages, auf daß du zufrieden sein mögest.
131Und richte nur nicht deine Augen auf das, was Wir manchen von ihnen paarweise als Nießbrauch gewähren - den Glanz des diesseitigen Lebens -, um sie darin der Versuchung auszusetzen. Die Versorgung deines Herrn ist besser und beständiger.
132Und befiehl deinen Angehörigen, das Gebet (zu verrichten), und sei beharrlich darin. Wir fordern keine Versorgung von dir; Wir versorgen dich. Und das (gute) Ende gehört der Gottesfurcht.
133Und sie sagen: "Wenn er uns doch ein Zeichen von seinem Herrn bringen würde!" Ist nicht zu ihnen der klare Beweis dessen gekommen, was auf den früheren Blättern steht?
134Hätten Wir sie vor ihm durch eine Strafe vernichtet, hätten sie fürwahr gesagt: "Unser Herr, hättest Du doch einen Gesandten zu uns gesandt, so daß wir Deinen Zeichen hätten folgen können, bevor wir erniedrigt und in Schande gestürzt würden!"
135Sag: Jeder wartet ab; so wartet auch (ihr) ab. Dann werdet ihr (noch) erfahren, wer die Leute des ebenen Weges sind und wer rechtgeleitet ist.
Chapter 21 (Sura 21)
1Nahegerückt ist den Menschen ihre Abrechnung, während sie sich in Unachtsamkeit abwenden.
2Keine neuerlich offenbarte Ermahnung kommt von ihrem Herrn zu ihnen, ohne daß sie sie anhören, während sie spielen´
3und ihre Herzen zerstreut sind. Und sie führen insgeheim vertrauliche Gespräche sie, die Unrecht tun: "Ist dieser etwas anderes als ein menschliches Wesen wie ihr? Wollt ihr denn sehend(en Auges) Zauberei begehen?"
4Sag: Mein Herr weiß (alles), was im Himmel und auf der Erde gesagt wird. Er ist der Allhörende und Allwissende.
5Aber nein! Vielmehr sagen sie: "(Das ist) ein Bündel von wirren Träumen. Nein! Vielmehr hat er ihn ersonnen. Nein! Vielmehr ist er ein Dichter. So soll er uns ein Zeichen bringen, so wie die Früheren gesandt wurden."
6Vor ihnen hat keine Stadt geglaubt, die Wir vernichteten. Sollten gerade sie nun glauben?
7Und Wir haben vor dir nur Männer gesandt, denen Wir (Offenbarungen) eingaben. So fragt die Leute der Ermahnung, wenn ihr (es) nicht wißt.
8Wir machten sie nicht zu Körpern, die keine Speise essen, und sie waren nicht unsterblich.
9Hierauf hielten Wir ihnen das Versprechen. Wir retteten sie und diejenigen, die Wir (erretten) wollen, und vernichteten die Maßlosen.
10Wir haben ja ein Buch zu euch hinabgesandt, in dem eure Ehre liegt . Begreift ihr denn nicht?
11Wie viele Städte haben Wir zerschmettert, die Unrecht taten, und haben nach ihnen ein anderes Volk entstehen lassen!
12Als sie dann Unsere Gewalt spürten, liefen sie sogleich davor weg.
13"Lauft nicht weg, sondern kehrt zu dem euch verliehenen üppigen Leben und zu euren Wohnungen zurück, auf daß ihr befragt werden möget."
14Sie sagten: "O Wehe uns! Wir pflegten ja Unrecht zu tun."
15So war dies stets ihr Ausruf, bis Wir sie (wie) abgemäht und ausgelöscht sein ließen.
16Und Wir haben den Himmel und die Erde und was dazwischen ist, nicht zum Spiel erschaffen.
17Wenn Wir Uns eine Zerstreuung hätten nehmen wollen, dann hätten Wir sie wahrlich von Uns aus genommen - wenn Wir das (überhaupt) hätten tun wollen.
18Aber nein! Wir schleudern die Wahrheit gegen das Falsche, und da zerschmettert sie ihm das Haupt, und sogleich geht es dahin. Und wehe euch wegen dessen, was ihr (da fälschlich) zuschreibt!
19Ihm gehört, wer in den Himmeln und auf der Erde ist. Und diejenigen, die bei Ihm sind, sind weder zu hochmütig, Ihm zu dienen, noch werden sie (dessen) müde.
20Sie preisen (Ihn) Nacht und Tag und lassen (darin) nicht nach.
21Oder haben sie sich Götter aus der Erde genommen, die (die Toten) auferstehen lassen (können)?
22Wenn es in ihnen beiden andere Götter als Allah gäbe, gerieten sie (beide) wahrlich ins Verderben. Preis sei Allah, dem Herrn des Thrones! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) zuschreiben.
23Er wird nicht befragt nach dem, was Er tut; sie aber werden befragt.
24Oder haben sie sich außer Ihm Götter genommen? Sag: Bringt euren Beweis vor! Das ist die Ermahnung derjenigen, die mit mir sind, und die Ermahnung derer, die vor mir waren. Aber nein! Die meisten von ihnen kennen die Wahrheit nicht; so wenden sie sich ab.
25Und Wir haben vor dir keinen Gesandten gesandt, dem Wir nicht (die Weisung) eingegeben hätten: "Es gibt keinen Gott außer Mir, so dient Mir!"
26Und sie sagen: "Der Allerbarmer hat Sich Kinder genommen." Preis sei Ihm! Nein! Vielmehr sind es geehrte Diener.
27Sie kommen Ihm im Reden nicht zuvor, und nur nach Seinem Befehl handeln sie.
28Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, und sie legen Fürsprache nur für denjenigen ein, dem Er zustimmt. Und sie sind aus Furcht vor Ihm besorgt.
29Und wer von ihnen sagen sollte: "Ich bin ein Gott außer Ihm", dem vergelten Wir mit der Hölle. So vergelten Wir den Ungerechten.
30Sehen denn diejenigen, die ungläubig sind, nicht, daß die Himmel und die Erde eine zusammenhängende Masse waren? Da haben Wir sie getrennt und aus dem Wasser alles Lebendige gemacht. Wollen sie denn nicht glauben?
31Und Wir haben auf der Erde festgegründete Berge gemacht, daß sie nicht mit ihnen wanke. Und Wir haben auf ihr breite Durchgänge als Wege gemacht, auf daß sie rechtgeleitet werden mögen.
32Und Wir haben den Himmel zu einem wohlbehüteten Dach gemacht. Dennoch wenden sie sich von seinen Zeichen ab.
33Und Er ist es, Der die Nacht und den Tag, die Sonne und den Mond erschaffen hat; alles läuft in einer (jeweils eigenen) Umlaufbahn.
34Und Wir haben für kein menschliches Wesen vor dir ewiges Leben bestimmt. Wenn du nun stirbst, werden sie dann ewig leben?
35Jede Seele wird den Tod kosten. Und Wir prüfen euch mit Schlechtem und Gutem als Versuchung. Und zu Uns werdet ihr zurückgebracht.
36Und wenn diejenigen, die ungläubig sind, dich sehen, machen sie sich über dich nur lustig: "Ist das derjenige, der eure Götter (in abfälliger Weise) erwähnt?", während sie es sind, die die Ermahnung des Allerbarmers verleugnen.
37Der Mensch ist (seiner Natur nach) aus Voreiligkeit erschaffen worden. Ich werde euch (schon) Meine Zeichen zeigen; so wünscht nicht von Mir, (sie) zu beschleunigen.
38Und sie sagen: "Wann wird dieses Versprechen eintreten, wenn ihr wahrhaftig seid?"
39Wenn diejenigen, die ungläubig sind, (es) nur wüßten, (wie es ist,) wenn sie das (Höllen)feuer weder von ihren Gesichtern noch von ihren Rücken zurückhalten können und ihnen auch keine Hilfe zuteil wird!
40Aber nein! Es wird plötzlich über sie kommen und sie verblüffen. Dann werden sie es nicht abwenden können, und es wird ihnen kein Aufschub gewährt.
41Man machte sich ja schon vor dir über Gesandte lustig. Da umschloß diejenigen, die über sie spotteten, das, worüber sie sich lustig zu machen pflegten.
42Sag: Wer beschützt euch bei Nacht und Tag vor dem Allerbarmer? Aber nein! Sie wenden sich von der Ermahnung ihres Herrn ab.
43Oder haben sie (etwa) Götter, die sie von Uns abhalten (sollten)? Sie können doch weder sich selbst helfen, noch werden sie einen Beschützer vor Uns erhalten.
44Nein! Vielmehr haben Wir diesen da und ihren Vätern Nießbrauch gewährt, bis sie ein langes Leben geführt haben. Sehen sie denn nicht, daß Wir über das Land kommen und es an seinen Enden vermindern? Werden denn sie die Sieger sein?
45Sag: Ich warne euch nur mit der Eingebung. Aber die Tauben hören nicht den Ruf, wenn sie gewarnt werden.
46Aber wenn ein Hauch von der Strafe deines Herrn sie berührt, sagen sie ganz gewiß: "O wehe uns! Wir pflegten ja Unrecht zu tun."
47Und Wir stellen die gerechten Waagen für den Tag der Auferstehung auf. So wird keiner Seele um irgend etwas Unrecht zugefügt; und wäre es auch das Gewicht eines Senfkorns, Wir bringen es bei. Und Wir genügen als Berechner.
48Und Wir gaben ja Musa und Harun die Unterscheidung(snorm) und eine Erleuchtung und eine Ermahnung für die Gottesfürchtigen,
49die ihren Herrn im Verborgenen fürchten und die wegen der Stunde besorgt sind.
50Und dies ist eine gesegnete Ermahnung, die Wir hinabgesandt haben. Wollt ihr sie denn verwerfen?
51Wir verliehen bereits zuvor Ibrahim seine Besonnenheit; und Wir wußten über ihn Bescheid.
52Als er zu seinem Vater und seinem Volk sagte: "Was sind das für Bildwerke, deren Andacht ihr euch hingebt?"
53Sie sagten: "Wir haben (schon) unsere Väter (vor)gefunden, wie sie ihnen dienten."
54Er sagte: "Ihr und eure Väter befindet euch ja in einem deutlichen Irrtum."
55Sie sagten: "Bringst du uns die Wahrheit, oder gehörst du zu denjenigen, die ihr Spiel treiben?"
56Er sagte: "Nein! Vielmehr ist euer Herr der Herr der Himmel und der Erde, Der sie erschaffen hat. Und ich gehöre zu denjenigen, die euch darüber Zeugnis ablegen.
57Und bei Allah, ich werde ganz gewiß gegen eure Götzen eine List anwenden, nachdem ihr den Rücken gekehrt habt."
58Da schlug er sie in Stücke, außer einem großen von ihnen, auf daß sie sich an ihn wenden möchten.
59Sie sagten: "Wer hat dies mit unseren Göttern getan? Er gehört wahrlich zu den Ungerechten."
60Sie sagten: "Wir hörten einen Jüngling sie (in abfälliger Weise) erwähnen; man nennt ihn Ibrahim."
61Sie sagten: "So bringt ihn her vor die Augen der Menschen, auf daß sie es bezeugen mögen."
62Sie sagten: "Hast du dies mit unseren Göttern getan, o Ibrahim?"
63Er sagte: "Nein! Vielmehr hat das dieser Große unter ihnen getan. Fragt sie doch, wenn sie reden können."
64Da kamen sie wieder zu sich und sagten: "Ihr seid ja die Ungerechten."
65Hierauf machten sie eine Kehrtwendung´: "Du weißt doch, daß diese nicht reden können."
66Er sagte: "Dient ihr denn anstatt Allahs dem, was euch nichts nützt und nicht schadet?
67Pfui über euch und über das, dem ihr anstatt Allahs dient! Begreift ihr denn nicht?"
68Sie sagten: "Verbrennt ihn und helft euren Göttern, wenn ihr etwas tun wollt."
69Wir sagten: "O Feuer, sei Kühlung und Unversehrtheit für Ibrahim."
70Sie wollten gegen ihn mit einer List vorgehen. Da machten Wir sie zu den größten Verlierern.
71Und Wir erretteten ihn und Lut in das Land, das Wir für (all) die Weltenbewohner gesegnet haben.
72Und Wir schenkten ihm lshaq und Ya´qub zusätzlich; und alle machten Wir rechtschaffen.
73Und Wir machten sie zu Vorbildern, die nach Unserem Befehl leiteten. Und Wir gaben ihnen ein, gute Werke zu tun, das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten. Und sie pflegten Uns zu dienen.
74Und Lut gaben Wir Urteil(skraft) und Wissen und erretteten ihn aus der Stadt, die schlechte Taten zu begehen pflegte. Sie waren ja böse Leute, sie waren Frevler.
75Und Wir ließen ihn in Unsere Barmherzigkeit eingehen. Gewiß, er gehört zu den Rechtschaffenen.
76Und (auch) Nuh, als er zuvor rief. Da erhörten Wir ihn und erretteten darauf ihn und seine Angehörigen aus der großen Trübsal.
77Und Wir halfen ihm vor den Leuten, die Unsere Zeichen für Lüge erklärten. Sie waren ja böse Leute, und so ließen Wir sie allesamt ertrinken.
78Und (auch) Dawud und Sulaiman, als sie über das Saatfeld urteilten. Darin hatte Kleinvieh von (fremden) Leuten nachts geweidet. Und Wir waren für ihr Urteil Zeugen.
79Und Wir ließen Sulaiman es begreifen. Und allen gaben Wir Urteil(skraft) und Wissen. Und Wir machten die Berge zusammen mit Dawud dienstbar, daß sie (Uns) preisen, und (auch) die Vögel. Wir taten (es wirklich).
80Und Wir lehrten ihn die Verfertigung von (Panzer)kleidung für euch, damit sie euch vor eurer (gegenseitigen) Gewalt schütze. Wollt ihr nun dankbar sein?
81Und Sulaiman (machten Wir) den Sturmwind (dienstbar), daß er auf seinen Befehl zum Land wehe, das Wir gesegnet haben - und Wir wußten über alles Bescheid -,
82und auch unter den Satanen manche, die für ihn tauchten und (auch noch andere) Arbeiten außer dieser verrichteten; und Wir bewachten sie.
83Und (auch) Ayyub, als er zu seinem Herrn rief: "Mir ist gewiß Unheil widerfahren, doch Du bist der Barmherzigste der Barmherzigen."
84Da erhörten Wir ihn und nahmen das Unheil, das auf ihm war, von ihm hinweg, und gaben ihm seine Angehörigen und noch einmal die gleiche Zahl dazu, aus Barmherzigkeit von Uns und als Ermahnung für diejenigen, die (Uns) dienen.
85Und (auch) Isma´il und Idris und Du´1-Kifl. Jeder gehörte zu den Standhaften.
86Und Wir ließen sie in Unsere Barmherzigkeit eingehen. Gewiß, sie gehören zu den Rechtschaffenen.
87Und (auch) dem Mann mit dem Fisch´, als er erzürnt wegging. Da meinte er, Wir würden ihm nicht (den Lebensunterhalt) bemessen. Dann rief er in den Finsternissen: "Es gibt keinen Gott außer Dir! Preis sei Dir! Gewiß, ich gehöre zu den Ungerechten."
88Da erhörten Wir ihn und erretteten ihn aus dem Kummer. So retten Wir die Gläubigen.
89Und (auch) Zakariyya, als er zu seinem Herrn rief: "Mein Herr, lasse mich nicht kinderlos bleiben, und Du bist der beste Erbe."
90Da erhörten Wir ihn und schenkten ihm Yahya und besserten ihm seine Gattin. Sie pflegten sich ja mit den guten Dingen zu beeilen und Uns in Begehren und Ehrfurcht anzurufen, und sie pflegten vor Uns demütig zu sein.
91Und (auch) diejenige, die ihre Scham unter Schutz stellte´. Da hauchten Wir ihr von Unserem Geist ein und machten sie und ihren Sohn zu einem Zeichen für die Weltenbewohner.
92"Gewiß, diese ist eure Gemeinschaft, eine einzige Gemeinschaft, und Ich bin euer Herr; so dient Mir!"
93Aber sie spalteten sich in ihrer Angelegenheit untereinander; doch sie werden alle zu Uns zurückkehren.
94Wer etwas an rechtschaffenen Werken tut und dabei gläubig ist, der wird für sein Bemühen nicht Undank ernten; Wir schreiben es ihm gut.
95Und verboten ist es für (die Bewohner) eine(r jeden) Stadt, die Wir vernichteten, daß sie (ins Diesseits) zurückkehren,
96bis die (Sperrmauer von) Ya´gug und Ma´güg geöffnet wird und sie von jeder Anhöhe schnell herbeilaufen
97und das wahre Versprechen nahegerückt ist, dann werden sogleich die Blicke derjenigen, die ungläubig sind, starr werden: "O wehe uns! Wir waren dessen ja unachtsam. Nein! Vielmehr pflegten wir Unrecht zu tun."
98"Gewiß, ihr und das, dem ihr anstatt Allahs dient, seid Brennstoff der Hölle. Ihr werdet dahin hinabgehen."
99Wenn diese da Götter wären, gingen sie nicht zu ihr hinab. Und alle werden ewig darin bleiben.
100Sie werden darin seufzen und selbst darin nicht hören.
101Gewiß, diejenigen, an die von Uns (das Versprechen für) die beste Behandlung vorausgegangen ist, sie werden von ihr ferngehalten,
102sie hören von ihr nicht (einmal) das leiseste Geräusch. Und sie werden in dem, was ihre Seelen begehrt haben, ewig bleiben.
103Der größte Schrecken macht sie nicht traurig, und die Engel empfangen sie: "Das ist euer Tag, der euch versprochen wurde."
104An dem Tag, da Wir den Himmel zusammenfalten, wie der Urkundenschreiber die Schriftstücke zusammenfaltet. Wie Wir eine erste Schöpfung am Anfang gemacht haben, wiederholen Wir sie; (das ist) ein für Uns bindendes Versprechen. Wir wer den es bestimmt tun.
105Und Wir haben bereits im Buch der Weisheit nach der Ermahnung geschrieben, daß Meine rechtschaffenen Diener das Land erben werden.
106In diesem ist fürwahr eine Botschaft an Leute, die (Uns) dienen.
107Und Wir haben dich nur als Barmherzigkeit für die Weltenbewohner gesandt.
108Sag: Mir wird (als Offenbarung) nur eingegeben, daß euer Gott nur ein einziger Gott ist. Werdet ihr nun (Allah) ergeben sein?
109Wenn sie sich abkehren, dann sag: Ich habe es euch (allen) gleichermaßen angekündigt, und ich weiß nicht, ob das nahe ist oder fernliegt, was euch versprochen wird.
110Gewiß, Er weiß, was an Worten laut vernehmbar geäußert wird, und Er weiß, was ihr verheimlicht.
111Und ich weiß (auch) nicht, ob es vielleicht nur eine Versuchung für euch ist und ein Nießbrauch auf Zeit.
112Er sagte: Mein Herr, richte der Wahrheit entsprechend. Und unser Herr ist der Allerbanner, bei Dem Hilfe zu suchen ist gegen das, was ihr beschreibt.
Chapter 22 (Sura 22)
1O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn. Gewiß, das Beben der Stunde ist eine gewaltige Sache.
2An dem Tag, da ihr es seht, wird jede Stillende (aus Entsetzen) übersehen, was sie (soeben) stillt, und jede Schwangere wird mit dem niederkommen, was sie trägt. Und du siehst die Menschen trunken, obwohl sie nicht betrunken sind; aber die Strafe Allahs ist streng.
3Und unter den Menschen gibt es manch einen, der über Allah ohne Wissen streitet und jedem rebellischen Satan folgt,
4gegen den vorgezeichnet ist, daß er denjenigen, der ihn zum Schutzhelm nimmt, daß er ihn in die Irre führen und zur Strafe der Feuerglut leiten wird.
5O ihr Menschen, wenn ihr über die Auferweckung im Zweifel seid, so haben Wir euch aus Erde erschaffen, hierauf aus einem Samentropfen, hierauf aus einem Anhängsel, hierauf aus einem kleinen Klumpen, gestaltet und ungestaltet, um (es) euch klarzumachen. Und Wir lassen, was Wir wollen, im Mutterleib auf eine festgesetzte Frist untergebracht. Danach lassen Wir euch als kleine Kinder hervorkommen. Hierauf (lassen Wir euch heranwachsen), damit ihr eure Vollreife erlangt. Und mancher von euch wird (frühzeitig) abberufen, und manch einer von euch wird in das niedrigste (Greisen)alter gebracht, so daß er nach (dem vorherigen) Wissen nichts (mehr) weiß. Und du siehst die Erde regungslos, doch wenn Wir Wasser auf sie herabkommen lassen, regt sie sich, schwillt und läßt von jeder entzückenden (Pflanzen)art wachsen.
6Dies, weil Allah die Wahrheit ist und weil Er die Toten wieder lebendig macht und weil Er zu allem die Macht hat
7und weil die Stunde kommt, an der es keinen Zweifel gibt, und weil Allah (all) diejenigen auferwecken wird, die in den Gräbern sind.
8Doch gibt es unter den Menschen manchen, der über Allah ohne Wissen, ohne Rechtleitung und ohne erleuchtendes Buch streitet,
9indem er sich (hochmütig) zur Seite wendet, um von Allahs Weg in die Irre zu führen. Schande gibt es für ihn im Diesseits, und Wir lassen ihn am Tag der Auferstehung die Strafe des Brennens kosten.
10"Dies (geschieht) wegen dessen, was deine Hände vorausgeschickt haben, und deshalb, weil Allah keiner ist, der den Menschen Unrecht zufügt."
11Und unter den Menschen gibt es manchen, der Allah nur am Rande dient. Wenn ihn etwas Gutes trifft, ist er damit beruhigt, doch wenn ihn eine Versuchung trifft, macht er eine Kehrtwende. Er verliert das Diesseits und das Jenseits. Das ist der deutliche Verlust.
12Er ruft anstatt Allahs das an, was ihm weder schadet noch nützt. Das ist wirklich der tiefe Irrtum.
13Er ruft denjenigen an, von dem eher Schaden (zu erwarten) ist als Nutzen - ein wahrlich schlimmer Schutzherr und ein wahrlich schlimmer Gefährte!
14Gewiß, Allah läßt diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, in Gärten eingehen, durcheilt von Bächen. Gewiß, Allah tut, was Er will.
15Wer meint, daß Allah ihm im Diesseits und Jenseits nicht helfen werde, der strecke doch ein Seil zum Himmel, dann schneide er (es) ab. So schaue er, ob nun seine List das wegnimmt, was (ihn) ergrimmen läßt.
16So haben Wir ihn als klare Zeichen hinabgesandt, und (es ist so,) daß Allah rechtleitet, wen Er will.
17Gewiß, diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Säbier und die Christen und die Magus und diejenigen, die Götzendiener sind gewiß, Allah wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen entscheiden; Allah ist ja über alles Zeuge.
18Siehst du nicht, daß sich vor Allah (jeder) niederwirft, wer in den Himmeln und wer auf der Erde ist, und (auch) die Sonne, der Mond und die Sterne, die Berge, die Bäume und die Tiere und viele von den Menschen? Und gegen viele ist die Strafe unvermeidlich geworden. Und wen Allah der Schmach aussetzt, der hat niemanden, der ihm Ehre erweist. Gewiß, Allah tut, was Er will.
19Das sind zwei Widersacher, die miteinander über ihren Herrn streiten. Für diejenigen nun, die ungläubig sind, werden Gewänder aus Feuer zugeschnitten; über ihre Köpfe wird heißes Wasser gegossen.
20Dadurch wird zum Schmelzen gebracht, was sie in ihrem Bauch haben, und ebenso die Haut.
21Und für sie gibt es Keulen aus Eisen.
22Jedesmal, wenn sie vor Kummer aus ihm herauskommen wollen, werden sie dahin zurückgebracht, und (es wird zu ihnen gesagt): "Kostet die Strafe des Brennens!"
23Gewiß, Allah läßt diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, in Gärten eingehen, durcheilt von Bächen, worin sie mit Armreifen aus Gold und mit Perlen geschmückt sein werden und worin ihre Kleidung aus Seide sein wird.
24Rechtgeleitet sind sie zu dem Wort, das gut ist; und rechtgeleitet sind sie zum Weg des Lobenswürdigen.
25Gewiß, diejenigen, die ungläubig sind und von Allahs Weg abhalten und (auch) von der geschützten Gebetsstätte, die Wir für die Menschen bestimmt haben, gleich ob sie dort ansässig oder nur vorübergehend anwesend sind (, werden ihre Strafe bekommen). Wer aber beabsichtigt, dort etwas Abwegiges zu Unrecht (zu begehen), den werden Wir von einer schmerzhaften Strafe kosten lassen.
26Und als Wir Ibrahim die Stelle des Hauses zuwiesen: "Geselle Mir nichts bei und reinige Mein Haus für die den Umlauf Vollziehenden, die aufrecht Stehenden, sich Verbeugenden und die sich Niederwerfenden.
27Und rufe unter den Menschen die Pilgerfahrt aus, so werden sie zu dir kommen zu Fuß und auf vielen hageren (Reittieren), die aus jedem tiefen Paßweg da herkommen,
28damit sie (allerlei) Nutzen für sich erfahren und den Namen Allahs an wohlbekannten Tagen über den aussprechen, womit Er sie an den Vierfüßlern unter dem Vieh versorgt hat. - Eßt (selbst) davon und gebt dem Elenden, dem Armen zu essen.
29Hierauf sollen sie ihre Ungepflegtheit beenden, ihre Gelübde erfüllen und den Umlauf um das alt(ehrwürdig)e Haus vollziehen."
30So (ist es). Und wenn einer die unantastbaren Dinge Allahs hoch ehrt, so ist es besser für ihn bei seinem Herrn. Erlaubt ist euch das Vieh, außer dem, was euch verlesen wird. So meidet den Greuel der Götzenbilder, und meidet die falsche Aussage,
31als Anhänger des rechten Glaubens gegenüber Allah, die Ihm nichts beigesellen. Und wenn einer Allah (etwas) beigesellt, so ist es, als ob er vom Himmel herunterfiele und er dann von den Vögeln fortgerissen oder vom Wind an einen fernen Ort hinabgeweht würde.
32So ist es. Und wenn einer die Kulthandlungen Allahs hoch ehrt, so ist es (ein Ausdruck, der) von der Gottesfurcht der Herzen (herrührt).
33An ihnen habt ihr (allerlei) Nutzen auf eine festgesetzte Frist, hierauf liegt ihr Zielort beim alt(ehrwürdig)en Haus.
34Und für jede Gemeinschaft haben Wir einen Ritus festgelegt, damit sie den Namen Allahs über den aussprechen, womit Er sie an den Vierfüßlern unter dem Vieh versorgt hat. Euer Gott ist ein Einziger Gott, so seid Ihm ergeben. Und verkünde frohe Botschaft denjenigen, die sich demütigen,
35denjenigen, deren Herzen sich vor Ehrfurcht regen, wenn Allahs gedacht wird, die das standhaft ertragen, was sie trifft, das Gebet verrichten und von dem, womit Wir sie versorgt haben, ausgeben.
36Und die Opferkamele haben Wir euch zu Kultzeichen Allahs gemacht. An ihnen habt ihr (etwas) Gutes. So sprecht den Namen Allahs über sie aus, wenn sie mit gebundenen Beinen dastehen. Wenn sie nun auf die Seite umgefallen sind, dann eßt davon und gebt dem bescheidenen und dem fordernden (Armen) zu essen. So haben Wir sie euch dienstbar gemacht, auf daß ihr dankbar sein möget.
37Weder ihr Fleisch noch ihr Blut werden Allah erreichen, aber Ihn erreicht die Gottesfurcht von euch. So hat Er sie euch dienstbar gemacht, damit ihr Allah als den Größten preist, daß Er euch rechtgeleitet hat. Und verkünde frohe Botschaft den Gutes Tuenden.
38Gewiß, Allah verteidigt diejenigen, die glauben. Gewiß, Allah liebt keinen undankbaren Verräter.
39Erlaubnis (zum Kampf) ist denjenigen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen ja Unrecht zugefügt wurde - und Allah hat wahrlich die Macht, ihnen zu helfen -,
40(ihnen), die zu Unrecht aus ihren Wohnstätten vertrieben wurden, nur weil sie sagen: Unser Herr ist Allah. Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt hätte, so wären fürwahr Mönchsklausen, Kirchen, Bethäuser und Gebetsstätten zerstört worden, in denen Allahs Name häufig genannt wird. Und Allah wird ganz gewiß denjenigen helfen, die Ihm helfen. Allah ist wahrlich Stark und Allmächtig.
41- (Ihnen), die, wenn Wir ihnen eine feste Stellung auf der Erde verleihen, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten. Und Allah gehört das Ende der Angelegenheiten.
42Wenn sie dich der Lüge bezichtigen, so haben auch schon vor ihnen das Volk Nuhs, die (Ad und die Tamud (ihre Gesandten) der Lüge bezichtigt,
43und (auch) das Volk Ibrahims und das Volk Luts
44und die Bewohner von Madyan. Auch Musa wurde der Lüge bezichtigt. Da gewährte Ich den Ungläubigen Aufschub, hierauf ergriff Ich sie. Wie war da Meine Mißbilligung!
45Wie viele Städte, die Unrecht taten, vernichteten Wir, so daß sie wüst in Trümmern lagen, und (wie viele nun) verlassene Brunnen und hochragende Schlösser!
46Reisen sie denn nicht auf der Erde umher, so daß sie Herzen bekommen, mit denen sie begreifen, oder Ohren, mit denen sie hören? Denn nicht die Blicke sind blind, sondern blind sind die Herzen, die in den Brüsten sind.
47Und sie wünschen von dir, die Strafe zu beschleunigen. Allah wird Sein Versprechen nicht brechen. Und gewiß, ein Tag bei deinem Herrn ist wie tausend Jahre nach eurer Berechnung.
48Und wie vielen Städten, die Unrecht taten, gewährte Ich Aufschub! Hierauf ergriff Ich sie, und zu Mir ist der Ausgang.
49Sag: O ihr Menschen, ich bin euch nur ein deutlicher Warner.
50Diejenigen nun, die glauben und rechtschaffene Werke tun, für sie wird es Vergebung und ehrenvolle Versorgung geben.
51Diejenigen hingegen, die ständig gegen Unsere Zeichen eifern und ihnen Machtlosigkeit nachweisen wollen, das sind Insassen des Höllenbrandes.
52Und Wir sandten vor dir keinen Gesandten oder Propheten, ohne daß ihm, wenn er etwas wünschte, der Satan in seinen Wunsch etwas dazwischen geworfen hätte. Aber Allah hebt auf, was der Satan dazwischenwirft. Hierauf legt Allah Seine Zeichen eindeutig fest. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
53(Das ist so,) damit Er das, was der Satan dazwischenwirft, zu einer Versuchung für diejenigen macht, in deren Herzen Krankheit ist und deren Herzen verhärtet sind die Ungerechten befinden sich wahrlich in tiefem Widerstreit -,
54und damit diejenigen, denen das Wissen gegeben wurde, wissen, daß dies die Wahrheit von deinem Herrn ist, so daß sie daran glauben und ihre Herzen sich dann davor demütigen. Und Allah leitet wahrlich diejenigen, die glauben, zu einem geraden Weg.
55Und diejenigen, die ungläubig sind, werden nicht aufhören, daran zu zweifeln, bis plötzlich die Stunde über sie kommt oder die Strafe eines unheilvollen Tages über sie kommt.
56Die Herrschaft wird an jenem Tag Allah (allein) gehören. Er wird zwischen ihnen richten. Dann werden diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, in den Gärten der Wonne sein.
57Diejenigen aber, die ungläubig sind und Unsere Zeichen für Lüge erklären, für sie wird es schmachvolle Strafe geben.
58Denjenigen, die auf Allahs Weg auswandern, hierauf getötet werden oder sterben, wird Allah ganz gewiß eine schöne Versorgung gewähren. Allah ist wahrlich der beste Versorger.
59Er wird ihnen ganz gewiß einen Eingang gewähren, mit dem sie zufrieden sind. Und Allah ist wahrlich Allwissend und Nachsichtig.
60Dies, und wer im gleichen Maß bestraft, wie er bestraft wurde, hierauf aber (wieder zu Unrecht) angegriffen wird, dem wird Allah ganz gewiß helfen. Allah ist wahrlich Allverzeihend und Allvergebend.
61Dies, weil Allah die Nacht in den Tag eindringen und den Tag in die Nacht eindringen läßt und weil Allah Allhörend und Allsehend ist.
62Dies, weil Allah die Wahrheit ist und weil das, was sie anstatt Seiner anrufen, das Falsche ist, und weil Allah der Erhabene, der Große ist.
63Siehst du nicht, daß Allah vom Himmel Wasser herabkommen läßt, so daß die Erde grün wird? Gewiß, Allah ist Feinfühlig und Allkundig.
64Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist; Allah ist wahrlich der Unbedürftige und Lobenswürdige.
65Siehst du nicht, daß Allah euch (all) das, was auf der Erde ist, dienstbar gemacht hat, und (ebenso) die Schiffe, die nach Seinem Befehl auf dem Meer fahren? Und Er hält den Himmel, daß er nicht auf die Erde fällt, außer mit Seiner Erlaubnis. Gewiß, Allah ist zu den Menschen wahrlich Gnädig und Barmherzig.
66Und Er ist es, Der euch lebendig gemacht hat, euch hierauf sterben läßt, euch hierauf wieder lebendig macht. Der Mensch ist wahrlich sehr undankbar.
67Für jede Gemeinschaft haben Wir einen Ritus festgelegt, den sie (zu) vollziehen (haben); so sollen sie mit dir nicht über die Angelegenheit streiten. Und rufe zu deinem Herrn. Du verfährst fürwahr nach einer geraden Rechtleitung.
68Und wenn sie (doch) mit dir streiten, dann sag: Allah weiß sehr wohl, was ihr tut.
69Allah wird zwischen euch am Tag der Auferstehung über das richten, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet.
70Weißt du denn nicht, daß Allah weiß, was im Himmel und auf der Erde ist? Gewiß, das steht in einem Buch; gewiß, das ist Allah ein leichtes.
71Und sie dienen anstatt Allahs dem, wofür Er keine Ermächtigung herabgesandt hat und wovon sie kein Wissen haben. Und es wird für die Ungerechten keinen Helfer geben.
72Und wenn ihnen Unsere Zeichen als klare Beweise verlesen werden, erkennst du in den Gesichtern derjenigen, die ungläubig sind, Mißbilligung. Beinahe würden sie über diejenigen herfallen, die ihnen Unsere Zeichen verlesen. Sag: Soll ich euch denn kundtun, was schlechter ist als dies? (Es ist) das (Höllen)feuer; Allah hat es denjenigen angedroht hat, die ungläubig sind - ein schlimmer Ausgang!
73O ihr Menschen, ein Gleichnis wird (euch) angeführt´, so hört darauf. Gewiß, diejenigen, die ihr anstatt Allahs anruft, werden nicht (einmal) eine Fliege erschaffen (können), auch wenn sie sich dafür zusammentäten. Und wenn die Fliege ihnen etwas raubte, könnten sie es ihr nicht entreißen. Schwach ist (hier) derjenige, der ersucht, und derjenige, der ersucht wird.
74Sie schätzen Allah nicht ein, wie es Ihm gebührt. Allah ist wahrlich Stark und Allmächtig.
75Allah erwählt Sich aus den Engeln Gesandte, und (auch) aus den Menschen. Gewiß, Allah ist Allhörend und Allsehend.
76Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt. Und zu Allah werden (all) die Angelegenheiten zurückgebracht.
77O die ihr glaubt, verbeugt euch, werft euch nieder und dient eurem Herrn und tut das Gute, auf daß es euch wohl ergehen möge!
78Und müht euch für Allah ab, wie der wahre Einsatz für Ihn sein soll. Er hat euch erwählt und euch in der Religion keine Bedrängnis auferlegt, dem Glau bensbekenntnis eures Vaters Ibrahim: Er hat euch Muslime genannt, zuvor und (nunmehr) in diesem (Qur´an), damit der Gesandte Zeuge über euch sei und ihr Zeugen über die Menschen seid. So verrichtet das Gebet, entrichtet die Abgabe und haltet an Allah fest. Er ist euer Schutzherr. Wie trefflich ist doch der Schutzherr, und wie trefflich ist der Helfer!
Chapter 23 (Sura 23)
1Den Gläubigen wird es ja wohl ergehen,
2denjenigen, die in ihrem Gebet demütig sind,
3und denjenigen, die sich von unbedachter Rede abwenden,
4und denjenigen, die die (Zahlung der) Abgabe anwenden,
5und denjenigen, die ihre Scham hüten,
6außer gegenüber ihren Gattinnen oder was ihre rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt, denn sie sind (hierin) nicht zu tadeln,
7- wer aber darüber hinaus (etwas) begehrt, das sind die Übertreter -,
8und denjenigen, die auf die ihnen anvertrauten Güter und ihre Verpflichtung achtgeben,
9und denjenigen, die ihre Gebete einhalten.
10Das sind die Erben,
11die das Paradies erben werden; ewig werden sie darin bleiben.
12Wir schufen den Menschen ja aus einem Auszug aus Lehm.
13Hierauf machten Wir ihn zu einem Samentropfen in einem festen Aufenthaltsort.
14Hierauf schufen Wir den Samentropfen zu einem Anhängsel, dann schufen Wir das Anhängsel zu einem kleinen Klumpen, dann schufen Wir den kleinen Klumpen zu Knochen, dann bekleideten Wir die Knochen mit Fleisch. Hierauf ließen Wir ihn als eine weitere Schöpfung entstehen. Segensreich ist Allah, der beste Schöpfer.
15Hierauf werdet ihr gewiß nach (all) diesem sterben.
16Hierauf werdet ihr gewiß am Tag der Auferstehung auferweckt werden.
17Und Wir schufen ja über euch sieben Lagen, und Wir sind der Schöpfung nicht unachtsam.
18Und Wir lassen vom Himmel Wasser in (bestimmtem) Maß herabkommen und lassen es sich dann in der Erde aufhalten. Und Wir habe´n fürwahr die Macht, es (wieder) wegzunehmen.
19Dann lassen Wir euch dadurch Gärten mit Palmen und Rebstöcken entstehen, in denen ihr vielerlei Früchte habt und von denen ihr eßt,
20und einen Baum, der aus dem Berg Saina herauskommt, der Öl hervorbringt und auch Tunke für diejenigen, die essen.
21Und (auch) im Vieh habt ihr wahrlich eine Lehre. Wir geben euch von dem, was in ihren Leibern ist, zu trinken. An ihnen habt ihr vielerlei Nutzen, und davon eßt ihr.
22Und auf ihnen und auf den Schiffen werdet ihr getragen.
23Und Wir sandten bereits Nuh zu seinem Volk. Da sagte er: "O mein Volk, dient Allah. Keinen Gott habt ihr außer Ihm. Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein?"
24Da sagte die aus seinem Volk führende Schar, die ungläubig war: "Dieser ist nur ein menschliches Wesen wie ihr, das einen Vorzug euch gegenüber haben will. Und wenn Allah gewollt hätte, hätte Er wahrlich Engel herabgesandt. Wir haben so etwas bei unseren Vorvätern nicht gehört.
25Er ist nur ein Mann, der an Besessenheit leidet; so wartet mit ihm für eine gewisse Zeit ab."
26Er sagte: "Mein Herr, hilf mir, wo sie mich der Lüge bezichtigen."
27Da gaben Wir ihm ein: "Verfertige das Schiff vor Unseren Augen und nach Unserer Eingebung. Wenn dann Unser Befehl kommt und der Ofen brodelt, so führe von jeder (Art) ein Paar und deine Angehörigen hinein, außer gegen wen das Wort vorher ergangen ist. Und sprich Mich nicht an zugunsten derjenigen, die Unrecht getan haben; sie werden ertränkt werden.
28Und wenn du dich nun auf dem Schiff eingerichtet hast, du und diejenigen, die mit dir sind, dann sag: (Alles) Lob gehört Allah, Der uns von dem ungerechten Volk errettet hat!
29Und sag: Mein Herr, gewähre mir einen gesegneten Abstieg´, denn Du bist der Beste derjenigen, die Abstieg gewähren."
30Darin sind wahrlich Zeichen. Wir haben (sie damit) fürwahr geprüft.
31Hierauf ließen Wir nach ihnen ein anderes Geschlecht entstehen.
32Dann schickten Wir zu ihnen einen Gesandten von ihnen: "Dient Allah! Keinen Gott habt ihr außer Ihm. Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein?"
33Und die führende Schar aus seinem Volk, die ungläubig war und die Begegnung mit dem Jenseits für Lüge erklärte und der Wir im diesseitigen Leben üppigen Wohlstand verliehen hatten, sagte: "Dieser ist nur ein menschliches Wesen wie ihr, das von dem ißt, was ihr eßt, und von dem trinkt, was ihr trinkt.
34Wenn ihr einem menschlichen Wesen euresgleichen gehorcht, dann werdet ihr fürwahr Verlierer sein.
35Verspricht er euch etwa, daß ihr, wenn ihr gestorben und zu Erde und Knochen geworden seid, (wieder) hervorgebracht werdet?
36Weit, weit entfernt ist das, was euch versprochen wird.
37Es gibt nur unser diesseitiges Leben: Wir sterben und wir leben, und wir werden nicht auferweckt.
38Er ist nur ein Mann, der gegen Allah eine Lüge ersonnen hat; und wir wollen ihm nicht glauben."
39Er sagte: "Mein Herr, hilf mir, wo sie mich der Lüge bezichtigen."
40Er sagte: "Über ein kleines werden sie wahrlich Reue empfinden."
41Da ergriff sie zu Recht der Schrei, und so machten Wir sie zu Abschaum. Weg darum mit dem ungerechten Volk!
42Hierauf ließen Wir nach ihnen andere Geschlechter entstehen.
43Keine Gemeinschaft kann ihrer Frist vorausgehen, noch sie hinausschieben.
44Hierauf sandten Wir Unsere Gesandten, einen nach dem anderen. Jedesmal, wenn zu einer Gemeinschaft ihr Gesandter kam, bezichtigten sie ihn der Lüge. So ließen Wir die einen von ihnen auf die anderen folgen und machten sie zu(m Gegenstand von) Geschichten. Weg darum mit Leuten, die nicht glauben!
45Hierauf sandten Wir Musa und seinen Bruder Harun mit Unseren Zeichen und einer deutlichen Ermächtigung
46zu Fir´aun und seiner führenden Schar. Sie aber verhielten sich hochmütig und waren überhebliche Leute.
47Sie sagten: "Sollen wir denn zwei menschlichen Wesen unseresgleichen glauben, wo doch ihr Volk in unserem Dienst steht?"
48Sie bezichtigten sie der Lüge, und so gehörten sie zu denen, die vernichtet wurden.
49Und Wir gaben bereits Musa die Schrift, auf daß sie rechtgeleitet werden mögen.
50Und Wir machten den Sohn Maryams und seine Mutter zu einem Zeichen und gewährten ihnen Zuflucht auf einer Anhöhe mit festem Grund und Quellwasser.
51"O ihr Gesandten, eßt von den guten Dingen und handelt rechtschaffen; gewiß, Ich weiß über das, was ihr tut, Bescheid.
52Gewiß, diese ist eure Gemeinschaft, eine einzige Gemeinschaft, und Ich bin euer Herr; so fürchtet Mich!"
53Aber sie spalteten sich in ihrer Angelegenheit untereinander nach (verschiedenen) Büchern´; und jede Gruppierung ist froh über das, was sie bei sich hat.
54So lasse sie in ihrer Verwirrung für eine gewisse Zeit
55Meinen sie etwa, daß Wir, wenn Wir sie mit Besitz und Söhnen unterstützen,
56Uns beeilen, ihnen gute Dinge (zu gewähren)? Aber nein! Sie merken nicht.
57Gewiß, diejenigen, die aus Furcht vor ihrem Herrn besorgt sind
58und die an die Zeichen ihres Herrn glauben
59und die ihrem Herrn nicht(s) beigesellen
60und die geben, was sie geben, während ihre Herzen sich (davor) ängstigen, weil sie zu ihrem Herrn zurückkehren werden,
61diese beeilen sich mit den guten Dingen, und sie werden sie erreichen.
62Wir erlegen keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag. Und bei Uns ist ein Buch, das die Wahrheit redet, und es wird ihnen kein Unrecht zugefügt.
63Aber nein! Ihre Herzen befinden sich in tiefer Achtlosigkeit davor´. Und es gibt bei ihnen (andere) Taten außer diesen, die sie ausführen.
64Wenn Wir dann diejenigen von ihnen, die üppig leben, mit der Strafe ergreifen, flehen sie sogleich laut um Hilfe.
65"Fleht nicht um Hilfe heute, denn euch wird von Uns nicht geholfen.
66Meine Zeichen wurden euch bereits verlesen. Aber ihr pflegtet auf euren Fersen kehrtzumachen,
67indem ihr euch davon hochmütig in eurem Nachtgeplauder abwandtet."
68Haben sie denn nicht über das Wort nachgedacht, oder ist zu ihnen gekommen, was nicht zu ihren Vorvätern kam?
69Oder haben sie ihren Gesandten nicht erkannt, so daß sie ihn (nun) verwerfen?
70Oder sagen sie: "Er leidet an Besessenheit?" Nein! Vielmehr kam er zu ihnen mit der Wahrheit, aber den meisten von ihnen ist die Wahrheit zuwider.
71Wenn die Wahrheit ihren Neigungen gefolgt wäre, gerieten die Himmel und die Erde und wer in ihnen ist wahrlich ins Verderben. Aber nein! Wir kamen zu ihnen mit ihrer Ermahnung, sie aber wenden sich von ihrer Ermahnung ab.
72Oder verlangst du von ihnen eine Entlohnung? Aber die Entlohnung deines Herrn ist besser, und Er ist der beste Versorger.
73Und du lädst sie wahrlich zu einem geraden Weg ein.
74Jene, die nicht an das Jenseits glauben, weichen fürwahr vom Weg ab.
75Wenn Wir Uns ihrer erbarmten und das Unheil, das auf ihnen ist, hinwegnähmen, würden sie wahrlich in ihrer Auflehnung verharren und umherirren.
76Wir haben sie ja mit der Strafe ergriffen. Aber weder unterwarfen sie sich ihrem Herrn noch flehten sie demütig.
77Wenn Wir ihnen dann ein Tor zu strenger Strafe öffnen, sind sie darüber sogleich ganz verzweifelt.
78Er ist es, Der euch Gehör, Augenlicht und Herzen hat entstehen lassen. Wie wenig dankbar ihr seid!
79Und Er ist es, Der euch auf der Erde (an Zahl) hat anwachsen lassen, und zu Ihm werdet ihr versammelt werden.
80Und Er ist es, Der lebendig macht und sterben läßt; und auf Ihn geht der Unterschied von Nacht und Tag zurück. Begreift ihr denn nicht?
81Aber nein! Sie sagen das gleiche, was die Früheren gesagt haben.
82Sie sagen: "Wenn wir gestorben und zu Erde und Knochen geworden sind, sollen wir denn dann wirklich auferweckt werden?
83Dies ist bereits zuvor uns und unseren Vätern versprochen worden. Das sind nur Fabeln der Früheren."
84Sag: Wem gehört die Erde und wer auf ihr ist, wenn ihr (es) wißt?
85Sie werden sagen: "(Alles) gehört Allah." Bedenkt ihr denn nicht?
86Sag: Wer ist der Herr der sieben Himmel und der Herr des gewaltigen Thrones?
87Sie werden sagen: "(Alles) gehört Allah." Sag: Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein?
88Sag: In wessen Hand ist die Herrschaftsgewalt über alles, Der Schutz gewährt und gegen Den kein Schutz gewährt werden kann, wenn ihr wißt?
89Sie werden sagen: "(Alles) gehört Allah." Wieso seid ihr denn einem Zauber verfallen?
90Nein! Vielmehr sind Wir zu ihnen mit der Wahrheit gekommen, aber sie sind wahrlich Lügner.
91Allah hat Sich keine Kinder genommen, und keinen Gott gibt es neben Ihm, sonst würde fürwahr jeder Gott das wegnehmen, was er erschaffen hat, und die einen von ihnen würden sich den anderen gegenüber wahrlich überheblich zeigen. Preis sei Allah, (und Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) zuschreiben,
92Dem Kenner des Verborgenen und des Offenbaren! Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.
93Sag: Mein Herr, wenn immer Du mir zeigst, was ihnen angedroht wird,
94mein Herr, dann stelle mich nicht unter das ungerechte Volk.
95Wir haben fürwahr die Macht dazu, dir zu zeigen, was Wir ihnen androhen.
96Wehre mit dem, was besser ist, das Böse ab. Wir wissen sehr wohl, was sie da zuschreiben.
97Und sag: Mein Herr, ich nehme Zuflucht bei Dir vor den Aufstachelungen der Satane.
98Und ich nehme Zuflucht bei Dir davor, mein Herr, daß sie mich aufsuchen.
99Wenn dann der Tod zu einem von ihnen kommt, sagt er: "Mein Herr, bringt mich zurück,
100auf daß ich rechtschaffen handele in dem, was ich hinterlassen habe." Keineswegs! Es ist nur ein Wort, das er (so) sagt; hinter ihnen wird ein trennendes Hindernis sein bis zu dem Tag, da sie auferweckt werden.
101Wenn dann ins Horn geblasen wird, dann wird es zwischen ihnen keine Verwandt schaft mehr geben an jenem Tag, und sie fragen sich nicht mehr gegenseitig.
102Wessen Waagschalen schwer sein werden, das sind diejenigen, denen es wohl ergeht.
103Wessen Waagschalen aber leicht sein werden, das sind diejenigen, die ihre Seelen verloren haben; in der Hölle werden sie ewig bleiben.
104Das Feuer schlägt in ihre Gesichter, und sie werden darin erblaßt sein..
105"Wurden euch nicht Meine Zeichen verlesen, ihr aber pflegtet sie für Lüge zu erklären?"
106Sie werden sagen: "Unser Herr, unser Unglück hat uns besiegt, und wir waren irregehende Leute.
107Unser Herr, bringe uns aus ihr heraus. Wenn wir rückfällig werden, dann sind wir (wirklich) ungerecht."
108Er sagt: "Seid darin verstoßen, und sprecht nicht mit Mir.
109Gewiß, eine Gruppe von Meinen Dienern pflegte zu sagen: .Unser Herr, wir glauben, so vergib uns und erbarme Dich unser, denn Du bist der Beste der Barmherzigen.´
110Aber ihr nahmt sie zum Gegenstand des Spottes, bis ihr ihretwegen Meine Ermahnung vergaßt, und ihr pflegtet über sie zu lachen.
111Ich habe ihnen heute, daß sie standhaft waren, damit vergolten, daß sie die Erfolgreichen sind."
112Er wird sagen: "Wie viele Jahre habt ihr in der Erde verweilt?"
113Sie werden sagen: "Verweilt haben wir einen Tag oder den Teil von einem Tag; doch frage diejenigen, die zählen (können)."
114Er wird sagen: "Ihr habt nur ein wenig verweilt, wenn ihr doch nur wüßtet!
115Meint ihr denn, daß Wir euch zum sinnlosen Spiel erschaffen hätten und daß ihr nicht zu Uns zurückgebracht würdet?"
116Doch Erhaben ist Allah, der König, der Wahre. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Herrn des ehrwürdigen Thrones.
117Und wer neben Allah einen anderen Gott anruft, für den er keinen Beweis hat, dessen Abrechnung liegt nur bei seinem Herrn. Gewiß, den Ungläubigen wird es nicht wohl ergehen.
118Und sag: Mein Herr, vergib und erbarme Dich, denn Du bist der Beste der Barmherzigen.
Chapter 24 (Sura 24)
1(Dies ist) eine Sura, die Wir (als Offenbarung) hinabgesandt und verpflichtend gemacht und in der Wir klare Zeichen hinabgesandt haben, auf daß ihr bedenken möget.
2Eine Frau und ein Mann, die Unzucht begehen, geißelt jeden von ihnen mit hundert Hieben. Laßt euch nicht von Mitleid mit ihnen beiden angesichts (der Rechtsbestimmungen) der Religion Allahs ergreifen, wenn ihr an Allah und den Jüngsten Tag glaubt. Und es soll bei (der Vollstreckung) der Strafe an ihnen ein Teil von den Gläubigen zugegen sein.
3Ein Unzuchttreiber heiratet keine andere als eine Frau, die Unzucht begeht oder eine Götzendienerin. Und eine Unzuchttreiberin heiratet kein anderer als ein Mann, der Unzucht begeht oder ein Götzendiener. Den Gläubigen ist dies verboten.
4Diejenigen, die den ehrbaren Ehefrauen (Untreue) vorwerfen und hierauf nicht vier Zeugen beibringen, die geißelt mit achtzig Hieben und nehmt von ihnen niemals mehr eine Zeugenaussage an - das sind die (wahren) Frevler -,
5außer denjenigen, die nach alledem bereuen und rechtschaffen werden, denn Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
6Für diejenigen, die ihren Gattinnen (Untreue) vorwerfen, aber keine Zeugen haben außer sich selbst, besteht die Zeugenaussage eines (solchen) von ihnen darin, daß er viermal bei Allah bezeugt, er gehöre wahrlich zu denen, die die Wahrheit sagen,
7und zum fünften Mal (bezeugt), der Fluch Allahs komme auf ihn, wenn er zu den Lügnern gehören sollte.
8Und es wehrt von ihr die Strafe ab, daß sie viermal bei Allah bezeugt, er gehöre wahrlich zu den Lügnern,
9und das fünfte Mal (bezeugt sie), der Zorn Allahs komme über sie, wenn er zu denjenigen gehören sollte, die die Wahrheit sagen.
10Und ohne die Huld Allahs gegen euch und Seine Barmherzigkeit, und daß Allah Reue-Annehmend und Allweise wäre,...
11Diejenigen, die die ungeheuerliche Lüge vorgebracht haben, sind eine (gewisse) Schar von euch. Meint nicht, es sei schlecht für euch; nein! Vielmehr ist es gut für euch. Jedermann von ihnen wird zuteil, was er an Sünde erworben hat. Und für denjenigen unter ihnen, der den Hauptanteil daran auf sich genommen hat, wird es gewaltige Strafe geben.
12Hätten doch, als ihr es hörtet, die gläubigen Männer und Frauen eine gute Meinung voneinander gehabt und gesagt: "Das ist deutlich eine ungeheuerliche Lüge!"
13Hätten sie doch darüber vier Zeugen beigebracht! Da sie aber die Zeugen nicht beigebracht haben, so sind diese bei Allah die Lügner.
14Und ohne Allahs Huld gegen euch und Seine Barmherzigkeit im Diesseits und Jenseits würde euch für das, worin ihr euch (ausgiebig) ausgelassen habt, gewaltige Strafe widerfahren,
15als ihr es mit euren Zungen aufgegriffen und mit euren Mündern das gesagt habt, wovon ihr kein Wissen hattet, und es für eine leichte Sache gehalten habt, während es bei Allah eine ungeheuerliche Sache ist.
16Und hättet ihr doch, als ihr es hörtet, gesagt: "Es steht uns nicht zu, darüber zu sprechen. Preis sei Dir! Das ist eine gewaltige Verleumdung"!
17Allah ermahnt euch, niemals wieder dergleichen zu tun, wenn ihr gläubig seid.
18Und Allah macht euch die Zeichen klar, und Allah ist Allwissend und Allweise.
19Diejenigen, die es lieben, daß sich das Abscheuliche unter denjenigen, die glauben, verbreitet, für sie wird es schmerzhafte Strafe geben im Diesseits und Jenseits. Allah weiß, ihr aber wißt nicht.
20Und ohne die Huld Allahs gegen euch und Seine Barmherzigkeit, und daß Allah nicht Gnädig und Barmherzig wäre ...
21O die ihr glaubt, folgt nicht den Fußstapfen des Satans, denn wer den Fußstapfen des Satans folgt, der gebietet das Schändliche und Verwerfliche. Und ohne die Huld Allahs gegen euch und Seine Barmherzigkeit würde niemand von euch jemals lauter sein. Allah aber läutert, wen Er will. Und Allah ist Allhörend und Allwissend.
22Und es sollen diejenigen von euch, die Überfluß und Wohlstand besitzen, nicht schwören, sie würden den Verwandten, den Armen und denjenigen, die auf Allahs Weg ausgewandert sind, nichts mehr geben, sondern sie sollen verzeihen und nachsichtig sein. Liebt ihr es (selbst) nicht, daß Allah euch vergibt? Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
23Gewiß, diejenigen, die den ehrbaren, unachtsamen gläubigen Frauen (Untreue) vorwerfen, sind verflucht im Diesseits und Jenseits. Für sie wird es gewaltige Strafe geben,
24am Tag, da ihre Zungen und ihre Hände und ihre Füße gegen sie Zeugnis ablegen werden über das, was sie zu tun pflegten.
25An jenem Tag wird Allah ihr wahres Gericht(surteil) in vollem Maß zukommen lassen. Und sie werden erfahren, daß Allah die offenkundige Wahrheit ist.
26Schlechte Frauen gehören zu schlechten Männern, und schlechte Männer gehören zu schlechten Frauen. Gute Frauen gehören zu guten Männern, und gute Männer gehören zu guten Frauen. Freigesprochen sind diese von dem, was man (über sie) redet. Für sie wird es Vergebung und ehrenvolle Versorgung geben.
27O die ihr glaubt, betretet nicht andere Häuser, die nicht eure (eigenen) Häuser sind, bis ihr euch bemerkbar gemacht und ihre Bewohner begrüßt habt. Das ist besser für euch, auf daß ihr bedenken möget!
28Wenn ihr niemanden darin findet, dann tretet nicht ein, bis man (es) euch erlaubt. Und wenn man zu euch sagt: "Kehrt um", dann kehrt um. Das ist lauterer für euch. Und Allah weiß über das, was ihr tut, Bescheid.
29Es ist für euch keine Sünde, unbewohnte Häuser zu betreten, in denen sich ein Nießbrauch für euch befindet. Allah weiß, was ihr offen tut und was ihr heimlich tut.
30Sag zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten. Das ist lauterer für sie. Gewiß, Allah ist Kundig dessen, was sie machen.
31Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was (sonst) sichtbar ist. Und sie sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen (Geschlechts)trieb (mehr) haben, den Kindern, die auf die Blöße der Frauen (noch) nicht aufmerksam geworden sind. Und sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit (nicht) bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verborgen tragen. Wendet euch alle reumütig Allah zu, ihr Gläubigen, auf daß es euch wohl ergehen möge!
32Und verheiratet die noch ledigen (Männer und Frauen) unter euch und die Rechtschaffenen von euren Sklaven und euren Sklavinnen. Wenn sie arm sind, wird Allah sie durch Seine Huld reich machen. Allah ist Allumfassend und Allwissend.
33Diejenigen, die keine (Möglichkeit zum) Heirat(en) finden, sollen keusch bleiben, bis Allah sie durch Seine Huld reich macht. Und denjenigen von denen, die eure rechte Hand besitzt, die einen Freibrief begehren, sollt ihr einen Freibrief ausstellen, wenn ihr an ihnen etwas Gutes wißt. Und gebt ihnen (etwas) vom Besitz Allahs, den Er euch gegeben hat. Und zwingt nicht eure Sklavinnen, wo sie ehrbar sein wollen, zur Hurerei im Trachten nach den Glücksgütern des diesseitigen Le bens. Wenn aber einer sie dazu zwingt, so ist Allah, nachdem sie gezwungen wor den sind, Allvergebend und Barmherzig.
34Wir haben ja zu euch Zeichen hinabgesandt, die (alles) klar machen, und ein Beispiel (aus den Berichten) von denjenigen, die vor euch dahingegangen sind, und eine Ermahnung für die Gottesfürchtigen.
35Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Das Gleichnis seines Lichtes ist das einer Nische, in der eine Lampe ist. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas ist, als wäre es ein funkelnder Stern. Ihr Brennstoff kommt von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, weder östlich noch westlich, dessen Öl beinahe schon Helligkeit verbreitete, auch wenn das Feuer es nicht berührte. Licht über Licht. Allah führt zu Seinem Licht, wen Er will. Allah prägt den Menschen die Gleichnisse, und Allah weiß über alles Bescheid.
36(Solche Lampen gibt es) in Häusern, für die Allah erlaubt hat, daß sie errichtet werden und daß darin Sein Name genannt wird. Ihn preisen darin, am Morgen und am Abend,
37Männer, die weder Handel noch Kaufgeschäft ablenken vom Gedenken Allahs, von der Verrichtung des Gebets und der Entrichtung der Abgabe´, die einen Tag fürch ten, an dem Herzen und Augenlicht umgekehrt werden,
38damit Allah ihnen das Beste von dem vergelte, was sie getan haben, und ihnen von Seiner Huld noch mehr gebe. Und Allah versorgt, wen Er will, ohne zu rechnen.
39Die Werke derjenigen aber, die ungläubig sind, sind wie eine Luftspiegelung in einer Ebene, die der Durstige für Wasser hält. Wenn er dann dorthin kommt, findet er, daß es nichts ist; aber er findet Allah da, Der ihm dann seine Abrechnung in vollem Maß zukommen läßt. Allah ist schnell im Abrechnen.
40Oder (sie sind) wie Finsternisse in einem abgrundtiefen Meer, das von Wogen überdeckt ist, über denen (nochmals) Wogen sind, über denen (wiederum) Wolken sind: Finsternisse, eine über der anderen. Wenn er seine Hand ausstreckt, kann er sie kaum sehen. Und wem Allah kein Licht schafft, für den gibt es kein Licht.
41Siehst du nicht, daß (alle) Allah preisen, die in den Himmeln und auf der Erde sind, und (auch) die Vögel mit ausgebreiteten Flügeln? Jeder kennt ja sein Gebet und sein Preisen. Und Allah weiß Bescheid über das, was sie tun.
42Allah gehört die Herrschaft der Himmel und der Erde. Und zu Allah ist der Ausgang.
43Siehst du nicht, daß Allah die Wolken sanft bewegt, sie hierauf zusammenfügt und hierauf zu einem Haufen macht? Dann siehst du den (Platz)regen dazwischen herauskommen. Und Er sendet vom Himmel (Wolken)berge herab, mit Hagel darin, dann trifft Er damit, wen Er will, und wendet ihn ab, von wem Er will. Das Aufleuchten Seines Blitzes nimmt beinahe das Augenlicht.
44Allah läßt Nacht und Tag sich abwechseln. Darin ist wahrlich eine Lehre für diejenigen, die Einsicht besitzen.
45Und Allah hat jedes Tier aus Wasser erschaffen. So gibt es unter ihnen solche, die auf ihrem Bauch kriechen, und solche, die auf zwei Beinen gehen, und (wieder) solche, die auf Vieren gehen. Allah erschafft, was Er will. Gewiß, Allah hat zu allem die Macht.
46Wir haben ja Zeichen hinabgesandt, die (alles) klar machen. Und Allah leitet, wen Er will, zu einem geraden Weg.
47Und sie sagen: "Wir glauben an Allah und an den Gesandten, und wir gehorchen." Hierauf, nach diesem (Wort), kehrt sich eine Gruppe von ihnen ab. Diese da sind nicht die Gläubigen.
48Und wenn sie zu Allah und Seinem Gesandten gerufen werden, damit er zwischen ihnen richte, wendet sich sogleich eine Gruppe von ihnen ab.
49Wenn aber das Recht auf ihrer Seite ist, dann kommen sie zu ihm, bereit, sich zu unterwerfen.
50Ist denn in ihren Herzen Krankheit, oder haben sie etwa Zweifel, oder befürchten sie, daß Allah gegen sie ungerecht sein könnte, und (auch) Sein Gesandter? Nein! Vielmehr sind eben sie die Ungerechten.
51Die Rede der Gläubigen, wenn sie zu Allah und Seinem Gesandten gerufen werden, damit er zwischen ihnen richte, besteht nur darin, daß sie sagen: "Wir hören und gehorchen." Das sind diejenigen, denen es wohl ergeht.
52Wer Allah und Seinem Gesandten gehorcht, Allah fürchtet und sich vor Ihm hütet, das sind die Erfolgreichen.
53Und sie haben bei Allah ihren kräftigsten Eid geschworen, sie würden, wenn du ihnen befiehlst, ganz gewiß hinausziehen. Sag: Schwört nicht, geziemender Gehorsam (ist gewiß besser). Gewiß, Allah ist Kundig dessen, was ihr tut.
54Sag: Gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten. Doch wenn ihr euch abkehrt, dann obliegt ihm nur das, was ihm auferlegt ist, und euch obliegt, was euch auferlegt ist. Wenn ihr ihm (aber) gehorcht, seid ihr rechtgeleitet. Und dem Gesandten obliegt nur die deutliche Übermittlung (der Botschaft).
55Allah hat denjenigen von euch, die glauben und rechtschaffene Werke tun, versprochen, daß Er sie ganz gewiß als Statthalter auf der Erde einsetzen wird, so wie Er diejenigen, die vor ihnen waren, als Statthalter einsetzte, daß Er für sie ihrer Religion, der Er für sie zugestimmt hat, ganz gewiß eine feste Stellung verleihen wird, und daß Er ihnen nach ihrer Angst (, in der sie gelebt haben,) statt dessen ganz gewiß Sicherheit gewähren wird. Sie dienen Mir und gesellen Mir nichts bei. Wer aber danach ungläubig ist, jene sind die (wahren) Frevler.
56Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe und gehorcht dem Gesandten, auf daß ihr Erbarmen finden möget!
57Meine ja nicht, daß diejenigen, die ungläubig sind, sich (Allah) auf der Erde entziehen können. Ihr Zufluchtsort wird das (Höllen)feuer sein - ein wahrlich schlimmer Ausgang!
58O die ihr glaubt, diejenigen, die eure rechte Hand (an Sklaven) besitzt, und diejenigen von euch, die noch nicht die Geschlechtsreife erreicht haben, sollen euch zu drei Zeiten um Erlaubnis bitten: vor dem Gebet (in) der Morgendäm merung, wenn ihr zur Zeit der Mittagshitze eure Gewänder ablegt, und nach dem Abendgebet. Das sind drei (Zeiten, in denen die) Blößen von euch (sichtbar sein könnten). Es ist außerhalb dieser (Zeiten) weder für euch noch für sie eine Sünde. Sie gehen oft unter euch umher, und das tut ihr untereinander. So macht Allah euch die Zeichen klar. Und Allah ist Allwissend und Allweise.
59Und wenn die Kinder unter euch die Geschlechtsreife erreicht haben, dann sollen sie um Erlaubnis bitten, wie diejenigen um Erlaubnis gebeten haben, die vor ihnen waren. So macht Allah euch Seine Zeichen klar. Und Allah ist Allwissend und All weise.
60Und für diejenigen unter den Frauen, die sich zur Ruhe gesetzt haben und nicht mehr zu heiraten hoffen, ist es keine Sünde, wenn sie ihre Gewänder ablegen, ohne jedoch ihren Schmuck zur Schau zu stellen. Doch sich (dessen) zu enthalten, ist besser für sie. Und Allah ist Allhörend und Allwissend.
61Es gibt für den Blinden keinen Grund zur Bedrängnis, es gibt für den Hinkenden keinen Grund zur Bedrängnis, es gibt für den Kranken keinen Grund zur Bedrängnis, sowie auch für euch nicht, in euren (eigenen) Häusern zu essen oder in den Häusern eurer Väter, den Häusern eurer Mütter, den Häusern eurer Brüder, den Häusern eurer Schwestern, den Häusern eurer Onkel väterlicherseits, den Häusern eurer Tanten väterlicherseits, den Häusern eurer Onkel mütterlicherseits, den Häusern eurer Tanten mütterlicherseits, (in einem Haus,) dessen Schlüssel ihr besitzt, oder (im Haus) eures Freundes. Es ist für euch keine Sünde, gemeinsam oder getrennt zu essen. Wenn ihr nun Häuser betretet, so grüßt einander mit einem Gruß, der von Allah kommt, (mit) einem gesegneten, guten (Gruß). So macht Allah euch die Zeichen klar, auf daß ihr begreifen möget.
62Die (wahren) Gläubigen sind ja diejenigen, die an Allah und Seinen Gesandten glauben und, wenn sie bei ihm in einer für alle wichtigen Angelegenheit ver sammelt sind, nicht eher weggehen, als bis sie ihn um Erlaubnis gebeten haben. Diejenigen, die dich um Erlaubnis bitten, das sind diejenigen, die an Allah und Seinen Gesandten glauben. Wenn sie dich nun wegen manch eines eigenen Anliegens um Erlaubnis bitten, so gib Erlaubnis, wem von ihnen du willst. Und bitte Allah um Vergebung für sie, denn gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
63Erachtet nicht den Aufruf des Gesandten unter euch wie den Aufruf eines von euch an die anderen. Allah kennt ja diejenigen von euch, die sich (unbemerkt) davonstehlen, indem sie sich hinter anderen verstecken. So sollen diejenigen, die Seinem Befehl zuwiderhandeln, sich vorsehen, daß nicht eine Versuchung sie trifft oder schmerzhafte Strafe sie trifft.
64Sicherlich, Allah gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Er weiß ja, in welchem Zustand ihr euch befindet und den Tag, da sie zu Ihm zurückgebracht werden. Dann wird Er ihnen kundtun, was sie getan haben. Und Allah weiß über alles Bescheid.
Chapter 25 (Sura 25)
1Segensreich ist Derjenige, Der Seinem Diener die Unterscheidung offenbart hat, damit er für die Weltenbewohner ein Warner sei,
2Er, Dem die Herrschaft der Himmel und der Erde gehört, Der Sich kein Kind genommen hat und Der keinen Teilhaber an der Herrschaft hat und alles erschaffen und ihm dabei sein rechtes Maß gegeben hat.
3Und sie haben sich außer Ihm Götter genommen, die nichts erschaffen, während sie (selbst) erschaffen werden, und die sich selbst weder Schaden noch Nutzen zu bringen vermögen und die weder über Tod noch über Leben noch über Auferstehung verfugen.
4Diejenigen, die ungläubig sind, sagen: "Das ist nur eine ungeheuerliche Lüge, die er ersonnen hat und bei der andere Leute ihm geholfen haben." Sie begehen da ja Ungerechtigkeit und Falschaussage.
5Und sie sagen: "(Es sind) Fabeln der Früheren, die er sich aufgeschrieben hat´. So werden sie ihm morgens und abends vorgesagt."
6Sag: Herabgesandt hat ihn Derjenige, Der das Geheime in den Himmeln und auf der Erde kennt. Gewiß, Er ist Allvergebend und Barmherzig.
7Und sie sagen: "Was ist mit diesem Gesandten, daß er Speise ißt und auf den Märkten umhergeht? O würde doch zu ihm ein Engel herabgesandt, um mit ihm ein Warner zu sein!
8Oder würde doch zu ihm ein Schatz herabgeworfen, oder hätte er doch einen Garten, von dem er essen könnte!" Und die Ungerechten sagen: "Ihr folgt ja nur ei nem Mann, der einem Zauber verfallen ist."
9Schau, wie sie dir Gleichnisse prägen! Dabei sind sie abgeirrt, und so können sie keinen (Aus)weg mehr (finden).
10Segensreich ist Derjenige, Der dir, wenn Er will, etwas Besseres als dies zuteilen kann: Gärten, durcheilt von Bächen, und Der dir Schlösser zuteilen kann.
11Aber nein! Sie erklären die Stunde für Lüge. Doch haben Wir für diejenigen, die die Stunde für Lüge erklären, eine Feuerglut bereitet.
12Wenn sie sie aus der Ferne sieht, hören sie (bereits) von ihr Grollen und Fauchen.
13Und wenn sie da in einen engen Ort zusammengebunden geworfen werden, rufen sie dort nach Vernichtung.
14"Ruft heute nicht nach (nur) einer einzigen Vernichtung, sondern ruft nach vielen Vernichtungen!1"
15Sag: Ist das besser oder der Garten der Ewigkeit, der den Gottesfürchtigen versprochen ist? Er ist für sie Lohn und Reiseziel.
16Sie haben darin, was sie wollen, und werden ewig darin bleiben. Das ist ein für deinen Herrn bindendes Versprechen, nach dem gefragt werden wird.
17Und am Tag, da Er sie und das, dem sie anstatt Allahs dienen, versammeln wird, sagt Er: "Wart ihr es, die diese Meine Diener in die Irre geführt haben, oder sind sie selbst vom Weg abgeirrt?"
18Sie werden sagen: "Preis sei Dir! Es ziemte uns nicht, uns anstatt Deiner (andere) Sc,hutzherren zu nehmen. Aber Du ließt sie und ihre Väter genießen, bis sie die Ermahnung vergaßen und zu einem Volk des Niedergangs wurden."
19- "Nun haben sie euch in dem, was ihr sagt, der Lüge bezichtigt. Da könnt ihr weder (etwas) abwenden noch Hilfe erfahren. Und wer von euch Unrecht tut, den lassen Wir große Strafe kosten "
20Und Wir sandten vor dir keine Gesandten, die nicht Speise aßen und auf den Märkten umhergingen. Und Wir haben die einen von euch zur Versuchung für die anderen gemacht, (um festzustellen,) ob ihr standhaft seid. Und dein Herr sieht sehr wohl (alles).
21Und diejenigen, die nicht die Begegnung mit Uns erwarten, sagen: "O würden doch die Engel auf uns herabgesandt, oder könnten wir doch unseren Herrn sehen!" Sie verhalten sich ja hochmütig in Bezug auf sich selbst, und sie lehnen sich in großer Mißachtung auf.
22Am Tag, da sie die Engel sehen, an dem Tag wird es für die Übeltäter keine frohe Botschaft geben, und sie werden sagen: "Das sei (euch) verwehrt und versperrt!"
23Und Wir werden Uns den Werken, die sie getan haben, zuwenden und sie zu verwehtem Staub machen.
24Die Insassen des (Paradies)gartens werden an jenem Tag einen besseren Aufenthalt und einen schöneren Ruheplatz haben.
25Und am Tag, da sich der Himmel, Wolken hervorbringend, aufspaltet und die Engel eindrucksvoll herabgesandt werden,
26an jenem Tag gehört die Herrschaft, die wahre (Herrschaft) dem Allerbanner, und es wird für die Ungläubigen ein schwerer Tag sein.
27Und an dem Tag wird der Ungerechte sich in die Hände beißen und sagen: "O hätte ich doch mit dem Gesandten einen Weg eingeschlagen!
28O wehe mir! Hätte ich doch nicht den Soundso zum Freund genommen!
29Er hat mich ja von der Ermahnung abirren lassen, nachdem sie zu mir gekommen war." Der Satan pflegt den Menschen stets im Stich zu lassen.
30Und der Gesandte sagt: "O mein Herr, mein Volk mied diesen Qur´an unter Mißachtung."
31So haben Wir für jeden Propheten einen Feind aus den Reihen der Übeltäter bestellt. Und dein Herr genügt als Führer und Helfer.
32Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen: "O würde ihm doch der Qur´an als Ganzes offenbart!" So (geschieht es aber), damit Wir dein Herz mit ihm festigen. Und Wir haben ihn wohlgeordnet vorgetragen.
33Und sie bringen dir kein Beispiel, ohne daß Wir dir die Wahrheit und eine bessere Erklärung brächten.
34Diejenigen, die auf ihren Gesichtern zur Hölle versammelt werden, jene sind in der schlechtesten Lage und sind am weitesten vom (rechten) Weg abgeirrt.
35Und Wir gaben bereits Musa die Schrift und bestellten ihm seinen Bruder Harun, (die Last) mitzutragen.
36Da sagten Wir: "Geht zu dem Volk, das Unsere Zeichen für Lüge erklärt hat." Dann zerstörten Wir sie vollständig.
37Und auch das Volk Nuhs, als sie die Gesandten der Lüge bezichtigten, ließen Wir ertrinken und machten sie für die Menschen zu einem Zeichen. Und Wir haben für die Ungerechten schmerzhafte Strafe bereitet.
38Und (desgleichen auch) die ´Ad, die Tamud, die Leute von ar-Rass und viele Geschlechter dazwischen.
39(Ihnen) allen prägten Wir Gleichnisse, und (sie) alle zerstörten Wir vollständig.
40Sie kamen doch an der Stadt vorbei, auf die der Unheilsregen niederging. Haben sie sie denn nicht gesehen? Nein! Vielmehr erwarten sie keine Auferstehung.
41Und wenn sie dich sehen, machen sie sich über dich nur lustig: "Ist das derjenige, den Allah als Gesandten geschickt hat?
42Beinahe hätte er uns fürwahr von unseren Göttern abirren lassen, wenn wir nicht (beharrlich) an ihnen festgehalten hätten." Sie werden, wenn sie die Strafe sehen, erfahren, wer weiter vom Weg abgeirrt ist.
43Was meinst du wohl zu einem, der sich seine Neigung zu seinem Gott nimmt? Würdest du denn Sachwalter über ihn sein können?
44Oder meinst du, daß die meisten von ihnen hören oder begreifen? Sie sind doch nur wie das Vieh. Aber nein! Sie irren noch weiter vom Weg ab.
45Siehst du nicht deinen Herrn, wie Er den Schatten lang werden läßt? Wenn Er wollte, würde Er ihn fürwahr stillstehen lassen. Hierauf machen Wir die Sonne zu einem Hinweis auf ihn.
46Hierauf ziehen Wir ihn leicht zu Uns ein.
47Und Er ist es, Der euch die Nacht zum Kleid und den Schlaf zum Ausruhen macht; und Er macht den Tag zum Aufstehen.
48Und Er ist es, Der die Winde als Frohboten Seiner Barmherzigkeit (voraus)sendet. Und Wir lassen vom Himmel reines Wasser herabkommen,
49um damit (manch) totes Land wieder lebendig zu machen und um es Vieh und Menschen in großer Zahl, die Wir erschaffen haben, zu trinken zu geben.
50Und Wir verteilen es ja unter ihnen auf verschiedene Weise, damit sie bedenken. Aber die meisten Menschen weisen (alles) zurück außer dem Unglauben.
51Wenn Wir wollten, würden Wir wahrlich in jeder Stadt einen Warner erstehen lassen.
52So gehorche nicht den Ungläubigen und mühe dich damit gegen sie ab mit großem Einsatz.
53Und Er ist es, Der den beiden Meeren freien Lauf läßt: Das eine ist süß und erfrischend, das andere salzig und (auf der Zunge) brennend. Und Er hat zwischen ihnen beiden ein trennendes Hindernis und eine verwehrte Absperrung errichtet.
54Und Er ist es, Der aus Wasser menschliche Wesen erschafft und sie dann zu (Bluts)verwandschaft und Schwägerschaft bestimmt; dein Herr ist Allmächtig.
55Aber sie dienen anstatt Allahs, was ihnen weder nützt noch schadet. Und der Ungläubige leistet stets Beistand gegen seinen Herrn.
56Und Wir haben dich nur als Verkünder froher Botschaft und Warner gesandt.
57Sag: Ich verlange von euch (für mich selbst) keinen Lohn dafür. Wer aber einen Weg zu seinem Herrn einschlagen will (, bekommt selbst seinen Lohn).
58Und verlasse dich auf den Lebendigen, Der nicht stirbt, und lobpreise Ihn. Er genügt als Kenner der Sünden Seiner Diener,
59Der die Himmel und die Erde und was dazwischen ist, in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob´, (Er ist) der Allerbarmer. So frag einen, der von Ihm Kenntnis hat.
60Und wenn zu ihnen gesagt wird: "Werft euch vor dem Allerbarmer nieder" sagen sie: "Was ist denn der Allerbarmer? Sollen wir uns (einfach) vor dem niederwerfen, was du uns befiehlst?" Und das mehrt ihnen (nur) die Abneigung.
61Segensreich ist Derjenige, Der im Himmel Türme gesetzt und darin einen Lichtkörper und einen leuchtenden Mond gesetzt hat!
62Und Er ist es, Der die Nacht und den Tag so gemacht hat, daß sie sich voneinander für jemanden unterscheiden, der bedenken oder Dankbarkeit zeigen will.
63Die Diener des Allerbarmers sind diejenigen, die maßvoll auf der Erde umhergehen und die, wenn die Toren sie ansprechen, sagen: "Frieden!"
64Und diejenigen, die die Nacht verbringen, indem sie sich (im Gebet) vor ihrem Herrn niederwerfen und aufrecht stehen.
65Und diejenigen, die sagen: "Unser Herr, wende von uns die Strafe der Hölle ab." Ihre Strafe ist ja bedrängend;
66gewiß, sie ist böse als Aufenthaltsort und Bleibe.
67Und diejenigen, die, wenn sie ausgeben, weder maßlos noch knauserig sind, sondern den Mittelweg dazwischen (einhalten).
68Und diejenigen, die neben Allah keinen anderen Gott anrufen und nicht die Seele töten, die Allah (zu töten) verboten hat, außer aus einem rechtmäßigen Grund, und die keine Unzucht begehen. - Wer das tut, hat die Folge der Sünde zu erleiden;
69die Strafe wird ihm am Tag der Auferstehung vervielfacht´, und ewig wird er darin in Schmach bleiben,
70außer demjenigen, der bereut, glaubt und rechtschaffene Werke tut; jenen wird Allah ihre bösen Taten gegen gute eintauschen; und Allah ist stets Allvergebend und Barmherzig.
71Und wer bereut und rechtschaffen handelt, der wendet sich in wahrhaftiger Reue Allah zu.
72Und (auch) diejenigen, die keine Falschaussage bezeugen und, wenn sie im Vorbeigehen unbedachte Rede (hören), würdevoll weitergehen.
73Und diejenigen, die, wenn sie mit den Zeichen ihres Herrn ermahnt werden, ihnen gegenüber nicht taub und blind niederfallen .
74Und diejenigen, die sagen: "Unser Herr, schenke uns an unseren Gattinnen und unseren Nachkommenschaften Grund zur Freude, und mache uns für die Rechtschaffenen zu einem Vorbild."
75(All) diesen wird mit dem Obergemach vergolten werden, daß sie standhaft waren; und ihnen wird Gruß und Friede" entgegengebracht,
76ewig darin zu bleiben. Schön ist es als Aufenthaltsort und Bleibe.
77Sag: Mein Herr kümmerte Sich nicht um euch, wenn nicht euer Bittgebet (zu Ihm) wäre. Ihr habt doch (alles) für Lüge erklärt, und so wird (eure Strafe hierfür) un abwendbar sein.
Chapter 26 (Sura 26)
1Ta-Sin-Mim.
2Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches.
3Vielleicht magst du dich noch selbst umbringen aus Gram (darüber), daß sie nicht gläubig sind.
4Wenn Wir woll(t)en, könn(t)en Wir vom Himmel ein Zeichen auf sie hinabsenden, so daß sich ihre Nacken dauernd davor unterwerfen (würden).
5Keine neuerlich offenbarte Ermahnung kommt zu ihnen vom Allerbarmer, ohne daß sie sich davon abwenden.
6Sie haben (sie) ja für Lüge erklärt. So werden zu ihnen die Nachrichten kommen von dem, worüber sie sich lustig zu machen pflegten.
7Haben sie nicht auf die Erde gesehen, wie viele edle Arten Wir auf ihr haben wachsen lassen?
8Darin ist wahrlich ein Zeichen, doch sind die meisten von ihnen nicht gläubig.
9Und dein Herr ist fürwahr der Allmächtige und Barmherzige.
10Als dein Herr Musa zurief: "Begib dich zum ungerechten Volk,
11zum Volk Fir´auns, ob sie nicht gottesfürchtig sein wollen."
12Er sagte: "Mein Herr, ich fürchte, daß sie mich der Lüge bezichtigen.
13Auch ist meine Brust beklommen, und meine Zunge ist nicht gelöst. Darum entsende (auch) Harun.
14Und sie haben gegen mich eine Sünde geltend zu machen; so fürchte ich, daß sie mich töten."
15Er sagte: "Keineswegs! So geht denn beide hin mit Unseren Zeichen. Wir sind mit euch und hören zu.
16Begebt euch zu Fir´aun und sagt: ,Wir sind der Gesandte des Herrn der Weltenbewohner:
17Lasse die Kinder Isra´ils mit uns gehen´."
18Er (Fir´aun) sagte: "Haben wir dich nicht als kleines Kind unter uns aufgezogen, und hast du dich nicht (viele) Jahre deines Lebens unter uns aufgehalten?
19Und du hast deine Tat, die du (damals) getan hast, verübt und gehörst zu den Undankbaren."
20Er sagte: "Ich habe sie da(mals) verübt, als ich (noch) zu den Irregehenden gehörte.
21Und so floh ich vor euch, als ich Angst vor euch bekommen hatte. (Doch) dann schenkte mir mein Herr Urteil(skraft) und machte mich zu einem der Gesandten.
22Ist das (etwa) eine Gunst, die du mir vorhältst, daß du die Kinder lsra´ils geknechtet hast?"
23Fir´aun sagte: "Was ist denn der Herr der Weltenbewohner?"
24Er (Musa) sagte: "Der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, wenn ihr überzeugt seid."
25Er (Fir´aun) sagte zu denjenigen in seiner Umgebung: "Hört ihr nicht zu?"
26Er (Musa) sagte: "(Er ist) euer Herr und der Herr eurer Vorväter."
27Er (Fir´aun) sagte: "Euer Gesandter, der zu euch gesandt wurde, ist fürwahr besessen."
28Er (Musa) sagte: "(Er ist) der Herr des Ostens und des Westens und dessen, was dazwischen ist, wenn ihr (nur) begreifen würdet."
29Er (Fir´aun) sagte: "Wenn du dir einen anderen Gott als mich nimmst, werde ich dich ganz gewiß zu einem der Gefangenen machen."
30Er (Musa) sagte: " Etwa auch, wenn ich dir etwas Deutliches bringe?"
31Er (Fir´aun) sagte: "Dann bringe es her, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst."
32Da warf er seinen Stock hin, und sogleich war er eine deutliche Schlange.
33Und er zog seine Hand heraus, da war sie weiß für die Betrachter.
34Er (Fir´aun) sagte zu der führenden Schar in seiner Umgebung: "Dieser ist fürwahr ein kenntnisreicher Zauberer,
35der euch mit seiner Zauberei aus eurem Land vertreiben will. Was befehlt ihr nun?"
36Sie sagten: "Stelle ihn und seinen Bruder zurück und schicke in die Städte (Boten), die (die Leute) versammeln,
37damit sie dir jeden kenntnisreichen Zauberer herbringen."
38So wurden die Zauberer auf die festgesetzte Zeit eines (wohl)bekannten Tages versammelt.
39Und es wurde zu den Menschen gesagt: "Werdet (auch) ihr euch nun wohl versammeln?
40Vielleicht werden wir den Zauberern folgen, wenn sie es sind, die siegen."
41Als die Zauberer kamen, sagten sie zu Fir´aun: "Wir bekommen doch sicher einen Lohn, wenn wir es sind, die siegen?"
42Er sagte: "Ja. Und ihr werdet dann also fürwahr zu den Nahegestellten gehören."
43Musa sagte zu ihnen: "Werft hin, was ihr zu werfen habt!"
44Da warfen sie ihre Stricke und Stöcke hin und sagten: "Bei der Macht Fir´auns, wir werden ganz gewiß Sieger sein."
45So warf Musa seinen Stock hin, und da verschlang er sogleich, was sie vortäuschten.
46Da warfen sich die Zauberer ehrerbietig nieder.
47Sie sagten: "Wir glauben an den Herrn der Weltenbewohner,
48den Herrn von Musa und Harun."
49Er (Fir´aun) sagte: "Ihr glaubt ihm, bevor ich es euch erlaube? Er ist wahrlich euer Ältester, der euch die Zauberei gelehrt hat. Ihr werdet (es) wahrlich erfahren. Ganz gewiß werde ich eure Hände und eure Füße wechselseitig abhacken und euch al lesamt ganz gewiß kreuzigen (lassen)."
50Sie sagten: "Kein Schaden! Wir werden ganz gewiß zu unserem Herrn zurückkehren.
51Wir erhoffen ja, daß unser Herr uns unsere Verfehlungen vergebe dafür, daß wir die ersten (der) Gläubigen sind."
52Und Wir gaben Musa (als Offenbarung) ein: "Zieh bei Nacht mit Meinen Dienern fort; ihr werdet ja verfolgt werden."
53Da sandte Fir´aun in die Städte (Boten), die (die Leute) versammelten:
54"Diese sind fürwahr (nur) eine kleine Schar;
55dennoch lassen sie uns fürwahr ergrimmen.
56Aber wir sind alle wahrlich auf der Hut."
57So ließen Wir sie fortziehen von Gärten und Quellen,
58von Schätzen und von trefflicher Stätte.
59So war es. Und Wir gaben sie den Kindern lsra´ils zum Erbe.
60Dann folgten sie ihnen bei Sonnenaufgang.
61Als die beiden Heere einander sahen, sagten die Gefährten Musas: "Wir werden fürwahr eingeholt."
62Er sagte: "Keineswegs! Denn mit mir ist mein Herr; Er wird mich leiten."
63Da gaben Wir Musa ein: "Schlag mit deinem Stock auf das Meer."
64Und Wir ließen die anderen dort nahe herankommen.
65Und Wir retteten Musa und diejenigen, die mit ihm waren, allesamt.
66Hierauf ließen Wir die anderen ertrinken.
67Darin ist wahrlich ein Zeichen, doch die meisten von ihnen sind nicht gläubig.
68Und dein Herr ist fürwahr der Allmächtige und Barmherzige.
69Und verlies ihnen die Kunde von Ibrahim.
70Als er zu seinem Vater und seinem Volk sagte: "Wem dient ihr?"
71Sie sagten: "Wir dienen Götzen, und so geben wir uns dauernd ihrer Andacht hin."
72Er sagte: "Hören sie euch, wenn ihr sie anruft?
73Oder nützen sie euch, oder schaden?"
74Sie sagten: "Nein! Vielmehr fanden wir (bereits) unsere Väter desgleichen tun."
75Er sagte: "Was meint ihr wohl zu dem, was ihr zu verehren pflegt,
76ihr und eure Vorväter?
77Gewiß, sie sind mir (alle) Feinde, außer dem Herrn der Weltenbewohner,
78Der mich erschaffen hat und mich (nun) rechtleitet,
79und Der mir zu essen und zu trinken gibt
80und Der, wenn ich krank bin, mich heilt,
81und Der mich sterben läßt und hierauf wieder lebendig macht,
82und von Dem ich erhoffe, daß Er mir am Tag des Gerichts meine Verfehlung vergeben wird.
83Mein Herr, schenke mir Urteil(skraft), und nimm mich unter die Rechtschaffenen auf
84Und verleihe mir einen Ruf an Wahrhaftigkeit unter den späteren (Geschlechtern).
85Und mach mich zu einem (der) Erben des Gartens der Wonne.
86Und vergib meinem Vater, denn er gehört zu den Irregehenden.
87Und stürze mich nicht in Schande am Tag, da sie auferweckt werden,
88an dem Tag, da weder Besitz noch Söhne (jemandem) nützen,
89außer, wer zu Allah mit heilem Herzen kommt."
90Und der (Paradies)garten wird an die Gottesfürchtigen nahe herangebracht.
91Und zum Erscheinen gebracht wird der Höllenbrand den Verirrten.
92Und es wird zu ihnen gesagt: "Wo ist denn das, dem ihr zu dienen pflegtet
93anstatt Allahs? Können sie euch helfen oder sich selbst helfen?"
94Dann werden sie kopfüber hineingestürzt, sie und die Verirrten,
95und die Heerscharen Iblis allesamt.
96Sie sagen, während sie darin miteinander streiten:
97"Bei Allah, wir befanden uns wahrlich in deutlichem Irrtum,
98als wir euch dem Herrn der Weltenbewohner gleichsetzten.
99Es waren nur die Übeltäter, die uns in die Irre geführt haben.
100So haben wir nun niemanden, der Fürsprache einlegt,
101und auch keinen warmherzigen Freund.
102Hätten wir doch eine (Möglichkeit zur) Wiederholung, damit wir zu den Gläubigen gehörten!"
103Darin ist wahrlich ein Zeichen, doch sind die meisten von ihnen nicht gläubig.
104Und dein Herr ist fürwahr der Allmächtige und Barmherzige.
105Das Volk Nuhs bezichtigte die Gesandten der Lüge.
106Als ihr Bruder Nuh zu ihnen sagte: "Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
107Gewiß, ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.
108So furchtet Allah und gehorcht mir.
109Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Weltenbewohner.
110So fürchtet Allah und gehorcht mir."
111Sie sagten: "Sollen wir dir glauben, wo dir (nur) die Niedrigsten folgen?"
112Er sagte: "Welches Wissen sollte ich darüber haben, was sie zu tun pflegten?
113Ihre Abrechnung obliegt nur meinem Herrn, wenn ihr nur merken würdet!
114Und ich werde die Gläubigen nicht abweisen.
115Ich bin nur ein deutlicher Warner."
116Sie sagten: "Wenn du nicht aufhörst, o Nuh, wirst du ganz gewiß zu den Gesteinigten gehören."
117Er sagte: "Mein Herr, gewiß mein Volk hat mich der Lüge bezichtigt.
118So triff zwischen mir und ihnen eine klare Entscheidung und errette mich und wer von den Gläubigen mit mir ist."
119Da retteten Wir ihn und wer mit ihm war im vollbeladenen Schiff.
120Hierauf ließen Wir alsdann die übrigen ertrinken.
121Darin ist wahrlich ein Zeichen, doch sind die meisten von ihnen nicht gläubig.
122Und dein Herr ist fürwahr der Allmächtige und Barmherzige.
123Die ´Ad bezichtigten die Gesandten der Lüge.
124Als ihr Bruder Hud zu ihnen sagte: "Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
125Gewiß, ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.
126So fürchtet Allah und gehorcht mir.
127Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Weltenbewohner.
128Baut ihr denn auf jeder Anhöhe ein Wahrzeichen und treibt ein sinnloses Spiel
129und nehmt euch Bauwerke (in der Hoffnung), auf daß ihr ewig leben würdet?
130Und, wenn ihr zupackt, packt ihr gewalttätig zu.
131So fürchtet Allah und gehorcht mir.
132Und fürchtet Denjenigen, Der euch unterstützt hat mit dem, was ihr wißt,
133(Der) euch unterstützt hat mit Vieh und Söhnen
134und Gärten und Quellen.
135Gewiß, ich fürchte für euch die Strafe eines gewaltigen Tages."
136Sie sagten: "Gleich ist es in Bezug auf uns, ob du ermahnst oder ob du nicht zu denjenigen gehörst, die ermahnen.
137Das hier ist nur die Sitte der Früheren.
138Und wir werden nicht gestraft werden."
139So bezichtigten sie ihn der Lüge, und da vernichteten Wir sie. Darin ist wahrlich ein Zeichen, doch sind die meisten von ihnen nicht gläubig.
140Und dein Herr ist fürwahr der Allmächtige und Barmherzige.
141Die Tamud bezichtigten die Gesandten der Lüge.
142Als ihr Bruder Salih zu ihnen sagte: "Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
143Gewiß, ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.
144So fürchtet Allah und gehorcht mir.
145Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Weltenbewohner.
146Werdet ihr etwa in Sicherheit belassen in dem, was hier ist,
147in Gärten und an Quellen,
148in Getreidefeldern und unter Palmen, deren Blütenscheiden zart sind?
149Und werdet ihr (weiter) voller Stolz aus den Bergen Häuser aushauen?
150So fürchtet Allah und gehorcht mir.
151Und gehorcht nicht dem Befehl der Maßlosen,
152die auf der Erde Unheil stiften und keine Besserung bringen."
153Sie sagten: "Du gehörst ja nur zu denjenigen, die einem Zauber verfallen sind.
154Du bist nur ein menschliches Wesen wie wir. So bringe doch ein Zeichen her, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst."
155Er sagte: "Dies ist eine Kamelstute; sie hat eine Trinkzeit, und ihr habt eine Trinkzeit´ an einem bestimmten Tag.
156Fügt ihr nichts Böses zu, sonst überkommt euch die Strafe eines gewaltigen Tages."
157Aber sie schnitten ihr die Sehnen durch . So wurden sie zu Leuten, die Reue empfinden.
158Da ergriff sie die Strafe. Darin ist wahrlich ein Zeichen, doch sind die meisten von ihnen nicht gläubig.
159Und dein Herr ist fürwahr der Allmächtige und Barmherzige.
160Das Volk Luts bezichtigte die Gesandten der Lüge.
161Als ihr Bruder Lut zu ihnen sagte: "Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
162Gewiß, ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.
163So fürchtet Allah und gehorcht mir.
164Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Weltenbewohner´.
165Laßt ihr euch etwa mit Männern unter den Weltenbewohnern ein
166und laßt, was euer Herr für euch an Gattinnen erschaffen hat, stehen? Aber nein! Ihr seid Leute, die Übertretungen begehen."
167Sie sagten: "Wenn du nicht aufhörst, o Lut, wirst du ganz gewiß zu den Vertriebenen gehören."
168Er sagte: "Ich gehöre gewiß zu denjenigen, die euer Tun verabscheuen.
169Mein Herr, errette mich und meine Angehörigen von dem, was sie tun."
170Da erretteten Wir ihn und seine Angehörigen allesamt,
171außer einer alten Frau unter denjenigen, die zurückblieben.
172Hierauf vernichteten Wir die anderen.
173Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen; wie böse war der Regen für diejenigen, die gewarnt worden waren!
174Darin ist wahrlich ein Zeichen, doch sind die meisten von ihnen nicht gläubig.
175Und dein Herr ist fürwahr der Allmächtige und Barmherzige.
176Die Bewohner des Dickichts bezichtigte die Gesandten der Lüge.
177Als Su´aib zu ihnen sagte: "Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
178Gewiß, ich bin für euch ein vertrauenswürdiger Gesandter.
179So fürchtet Allah und gehorcht mir.
180Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn obliegt nur dem Herrn der Weltenbewohner.
181Gebt volles Maß und gehört nicht zu denjenigen, die (anderen) Verlust verursachen.
182Und wägt mit der richtigen Waage.
183Und schmälert den Menschen nicht ihre Sachen und richtet auf der Erde nicht unheilstiftend Verderben an.
184Und furchtet Denjenigen, Der euch und die früheren Geschöpfe erschaffen hat."
185Sie sagten: "Du gehörst ja nur zu denjenigen, die einem starken Zauber verfallen sind.
186Du bist nur ein menschliches Wesen wie wir. Wir meinen wahrlich, daß du zu den Lügnern gehörst.
187Lasse doch Stücke vom Himmel auf uns herabfallen, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst."
188Er sagte: "Mein Herr weiß am besten, was ihr tut."
189Aber sie bezichtigten ihn der Lüge. Da ergriff sie die Strafe des Tages der schattenspendenden Wolke; gewiß es war die Strafe eines gewaltigen Tages.
190Darin ist wahrlich ein Zeichen, doch sind die meisten von ihnen nicht gläubig.
191Und dein Herr ist fürwahr der Allmächtige und Barmherzige.
192Und er ist ganz sicher eine Offenbarung des Herrn der Weltenbewohner;
193mit dem der vertrauenswürdige Geist herabgekommen ist
194auf dein Herz, damit du zu den Überbringern von Warnung gehörst,
195in deutlicher arabischer Sprache.
196Und er ist wahrlich in den Schriften der Früheren (erwähnt).
197War es denn kein Zeichen für sie, daß die Gelehrten der Kinder Isra´ils darüber Bescheid wissen?
198Wenn Wir ihn einem der Nichtaraber offenbart hätten
199und er ihn ihnen vorgelesen hätte, hätten sie nicht daran geglaubt.
200So haben Wir ihn in die Herzen der Übeltäter einziehen lassen.
201Sie glauben nicht eher daran, bis sie die schmerzhafte Strafe sehen
202und diese plötzlich über sie kommt, ohne daß sie merken,
203bis sie dann sagen: "Wird uns Aufschub gewährt?"
204Wünschen sie denn Unsere Strafe zu beschleunigen?
205Was meinst du wohl? Wenn Wir sie über Jahre hinweg genießen lassen,
206und hierauf über sie kommt, was ihnen stets angedroht wurde,
207nicht nützen wird ihnen (dann)´, was ihnen an Nießbrauch gewährt wurde.
208Und Wir vernichteten keine Stadt, ohne daß sie Überbringer von Warnungen gehabt hätte,
209(dies) als Ermahnung. Und nie sind Wir ungerecht.
210Nicht die Satane sind mit ihm herabgekommen;
211es ziemt ihnen nicht, und sie können es (auch) nicht.
212Sie sind vom Hören fürwahr ausgeschlossen.
213So rufe neben Allah keinen anderen Gott an, sonst wirst du zu den Gestraften gehören.
214Und warne die Nächsten deiner Sippe.
215Und senke deinen Flügel für diejenigen von den Gläubigen, die dir folgen.
216Wenn sie sich dir widersetzen, dann sag: "Ich sage mich los von dem, was ihr tut."
217Und verlasse dich auf den Allmächtigen und Barmherzigen,
218Der dich sieht, wenn du aufrecht stehst,
219und deine Stellungswechsel unter denjenigen, die sich niederwerfen.
220Er ist ja der Allhörende und Allwissende.
221Soll ich euch kundtun, auf wen die Satane herabkommen?
222Sie kommen auf jeden ungeheuerlichen Lügner und Sünder herab.
223Sie hören hin, und die meisten von ihnen sind Lügner.
224Und die Dichter - es folgen ihnen die Verirrten.
225Siehst du nicht, daß sie in jedem Tal ziellos umherwandern
226und daß sie sagen, was sie nicht tun?
227Außer denjenigen, die glauben, rechtschaffene Werke tun und Allahs häufig gedenken und sich (erst) selbst helfen, nachdem ihnen ja Unrecht zugefügt wurde. Und diejenigen, die Unrecht tun, werden erfahren, was für eine Rückkehr sie haben werden.
Chapter 27 (Sura 27)
1Ta-Sin. Dies sind die Zeichen des Qur´ans und eines deutlichen Buches,
2als Rechtleitung und frohe Botschaft für die Gläubigen,
3die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, und sie, die sie vom Jenseits überzeugt sind.
4Gewiß, denjenigen, die nicht an das Jenseits glauben, haben Wir ihre Taten ausgeschmückt, so daß sie blind umherirren.
5Das sind diejenigen, für die es böse Strafe geben wird, und im Jenseits sind sie die größten Verlierer.
6Dir wird der Qur´an wahrlich von Seiten eines Allweisen und Allwissenden zum Empfang überbracht.
7Als Musa zu seinen Angehörigen sagte: "Ich habe ein Feuer wahrgenommen. Ich werde euch davon eine Nachricht bringen, oder ich bringe euch einen Leuchtkörper, ein brennendes Stück Holz, auf daß ihr euch (daran) wärmen könnt."
8Als er dort ankam, wurde ihm zugerufen: "Gesegnet ist wer im Feuer und wer in dessen Umgebung ist, und Preis sei Allah, dem Herrn der Weltenbewohner!
9O Musa, Ich bin es, gewiß, Ich bin Allah, der Allmächtige und Allweise."
10Und: "Wirf deinen Stock hin." Doch als er sah, daß er sich hin und her bewegte, als wäre er eine flinke Schlange, kehrte er den Rücken und wandte sich nicht mehr um. "O Musa, fürchte dich nicht, denn bei Mir brauchen sich die Gesandten nicht zu fürchten.
11Wer aber Unrecht getan und hierauf nach Bösem Gutes eingetauscht hat, so bin Ich Allvergebend und Barmherzig.
12Und stecke deine Hand in deinen Brustschlitz, so kommt sie weiß, jedoch nicht von Übel befallen, heraus. (Dies zählt) zu neun Zeichen, (gerichtet) an Fir´aun und sein Volk. Gewiß, sie sind ein Volk von Frevlern."
13Als dann Unsere Zeichen offenkundig sichtbar zu ihnen kamen, sagten sie: "Das ist deutliche Zauberei."
14Und sie verleugneten sie, obwohl sie selbst davon überzeugt waren, aus Ungerechtigkeit und Überheblichkeit. So schau, wie das Ende der Unheilstifter war.
15Und Wir gaben bereits Dawud und Sulaiman Wissen. Und sie sagten: "(Alles) Lob gehört Allah, der uns vor vielen Seiner gläubigen Diener bevorzugt hat!"
16Und Sulaiman beerbte Dawud und sagte: "O ihr Menschen, uns ist die Sprache der Vögel gelehrt worden, und uns wurde von allem gegeben. Das ist wahrlich die deutliche Huld."
17Und versammelt wurden für Sulaiman seine Heerscharen - unter den Ginn, Menschen und Vögeln -, und so wurden sie in Reihen geordnet.
18Als sie dann zum Ameisental kamen, sagte eine Ameise: "O ihr Ameisen, geht in eure Wohnungen hinein, damit euch ja nicht Sulaiman und seine Heerscharen niederwalzen, ohne daß sie merken."
19Da lächelte er erheitert über ihre Worte und sagte: "Mein Herr, veranlasse mich, für Deine Gunst zu danken, die Du mir und meinen Eltern erwiesen hast, und rechtschaffen zu handeln, womit Du zufrieden bist. Und lasse mich durch Deine Barmherzigkeit eingehen in die Reihen Deiner rechtschaffenen Diener."
20Und er schaute bei den Vögeln nach. Da sagte er: "Wie kommt es, daß ich den Wiedehopf nicht sehe? Befindet er sich etwa unter den Abwesenden?
21Ich werde ihn ganz gewiß strengstens strafen, oder ich werde ihn ganz gewiß hinrichten (lassen)´, es sei denn, er bringt mir fürwahr eine deutliche Ermächtigung."
22Aber er blieb nicht lange aus. Er sagte: "Ich habe (an Wissen) erfaßt, was du nicht erfaßt hast. Und ich bringe dir aus Saba sichere Kunde.
23Gewiß, ich habe herausgefunden, daß eine Frau über sie herrscht, daß ihr von allem gegeben worden ist und daß sie einen gewaltigen Thron hat.
24Ich habe herausgefunden, daß sie und ihr Volk sich vor der Sonne niederwerfen, anstatt vor Allah. Und der Satan hat ihnen ihre Taten ausgeschmückt und sie dann vom Weg abgehalten, so daß sie nicht rechtgeleitet sind,
25(dies), damit sie sich nicht vor Allah niederwerfen, Der das Versteckte in den Himmeln und auf der Erde herausbringt und weiß, was ihr verbergt, und was ihr offenlegt.
26Allah - es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Herrn des gewaltigen Thrones."
27Er sagte: "Wir werden schauen, ob du die Wahrheit sagst oder ob du zu den Lügnern gehörst.
28Geh mit diesem meinem Schreiben, überbringe es ihnen und kehre dich hierauf von ihnen ab. Dann schau, was sie erwidern."
29Sie sagte: "O ihr führende Schar, mir ist ein edles Schreiben zugeworfen worden.
30Gewiß, es ist von Sulaiman, und es lautet: ,Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
31Seid mir gegenüber nicht überheblich und kommt als (Allah) Ergebene zu mir´."
32Sie sagte: "O ihr führende Schar, gebt mir eure Meinung über meine Angelegenheit bekannt; ich pflege ja keine Angelegenheit zu entscheiden, solange ihr nicht bei mir anwesend seid."
33Sie sagten: "Wir besitzen eine Streitmacht und besitzen eine starke Gewalt, doch es steht dir zu, zu befehlen. So sieh zu, was du befehlen willst."
34Sie sagte: "Gewiß, wenn Könige eine Stadt betreten, verderben sie sie und machen die Mächtigen ihrer Bewohner zu Erniedrigten, und so handeln sie.
35Gewiß, ich werde (Boten) zu ihnen senden mit einem Geschenk und dann abwarten, was (für eine Antwort) die Gesandten zurückbringen."
36Als er zu Sulaiman kam, sagte dieser : "Wollt ihr mich mit Besitz unterstützen? Aber das, was mir Allah gegeben hat, ist besser als das, was Er euch gegeben hat. Nein! Vielmehr seid ihr es, die ihr über euer Geschenk froh seid.
37Kehr zu ihnen zurück. Wir werden ganz gewiß mit Heerscharen über sie kommen, denen sie nichts entgegenzusetzen haben. Und wir werden sie ganz gewiß erniedrigt daraus vertreiben, als Geringgeachtete."
38Er sagte: "O ihr führende Schar, wer von euch bringt mir ihren Thron, bevor sie als (Allah) Ergebene zu mir kommen?"
39Ein unüberwindlicher von den Ginn sagte: "Ich bringe ihn dir, bevor du dich von deiner Stelle erhebst. Und ich bin wahrlich stark (genug) dazu und vertrauenswürdig."
40Derjenige, der Wissen aus der Schrift hatte, sagte: "Ich bringe ihn dir, bevor dein Blick zu dir zurückkehrt." Als er ihn unbeweglich bei sich stehen sah, sagte er: "Dies ist von der Huld meines Herrn, damit Er mich prüft, ob ich dankbar oder undankbar bin. Wer dankbar ist, der ist nur zu seinem eigenen Vorteil dankbar; wer aber undankbar ist - so ist mein Herr unbedürftig und freigebig."
41Er sagte: "Macht ihr ihren Thron unkenntlich, wir wollen schauen, ob sie rechtgeleitet wird oder ob sie zu denjenigen gehört, die nicht rechtgeleitet werden."
42Als sie kam, wurde (zu ihr) gesagt: "Ist dein Thron so (wie dieser hier)?" Sie sagte: "Es ist so, als ob er es sei.8" (Sulaiman sagte:) "Und uns wurde schon davor das Wissen gegeben, und wir waren (Allah) ergeben."
43Aber abgehalten (vom Glauben) hat sie das, dem sie anstatt Allahs diente, denn sie gehörte zu ungläubigen Leuten.
44Es wurde zu ihr gesagt: "Tritt in den Prachtbau ein." Als sie ihn sah, hielt sie ihn für ein tiefes Wasser und entblößte ihre Unterschenkel. Er sagte: "Es ist ein mit Glas ausgelegter Prachtbau." Sie sagte: "Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht zugefügt, aber ich ergebe mich (nun), zusammen mit Sulaiman, Allah, dem Herrn der Weltenbewohner."
45Und Wir sandten bereits zu den Tamud ihren Bruder Salih: "Dient Allah." Da waren es sogleich zwei Gruppen, die miteinander stritten.
46Er sagte: "O mein Volk, warum wünscht ihr, das Schlechte vor dem Guten zu beschleunigen? Würdet ihr doch Allah um Vergebung bitten, auf daß ihr Erbarmen finden möget!"
47Sie sagten: "Wir sehen ein böses Vorzeichen in dir und in denjenigen, die mit dir sind." Er sagte: "Euer Vorzeichen ist bei Allah. Nein! Vielmehr seid ihr Leute, die der Versuchung ausgesetzt werden."
48Nun befanden sich in der Stadt neun Mitglieder einer Sippschaft, die auf der Erde Unheil stifteten und keine Besserung brachten.
49Sie sagten: "Schwört einander bei Allah: Wir werden ganz gewiß ihn und seine Angehörigen nachts überfallen, und hierauf werden wir zu seinem nächsten Verwandten sagen: ,Wir waren bei der Vernichtung seiner Angehörigen nicht zugegen, und wir sagen ganz gewiß die Wahrheit´."
50Sie schmiedeten Ränke, und Wir schmiedeten Ränke, ohne daß sie merkten.
51Schau nur, wie die Folge ihrer Ränke war: Wir zerstörten sie und ihr Volk allesamt.
52Dies sind nun ihre Häuser, wüst dafür, daß sie Unrecht taten. Darin ist wahrlich ein Zeichen für Leute, die Bescheid wissen.
53Und Wir retteten diejenigen, die glaubten und gottesfürchtig waren.
54Und (Wir sandten) Lut. Als er zu seinem Volk sagte: "Wollt ihr denn sehend(en Auges) das Abscheuliche begehen?
55Laßt ihr euch denn wahrlich in Begierde mit den Männern ein anstatt mit den Frauen? Aber nein! Ihr seid Leute, die töricht sind."
56Doch die Antwort seines Volkes war nur, daß sie sagten: "Vertreibt die Sippe Luts aus eurer Stadt! Das sind Menschen, die sich rein halten."
57Da retteten Wir ihn und seine Angehörigen, außer seiner Frau; Wir bestimmten, daß sie zu denjenigen gehörte, die zurückblieben.
58Und Wir ließen einen Regen auf sie niedergehen; wie böse war der Regen der Ge warnten!
59Sag: (Alles) Lob gehört Allah, und Friede sei auf Seinen Dienern, die Er Sich auserwählt hat! Ist denn Allah besser oder das, was sie (Ihm) beigesellen?
60Oder (ist besser) Wer die Himmel und die Erde erschaffen hat und für euch vom Himmel Wasser herabkommen läßt, durch das Wir in Entzücken versetzende umfriedete Gärten wachsen lassen, deren Bäume unmöglich ihr wachsen lassen könntet. Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Allah? Nein! Vielmehr sind sie Leute, die (Allah andere) gleichsetzen.
61Oder (ist besser) Wer die Erde zu einem festen Grund gemacht und Flüsse durch sie gemacht und festgegründete Berge (auf) ihr gemacht und zwischen den beiden Meeren eine Schranke gemacht hat? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Allah? Aber nein! Die meisten von ihnen wissen nicht.
62Oder (ist besser) Wer den in einer Notlage Befindlichen erhört, wenn er Ihn anruft, und das Böse hinwegnimmt und euch zu Nachfolgern (auf) der Erde macht? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Allah? Wie wenig ihr bedenkt!
63Oder (ist besser) Wer euch in den Finsternissen des Festlandes und des Meeres (den rechten Weg) leitet und Wer die Winde als Frohboten Seiner Barmherzigkeit (voraus)sendet? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Allah? Erhaben ist Allah über das, was sie (Ihm) beigesellen.
64Oder (ist besser) Wer die Schöpfung am Anfang macht und sie hierauf wiederholt und Wer euch vom Himmel und von der Erde versorgt? Gibt es denn einen (anderen) Gott neben Allah? Sag: Bringt euren Beweis vor, wenn ihr wahrhaftig seid.
65Sag: Über das Verborgene weiß nicht Bescheid wer in den Himmeln und auf der Erde ist, außer Allah; und sie merken nicht, wann sie auferweckt werden.
66Nein! Vielmehr hat ihr Wissen über das Jenseits versagt. Nein! Vielmehr sind sie darüber im Zweifel. Nein! Vielmehr sind sie ihm gegenüber blind.
67Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen: "Wenn wir zu Erde geworden sind, und (auch) unsere Väter, sollen wir denn dann wirklich wieder hervorgebracht werden?
68Dies ist zuvor bereits uns und unseren Vätern versprochen worden. Das sind nur Fabeln der Früheren."
69Sag: Reist auf der Erde umher und schaut, wie das Ende der Übeltäter war.
70Sei nicht traurig über sie, und sei nicht in Beklommenheit wegen der Ränke, die sie schmieden.
71Und sie sagen: "Wann wird dieses Versprechen eintreten, wenn ihr wahrhaftig seid?"
72Sag: Vielleicht ist dicht hinter euch einiges von dem, was ihr zu beschleunigen wünscht.
73Dein Herr ist wahrlich voll Huld gegen die Menschen. Aber die meisten von ihnen sind nicht dankbar.
74Und dein Herr weiß fürwahr, was ihre Brüste verhehlen und was sie offenlegen.
75Und es gibt nichts Verborgenes im Himmel und auf der Erde, das nicht in einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre.
76Gewiß, dieser Qur´an erzählt den Kindern Isra´ils das meiste von dem, worüber sie uneinig sind.
77Und es ist wahrlich eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Gläubigen.
78Gewiß, dein Herr wird zwischen ihnen durch Sein Urteil entscheiden. Und Er ist der Allmächtige und Allwissende.
79So verlasse dich auf Allah, denn du verfährst nach der offenkundigen Wahrheit.
80Du kannst weder die Toten hören lassen noch die Tauben den Ruf hören lassen, wenn sie den Rücken kehren.
81Noch kannst du die Blinden aus ihrem Irrtum heraus rechtleiten. Hören lassen kannst du nur, wer an Unsere Zeichen glaubt und die (Uns) somit ergeben sind.
82Und wenn das Wort über sie fällig wird, bringen Wir ihnen ein Tier aus der Erde hervor, das zu ihnen spricht; (dies), weil die Menschen von Unseren Zeichen nicht überzeugt sind.
83Und (denke an) den Tag, da Wir aus jeder Gemeinschaft eine Schar von denjenigen versammeln werden, die Unsere Zeichen für Lüge erklären, und sie dann in Reihen geordnet werden.
84Wenn sie dann kommen, sagt Er: "Habt ihr denn Meine Zeichen für Lüge erklärt und davon kein umfassendes Wissen gehabt, oder was habt ihr denn sonst getan?"
85Und das Wort wird über sie fällig werden dafür, daß sie Unrecht taten, und da werden sie nicht reden.
86Sehen sie nicht, daß Wir die Nacht gemacht haben, damit sie in ihr ruhen, und den Tag hell? Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die glauben.
87Und (denke an) den Tag, da ins Horn geblasen wird und da (all) diejenigen erschrecken, die in den Himmeln und die auf der Erde sind, außer wer Allah will. Und alle kommen in Demut zu Ihm.
88Und du siehst die Berge, von denen du meinst, sie seien unbeweglich, während sie wie Wolken vorbeiziehen. - (Es ist) das Werk Allahs, Der alles sehr geschickt gemacht hat. Gewiß, Er ist Kundig dessen, was ihr tut.
89Wer mit einer guten Tat kommt, wird etwas Besseres als sie erhalten. Und sie sind vor (jedem) Schrecken an jenem Tag in Sicherheit´.
90Wer aber mit einer schlechten Tat kommt, - diese werden mit ihren Gesichtern (voran) ins (Höllen)feuer gestürzt: "Wird euch denn etwas anderes vergolten als das, was ihr zu tun pflegtet?"
91Mir ist nur befohlen worden, dem Herrn dieser Ortschaft zu dienen, Der sie geschützt hat und Dem alles gehört. Und mir ist befohlen worden, einer der (Ihm) Ergebenen zu sein
92und den Qur´an zu verlesen. Wer sich nun rechtleiten läßt, der ist nur zu seinem eigenen Vorteil rechtgeleitet. Und wenn einer irregeht, dann sag: Ich gehöre ja nur zu den Überbringern von Warnungen.
93Und sag: (Alles) Lob gehört Allah! Er wird euch Seine Zeichen zeigen, und dann werdet ihr sie erkennen. Allah ist nicht unachtsam dessen, was ihr tut.
Chapter 28 (Sura 28)
1Ta-Sin-Mim.
2Dies sind die Zeichen des deutlichen Buches.
3Wir verlesen dir von der Kunde über Musa und Fir´aun der Wahrheit entsprechend, für Leute, die glauben.
4Gewiß, Fir´aun zeigte sich überheblich im Land und machte seine Bewohner zu Lagern, von denen er einen Teil unterdrückte, indem er ihre Söhne abschlachtete und (nur) ihre Frauen am Leben ließ. Gewiß, er gehörte zu den Unheilstiftern.
5Wir aber wollten denjenigen, die im Land unterdrückt wurden, eine Wohltat erweisen und sie zu Vorbildern machen und zu Erben machen,
6ihnen eine feste Stellung im Land verleihen und Fir´aun, Haman und deren Heerscharen durch sie das erfahren lassen, wovor sie sich immer vorzusehen suchten.
7Und Wir gaben der Mutter Musas ein: "Stille ihn. Und wenn du um ihn fürchtest, dann setze ihn in das Wasser und fürchte dich nicht und sei nicht traurig. Wir werden ihn dir zurückbringen und ihn zu einem der Gesandten machen."
8Da lasen ihn die Angehörigen Fir´auns auf, damit er ihnen zum Feind und (Grund zum) Kummer werde. Gewiß, Fir´aun, Haman und deren Heerscharen pflegten verfehlt zu handeln.
9Die Frau Fir´auns sagte: "(Er wird) für mich und dich ein Grund zur Freude sein. Tötet ihn nicht. Vielleicht nützt er uns oder wir nehmen ihn als Kind an." Dabei merkten sie nicht (, was sie taten).
10Und das Herz der Mutter Musas wurde leer. Beinahe hätte sie ihn fürwahr offen bekanntgegeben, wenn Wir nicht ihr Herz gestärkt hätten, damit sie zu den Gläubigen gehöre.
11Und sie sagte zu seiner Schwester: "Folge seiner Spur." Sie beobachtete ihn von fern, ohne daß sie merkten.
12Nun hatten Wir ihm zuvor die Ammenbrüste verwehrt. Da sagte sie: "Soll ich euch auf Hausleute hinweisen, die ihn für euch betreuen und ihm aufrichtig zugetan sein würden?"
13So brachten Wir ihn zu seiner Mutter zurück, damit sie frohen Mutes und nicht mehr traurig sei und damit sie wissen sollte, daß Allahs Versprechen wahr ist. Aber die meisten von ihnen wissen nicht.
14Und als er seine Vollreife und sein Ebenmaß erlangt hatte, gaben Wir ihm Urteil(skraft) und Wissen. So vergelten Wir den Gutes Tuenden.
15Und er betrat die Stadt zu einer Zeit, als ihre Bewohner unachtsam waren. Da fand er darin zwei Männer, die miteinander kämpften, der eine war von seinem (eigenen) Lager, der andere von seinen Feinden. Da rief ihn derjenige, der von seinem Lager war, zu Hilfe gegen denjenigen, der von den Feinden war. Dann schlug ihn Musa mit der Faust und brachte ihn so um. Er sagte: "Das gehört zum Werk des Satans. Gewiß, er ist ein deutlicher Feind, der in die Irre führt."
16Er sagte: "Mein Herr, ich habe mir selbst Unrecht zugefügt; so vergib mir." Da vergab Er ihm, denn Er ist ja der Allvergebende und Barmherzige.
17Er sagte: "Mein Herr, darum, daß Du mir Gunst erwiesen hast, werde ich den Übeltätern nicht mehr Beistand leisten."
18Am Morgen war er in der Stadt furchtsam und hielt (immer wieder) Ausschau. Auf einmal schrie derjenige, der ihn am Tag zuvor um Hilfe gebeten hatte, zu ihm um Beistand. Musa sagte zu ihm: "Du bist offenkundig einer, der wahrlich (zu Gewalttaten) verleitet."
19Als er nun mit Gewalt denjenigen packen wollte, der ihrer beider Feind war, sagte dieser: "O Musa, willst du denn mich töten, wie du gestern eine (Menschen)seele getötet hast? Du willst ja nur ein Gewalttäter im Land sein, und du willst nicht zu den Heilstiftern gehören."
20Und es kam ein Mann vom äußersten Ende der Stadt gelaufen. Er sagte: "O Musa, die führende Schar berät über dich, um dich zu töten. So geh fort, gewiß, ich gehöre zu denjenigen, die dir guten Rat geben."
21So ging er furchtsam aus ihr fort und hielt (immer wieder) Ausschau. Er sagte: "Mein Herr, errette mich von dem ungerechten Volk."
22Und als er sich Madyan zuwandte, sagte er: "Vielleicht wird mein Herr mich den rechten Weg leiten."
23Als er nun zum Wasser von Madyan kam, fand er dort eine (ganze) Gemeinschaft von Menschen, die (ihr Vieh) tränkten. Und er fand außer ihnen zwei Frauen, die (ihre Tiere) fernhielten. Er sagte: "Was ist mit euch beiden?" Sie sagten: "Wir tränken (unsere Tiere) nicht, bis die Hirten (ihr Vieh) weggetrieben haben. Und unser Vater ist ein hochbetagter Greis."
24Da tränkte er ihnen (ihre Tiere). Hierauf zog er sich zurück in den Schatten und sagte: "Mein Herr, ich bin dessen bedürftig, was Du auch immer an Gutem zu mir herabsendest."
25Da kam die eine von den beiden zu ihm, indem sie verschämt einherging. Sie sagte: "Mein Vater ruft dich, um dir den Lohn dafür zu entrichten, daß du uns (die Tiere) getränkt hast." Nachdem er zu ihm gekommen war und ihm die Geschichte berichtet hatte, sagte er: "Fürchte dich nicht; du bist dem ungerechten Volk entkommen."
26Die eine von den beiden sagte: "O mein lieber Vater, nimm ihn in Dienst, denn der Beste, den du in Dienst nehmen kannst, ist der Starke und Vertrauenswürdige."
27Er sagte: "Ich will dich mit einer dieser meiner beiden Töchter verheiraten unter der Bedingung, daß du acht Jahre in meinen Dienst trittst. Wenn du sie aber auf zehn vollmachst, so steht es bei dir. Ich will dir keine Härte auferlegen. Du wirst mich, wenn Allah will, als einen der Rechtschaffenen finden."
28Er sagte: "Dies sei zwischen mir und dir (abgemacht). Welche der beiden Fristen ich auch erfülle, so darf es keine Bedrängnis gegen mich geben. Und Allah ist Sachwalter über das, was wir (hier) sagen."
29Als Musa die Frist erfüllt hatte und mit seinen Angehörigen fortzog, nahm er auf der Seite des Berges ein Feuer wahr. Er sagte zu seinen Angehörigen: "Bleibt hier. Ich habe ein Feuer wahrgenommen; vielleicht kann ich euch davon eine Nachricht oder ein Stück brennendes Holz aus dem Feuer bringen, auf daß ihr euch (daran) wärmen könnt."
30Als er dort ankam, wurde ihm vom rechten Ufer des Tales im gesegneten Fleck (Land) aus dem Baum zugerufen: "O Musa, gewiß, Ich bin Allah, der Herr der Weltenbewohner."
31Und: "Wirf deinen Stock hin." Doch als er sah, daß er sich hin und her bewegte, als wäre er eine flinke Schlange, kehrte er den Rücken und wandte sich nicht mehr um. - "O Musa, komm her und fürchte dich nicht, denn du sollst zu denjenigen gehören, die in Sicherheit sind.
32(Und) stecke die Hand in deinen Brustschlitz, so kommt sie weiß, jedoch nicht von Übel befallen, heraus. - Und zieh deinen Arm an dich gegen den Schreck. - Dies sind zwei Beweise von deinem Herrn, (gerichtet) an Fir´aun und seine führende Schar. Gewiß, sie sind ein Volk von Frevlern."
33Er sagte: "Mein Herr, ich habe eine (Menschen)seele von ihnen getötet, und so fürchte ich, daß sie mich töten.
34Auch hat mein Bruder Harun eine redegewandtere Zunge. So sende ihn mit mir zur Unterstützung, mich zu bestätigen, denn ich furchte, daß sie mich der Lüge bezichtigen."
35Er sagte: "Wir werden deinen Arm durch deinen Bruder festigen und euch beiden eine Ermächtigung erteilen, so daß sie nicht zu euch gelangen (können). Mit Unseren Zeichen werdet ihr und diejenigen, die euch folgen, Sieger sein."
36Als nun Musa mit Unseren Zeichen als klare Beweise kam, sagten sie: "Das ist nur ersonnene Zauberei. Und wir haben so etwas bei unseren Vorvätern nicht gehört."
37Musa sagte: "Mein Herr weiß besser, wer von Ihm her die Rechtleitung bringt und wem die letztendliche Wohnstätte gehören wird. Gewiß, den Ungerechten wird es nicht wohl ergehen."
38Und Fir´aun sagte: "O ihr führende Schar, keinen anderen Gott weiß ich für euch als mich (selbst). So entfache mir, o Haman, einen Brand auf Lehm, und mache mir einen Hochbau, auf daß ich zum Gott Musas emporsteige. Ich glaube fürwahr, daß er zu den Lügnern gehört."
39Er und seine Heerscharen verhielten sich ohne Recht hochmütig auf der Erde und glaubten, daß sie (dereinst) nicht zu Uns zurückgebracht würden.
40Da ergriffen Wir ihn und seine Heerscharen und warfen sie dann in das große Gewässer. So schau, wie das Ende der Ungerechten war.
41Und Wir machten sie zu Anführern, die zum (Höllen)feuer einladen. Und am Tag der Auferstehung wird ihnen keine Hilfe zuteil werden.
42Und Wir ließen ihnen einen Fluch im Diesseits nachfolgen, und am Tag der Auferstehung werden sie zu den Verabscheuten gehören.
43Und Wir gaben ja Musa die Schrift -, nachdem Wir die früheren Geschlechter vernichteten, - als einsichtbringende Zeichen für die Menschen und als Rechtleitung und Barmherzigkeit, auf daß sie bedenken mögen.
44Du warst nicht auf der westlichen Seite´, als Wir Musa die Angelegenheit auftrugen, und du warst nicht zugegen.
45Wir aber ließen Geschlechter entstehen, und es war ihnen ein langes Leben beschieden. Und du hattest dich nicht unter den Leuten von Madyan niederge lassen, um ihnen Unsere Zeichen zu verlesen. Wir aber entsandten immer wieder (Propheten).
46Und du warst nicht auf der Seite des Berges, als Wir zuriefen. Aber (die Offenbarung ist) als Barmherzigkeit von deinem Herrn (zu dir gekommen), damit du Leute warnst, zu denen noch kein Warner vor dir gekommen ist, auf daß sie be denken mögen.
47(Hätten Wir dich nicht entsandt), würden sie sagen, wenn sie ein Unglück trifft wegen dessen, was ihre Hände vorausgeschickt haben: "Unser Herr, hättest Du doch einen Gesandten zu uns gesandt, so daß wir Deinen Zeichen hätten folgen können und zu den Gläubigen´hätten gehören können!"
48Als nun die Wahrheit von Uns her zu ihnen kam, sagten sie: "Wäre ihm doch das gleiche gegeben worden, was Musa gegeben wurde!" Haben sie denn nicht das verleugnet, was zuvor Musa gegeben wurde? Sie sagen: "Zwei Zauberwerke, die einander beistehen." Und sie sagen: "Wir verleugnen sie alle (beide)."
49Sag: Bringt doch eine Schrift von Allah bei, die eine bessere Rechtleitung enthält als diese beiden, so will ich ihr folgen, wenn ihr wahrhaftig seid.
50Wenn sie nicht auf dich hören, so wisse, daß sie nur ihren Neigungen folgen. Und wer ist weiter abgeirrt als jemand, der seiner Neigung folgt ohne Rechtleitung von Allah. Gewiß, Allah leitet das ungerechte Volk nicht recht.
51Und Wir haben ihnen ja das Wort aufeinanderfolgend übermittelt, auf daß sie bedenken mögen.
52Diejenigen, denen Wir vor ihm die Schrift gaben, glauben an ihn.
53Und wenn er ihnen verlesen wird, sagen sie: "Wir glauben an ihn. Gewiß, es ist die Wahrheit von unserem Herrn. Wir waren ja schon vor ihm (Allah) ergeben."
54Diese erhalten ihren Lohn zweimal dafür, daß sie standhaft waren. Und sie wehren mit dem Guten das Böse ab und geben von dem aus, womit Wir sie versorgt haben.
55Und wenn sie unbedachte Rede hören, wenden sie sich davon ab und sagen: "Wir haben unsere Taten und ihr habt eure Taten (zu verantworten). Friede sei auf euch! Wir trachten nicht nach (dem Umgang mit) den Toren."
56Gewiß, du kannst nicht rechtleiten, wen du gern (rechtgeleitet sehen) möchtest. Allah aber leitet recht, wen Er will. Er kennt sehr wohl die Rechtgeleiteten.
57Und sie sagen: "Wenn wir der Rechtleitung mit dir folgen, werden wir von unserem Land fortgerissen." Haben Wir ihnen denn nicht eine feste Stellung in einem sicheren geschützten Bezirk verliehen, zu dem die Früchte jeder Art zusammengetragen werden als Versorgung von Uns aus? Aber die meisten von ihnen wissen nicht.
58Und wie (so) manche Stadt, die sich übermütig ihres Lebensunterhaltes erfreute, haben Wir vernichtet! Da sind nun ihre Wohnorte, die nach ihnen nicht mehr bewohnt wurden, bis auf wenige. Und Wir sind es, die Erben (all dessen) geworden sind.
59Und dein Herr hätte nimmer die Städte vernichtet, bevor Er nicht in ihrem Mittelpunkt einen Gesandten hätte erstehen lassen, der ihnen Unsere Zeichen verliest. Und Wir hätten die Städte nimmer vernichtet, wenn ihre Bewohner nicht ungerecht gewesen wären.
60Und was immer euch gegeben geworden ist, ist Genuß und Schmuck des diesseitigen Lebens. Was aber bei Allah ist, ist besser und beständiger. Begreift ihr denn nicht?
61Ist denn einer, dem Wir ein schönes Versprechen gegeben haben und der es auch vorfinden wird, einem gleich, den Wir den Genuß des diesseitigen Lebens genießen lassen, der hierauf aber am Tag der Auferstehung zu den Vorgeführten gehören wird?
62Und am Tag, da Er ihnen zuruft und sagt: "Wo sind (nun) Meine Teilhaber, die ihr stets angegeben habt?"
63Diejenigen, gegen die sich das Wort bewahrheitet hat, sagen: "Unser Herr, diese, die wir in Verirrung haben fallen lassen, haben wir (nur) in Verirrung fallen lassen, wie wir selbst in Verirrung gefallen waren. (Von ihnen) sagen wir uns vor Dir los. Nicht uns dienten sie ja."
64Und es wird gesagt werden: "Ruft eure Teilhaber." Sie werden sie anrufen, aber sie werden ihnen nicht antworten. Und sie werden die Strafe sehen. Wenn sie sich hätten rechtleiten lassen (, wären sie gerettet gewesen).
65Und am Tag, da Er ihnen zurufen wird und sagt: "Was habt ihr den Gesandten geantwortet?"
66Ihren Blicken werden an jenem Tag die Beweise entzogen sein, und so fragen sie sich nicht mehr gegenseitig.
67Was aber jemanden angeht, der bereut und glaubt und rechtschaffen handelt, der wird vielleicht zu denjenigen gehören, denen es wohl ergeht.
68Und dein Herr erschafft, was Er will, und wählt. Ihnen aber steht es nicht zu, zu wählen. Preis sei Allah! Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.
69Und dein Herr weiß, was ihre Brüste verhehlen und was sie offenlegen.
70Und Er ist Allah. Es gibt keinen Gott außer Ihm. (Alles) Lob gehört Ihm in der diesseitigen und in der jenseitigen Welt! Ihm gehört das Urteil, und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht.
71Sag: Was meint ihr, wenn Allah auf euch die Nacht als Dauerzustand legen würde bis zum Tag der Auferstehung, wer wäre (dann) Gott außer Allah, Der euch Licht bringen würde? Wollt ihr denn nicht hören?
72Sag: Was meint ihr, wenn Allah auf euch den Tag als Dauerzustand legen würde bis zum Tag der Auferstehung, wer wäre (dann) Gott außer Allah, Der euch eine Nacht bringen würde, in der ihr ruht? Wollt ihr denn nicht einsichtig sein?
73In Seiner Barmherzigkeit hat Er euch die Nacht und den Tag gemacht, damit ihr darin ruht und damit ihr (auch) nach etwas von Seiner Huld trachtet, und auf daß ihr dankbar sein möget.
74Und am Tag, da Er ihnen zurufen wird und dann sagt: "Wo sind denn Meine Teilhaber, die ihr stets angegeben habt?"
75Und Wir nehmen aus jeder Gemeinschaft einen Zeugen heraus, und da sagen Wir: "Bringt euren Beweis vor." Dann werden sie wissen, daß die Wahrheit Allah gehört. Und entschwunden wird ihnen sein, was sie zu ersinnen pflegten.
76Gewiß, Qarun gehörte zum Volk Musas, doch unterdrückte er sie. Und Wir gaben ihm solche Schätze, daß deren Schlüssel wahrlich eine schwere Last für eine (ganze) Schar kräftiger Männer gewesen wären. Als sein Volk zu ihm sagte: "Sei nicht (übermütig) froh, denn Allah liebt nicht diejenigen (Unterdrücker), die (zu übermütig) froh sind,
77sondern trachte mit dem, was Allah dir gegeben hat, nach der jenseitigen Wohnstätte, vergiß aber auch nicht deinen Anteil am Diesseits. Und tu Gutes, so wie Allah dir Gutes getan hat. Und trachte nicht nach Unheil auf der Erde, denn Allah liebt nicht die Unheilstifter."
78Er sagte: "Es ist mir nur gegeben worden aufgrund von Wissen, das ich besitze." Wußte er denn nicht, daß Allah bereits vor ihm solche Geschlechter vernichtet hatte, die eine stärkere Kraft als er besaßen und eine größere Ansammlung (an Helfern) hatten? Und die Übeltäter werden nicht nach ihren Sünden befragt.
79Und so trat er zu seinem Volk in seinem Schmuck heraus. Diejenigen, die das diesseitige Leben begehrten, sagten: "O hätten doch (auch) wir das gleiche wie das, was Qarun gegeben worden ist! Er hat wahrlich gewaltiges Glück."
80Aber diejenigen, denen das Wissen gegeben worden war, sagten: "Wehe euch! Allahs Belohnung ist besser für jemanden, der glaubt und rechtschaffen handelt." Aber es wird nur den Standhaften dargeboten.
81Da ließen Wir mit ihm und mit seiner Wohnstätte die Erde versinken. Und da hatte er weder eine Schar, die ihm vor Allah half, noch konnte er sich selbst helfen.
82Und diejenigen, die sich am Tag zuvor (an) seine(r) Stelle (zu sein) gewünscht hatten, begannen zu sagen: "Ah sieh! Allah gewährt die Versorgung großzügig, wem von Seinen Dienern Er will, und bemißt auch. Wenn Allah uns nicht eine Wohltat erwiesen hätte, hätte Er uns wahrlich (auch) versinken lassen. Ah sieh! Den Ungläubigen wird es nicht wohl ergehen."
83Das ist die jenseitige Wohnstätte. Wir bestimmen sie für diejenigen, die weder Überheblichkeit auf der Erde noch Unheil begehren. Und das (gute) Ende gehört den Gottesfürchtigen.
84Wer mit einer guten Tat kommt, für den wird es etwas Besseres als sie geben. Wer aber mit einer bösen Tat kommt, so wird denjenigen, die böse Taten begehen, nur das vergolten, was sie zu tun pflegten.
85Derjenige, Der dir den Qur´an verpflichtend gemacht hat, wird dich sicher zu einem Ort der Wiederkehr zurückkehren lassen. Sag: Mein Herr weiß besser, wer die Rechtleitung bringt und wer sich in deutlichem Irrtum befindet.
86Und du hattest nicht erwartet, daß das Buch an dich gerichtet würde. Es ist nur aus Barmherzigkeit von deinem Herrn. Darum leiste den Ungläubigen ja keinen Beistand.
87Und lasse sie dich nur nicht von den Zeichen Allahs abhalten, nachdem sie nun zu dir herabgesandt worden sind. Und rufe zu deinem Herrn, und gehöre ja nicht zu den Götzendienern.
88Und rufe neben Allah keinen anderen Gott an. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Alles wird untergehen - außer Seinem Angesicht. Ihm gehört das Urteil, und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht.
Chapter 29 (Sura 29)
1Alif-Lam-Mim.
2Meinen die Menschen, daß sie in Ruhe gelassen werden, (nur) weil sie sagen: "Wir glauben", ohne daß sie geprüft werden?
3Wir haben bereits diejenigen vor ihnen geprüft. Allah wird ganz gewiß diejenigen kennen, die die Wahrheit sprechen, und Er wird ganz gewiß die Lügner kennen.
4Oder meinen diejenigen, die böse Taten begehen, daß sie Uns entkommen (können)? Wie böse ist, was sie urteilen!
5Wer die Begegnung mit Allah erwartet-, so wird Allahs Frist sicher kommen. Und Er ist der Allhörende und Allwissende.
6Und wer sich abmüht, der müht sich nur zu seinem eigenen Vorteil ab, denn Allah ist der Weltenbewohner fürwahr unbedürftig.
7Denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, werden Wir ganz gewiß ihre bösen Taten tilgen und ihnen ganz gewiß das Beste vergelten von dem, was sie taten.
8Und Wir haben dem Menschen anbefohlen, seine Eltern mit Güte zu behandeln. Wenn sie sich aber darum bemühen, daß Du Mir das beigesellst, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht. Zu Mir wird eure Rückkehr sein, da werde Ich euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
9Diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, lassen Wir in die Reihen der Rechtschaffenen eingehen.
10Und unter den Menschen gibt es manchen, der sagt: "Wir glauben an Allah." Wenn ihm aber um Allahs willen Leid zugefügt wird, setzt er die Anfechtung durch die Menschen der Strafe Allahs gleich. Wenn jedoch Hilfe von deinem Herrn kommt, sagen sie ganz gewiß: "Wir sind ja mit euch gewesen." Weiß Allah denn nicht besser Bescheid über das, was´in den Brüsten der Weltenbewohner steckt?
11Und Allah wird ganz gewiß diejenigen kennen, die glauben, und Er wird ganz gewiß die Heuchler kennen.
12Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen zu denjenigen, die glauben: "Folgt unserem Weg. Laßt uns eure Verfehlungen tragen." Tragen werden sie aber nichts von ihren Verfehlungen, denn sie sind fürwahr Lügner.
13Ganz gewiß werden sie ihre (eigenen) Lasten tragen, und auch (weitere) Lasten zu ihren (eigenen) Lasten hinzu. Und sie werden am Tag der Auferstehung ganz gewiß befragt werden nach dem, was sie zu ersinnen pflegten.
14Und Wir sandten bereits Nuh zu seinem Volk. Er verweilte unter ihnen tausend Jahre weniger fünfzig Jahre. Da ergriff sie die Überschwemmung, während sie Unrecht taten.
15Da retteten Wir ihn und die Insassen des Schiffes und machten es zu einem Zeichen für die Weltenbewohner.
16Und (Wir sandten) Ibrahim. Als er zu seinem Volk sagte: "Dient Allah und fürchtet Ihn. Das ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wißt.
17Ihr dient anstatt Allahs nur Götzen und schafft (dabei nur) ungeheuerliche Lüge. Gewiß, diejenigen, denen ihr anstatt Allahs dient, vermögen euch nicht zu versor gen. Sucht darum bei Allah die Versorgung und dient Ihm und dankt Ihm. Zu Ihm werdet ihr zurückgebracht.
18Und wenn ihr (die Botschaft) für Lüge erklärt, so haben bereits vor euch (andere) Gemeinschaften (sie) für Lüge erklärt. Und dem Gesandten obliegt nur die deutliche Übermittlung (der Botschaft)."
19Haben sie denn nicht gesehen, wie Allah die Schöpfung am Anfang macht und sie hierauf wiederholt? Gewiß, das ist für Allah ein leichtes.
20Sag: Reist auf der Erde umher und schaut, wie Er die Schöpfung am Anfang gemacht hat. Hierauf läßt Allah die letzte Schöpfung entstehen. Gewiß, Allah hat zu allem die Macht.
21Er straft, wen Er will, und Er erbarmt Sich, wessen Er will. Und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht.
22Und ihr werdet euch (Ihm) weder auf der Erde noch im Himmel entziehen können, und ihr habt außer Allah weder Schutzherrn noch Helfer.
23Diejenigen, die Allahs Zeichen und die Begegnung mit Ihm ableugnen, diese haben die Hoffnung auf Meine Barmherzigkeit aufgegeben, und für diese wird es schmerzhafte Strafe geben.
24Aber die Antwort seines Volkes war nur, daß sie sagten: "Tötet ihn oder verbrennt ihn." Da rettete Allah ihn aus dem Feuer. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die glauben.
25Und er sagte: "Ihr habt euch ja anstatt Allahs nur Götzen genommen aus Freundschaft zueinander im diesseitigen Leben. Aber dereinst, am Tag der Auferstehung, werdet ihr einander verleugnen und einander verfluchen. Euer Zufluchtsort ist das (Höllen)feuer, und ihr werdet keine Helfer haben."
26Da glaubte Lut ihm und sagte: "Ich werde zu meinem Herrn auswandern. Er ist ja der Allmächtige und Allweise."
27Und Wir schenkten ihm Ishaq und Ya´qub und richteten unter seiner Nachkommenschaft das Prophetentum und die Schrift ein und gaben ihm seinen Lohn im Diesseits. Und im Jenseits gehört er fürwahr zu den Rechtschaffenen.
28Und (Wir sandten) Lut. Als er zu seinem Volk sagte: "Ihr begeht fürwahr das Abscheuliche, wie es vor euch niemand von den Weltenbewohnern getan hat.
29Laßt ihr euch denn wahrlich (in Begierde) mit den Männern ein, und schneidet den (natürlichen) Weg ab und begeht in euren Zusammenkünften das Verwerfliche?" Aber die Antwort seines Volkes war nur, daß sie sagten: "Bringe uns doch die Strafe Allahs her, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst."
30Er sagte: "Mein Herr, hilf mir gegen das Volk, das Unheil stiftet."
31Und als Unsere Gesandten zu Ibrahim mit der frohen Botschaft kamen, sagten sie: "Wir werden die Bewohner dieser Stadt vernichten, denn ihre Bewohner sind ungerecht."
32Er sagte: "Aber Lut befindet sich in ihr." Sie sagten: "Wir wissen sehr wohl, wer sich in ihr befindet. Wir werden ihn ganz gewiß erretten, (ihn) und seine Angehörigen, außer seiner Frau; sie gehört zu denjenigen, die zurückbleiben."
33Und als nun Unsere Gesandten zu Lut kamen, geriet er ihretwegen in eine böse Lage und war durch ihre Anwesenheit beklommen. Sie sagten: "Fürchte dich nicht und sei nicht traurig, denn wir werden dich erretten, (dich) und deine Angehörigen, außer deiner Frau; sie gehört zu denjenigen, die zurückbleiben.
34Wir werden auf die Bewohner dieser Stadt eine unheilvolle Strafe vom Himmel herabkommen lassen dafür, daß sie gefrevelt haben,"
35Und Wir ließen ja von ihr ein klares Zeichen zurück für Leute, die begreifen.
36Und (Wir sandten) zu Madyan ihren Bruder Su´aib. Da sagte er: "O mein Volk, dient Allah, erwartet den Jüngsten Tag und richtet auf der Erde nicht unheilstiftend Verderben an."
37Aber sie bezichtigten ihn der Lüge. Da ergriff sie das Zittern, und am Morgen lagen sie in ihrer Wohnstätte auf den Brüsten da.
38Und (erwähne auch) die ´Ad und die Tamud. (Ihr Untergang) ist euch ja deutlich geworden an ihren Wohnorten. Der Satan schmückte ihnen ihre Taten aus und hielt sie so vom Weg ab, obwohl sie Einsicht besaßen.
39Und (erwähne weiterhin) Qarun und Fir´aun und Haman. Musa kam ja zu ihnen mit den klaren Beweisen. Aber sie verhielten sich hochmütig auf der Erde; doch konnten sie (Uns) nicht zuvorkommen.
40Einen jeden ergriffen Wir für seine Sünde; so sandten Wir gegen einige von ihnen einen Sturm von Steinchen, andere ergriff der Schrei, mit anderen ließen Wir die Erde versinken, andere ließen Wir ertrinken. Und nimmer ist es Allah, der ihnen Unrecht getan hat, sondern sie selbst haben sich Unrecht zugefügt.
41Das Gleichnis derjenigen, die sich anstatt Allahs Schutzherren nehmen, ist das der Spinne, die sich ein Haus genommen hat; das schwächste Haus ist fürwahr das Haus der Spinne, wenn sie (es) nur wüßten!
42Gewiß, Allah weiß all das, was sie anstatt Seiner anrufen. Und Er ist der Allmächtige und Allweise.
43Diese Gleichnisse prägen Wir für die Menschen. Aber nur diejenigen verstehen sie, die Wissen besitzen.
44Allah hat die Himmel und die Erde in Wahrheit erschaffen. Darin ist wahrlich ein Zeichen für die Gläubigen.
45Verlies, was dir vom Buch (als Offenbarung) eingegeben wird, und verrichte das Gebet. Gewiß, das Gebet hält davon ab, das Schändliche und das Verwerfliche (zu tun). Und das Gedenken Allahs ist wahrlich größer. Und Allah weiß, was ihr macht.
46Und streitet mit den Leuten der Schrift nur in bester Weise, außer denjenigen von ihnen, die Unrecht tun. Und sagt: "Wir glauben an das, was (als Offenbarung) zu uns herabgesandt worden ist und zu euch herabgesandt worden ist; unser Gott und euer Gott ist Einer, und wir sind Ihm ergeben´."
47Und so haben Wir das Buch zu dir hinabgesandt. Diejenigen, denen Wir die Schrift gaben, glauben daran. Und auch unter diesen da gibt es manche, die daran glauben. Nur die Ungläubigen verleugnen Unsere Zeichen.
48Und du hast vordem kein Buch verlesen und es auch nicht mit deiner rechten Hand niedergeschrieben. Sonst würden wahrlich diejenigen zweifeln, die (es) für falsch erklären.
49Nein! Vielmehr sind es klare Zeichen in den Brüsten derjenigen, denen das Wissen gegeben worden ist. Und nur die Ungerechten verleugnen Unsere Zeichen.
50Und sie sagen: "Wenn doch Zeichen von seinem Herrn auf ihn herabgesandt würden!" Sag: Über die Zeichen verfügt (allein) Allah . Und ich bin nur ein deutlicher Warner.
51Genügt es ihnen denn nicht, daß Wir das Buch auf dich hinabgesandt haben, das ihnen verlesen wird? Darin ist wahrlich eine Barmherzigkeit und eine Ermahnung für Leute, die glauben.
52Sag: Allah genügt zwischen mir und euch als Zeuge. Er weiß, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Und diejenigen, die an das Falsche glauben und Allah verleugnen, das sind die Verlierer.
53Und sie wünschen von dir, die Strafe zu beschleunigen. Wenn es nicht eine festgesetzte Frist gäbe, wäre die Strafe wahrlich zu ihnen gekommen. Aber ganz gewiß wird sie plötzlich über sie kommen, ohne daß sie merken.
54Sie wünschen von dir, die Strafe zu beschleunigen, doch wahrlich, die Hölle umfaßt die Ungläubigen,
55am Tag, da die Strafe sie von oben und von unterhalb ihrer Füße her überdeckt, und Er sagt´: "Kostet, was ihr zu tun pflegtet."
56O Meine Diener, die ihr glaubt, gewiß, Meine Erde ist weit. So dient Mir, ja, allein Mir.
57Jede Seele wird den Tod kosten. Hierauf werdet ihr zu Uns zurückgebracht.
58Denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, werden Wir im (Paradies)garten ganz gewiß Obergemächer zuweisen, durcheilt von Bächen; ewig darin zu bleiben. Wie trefflich ist der Lohn derjenigen, die (gut) handeln,
59die standhaft sind und sich auf ihren Herrn verlassen.
60Und wie viele Tiere tragen ihre (eigene) Versorgung nicht herbei! Allah versorgt sie und euch. Und Er ist der Allhörende und Allwissende.
61Und wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen und die Sonne und den Mond dienstbar gemacht hat, sagen sie ganz gewiß: "Allah." Wie lassen sie sich also abwendig machen?
62Allah gewährt die Versorgung großzügig, wem von Seinen Dienern Er will, und bemißt ihm auch. Gewiß, Allah weiß über alles Bescheid.
63Und wenn du sie fragst, wer vom Himmel Wasser herabkommen läßt und dann damit die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig macht, sagen sie ganz gewiß: "Allah." Sag: (Alles) Lob gehört Allah! Aber nein! Die meisten von ihnen be greifen nicht.
64Dieses irdische Leben ist nur Zerstreuung und Spiel. Die jenseitige Wohnstätte aber ist wahrlich das eigentliche Leben, wenn sie (es) nur wüßten!
65Wenn sie ein Schiff besteigen, rufen sie Allah an, (wobei sie) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (sind). Wenn Er sie nun ans Land errettet, gesellen sie sogleich (Ihm wieder andere) bei,
66um undankbar zu sein für das, was Wir ihnen gegeben haben, und um zu genießen; sie werden (es noch) erfahren.
67Sehen sie denn nicht, daß Wir einen sicheren geschützten Bezirk gemacht haben, während die Menschen in ihrer Umgebung fortgerissen werden? Wollen sie denn an das Falsche glauben und Allahs Gunst verleugnen?
68Und wer ist ungerechter als jemand, der gegen Allah eine Lüge ersinnt oder die Wahrheit, nachdem sie zu ihm gekommen ist, für Lüge erklärt? Ist nicht in der Hölle ein Aufenthaltsort für die Ungläubigen?
69Diejenigen aber, die sich um Unsertwillen abmühen, werden Wir ganz gewiß Unsere Wege leiten. Und Allah ist wahrlich mit den Gutes Tuenden.
Chapter 30 (Sura 30)
1Alif-Lam-Mim.
2Die Römer sind besiegt worden
3im nächstliegenden Land. Aber sie werden nach ihrer Niederlage (selbst) siegen,
4in einigen Jahren. Allah gehört der Befehl vorher und nachher. An jenem Tag werden die Gläubigen froh sein
5über Allahs Hilfe. Er hilft, wem Er will, und Er ist der Allmächtige und Barmherzige.
6Das (ist) Allahs Versprechen. Allah bricht Sein Versprechen nicht, aber die meisten Menschen wissen nicht.
7Sie kennen nur das Äußerliche vom diesseitigen Leben, während sie des Jenseits unachtsam sind.
8Denken sie denn nicht in ihrem Inneren (darüber) nach? Allah hat die Himmel und die Erde und was dazwischen ist nur in Wahrheit und (auf) eine festgesetzte Frist erschaffen. Aber viele von den Menschen verleugnen fürwahr die Begegnung mit ihrem Herrn.
9Sind sie denn nicht auf der Erde umhergereist, so daß sie schauen (konnten), wie das Ende derjenigen war, die vor ihnen waren? Sie hatten eine stärkere Kraft als sie, pflügten und bevölkerten das Land noch mehr, als sie es bevölkerten. Und ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den klaren Beweisen. Aber nimmer ist es Allah, der ihnen Unrecht getan hat, sondern sie selbst haben sich Unrecht zugefügt.
10Hierauf war das Ende derjenigen, die Böses taten, das Schlechteste dafür, daß sie Allahs Zeichen für Lüge erklärt hatten und sich über sie lustig zu machen pflegten.
11Allah macht die Schöpfung am Anfang und wiederholt sie hierauf. Dann werdet ihr zu Ihm zurückgebracht.
12Und am Tag, da sich die Stunde erhebt, werden die Übeltäter ganz verzweifelt sein.
13Sie haben dann an ihren Teilhabern keine Fürsprecher und werden ihre Teilhaber verleugnen.
14Am Tag, da sich die Stunde erhebt, an jenem Tag werden sie sich in (Gruppen) teilen.
15Was nun diejenigen angeht, die geglaubt und rechtschaffene Werke getan haben, so wird ihnen in einem Lustgarten Freude bereitet.
16Was aber diejenigen angeht, die ungläubig waren und Unsere Zeichen und die Begegnung mit dem Jenseits für Lüge erklärt haben, sie werden zur Strafe vorge führt werden.
17Preis sei daher Allah, wenn ihr den Abend erreicht und auch wenn ihr den Morgen erreicht!
18Und Ihm gehört (alles) Lob in den Himmeln und auf der Erde, und abends, und wenn ihr den Mittag erreicht!
19Er bringt das Lebendige aus dem Toten und bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor und macht die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig. Und so werdet auch ihr hervorgebracht werden.
20Es gehört zu Seinen Zeichen, daß Er euch aus Erde erschaffen hat, hierauf wart ihr auf einmal menschliche Wesen, die sich ausbreiten.
21Und es gehört zu Seinen Zeichen, daß Er euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.
22Und zu Seinen Zeichen gehört die Erschaffung der Himmel und der Erde und (auch) die Verschiedenheit eurer Sprachen und Farben. Darin sind wahrlich Zei chen für die Wissenden.
23Und zu Seinen Zeichen gehört euer Schlaf bei Nacht und Tag und auch euer Trachten nach etwas von Seiner Huld. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die hören.
24Und es gehört zu Seinen Zeichen, daß Er euch den Blitz (als Grund) zur Furcht und zum Begehren sehen läßt und vom Himmel Wasser herabkommen läßt und mit ihm dann die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig macht. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die begreifen.
25Und es gehört zu Seinen Zeichen, daß der Himmel und die Erde durch Seinen Befehl bestehen. Wenn Er euch hierauf ein (einziges Mal) ruft, da kommt ihr sogleich aus der Erde hervor.
26Ihm gehört, wer in den Himmeln und auf der Erde ist. Alle sind Ihm demütig ergeben.
27Und Er ist es, Der die Schöpfung am Anfang macht und sie hierauf wiederholt; das ist für Ihn noch leichter. Er hat die höchste Eigenschaft in den Himmeln und auf der Erde, und Er ist der Allmächtige und Allweise.
28Er prägt euch aus eurem eigenen (Lebens)bereich ein Gleichnis: Habt ihr denn (aus der Schar) unter denjenigen, die eure rechte Hand (an Sklaven) besitzt, Teilhaber an dem, womit Wir euch versorgt haben, so daß ihr darin gleich wäret und ihr sie fürchten müßtet, wie ihr einander fürchtet? So legen Wir die Zeichen ausführlich dar für Leute, die begreifen.
29Aber nein! Diejenigen, die Unrecht tun, folgen ihren Neigungen ohne (richtiges) Wissen. Wer sollte rechtleiten, wen Allah in die Irre gehen läßt? Und sie haben keine Helfer.
30So richte dein Gesicht aufrichtig zur Religion hin als Anhänger des rechten Glaubens, - (gemäß) der natürlichen Anlage Allahs, in der Er die Menschen er schaffen hat. Keine Abänderung gibt es für die Schöpfung Allahs. Das ist die richtige Religion. Aber die meisten Menschen wissen nicht.
31(Haltet daran fest), indem ihr euch Ihm reuig zuwendet, und fürchtet Ihn und verrichtet das Gebet und gehört nicht zu den Götzendienern,
32zu denjenigen, die ihre Religion spalteten und zu Lagern geworden sind, wobei jede Gruppierung froh ist über das, was sie bei sich hat.
33Und wenn den Menschen Unheil widerfahrt, rufen sie ihren Herrn an, indem sie sich Ihm reuig zuwenden. Wenn Er sie hierauf Barmherzigkeit von Sich kosten läßt, gesellt sogleich eine Gruppe von ihnen ihrem Herrn (andere) bei,
34um undankbar zu sein für das, was Wir ihnen gegeben haben. - Genießt nur; ihr werdet (es noch) erfahren.
35Oder haben Wir ihnen etwa eine Ermächtigung offenbart, die dann von dem spricht, was sie Ihm beigesellen?
36Und wenn Wir die Menschen Barmherzigkeit kosten lassen, sind sie froh darüber. Wenn sie aber etwas Böses trifft für das, was ihre Hände vorausgeschickt haben, verlieren sie sogleich die Hoffnung.
37Sehen sie denn nicht, daß Allah die Versorgung großzügig gewährt, wem Er will, und auch bemißt? Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die glauben.
38So gib dem Verwandten sein Recht, ebenso dem Armen und dem Sohn des Weges´. Das ist besser für diejenigen, die Allahs Angesicht begehren. Und jene sind es, denen es wohl ergeht.
39Und was ihr an Ausgaben aufwendet, damit sie sich aus dem Besitz der Menschen vermehren, sie vermehren sich nicht bei Allah. Was ihr aber an Abgaben entrichtet im Begehren nach Allahs Angesicht ... - das sind diejenigen, die das Vielfache erzielen.
40Allah ist es, Der euch erschaffen und dann versorgt hat. Hierauf läßt Er euch sterben, hierauf macht Er euch wieder lebendig. Gibt es unter euren Teilhabern einen, der irgend etwas von alledem tut? Preis sei Ihm! Erhaben ist Er über das, was sie (Ihm) beigesellen.
41Unheil ist auf dem Festland und im Meer erschienen wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben, damit Er sie einiges von dem kosten läßt, was sie getan haben, auf daß sie umkehren mögen.
42Sag: Reist auf der Erde umher und schaut, wie das Ende derjenigen zuvor war. Die meisten von ihnen waren Götzendiener.
43So richte dein Gesicht aufrichtig zur richtigen Religion hin, bevor von Allah ein Tag kommt, der nicht zurückgewiesen wird
44Wer ungläubig ist, dessen Unglaube geht zu seinem (eigenen) Nachteil. Und wer rechtschaffen handelt, bereitet sich selbst die Lagerstatt vor,
45damit Er denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, aus Seiner Huld vergelte. Gewiß, Er liebt nicht die Ungläubigen.
46Und es gehört zu Seinen Zeichen, daß Er die Winde als Verkünder froher Botschaft (voraus)sendet, und damit Er euch etwas von Seiner Barmherzigkeit kosten läßt und damit die Schiffe auf Seinen Befehl fahren und damit ihr nach etwas von Seiner Huld trachtet, und auf daß ihr dankbar sein möget.
47Und Wir haben bereits vor dir Gesandte zu ihren (jeweiligen) Völkern gesandt. Sie kamen zu ihnen mit den klaren Beweisen. Da übten Wir Vergeltung an denjenigen, die Übeltaten begingen; und es war für Uns eine Pflicht, den Gläubigen zu helfen.
48Allah ist es, der die Winde sendet, und da wühlen sie die Wolken auf. Dann breitet Er sie im Himmel aus, wie Er will, und macht sie zu Stücken. Da siehst du den (Platz)regen dazwischen herauskommen. Wenn Er damit von Seinen Dienern, wen Er will, trifft, freuen sie sich sogleich,
49obwohl sie vorher, bevor (er) auf sie herabgesandt wurde, wahrlich ganz verzweifelt waren.
50Schau doch auf die Spuren von Allahs Barmherzigkeit, wie Er die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig macht. Er ist wahrlich Derjenige, Der (auch) die Toten wieder lebendig macht, und Er hat zu allem die Macht.
51Und wenn Wir einen Wind sendeten und sie dann alles gelb werden sähen, würden sie (trotzdem) danach fortfahren, ungläubig zu sein.
52(Sei nicht traurig,) denn du kannst nicht die Toten hören lassen noch die Tauben den Ruf hören lassen, wenn sie den Rücken kehren.
53Noch kannst du die Blinden aus ihrem Irrtum heraus rechtleiten. Hören lassen kannst du nur, wer an Unsere Zeichen glaubt und die somit (Allah) ergeben sind.
54Allah ist es, der euch (zuerst) in Schwäche erschafft. Hierauf verleiht Er nach der Schwäche Kraft. Hierauf verleiht Er nach der Kraft Schwäche und weißes Haar. Er erschafft, was Er will, und Er ist der Allwissende und Allmächtige.
55Und am Tag, da sich die Stunde erhebt, schwören die Übeltäter, sie hätten nicht länger als eine Stunde verweilt. So pflegten sie sich (von der Wahrheit) abwendig machen zu lassen.
56Und diejenigen, denen Wissen und Glauben gegeben worden ist, sagen: "Nach Allahs Buch habt ihr bis zum Tag der Auferweckung verweilt. Das ist nun der Tag der Auferweckung, aber ihr wußtet (es) nicht."
57So wird an jenem Tag denjenigen, die Unrecht tun, ihre Entschuldigung nicht nützen, und es wird ihnen keine Gnade erwiesen.
58Wir haben ja den Menschen in diesem Qur´an allerlei Gleichnisse geprägt. Und wenn du zu ihnen mit einem Zeichen kommst, sagen ganz gewiß diejenigen, die ungläubig sind: "Ihr bringt nur Falsches."
59So versiegelt Allah die Herzen derjenigen, die nicht Bescheid wissen.
60So sei standhaft. Gewiß, Allahs Versprechen ist wahr. Und diejenigen, die nicht überzeugt sind, sollen dich ja nicht ins Wanken bringen.
Chapter 31 (Sura 31)
1Alif-Lam-Mim.
2Dies sind die Zeichen des weisen Buches,
3eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Gutes Tuenden,
4die das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, und sie, die sie vom Jenseits überzeugt sind.
5Jene verfahren nach einer Rechtleitung von ihrem Herrn, und das sind diejenigen, denen es wohl ergeht.
6Unter den Menschen gibt es manchen, der zerstreuende Unterhaltung erkauft, um (die Menschen) von Allahs Weg ohne (richtiges) Wissen in die Irre zu führen und sich über ihn lustig zu machen. Für solche wird es schmachvolle Strafe geben.
7Und wenn ihm Unsere Zeichen verlesen werden, kehrt er sich hochmütig ab, als ob er sie nicht gehört hätte, als ob in seinen Ohren Schwerhörigkeit wäre. So verkünde ihm schmerzhafte Strafe.
8Gewiß, diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, für sie wird es die Gärten der Wonne geben;
9ewig darin zu bleiben. (Das ist) Allahs Versprechen in Wahrheit. Und Er ist der Allmächtige und Allweise.
10Er hat die Himmel ohne Stützen, die ihr sehen könnt, erschaffen und auf der Erde festgegründete Berge gesetzt, daß sie nicht mit euch wanke, und auf ihr allerlei Tiere sich ausbreiten lassen. Und Wir lassen Wasser vom Himmel herabkommen und dann viele edle Arten auf ihr wachsen.
11Das ist Allahs Schöpfung. Zeigt mir nun, was diejenigen außer Ihm erschaffen haben. Aber nein! Die Ungerechten befinden sich in deutlichem Irrtum.
12Und Wir gaben ja Luqman Weisheit: "Sei Allah dankbar." Und wer dankbar ist, der ist nur zu seinem eigenen Vorteil dankbar. Und wer undankbar ist, - so ist Allah Unbedürftig und Lobenswürdig.
13Und (gedenke,) als Luqman zu seinem Sohn sagte, indem er ihn ermahnte: "O mein lieber Sohn, geselle Allah nicht(s) bei, denn Götzendienst ist fürwahr ein gewal tiges Unrecht."
14Und Wir haben dem Menschen seine Eltern anbefohlen - seine Mutter hat ihn unter wiederholter Schwäche getragen, und seine Entwöhnung (erfolgt) innerhalb von zwei Jahren -: "Sei Mir und deinen Eltern dankbar. Zu Mir ist der Ausgang."
15Wenn sie sich aber darum bemühen, daß du Mir das beigesellst, wovon du kein Wissen hast, dann gehorche ihnen nicht, doch geh mit ihnen im Diesseits in rechtli cher Weise um. Und folge dem Weg dessen, der sich Mir reuig zuwendet. Zu Mir wird hierauf eure Rückkehr sein, da werde Ich euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet.
16O mein lieber Sohn, gewiß, wäre es auch das Gewicht eines Senfkorns und befände es sich in einem Felsen oder in den Himmeln oder in der Erde, bringt es Allah bei. Gewiß, Allah ist Feinfühlig und Allkundig.
17O mein lieber Sohn, verrichte das Gebet, gebiete das Rechte und verbiete das Verwerfliche und ertrage standhaft, was dich trifft. Gewiß, dies gehört zur Ent schlossenheit (in der Handhabung) der Angelegenheiten.
18Und zeige den Menschen nicht geringschätzig die Wange und gehe nicht übermütig auf der Erde einher, denn Allah liebt niemanden, der eingebildet und prahlerisch ist.
19Halte das rechte Maß in deinem Gang und dämpfe deine Stimme, denn die widerwärtigste der Stimmen ist wahrlich die Stimme der Esel."
20Seht ihr nicht, daß Allah euch das, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, dienstbar gemacht hat, und euch mit Seinen Gunsterweisen überhäuft hat äußerlich und innerlich? Doch gibt es unter den Menschen manchen, der über Allah ohne (richtiges) Wissen, ohne Rechtleitung und ohne erleuchtendes Buch streitet.
21Und wenn zu ihnen gesagt wird: "Folgt dem, was Allah herabgesandt hat", sagen sie: "Nein! Vielmehr folgen wir dem, worin wir unsere Väter vorgefunden haben." Was denn, auch wenn der Satan sie zur Strafe der Feuerglut einlädt?
22Wer sich Allah völlig hingibt und dabei Gutes tut, der hält sich an die festeste Handhabe. Und zu Allah (führt) das Ende der Angelegenheiten.
23Und wer ungläubig ist, dessen Unglaube soll dich nicht traurig machen. Zu Uns wird ihre Rückkehr sein, dann werden Wir ihnen kundtun, was sie taten. Gewiß, Allah weiß über das Innerste der Brüste Bescheid.
24Wir lassen sie ein wenig genießen, dann zwingen Wir sie in eine harte Strafe.
25Und wenn du sie fragst, wer die Himmel und die Erde erschaffen hat, sagen sie ganz gewiß: "Allah." Sag: (Alles) Lob gehört Allah! Aber nein! Die meisten von ihnen wissen nicht.
26Allah gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Gewiß, Allah ist der Unbedürftige und Lobenswürdige.
27Und wenn auch das, was es auf der Erde an Bäumen gibt, Schreibrohre wären und das (gesamte) Meer und danach sieben weitere Meere als Nachschub (Tinte wären), würden die Worte Allahs nicht zu Ende gehen, denn Allah ist Allmächtig und Allweise.
28Die Erschaffung und die Auferweckung von euch (allen) ist nur (so) wie bei einer einzigen Seele. Gewiß, Allah ist Allhörend und Allsehend.
29Siehst du denn nicht, daß Allah die Nacht in den Tag eindringen und den Tag in die Nacht eindringen läßt und die Sonne und den Mond dienstbar gemacht hat - ein jedes läuft auf eine festgesetzte Frist zu -, und daß Allah dessen Kundig ist, was ihr tut?
30Dies, weil Allah die Wahrheit ist und weil das, was sie anstatt Seiner anrufen, das Falsche ist und weil Allah der Erhabene, der Große ist.
31Siehst du nicht, daß die Schiffe durch die Gunst Allahs auf dem Meer fahren, damit Er euch etwas von Seinen Zeichen zeigt? Darin sind wahrlich Zeichen für jeden sehr Standhaften und sehr Dankbaren.
32Und wenn Wogen wie Schattendächer sie überdecken, rufen sie Allah an, (wobei sie) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (sind). Wenn Er sie nun ans Land errettet, zeigen einige von ihnen ein gemäßigtes Verhalten. Und Unsere Zeichen verleugnet nur jeder sehr Treulose und sehr Undankbare.
33O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn und habt Angst vor einem Tag, an dem weder ein Vater etwas für sein Kind begleichen kann, noch ein Kind für seinen Vater etwas wird begleichen können. Gewiß, Allahs Versprechen ist wahr. So soll euch das diesseitige Leben nicht täuschen, und nicht täuschen soll euch hinsichtlich Allahs der Täuscher.
34Gewiß, Allah (allein) besitzt das Wissen über die Stunde, läßt den Regen herabkommen und weiß, was im Mutterleib ist. Niemand weiß, was er morgen erwerben wird, und niemand weiß, in welchem Land er sterben wird. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig.
Chapter 32 (Sura 32)
1Alif-Lam-Mim.
2Die Offenbarung des Buches, an dem es keinen Zweifel gibt, ist vom Herrn der Weltenbewohner.
3Oder sagen sie: "Er hat es ersonnen"? Nein! Vielmehr ist es die Wahrheit von deinem Herrn, damit du ein Volk warnst, zu denen noch kein Warner vor dir ge kommen ist, auf daß sie rechtgeleitet werden mögen.
4Allah ist es, Der die Himmel und die Erde und was dazwischen ist in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob. Ihr habt außer Ihm weder Schutzherrn noch Fürsprecher. Bedenkt ihr denn nicht?
5Er regelt die Angelegenheit vom Himmel bis zur Erde. Hierauf steigt sie zu Ihm auf an einem Tag, dessen Maß tausend Jahre nach eurer Berechnung sind.
6Jener ist der Kenner des Verborgenen und des Offenbaren, der Allmächtige und Barmherzige,
7Der alles gut macht, was Er erschafft. Und Er machte die Schöpfung des Menschen am Anfang aus Lehm,
8hierauf machte Er seine Nachkommenschaft aus einem Auszug aus verächtlichem Wasser.
9Hierauf formte Er ihn zurecht und hauchte ihm von Seinem Geist ein, und Er hat euch Gehör, Augenlicht und Herzen gemacht. Wie wenig ihr dankbar seid!
10Und sie sagen: "Sollen wir etwa, wenn wir uns in der Erde verloren haben, denn wirklich wieder in neuer Schöpfung (erstehen)?" Aber nein! Sie verleugnen die Begegnung mit ihrem Herrn.
11Sag: Abberufen wird euch der Engel des Todes, der mit euch betraut ist, hierauf werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht.
12Könntest du nur sehen, wenn die Übeltäter vor ihrem Herrn die Köpfe hängenlassen: "Unser Herr, jetzt haben wir gesehen und gehört. Bringe uns zurück, so wollen wir rechtschaffen handeln. Gewiß, wir sind nun überzeugt"!
13Und wenn Wir gewollt hätten, hätten Wir jeder Seele ihre Rechtleitung gegeben. Aber (nun) ist das Wort von Mir unvermeidlich fällig geworden: "Ganz gewiß werde Ich die Hölle mit den Ginn und den Menschen allesamt füllen."
14So kostet (es) dafür, daß ihr die Begegnung mit diesem eurem Tag vergessen habt. Gewiß, Wir haben euch (auch) vergessen´. Kostet die ewige Strafe für das, was ihr zu tun pflegtet.
15Nur diejenigen glauben an Unsere Zeichen, die, wenn sie damit ermahnt werden, ehrerbietig niederfallen und ihren Herrn lobpreisen und sich nicht hochmütig verhalten.
16Ihre Seiten weichen vor den Schlafstätten zurück; sie rufen ihren Herrn in Furcht und Begehren an und geben von dem, womit Wir sie versorgt haben, aus.
17Keine Seele weiß, welche Freuden im Verborgenen für sie bereitgehalten werden als Lohn für das, was sie zu tun pflegten.
18Ist denn jemand, der gläubig ist, wie jemand, der ein Frevler ist? Sie sind nicht gleich(zustellen).
19Was nun diejenigen angeht, die glauben und rechtschaffene Werke tun, so wird es für sie die Gärten der Zuflucht zur gastlichen Aufnahme geben für das, was sie zu tun pflegten.
20Was aber diejenigen angeht, die freveln, so wird das (Höllen)feuer ihr Zufluchtsort sein. Jedesmal, wenn sie aus ihm herauskommen wollen, werden sie dahinein zu rückgebracht, und es wird zu ihnen gesagt: "Kostet die Strafe des (Höllen)feuers, die ihr für Lüge zu erklären pflegtet."
21Wir werden sie ganz gewiß etwas von der diesseitigen Strafe vor der größeren Strafe kosten lassen, auf daß sie umkehren mögen.
22Und wer ist ungerechter als jemand, der mit den Zeichen seines Herrn ermahnt wird und sich hierauf von ihnen abwendet? Gewiß, Wir werden an den Übeltätern Vergeltung üben.
23Wir gaben bereits Musa die Schrift - so sei nicht im Zweifel über die Begegnung mit Ihm - und machten sie zu einer Rechtleitung für die Kinder Isra´ils.
24Und Wir bestellten unter ihnen Vorbilder, die (sie) nach Unserem Befehl leiteten, als sie sich standhaft gezeigt halten und von Unseren Zeichen überzeugt waren.
25Gewiß, dein Herr wird zwischen ihnen am Tag der Auferstehung über das entscheiden, worüber sie uneinig waren.
26Ist ihnen nicht deutlich geworden, wie viele Geschlechter Wir vor ihnen vernichtet haben, in deren Wohnorten sie (nun) umhergehen? Darin sind wahrlich Zeichen. Wollen sie denn nicht hören?
27Sehen sie denn nicht, daß Wir das Wasser zum dürren Land treiben und dann dadurch Pflanzen hervorbringen, von denen ihr Vieh und sie selbst essen? Wollen sie denn nicht einsichtig sein?
28Und sie sagen: "Wann wird diese Entscheidung eintreten, wenn ihr wahrhaftig seid?"
29Sag: Am Tag der Entscheidung wird denjenigen, die ungläubig waren, ihr Glaube nicht (mehr) nützen, noch wird ihnen Aufschub gewährt.
30So wende dich ab von ihnen und warte ab; sie warten ebenfalls ab.
Chapter 33 (Sura 33)
1O Prophet, furchte Allah und gehorche nicht den Ungläubigen und den Heuchlern. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allweise.
2Und folge dem, was dir (als Offenbarung) von deinem Herrn eingegeben wird. Gewiß, Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig.
3Und verlasse dich auf Allah. Allah genügt als Sachwalter.
4Allah hat keinem Mann zwei Herzen in seinem Inneren gemacht. Und Er hat eure Gattinnen, von denen ihr euch durch den Rückenschwur trennt, nicht (wirklich) zu euren Müttern gemacht. Und Er hat eure angenommenen Söhne nicht (wirklich) zu euren Söhnen gemacht. Das sind eure Worte aus eurem (eigenen) Mund. Aber Allah sagt die Wahrheit, und Er leitet den (rechten) Weg.
5Nennt sie nach ihren Vätern; das ist gerechter vor Allah. Wenn ihr ihre Väter nicht kennt, dann sind sie eure Brüder in der Religion und eure Schützlinge. Es ist für euch keine Sünde in dem, was ihr an Fehlern begeht, sondern was eure Herzen vorsätzlich anstreben. Und Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
6Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selbst, und seine Gattinnen sind ihre Mütter. Und die Blutsverwandten stehen nach dem Buch Allahs einander näher als die Gläubigen und Auswanderer, außer, daß ihr euren Schützlingen Gutes tun solltet. Dies steht im Buch verzeichnet.
7Und (gedenke,) als Wir von den Propheten ihr Versprechen abnahmen, und auch von dir und von Nuh, Ibrahim, Musa und ´Isa, dem Sohn Maryams; Wir nahmen ihnen ein festes Versprechen ab,
8damit Er die Wahrhaftigen nach ihrer Wahrhaftigkeit frage. Und Er hat für die Ungläubigen schmerzhafte Strafe bereitet.
9O die ihr glaubt, gedenkt der Gunst Allahs an euch, als Heerscharen zu euch kamen´. Da sandten Wir gegen sie einen Wind und Heerscharen, die ihr nicht saht. Und was ihr tut, sieht Allah wohl.
10Als sie von oben zu euch kamen und von unten her, und als die Blicke unsicher wurden und die Herzen die Kehle erreichten und ihr von Allah verschiedene Meinungen hattet.
11Dort wurden die Gläubigen geprüft und heftig erschüttert.
12Als die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, sagten: "Allah und Sein Gesandter haben uns nur Trügerisches versprochen."
13Und als eine Gruppe von ihnen sagte: "O ihr Leute von Yatrib, ihr könnt euch (hier) nicht aufhalten. Kehrt zurück." Und ein Teil von ihnen bat den Propheten um Erlaubnis, (heimzukehren,) indem sie sagten: "Unsere Häuser sind ohne Schutz." Dabei waren sie nicht ohne Schutz, sie wollten nur fliehen.
14Wäre man von ihren (verschiedenen) Bezirken her zu ihnen eingedrungen und wären sie dann aufgefordert worden, der Versuchung nachzugeben, sie hätten es begangen, und sie hätten dabei nur kurze Zeit gezögert.
15Dabei hatten sie sich zuvor gegenüber Allah verpflichtet, sie würden nicht den Rücken kehren. Nach der (Erfüllung der) Verpflichtung gegenüber Allah wird ge fragt werden.
16Sag: Die Flucht wird euch nicht nützen, wenn ihr davor flieht, zu sterben oder getötet zu werden. Und dann wird euch nur noch ein wenig Nießbrauch gewährt.
17Sag: Wer ist es denn, der euch vor Allah schützen könnte, wenn Er euch Böses will oder wenn Er euch Barmherzigkeit (erweisen) will? Und sie werden für sich vor Allah weder Schutzherrn noch Helfer finden.
18Allah kennt wohl diejenigen von euch, die (die anderen) behindern und die zu ihren Brüdern sagen: "Kommt her zu uns." Und sie lassen sich nur wenig auf den Kampf ein
19und sind dabei habsüchtig euch gegenüber. Wenn aber die Angst sich einstellt, siehst du, wie sie dich mit kreisenden Augen anschauen wie einer, der vor dem Tod ohnmächtig wird. Wenn dann die Angst gewichen ist, verletzen sie euch mit scharfen Zungen aus Habsucht nach dem (erbeuteten) Gut. Jene haben nicht (wirklich) geglaubt; darum läßt Allah ihre Werke hinfällig werden; und dies ist Allah ein leichtes.
20Sie meinen, die Gruppierungen seien nicht weggegangen. Und wenn die Gruppierungen (wieder)kommen sollten, möchten sie gern, sie wären in der Wüste unter den Wüstenarabern und würden sich (nur) über euch erkundigen. Und wenn sie unter euch wären, würden sie nur wenig kämpfen.
21Ihr habt ja im Gesandten Allahs ein schönes Vorbild, (und zwar) für einen jeden, der auf Allah und den Jüngsten Tag hofft und Allahs viel gedenkt.
22Und als die Gläubigen die Gruppierungen sahen, sagten sie: "Das ist, was Allah und Sein Gesandter uns versprochen haben; Allah und Sein Gesandter sagen die Wahrheit." Und es mehrte ihnen nur den Glauben und die Ergebung.
23Unter den Gläubigen gibt es Männer, die das wahr gemacht haben, wozu sie sich Allah gegenüber verpflichteten. Unter ihnen gibt es manche, die ihr Gelübde er füllt haben; und unter ihnen gibt es manche, die noch warten (müssen). Und sie haben keine Änderung vorgenommen;
24damit Allah den Wahrhaftigen ihre Wahrhaftigkeit vergelte und die Heuchler strafe, wenn Er will, oder sich ihnen Reue-Annehmend zuwende. Gewiß, Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
25Und Allah wies diejenigen, die ungläubig waren, mit ihrem Grimm zurück, ohne daß sie etwas Gutes erlangt hätten. Und Allah ersparte den Gläubigen den Kampf. Allah ist Stark und Allmächtig.
26Und Er ließ diejenigen von den Leuten der Schrift, die ihnen beigestanden hatten, aus ihren Burgen heruntersteigen. Und Er jagte in ihre Herzen Schrecken; eine Gruppe (von ihnen) habt ihr getötet und eine Gruppe gefangengenommen.
27Und Er gab euch zum Erbe ihr Land, ihre Wohnstätten und ihren Besitz und auch ein Land, das ihr (vorher) nicht betreten hattet. Und Allah hat zu allem die Macht.
28O Prophet, sag zu deinen Gattinnen: Wenn ihr das diesseitige Leben und seinen Schmuck haben wollt, dann kommt her, ich werde euch eine Abfindung gewähren und euch auf schöne Weise freigeben.
29Wenn ihr aber Allah und Seinen Gesandten und die jenseitige Wohnstätte haben wollt, so hat Allah für diejenigen von euch, die Gutes tun, großartigen Lohn berei tet.
30O Frauen des Propheten, wer von euch etwas klar Abscheuliches begeht, derjenigen wird die Strafe verzweifacht. Und das ist Allah ein leichtes.
31Und wer von euch Allah und Seinem Gesandten demütig ergeben ist und rechtschaffen handelt, der geben Wir ihren Lohn zweimal. Und Wir haben für sie ehrenvolle Versorgung bereitet.
32O Frauen des Propheten, ihr seid nicht wie irgendeine von den (übrigen) Frauen. Wenn ihr gottesfürchtig seid, dann seid nicht unterwürfig im Reden, damit nicht derjenige, in dessen Herzen Krankheit ist, begehrlich wird, sondern sagt geziemende Worte.
33Haltet euch in euren Häusern auf; und stellt euch nicht zur Schau wie in der Zeit der früheren Unwissenheit. Verrichtet das Gebet und entrichtet die Abgabe und gehorcht Allah und Seinem Gesandten. Allah will gewiß nur den Makel von euch entfernen, ihr Angehörigen des Hauses, und euch völlig rein machen.
34Und gedenkt dessen, was in euren Häusern von den Zeichen Allahs und von der Weisheit verlesen wird. Gewiß, Allah ist Feinfühlig und Allkundig.
35Gewiß, muslimische Männer und muslimische Frauen, gläubige Männer und gläubige Frauen, ergebene Männer und ergebene Frauen, wahrhaftige Männer und wahrhaftige Frauen, standhafte Männer und standhafte Frauen, demütige Männer und demütige Frauen, Almosen gebende Männer und Almosen gebende Frauen, fa stende Männer und fastende Frauen, Männer, die ihre Scham hüten und Frauen, die (ihre Scham) hüten, und Allahs viel gedenkende Männer und gedenkende Frauen für (all) sie hat Allah Vergebung und großartigen Lohn bereitet.
36Weder für einen gläubigen Mann noch für eine gläubige Frau gibt es, wenn Allah und Sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, die Möglichkeit, in ihrer Angelegenheit zu wählen. Und wer sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt, der befindet sich ja in deutlichem Irrtum.
37Und als du zu demjenigen sagtest, dem Allah Gunst erwiesen hatte und dem auch du Gunst erwiesen hattest: "Behalte deine Gattin für dich und fürchte Allah", und in deinem Inneren verborgen hieltest, was Allah doch offenlegen wird, und die Menschen fürchtetest, während Allah ein größeres Anrecht darauf hat, daß du Ihn fürchtest. Als dann Zaid keinen Wunsch mehr an ihr hatte, gaben Wir sie dir zur Gattin, damit für die Gläubigen kein Grund zur Bedrängnis bestehe hinsichtlich der Gattinnen ihrer angenommenen Söhne, wenn diese keinen Wunsch mehr an ihnen haben. Und Allahs Anordnung wird (stets) ausgeführt.
38Es besteht für den Propheten kein Grund zur Bedrängnis in dem, was Allah für ihn verpflichtend gemacht hat. (So war) Allahs Gesetzmäßigkeit mit denjenigen, die zuvor dahingegangen sind - und Allahs Anordnung ist ein fest gefaßter Beschluß
39die Allahs Botschaften übermitteln, Ihn fürchten und niemanden fürchten außer Allah. Und Allah genügt als Abrechner.
40Muhammad ist nicht der Vater irgend jemandes von euren Männern, sondern Allahs Gesandter und das Siegel der Propheten. Und Allah weiß über alles Bescheid.
41O die ihr glaubt, gedenkt Allahs in häufigem Gedenken
42und preist Ihn morgens und abends.
43Er ist es, Der über euch den Segen spricht - und auch Seine Engel -, damit Er euch aus den Finsternissen ins Licht hinausbringt; und Er ist zu den Gläubigen Barmherzig.
44Ihr Gruß am Tag, da sie Ihm begegnen, wird sein: "Friede !" Und Er hat für sie trefflichen Lohn bereitet.
45O Prophet, Wir haben dich gesandt als Zeugen, als Verkünder froher Botschaft und als Warner
46und als einen, der zu Allah mit Seiner Erlaubnis ruft und als eine lichtspendende Leuchte.
47Und verkünde den Gläubigen, daß es für sie von Allah große Huld geben wird.
48Und gehorche nicht den Ungläubigen und den Heuchlern; beachte nicht die Beleidigungen, die sie dir zufügen, und verlasse dich auf Allah. Und Allah genügt als Sachwalter.
49O die ihr glaubt, wenn ihr gläubige Frauen heiratet und euch hierauf von ihnen scheidet, bevor ihr sie berührt habt, dann dürft ihr für sie keine von euch berechnete Wartezeit aussetzen; gewährt ihnen eine Abfindung und gebt sie auf schöne Weise frei.
50O Prophet, Wir haben dir (zu heiraten) erlaubt: deine Gattinnen, denen du ihren Lohn gegeben hast, das, was deine rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt von dem, was Allah dir als Beute zugeteilt hat, die Töchter deiner Onkel väterlicherseits und die Töchter deiner Tanten väterlicherseits, die Töchter deiner Onkel müt terlicherseits und die Töchter deiner Tanten mütterlicherseits, die mit dir ausgewandert sind; auch eine (jede) gläubige Frau, wenn sie sich dem Propheten (ohne Gegenforderung) schenkt und falls der Prophet sie heiraten will: Dies ist dir vorbehalten unter Ausschluß der (übrigen) Gläubigen - Wir wissen wohl, was Wir ihnen hinsichtlich ihrer Gattinnen und dessen, was ihre rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt, verpflichtend gemacht haben -, damit für dich kein Grund zur Bedrängnis bestehe. Und Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
51Du darfst zurückstellen, wen von ihnen du willst, und du darfst bei dir aufnehmen, wen du willst. Und wenn du doch eine von denjenigen begehrst, die du abgewiesen hast, dann ist das für dich keine Sünde. Das ist eher geeignet, daß sie frohen Mutes, nicht traurig und daß sie alle mit dem zufrieden sind, was du ihnen gibst. Allah weiß, was in euren Herzen ist. Allah ist Allwissend und Nachsichtig.
52Darüber hinaus ist dir weder erlaubt, Frauen zu heiraten noch sie gegen (andere) Gattinnen einzutauschen, auch wenn ihre Schönheit dir gefallen sollte, mit Aus nahme dessen, was deine rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Und Allah ist Wächter über alles.
53O die ihr glaubt, tretet nicht in die Häuser des Propheten ein - außer es wird euch erlaubt - zu(r Teilnahme an) einem Essen, ohne auf die rechte Zeit zu warten. Sondern wenn ihr (herein)gerufen werdet, dann tretet ein, und wenn ihr gegessen habt, dann geht auseinander, und (tut dies,) ohne euch mit geselliger Unterhaltung aufzuhalten. Solches fügt dem Propheten Leid zu, aber er schämt sich vor euch. Allah aber schämt sich nicht vor der Wahrheit. Und wenn ihr sie um einen Gegenstand bittet, so bittet sie hinter einem Vorhang. Das ist reiner für eure Herzen und ihre Herzen. Und es steht euch nicht zu, dem Gesandten Allahs Leid zuzufügen, und auch nicht, jemals seine Gattinnen nach ihm zu heiraten. Gewiß, das wäre bei Allah etwas Ungeheuerliches.
54Ob ihr etwas offenlegt oder verbergt, gewiß, Allah weiß über alles Bescheid.
55Es besteht für sie keine Sünde weder hinsichtlich ihrer Väter, noch ihrer Söhne, noch ihrer Brüder, der Söhne ihrer Brüder, noch der Söhne ihrer Schwestern, noch ihrer Frauen noch derjenigen, die ihre rechte Hand besitzt. Und fürchtet Allah. Gewiß, Allah ist über alles Zeuge.
56Gewiß, Allah und Seine Engel sprechen den Segen über den Propheten. O die ihr glaubt, sprecht den Segen über ihn und grüßt ihn mit gehörigem Gruß.
57Diejenigen, die Allah und Seinem Gesandten Leid zufügen, verflucht Allah im Diesseits und Jenseits, und für sie hat Er schmachvolle Strafe bereitet.
58Und diejenigen, die den gläubigen Männern und den gläubigen Frauen Leid zufügen für etwas, was sie nicht begangen haben, laden damit Verleumdung und offenkundige Sünde auf sich.
59O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen. Das ist eher geeignet, daß sie erkannt und so nicht belästigt werden. Und Allah ist Allver gebend und Barmherzig.
60Wenn nicht die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und diejenigen, die beunruhigende Gerüchte in der Stadt verbreiten, (damit) aufhören, werden Wir dich ganz gewiß gegen sie antreiben. Hierauf werden sie nur noch kurze Zeit darin deine Nachbarn sein.
61(Sie sind) verflucht. Wo immer sie (im Kampf) angetroffen werden, werden sie ergriffen und allesamt getötet.
62(So war) Allahs Gesetzmäßigkeit mit denjenigen, die zuvor dahingegangen sind. Und du wirst in Allahs Gesetzmäßigkeit keine Änderung finden.
63Die Menschen fragen dich nach der Stunde. Sag: Das Wissen darüber ist nur bei Allah. Was läßt dich wissen? Vielleicht ist die Stunde nahe.
64Gewiß, Allah hat die Ungläubigen verflucht und für sie eine Feuerglut bereitet,
65ewig und auf immer darin zu bleiben, ohne einen Schutzherrn noch Helfer zu finden.
66Am Tag, da ihre Gesichter im (Höllen)feuer hin und her gedreht werden, sagen sie: "O hätten wir doch Allah gehorcht und hätten wir dem Gesandten gehorcht!"
67Und sie sagen: "Unser Herr, gewiß, wir haben unseren Herrschern und unseren Großen gehorcht, und da haben sie uns vom Weg abirren lassen.
68Unser Herr, lasse ihnen zweifache Strafe zukommen, und verfluche sie mit einem großen Fluch´."
69O die ihr glaubt, seid nicht wie diejenigen, die Musa Leid zufügten, worauf Allah ihn freisprach von dem, was sie (über ihn) sagten; und er war bei Allah angesehen.
70O die ihr glaubt, fürchtet Allah und sagt treffende Worte,
71so läßt Er eure Werke als gut gelten und vergibt euch eure Sünden. Und wer Allah und Seinem Gesandten gehorcht, der erzielt ja einen großartigen Erfolg,
72Wir haben das anvertraute Gut den Himmeln und der Erde und den Bergen angeboten, aber sie weigerten sich, es zu tragen, sie scheuten sich davor. Der Mensch trug es - gewiß, er ist sehr oft ungerecht und sehr oft töricht.
73(Das ist so,) damit Allah die Heuchler, Männer und Frauen, und die Götzendiener, Männer und Frauen, straft und sich den Gläubigen, Männern und Frauen, ReueAnnehmend zuwendet. Allah ist Allvergebend und Barmherzig.
Chapter 34 (Sura 34)
1(Alles) Lob gehört Allah, Dem gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und (alles) Lob gehört Ihm im Jenseits. Er ist der Allweise und Allkundige.
2Er weiß, was in die Erde eindringt und was aus ihr herauskommt, was vom Himmel herabkommt und was dorthin aufsteigt. Und Er ist der Barmherzige und Allvergebende.
3Diejenigen, die ungläubig sind, sagen: "Die Stunde kommt nicht über uns." Sag: Doch bei meinem Herrn - sie kommt ganz gewiß über euch -, (bei Ihm,) dem Kenner des Verborgenen! Es entgeht Ihm nicht das Gewicht eines Stäubchens, weder in den Himmeln noch auf der Erde. Und es gibt nichts, was kleiner ist als dies oder größer, das nicht in einem deutlichen Buch (verzeichnet) wäre,
4damit Er (es) denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, vergelte. Für diese wird es Vergebung und ehrenvolle Versorgung geben.
5Und diejenigen, die ständig gegen Unsere Zeichen eifern und ihnen Machtlosigkeit nachweisen wollen, für sie wird es schmerzhafte Strafe von Züchtigung geben.
6Und diejenigen, denen das Wissen gegeben worden ist, sehen, (daß) das, was zu dir von deinem Herrn (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, die Wahrheit ist und zum Weg des Allmächtigen und Lobenswürdigen führt.
7Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen: "Sollen wir euch auf einen Mann hinweisen, der euch kundtut, daß ihr, wenn ihr vollständig in Stücke gerissen worden seid, doch wirklich in neuer Schöpfung (erstehen) werdet?
8Hat er gegen Allah eine Lüge ersonnen, oder leidet er an Besessenheit?" Nein! Vielmehr stecken diejenigen, die an das Jenseits nicht glauben, in der Strafe und befinden sich im tiefen Irrtum.
9Sehen sie denn nicht auf das, was vom Himmel und von der Erde vor ihnen und was hinter ihnen ist? Wenn Wir wollen, lassen Wir die Erde mit ihnen versinken oder Stücke vom Himmel auf sie herabfallen. Darin ist wahrlich ein Zeichen für jeden Diener, der sich (Allah) reuig zuwendet.
10Und Wir gaben ja Dawud eine Huld von Uns. - "Ihr Berge, preist (Allah) im Widerhall mit ihm, und auch ihr Vögel." Und Wir machten für ihn das Eisen ge schmeidig:
11"Fertige Panzergewänder an und füge im richtigen Maß die Panzermaschen aneinander. Und handelt rechtschaffen, denn Ich sehe wohl, was ihr tut."
12Und Sulaiman (machten Wir) den Wind (dienstbar), dessen Morgenlauf einen Monat und dessen Abendlauf einen Monat beträgt´. Und Wir ließen die Quelle des geschmolzenen Kupfers für ihn fließen. Und unter den Ginn gab es manche, die mit der Erlaubnis seines Herrn vor ihm tätig waren. Wer von ihnen von Unserem Befehl abweicht, den lassen Wir von der Strafe der Feuerglut kosten.
13Sie machten ihm, was er wollte, an Gebetsräumen, Bildwerken, Schüsseln wie Wasserbecken und feststehenden Kesseln. - "Verrichtet, ihr Sippe Dawuds, eure Arbeit in Dankbarkeit", denn (nur) wenige von Meinen Dienern sind wirklich dankbar.
14Und als Wir für ihn den Tod bestimmt hatten, wies sie auf sein Ableben nur das Tier der Erde hin, das seinen Stab fraß. Als er dann niederstürzte, wurde den Ginn klar, daß sie, wenn sie das Verborgene gewußt, nicht (weiter) in der schmachvollen Strafe verweilt hätten.
15Die Sabaer hatten ja in ihrem Wohnort ein Zeichen: zwei Gärten zur Rechten und zur Linken. - "Eßt von der Versorgung eures Herrn und dankt Ihm. Eine gute Ort schaft (ist es) und ein Allvergebender Herr."
16Aber sie wandten sich ab. Da sandten Wir gegen sie die Flut des Staudammes, und Wir tauschten ihnen ihre zwei Gärten aus gegen zwei Gärten mit bitterem Ern teertrag und Tamarisken und einigen wenigen Zizyphusbäumen.
17Das vergalten Wir ihnen, daß sie undankbar waren. Vergelten Wir denn sonst jemand anderem als dem Undankbaren?
18Und Wir legten zwischen ihnen und den Städten, die Wir gesegnet haben, sichtbare Städte an. Und Wir setzten das rechte Maß der Reise zwischen ihnen fest: "Reist in ihnen - Nächte und Tage - in Sicherheit umher."
19Sie aber sagten: "Unser Herr, vergrößere die Entfernungen zwischen unseren Reise(abschnitte)n." Sie taten sich selbst Unrecht. So machten Wir sie zu(m Gegenstand von) Geschichten und rissen sie vollständig in Stücke. Darin sind wahrlich Zeichen für jeden sehr Standhaften und sehr Dankbaren.
20Wahrlich, Iblis fand seine Meinung von ihnen bestätigt. Sie folgten ihm, außer einer Gruppe der Gläubigen.
21Doch hatte er keine Macht über sie; (es geschah) nur, damit Wir in Erfahrung bringen, wer an das Jenseits glaubt, und (ihn unterscheiden) von demjenigen, der darüber im Zweifel ist. Dein Herr ist Hüter über alles.
22Sag: Ruft diejenigen an, die ihr anstatt Allahs angebt. Sie verfügen nicht (einmal) über das Gewicht eines Stäubchens weder in den Himmeln noch auf der Erde. Und sie haben an ihnen beiden keinen Anteil, noch nahm Er sich unter ihnen jemanden, der Ihm Beistand leisten sollte.
23Auch nützt bei Ihm die Fürsprache nicht - außer, wem Er es erlaubt. Wenn dann der Schrecken von ihren Herzen genommen ist, sagen sie: "Was hat euer Herr ge sagt?" Sie sagen: "Die Wahrheit", und Er ist der Erhabene, der Große.
24Sag: Wer versorgt euch von den Himmeln und der Erde? Sag: Allah. Fürwahr, entweder wir oder ihr (die einen von uns) befinden sich in Rechtleitung oder in deutlichem Irrtum.
25Sag: Ihr werdet nicht danach befragt werden, was wir an Übeltaten begangen haben, noch werden wir danach befragt werden, was ihr tut.
26Sag: Zusammenbringen wird uns unser Herr, hierauf wird Er zwischen uns der Wahrheit entsprechend entscheiden. Er ist der wahrhaft gerechte Entscheider, der Allwissende.
27Sag: Zeigt mir diejenigen, die ihr Ihm als Teilhaber beigegeben habt. Keineswegs! Vielmehr ist Er Allah, der Allmächtige und Allweise.
28Und Wir haben dich für die Menschen allesamt nur als Frohboten und Warner gesandt. Aber die meisten Menschen wissen nicht.
29Und sie sagen: "Wann wird dieses Versprechen eintreten, wenn ihr wahrhaftig seid?"
30Sag: Für euch ist eine Verabredung auf einen Tag (festgelegt), von dem ihr (euer Schicksal) weder um eine Stunde hinausschieben noch vorverlegen könnt.
31Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen: "Wir werden nicht an diesen Qur´an glauben und auch nicht an das, was (an Offenbarungen) vor ihm da war." Könntest du nur sehen, wenn die Ungerechten vor ihren Herrn gestellt werden und untereinander die Worte wechseln! Diejenigen, die unterdrückt wurden, sagen zu denjenigen, die sich hochmütig verhielten: "Wenn ihr nicht gewesen wäret, so wären wir wahrlich gläubig gewesen."
32Diejenigen, die sich hochmütig verhielten, sagen zu denjenigen, die unterdrückt wurden: "Sind wir es gewesen, die euch von der Rechtleitung abgehalten haben, nachdem sie zu euch gekommen war? Nein! Vielmehr wart ihr Übeltäter."
33Und diejenigen, die unterdrückt wurden, sagen zu denjenigen, die sich hochmütig verhielten: "Nein! Vielmehr waren es (eure) Ränke bei Nacht und bei Tag, da ihr uns befohlen hattet, Allah zu verleugnen und Ihm andere als Seinesgleichen zur Seite zu stellen." Und sie werden insgeheim Reue hegen, wenn sie die Strafe sehen. Und Wir werden die Fesseln um die Hälse derjenigen legen, die ungläubig waren. Wird ihnen (denn) etwas anderes vergolten als das, was sie zu tun pflegten?
34Wir haben in keine Stadt einen Warner gesandt, ohne daß diejenigen, die in ihr üppig lebten, gesagt hätten: "Gewiß, das, womit ihr gesandt seid, verleugnen wir."
35Und sie sagen: "Wir haben mehr Besitz und Kinder, und wir werden nicht gestraft werden."
36Sag: Gewiß, mein Herr gewährt die Versorgung großzügig, wem Er will, und bemißt auch. Aber die meisten Menschen wissen nicht.
37Nicht euer Besitz ist es, und auch nicht eure Kinder sind es, die euch Zutritt in Unsere Nähe verschaffen, außer jemandem, der glaubt und rechtschaffen handelt. Diese erhalten mehrfachen Lohn für das, was sie getan haben, und sie werden in den Obergemächern in Sicherheit sein.
38Diejenigen aber, die ständig gegen Unsere Zeichen eifern und ihnen Machtlosigkeit nachweisen wollen, sie werden zur Strafe vorgeführt werden.
39Sag: Gewiß, mein Herr gewährt die Versorgung großzügig, wem von Seinen Dienern Er will, und bemißt auch. Und was immer ihr auch ausgebt, so wird Er es euch ersetzen, und Er ist der Beste der Versorger.
40Und am Tag, da Er sie alle versammelt, hierauf Er zu den Engeln sagen wird: "Diese da, pflegten sie euch zu dienen?",
41werden sie sagen: "Preis sei Dir! Du bist unser Schutzherr, nicht sie. Nein! Vielmehr dienten sie den Ginn; die meisten von ihnen glauben an sie."
42"Heute vermögt ihr einer dem anderen weder Nutzen noch Schaden zu bringen." Und Wir sagen zu denjenigen, die Unrecht getan haben: "Kostet die Strafe des (Höllen)feuers, das ihr für Lüge zu erklären pflegtet."
43Und wenn ihnen Unsere Zeichen als klare Beweise verlesen werden, sagen sie: "Dieser ist nur ein Mann, der euch von dem abhalten will, dem eure Väter dienten." Und sie sagen: "Das ist nur eine ersonnene ungeheuerliche Lüge." Und diejenigen, die ungläubig sind, sagen von der Wahrheit, nachdem sie zu ihnen gekommen ist: "Das ist nur deutliche Zauberei."
44Und wir haben ihnen weder Schriften gegeben, die sie (hätten) eingehend lesen (können), noch haben Wir vor dir einen Warner zu ihnen gesandt.
45Für Lüge erklärt haben (es auch) diejenigen, die vor ihnen waren, wobei diese nicht einmal das Zehntel dessen erreichten, was Wir jenen gegeben hatten. Sie bezichtigten Meine Gesandten der Lüge. Wie war da Meine Mißbilligung!
46Sag: Ich ermahne euch nur zu einem: daß ihr euch zu zweit und einzeln um Allahs willen hinstellt und hierauf nachdenkt. Euer Gefährte leidet nicht an Besessenheit. Er ist euch nur ein Warner vor einer (bevorstehenden) strengen Strafe.
47Sag: Was auch immer an Lohn ich von euch hätte verlangen können, das gehört euch. Mein Lohn obliegt nur Allah. Und Er ist über alles Zeuge.
48Sag: Mein Herr kommt mit der Wahrheit, (Er,) der Allwisser der verborgenen Dinge.
49Sag: Die Wahrheit ist gekommen. Das Falsche kann weder (etwas) neu von Anfang an machen noch es wiederholen.
50Sag: Wenn ich irregehe, gehe ich nur zu meinem eigenen Nachteil irre, und wenn ich rechtgeleitet bin, so ist es durch das, was mir mein Herr (als Offenbarung) eingibt. Gewiß, Er ist Allhörend und nahe.
51Könntest du nur sehen, wenn sie erschrecken! - Da gibt es kein Entrinnen -, und sie werden von einem nahen Ort aus weggenommen.
52Und sie sagen: "Wir glauben daran." Aber wie könnten sie (den Glauben) von einem fernen Ort aus erlangen,
53wo sie ihn doch zuvor verleugnet haben? Und sie schleudern (Vermutungen) auf das Verborgene von einem fernen Ort aus.
54Und es wird eine Trennung vorgenommen zwischen ihnen und dem, was sie begehren, so wie es zuvor mit ihresgleichen gemacht wurde; sie waren ja in starkem Zweifel.
Chapter 35 (Sura 35)
1(Alles) Lob gehört Allah, dem Erschaffer der Himmel und der Erde, Der die Engel zu Gesandten gemacht hat mit Flügeln, (je) zwei, drei und vier! Er fügt der Schöpfung hinzu, was Er will. Gewiß, Allah hat zu allem die Macht.
2Was Allah den Menschen an Barmherzigkeit auftut, das kann keiner zurückhalten. Und was Er zurückhält, das kann keiner nach Ihm freigeben. Und Er ist der Allmächtige und Allweise.
3O ihr Menschen, gedenkt der Gunst Allahs an euch. Gibt es einen anderen Schöpfer als Allah, Der euch vom Himmel und von der Erde versorgt? Es gibt keinen Gott außer Ihm. Wie laßt ihr euch also abwendig machen?
4Wenn sie dich der Lüge bezichtigen, so wurden bereits vor dir Gesandte der Lüge bezichtigt. Und zu Allah werden (all) die Angelegenheiten zurückgebracht.
5O ihr Menschen, gewiß, Allahs Versprechen ist wahr. So soll euch das diesseitige Leben nicht täuschen, und nicht täuschen soll euch hinsichtlich Allahs der Täuscher.
6Gewiß, der Satan ist euch ein Feind; so nehmt ihn euch zum Feind. Er ruft ja seine Anhängerschaft nur dazu auf, zu den Insassen der Feuerglut zu gehören.
7Diejenigen, die ungläubig sind, für sie wird es strenge Strafe geben; und diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, für sie wird es Vergebung und großen Lohn geben.
8Soll denn derjenige, dem sein böses Tun ausgeschmückt wird und der es dann für schön befindet, (wie jemand sein, der rechtgeleitet ist)? Allah läßt in die Irre gehen, wen Er will, und Er leitet recht, wen Er will. Darum soll deine Seele nicht über sie in Bedauern zergehen, denn Allah weiß Bescheid über das, was sie machen.
9Und Allah ist es, Der die Winde sendet, und da wühlen sie die Wolken auf. Dann treiben Wir sie zu einem toten Land und machen damit dann die Erde nach ihrem Tod wieder lebendig. Ebenso wird es auch mit der Auferstehung sein.
10Wenn immer einer die Macht anstrebt, so gehört alle Macht Allah. Zu Ihm steigt das gute Wort hinauf, und die rechtschaffene Tat hebt Er (zu sich) empor. Und für diejenigen, die Ränke böser Taten schmieden, wird es strenge Strafe geben, und die Ränke jener werden zu Fall kommen.
11Und Allah hat euch aus Erde, hierauf aus einem Samentropfen erschaffen und euch hierauf zu Paaren gemacht. Nicht schwanger wird ein weibliches Wesen noch kommt es nieder, außer mit Seinem Wissen. Und keinem, dem ein langes Leben gewährt wird, wird das Altwerden oder eine Verkürzung seiner Lebenszeit zuteil, ohne daß es in einem Buch (verzeichnet) wäre. Gewiß, dies ist Allah ein leichtes.
12Nicht gleich sind die beiden Meere : dies ist süß, erfrischend und angenehm zu trinken; jenes ist salzig und (auf der Zunge) brennend. Und aus allen (beiden) eßt ihr frisches Fleisch und holt Schmuck heraus, den ihr anlegt. Und du siehst die Schiffe, wie sie es durchpflügen, damit ihr nach etwas von Seiner Huld trachtet, und auf daß ihr dankbar sein möget!
13Er läßt die Nacht in den Tag eindringen, und Er läßt den Tag in die Nacht eindringen. Und Er hat die Sonne und den Mond dienstbar gemacht - ein jedes läuft auf eine festgesetzte Frist zu. Dies ist doch Allah, euer Herr; Ihm gehört die Herrschaft. Diejenigen aber, die ihr anstatt Seiner anruft, verfügen nicht einmal über das Häutchen eines Dattelkerns.
14Wenn ihr sie anruft, hören sie euer Bittgebet nicht, und wenn sie (es) auch hörten, würden sie euch doch nicht erhören. Und am Tag der Auferstehung verleugnen sie, daß ihr (sie Allah) beigesellt habt. Keiner kann dir kundtun wie Einer, der Kenntnis von allem hat.
15O ihr Menschen, ihr seid es, die Allahs bedürftig sind; Allah aber ist der Unbedürftige und Lobenswürdige.
16Wenn Er will, läßt Er euch vergehen und bringt eine neue Schöpfung.
17Und dies ist für Allah keineswegs schwer.
18Keine lasttragende (Seele) nimmt die Last einer anderen auf sich. Und wenn eine Schwerbeladene (zum Mittragen) ihrer Last aufruft, wird nichts davon (für sie) getragen, und handelte es sich dabei um einen Verwandten . Du kannst nur diejenigen warnen, die ihren Herrn im Verborgenen fürchten und das Gebet verrichten. Und wer sich läutert, läutert sich nur zu seinem eigenen Vorteil. Und zu Allah ist der Ausgang.
19Nicht gleich sind der Blinde und der Sehende,
20noch die Finsternisse und das Licht,
21noch der Schatten und die (Sonnen)hitze.
22Und nicht gleich sind auch die Lebenden und die Toten. Allah läßt hören, wen Er will. Und du vermagst nicht, diejenigen hören zu lassen, die in den Gräbern sind.
23Du bist nur ein Warner.
24Wir haben dich ja mit der Wahrheit gesandt als Frohboten und als Warner. Und es gibt keine Gemeinschaft, in der nicht ein Warner vorangegangen wäre.
25Und wenn sie dich der Lüge bezichtigen, so haben bereits diejenigen, die vor ihnen waren, (die Gesandten) der Lüge bezichtigt. Ihre Gesandten kamen zu ihnen mit den klaren Beweisen und mit den Schriften und den erleuchtenden Büchern.
26Hierauf ergriff Ich diejenigen, die ungläubig waren. Wie war da Meine Mißbilligung!
27Siehst du nicht, daß Allah vom Himmel Wasser herabkommen läßt? Damit bringen Wir dann Früchte von unterschiedlichen Farben hervor. Und von den Bergen gibt es Schichten, weiße und rote - von unterschiedlichen Farben - und rabenschwarze.
28Und unter den Menschen und den Tieren und dem Vieh gibt es (auf ähnliche Weise) unterschiedliche Farben. So ist es. Allah fürchten von Seinen Dienern eben nur die Gelehrten. Gewiß, Allah ist Allmächtig und Allvergebend.
29Gewiß, diejenigen, die Allahs Buch verlesen, das Gebet verrichten und von dem, womit Wir sie versorgt haben, heimlich und öffentlich ausgeben, hoffen auf einen Handel, der nicht zu Fall kommen wird,
30damit Er ihnen ihren Lohn in vollem Maß zukommen lasse und ihnen von Seiner Huld noch mehr gebe. Gewiß, Er ist Allvergebend und stets zu Dank bereit.
31Und was Wir dir vom Buch (als Offenbarung) eingegeben haben, ist die Wahrheit, das zu bestätigen, was vor ihm war. Allah hat wahrlich Kenntnis von Seinen Dienern und sieht sie wohl.
32Hierauf gaben Wir das Buch denjenigen von Unseren Dienern, die Wir auserwählten, zum Erbe. Mancher von ihnen tut sich selbst Unrecht, mancher von ihnen zeigt ein gemäßigtes Verhalten, und mancher von ihnen geht mit den guten Dingen mit Allahs Erlaubnis voran. Das ist die große Huld.
33Die Gärten Edens (sind es), in die sie eingehen, worin sie mit Armreifen aus Gold und mit Perlen geschmückt sein werden, und ihre Kleidung wird darin aus Seide sein.
34Und sie werden sagen: "(Alles) Lob gehört Allah, Der den Kummer von uns hinweggenommen hat! Unser Herr ist wahrlich Allvergebend und stets zu Dank bereit.
35(Er), Der uns durch Seine Huld in die (ewig) bleibende Wohnstätte versetzt hat, in der uns keine Mühsal widerfährt und in der uns keine Ermüdung befällt."
36Diejenigen aber, die ungläubig sind, für sie wird es das Feuer der Hölle geben, wobei mit ihnen kein Ende gemacht wird, so daß sie sterben, und ihnen auch seine Strafe nicht erleichtert wird. So vergelten Wir jedem sehr Ungläubigen.
37Und sie schreien darin laut: "Unser Herr, bringe uns heraus, so werden wir rechtschaffen handeln, anders als das, was wir zu tun pflegten." - "Haben Wir euch nicht ein so langes Leben gewährt, daß jeder, der hätte bedenken wollen, darin hätte bedenken können? Und ist nicht der Warner zu euch gekommen? So kostet nun, denn die Ungerechten haben keinen Helfer."
38Gewiß, Allah ist der Kenner des Verborgenen der Himmel und der Erde; gewiß, Er weiß über das Innerste der Brüste Bescheid.
39Er ist es, Der euch zu Nachfolgern auf der Erde gemacht hat. Wer nun ungläubig ist, dessen Unglaube lastet auf ihm. Und den Ungläubigen mehrt ihr Unglaube nur noch die Abscheu bei ihrem Herrn; und den Ungläubigen mehrt ihr Unglaube nur noch den Verlust.
40Sag: Was meint ihr zu euren Teilhabern, die ihr anstatt Allahs anruft? Zeigt mir, was sie von der Erde erschaffen haben. Oder haben sie etwa einen Anteil an den Himmeln? Oder haben Wir ihnen (sonst) eine Schrift gegeben, so daß sie sich von daher auf einen klaren Beweis stützten? Nein! Vielmehr versprechen die Ungerechten einander nur Trügerisches.
41Allah hält die Himmel und die Erde, daß sie nicht vergehen. Und wenn sie vergehen würden, so könnte niemand nach Ihm sie halten. Gewiß, Er ist Nachsichtig und Allvergebend.
42Und sie haben bei Allah ihren kräftigsten Eid geschworen, sie würden, wenn ein Warner zu ihnen käme, wahrlich eher rechtgeleitet sein als irgendeine der Ge meinschaften. Als dann aber ein Warner zu ihnen kam, mehrte es in ihnen nur (noch) die Abneigung,
43indem sie sich auf der Erde hochmütig verhielten und Ränke böser Taten schmiedeten. Aber die bösen Ränke umschließen nur ihre Urheber. Erwarten sie denn (für sich) etwas anderes als die Gesetzmäßigkeit (, nach) der (an den) Früheren (verfahren wurde)? Du wirst in Allahs Gesetzmäßigkeit keine Änderung finden, und du wirst in Allahs Gesetzmäßigkeit keine Abwandlung finden.
44Sind sie denn nicht auf der Erde umhergereist, so daß sie schauen (konnten), wie das Ende derjenigen war, die vor ihnen waren und die eine stärkere Kraft als sie hatten? Und Allah kann sich nichts entziehen - weder in den Himmeln noch auf der Erde, denn Er ist Allwissend und Allmächtig.
45Und wenn Allah die Menschen für das belangen wollte, was sie verdient haben, würde Er auf ihrer Oberfläche kein Tier übriglassen. Aber Er stellt sie auf eine festgesetzte Frist zurück. Und wenn dann ihre Frist kommt (-, so wird Er sie belangen), denn gewiß, Allah sieht Seine Diener wohl.
Chapter 36 (Sura 36)
1Ya-Sin.
2Bei dem weisen Qur´an,
3du bist wahrlich einer der Gesandten
4auf einem geraden Weg.
5(Er ist) die Offenbarung des Allmächtigen und Barmherzigen,
6damit du ein Volk warnst, dessen Väter nicht gewarnt wurden, so daß sie (gegenüber allem) unachtsam sind.
7Das Wort ist ja gegen die meisten von ihnen unvermeidlich fällig geworden, so glauben sie nicht.
8Gewiß, Wir haben um ihre Hälse Fesseln gelegt. Sie reichen bis zum Kinn, so daß sie den Kopf hochhalten (müssen).
9Und Wir haben vor ihnen eine Sperrmauer errichtet und hinter ihnen eine Sperrmauer und sie so überdeckt, daß sie nicht sehen (können).
10Und gleich ist es in Bezug auf sie, ob du sie warnst oder sie nicht warnst; sie glauben nicht.
11Du kannst nur jemanden warnen, der der Ermahnung folgt und den Allerbarmer im Verborgenen fürchtet. So verkünde ihm Vergebung und trefflichen Lohn.
12Gewiß, Wir sind es, Die Wir die Toten wieder lebendig machen. Und Wir schreiben auf, was sie vorausgeschickt haben und (auch) ihre Spuren. Alles haben Wir in einem deutlichen Verzeichnis erfaßt.
13Und präge ihnen als Gleichnis die (Geschichte der) Bewohner der Stadt, als die Gesandten zu ihr kamen.
14Als Wir zwei zu ihnen sandten, da bezichtigten sie beide der Lüge, und so brachten Wir durch einen dritten Verstärkung. Sie sagten: "Gewiß, wir sind zu euch ge sandt."
15Sie sagten: "Ihr seid nur menschliche Wesen wie wir. Nichts (als Offenbarung) hat der Allerbarmer herabgesandt. Ihr lügt nur."
16Sie sagten: "Unser Herr weiß (es), wir sind wirklich zu euch gesandt.
17Und uns obliegt nur die deutliche Übermittelung (der Botschaft)."
18Sie sagten: "Wir sehen in euch ein böses Vorzeichen. Wenn ihr nicht aufhört, werden wir euch ganz gewiß steinigen, und euch wird ganz gewiß schmerzhafte Strafe von uns widerfahren."
19Sie sagten: "Euer Vorzeichen ist bei euch (selbst). (Ist es ein böses Vorzeichen,) wenn ihr ermahnt werdet? Aber nein! Ihr seid maßlose Leute."
20Und es kam vom äußersten Ende der Stadt ein Mann gelaufen. Er sagte: "O mein Volk, folgt den Gesandten.
21Folgt denjenigen, die von euch keinen Lohn verlangen und (selbst) rechtgeleitet sind.
22Und warum sollte ich nicht Demjenigen dienen, Der mich erschaffen hat und zu Dem ihr zurückgebracht werdet?
23Soll ich mir etwa anstatt Seiner (andere) Götter nehmen? Wenn der Allerbarmer für mich Unheil will, nützt mir ihre Fürsprache nichts, und sie (können) mich nicht erretten.
24Ich würde mich dann wahrlich in deutlichem Irrtum befinden.
25Gewiß, ich glaube an euren Herrn, so hört auf mich."
26Es wurde (zu ihm) gesagt: "Geh in den (Paradies)garten ein." Er sagte: "O wüßte doch mein Volk davon,
27daß mein Herr mir vergeben und mich zu den Geehrten hat gehören lassen!"
28Wir sandten gegen sein Volk nach ihm keine Heerschar vom Himmel herab; Wir brauchten auch sonst nichts (gegen sie) herabzusenden.
29Es war nur ein einziger Schrei (nötig), da waren sie sogleich ausgelöscht.
30O schade um die Diener! Es kommt kein Gesandter zu ihnen, ohne daß sie sich über ihn lustig machen würden.
31Sehen sie denn nicht, wie viele Geschlechter Wir vor ihnen vernichtet haben, und daß sie zu ihnen nicht zurückkehren?
32Und sie werden alle insgesamt bei Uns vorgeführt werden.
33Und ein Zeichen ist für sie die tote Erde. Wir machen sie lebendig und bringen aus ihr Körner hervor, so daß sie davon essen (können).
34Und Wir haben auf ihr Gärten mit Palmen und Rebstöcken geschaffen und auf ihr Quellen hervorströmen lassen,
35damit sie von seinen Früchten essen (können). Nicht ihre Hände haben sie geschaffen. Wollen sie denn nicht dankbar sein?
36Preis sei Demjenigen, Der die Paare alle erschaffen hat von dem, was die Erde wachsen läßt, von ihnen selbst und von dem, was sie nicht wissen!
37Und ein Zeichen ist für sie die Nacht. Wir ziehen von ihr den Tag weg, und sogleich befinden sie sich im Finstern.
38Und die Sonne läuft zu einem für sie bestimmten Aufenthaltsort. Das ist die Anordnung des Allmächtigen und Allwissenden.
39Und dem Mond haben Wir das rechte Maß in Himmelspunkten festgesetzt, bis er wieder wie ein alter Dattelrispenstiel wird.
40Weder ziemt es der Sonne, den Mond einzuholen, noch wird die Nacht dem Tag zuvorkommen; alle laufen in einer (jeweils eigenen) Umlaufbahn.
41Und ein Zeichen ist es für sie, daß Wir ihre Nachkommenschaft vollbeladenen Schiff trugen.
42Und Wir haben ihnen etwas gleicher Art erschaffen, was sie besteigen.
43Und wenn Wir wollen, lassen Wir sie ertrinken; dann gibt es niemanden, zu dem sie um Hilfe schreien könnten, und sie werden nicht gerettet,
44außer aus Barmherzigkeit von Uns und als Nießbrauch auf Zeit.
45Und wenn zu ihnen gesagt wird: "Hütet euch vor dem, was vor euch, und dem, was hinter euch ist, auf daß ihr Erbarmen finden möget!" (..., wenden sie sich ab.)
46Kein Zeichen von den Zeichen ihres Herrn kommt zu ihnen, ohne daß sie sich davon abwenden.
47Und wenn zu ihnen gesagt wird: "Gebt von dem aus, womit Allah euch versorgt hat", sagen diejenigen, die ungläubig sind, zu denjenigen, die glauben: "Sollen wir jemanden ernähren, den Allah, wenn Er wollte, ernähren würde? Ihr befindet euch nur in deutlichem Irrtum."
48Und sie sagen: "Wann wird dieses Versprechen eintreten, wenn ihr wahrhaftig seid?"
49Sie haben nur einen einzigen Schrei zu erwarten, der sie ergreift, während sie noch miteinander streiten.
50Da werden sie kein Vermächtnis (mehr) hinterlassen können und auch nicht zu ihren Angehörigen zurückkehren.
51Es wird ins Horn geblasen werden, und da laufen sie sogleich schnell aus den Gräbern zu ihrem Herrn herbei.
52Sie sagen: "O wehe uns! Wer hat uns von unserer Schlafstätte auferweckt? Das ist, was der Allerbarmer versprochen hat, und die Gesandten haben die Wahrheit gesagt."
53Es wird nur ein einziger Schrei (nötig) sein, da werden sie sogleich alle bei Uns vorgeführt.
54Heute wird keiner Seele irgendein Unrecht zugefügt. Und euch wird nur das vergolten, was ihr zu tun pflegtet.
55Gewiß, die Insassen des (Paradies)gartens sind heute in Beschäftigung und Vergnügen.
56Sie und ihre Gattinnen befinden sich im Schatten und lehnen sich auf überdachte Liegen.
57Sie haben darin Früchte, und sie haben, was sie erbeten.
58"Friede!", als (Gruß)wort von einem barmherzigen Herrn.
59"Sondert euch heute (von den Gottesfürchtigen) ab, ihr Übeltäter.
60Habe Ich euch, o Kinder Adams, nicht als Verpflichtung auferlegt, daß ihr nicht dem Satan dienen sollt - gewiß er ist euch ein deutlicher Feind -,
61und daß ihr Mir dienen sollt?, - das ist ein gerader Weg!
62Er hat ja doch viele Geschöpfe von euch in die Irre geführt. Hattet ihr denn nicht begriffen?
63Das ist die Hölle, die euch stets angedroht wurde.
64Ihr sollt ihr heute ausgesetzt sein dafür, daß ihr ungläubig wart."
65Heute versiegeln Wir ihnen ihre Münder. Ihre Hände werden zu Uns sprechen und ihre Füße Zeugnis ablegen über das, was sie erworben haben.
66Und wenn Wir wollten, würden Wir ihre Augen auslöschen. Und sie laufen dann zum Weg um die Wette, aber wie können sie da sehen?
67Wenn Wir wollten, würden Wir sie auf ihrer Stelle verwandeln, so daß sie nicht mehr vorangehen können und auch nicht zurückkehren.
68Wem Wir ein langes Leben gewähren, den lassen Wir in seiner Gestalt eine Kehrtwendung machen. Begreifen sie denn nicht?
69Und Wir haben ihn nicht das Dichten gelehrt, und es ziemt ihm (auch) nicht. Das ist doch nur eine Ermahnung und ein deutlicher Qur´an,
70damit er warne, wer (da) lebt, und das Wort gegen die Ungläubigen unvermeidlich fällig werde.
71Sehen sie denn nicht, daß Wir ihnen unter dem, was Unsere Hände gemacht haben, Vieh erschaffen haben, über das sie verfügen?
72Und Wir haben es ihnen fügsam gemacht, so daß sie davon Reittiere haben und davon essen (können).
73Und sie haben an ihm (allerlei) Nutzen und (etwas) zu trinken. Wollen sie denn nicht dankbar sein?
74Und sie haben sich anstatt Allahs Götter genommen, auf daß sie Hilfe finden mögen.
75Sie können ihnen jedoch keine Hilfe gewähren, obwohl sie ihnen als eine (dienstbereite) Heerschar vorgeführt werden.
76Ihre Worte sollen dich nicht traurig machen. Wir wissen ja, was sie geheimhalten und was sie offenlegen.
77Sieht denn der Mensch nicht, daß Wir ihn aus einem Samentropfen erschaffen haben, und doch ist er sogleich ein deutlicher Widersacher.
78Er führt Uns ein Beispiel an und vergißt seine (eigene) Erschaffung. Er sagt: "Wer macht die Knochen wieder lebendig, wenn sie zerfallen sind?"
79Sag: Wieder lebendig macht sie Derjenige, Der sie das erste Mal hat entstehen lassen. Und Er weiß über jede Schöpfung Bescheid,
80(Er,) Der euch aus grünen Bäumen Feuer gemacht hat, so daß ihr sogleich damit anzünden könnt.
81Hat nicht Derjenige, Der die Himmel und die Erde erschaffen hat, (auch) die Macht, ihresgleichen zu erschaffen? Ja doch! Und Er ist der Allerschaffer und Allwissende.
82Sein Befehl, wenn Er etwas will, ist, dazu nur zu sagen: ,Sei!´, und so ist es.
83So sei Preis Demjenigen, in Dessen Hand die Herrschaftsgewalt über alles ist und zu Dem ihr zurückgebracht werdet!
Chapter 37 (Sura 37)
1Bei den sich reihenweise Reihenden,
2dann den einen Schelteschrei Ausstoßenden,
3dann den eine Ermahnung Verlesenden!
4Euer Gott ist wahrlich ein Einziger,
5der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, und der Herr der Osten.
6Wir haben den untersten Himmel mit einem Schmuck geziert: mit den Himmelskörpern´;
7und als Schutz vor jedem rebellischen Satan.
8So können sie der höchsten führenden Schar (der Engel) nicht zuhören, und sie werden von allen Seiten beworfen,
9damit sie weggetrieben werden - und für sie wird es immerwährende Strafe geben -,
10außer jemandem, der rasch etwas aufschnappt und den dann ein durchbohrend heller Leuchtkörper verfolgt.
11Frage sie doch um ihre Meinung: Ist es etwa schwerer, sie zu erschaffen als wen Wir (sonst) erschaffen
12Aber nein! Du wunderst dich, während sie spotten.
13Und wenn sie ermahnt werden, gedenken sie nicht.
14Und wenn sie ein Zeichen sehen, spotten sie darüber.
15Und sie sagen: "Das ist nur deutliche Zauberei.
16Wenn wir gestorben und zu Erde und Knochen geworden sind, sollen wir denn dann wirklich auferweckt werden?
17Und auch unsere Vorväter?"
18Sag: Ja, und ihr werdet euch demütig verhalten.
19Es wird nur ein einziger erschreckender Schrei sein, da schauen sie sogleich hin.
20Und sie werden sagen: "O wehe uns! Das ist der Tag des Gerichts!"
21- "Das ist der Tag der Entscheidung, den ihr für Lüge zu erklären pflegtet.
22- (Zu den Engeln des Gerichts wird gesagt:) Versammelt (nun) diejenigen, die Unrecht getan haben, ihre Gattinnen und das, dem sie dienten
23anstatt Allahs. Dann leitet sie zum Weg des Höllenbrandes
24und stellt sie auf, denn sie werden befragt werden."
25- (Und es wird zu ihnen gesagt:) "Was ist mit euch, daß ihr einander nicht unterstützt?"
26Nein! Vielmehr ergeben sie sich heute.
27Und sie wenden sich einander zu und fragen sich gegenseitig.
28Sie sagen: "Ihr kamt doch zu uns (stets) von rechts her´."
29Sie sagen: "Aber nein! Ihr wart ja nicht gläubig.
30Wir aber hatten keine Macht über euch, sondern vielmehr wart ihr Leute, die das Maß (an Frevel) überschreiten.
31So ist das Wort unseres Herrn gegen uns unvermeidlich fällig geworden. Wir werden bestimmt (die Strafe) kosten.
32Und so haben wir euch in Verirrung fallen lassen, denn wir waren ja selbst in Verirrung gefallen."
33Gewiß denn, an jenem Tag werden sie an der(selben) Strafe teilhaben.
34Gewiß, so verfahren Wir mit den Übeltätern,
35denn sie pflegten, wenn zu ihnen gesagt wurde: "Es gibt keinen Gott außer Allah", sich hochmütig zu verhalten,
36und sagten: "Sollen wir denn wahrlich unsere Götter verlassen wegen eines besessenen Dichters?"
37Nein! Vielmehr ist er mit der Wahrheit gekommen und hat die Gesandten bestätigt.
38Ihr werdet bestimmt die schmerzhafte Strafe kosten,
39und euch wird nur das vergolten, was ihr zu tun pflegtet,
40außer Allahs auserlesenen Dienern.
41Für diese wird es eine festgesetzte Versorgung geben:
42Früchte, und sie werden geehrt
43in den Gärten der Wonne
44auf Liegen (ruhend), einander gegenüber,
45wobei ihnen ein Becher (voll) Quellwasser herumgereicht wird,
46weiß, köstlich für diejenigen, die (daraus) trinken.
47Darin steckt nichts Beeinträchtigendes, und dadurch werden sie nicht benommen.
48Und bei ihnen sind solche (weiblichen Wesen), die ihre Blicke zurückhalten, mit schönen, großen Augen,
49als ob sie wohlverwahrte Eier wären.
50Sie wenden sich einander zu und fragen sich gegenseitig.
51Einer von ihnen sagt: "Gewiß, ich hatte einen Gesellen,
52der da sagte: .Gehörst du wirklich zu denjenigen, die es für wahr halten?
53Wenn wir gestorben und zu Erde und Knochen geworden sind, sollen wir denn dann wirklich vor Gericht gestellt werden´?"
54Er sagt: "Wollt ihr denn hinschauen?"
55Er schaut selbst hin und sieht ihn mitten im Höllenbrand.
56Er sagt: "Bei Allah, beinahe hättest du mich fürwahr ins Verderben gestürzt.
57Und ohne die Gnade meines Herrn würde ich nun wahrlich zu den Vorgeführten gehören.
58Werden wir tatsächlich nicht mehr sterben,
59außer unserem ersten Tod, und gehören wir tatsächlich nicht zu den Bestraften?"
60Das ist doch wahrlich der großartige Erfolg!
61Für ein Solches sollen diejenigen, die handeln, (ihre Werke) tun.
62Ist dies als gastliche Aufnahme besser oder der Zaqqum-Baum?
63Den haben Wir zu einer Versuchung für die Ungerechten gemacht.
64Er ist ein Baum, der im Grund des Höllenbrandes hervorkommt,
65dessen Fruchtscheide so ist, als wären es Köpfe von Satanen.
66Sie werden wahrlich davon essen und werden (sich) so davon die Bäuche füllen.
67Hierauf erhalten sie fürwahr eine Mischung von heißem Wasser.
68Hierauf kehren sie fürwahr zum Höllenbrand zurück.
69Sie haben ja ihre Väter im Irrtum vorgefunden,
70und so sind sie auf ihren Spuren eilig getrieben worden.
71Vor ihnen sind bereits die meisten der Früheren abgeirrt,
72und Wir sandten ja zu ihnen Überbringer von Warnungen.
73So schau, wie das Ende der Gewarnten war,
74außer Allahs auserlesener Diener.
75Und Nuh rief Uns ja bereits zu - welch trefflicher Erhörer sind Wir fürwahr!
76Und Wir erretteten ihn und seine Angehörigen aus der großen Trübsal
77und machten seine Nachkommenschaft zu denjenigen, die Fortbestand haben.
78Und Wir ließen für ihn (den Ruf) unter den späteren (Geschlechtern lauten):
79"Friede sei auf Nuh unter den Weltenbewohnern!"
80Gewiß, so vergelten Wir den Gutes Tuenden.
81Er gehört ja zu Unseren gläubigen Dienern.
82Hierauf ließen Wir die anderen ertrinken.
83Zu seiner Gemeinde gehörte fürwahr Ibrahim.
84Als er zu seinem Herrn mit heilem Herzen kam.
85Als er zu seinem Vater und seinem Volk sagte: "Wem dient ihr da?
86Wollt ihr außer Allah falsche Götter haben?
87Welche Meinung habt ihr denn vom Herrn der Weltenbewohner?"
88Dann warf er einen Blick zu den Sternen
89und sagte: "Gewiß, ich bin krank."
90Da kehrten sie ihm den Rücken.
91Nun schlich er sich zu ihren Göttern und sagte: "Wollt ihr nicht essen?
92Was ist mit euch, daß ihr nicht redet?"
93Und er wandte sich gegen sie und schlug auf sie mit der Rechten ein.
94Da kamen sie auf ihn zugeeilt.
95Er sagte: "Wie könnt ihr denn dem dienen, was ihr selbst aushaut,
96wo doch Allah euch und das, was ihr tut, erschaffen hat?"
97Sie sagten: "Errichtet für ihn einen Bau und werft ihn in den Feuersbrand."
98Sie wollten mit einer List gegen ihn vorgehen, doch da machten Wir sie zu den Unterlegenen.
99Er sagte: "Gewiß, ich gehe zu meinem Herrn; Er wird mich rechtleiten.
100Mein Herr, schenke mir einen von den Rechtschaffenen."
101Da verkündeten Wir ihm einen nachsichtigen Jungen.
102Als dieser das Alter erreichte, daß er mit ihm laufen konnte, sagte er: "O mein lieber Sohn, ich sehe im Schlaf, daß ich dich schlachte. Schau jetzt, was du (dazu) meinst." Er sagte: "O mein lieber Vater, tu, was dir befohlen wird. Du wirst mich, wenn Allah will, als einen der Standhaften finden."
103Als sie sich beide ergeben gezeigt hatten und er ihn auf die Seite der Stirn niedergeworfen hatte,
104riefen Wir ihm zu: "O Ibrahim,
105du hast das Traumgesicht bereits wahr gemacht." Gewiß, so vergelten Wir den Gutes Tuenden.
106Das ist wahrlich die deutliche Prüfung.
107Und Wir lösten ihn mit einem großartigen Schlachtopfer aus.
108Und Wir ließen für ihn (den Ruf) unter den späteren (Geschlechtern lauten):
109"Friede sei auf Ibrahim!"
110So vergelten Wir den Gutes Tuenden.
111Er gehört ja zu Unseren gläubigen Dienern.
112Und Wir verkündeten ihm Ishaq als einen Propheten von den Rechtschaffenen.
113Und Wir segneten ihn und Ishaq. Unter ihrer Nachkommenschaft gibt es manche, die Gutes tun, und manche, die sich selbst offenkundig Unrecht zufügen.
114Und Wir erwiesen bereits Musa und Harun eine Wohltat
115und erretteten sie beide und ihr Volk aus der großen Trübsal.
116Und Wir halfen ihnen, da waren sie es, die Sieger wurden.
117Und Wir gaben ihnen beiden die verdeutlichende Schrift
118und leiteten sie den geraden Weg.
119Und Wir ließen für beide (den Ruf) unter den späteren (Geschlechtern lauten):
120"Friede sei auf Musa und Harun!"
121Gewiß, so vergelten Wir den Gutes Tuenden.
122Sie beide gehören ja zu Unseren gläubigen Dienern.
123Auch Ilyas gehörte wahrlich zu den Gesandten.
124Als er zu seinem Volk sagte: "Wollt ihr nicht gottesfürchtig sein?
125Wie könnt ihr Bacl anrufen und den besten Schöpfer verlassen,
126Allah, euren Herrn und den Herrn eurer Vorväter?"
127Da bezichtigten sie ihn der Lüge. So werden sie bestimmt vorgeführt werden,
128außer Allahs auserlesenen Dienern.
129Und Wir ließen für ihn (den Ruf) unter den späteren (Geschlechtern lauten):
130"Friede sei auf Ilyas!"
131Gewiß, so vergelten Wir den Gutes Tuenden.
132Er gehört ja zu Unseren gläubigen Dienern.
133Auch Lut gehörte wahrlich zu den Gesandten.
134Als Wir ihn und seine Angehörigen allesamt erretteten,
135außer einer alten Frau unter denjenigen, die zurückblieben.
136Hierauf vertilgten Wir die anderen.
137Ihr kommt ja an ihnen vorbei, bei Tagesanbruch
138und bei Nacht. Begreift ihr denn nicht?´
139Auch Yunus gehörte wahrlich zu den Gesandten.
140Als er zum vollbeladenen Schiff davonlief.
141Er warf Lose und wurde einer der Unterlegenen.
142Da verschlang ihn der (große) Fisch", während er sich Tadel zugezogen hatte.
143Und hätte er nicht zu denjenigen gehört, die (Allah) preisen,
144hätte er wahrlich in seinem Bauch verweilt bis zu dem Tag, an dem sie auferweckt werden.
145Da warfen Wir ihn auf das kahle Land -, und dabei war er krank.
146Und Wir ließen eine Kürbisstaude über ihm wachsen.
147Und Wir sandten ihn zu Hunderttausend oder sogar noch mehr.
148Da glaubten sie, und so gewährten Wir ihnen Nießbrauch auf Zeit.
149Frage sie doch nach ihrer Meinung: Gehören deinem Herrn etwa die Töchter und ihnen die Söhne?
150Oder haben Wir die Engel als weibliche Wesen erschaffen, während sie anwesend waren?
151Dabei ist es fürwahr aus ihrer ungeheuren Lügenhaftigkeit, daß sie sagen:
152"Allah hat gezeugt." Wahrlich, sie sind Lügner.
153Hat Er die Töchter vor den Söhnen auserwählt?
154Was ist mit euch? Wie urteilt ihr?
155Bedenkt ihr denn nicht?
156Oder habt ihr eine deutliche Ermächtigung?
157Bringt doch eure Schrift bei, wenn ihr wahrhaftig seid.
158Und sie stellen zwischen Ihm und den Ginn eine Verwandtschaft her. Aber die Ginn wissen ja, daß sie bestimmt vorgeführt werden
159Preis sei Allah! (Und Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) zuschreiben -,
160außer Allahs auserlesenen Dienern.
161Ihr aber und das, dem ihr dient,
162könnt niemanden gegen Ihn verfuhren,
163außer denjenigen, der dem Höllenbrand ausgesetzt wird.
164Und es gibt niemanden unter uns, der nicht einen bestimmten Platz hätte.
165Wahrlich, wir sind es, die sich (reihenweise) reihen,
166und wahrlich, wir sind es, die preisen.
167Und sie pflegten zu sagen:
168"Wenn wir nur eine Ermahnung (gleich derjenigen) der Früheren hätten,
169dann wären wir fürwahr Allahs auserlesene Diener."
170Dennoch verleugnen sie Ihn. Aber sie werden (es noch) erfahren.
171Es erging bereits früher Unser Wort an Unsere gesandten Diener:
172Wahrlich, sie sind es, denen Hilfe zuteil wird.
173Und wahrlich, Unsere Heerschar ist es, die Sieger sein wird.
174So kehre dich für eine gewisse Zeit von ihnen ab
175und sieh sie dir an. Auch sie werden sehen.
176Wünschen sie denn Unsere Strafe zu beschleunigen?
177Wenn sie sich aber in ihre Höfe niederläßt, wie böse wird dann der Morgen der Gewarnten sein!
178Und kehre dich für eine gewisse Zeit von ihnen ab
179und sieh zu. Auch sie werden sehen.
180Preis sei deinem Herrn, dem Herrn der Macht! (Erhaben ist Er) über das, was sie (Ihm) zuschreiben.
181Und Friede sei auf den Gesandten!
182Und (alles) Lob gehört Allah, dem Herrn der Weltenbewohner!
Chapter 38 (Sura 38)
1Sad. Beim Qur´an, voll der Ermahnung!
2Aber nein! Diejenigen, die ungläubig sind, befinden sich in (falschem) Stolz und in Widerstreit.
3Wie viele Geschlechter haben Wir vor ihnen vernichtet! Sie riefen, doch da war keine Zeit mehr zum Entrinnen.
4Sie wundern sich darüber, daß zu ihnen ein Überbringer von Warnungen von ihnen gekommen ist. Die Ungläubigen sagen: "Dies ist ein verlogener Zauberer.
5Macht er denn die Götter zu einem einzigen Gott? Das ist fürwahr etwas sehr Verwunderliches."
6Und so ging die führende Schar unter ihnen fort: "Geht hin und haltet an euren Göttern beharrlich fest. Das ist fürwahr etwas, was (zu eurem Nachteil) gewollt wird.
7Wir haben hiervon nicht in dem vorherigen Glaubensbekenntnis gehört; dies ist nur eine Erfindung.
8Soll die Ermahnung (ausgerechnet) auf ihn aus unserer Mitte herabgesandt worden sein?" Nein! Vielmehr sind sie über Meine Ermahnung im Zweifel. Nein! Vielmehr haben sie noch nicht Meine Strafe gekostet.
9Oder besitzen sie etwa die Schatzkammern der Barmherzigkeit deines Herrn, des Allmächtigen, des unablässig Schenkenden?
10Oder gehört (etwa) ihnen die Herrschaft der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist? So sollen sie doch an Seilen emporsteigen.
11Manch eine Heerschar von den Gruppierungen wird da geschlagen stehen!
12Der Lüge bezichtigten (ihre Gesandten) schon vor ihnen das Volk Nuhs, die ´Ad und Fir´aun, der Besitzer der Pfähle,
13und die Tamud und das Volk Luts und die Bewohner des Dickichts; das sind die Gruppierungen.
14Al]e ausnahmslos bezichtigten die Gesandten der Lüge, so wurde Meine Bestra fung unvermeidlich fällig.
15Diese erwarten wohl nur einen einzigen Schrei, der keine Unterbrechung hat.
16Und sie sagen: "Unser Herr, gib uns schnell unser Buch noch vor dem Tag der Abrechnung."
17Ertrage standhaft, was sie sagen. Und gedenke Unseres Dieners Dawud, des Kraftvollen. Gewiß, er war immer wieder umkehrbereit.
18Wir machten ja die Berge dienstbar, daß sie mit ihm zusammen abends und bei Sonnenaufgang (Allah) preisen,
19und auch die (in Scharen) versammelten Vögel. Alle waren immer wieder zu ihm umkehrbereit.´
20Und Wir festigten seine Herrschaft und gaben ihm die Weisheit und die Entschiedenheit im Spruch.
21Ist zu dir die Kunde von den Widersachern gekommen? Als sie über die Mauern in die Andachtsräume einstiegen.
22Als sie bei Dawud eintraten. Da erschrak er vor ihnen. Sie sagten: "Fürchte dich nicht. (Wir sind) zwei Widersacher, von denen der eine den anderen unterdrückt hat. So urteile zwischen uns der Wahrheit entsprechend, handle nicht ungerecht und führe uns zum rechten Weg.
23Dieser da, mein Bruder, hat neunundneunzig weibliche Schafe, ich aber (nur) ein einziges Schaf. Dann sagte er: .Vertraue es mir an´, und er überwand mich in der Rede."
24Er sagte: "Er hat dir Unrecht getan, daß er dein Schaf zu seinen Schafen hinzu verlangte. Gewiß, viele von den Teilhabern begehen gegeneinander Übergriffe, außer denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun - und das sind nur wenige." Und Dawud verstand, daß Wir ihn nur der Versuchung ausgesetzt hatten. Da bat er seinen Herrn um Vergebung und fiel in Verbeugung nieder und wandte sich (Ihm) reuig zu.
25Und so vergaben Wir ihm dies. Für ihn wird es fürwahr (den Zutritt in) Unsere Nähe und eine schöne Heimstatt geben.
26O Dawud, Wir haben dich zu einem Statthalter auf der Erde gemacht. So richte zwischen den Menschen der Wahrheit entsprechend und folge nicht der Neigung, auf daß sie dich nicht von Allahs Weg abirren läßt, denn für diejenigen, die von Allahs Weg abirren, wird es strenge Strafe dafür geben, daß sie den Tag der Abrechnung vergessen haben.
27Und Wir haben den Himmel und die Erde und das, was dazwischen ist, nicht umsonst erschaffen. Das ist die Meinung derjenigen, die ungläubig sind. Doch wehe denjenigen, die ungläubig sind, vor dem (Höllen)feuer!
28Oder sollen Wir etwa diejenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, den Unheilstiftern auf der Erde gleichstellen oder die Gottesfürchtigen den Lasterhaften?
29(Dies ist) ein gesegnetes Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit sie über seine Zeichen nachsinnen und damit diejenigen bedenken, die Verstand besitzen.
30Und Wir schenkten Dawud Sulaiman. Welch ein trefflicher Diener! Er war immer wieder umkehrbereit.
31Als ihm am Abend die edlen, schnellen Pferde vorgeführt wurden,
32da sagte er: "Ich habe mich der Liebe der (irdischen) Güter hingegeben und es darüber unterlassen, meines Herrn zu gedenken, bis sie sich hinter dem Vorhang verbarg.
33Bringt sie mir wieder her." Da begann er, ihnen die Beine und den Hals zu zerhauen.
34Und Wir setzten ja Sulaiman der Versuchung aus und setzten eine Gestalt auf seinen Thron. Hierauf wandte er sich (Allah) reuig zu.
35Er sagte: "Mein Herr, vergib mir und schenke mir eine Königsherrschaft, die niemandem nach mir geziemt. Gewiß, Du bist ja der unablässig Schenkende."
36Da machten Wir ihm den Wind dienstbar, daß er nach seinem Befehl sanft wehte, wohin er es für treffend hielt;
37und auch die Satane, jeden Bauarbeiter und Taucher,
38und andere, in Ketten zusammengebunden.
39"Das ist Unsere Gabe. So erweise Wohltaten oder sei zurückhaltend, (und dies,) ohne zu rechnen."
40Für ihn wird es fürwahr (den Zutritt in) Unsere Nähe und eine schöne Heimstatt geben.
41Und gedenke Unseres Dieners Ayyub. Als er zu seinem Herrn rief: "Mich hat der Satan mit Mühsal und Pein heimgesucht."
42- "Tritt kräftig mit deinem Fuß auf; da ist kühles Wasser zum Waschen und zum Trinken."
43Und Wir schenkten ihm seine Angehörigen (wieder) und noch einmal die gleiche Zahl dazu, aus Barmherzigkeit von Uns und als Ermahnung für diejenigen, die Ver stand besitzen.
44Und: "Nimm in deine Hand ein Bündel (dünner Zweige) und schlag damit zu und sei nicht eidbrüchig." Gewiß, Wir fanden ihn standhaft. Welch ein trefflicher Diener! Er war immer wieder umkehrbereit.
45Und gedenke Unserer Diener Ibrahim, Ishaq und Ya´qub, die Kraft und Einsicht besaßen.
46Wir erlasen sie durch eine besondere Eigenschaft aus, mit dem Gedenken an die (jenseitige) Wohnstätte.
47Sie gehören bei Uns wahrlich zu den Auserwählten und Besten.
48Und gedenke Isma´ils, Alyasa´s und Du ´1-Kifls. Alle gehören zu den Besten.
49Dies ist eine Ermahnung. Und für die Gottesfürchtigen wird es wahrlich eine schöne Heimstatt geben,
50die Gärten Edens, deren Tore ihnen geöffnet stehen,
51worin sie sich lehnen und worin sie nach vielen Früchten und nach Getränk rufen.
52Und bei ihnen sind gleichaltrige (weibliche Wesen), die ihre Blicke zurückhalten.
53Das ist, was euch für den Tag der Abrechnung versprochen wird.
54Das ist fürwahr Unsere Versorgung; sie geht nicht zu Ende.
55Das ist (für die Gottesfürchtigen). Für diejenigen jedoch, die das Maß (an Frevel) überschreiten, wird es wahrlich eine schlechte Heimstatt geben,
56die Hölle, der sie ausgesetzt sein werden - eine schlimme Lagerstatt!
57Das ist - sie sollen es kosten - heißes Wasser und stinkender Eiter
58und anderes dergleichen in verschiedenen Arten.
59- "Da ist eine Schar, die sich mit euch hineinstürzt." - "Sie sind nicht willkommen, denn sie werden dem (Höllen)feuer ausgesetzt sein."
60Sie sagen: "Nein! Vielmehr seid ihr es, die ihr nicht willkommen seid. Das habt ihr uns doch bereitet - ein schlimmer Aufenthalt!"
61Sie sagen: "Unser Herr, erhöhe demjenigen, der uns dies bereitet hat, das (Strafmaß) als mehrfache Strafe im (Höllen)feuer."
62Und sie sagen: "Wie kommt das, daß wir (gewisse) Männer nicht sehen, die wir zu den Bösewichten zählten?
63Haben wir sie (etwa zu Unrecht) zum Gegenstand des Spottes genommen? Oder haben die Blicke sie verfehlt?"
64Das ist tatsächlich wahr: (so ist) der Streit der Bewohner des (Höllen)feuers miteinander.
65Sag: Ich bin nur ein Überbringer von Warnungen, und keinen Gott gibt es außer Allah, dem Einen, dem Allbezwinger,
66dem Herrn der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, dem Allmächtigen und Allvergebenden.
67Sag: Es ist eine gewaltige Kunde,
68von der ihr euch abwendet.
69Ich hatte kein Wissen über die höchste führende Schar´, als sie miteinander stritten.
70Mir wird ja (als Offenbarung) eingegeben, daß ich nur ein deutlicher Warner bin.
71Als dein Herr zu den Engeln sagte: "Ich werde ein menschliches Wesen aus Lehm erschaffen.
72Wenn Ich es zurechtgeformt und ihm von Meinem Geist eingehaucht habe, dann fallt und werft euch vor ihm nieder."
73Da warfen sich die Engel alle zusammen nieder,
74außer Iblis; er verhielt sich hochmütig und gehörte zu den Ungläubigen.
75Er sagte: "O Iblis, was hat dich davon abgehalten, dich vor dem niederzuwerfen, was Ich mit Meinen Händen erschaffen habe? Verhältst du dich hochmütig, oder gehörst du etwa zu den Überheblichen?"
76Er sagte: "Ich bin besser als er. Mich hast Du aus Feuer erschaffen, wohingegen Du ihn aus Lehm erschaffen hast."
77Er sagte: "Dann geh aus ihm hinaus, denn du bist der Steinigung würdig,
78und gewiß, auf dir liegt Mein Fluch bis zum Tag des Gerichts."